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Full text of "Englische Studien: Organ für englische Philologie unter Mitberücksichtigung des englischen ..."

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"USE IN LIBRARY 

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ENGLISCHE 

STUDIEN. 



Organ fiir englische philologie 

unter mitberucksichtigung des englischen unterrichtes auf hoheren 

schulen. 



Heraosgegeben von 



DR EUGEN KOLBING, 

o. o. profesior tUr englischeH philologie an der uHrversitdi Breslau. 



XIV. Band. 



* ■ 



J ^ 1 » 



• • 



rf t 



O. R. Reisland. 
1890. 



Unberechtigte^ nackdrpck gm 4em inhalt der Engl, studien ist untersagt. 

Uebenetznngsrecht vorbehalten. 



16pi596 



• * • 



*» • • 



• * • < 



• • • » • 



* * • 



INHALT DES VIERZEHNTEN BANDES. 



I. 



Seite 
I 

53 
165 

188 

321 



Znr textkritik von Chftncer's Boethins. Von Z. KtUner 

The works of Beaumont and Fletcker. Von E. F. Oliplumt .... 
Kleinere pnblikationen ans me. handschriften. Von AA KtUuza , . • 
Der einfliiss des Phyaiologni anf den enplmismns. Von F. Laucheri . 
Die romanze von Athelston. III. Epilegomena. Von y. Zupiha . . 
Znr frage nach der antonchaft von »Sir Clyomon and Sir Clamides«. Von 

R. Fucker 344 

^. 

Die genetiscke erklMmng der sprachlichen ansdmcksformen im onterricht. 

Von H. KUngkardi 95 

Die methode Tonssaint-Langenscheidt. Von W, Swohoda 210 

Recent American Hstorical Pnblicationi. By H, 5. W)Ut€ 365 

LITTERATUR. 

I. 

Friedrick Lauchert^ Greschichte des Physiologos. Mit zw^i textheilagen. 

Strassbuig 1888. Karl J. Triibner. Ref. M. F. Mann 123 

Nachtrag znm Physiologns. Von F. Lauchert 127 

Sir Philip Sidneys Astrophel and Stella and Defence of Poesie nacb 
den altesten ausgaben mit einer einleitung iiber Sidney's leben nnd 
werke herausgegeben von Ewald FBgcl, Halle a/S. 1889. Max 
Niemeyer. Ref. K Koeppel 129 

Marlowe's werke. Historisch-kritische ausgabe von //. Breymann nnd 
Albr, Wagner, 11. Doctor Fanstos. Herausgegeben von Hermann 
Breymann. — HI. The Jew of Malta. Herausgegeben yon Albrecht 
IVagn^r, Heilbronn 1889. Henninger. (Englische sprach- und 
litteraturdenkmale des 16., 17. nnd 18. jahrhonderts. Herausgegeben 
von Karl VollmcUer. Bd. 5 nnd 8.) Ref. Z. Kellner 137 

Notes on Elizabethan Dramatists by Karl Elu^ Ph. D., LL. D. A. New 

Edition in One Volume. Halle 1889. Niemeyer. Ref. A, Wagner 142 

H. Oskar Sommer^ Erster versuch iiber die englische hirtendichtung. 

Marburg 1888. Ehrhardt. Ref. O, Reissert 146 

Uhiemann^ Der verfasser des kommentars zu Spenser's Shepherd's Ca- 
lendar. — Separatabdruck aus dem jahresbericht XIII des konig- 
lichen Kaiser- Wlfliehnsgymnasiums zu Hannover. 1 888. Ref. If. O, 
Sommer ....•..•«.« \V^ 



Inhilt 

Srite ' 
Die angelsschsisclieii prosabcarbeiningen der Bcnedictinerregel. Herans- 
gegebEH »0Q Arnold Scbrotr. (Anch nntcr dem titel : Bibliolhek 
der angelaiichsischen prosa,. Begriindet von Chr. W. M. Grein. 
Fortgesetit irnler nulwirkung mehrerer fachgeDossen von R. P. Wul- 
ker. II. Band.) Kassel, 1885—1888. Georg It Wigand. — Die 
Winteney-version der Regula S. Bencdicti. Lateinisch und Engliscb. 
Mil einleitung, anmerliungen, glosaar und einem foi^simile znm er- 
st en roale lieransgcgeben von M. M. Antold Sekrocr. Halle, 

1888. M. Nicmeyer. — The Rale of St. Benet, Latin and Anglo- 
SttTon Interlinear Version. Proefschrift ter verkrijging van den giaad 
van Doctor in de Nederlandsche Letlerknnde aan de Rijks-Univer- 
sileit te Utrecht . , . door HcHri Logcmsm. London, 1888. Trilli- 
ner&Co. Ref, A. Sfhrder 241 

"Jehatints Hdjtr, Die synticttschen erscheinungen In Be DOmes Dxge. 

HaUe a.'S. 1889. M. Niemcyer. Rcf, K. NaJer 253 

GasiBin A'Snig, Der vers in Shakseeares dramen. ((Jnellcn und for^cbun- 

gen mr spracli- und cnltargeschichie der gemianisehen volker etc. 

LXI.) Strassbni^ 1888. Karl J. Triibncr. Ref. A. Schrbtr ... 154 
Dr. Ti/HBti, Shakespeare's drama in seiner natUrliclien entwickelang dar- 

gestcllt. Stadien Ubcr des dichters sprache. zeil, knnst und poesie 

a\s einleimng lu seinen werken fiir die gebildetcn leser. Leyden 

1889. E. J. Brill. Ref. Af. Koch 259 

Carl Philips, LokalHirbang in Sbakeipeare's dramen. Jahresberichte der 

hdheren biii^rscliale der st»dt Kiilii. Erster Iheil 1887, Zweilcr 
theU 188S. Ref. M. Koch a6o 

Glorgt Lansing Raymond, Poetry as a representative art. New- York and 

London 1886. G. P. Pntnam's Sons. Ret. M. Keck x6z 

HtiHrich Magil, Sir Thomas Wyntt and Henry Howard, Earl of Surrey, 
eine litteratar- and sprachgeEchichtlicbe stadie. L thcil. Jahres- 
berichl des realgyranasiums mi Arolsen. Ostem l88g. Mengering- 
hauscn 1889. Ref. E. Koepptl 265 

Hermann Tiirik, Hamlet ein genie. Zwel vortr^e, in Berlin nnd Ham- 
burg gchailen. Reiidnitr.-Leipzig 1888. Max Hoffmann, Ref. F. 
Babertni; 165 

Paul Slaaki, A critical introdoccion to Sir Waller Scott's Lay of the 
I.ASI Minstrel. Programm der realschiile zn Meerane i. S. iS83. 
Ref. M. Koch 166 

Hermann Harlmann, Ueber die vorlagen xa Sherid«i's Rivals. Instcr- 

bnrg i888 (KonigBberger disscrtatloii). Ref. L. Praticheldl ... 167 

Horn, Die sprache des neueren englischen romans und dCr tagespresse. 
Programm des realgymnasinms in Oinabrlck. 1888. Ref. M, Kruni- 
machtr sGS 

11. 

Metbodisches. 

Chfittian Eiilttm. Die laatschrift beim scbulunlerricbt. Niimberg 1E89. 



Inhalt V 

Seite 

Gustav Tanger^ Muss der sprachanterricht nmkehren? Ein beitrag znr 
nensprachlichen reformbewegiing im znsammenhange mit der iiber- 

biirdiingsfrage. Berlin 1888. Langenscheidt 150 

Ref. A, Western, 

Paul Passy, ^lemans d* Anglais parl^. Paris 1887. Firmin Didot. Ref. 

H. Klinghardt 284 

Wilhelm Swoboda^ Englische leselehre nach nener methode. Wien 1889. 

A. Holder. Ref. E. Nader 287 

Realien. 

H, Raydty Ein gesnnder geist in einem gesunden korper. Englische 
schulbilder in dentschem rahmen nach einer studienreise aus der 
Bismarck -Schonhansen-stiftung geschildert. Mit 44 abbildungen. 
Hannover 1889. Carl Meyer (Gnstav Prior). Ref. Adolf Brennecke 
und H, Klinghardt 157 

Grammatisches. 

Aug. Western^ Engelsk grammatik for middelskolen. Paa gmndlag af 

K. Brekkes engelke Iseseboger for middelskolen. Kristiania 1888. 

J. W. Cappelens forlag. 
J. Arv. A/zeliuSf Engelsk elementarbok, inneh&llande grammatik, Ifise- 

stycken och ordlista. Goteborg 1888. O. L. Lofgren 271 

Ref. H, Klinghardt. 
Ph. Wagner, Lehrbnch der englischen sprache fUr den schul- und pri- 

vatnnterricht. 2. theil : Englische elementargrammatik mit lesebnch. 

Tubingen 1888. Fues. Ref. Franz Beyer 276 

Phonetisches. 

W. Vietor, Phonetische studien. Zeitschrift fUe wissenschaftliche und 
praktische phonetik, mit besonderer riicksicht auf den unterricht in 
der aussprache. Heft 2 und 3. Marburg i. H. 1888. N. G. Elwert. 
Ref. H, Klinghardt 280 

MISCELLEN. 

I. 

Zu Lord Stanhope*^ History of England. Von M, Krummacher . . . 290 

Die Shelley -Society und ihre publikationen. Von R. Ackermann . . . 290 

Zwei alte textfehler in Goldsmith's Vicar of Wakefield. Von R. Sprenger 295 
Zu Manns recension meiner »Geschichte des PhysioIogus«. Von F, 

Lauchert 296 

Schluss&usserung des recensenten. Von M. F. Mann 297 

7xj textkritik des Ipomadon. Von E, Koeppel 371 

Anmerkungen zum mittelenglischen Ipomadon A. Zu Ipomadon B. Zu 

Ipomedon C. Von G, L. Kittredge 386 

Zwei berichtigungen. Von G. L, Kittredge , "x^cyi 



Beitr%e zor erklarnng nod teilkritilc alt- nnd minelengliscber denk- 

mttler. 1. Von F. HoUkausen 393 

Zwei mitteteDglisclie Chrutmas Cirols. Von K. Brrul 401 

All's well llial ends well and Love's Labours Won. By H, Boyle . . 40B 

EntKe^ong. Von G. Sarraiin 421 

GegeniiuHsening des recensenlen. Von li. Knippil 437 

Entgegnung. Von F. OhIstH 432 

Replik. Von F. Holtkaasen 433 

Zu Partonope of Blois. Von li. Kolbitig 435 



Vorlesungen Uber engliscbc philologie an den onlversitaten Deulschlands, 
Oesterreichs nnd der Scbweiz, im wintersemester 1888/89 <">^ '™^ 

somraersemester 1889. Von 5. Schopf 299 

Bericht iiber die sitiungen der neuphilologisclien section der XL. ver- 
aamoilnng deatscher philologen nnd acliulminacr zu Gdrlitz. Von 

Seimagtr 304 

Verein fur das studinm der nenen sprachen in Hamburg- Allona . . . 305 
Der verein fUr neuere philologie in Leipzig- Von F. Wu/ier .... 306 

+ Nicolans DcHus. Von ?. Schiffir . 307 

■]- Ludwig Herrig. Vnn F. Btschoff 313 

Fju sommeranfenthalt in Englnod, Von //. KSmghardI 31H 

Intemationales. Abituncntenarbeiten. Vou //. Klingkardl 319 

Zu K. H. Schaiblc's «Geschichle der Deutschen in England.^ Von A'. 

Feytrabind 437 

Ein roman von Geoffrey Drage. Von F. Lindntr 452 

Eine neue cooipromlss-weltspraelie. Von W. S-woboda 454 

Die genedschc erkliirang spracblicher ausdrucksformen im unlerricbl. 

Von //. Klinghardi 4S7 

Zu ~Die gcnetiicbe erklfining der sprach lichen Basdrucksfonnen> (Engl. 

srtd. XTV, I]. Von R. num 461 

Die einiheilnng der englischen verben nach der fcoQjogatioiurarDi. Von 

A". AfkAie/tU 461 

Drei fUr die schallektiirc commcntirte historiiche werto. Von A". MUhlt- 

f'ld 465 

Englische eigennamen. Von — e — 469 

Zur 1. aosgabe von Sweet, Handbook of Phonetics. Von F.. Snlmana 471 

Entgegnung. Von y. FUrijtr 471 

RUckfinascmng des rccensentcn. Von A. Weilirn 47a 

Verein fUr daE Etntliain der neuen sprachen zu Hamburg- Alton a. Von 

BocttstI 473 

Der viertc nenphilologenlag zu Stuttgart. Von E. SIcngel 474 

Vorlesangen Uber englische philologie und ihre hlllfswisaenschaften an 
den universititten Dents chland s , Oeslerreichs nnd d«r Schwcii. im 
B-iDterseniester 1889/90 and im sommeriemester 1890, Von -'•. Sclifff 477 



ZUR TEXTKRITIK VON CHAUCER'S BOETHIUS. 



. X >^ V. > 



Gelegentlich meiner vorarbeiten zur herausgabe von Caxton's 
»Blanchardyn and £glantyne« nahm ich auch den in Caxton's officin 
gedruckten «Boethius« vor, in derhofihung, aus etwaigen anderungen 
manches fiir die syntax des 15. jahrhunderts zu lemen. Nun waren 
der abweichungen allerdings sehr vide, aber von solcher natur, dass 
sie unmoglich alle als ^derungen in folge des jlingeren sprachzu- 
standes angesehen werden k6nnen. Eine durchgehende vergleichung des 
Caxton'schen textes mit den beiden von R. Morris beniitzten (Chaucer's 
»Boece«. Edited from the Additional Ms. 10, 340 in the Brit. Museum, 
collated with the Cambridge University Library Ms. II. 3. 21. London, 
Chaucer Society. 1886) ergab in der that, dass der erstere auf eine 
versioil zuriickgeht, die sich sowohl von Add. als C. in vielen wesent- 
lichen lesearten unterscheidet. Ich will die drei texte im folgenden 
Add. = Additional Ms. 10, 340, C. = Cambridge University Library 
Ms., Cx. = Caxton bezeichnen. Auf den ersten blick kCnnte man 
freilich geneigt sein, die graphischen, lautlichen, formellen, syntaktischen 
und lexicographischen varianten flir adaptationen Caxton's an die sprache 
seiner zeit zu halten. Vergl. folgende liste: 

Cx. Add. I Cx. Add. 

^^y gegeniiber sayne 8. 22 ' them gegeniiber hem 190. 

their » hir 193. 

my » myne 200. 

semed » semeden 204. 

yf » yif 205. 

from »^ fro 233. 

mone *' monene 238. 

that » thilke 290 u. a. m.. 

£. Kolbinif, EogVsche Uudiea. XIV. x. \ 



sawe 




II 


saw^ 62 


callen 




i> 


clepen 67. 


rosy 




» 


rosene 117. 


sawe 




II 


say 137. 


is no peril 


» 


nis no peril 139. 








218. 227. 243. 


it were 


not 


» 


it nere not 176. 






■.■iJK^teri;': 



AUein abgesehen davon, doss diese variaaten nicbt aothwendlg als 
moderne iuiderungen angesehen werden mussen, da sie sich auch in 
Add. und auch sonst in den besten hss. der Canterbury Tales finden. 
weist der Caxton'sche texl eine menge schreibungen und formcn auf. 
die nicht nur im vergleiche nail den andem werken Caxton's, sondem 
auch gegeniiber Add. (und C.) einen alteren sprachzustand repntsentiren. 



Add. 


C- 


Cx. 


abone 




abouen 30. 


hreichefold 
sty 


~ 


threschewold 89. 

seyn gg. 747. 833. 1740. 


yhici 




yhidde lao. 1S61. 
ysent 158. 


il 




Iho 195. 1203. 1309. 
hit llS {sehr oft). 


feleat t>o° 




felistow 847. 


wepest t)OU 




wepeslow \ 149. 67?. 674. 677. 835. 876, 1074 


epiUwl ]>ou 






banc 




ban 356; dagegen uragtkehrt 387, 


cleped 
wbt nener 




ycleped 514; vgl, 627. 1455- 'S'°- 
m« neuer 554- 


Bonge 




sange 643. 


hi)> nat 




ne liHth nal 1049. 


he h.|. no 


mjF 


he ne hath no wijf :o75; vgl. loSo. 1173. I2ij. 
1127. 1911. 1913. 


Aber selbsi w 


enn w 


ir annebmen, dass Caxton an detn ihm v 


liegenden ms. vera 


nderungen vomabm, urn dem abstande zwischen i 



abfassung und drucklegung des "Boethius" reclmung zu tragen, so sind 
doch noch der abweichungen so viele, die sich atis dieser annahme 
nicht erklriren, dass vii immer wieder gezwungen sind, eine andere 
version als die in Add. und C. lu gninde iu legen. Beispiele sind auf 
jeder seite zu finden. 

Auch im verhaltniss zum lateinischen texte zeigt sich die ver- 
Schiedenheit der Caxton'schen von den beiden andem versionen. 



p. 5. Add. iind C. lesen Hie, Cx. hat richtig; Hec (Haec'. 

!. 51 nnd S3. Add. und C. lesen richlig P und T, Cx. dagegei 

die initialen von Acti\-u« and Cuntemplativiis. 

I. 158. Add. und C. lesen caaes, Cx. in genauem anschlusse an anl 
1. 168 bielen Add. und C. booses, entsprechend laribus, Cx. hat 
z. 194 — 196. Add. schlicHt sich an den Uberlieferten Text an. 

baben oflenhar dnrch schreiber gelitten. 

1. 108. Canyos in Add. and C. ist besser als Camo ii 
I. 309 bietet gegenUber Eoraneis in Add. and sorana 

richtige Sonnos. Vgl. femer 214. aai. 135. 371. 371. 178 



Cx. das einiig 



Znr textkritik von Chaucer s Boethius 



p. 23. Add. and C: Hie nbi continuato dolore delatravi. Cx. : Hec ubi con- 
tinao delatravi dolore. 

p. 20. Add. and C. : Primom igitnr Pateris Rogacionibos. Cx. : Primnm igitur 
pateris ne me paacolis interrogacionibos. 

p. 29. Add. n. C. : Postea paolisper conticnit. Cx. : Posthaec paolisper obdcuit. 



p. 33. Add. and C. 
p. 39. Add. and C. 
p. 45. Add. and C. 
p. 50. Add. and C. 
p. 55. Add. and C. 
p. 69. Add. and C. 
p. 72. Add. and C. 
p. 77. Add. and C. 
p. 79. Add. and C. 
p. 88. Add. and C. 
p. 106. Add. and C. 
p. 131. Add. and C. 



Vellem aatem paaca. Cx. : Vellem aatem tecam pauca. 

Tanc. Cx. : Tam. 

Set com. Cx. : Set quoniam. 

Felix in mirom. Cx.: Felix nimium. 

dederat Cx.: dederit. 

Vosqae terrena. Cx.: Vos quoquc o terrena. 

dignitatibus. Cx.: dignitates. 

valet. Cx.: volet. 

corporibas. Cx.: corporis. 

Qai scit. Cx.: Que sit. 

Felix qui potent. Cx.: qui potuit. 

Umc ego video inquam. Cx. : Sic ego inquam. 



Was nun die frage nach dem verhaltnisse der drei texte zu ein- 
ander betriflft, so wage ich es noch nicht, cine bestimmte ant^'ort zu 
geben. Nur so viel ist gewiss: Cx. ist jedenfalls mit C. naher 
als mit Add. verwandt. 

Cx. stimmt sehr oft mit C. gegen Add., mit Add. gegen C. aber 
nur selten tiberein. 

In den meisten fellen jedoch stimmen Add. und C. gegen Cx. 
iiberein. 

An vielen stellen bieten die drei texte drei verschiedene lesarten. 

Was die quality des Caxton'schen textes anlangt, so bin ich ge- 
neigty den werth desselben hoch anzuschlagen . Abgesehen von den 
inneren merkmalen der echtheit, welche die lesarten in Cx. an sich 
tragen, sind es zwei £iussere momente, welche es wahrscheinlich machen, 
dass Caxton ein sehr gutes, jedenfalls sorgf^ltig angefertigtes ms. seinem 
drucke zu grunde gelegt hat. 

Das erste moment liegt in den lateinischen tiberschriften : wahrend 
diese im Add. und C. voller fehler sind, stimmten sie in Cx. mit den 
besten codices tiberein. 

Zweitens ist es die sorgfalt und strenge consequenz in der setzung 
von B. imd P. (Boethius, Philosophia) in Cx. gegenliber der halbheit 
in den beiden mss., welche meine annahme unterstutzt. 

Ntm ware es freilich am besten, eine neue ausgabe des Boethius 
zu veranstalten und dabei das Salisbury-ms. und Caxton zu bentitzen; 
allein ich bin diurch meine studien zu einer kurzen geschichte der 
englischen syntax zu sehr in anspruch genommen, um mlcVv d\£i^^\:cv 



4 




L. Kellner 


imiemehmen zu widmen; ich 


musste mich daher begnligen, die auf- 


merksamkeit dcr fachgenossen auf den werthvoUen Caxcon zu ziehen | 


11 nd 


denselben durch eine mittheilung der varianten bentitzbar zu J 


machen. 


,^^J 




Add. 


C. 


ex. ^m 


6 


Al ].e lc«i 


At fie kesle 


Alte laste ^^^| 


7 


folweden 




folowden '^^^ 


» 


seyne when 


seyn whan 


saye when ^ 


S 


})ei t»t wcren gloiie of 




thei thai weren of 1 


9 


my youjth 


my yowthc 

now pesorful wierJes 


my yoQgthe 


9 


lo. now [)£ soToufnl werdes 


now sorouful wi.-rri« 1 


>3 


ben 




J^M 


>3 


royne heued. 




my heed ^^M 


"4 


vpon myn emty 


of myn emptyd 


of myn emptid ^^^H 


■6 


ben swete [h mine.) 




be swete ^^H 


'<, 


to closen 


— 






seyne 


seyn 


saye • ^^H 


32 




myn hened. 


myn heed. ^^^^| 


25 


dwellynges in me. 




dwellynges. J^^^M 


a? 


siood not in stedfnst 


stood nal in stidefa^l 




'9 


markede 




^^^H 


30 


abDue 


abouen 


abonen ^H 


3> 


hened 




hede ^^^M 


32 






abouen - ^^m 


34 


slrenke^ 


strength e 


strength ^^M 


35 


fnl of so greet 




ful of grecl ^^^H 


36 






trowen ^^^H 


39 


lyche to 


lykto 


lyche ^^m 


41 


heued. 




/^^H 


4< 


when 


whan 


whan I^^H 




hencd 




hede ^^^M 


Ji 


P. 




^^M 


53 


T. 




^^ 


$6 


oeji email 




netherest I 


S7 




vppereste. 


npperest. 


58 


and by strenket'. 


nnd by strengthe 


or by strengthe. 


61 




woman bar smale b. 


woman ber smale bookei 1 


62 


sans t.cse 


say tbise 


sawe these 


67 




of swich a place 


of whiche is the place 


67 


clcpen Jie theatre. 


clcpyn [le theatre. 


callen Iheatre. 


70 


(ibe 




that 


71 


hoi den ^e hcrtcs 


fniclefiynee 


fnictnous ■— h 


74 


hotden berte^ 


ho Id en herle^ ^^^H 


75 








75 


ifSe 


yifye 


the ^BH 


77 


as men ben wont 




us ben wont ^ ■ 


77 


amonges 

je wfj)drawen me 




among i 


io 




ye withdrawen from me 


83 




whiche fat 


wyehe that 


85 


by notful 


by nolefal 


by my notfnl 


89 


{ireschefolde 


thresshfotd 


threschewold 'V ■ 


93 


l-besid 


abaysshed 


abasshed ^M^ 


91 


as toned 




^^^^H 


94 


(lO 


— 


^^H 


98 


Bey 


seyen 


^^^H 




',, Der strich bedeulet, dass 


C. (lie gleiche lessrt hat wie AM. ^^^^M 


K 


__ 


^^^^^^^H 





Zdt teitkritik von Chiucer's Bocth 


5 




Add. 


C. 


C-. 




of n»n 




of this man 












dryaeii to ini] fro 




diyaen 






whilom 


whilom 




^o?se. 


Mwh 


behelde 




""^T 


recontse*^ 


tl this thing 




t.«i hijtet. 


— 


and Mghtetb 








rosy 




yhid 


yhidde 


yhidde. 




now Heti he 


now lith he 


how lighdy is 




empUd of 


emted of 


empiid the 




on fonle 


on the fool 


on the foule 




quod sche of medicine 




of medicine qaod sche 




frwof 


than of 


than 






whilom 


whUom 




norschid 


noryiied 


nourisshed 




to conge 




to the corage 




t.«i. 








sty 




sawe 








bnt rather wit) oaten 




ni» 




is 




5if 


— 


if 




so done 


■o doon 


done so 




• litel hy* eyen. 




hys eyen a lytel. 




discoMcd ind cliued 




dUcussed 








derknes forlefte 












stTen1ce^ 




strength 




ryjt by 




ryghl as by 




clnitred 




conerd. 




and [lit t>e 


Mant 


and the 




vpoD heuene 


_ 


vpon the henene. 








vpon the er|ie. 




Yif ban 


Yif thanne 


if thennc 


sent' 


Iscnt 


ysent 


1 kaDcs 




kane 


1 coDire 


— 


contray 


seyn 




seyne 


. on 




nppon 


. hooje. 




house 






conuersed 








it ur not leneM 


it nere not lenefnl 


hyt were not leeful 


1 q. d, noB. 


fehlt 


fehlt 


, mnerM 




manere 




of wyche 


of the which 


of the wyche 








enforced 




hem 




them 




to eneryche 


euerich 


eocyche 




hir preye 




their preye 




and tomen 


coruen 


conten 




and torenten 




and renten 








wonnen 




myn handei 




myn owne handes. 




wit) i>c 




with tho 




dm« 


— 


clothes 




myne 


myn 


my 



L. Kellner 





Add. 


c. 


200. 


of men wenyng 


of men weninge 


201. 


(s. perseqnendo) 


, . 1 


204. 


semeden 


semede 


205. 


yif 




208. 


Canyos 


— 


209. 


sorancis 


sorans 


209. 


renoun 


1 


211. 


bron^t hem to 


browhte hem to 


214. 


bitter see of |)is lijf 


bittre see of j)is lijf 


215. 


fordrynen 


, 


216. 


tempeste j)is is 




217. 


to wikked men. 


to wikkede men. 


218. 


it nis 


i 


221. 


makyng 


— 


222. 


rycchesse 


rychesses 


223. 


sarpolers 




223. 


sachels 




225. 


ben stored 


wamestored 


226. 


chateryng 


— 


227. 


ne may not 


"' " 1 


228. 


honters 


^_^ 


229. 


{)at is clere 


t)at is cleer 


230. 


prowed 


prowde 


232. 


rage 


1 


232. 


manace 


manesses 


233- 


of f)e 


of |)e see 


233- 


or 




233- 


vpwarde 




233- 


fro 


_ 


234- 


bot me 




23S- 


vesenns 


vesenns 


23S- 


wirchej) 


writith 


237- 


lyjt 




238. 


monene 




239- 


wifi-onten ony 


withowte any 


240. 


strenke)) 




240. 


drede nat. 




241. 


schalt 




242. 


who so t)at 


— 


243- 


nis 


— 


24S- 


wi[) whiche 


wi{) the which 


247- 


felest t>ou 


felistow 


249- 


wepest t>oii 


wepistow 


249- 


spiilest t>oii 


spillestow 


251. 


I. t)at hadde 




252. 


it Jitte quod 


^^— 


256. 


place (.i. prisonn.). 


— 


257. 


librarie wyche t>ftt 


librarie which f)at 


261. 


as it is 


as is 


261. 


was t)an my 


was my 


262. 


my chere 


— 


262. 


as now 




268. 


comnnabletes 


commuditees 


271. 


in grete wisdomes. 


to geten wysdom 


272. 


same 




275- 


of comnne citees 


of citees 


278. 


anctoritee (.s. platonis). 


— 


278. 


desiryng to 


desired to 


280. 


l>o 


thilke 



Cx. 
of wenyng 

fehlt 
semed 

yf 

Camo 

Soranos 

renommee 

brought to 

bitter see 

dryuen 

this is 

wikked men. 

hit is not 

make 

rycchesses 

sarpleris 

sachelis 

wamestored 

clateryng 

may not 

hunters 

that clere 

proude 

rages 

manaces 

of the see 

and 

vnware 

from 

botome 

vesenus 

writheth 

leyte 

moue 

wyth ony 

strenkthe. 

drede thou nat. 

schallest 

who that 

is 

with the whiche 

felistow 

wepestow 

spillestow 

I. hadde 

it quod 

place. 

librarie that 

as hit is 

was my 

chere 

as is now 

comynaltees 

to gete wisdomes. 

saide 

of citees 

auctoritee. 

desired auctours 

thilk 





Znr tettkritilc von Cluacer'a Boetbio* j 




Add. 


C. 


Cx. 


i8i 








sSa 


pnt ti« in 
, mg t>ron5t 


pntte {lee in 


put in 


^S3 


))ing ne browhte 


(line ne bronst 


185 


] by-twIICA 


_ 


betwene 


.87 


' hat) fredom 


ba[)e fredom 


hat Cbe fredom 


290 


tiilk man 


thilke man 


that man 


290 


, coDigute 


coniogule 




191 


alirey asaantes 






19a 


How oft« 


How ofte ek 


Eke li.,w ofte 


29» 


■ .1. Sitte put 


Ipw 


I pnt 


>9S 




— 


tounnenteden 


300 


nuLD draw 






300 


me litte fro 


me yit fro 


mefi 


300 


I My 






301 




richeues 


rycheue* 


303 


hanned ey()er 


harmyd or amenosed 








owther 


eytier 


303 


suffred 




suffreden 


304. 


Glosa. 




Close. 


304 


, theodoric fie kyng 




theodoric kyng 


3°S 


adere 




> dede 


307 


and flat at a dere grenoni 




and at a gieaona dere 


30» 


1 Bnt I withstod 


Boece withstood 


Boece wiih»tod 


309 


{>=kTBg 


- 


the kyng Theodoryk 


310 


seyn 




saye 


3" 


\-pon poeple 




vpon the poeple 


3>4 






eslablissed 


315 


iDplitable 


vnplitable 


vnpronffllable 


l\l 


it 


- 


hit 


for comnne 




for the comnne 


u 




I- 


the knowyng 


318 






hit 


3*3 


drow I hyin out 


drowh I hym ont 




333 


Jowe*. s. fancibns 




Jowes. 


3*5 


byfoni 


— 


byforne 


3^8 


I T"7^ 


yieyne 




330 


.jenii aUe ojier 


ajenis alle oothre 


ayenis other 


33 « 








33" 


halle. ». officer*. 




halle. 


333 


1 by })e which* 


by which 


by whiche 


339 




whilon 


whilome 


34J 


1 tiei wotde 


t)ei nolden 


the! nolden 


34a 




by the sykemeiie 


by the lykemesse 


343 


1 Mad whan 




and tbenne whan 


344 


! to tte kjag 




by the kyng. 


345 


bti. (.at j,*i 




but if thel 


347 


hened 




hedde 


J47 


of tonne 




of the tonne 


348 


lemej) (tc myjt 


.emet. myh.e 


aemeth myght 


349 


l,ilk 


thUke 


this 


353 


made ptt bem 




made hem 


353 


or no (q. d- non). 






356 


haae 


ban 


han 


357 


axct f>on 




axe thon 


36S 


t»e [q. d. non). 




the. 


3*56. 


nel icluJ 




I ne schal 


369 


it 






371 


nxty* Sit badde 




certya hadde 


371 


don bj mt jwmx 


— 


don thorogh 



8 




L. Kellner 


^^^ 




Add. 


C. 


^^^H 


373 


or 


and 


and ^^^1 


373 


is to seyne to xvilne 


is to seyn to wilne 


to ^^H 


374 


hem. (s. selmtnsi. 




them. ^^^H 


376 


leue-fnl 




leefful ^^^M 


379 






^^^M 


383 


mflked. 


— 


mad«. ^^^M 


384 






hoped ^^H 


38: 


hsn 




hue ^^^H 


387 


« \.t 




^^^1 


389 


strenke|i 




itrenkthe. ^^^H 


39* 


Canhw 




Camai ^^H 


393 


by 




^^^1 


393 


he Icaninsl was 


— 


^^H 


394 


nuked 


jmaked 




395 


ajcins bym. js. Gaius), 




against hym. , ^^H 


399 




verto. 




400 


had 


hBD 


hflue ^^H 


401 


to wylne 




ne »?] ne ^^M 


401 


lyke .,. a 


]yk. 


^^M 


4o6 




innocents . 




40S 


and yif god ne h whennes 




^^H 


41 1 


of'^ar^" ^""^ * "'^"' 




of the ^^H 


413 


14. Jit hBdde I 




that hadde ^^H 


418 


zt 


At 


Atte ^^^H 


433 








413 


aeidc sofe 


seye aoth 


say sothe ^^^H 


418 


Innocence 




^^^H 


439 


in gerdoun 


for gerdoun 




435 


cheyned 
to fe d«{,. 


enclinede 


^^^ 


443 


— 


lo deetb *■" ^ 


44S 


me re ye 




merite ] 


445 


my5t nener jil 


myhfe nener ji. 


mvght yet neuer 


450 


lieden 




sajde 


45 1 


on.e |>e 




DUlc of the < 


456 






pictagoras 


458 


no conenannt 




not convenient 


458 


no nede 




none nede 


460 






and 


460 




thow mtkedest 


thou madest 


464 


lionis 




for 1 


465 


hys owen dedi,. 


bfs owns dedes. 


hys dedif. 


4«9 


enchinntementT 






471 


il aufficef. not 




it snffrith not 


472 






nonght. 


47a 


Xif ^at t'on 
fie dyuer^e 


- 


if thon 


486 






488 


whan |iat ony 


whan f« any 




491 


from 


of 


^mi 


494 


abounden 


tiabowndeo 


habounden ^^H 


49S 


fynde oute 


fynde owt 


fynde ^^H 


497 






folk ^^H 


499 








500 


ne b«D not 




be not ^^H 


SOI 


|.erfore 




therto ^^^H 


S02 


U thou maker 




Thou maker ^^^H 


Sio 






hesperus ^H 


Sn 


bryngeft furfie 


bryngeji forth 


bryngelh firale ^^^H 


Sti 


arysynges 


^^ 


anyiyng ^^H 



Znr textkritik vt>n Chaucer's Boethius 



512. 

5»3. 
SM. 
SIS- 

518. 
521. 
522. 

5*4. 
524. 

525. 
529. 

530. 
531. 
533. ^ 
535, 36 
538. 
538. 
539. 
540. 

543. 
547. 
548. 
553. 
554. 
555. 
556. 

558. 
560. 

561. 

562. 

5^ 

564. 
567. 

569. 

571. 
574. 
576. 

577. 
578. 

579. 
582. 

584. 
587. 
590. 

597. 
598. 
598. 
606. 
607. 
608. 
611. 
6ia. 
617. 



Add. 


C. 




Cz. 


eft ajeynes 


est a^eynes 




efte agreyn 


at \ie 


— 




atte 


cleped 


— 




y cleped 


of colde wynter 




1 


of the colde wynter 


to faUe 


falle 




faUe 


|)o variauntj 






the variaunt 


in |)e laste 






the laste 


of somer 


— 




of the somer 


aretnnis saw ben waxen 


aritums sawgh 
waxen 


ben 


Ardtures sewe bewaxen 


eschanfel) 


— 




encbaceth 


t)ere ni% 


ther nis 




there is 


hys olde lawe 


— 




this olde lawe 


forlete|> hym of hys 


forleetheth t>e werke 


forleteth the werke of 


propre estat. 


of hys propre 


estat. 


hys propre estat. 


to grete vtter chann- 


so grete entrechaun- 


so grete entrechaunges 


gyng« 


ginges 






peyne t>At scholde 






peyne scholde 


pnnissit^ 


punysshe 




punisheth 


in |>e nekkes 


oon ^t nekkes. 




on the nekkes. 


t>e blame and |ie peyne 


— 




the peyne and the blame 


achrewes 






sbrewdnes. 


schrewes 






shrewdnes. 


lyst to vsen 


— 




lyst Tsen 


|)at poeple 






that the poeple 


wrecched 


wrecchede 




wreches 


forme 


ferme 




ferme 


gonemest )>e henene 






gouemest heuene 


on-one 


anon 




anon 


wist 


wyste 




nist 


schewed it to me 


— 




schewed it me 


nat put ont of it 


— 




nat al put out of hit 


>an t>oa 


— 




that thou 


>i self 






thouself 


remembre of 






remembre thee of 


it 






hit 


lorde 






one lorde 


kyng 






one kyng 


a soaera]me fredom 


— 




a fredom 


t)ilke ryjt olde 






thilke olde 


wy^t |)at haf) 


— 




wyght hath 


in-wi}) f)e paleis of 


in-wit> f)e paleis 


from 


within the paleis of 


¥rille forto enhabit 


wyl forto enhabyte 


wille tenhabit 


ben Cite^ein 






ben a Citezein 


ne amoeaet> 


ne moueth 




ne moeueth 


myche 


mochel 




mykyl 


somtyme 


whilom 




whilom 


sein t)e sentence 






sein sentence 


t)e vnhonestee 


— 




the honestee 


hane I touched 






haue touched 


eschanfed 


eschaufede 




enchaced 


ajeins fortune and 


— 




agein fortune 


t>at gerdouns 


— 




that the grerdouns 


▼sen somedel 


— 




somedel vsen 


ben 






be 


folowyng 
eschanfep 


flowyng 




flo¥ring 


— 




enchaceth 


heme 


beemes 




hemes 


▼iolett; 






violettU 



lO 




L. Kellner 






Add. 


C. 


C 


619. 


aqailon 


— 


aqnUone 


Oao. 


nat witi a. 






6!5. 


propre 


propres 


proppre 


6*5- 


not ilonndet 


nat the itoimdej 


not (he slanndes 


6.7. 




ben 1 medled 


ben ymedeled 


6jo. 




estat 


esule 


63.. 






vnderstonde be 


633- 


nh>l 




that 


63s. 


by foolisshe 


by foolyish 


foolissbe by 


«37. 


reionn- Cenes qnod I. 




resonn. B. Certes quod 










640. 


|>» werk. Ne neuer nu 




his werlc. Ne nas nener 


641. 


■entence. So is it 




sentence. P. So is.it 


643. 






sange 


644. 


byweptelt 




weptesL 


646. 


how li, p«pe.;. 


owh (i. pape.). 


och. 


647. 


gretly certes 




certes gretly 


'47- 


siben boo 


syn hon 


seen tliat Ihoa 


648. 


In 10 so 






649. 


I not what 


I not nere what 


I note wbal 


til. 


.ihen 


syn 




H'- 


swyccbe gouemailes 




hwycche gonenuile 


'S4. 


I nu 




I was 


658. 


|)ou onTt wbet is {le ende 


hon whM is he ende 


thoQ what is tbende 


6i9. 


tii hinges, ^hider ^at 


- 


thinges. andwhiderthen- 


661. 


irir"^'""" 


_ 


niemoire 


662. 


|.on wo« 




Ibon wotest 


66z. 


whennes flat alle 




whennes alle 


664. 


is he bygynnyng 


is bygynnyng 


U bygynning 


66S. 


sihen 


syn 


seen 


666. 


t)e endjmg 




thende 


672. 


Kemembrett bon 


Remcmbresthow 




674. 


Maisle h<>[> 




Maistow 


675. 


Ax est not 


Axeslow not 


Axestow not 


676. 


[lat be 




that I be 


(76. 


best monel 




ntortel best 


677. 


confesse wel h"t 




confease that 


677. 


Wisteat hon 




wistow 


679. 






wele icnowe I 


6g2. 




fwonde 


finden 


683. 


hin 




thi 


6!l 


forf-i sonvest hou 


forhi torwistow 


for thon sorowdest 


S«6. 


woat 




wist 


686. 


fie ende 




thende 


687. 


and weleM for 




and wetefal and for 


690. 


ben erete canses 




ben the canses 


693. 


t)e. and I 




the. I 


694. 


aorissinges of hi 


norissing«g of h'ti 


norissing of thin 


696. 


nis 




is 


697. 


aaenteronsea 






701. 


he natnre of houztw dis- 




the natnre is of thouglites 




seined ii h» 




thn» dec«yned 


703. 


of whicbe 


from whiche 


of (he wbiche 


,'3; 




assay e somwhat to 


somwliat aasayc ta 


detyryngM i( don 




thingei be don 


708. 


hoo mow 


hon no»e 


thon may 


714- 


hat somtyme weren 


hat vrhilom weren 


that weren whUome 


7"S- 


wihituit 


withstand 


withstante 



Zar textkritik von Chaucer's Boethius 



1 1 



719. 
722. 
725. 



728. 

73*- 

734. 

735- 

735. 

737, 38. 

738. 

739. 

741. 

745- 

747. 

747. 

749- 

751- 

754. 

756. 

763. 

767. 

767. 

771. 
774- 
775- 
793- 
793- 
794. 
797. 
798. 
801. 

802. 

809. 

809. 

810. 

811. 12. 

814^ 

815. 

815, 16. 

819. 

823. 
823. 

824. 
825. 
826. 
829. 
830. 
830. 

833. 

835. 
836. 

839. 
S42. 

84S- 
84s. 46 
848. 



Add. 

f)e encoontrynge 

fro |)e drede 

blynde 

Explicit Liber Primus. 



blende 



atempre 




herkene hire 


herkene here 


langnissed 


languyssest 


talent and desijr 




fortone 




|)e astat 


t)e estat 


▼nderstonde 


— 


colour 


colours 


til t>&t she 




knowe as 




traoaile 


travaylen 


of 


on 


manly 


— 


to seyne oat of 


to sayn out of 


departed a litcl 


— 


whan 




prolacionns now 


probasyons now 


t)e 




yif t)ou wene. 


yif j)ou wene. 


of 




coneret) hir and 




shewed hir 


— 


to comen. 


— 


it ne suffrit) 


it ne suffiseth 


eyen of man. 


eyen of a man. 


to 


into 


flatrynges 


— 


inwi|) 




Sy})cn 


Syn 


|)at l)on woldest 




whider |)at 


whedyr |)at 


|)oa castest t>i 


— 


ben ot>er while 


— 


manere 


maneres 


and enforcest t>on 


enforcest l)on 


wi|)stonden 


withholden 


hat> tumid 




on one syde 


on syde 


Tcxte 




somtyme 


whilom 


ydred. 


ydrad 


and she neyt)er 


— 


maked wepe 


— 


prenet) 




8treng|>e 


strengthes 


plete 


pleten 


makest ))oo 


makes thow 


wronges 


wronge 


rycchesse 


rychesses 


|)at t>Uke 


))at aUe f)ilke 


al t>hig. 


alle thinges. 


wi|) my rychesse. 


wi{) my rychesses 


tl t>e habnndannce 


al f)e aboundannce 



Cx. 

thenconntrynge 

fro drede 

blende 

Andhere endeth the first 
boke And next foloweth 
the second boke. 

reatempre 

heren hire 

langnisshest 

desijre and talente 

corage 

thastate 

vnderstonding 

colours 

til she 

knowe that as 

traoailen 

on 

many 

to seyne of 

a litel departed 

thenne 

prolacionns and now 

me. 

yif that thon wene. 

and 

couereth and 

shewed herseli 

to come. 

it sufBseth 

eyghen of a man. 

into 

flatryng 

within 

Seen 

as thon woldest 

thider that 

thou caste of thi 

ben among other while 

maneres 

enforcest thou 

withholden 

withtumid 

on that one syde 

Textes 

whilom 

drede. 

ne she neyther 

maked to wepe 

proueth 

strengthes 

pleten 

makestow 

wTong 

ryccliesses 

that thilke 

alle thinges. 

^vith all my rychesses. 



w 




L. Kellnef 


^^^^ 




1 Add. 


c. 


ex. 1 


^^■^ 851 


1 vsed of fbre>Tic 




vsed foteyne 1 


W 852 


vtterly lorn 


oulrely for lorn 


viicriy forlorn e 


8S3 


' t>an. 




thenne. 


854 


1 Ricches 


Ryccbesses 


Richesscs 


859 


1 only be defended 






861 


1 w keoere |>e 


10 coeuerj-n tho 


to onercome tbo 


&6x 


l>e er^« 


Nyer 


the yere 


86s 


coldes 




colde. 


$G5 


Bnt fie cnuctyse 




But couetyse 


S69 


lyn 




sidien 


871 


\,U pley 




suche pley. 


S71 






coraynly. 


«74 


flo \t be by j.i^ 




if it so be by this 


876 






adonn whaone the reaotin 


876 


WOSI fjOQ 


wisleathow 


wis tow 


«77 


lyndeos of whichc kyng 


lydyens of whichc 
kyng 


lydyens of kyng 


878 


79. {lis rewlyche Cresiis 


this Cresns 


SSo 


descended doun from 


desse nde doun fro 


descended from 


881 


of fii mynde 




of mynde 


884 


o{)er [linges 




other thinge 


886 






awkward 


889 


in grek 




in grece 


S93 


of iiiy rycohcaie 


of my rychesBos 


of rjcclifsse 


894 


proaperires. 




prosperile 


894 


nat departed 


nat al departed 


nat ai departed 


897 






in the coraune 


S98 








899 


lions plemee Jiat is god- 
desse 


~ 


though plentee go dd esse 


■900 


wijl ful horn. 




with her fnl horn. 


903 






rycchesses 


903 




in heuene 


io the henene 


904 


ny5t. 


nyghtes. 


nyghtes. 


906 


receyue[i gladly her 


receyue|i gkdly hir 


receyueth her 


908 


I'gete 


I-getyn 


gotten 


911 




rychesaes. 




911 


brideles 




byrdeU 


914 


more ay brcnne}) 




more brenneth 


914 


tires. 


thnist 


loste 


916 


mo ryehe. 




more hymself ryche. 


910 


tellen 


defendyn 


defenden 


9s 1 


shcwen il. and 




shew en. and 


931 




yeoyn he space 


geue so (be space 


981 




- 


it. Boece. Certeynely 


9*4 


[lei bend her>l [lei 




thei ben herd and sow- 
□e in eeres thei 


91S 






may 


930 


twnSt. Rysc so is ii 


~- 


thought. P. Ryght 10 
hit dooth. 


«' 


?r. 




yen'! 


93 < 




the 


93* 






norissing 


932 


sit 




that 


933 


whan i>ai t>ine i^. 




whan tyme is. 


934 


■none swiche 


moeue swych 


mene and ajuste swiche 


934 


hem iclf depe. 




hem fnl depe. 




■) Wohl dnickfehler fur yet 


^^^^^H 






^^^^^^^^^^H 



ZuT textkriiik von Chancer't Boelhius 



welefdlncMe. I holde me 

sttlle how. 
and ntodir. 

erete & noble]' of pi 
tons' 



glo»)ra« 
aceoied )>e mnd 

})',n hail Lai 
iK-ynkcled first 
hat i>oi> nan 
if pou perfore 
for fiinget 
pat ^o lemedeii 



comCD linte * 

yelde 

wUlen dwelle 

\>u recche 

ydimmyd 

bryJCncMC 

^hlim 

■wey j>e fayrncsse 

Jeelde 

entrechanngTiiges 

trublynge 

nyi stedfast no 

weltfol. Bat 

qaod she abaist (mis 

for 

most preciona 

to t>e hy 

syn 

ben redely wi[) 
tyke to hir 
bir life. 
mot grannten 
eldefadir 

O how wekfnl art poa 
ttonj |>oa Imowc pi 

But ^tte 
dwellyng 

nys 



awey jje fayrenesse 

nys stedfast ne 
quod she abyett tius 



tUs lyf 

eldyr fadyr 

O bow weleful ar- 

thow yif |>on kaowe 

t>i goodes. 

d welly d 



welefolnciie. B. I holde 

me iiille P. how 
and of modir. 
that thou ne were 
grete nobley as thi 
yongthe 
how to comen 
ladd 
ihy 

bytwene 
with so lange 

Bccoied and 
thon bare away 
first Cwynkeled 
thai nart 
if therfore 
for tho thinges 
that lemeden 



seeld 

wolde dwelle 

dare recche 

dimmyd 
lightnes 

Zephiems 

awey faymesse 

with 

selde 

entrecbaongei 

tombling 

ys stedfasl ne 

welefnl. P. But 

abatti thus quod she 

that 

10 the yet by 
may stow 
sythen 

ben with 

lyke hir 

this life 

mote graunten the 

eldfadir 

Y( thou IcDDwe thyself 

thy goodes make the 

more welefnl. 

dwellid 

7a 



u 




L. Kellner 






Add. 


C. 


Cx. 


1048. 


al hateful 




hatefiil 


1049. 


tempest hat) 




tempest ne hath 


1049. 


whan t>&t t>ine 


whan f)at thyne 


whan thine 


1052. 


fallen. And 


faylen. And 


faillen. B. And 


1053- 


for whiles 


^ 


for the whiles 


1056. 


me. I 




me. P. I. 


1057. 


for{)ered 




furthered 


1060. 


syn 




sithen 


I06I. 


t)in 


thi 


thi 


1063. 


o{)er 


ther 


there 


1064. 


man is so sad 


— 


man is he that is so sad 


1064. 


of so perfit 


of so parfyt 


of grete perfit 


1068. 


it laste|) 


it last 


it ne lasteth 


1072. 


angre for nede 


Angrwysshe of nede 


anguisshe of nede 


1075. 


he hat) 


— 


he ne hath 


1075. 


is wel and 




is 


1077. 


to f)e heires of strannge 


to J)e eyres of strann- 


to straunge folk. 




folk 


ge foolkys. 




1080. 


|)er accordef) 


tier ne accordet) 


ther ne accordeth 


I08I. 


in mest somwhat 


in somwhat 


in somwhat 


1082. 


vnassaiet) 


vnassaied 


^assaiet 


1084. 


wel 


fill 


full 


1085. 


t)inges fallen 


t>inges byfalle 


thinges befallen 


1085. 


wille for he is 


wyl for he is 


wille he is 


1090. 


self to ben almost 




self almost 


1095. 


t>ou5 


— 


thou 


X096. 


no wrecche 


a wrecche 


a wrecche 


1096. 


hym self a 




hjrm self he is 


IIOI. 


torn pacience. 


lost pacience 


lost his pacience 


1 102. 


jrspranid 


spraynyd 


spreint 


1 105. 


>at it ne 




that ne 


1 105. 


t)an is it wel 


— 


thenne is wel 


1 107. 


dwellit) 


dureth 


dureth 


1 108. 


agreablely 


— 


agreably 


1109. 


folkes 


folke 


folke 


mo, II. 


whiche t)at is 




whiche is 


1 114. 


t)i self 




thi lyff 


1 122. 


nis 




is 


II 24. 


t)ing and 


— 


thing is and 


1 1 24. 


digne is |)ilke 


— 


digne thilke 


1x34. 


ben alwey 




alwey be 


"35- 


lecse. For 


leese it. For 


leese it. For 


1138- 


forleten hit. 


forleten 


forleten. 


1146. 


ben 




be 


1148. 


f)ingTis 




thing 


1149. 


of pe deet). 




of deeth 


"53- 


t)at whanne (lilke 




that thilke 


II 54. 


lijf is endid. it 


— 


Ujf it 


1155. 


maner man 




maner of folk 


II5S- 


stable and war 




war and stable 


115s. 


hym 




hem 


1 160. 


for ['.e 


— 


for if the 


1161. 


bis streng[)es 


hise strengties 


her strengthes 


1 1 62. 


lowe 


lavse 


lose 


1 164. 


ficchyn 




sette 


1 165. 


t>i 


thin 


thin 


1 1 67. 


{)rowynges 




throwyng 


1173. 


nare nat 


ne weere nat 


ne were nat 


1175. 


nys 




ne is 



Zar textkridk von Chaucer's Boethius 



15 





Add. 


C. 


Cx. 




1176. 


considered and lokid 


— . 


lokid and considered 




1177. 


hem self. 




them self. 




1 180. 


|)ilke golde 


|)ilke gold 


that golde 




1 180. 


t)ilke moneye 




that moneye 




II8I. 


renoun 




renome 




II84. 


syn 




sith 




1 184. 


t)mg as is 


— 


thinges as bene 




1 184. 







one 




1 186. 


|)an is ))ilke 




thenne is that 




1 187. 


styntet) 


stenteth 


stynten 




1 189. 


in j)e world 


in l)e worlde 


in al the world 




1 190. 







one 




"93. 


but Certys joure ryc- 
chesse ne mowen nat 
passen vnto myche 
folk wiJ>-oute amen- 
ussyng 




fehlt 




1200. 


clepe 




calle 




1202. 


for 


But 


But 




1203. 


in shynyng 


in the shynyng 


in the shynyng 




1203. 


of ^e 


— 


of tho 




1208. 


resoun. 


— 


renomme. 




1 2 10. 


laste 


last 


leste 




I213. 


pel ban 




thei ne ban 




I215. 


mychel 


mochel 


much 




I215. 


Boyce. 


— 


B. 




I22I. 


Philosophie. 




P. 




1222, 23. 


glorifie [)e in |)e shyn- 
ynge of any 


gloryfyen {)e in |)e 
shynynge of any 


glorifie the any 




1227. 


fortune shal 


— 


fortune ne shal 




1228. 


ben t)ine t>&t 




ben that 




1228, 29. 


|)inges maked 


— 


thinges hath maked 




1229. 


Syche is 


Soth is 


Soth hit is 




1230. 


on f)e 


to l)e 


to the 




1232. 


after t>at it 


— 


after it 




1232. 


no 




none 




1234. 


|)ing 




thinges 




«23S- 


appaied. 


— 


paied 




1236. 


ftilfiUyng of nature wi[) 




fulfillyng with 




1236. 


Certys pilke t)inges 


— 


certeyn thinges 




1237. 


i)resten 




thristen 




1246. 


enmye 


— 


anoie 




1248. 


or 




and 




1249. 


rycchesse. 




rycchesses. 




I25I. 


t>in 


thine 


thi 




1251,52. 


In |)e wbiche 




In wbiche 




"53- 


sory yif |)ou leese hem. 




sory to leese them. 




1255. 


hire 


hyr 


their 




1256. 


as 




also 




1256. 


hem 




them 




1257. 


rycchesse. 


rychesses. 


rycchesses. 




1258. 


precious ne weren 




precious weren 




1259. 


rycchesse. 


Rychesses. 


rycchesses. 




1261. 


rycchesse. 




rycchesses. 




1262. 


so greet a noyse and 
wif) so g^eet a fare 


so greet a noyse and 
wi}) so grete a fare 


so greet a fare 




1264. 


tumet) to 50W al in |)e 


— 


turneth yow al into 


the 


1267. 


ban ^ei nede f)at 


— 


thei haue nede than 




1268. 


Utel nedit> 




\ Utel tYvvti^ nt^VCcL 





i6 



L. Kellner 



[269. 
[270. 
1271. 
1271. 
[272. 
[272. 

273. 
[281. 

[282. 

[284. 

286,87. 

[287. 

[288. 

289. 

[292. 

[296. 

[297. 
308. 

1309- 

1309. 
310. 

310. 

1312. 

314. 
321. 
1321,22. 

324. 

325- 
1329. 

1330- 
33». 
334. 
1336. 
337. 
339. 
[341. 
341- 
[344. 
344. 

1345- 
348. 

1350- 

1353. 

354. 

354. 

355. 
360. 

362. 
[364. 

1365. 
[367. 
372. 

1373. 
1374. 
374. 
375- 
375. 



Add. 

mesoren hir 

[)an so 

men ne ban no 

I-set 

whiche 

ontwardes Jonre goodes 

in 
i)an 

je ne vndirstonde 
gret a wrong ^e don 
adoun 

is |)ilk |)ing 
whos t)at [)e 
t)anne 
J)o 

whan it ha() 
hem 
hem 
wolt 

rycchesse 
t>at han t)e 
rycchesse. 
shrew and for 
rycchesse 
t)an 

rycchesse. t>at 
f)an hast {)on lorn 
trewe erfies 
desceyued not hem 
of clarre. 
ne \iei 
t)is is 
slepen 

vndir \it shadowe 
gest ne no strannger 
none 
whist 
yshed 
seien 
none 
yshad 
ener 

vndir er{)e 
vp a precious 
swyche ha[) 
many man 
and of powers. 
t)e flamme wit walwi[) 

vp. 
remembril) 
whiche t)at somtyme 
coueiteden 
for ()e 
5elde 
or powers. 

It IS 

honour ne come)) 
for cause 
but a^einward 



c. 


Cx. 




mesureth his 




so than 


— 


men hane no 




sette 





snche 


owtward ^onre goo- 


ontwardes in 


des in 






thenne 


je vndyrstondyn 


ye vndirstonde 


— 


grete a wronge is done 




doun 


is thilke fiinge 


is that ilke thing 


.— 


whos the 




thenne 




the 


1 — — 


what it hath 


hym 


him 




him 




wilt 


Ryehesses 


rycchesses 


t>at han t)o 


that han had tho 


Ryehesses. 


rycchesses. 


shrewe and for 


shrew is for 


ryehesses 


rycchesses 




thenne 


ryehesses. {)at 


rycchesses. thenne 


1 


thenne hast thou loste 


1 trewe feeldes 


triew feldes 


1 


desceyued hem 


nor clarre. 


or clarre. 




thei ne 


— 


that is 


— 


slepten 




vndir shadowes 


gest ne straunger 


gest or straunger 


— 


no 


bust 


huyst 


I-shad 


shed 


say 


sawe 


— 


no 




shad 


ay 


aye 




vndir the erthe 




vp precious 


swych thinge 


swyche thing bath 




many a man 




and powers. 


{)e flawmbe walwi[) 


the flambe walwith vp 


vp 






remembre 


whych {)at whilom 


whiche whilom 


— 


coueited 


^^— 


for that 


— 


seelde. 




and powers. 




is it 


honour ne comtb 


honour cometh 




bicause 


— 


and agcinward. 



Zw textlcrilik ran Chancer'i BoelhiDs 



1376. 77- 

i3Sa 

1386.87. 



1387. 
1388. 
"390- 
139"- 
"39*- 
• 396- 
«397- 
"397- 
1403. 
1403- 
1404. 
1408. 
14»3- 

1111: 

1417- 
1417- 
1431. 
14M- 

14*3- 

"4*4- 
1416. 
1427. 
1419. 
1430- 
1431- 
I43»- 



1453. 
145S- 
MSS- 



1463. 
1465- 
1465- 
1468. 
1469. 



U jonre 
amoDgni 
nhiche ben fal ofte 

ilajm wi|) bf tjnge of 

sautle flies. 
wri|» t»e CDtTTiig of 
bodyn. 

body wUche 

comtyme 
And wende 



|>ii tyraant 
don hym 

tMt may nat don 

don brm. 

do|> 

yif it .0 

ben not wont 

yioigned 

(lat ryjt wibked 



whom [ist «wiffaieue 
And M of wil it chue)> 

onte t>">E^ t»t to it 

ben conlrarie 
And whi is 
Certis for 
■1 in 









t ben 
M t>e Uite 
is ftil wel sene. 
tin ne ioygnen 
y-ioipied, 
somtyme 



nenertieles goaerned 
pheboi |ie lonne may 
partial of pe 
icorchit) 
hit heye power 
Kiibint, Engliicht UmBen. XIV. i. 



whiche men wel ofte 
ben slayn wiji by- 
tynge of smale flies. 



body the which 
whylom 



sUyn by bytyoge of 



body the whiche 

And he wende 

tourmentc) 

this wood tyrannt 

don to hym 



don In hym. 
bath 



hem selfe to 
may I most 
Of whiche 



For ce 
I in al 



_ 


lyccheites 


rycheuet. 






not to ben 


iwich 


sncbe 




nat to ben 




■t Uste 


Is fill wel I-seene. 


is wel ysene. 




the! toygnen. 




ioigned. 


whilom 


wbilome 




wombe 




of 






natheles gouemede 


gonemed neaertfaeles 




phebu; may 


party of (le 


party of 


scorklith 


skorklith 


— 


his pQ"«ei 



i8 




L. KeUner 






Add. 


C. 


Cx. 


1481. 


it is grenotts fortune it is. 


— 


it is a greuous fortune. 


1482. 


as wicked 




as a wicked 


1483. 


venimons 


— 


venenons 


1484. 


(uuine 


— 


thenne 


1484. 


wost 


— 


wotest 


i486. 


of me. 




in me. 


1488. 


gooernaance 


— 


gonemaunces 


1488, 89. 


stille ne sholde 


— 


stille sholde 


1489. 


|)at list |)at or he 




that leste er that he 


1490. 


now fal stille. 


— 


now stille. 


1493- 


Philoiophie. 


— 


P. 


1498. 


renonn 


— 


renomee 


1499- 


decertes 


— 


desertes 


1502. 


by deoMMistracioun 


— 


by the demonstracionn 


1504. 


«t regard 




at the regarde 


1505. 


yif J)at per 




yif ther 


1507,8. 


t)at er|>e helde no space. 




that helde ne space. 


1509. 


t)e ferfie 


— 


the fonrthe 


1 5 10. 


lemed 


ylemed 


ylemed 


1511. 


it. yif 




hit. And yif 


1513. 


onergon asd as 


— 


onergon as 


1518,19. 


3e to manifesten ^onre 


*^^^* 


ye manifesten or pnbl- 
ishen youre 


1519. 


name to 


— 


name for to 


1521. 


yt)rongen 




throngen 


1521. 


myche 


mochel 


mykel 


1523. 


sette |)is per 


— 


sette ther 


1525. 


t)ilke Btel habitacle. To 


|)i1ke litel habytacnle. 


thilke habitacle. the 




{)e 


To l)e 




1527. 


langages. 


— 


langag^. 


1528. 


vnnsage eittercomnnynge 




vnusage and enterco- 
mnnynge 


1530- 


At t)e 




Atte 


1532- 


writej) 


writ 


write 


1534,35- 


was "^ilk tyme rome 


— 


was rome 


1535- 


and gretly redonted 


— 


and redonted 


1542. 


and eke hir 




and hir 


1542. 


amonge 


— 


amonges 


1543. 


sommen ingen 


— 


sommen men iuge 


1544- 


t)at it 


— 


that that it 


1545. 


t)er of comef) )>at 


t>er of comth it |)at 


there of cometh hit that 


1545- 


delite 


— 


deliteth 


1548. 


enery manor man 


— 


euery man 


1551. 





— 


tho 


1553- 


nedy and wrecched 


— 


wreccheds and nedy 


1555- 


wri^ges 


— 


thinges 


1555- 


whicbe writynges 




whiche thinges and wri- 
tynges 


1556. 


do|) 


doth 


do 


1558. 


t)enke f)at in 


— 


thenke in 


1565. 


it a litel be. 


— 


it be litel. 


1569. 


t)inges )mt 


— 


thinges whiche that 


1570. 


thinges that 


— 


thinges whiche that 


1571. 


is it al 


— 


is hit that al 


1572. 


of as 


— 


as of 


1573- 


f)on5t by 


|)on3t to 


thongh to 


1573. 


of eternity 


— 


of the eternity 


1575. 


But ^e men certys ne 


^^^ 


But ye semen certys ye 
konne 



"570 I 
iSSo. 

«sai 

IS8S, 

>S93- 
■S93.M' 

'il' 
■ Coj. I 

1604, I 

'60s. I 

I60S. 

1611. 

IClO 
1«]6. 

1636. 



it t)e lul iTJt \na. 
vndinlwidest {mo 
sjon fal bitynglj' 
)>e Ust 

fiU glorie 

occnpmcioniu. 
iowle of 
tad decWf 
tioniet uid kynredei. 



•1 twoj we 

deet dwelling in Xo^ 

Glfiu. tie 
bodf and t>e ionic 
elipet) u here. 
mocbcl 

mdintondealhow 
forthl 

Eilily in by-betjfnge 
bjndeth 



mW 


■t th« 


mi. 


■yon u with 


Mi. 




i«7. 


the thowhloi 


iSja 


•iid«k the 


His. 


thjne 


16)4. 


mochel 


.6jt 


woldeithow 


16,7. 


L lorn 


1S7S. 


Ryche«=« 


I«3. 


Towne 


'M4,Ss 


b^ hrowt [)■( 


i6Sj,g8 


the eithei ^t b to (mi 
to conere >11e Uie 






erthe. Al thii >-cot- 




dkOMe 


[690. 






nentX to the henenes 


'hi- 


htbto giderei 


.69J. 


en^teth 


.699. 


ganemetli benene 


'70J. 


wolde 


1705. 


Angwiuoi ooT«ge. 


1707, 




1708. 


■MiiowlW 



of the poeple 

whilome 
yif that he 
>t lut thus. 
vndintondestor 
ogeia bityngly 
lute. 

thUke glorie 
thenne 



and in the dedely 
houses of Icjmredes. 
by 

with 



dwelljing to you clo**. 

the 
body, 
clepeth here. 

vndiratondeet thon 

therfore 

filaly by hetynge 

blyndetb 

of her faUe 

with by 






thy 
woldestow 



also hadi conunauiide- 

ment lo the heueoe 
holdeth to geder 

gouemetb the henene 

cOTagcB Angwiisoi 
of ayngynge 
nat that 



20 




L. Kellner 






Add. 


C. 


Cz. 


I7II. 


byfom weren 


— 


byfom that weren 


I7i6. 


til |)at thow 


— 


til thow 


1718. 


maked to the the same 


— 


maked it to the same 


1722. 


whyht 


— 


wyht 


1723. 


seyst 




seyste 


1726. 


welefnlnesse 




blisfalnes 


1727. 


thynge herte 


— 


thyne herte 


1 728, 29. 


distorbed by Imagyna- 


— 


distorbed of erthely 




syon of herthely thyn- 




thynges 




ges 






1731- 


what is thilke verray 




what thilke verray wele- 




welefiilnesse. 




fulnesse is. 


1733- 


for the cause 




for cause 


1733. 


marken the by 


— 


marken by 


1734. 


wol 


wole 


wolle 


1736. 


hast fully by-holden 




hast by-holden 


1737. 


eyen to ^at 




eyen so to that 


1738. 


mowe 


— 


may 


1740. 


delyuer 


delynere 


delyueren 


1 741. 


come may comen 




come comen 


1747- 


Sonne. Ry^t 


Sonne. And ryght 


Sonne. And ryght 


1749. 


fro f)e 30k of ert>ely 




fro therthely 


1750. 


entre in to {)i corage. 


entren in to j)i corage. 


entren in to thi corages 


i7Si»52. 


and vfi\) drow 


and with drowh 


and she with drewe 


1756. 


enforced 


enforsen 


enforcen 


1756. 


hem 




hem all 


1756,57. 


on ende 


— 


thende 


1758. 


geten 




goten 


1758. 


no l)ing 


— 


thing 


1759. 


t)e souereyne good t)at 




so souereyne good tha 




conteini|) 




hit conteinith 


1760. 


al manere goodes 




alle manere of goodes 


1762. 


t)is like 




this 


1764. 


t)an fiat 




than 


1767. 


verray 


— 


every 


1768. 


yplaunted 


— 


plaunted 


1771. 


is 




be 


1772. 


— 




fehlt ganz. 


1773- 


some o|)er men 




some men 


1773,74. 


forto be 


— 


fehlt 


1774. 


reuerences 




reuerence 


1776. 


han ygeten 




haue goten 


1777. 


to be 


be 


be 


1779. 


some of)er 


— 


other 


1781. 


geten 


— 


geten hem 


1784. 


plonngen hem 
per ben folk 




ploungen 


1785. 




there ben some folk 


1786. 


rychesse 


rychesses 


rycch esses 


1787. 


delices 


delytes 


delytes 


1789. 




— 


in fehlt. t>inges fehlt 


1790. 


werkes 


of werkes 


werkes 


1791. 


giue 


— 


giue to al men 


1792. 


semef) 


— 


semeth hem 


1802. 


noblesse and 




fehlt 


1802. 


and 


— 


of 


1802. 


hele 


__ 


helth 


1803. 


5iue|) 


yeuen 


to giuen 


1805. 


j^at be |)e 


— 


that it be 


1807. 


|.e 




fehlt 



Zar teitkritik von Cbancer's Boetbins 



estat 

! *•« 

considered Epicn 



t)at 
discordyog 

mysty 
goaemementz 



I langUnd brid 

i £ 

monntyag 
I of hym 

f^leth 
of 



f»t ))*i ha)> Mgaynge 

(le endyoge 
cbitnDget) 



fehlt 


I fehlt 


thy eyen 


thine cyen 




1 considered he Epi 






fehlt 


fehU "^^ 


ditkyd 


derkid 


— 


nought 


_ 


jy"* 




much 


— 


' r 


welnegh die 





sies 


1 ryehesses 




1 delttes 




may not 




1 fehlt 




1 dtscordyages 




1 Ihende 


— 


1 myghtily 




, the gouerneroent 




, sncbe 


D betynges 


1 snfTren betyngei 




1 bledde 


1 


' p^sed 




>nd 


ynge bHd 


a-'™' """ 




— 


yeuc 


_ 






i fehlt 




the heaene 




1 faUeth 



of 



t>«t (lat h>}) Joyned ; thnt hnth ioignyDge the 

fie endynge ; cnde 

— channge 

alwey jowte bygyn- alwey yowre begynnynge 

nynge •! al 

(nun a fer to from a ferre to 

fehlt fehlt 



i faille 



fehlt 
ryches 

■ »yd«, 1 



22 




L. Kdhier 






Add. 


C. 


Cx. 


I9II. 


it remembref) me nat 


— 


it ne rememhrieth me 


I9I3- 


somwhat 




somwhat. P. 


I9I3- 


t)at was t)at {»oa lakke- 


And was nat |)at 


and was thift not c 




dest 


quod she for ^at 


she for thftt the la 






the lacked som- 


somwhat 






what 




I9I3- 


noldest 


— 


noldest Hot 


I9I5- 


hadde 


had 


had. B. 


1915. 


quod I 




quod I. P. 


1915. 


desiredest 




desirest 


1916. 


o|)er 




other. B. 


1917. 


quod I. 




quod I. P. 


19X7- 


tian 


— 


thenne 


1918. 


desiref). 


-s— 


desireth. B. 


19x8, X9. 


I. Certis 




I. P. Certis 


1919, 20. 


of a wyxt 


of awht 


of aught 


1920. 


self 




self. B. 


192 1. 


I. 




I. P. 


1922. 


suffisaunce. 




suffisanmee B. 


1923. 


I. 




I. P. 


1923' 


rycchesse 


Rychisses 


rycches 


1924. 


snffisauut 




sufficient 


1925. 


|)at was 


— 


yet that was 


1925. 


byhyjten 


— 


byheten 


1927. 


ne ha|) nat 




hath nat 


1928. 


hem. I by-knowe 




hem. B. I knowe 


1929. 


I. 


■ 


I. P. 


1932. 33- 


of pletyngns 




or pledinges 


1933- 


axen a^eine her 


axen ageyn her 


axen their 


X934- 


force 


— 


strengthe. 


X935- 


hem. 




hem. B. 


X935- 


so it is qnod I. 




so is it qnod I. P. 


X935» 36. 


t)an quod she haf) a 




than hath a man i 




man nede 




quod she 


1937. 


moneye. 




moneye B. 


1938. 


quod I. 




quod I. P. 


1938. 


nedif) no helpe 


nedde non help 


neded none helpe 


1939- 


leese. 


— 


leese. B. 


1940. 


quod I. 


— 


quod I. P. 


1945- 


jlrest. 


thurst 


thurst 


1946. 


may |)ei feele 


may ike feele 


may feele 


1946. 


hir lymes 


— 


their lymmes 


1948. 


her j)rest 


her thurst 


their thurst 


1950. 


ryechesses. 




rycchesse. 


1951. 


outerly 


vtrely 


vtterly 


1951. 


|)ou5 




if 


i95». 


is alwey 


— 


alwey is 


1952,53 


ryechesses. and axe any 


— 


rycches. and any 




f)ing 




thing 


1955,56. 


ynou; ne STrffisef) no 


— 


sufficeth not ynongli 




J)inge. 




no thing. 


X957. 


but rychesse maken nede. 


but Rychesses ma- 


and they maken t 






ken Htde. 


owne nede. 


1960. 


ryche 


— 


noble 


i960. 


hadde riner 


hadde a Ryuer 


hadde a riner or a gi 


1962. 


And povt^ 


And thow 


And altboi^h 


1962. 


I-charged 


— 


charged 


1964. 


erye 


Ere 


ere 


1970. 


in t>e hertis of folk. 


^^^^ • 


in hertis 6f folkes. 



n Cluuwer'i Boethins 



lordihipM 

wikkednewo. 

ofte 

nonlsi poRmn. or boc) 

cleplt> 

were [lis nonhu 

Sett [>oa 

for no pent 
by t>e offeiico 
wbuoe 

follfilled 

Certys dlgsitces qno 
sbc mppertienen 

if it so be \>tt he i 
most oM cut ))at moi 
folk dt»pis«n. or u 



comen pementnre a 

mongei 
unongM 

ud to ben bote, 
be boIdcB honorable 



_ 


lordship 


(kI ne b«n 


thei b« 








feblt 


nomjns postnm or 


nomiaa poitome ofboo- 


bodi. 


che. 


depTd 


cleped 


were \,h oomym 


were nomio* 


Sesthow 










for peril 


bv offence 


by offence 


A,n 


wh«n 



hononr 



And 

iMt 

it 

Imnrie kembed 

mppaniled 

throf 

ttis it to KTn (tat al 

mt he br^ted of *Ue 

folk. 
•omtTinB 



Certyi dignitee* ap- 
perdenen 

jif so be tiat a wik- 
kjd whygbt be so 
moebel the fow- 
Icre and the moorc 
owt cast tat be is 
despised of most 
folk lo as 



fulfilled, a 

Certys qaad the dilu- 
tees mppertienen 

if a wighte be In so 
moche the more out- 
cast that he is despi- 
sed of moat folk so as 



gerdouns 
' now knowest 
i thise 

I perauentnre come 

among 

and maken hole. 

ben honorable 



ther 

He dnren nat tbyike 



fehlt 

ne dured n 

whilom 

whilome 



24 




L. Kellner 






Add. 


C. 


Cx. 


2053- 


dredefiil 


renerenc; 


reuerent 


2054. 


vnworshipful 


— 


vnlordshipfiil 


2054. 


vnw.orshipfiil 


— 


▼nlordshipfiil 


2058. 


shrewes. 




screwes 


2o6o. 


my^ty 


myhty. 


myghty. B. 


2062. 


passe [). 


passed. 


passed. 


2063. 


kynges |)at han 


kynges ben 


kynges ben 


2069. 


but yif 


but yit 


yet 


2069. 


it 


— 


hit 


2069. 


realmes 


the Reanmes 


the realmes 


2080. 


heued 




hede 


2086. 


boldest |)ou 




holdestow 


2086. 


pan 




fehlt. 


2087, 88. 


or senianntes 




or with sergeantes 


2088. 


drede[) 




drede. 


2092. 


{)ing 


— 


fehlt. 


2093. 


gret 




fehlt. 


2095. 


fill 


fill ofte 


fehlt. 


2096. 


bis familier and his 


— 


his maistre and his fa 




maistre. 




milier 


2101. 


ber 




their 


2102. 


bis 


al hyse 


al his 


2x05. 


sbolden 


shcden 


shall 


2106. 


wbat 


— 


that 


2107. 


t)at 


— 


yet 


2108. 


nat 




not 


21x5. 


wolde ben 


wole be 


wole ben 


2116. 


corage. 




corages. 


2 116. 


ouercomen 


— 


fehlt. 


2118. 


fer 




ferre 


21 18. 


contre Inde 




contre of Inde 


2XX9. 


comaundement. 


comaundement; 


comaundementes. 


21x9. 


t)at 




fehlt 


2119. 


leest 


last 


fehlt 


2X2X. 


derk 


derk 


fehlt 


2124. 


glorie bow deceioable 


— 


gloire how foule and 




and how fonle 


fowl 


deceiuable 


2130. 


of poeple. 


— 


of the poeple. 


2131,32. 


for t)ilk folk t)at ben 
preised falsly. t)ei mo- 
ten nedes ban shame 




fehlt 




of hir preisynges. 


• 




2136. 


by |)e rumour 




by rumour 


2140. 


ne 


and 


and 


214I. 


mot nedes ben 


— 


mot ben nedes 


2144.45- 


wif) out 


wij) owte 


fehlt 


2145. 


ne 




fehlt 


2146. 


and grace 




and the grace 


2146. 


nis neit)er 


— 


is either 


2149. 


f)at ne 




that he ne 


2153- 


hir 




their 


2154. 


of deccrt 


of the decert 


of the decertes 


2160. 


be in al 


be al 


be al 


2161. 


as 


— 


fehlt 


2165. 


burt)e. On al one 


— 


birthe. One allone 


2x71. 


t)OU 


— 


y« 


2172. 


^oure auctour 




youre fader auctour 


2176. 


delices of body. 


delites of bodye. 


delites of the body. 


2177. 


delices 


— 


delites 



Zai lextkritik tod Chancer'* Boethiiu 



moten \nse 

|di approue 
infOTtane. 

^e bee 

Now nU 



maner mytledyng 

wit. 

by 

vndir nuuiy 

wilt 

or wej-Sl 
itufit t)ou 
bole. 

Mayst t)oa 
of |>e heiiene. 
of {■" Gebleue 

ti 

or destolaed 
■lie 



maner myslcdimges 



»S7. 


of whiche 


Mij. 


recclii|> 


«7J. 


whan 


»;7. 




1179. 


shewen 


"79. 


For qnod L (b: 


laSi. 


delice*. 


«S3. 


it U. 


irfj. 


semet> 


ag4. 


j>OU5 


«g4. 




1)86. 


t>«- 


MSB, 89. 


departeb and dlnidlb it. 


a*92. 


flog. 


i»93- 


I. 


M93- 


"yju 


JJ95. 


nUMt 


»96. 


helpe. 


i»96. 


L 


"97- 


t>ai> 


1197. 


onkynde 


M97- 


qnod I. 



For-fothe qnod I.(b) 



I delites 1 Dote 

' fehlt 

thU tyme approue 
fortnne. 

he 
holden. 

fehlt 
! maner of myiledynges. 

thargh 

I vndir by many 

I woldest 

j °f '1 B-eyght 

mayitow 
I bull. 
' Maystow 
1 of heuene. 
I of liebleise 



of the whiche 

recchen 

what 

fehlt 

B. For soth qd I. 
dellces. P. 



fehlt 



26 




L. KeUner 






Add. 


C. 


Cx. 


2299' 


to ben 




ben 


2301. 


f)rages. 




thinges. B. 


230I. 


nys 




ys 


2302. 


nis ryjt 


is ryht 


is ryght 


2302. 


reaerenced. 




reuerenced. P. 


2302, 03. 


quod she |>an adden 


— 


adden quod she 


2304. 


^ing. 


— 


thing. B. 


2305. 


sot>e. 




sothe. P. 


2306. 


\)SLn quod she is 


— 


quod she than is 


2308. 


t>at is ryjt clere and 


f)at is ry^t cler and 


^at it is ryght noble i 




ryjt noble of 


ry5t noble by 


ryght clere by 


23 lo. 


ne 


— 


no ne 


23x3- 


t)at 


— 


fehlt 


2314. 


seme febler 


seme the febelere 


seme the febler 


23x5- 


Glosa. |>is 


— 


Close, that 


2318. 


boice. 




B. 


2320. 


noblesse. 


— 


noblesse. P. 


2322. 


t)re 




fehlt 


2322. 


.ne 




fehlt 


2323- 


difference. 


— 


difference. Boece. 


2323. 


and 




fehlt 


2323. 


consequente 




consequence 


2323. 


quod I. 




quod I. PhOosophia. 


2324. 


^an 




thenne 


2324. 


no nede 


— 


nede 


»325- 


tinges 




thing 


2326. 


nis nat t)at a 


— 


is it nat a 


2327. 


a 




fehlt 


2327. 


boice. 


— 


B. 


2327. 


wenest 


whennes 


whens 


2329. 


P. 




Philosophia. 


»33i- 


also certys 


certes also 


certys also. 


2334. 


Boice. 


— 


B. 


2334. 


P. 




Phil. 


2339- 


ne desire 




desire 


2339- 


b. 


— 


Boece 


2340. 


P- 


~~~ 


Phil. 


2342- 


to 




fehlt 


2345. 


nat 


— 


no 


2348. 


he wastif) 


— 


wastith 


2351- 


t)ns 




this 


2352. 


faute 


defaute 


defaute 


2353. 


whan 




fehlt 


2356. 


honours 


— 


honour 


2357. 


as 




fehlt 


2361. 


Boice. 


— 


B. 


2361. 


seist |)on 


— 


sebtow 


2362. 


coueitef) 




coueite 


2365. 


ne 


~~^ 


fehlt 


2366. 


boice. 




B. 


2366. 


quod I. 


■■ 


quod I. P. 


2367. 


sholden 




shulen 


2369. 


seken. 


— 


seken. b.- 


2370. 


no sot)er |>ing ne may 


no sothere |)ing ne 


none sother thing m; 




nat 


may nat 




2371. 


hast t)ou 


— 


hastow 


»373- 


|)e eyen of 




agayn to 


2375- 


t>at 


— 


fehlt 


2376. 


[ful well 


fill wel 


fehlt 



» ChMcer'i BoBthiui 



bljKfnlnaie 
longe tyme 
it 

in ryjt 

tw* hdlr 

from tyme \tM age 

wip tnne 

membre* 



ficchm 
[thow] 

wUche ii 

l»t 

sholden 

t).t 

[)ii ii to lejme 



, w«lefnlneiM 

I Temy biisfalneise u>d 

wei that thilke 



|)e fbllc blysfnlnesie . 



from lyn |>at age 
with in tbe 



gooAe 

uI* 

bat t>at 
pillie geoeral 

of [linges 

ODteMtt 

!L 

hyinidf 



quod I. P. 

eital. B 

quod I 1 trowc 

nit 

erthly 

B. 

qnod I. P. 
I biyifuloeu*. B. 
: a longe tyme 
I it. P. 
■ rreht in 

siyght. B. 
' ryght 

thoafadlr 



; syn that age 

I fehlt 

I within the 

. nombre 
to heighte 

fcblt 

pciiibi* reste 
rehit 
whiche that 



; fehlt 

fehlt 
I fehlt 

that 

thilke thing general 

fehlt 
fehlt 

the nttereit 
I that there 
that there 



ryjt fal of 

[qood I] 
bis prince 

[>kt ilke 

eoode [iBii is gc 

h' 

from any p'lag 
fro 

pit )>at 



blysfnlDC! 



1563. 
2564. 

aSTO. 
aS70. 
2573- 
as 74. 



dininite 

pulicipacioDn 

declaiyngeK 
t)lnges 

thiike 

inakctlcst 



_ 




manere. P. 






M of rybt 






goods. B. 






qnod I. P. 


owt 




the fader 
out of 


thiike 




thiike 


worth |»n is 


god 


worthy than i« god 


twt lutb 




that 






fehlt 








— 




fro ony thing 



her bcgynner 

is souuernyne good 

rbilosophia 

the aoaereyne 

biytfiilnes. B. 

quod I. P. 



yet 

amoDg 

letf. for certei the goodes 

that ben dyoerce a- 

■nong hem self, 
that the 
concladed 
dignile [sic-; B. 



I dignite 

! hit i! 



participacioon 

goddes. B, 

deelarynges. Pb 

thioges. B. 

qood I. Phia. 

Uie dinersite 

of 

thise 

febtt 

hem. B. 



II ChmceT'i Boetbios 



JionJ {)ei were vemyl)' 



be lOllerejnie 

llle (tinns 

heele 

)>.t 

good iiid bligfiilnesse 

I K 

P- 

liing 

O come|) 
ybonnde 
libonret 
peUible qniete 
Gloia. 

tnaihgdv 
margaritu 

it hat> 

cliueti |>e derke 



grannt |>i 
caDclnsionas. Haaeln 



eschenel) |>e dyrke 



thinges. P. 
& goode. B. 



doan. Boecios, 
theoDe y« 
Ihy 
qnestionn. P. 

fehlt 

thoagh (hey weren veri- 
•Ich 

be the sonereyne 
alle [he thinges 
helthe 
that same 
' of good and blisfnlnesie 



Philoiophbt 
thing. Boece. 
quod I. P. 
Cometh 

quiete peUible 

fehlt 

that 

fehlt 

fehlt 

fehlt 

within 

whiche 

fehlt 

escheneth the derke 

fehlt 



30 




L. KeUner 






Ad(L 


C. 


Cx. 


2687. 


it semet> 




semeth it 


2688. 


graantest |)ou 




grauntestow 


2688. 


by 


— 


by the 


2689. 


no 




no. b. 


2689. 


It 


— 


fehlt 


2690. 


mayst thon grannt it 


mosthow grannten it 


mostow grannten 


2691. 





— 


one 


2692. 


whiche bat 


— 


whiche 


2693. 


N 




iheire 


2693. 


mot ben same |)inf^e 


— 


must ben one same thing. 

B. 
quod I. P. 


2694. 


quod I 




2696. 


as longe is 




as longe as is 


2697. 


mot 




must 


2698. 


gidre 


t ^__ 


gidre. b. 


2698. 


quod I. 


— 


quod I. p. 


2703. 


t)at 


— 


fehlt 


2707. 


dioide 


so donydyd 


so d«nyed 


2708. 


unite 


— 


the unite 


2712. 


boice. 




B. 


2713- 


ot>er 


— 


other. P. 


2714. 


banne 

pe appetit or talent 


— 


fehlt 


2715. 


— 


the talent or the appetit 


2717. 


corrupcioun. 




corrupcioun. B 


2718. 


or 


and 


and 


2719. 


ting 


beeste 


beeste 


2720. 


dispisej) 


— 


dispiseth the entencion 


2723. 


of lijf 


of hys lijf 


of hys lijf 


2724. 


t)at is 




fehlt 


2725. 




— 


fehlt 


2726. 


or trees 




fehlt 


2726. 


sonle 


sowles 


soulis 


2727. 


appetite 


appetites 


appetites 


2728. 


dnren 




duren. P. 


2729. 


ne |)er of t>ar 




ther of dor 


2730. 


t)ise herbes and f)ise trees 


— 


the herbes and trees for 


3731- 


place 


— 


places 


2732. 


ne mowen nat sone dien 


— 


mowen nat dien 


2734.') 


some 




some wexttn 


2737. 




|)at 


fehlt 


2740. 




nat 


fehlt 


2744. 




(i. medullas) 


fehlt 


2746. 




(1. sapp) 


fehlt 


2748. 




by 


by the 


27S7. 




men ne wenen 


men wenen 


2757. 




nat ech of hem 


nat 


2758. 




hirs 


his 


2761. 




lythnesse 


lyhtnesse 


2767. 




hyr 


their 


2769. 




nat lyhtly a twyne 


lyhtly 


2769. 




and the 


fehlt 


2770. 






fehlt 


2771. 




they departen lyhtly 


fehlt 


2773- 




ayein 


ayein sone 


2775- 




heere now of weleinl 


now heere of wilfiil 


2776. 




the natorel 


naturel 


2777. 




swolwe 


swolowen 



«) Von z. 2735 bis 2874 Ittcke im Add. Ms. 



Znr leilkritik von Chancer's Boetbins 



3784. 
3789. 
3790. 
379a- 
aSoa 



3S08. 
aSog. 
1810. 
iSto. 
aSii. 

rfi3- 
a8i3, 
1814. 
2815. 
1815, 16. 



rt33. 
»«M- 

1839, 
i8*i. 
1843. 
»«47. 
1S60. 
3863. 
3864. 
3865. 
3867. 
»873- 
387S- 
3876. 
3878. 
3879. 
3879. 
38Sa. 
3881. 
3881. 
3883. 
38S6. 
38M. 
3887. 
38S9. 
38S9. 
3890. 
»?9S- 



I lost 
eooUgiotu 
bnrdMi of n 
And 

feu 
Dmt 
by 



Cerly* 
donbte 



u 


fehlt 


ilepyt 


»lepen 


tyme 


tymes 


mtnre deilreth 


Mitoie alwey desireth 


riwey 


fehlt 


and 




the 


fehtt 


B. 


Boecins 


wbylom 


fehlt 


to dwellyn perdnnb- 

lely 
wiht 




wihL B. 


quod I 


qnod I. P. 


^^1 


qnod I. P. 


thiike 


iike 


quod I 


quod L P. 


good thume 


fehlt 


ryht 


fehlt 


deiireth 


deaireth B. 


qnodl.nomoorever- 


no moore verray tblo£ 


r.y thing 


qnod I. 


hy« 




ficched 


filed 


what wu 


B. what U 


nwcbel 


much 


that 


fehlt 


nat 


fehlt 


Irenden 


tieden 






clonde 


clondu 






STiropretM 


propreics 

wyndes 


notywynge 


noiysiliyngei 


thiB 


that 


yif 


andyif 


the nature! 






b, BcoTde 


I loite 


1 lefte 




contrarioot 




burthen of my sorowe 




P. And 




seke 




ferte 




nat, B. 




P. by 




gouerned. B, 




fehlt 




pleynelich 




febU 


— 


B. Certys 


ne donte 


ne donte 




donte 


— 


one forme 


z 


discorded 



32 




L. Kellner 






Add. 


c. 


Cx. 


2900. 


— 


— 


fehlt ganz 


2901. 


ioigned and ybonnde 




fehlt 


2902. 


ordinee 


ordene 


ordaine 


2902. 


moeuynge 


moeuynges 


moeuynges 


2906. 


so ener 


— 


someuer 


2907. 


yladde 


I-ladd 


lad 


2908. 


folke 




folke. P. 


2915- 


and 


— 


fehlt 


2915 


blisfiilnesse 


— 


blisfulnesse. b. 


2916. 


I 


— 


I. p. 


29x9 


suffisaunce 




suffisaunce. b. 


2920. 


t)an 




P. than 


2920. 


ordeynef) 




ordeyned 


2920, 


al oon 


allone 


alone 


2921. 


she 


— 


she. B. 


2921. 


quod I 


— 


quod I. P. 


2922. 


good 


— 


good. B. 


2923. 


I 


— 


I. P. 


2926. 


t)at 




fehlt 


2927< 


ykept 


— 


kept 


2927. 


cornmpynge 


— 


corumpynge. B. 


2928. 


I aperceiuede 


— 


I haue aperceiued 


2930. 


snspecionn 




suspecioun. P. 


2930. 


I trowe 




I trowe it 


2933- 


loken 


— 


loken. B. 


2934 


quod I 


— 


quod I. P. 


2936. 


as I 


as I hane 


that I haue 


2940 


nat 


fehlt 


fehlt 


2940 


wille 




good wille 


2940. 


{)e wille of 




fehlt 


2941. 


{>ei t)at 


— 


that thei 


2942. 


and her kyng 




and to her kynge. B. 


2945 


|)an 




than P. 


2947 


a^eine god 


ayein god 


ayeinst god. B. 


2947 


I 


— 


I. P. 


2949 


f)e 


— 


fehlt 


2950 


blisfulnesse 


— 


blisfulnesse. B 


2951 


hym 


hem 


hym P. 


2952 


wol or may 


— 


may or wil 


2952 


t)is 


his 


his 


2953 


fi;ood 
pan is 


— 


god. B. 


2953 




|P. thenne quod she 


2954. 


|)ilke t)e souceyne good 


— 


> thilke the souerayi 




quod she 




J good 


2955 


softly 


sofftly 


softly. B. 


2957 


sommes of resouns 


somme of the resouns 


sommes of the reson 


2959 


t>e 


— 


fehlt 


2963 


god 


— 


that god 


2965 


of hem. p. 


of it. p. 


of it. P. 


2966 


\)e heaene 




heuene 


2968 


so 




fehlt 


2972 


8ot)e 


— 


soth. B. 


2972 


list 




list. Phia. 


2972 


wenest thon 




wenestow 


2973 


god ne is 


god ne be 


god ne be 


2973 


almyjty 




almyghty. B. 


2974 


I 


— 


I. P. 


2974 


defend! {) 


dowteth 


doubteth 


2975 


but be quod she 


— 


quod she but he 





Znr texikritik von Ch«icei'« Boethb* 33 




Add. 


c. 


C. 


!97«- 


DMT do 




may. B. 


1976. 


1 




I. P. 


«,78. 


Syn t»l ke ne nwiy not 




Syth that he may done 




done ynel 




none ynel 


!<*>. 


pleyest fioo 




pleie»tow 


1980. 


deceiaett t>on 




deceiaestow 


.980. 


woancD 


wonen 




2983. 


t-ou t>.t 




that thOQ 


"Pi- 


of 


- 


of (he 


»988. 


u>d widest tut it is set 




fehlt 


■989- 


fill 


fdUe 


f«hlt 


»993- 






fehlt 


Ss. 


ybeyen 


obeyen ~ 


obeyen 


3999- 




~ 


fehlt 


3000. 


ytJto 




lake 


30M. 


o)«r 




other. P. 


3003. 






scome the 


3004. 


to"™!"!^ 


the the thing 


the thing 


» 


some tyme 


whUom 


whilom 


ne DC receyneti 




ne receynelh not 


3010. 


fiilke cercle moeaeable 


a pannanides 


Parmenidea 


3011. 




the moenable cercle 


3013. 


It ne 




he 


y>'5- 


ne ben 




ben 


3017. 


b«t eomp.3 




coropu 


3018, 


hu 




fehlt 


30*0. 


b» 


t« 


the 


30M. 


bonde 


bonde* 


heay bond«« 


3013. 


heny erf.e 




therthe 


3013. 


lomtyme 


whilom 


whtlam 


3015. 


wepely 




wepingly 


3m6. 


ym-ked 




maked 


3<«7- 


and m&ked 


— 


and had maked 


3017. 


»nd hyndes 




and the hyndes 


3038. 


to herkene 


for to heri^ene 


for to faerkene 


3030. 


M W«5 


- 


fehlt 


3030- 


.0 l..t 






3034- 


godo 




henene godea whiche 


3035- 


helle 




of helle 


3036- 


flere 




fehlt 


3037. 


of hyi 


fehit 


of 


30*0. 


mychel 


mochd 


moche 


3042,43- 


in hii seke heite. 


fehIt 


fehlt 


3043> 


he 




fehlt 


3044- 


soojte 






3046. 


hmedea 




hedei 


304T- 


for 


— 


of 


3048. 


TeDgcrisse 


~ 




3*>49- 








3OSO. 








3050. 


thin 


thone 


tho 


3°S3- 


bnut diipiteb 


thont dlipUeti 




30S6. 


Atte |)e lute 


At the lute 


Atte laste 


3059- 


fiire 


fehlt 


fehlt 


JoS. 


<Utee. 




dltees. 


307*. 


)»t 




fehlt 


3073- 


fycche 




fyxe 


3073. 


put 


pntte 


pitte 


B.KB 


■ bin,. EnilJMha nudi«. XT 




^ 



34 




L. Kellner 






Add. 


C. 


Cx. 


3076. 


t)at 


^_^^ 


this 


3077. 


seyne to 




seyne in to 


3o8i. 


nat 


"~~ 


fehlt 


3081. 


ancl moumyng 




and the moeuyng 


3083. 


seyne oj)er 


— 


seyne some other 


3083. 


Se 




So 


3084. 


and so 


— 


and 


3087. 


som tyme 




whilom 


3089. 


alonterly 




utterly 


3091- 


|)at so 


— 


so that 


3097. 


is an 


— 


is yet an 


3099- 


rycchesse. 


Rychesses. 


rycchesses. 


3099- 


vertues 


vertu 


vertue 


3099. 


al 




fehlt 


3102. 


nis 




is 


3103. 


^at 


t)at may 


may 


3105. 


wool nat but only 


wole nat bnt only 


wille nat only but 


3106. 


|)ingres. 




thingea. P. 


3108. 


alle monstres 


al monstres 


alle the monstres 


31 10. 


mochel 


— 


moche 


3113. 


nis 


— 


is 


3"7. 


yuel 


owt cast 


ontcaste 


3120. 


comen 


— 


Cometh 


3123. 


stedfast 


strengthyn 


strengthen 


3 "4. 


of j)e verray 


-— 


of verray 


3125. 


somtyme 


whilom 


whilom 


3126. 


j)inges 




thing 


3x28. 


f>i 


thin 


thin 


3129. 


ficche 


fycchen 


fixe 


3130. 


don 


ydon 


idone 


3133. 


I hane for sot)e 




Than for thy 


3134. 


it self. 


— 


hit. 


3^36. 


heyZenesse 


Roundnesse 


roundnesse 


3137. 


hir 


his 


his 


3138. 


eschaufit> 




enchaniith 


3139. 


she 


he 


he 


3139. 


hir in til 


hym in til 


in to 


3140. 


hir weyes 


his weyes 


his weye 


3142. 


she 


he 


he 


3143- 


|)at |)e soule is maked 


t)at |)e thoght is 
maked 


whan the thought is made 


3144. 


of treuj)e 


of trowthe 


of clere treuthe 


3145- 


|)e sterres 




of sterres 


3146. 


depeynted. 


painted. 


ypeynted. 


3148. 


seme|) as 


' 


semed that 


3«49. 


t>e sonle ha|> gon 




he hath donne 


3150- 


ynon^ she 




there ynongh he 


3150. 


poynt of j)c 


fehlt 


fehlt 


31SI- 


she 


he 


he 


3»S«- 


pressen 


•— 


presen 


3152,53- 


dredefnile clerenesse 


worshipful lyht 


worshipfulle light 


3153. 


kynges 




thynges 


3155. 


t>is 


the 


the 


3156- 


carte. 


cart or wayn. 


carte or wayne. 


3158. 


wilt j)on 




wiltow 


3159. 


now {)at f)at is 




that is 


3159. 


reqneredest 




requerest 


3162. 


derkenesse 


dyrkenesses 


derkenesses 


3169. 


oonly. 


"^■~ 


fehlt 





Zar textkritik von CIi»accr'i Bo«thins tc 




Add. 


c. 


c& 


3178. 


w 




feyth 


3'9i- 


wolde. 




wolde. B. 


319a- 


niancre. 




man ere. P. 


3194- 


done It no quod I. 


— 


done it b. no quod I. p. 


3"9S- 


tiU. t«t eiKty 




tliBt. eaen 


3««- 


[D Ixt )i.t men 




in that men 


3"9<i- 


u who tdfi in at moche 


ai who *ei|) in so 


to done a thing in so 




u m nun ii 07517 


ntoche a* a nun 


moche a* a man k 






ii myjty 


mygbly 


3'99- 


r«ble. 




feble. B. 


3'99- 


qttod I. Remembrit) 




qnod I. P. Remembre 


3102. 








3*03. 


.hewed. 




shewed. Phia. 


3205. 


»hui tw 




whan 


3«6,07. 


of lUe. |»t goode u 


of alle. tial good 


of alle. B. 












ofVL 


and deriied of al. 




3*08. 


for h«ne It grefly dwey 




forlhaneitalweyinmy 




ficche Id my me- 




memorie fixed. Hna. 




nwrie. 






3310,11. 


goode. bat b a 




goode. B. thii is 


331 1. 

3313. 


qaod I. 


z 


?r"-™' . 


3313. 


ymaked goode. 




maked goode. B. 


3313. 


I. 




I. PIda. 


3a>4- 


deiiien. lo lemef) it 




desires. B. *o it «emel) 




qnod I. 




qnod 1. P. 


3316. 






wicked. B. 


3316. 


fehli 




qnod I. P. 




qnod the 




3»'7- 


good 




the good. 


33.8. 


good 




the good. 


3319. 


nil it 




is it 


3319. 


ne 




fehlt 


3330. 


feble. 




feble. B. 


3MO. 


qnodi 


— 


fehlt 


3333. 


reionn. 




resonn. P. 


3»*S- 


btlke 




that 


3«6. 


nanrel office. 




office natnrel. 


3239- 


of 




as 


3»30- 


myjty. 




my^ty. B. 


3»3i- 


Sit I detlie 




I desire yit 


3333- 


oft>e. 




of the. P. 


3'33- 


kynde. 




kynde. B, 


3a34. 


L ne tM» Be 




I. P. ne than 


3*35- 


feet 




feet Boeelni 


3^36. 


qnod I. 




qnod I. PhUosopUi. 


3*39- 


rpon hyi hande*. 


Tpon hU« liandet. 


on hyi hand. 


3HO- 


more 


the Moore 


ihe more 


3MO. 


m*- 




ryght. B. 


3*41- 


rs"- 




qnod 1. P. 


3344- 


_ 


fehlt 


i^: 


and to 




and to the 






fehlt 


3*49- 


wyie. 




wyte. Boedns 


3»S'- 






threwes moten bene feble 


3»sa- 


TOq-jty. 






3353- 






byfome 


3354- 


he*^ 


— 


fehlt 



F 


36 


Add. 


L. Kellner 
C. 


^H 




3257 


vndirstandyngc 


— 


wiihsundynge 




3258 






fehU 1 




3^69 


^inges |)Dt ben 


hmg hal is 


ihiog that is 




3*7* 


good. 




goad. Ne 1 




3*78 


lo**' 




In 1 




3*79 






fehlt 




3283 






whiche that 




3=84 






whiche that 




3*85 




fehlt 


febll 1 




3187 


wicked men 




we »-icked men ' 




3*90 


ful 




fehlt 




3291 


to'' 




fehlt 1 




319: 




fehlt 


fehlt 1 




3»93 






fehlt 




3*94 


bejice^ 




thise vices , 




3294 




fehlt ' 




33°* 


p»rtie 








3304 


DKt tiat 




nat but ihat 




3305 


and seye 




fehlt 




330s 


simp] el y 


sympeli 


simply 




3308 


bat j)ou-a man 




fehlt 




3309 


symplely 


- 


absolutely and symplv 
graanten 




33'3 


[lal l>rng hat fdlef) of 

t>Bl. 


what hinfr I'll falleh 


what thing faileth thai. 




33'5 


|ial shrewcs 




the shrew ea 




3319 


don 




feUt 




33*0 


folke. 




&■ 




33*1 


ful 






33*' 


ne 


— 


fehlt 




33*3 










33*3 






may 




33^5 




ne ban no power. 


ne han no power. 




33*6 


vndirstonde 




vndirstondest 




33*6 

33*8 
33*8 


hat h 


of thU 


of this 




good. 


_ 


good. B. 




33*9 


30. fehh 


and thilke-qaod 1 


fehlt 




3330 


Is her 




P. Is ther 




333' 


hinges. 




thinges. R. 




333* 


yif 




fehlt 




333' 






witte. P. 




3333 


she. 




she, B. 




3334 






fehlt 




3334 


none. |.al 


non. (hanne 


none. P. thenne 




3335 


bat 




fehlt 




3337 


hu 


it 


it 




3340 


his hat 




fehlt 




3346 


47. a«s«n, be desired b„i 


owhte ben desired 


anghten to be desired 






■1 power aiijl ben 


bat alle power 








desired and requered. 


owhte ben desired 






SSS^* 


shrew es lien 




shrewea , 




3356 


don hat 


._ 


(ion what 




3359 


nat her 




not ther 




3363 


her 




their 1 




3366 


se han hal iike 


seen |»n hat thllke 


sen that thiike 




3370 


vpon 






k 


3371 


wery or 


urn 


wery and 



Znr textkridk v 



3373- 


tyraiiDtu. 


3376. 


wi|. 


3370- 


wicked 


3378- 


Seett t>oa 


3381. 


ne Ukken 


3390- 


maybeti 


3397 


bynymef 


3398. 


folk 


3399. 


yif t»t 


3399. 


rdoU«b htm 


3399- 


[«i 


3400.1. 


«oy wyjl 


340t- 


owen 


340S- 




3406. 


.t t« l»te 


3408. 


wolde 


3410- 


gerdoned. 


34I5- 


folk 


341S. 


folk 


3417. 


folk 


34>8, 19. 




34ao. 


to ben 


34*1. 


medn. 


34»». 


wue 


34M- 




34^8. 


p:^„ 


34*9. 


34*9. 


folk. 


343'- 


l>'t 


343«- 


r.«i. 


3431- 


wolen tiui 


3+35- 


ftbll 


3436- 


1« 


3436. 




3438. 


hem 


344". 


Sfc 


3443- 


3443- 


[.i. 


3447- 


"7 beynge. 


3450. 


Sit 


34SO- 


t<m,tymt 


US'. 


t)jmW 


3454- 


<.!>« 


Sll: 


N 


wyjt pit be 


^': 


to 


3464- 


^itige. |).t 


3469. 


3469. 


lut ben 


3471. 


he l,w|. H 


3473- 


he b liekened 




briddei. 





tynuiies. 




fehlt 


wikkedir 


wickedly 




Scestow 




ilkken 




mmy not ben 




bynymen 




peple 




yif 


teioyte hym 


reioiied him 




he 


t-t anr wyji 


th&t & mui 


owne 


fehlt 


z 


itteUste 


nolde 


nolde 








people 




people 




people 


derken It. 


dirken hit 




thkt ben 




mede. 




fehlt 




fehlt 




p»rtye» 




mede 




folke. 




fehlt 












snd defouled with enel. 




thui wolen 


vtterute wlkkednewe 


vtlerislewikkednesMth^ 


t»t 1» to »eyn wik- 


it to leyn wtkkede 


kede thewei which 


tliewM which ii the 


tMt ii the 






fehll 




feWt 




fehll 




t> thii Ae 


■lie pt 


>l thing that 




thu 






feUt 


fehlt 


whilom 






thei thin 




fehll 




fehlt 




wyeht vhiche that ii 




fehlt 


— 


fehlt 



thinges whicbe that 

nat to ben 

men iballe hold hym 



p 


38 




L. Kellner 


-m 






Add. 


c. 






3477 






fehlt ^^^H 




3479 


ttij-uef) 


aryued« 


ary»ed ^H 




3481 


in to lie Ule 




ID the fur Ule ^^H 




3481 


Circe 


Circes 


^H 




3486 


wit) forme 




with the forma 1 




3488 


naylea and lijs 


— 


fehlt 




349' 


ii. |.e 




in to the 




3493 


pe doc vli^es 




vlixes the due 




3494- 


he 


— 


febll 




3495 










3496 


ydrawen 


— 


draw en 




3497 


woxen swj-nen 


wexen swyn 






3499 


hir 




set 




3502 


1 chflungj'nEe 








3S<H 


folk 


folkys 


folkes 




3SOS 






and 




3506 










3508 


body. 








3S°8 


f,ei ™y 




Ihei ne may 




3509 


yhid 


r-hydd 


hid 




35" 






to hem a mm 




35" 


13. of circes 


- 






3513 


14. percen nnd JioniS passen 


„ 


passen and thorueh per- 




3S"9 






fehlt [cen 




3Sa« 


woldc 




nolde 




35" 


cmel 




cruel and wood 




35" 


in to 


— 


to the 




35*4 


ni. 




is 




3527 


1 for 


to 






3S3» 


' bU no seme nal 




it ne seme 




3531 


™ '^don 




sely. 




353a 






may fut done 




3532 


33. iSu " 


than yif they mybte 
nat complyssen |)al 
they cooeyten. 


than yif they myhle nat 
coueyten. 




3537 


w< 




fehlt 




3S40 






the vTiselynesse 




354' 


wdcn"'^*"*'''' 




wilen 




3S43 


sbrewedoesses. 








3546 


yuel. 


— 


ynel. P. 




3548 


to lakken uio^ynge lo 
done ynel. 


fehlt 


fehlt 1 




355' 


establi}) 








3556 


wrecched 








3557 


58. vnscly and caytifs 




cnytifi Uld vnsely 




3558 


yfiniased. 


fynyshed. 


finissed. 




3558 


at ^e 








356' 










3562 


Certys 




B. Ceitys 




35^4 


fehlt 


the 


fehlt 




3565 


byfomc. 




byforae. Ph!a. 




3565 


k 




fehlt 




357* 


blame 




hme 




3573 


t)e 




fehlt 1 




3576 


byfom. 




byfora. B. 


1 


3S76 
3577 


&%i 


— 


qnod I. P. 


L 


JSS, 


of .hrewe. 


^^^^ 


of men that am shrewe^ 


■ 






^^H^H 


H^^^^^^l 



Zur tezd^tik Ton Cliuicer'i Boetbini 



lobynge. 

jis qaod I. 

3 lemej) it qnod I. 
eytl frou 

■nd pOe Otter alle h]r* 



1 I. 



wreccbedncHe 
wbiche 

whiche defuue of peyne 




good, 
which 



bnt my cotiM^ai nyt JM 

peyne. 

blder 

iiat |iei 



loofcyng. 
or Iw 
I no nede to 
1« 

fehU 

(nng 

were In 

to ]>e bettet. (q. d. a 

what 

for;eten 



Ci. 



ot 

fehlt 

lokynge. B. 

byfom. P. 

B. yei qnod L P. thsnne 

qnod ihe 
B. so temeth it qnod I. P. 

b 
fehlt 

' quod I. P. 
. shrewdnes 

feblt 
' the! yet 
I the whiche 
, felonye. b, 

L Phil. 

Boecim. who 

hit qnod I. Phia. 

wicked. BoeciDs. 

fehlt 

endid with 

TOdintotidestow 
I body. P. 

fehlt 
• fehlt 

but it i< not my conieil 

' yet luder 
or thei 
fehlt 
with 
fehlt 
fehlt 

ypnnisBed. B. 
ihlie 



Deytbetln hen-! fehlt 
ne in eithe 

— thlnges 

— to bestes. 

— fehlt 

— all foryeten 

— hym of the 



r- 




L. KellDGr 


^^^ 


1 


Add, 


C. 


^^^^ 


1 3678- 


no« «e f,at 


— 


now thenne we whidk* V 

that J 


1 3679- 


[,ing 


thinges 


thiogei \ 


1 3679- 


wc nat wene 




we nat aeyne and werB | 


1 3679. 80. 


:q. d. lie.) 




(ehlt ^^H 


36S4. 


anfTren. 




^^H 


3684. 








3684. 


qnodi 




qnod ^^^1 


3686. 


toorment. 




B. ^^H 


36S6. 


qaod I. 




quod ^^H 


3687. 


vnsely- 




vnsely- ^H 


3688. 






quod I. Phia. ^^^^H 


3690. 


wreeehes. 




wreccbes. B. ^^^^^^H 


3690. 


quod I- 




qnod ^^H 


369.. 






fehlt ^^H 


3691. 


yset 


ysel 




3691. 


|>e wronge. 




thow ^^^H 


3693. 




wronge | 


3693- 


or hyin Jiat haj) suffred 




or else hem that fuffred 1 


3693. 


wronge. 


wrong 


wronge. 11. ■ 


369*- 


ne doute 






3695. 






wrong 


3696. 


hid don |>e wronge. 


hadden don (>e 


had the ilonc wroBge- 








Phia. 


3698. 


hat. 




fehlt ! 


3698. 


wrong. 




wrong. Boecins. 


3699. 


PI 




[i.] Phia. 


3701. 






then. 


3703- 


receynejt {le wrong. 




the wrong receyneth. 


3705' 


or sduocalj 




or ellifi these aduocats , 


370O. 


to hin 




that han 


3707. 


time^i Wl 




thioges whiche (hat 


3708. 


sholden more 




sholden bane more 


3709- 


fully ban pi tee on 


— 


fully pilee of 


371I' 


or oduocatj 




or the aduricats 


371*. 


[le ,brewe» [lat 


[lo shrewes Jiat 


shrewes whiche that 


37«3 


ryjt 


— 


like 


37"3- 


folk 






37'S- 


tourmcnts- 






37'5. '6 


of \)e defendours or 


of defendoors or 


fehlt ^^H 


37"6. 


fiyle and 




fehlt ^^H 


3717- 


of adnoc«5 




of the aduocats ^^^H 


3710. 


5" 




fehlt ^^H 


3721. 


vertue ],M 




venue whiche th«t^^^ 


3722. 


nnd <iwen 


■Ddaavh 


and that thei sawen ' 


3728. 


self 




fehlt 


3728. 


lo hir 




hir 


3729. 


for whiche it 


for which it 


for the whiche hit 1 


3734. 


ryjt so u 




ryght as ^^H 


373S- 


malBdies 




^^H 


373fi- 






nought ^^^H 


3736. 


tiri l.at 




the! whiche that ^^H 


3736. 


hire 




^^H 


374^. 






fehlt ^^H 


3743- 






fehlt ^^H 


374S- 








37S'. 


her 


hir 


these ^^^1 


3753- 


of 




fehlt ^^H 


3754- 


of cmelle nTs 


L ^dlM 


the cmelle Ii ^^^H 



Znr tntkiitik Ton Chiuesr'i Bo«thiu» 



folk. 

Thu see I 

of poepte 

hat> 

iTchessei. 



amooges poeples 

establisied. |ian 
goode folic 



by 
' now hepep mnd 
utoQjenge 

■jejmewarde 

' Mtwixen 
and t)e bap of 

whi f>tt ii. tt U 
|>oaJ l^oa 
donte t>e 



I and |)e happe 
! tvhl t)«t it U. ni 



to l)e medicine 

(contexo) 
yknyt by ordre. 



do. 



of be deuyne 
to ptngea 
inlelltgonce. it Is 
bnt dMine 
■nd ordenannce 



the 



1 the poeplea 



eatabliued more than for 

goode people. B. 
fehlt 

grete 
eke forto 
fehlt 
with 

now crepeth hepeth and 
astonyengei 

fehlt 

hitwene 

and happe of 

fehlt 

whi it ia. P. ne it 

though that thon 

donte ye 

fehlt 

fehlt 

fehlt 

folkes. 

yonr age. 

fehlt 

that if they wtiten the 

fehlt 
fehlt 
the terpent waxen the , 

whiebe lerpent her- 

cales tlongh 
fehlt 
fehlt 

or medicine 
fehlt 

knyt by ordre. B, 
t ao do. Phia. 
of detiyne 
to the tbinges 
intelligence, a 
bnt eertei datine 
and the ordenannce 
fehlt 



4a 




L. Kellner 


^^W 




Add. 


c. 


^^^ 


387 s 


ben wi|) oolen fjm. 


Infynyte. 


infinite. ™ 


3876 


destynic departef) 




destynie certayn departetl 


3878 


tymes. depsrtij) pus. sd 
|.at 


tymes. as Jius. lat 


tymes. thus. late 


1 3879 


_ 


coned 


^880 


Is punic ounce 




Be cleped pnnienunce 


388. 


8>. by tymes. 




(ehlt 


3885 


hat 




fehlt 


38«7 


make moenet. 




make and moeueth 


1 5889 


temporel (10051. 


temporel ordinannce 


corporal ordonannce 


I 3889 


90 dUponl}) in hys pume- 












ponilh II 


3895 


96. (■nima mundi;. 




febli ^J 


3897 


moenynB 




^^H 


3898 


Pe 




fchll ^^H 


3900 








3906 


1 suhgilS 




snhgelles and ^^^H 


3910 


yficched 




fieched | 


3914 


1 wijjynne ioineli 




wilhynne he ioinelh 


39'8 


myd=i 




mydellest 


3914 






and also snmmitlid 11 


39*6 


de.tyne 




di^le ^^ 


39=7 




— 


fehlt ^^H 


39>7 








393' 


as U nf skilynge 


^ it is of skilynge 


as is skilynge ^^^^| 


3932 








393» 


and 




fehlt ^^^1 


3934 


(.e 




fehlt ^^H 


3943 






fehlt ^^^M 


3945 


t>s 




fehlt ^^H 


' 3946 


and 




^^M 


3946 


' fal 


— 


fehlt ^^H 


3947 


ygouemed. 




gouemed. ^^H 


1 3949 


I-bowed. 




^^M 


' 3949 


hys 


— 


the ^m 


3951 






fehlt ^^H 


3955 


cause of 




fehlt ^^H 


3955 






for ^H 


3960 


declinet) 


deelynyth 


encUoeth ^^M 


3963 






ban now aUo 1 


3968 


tie 


— 


fchtt 


397" 


1 po«e 




1 suppose 


397= 


folk 




pcple 


3973 


eoragea. 






3975 




speken and deter- 


speken of complexions 




of altemperaunce in 








corages. 


perannce in c orates 


bodyes. , 


3976 


demen or speken of 
complexions and at- 

1 dies, (q'non). 




fehlt ^^^ 


' 3978 


7g. an vnlyke miracle to hem 
[mt ne knowen it nat. 


- 


fehlt ^^H 


3979 


b.,l is 




but ^^H 


1 398!» 


bodies 




pepte ^^M 


3983 


some seke folk 




IZt peple ^H 


3984 


iharppe 






1 398s 


(»e leche ^at knowe|) 


m^ 


tho that knowen .^^^H 



Zur textkritik von Chancel's Boethius 



43 



3986. 
3987. 
3988. 
3989. 
3990. 
3993- 
3993- 
399S- 



4006. 

401 1 

4012 

4015 

4016. 

4020. 

4021 

4021 

4021,22 

4022. 
4022-24 



4026. 

4034- 
4036. 



4039. 



4049- 
4050. 

4051. 

4052. 

4052. 

4054. 
4064. 

4065. 

4074. 
4076 

4076 

4081 

4082 

4085 

4086 

4088 

4089 

4091 

4094. 
4096 

4096 

4097 
4098 
4100, 
4100. 
4102 



Add. 

of it 

hde 

and prowesse. 

or 

god gonemonr 

enery 

wot 

noble 

and canses 

liked 

or vnwened. 

wolde 

innocence 

manere 

snffren 

ne 

wil 

moened 

any manere maladie. 



)>e adnersites comen nat 
(lie seide in grec.) 
{)ere )>at 

to good folk to goneme. 

Tsage and exercitacionn 
wel beren. and |)ilke 
folk 



renoone 

to t>6 profit of 

wel 

and t>ci 

som tyme agastef) 

folies. 

snffren 

folk 

hys 

t>at |)e 

so 

for shrewes 

amonges 

|>ilke 

oftyme 

anoien 

when 

t)is only is ^e denyne 

by 

pe ordre 

nis 

of )>e denyne 

nis 

of (le denyne 

nis 

to no man 

posicionns 



C. 



wot 

lykede 

wol 

man 

wol 

any bodyly maladie. 



the moore excellent 
by me. (he seide 
in grec.) t)at 

to goneme to goode 
folk. 



felonies. 



fehlt 
anoyeden 



thilke ordre 



to man 



Cx. 

it 

helth 

fehlt 

and 

god the gonemonr 

eny 

wot well 

fehlt 

and the causes. 

liketh 

or ellis nnknowen. 

wole 

innocencie 

man 

fehlt 

fehlt 

wole 

fehlt 

any bodily manere ma- 
ladie moened. 

the 

the moore excellent is 
by me. (he seide in 
gret.) that 

to goueme to good folk. 

exercitacionn of usage. 

wel beren. and some 
dispyse that they mowe 
not here, and thilke 
folk 

renounes 

to the parfit good of 

fehlt 

and that thei 

agasteth som tyme 

felonies. 

sufireth 

peple 

the 

and the 

fehlt 

for that shrewes 

among 

the 

fehlt 

anoied 

than 

only is this the deuyne 

the 

to 

thilke ordre 

18 

of deujme 

U 

of deuyne 

is 

for man 

posicioun 



44 


^^^ 


L. Kellner 


—m 




Add. 


C. 


c. ^B 


4ioa. 


:ina dressi|> 


„«hic: 


>u5t to ^^H 


4104. 




fehlt ^^H 


4108. 


of ^e boandes 


fro ]ie boundes 


fro the booodeS'^^^^l 


4108. 






conunonalites ^^^H 


4109, 






of the necessile H 


41 II. 


ben hahoundiiunt 


hen ootnuous or h»- 


ben outrageous or ha- 






bowndant 


boundflunt 


4111. 






fehlt 


4116. 


refeC 


refect 


refecic , 


' 4117. 


qnestionns. 






4118. 




|)ou wfs wilt 


thou wise wolt 1 




of sonereyne 




of the soaereyne 


4115 


|.e worlds. 




this worlde. 


4"S.*6, 






feblt 


4116. 






fehlt 


4129. 






in the see. 


4129. 


hespenis f>e sterre 




ihe sterre hespenis 


1, 4134- 


euene-lyke m=ner. 


enenelyk maneres 


maneres eneoe-lykc. 


4138. 


irist 


aiysith 


ariaeth 


J 4.43. 






ihy wjnter. 


4146. 


vndir \ie 




^^.dir 


4>47. 


jiingea ybom. 


[jingei I-bom. 


thinges that ben ybom. 1 


4.5^. 


inoeueable or wandryng 




luoeueahletes or tnan- 




Jiinges. 




drynges- 


4'S3- 


clepil. 


klepede 


caUeth 


4.S8. 


of 






4l6z. 


seyn to god. 




seyn god. 


4'63- 


Seat |>o" 




Sestow 


4«64- 


acid. 




seid. B, 


4164. 


quod I. 




quod I. P. 


4164.65. 


quod she outerly 


quod she al owtrely 


quod she ol outerly 


4165. 






is good. B. 


4166. 


quod I, 




quod I. P. 


4166,68. 


so as fourtane is xiaen 


io as alle fortune 


BO as alle fortune wbey- 




eitier 


wheythcr so it be 


ther so it be loyeful 








fortune or aspre for- 






aspre forttuve is 


tune is either giaen 






Jiuen ei(ier 




4169. 


ellys 




fehlt 


4170. 


>hrcn-es. 




the shrewei. 


4170.71 


19 alle fortune good. 




fortune is good 


417*. 


or profitable. 






4176. 


VDtQ 






4178- 


poeple. 




poeple. p. 


4179. 


she. for {lot ^e 




she. b. for the 


4'79. 


mysusil) quod I. 




qnod I. useth amisse 


4180, 


\>h 




the 


4181, 


wicked- 


«7kkede. 


wicked, p. 


41S1. 


wilt (JOU 




willow 


41S2. 






so Ihal it 


4184. 


kynde. 




kynde. b. 


4.84. 


wolt quod I. 




wilt qnod I. P. 


4184, 85 


Demejt ftou 




Wenestow 


4.8s. 








41 86. 


quod I. ecrtis Jiilk 


quod I. certia thilke 


quod 1. p. ecrtis all 


4.86,87 


corigit) profiti}.. 




corigitli it pro&tith. B. 


4187. 


quod L 




quod 1. p. 


41S7. 


quod she. 






4l8!t. 


I ^ ^ 


^^ 


quod 1. p. 





ZoT tntlcridk von Chaucer's Boethius ^c 




Add. 


(.. 


C». 






_ 


fehlt 




▼ertoe. 




vertne. b. 




tut I denve qnod I 


— 


1 ntt denye qnod I, p. 




seiit >oa 








folk 




peple 




demni|> 


demyth 


demeth 




poeple. t)>t it U 




poeple that it be 




sojie i« 




h iothe 




good. And whmt 




good. p. wh«t 




\>M ofier 




the other 




t>o<l5 it 




though thit it 




good. 




good. b. 




it be 


it is 


it u 




I^'^Mwe 




thonghl. Phil. 






leste we 




of poeple 
ping tM 


— 


of the poeple 
thing which thftt 




poeple. 




poeple. Boecins 




qnod 1. 




qaod I. P. 




poeple. 




poeple. P, 




— 


knowen. P. 




no itrong 




> strong 




it ne .emet) 




it semeth 




to (.e strif 




to strif 




|iat other 




thiike other 




confenne 








Mine f« 


•eyn jie 


seine to the 




frt 




lo thst 




tn f « en<:r«>« 




In encrese 








feblt 




My' 




fehlt 




of hys brober 




in hys brother 




fills 




that U 




fts 


of 


Of 




KQfttynff of prote 


■rattynge of t>nat 


kicttng of the tbrote 




hr> 




the 




he nfte 


he bymfte 


berafte 




tifte 




beratte 




hys treble cheyne. 


— 


the treble cheynet. 




tit is 




that is 




to ,eyn. t>*t 




to .eyn. 




etyn 




freten 




acheUns 




■chilles 




•cheUiu 




achlles 




orcnles at be lute 




hercnles atte Uste 




mcheluii 




he 


77- 


And heresies CMt 


And he hemilei 
cut 


And oner that he hercn 










86. 


t>e pris of hit kste 
tr.u.yle 


- 


the lut ende of traoayl 




pe heye weye of 


be heye H«y of 


fehlt 




o>lie 


<i«ke 


make 




«ey 


flee 






f e heoene. 








er|>e 




■nede 




|)Uii 




that is 




yiped. 


— 


ysped. a 




Mmtyme 


tvhilom 


whilom. 



46 




L. Kellner 






Add. 


C. 


Cx. 


4300. 


I axe 




I may axe 


4302. 


IS It. 




is it. P. 


4303. 


assoilen t)e to the dette 


assoylen {>« to })e 
dette 


assoilen to the the dette 


4305. 


to {)i 




in thi 


43o6. 


which e 


which 


fehlt 


4307. 


somwhat 


— 


some 


43o8» 9. 


|)at t>oa ne be maked 
weery by mysweys so 




fehlt 


4310- 


weye. 


— 


weye. B. 


4313- 


Syn 




Syth 


4315- 


feij). 




feith. P. 


43«8- 


y-broujt 




brought 


4321. 


nis ne 




nis not ne 


4323- 


summittid to |)at vols 




to that vols summittid. 


4324- 


syn 




syth. 


4326. 


verray and 




fehlt 


4329- 


vndirstoden 




vndirstand 


4330- 


gynner 


bygynnere 


begynner 


433"- 


subgit 




subgites 


4332. 


or 




and 


4335. 


t)at t)ere ha|) ben any 


tiat ha}) be any 


that hath ben by any 


4336. 


by forne. 


— 


byfome. b. 


4338- 


or is 




or ellis 


4340. 


conenable. 




couenable. p. 


4341,42- 


by short resoun 




shortly 


4342. 


whiche 


wluch 


what 


4343- 


quod I. 


— 


quod I. p. 


4343- 


As ofte qaod she as 
men don 




As men don quod she 


4344- 


and an 




then none 


4346. 


er{)e 


— 


erthes 


4352. 


in |)e ert)e 




of the felde 


4352. 


in t)e felde. 




in the erthe. 


4355- 


fortune 


fortuit 


fortuyt 


4356. 


fortune 


fortuit 


fortuit 


4356, 57- 


causes encountrynge and 




causes of encountrynge or 


4365- 


byndynge 




betydyng 


4371- 


ficchit) 




fixen 


4378. 


wi|) f e 




with that the 


4379- 


y medlyd 




medlyd 


4380. 


enclinyng 


declynynge 


declinyng 


4381- 


and t)e 


— 


and of the 


4387. 


and accorde wel 




and I accorde me 


4390. 


yif j)at 




that yif 


4392. 


of men. 




of men. p. 


4398. 


axef) or 




axeth he or 


4399. 


he 


— 


fehlt 


4399- 


fleef) t>ing t)ftt 


fleef) thilke t)ing i)at 


fleeth thilke that 


4400. 


also b 




b also 


4403- 


souereyns deuynes 




deuynes souereyns 


4405. 


nat be corumped. and 
haf) my^t 




nat corumpe. and myghty 


4408. 


in foe 




in 


4416. 


to pe 




to 


4417, 18. 


approchen and assenten. 
pei hepen and 




assenten and approchen. 






and 


4424. 


see}) and alle |)inges he 




seeth alle thinges gon- 
vemyng he hereu. 




here}). 





Zor textkritik von Cimcer'E Boethim 



whicha [te 



fehlt 
feUt 
feUl 
feUt 
feblt 



"Jwlb 

for fwl |Mt t>i°K^. 

pnnwid. lut 

by MCWMte. 
now (hew«p 

som tjmt 



Tokoyttea 



fehlt 
toforne 
that hit U 
fehlt 

, fehlt 

fehlt 
fehlt 

wwhi before 

fehlt 

fehlt 

of the lothe coaeth of 
tbil oth«r >lde M who 
*eitb *1 though the 
caiue of the sothe 
Cometh of the lyttjng. 

ther ii 

that for the thinges 
purnctd. and nat 
fehlt 
fehlt 

ei now aheweth 



>elf 

be 

and eke ]>at whan I hane 
knowe flat any {>inge 
ihal bitiden id by- 
honeb it by neceuitc 
(Mt pUk tune {ling 
bydde. 



and eke |)Bt wban I 
haae knowe IM 
any thing ihal bi- 
tiden so byhoueti 
it by necessile ]>U 
thllke same thing 
bydde. 

at |)e laate yif ))at any 



atte laate yif any 
is fill deeelnable 
and fdl fer 



F 






^^m 




48 


L. Kellner 








Add. 


C, 


c*. ,^^1 




4S34 


1 but 




fehll ^^^1 




4538 






febU ^^M 




4S40 


' bytwixe 








4S40 


tnd filke 




of ^^M 




454* 


' or ellis ii ae thai 




either il shU ^^H 




4544 


yif so 




yif it so « 




4547 


tiinge m»y ben 




thinge ne miiy not hen 




4549 


finge. 




thing 




455' 


1 fredom of the comeils 




fredomes of eonseils 




4552 


, syn 




syth 




4552 


, god ^eef) 




god whiche that aeeth | 




4559 


syn ht no 




lyth no 1 




4560 






notlght 




456a 


alfoer woisle whichc 


■Iderworet wliicli 


aider wonle which e 




45^3 


4" 


elder 


alder 




4566 


\ie prupre wille sent 


t>e pfopre wil ne 


her prupre wille ne na- 




4573 


ne 


— 


^^J 




4573 


74. »nd t)Bt is fiis 




than hit ^^H 




4574 


ylcdd 


yled 


ledd ^^H 




4575 


nU 








4580 


han {)c 




ban all the ^^H 




4581 


ban 




fehit ^^H 




458^ 




- 


^H 




458^ 






^H 




459' 


il is so grete 


it is ID gret 


so grete ^^M 




459« 


yP«!sed.^ 




preUed. ^^H 




4593 




semet) ^t men 


semeth that men nol 




4S9S 


nis 


_ 


is 




4596 


byseten 




seken 




4596 




Inlpelrent 






4610 


11. bensynguleranddinided. 




ben togeder and synguler. 




4611 


to verray 


to tho verray 






4613 


certeyne a1 wey 




■1 wey ccrleyne 




4617 


t,. Mnn= 




(be derkc thinne 




4618 


it so by so 




it by 1 




4619 






fehlt 




46ai 


yhidd' 


Ihyd 


hidd 1 




46« 


it 




^^ 




4622 


Jilnges 


— 


^H 




4613 






for to ^^m 




4625 


27. Si enim anima ignorat 
islBS snbtiles con- 

vnde ett quod dc- 
sident icire cnm nil 
ignotum posiit de- 
Eiderare. 


— 
— 


1 




4639 


K he ne knoweti 




be knoweth T 




463' 


who «o desiril> 




who so ever detiie 




4634 






wiH 




4635 


vnknowynge 




vnconnyng 1 




4638 


>nd {«• 




and 1 




4639 


encryche 


suerych 


eneryche of hem 1 




4645 


h« not nflt 




he wote nal 




4646 


of hinges 


— 


of the thiages 




4647 


tretij) 


— 


retretith 




4649 


mowe 


" 


may 


k 






IH^H 





Znr textkritik von Chancer'i Boethiui ^5 




Add. 


C. 


Cji. 




(.Ube l.at 


— 


Ibilke parties that 


■ 


d$4>ided 






■ 


mocbel 




moch 


■ 


n. pprfd 


nebped 


and ipedde 


. 


and dimcnlta 


and of ihU dilficulte 


and eke of thU difficnlte 








fehlt 




|>e deayne preicience 






■ 


hem. 




hem himself. 




ae tholde 




fehlt 




dweUen 




dwelled 


: 


>t t>e lute 




atte lute 


. 


■nsewcred lo |io 


anienered to the 




. 


rmoened. 




moned. 


. 


nU 




b 


-76 


[tan DC wene|> it nit tu 
tredom of wille be 
diitourbed or ylelt by 
pT«lcicDce. for ne 
draweit pon ut n- 
gmoentes from ellys 
where of (>e >.ec«»ite 
of {.ingei to comen. 




(ehlt 








knowen 


■ 


(eiitns} 




fehlt 


.. 






I suppose 




Boicim. 




B. 


s. 


qaod I. 


— 


quod I. P. 




|i.t ne 


t>at Is ne 


that it ne 




)iUk self 


thilke lelne 


thilk sune 


; 






fehlt 


. 


aigtte 


_ 


tigate. 


. 








bji 


t>*t fit endyi and be 
bitydynge. 


— 


that endyi of bitydyn{;e* 


■ 


f.U 




fehlt 


■ 


^r^eyed 


z 


pnraeyed 
the 


'■ 


but 




for 




worken 




wotchen 


■ 






fehlt 


s. 


b. 




B. 


»,29 


pat is to icyn by con- 

atreynynge 


~ 


fehlt 


■ 


P. t.Ue 


p. the 


Phia. The 


. 


t>o 




the 




fehlt 


Ryht lo the 


Ryht 10 to the 


■ 


ydoDted. 




douled. 


■ 


endei 




issues 


. 


yleyn 




seya 


. 






fehlt 


- 


ykDowe. 




knawe. 


)■ 


ywy»t or yknowe. 




wyst or hnowe. 




yVnowe. 




knowe. 


■ 


P\* thai mowe 


^it ihal mowen 


this thing ihnlde mowe 


. 






fehlt 


t- 


0. 




fehlt 


- 


weyei [le 




wise than the 


■ 


weyei 




wise 


i. 




— 


fehlt 



so 




L. Kellner 






Add. 


c. 


Cx. 


4769. 


(orbi) 


— — 


fehlt 


4774. 


fro 


fehlt 


fehlt 


4774. 


of ()e man. 


— 


of man. 


4775- 


establissed 


— 


unstablissed 


4778, 79- 


(speciem} (tat is in |)e 
singuler peces. 




fehlt 


4784. 


to 


— 


for to 


4786. 


fehlt 


to heyere 


to the heyere 


4787. 


no ()inge comprehende 


— 


comprehende no thinge 


4792. 


t)at 


— 


the 


4793- 


vndir 


— 


in 


4795- 


to non 


to none 


of non 


4797. 


\>e 3rmaginacioan 


— 


ymaginacionn 


4798-4801. 


and {>ou — vt supra. 


fehlt 


fehlt 


4802. 


nor 




ne 


4806. 


nor of wit 


nor of iivitte 


ne witte 


4816. 


and to formen* 




and formen 


4819. 


sest \iovL 


— 


sestow 


4822. 


yknowen. 


— 


to knowen. 


4822. 


nis 




IS 


4824. 


))e werke 


t)e werk 


his werke 


4826. 


The porche 


— 


Thenne the porche 


4827. 


hir 




fehlt 


4827, 28. 


dispoyten. and |)ilke 


desputen. and t>ilke 


disputen. thilke 


4833- 


})at 




fehlt 


4834. 


it 


— 


him 


4837. 


Textus. 


— 


fehlt 


4838. 


ficchen 


— 


fixen 


4840. 


in parchemyn 


— 


in the parchemyn 


4843. 


do}) no |)ing 


— 


doth thing 


4844. 


moeuynges 


— 


moeuyng. 


4846. 


ydel and 


— 


ydel euil and 


4847. 


come}) t>an 




Cometh 


4850. 


or whennes 




or elles whennes 


4S52. 


t)e streng|)e 


— 


strengthe 


4853. 


hys 


— 


the 


4861. 


()e figures 


— 


figures 


4866. 


hurtlit) 


— 


hurUth 


4868. 


and clepef) 


— 


clepeth 


4870. 


to \ie {)inges 


— 


to thinges 


4872. 


to j)e forme 


— 


to thinges 


4873- 


what that 


what yif that 


what is that 


4874. 


in 


— 


fehlt 


4879- 


fehlt 


to-fom 


befom 


4881. 


hymself. 


— 


hit self. 


4883. 


corage 


— 


corages 


4887. 


fram 


— 


fro 


4891. 


manere 




manere of 


4892. 


and differyng 




and to differyng 


4894. 


|)at ne 


— 


the whiche 


4895. 


nat 


— 


ne 


4898. 


comef) 




Cometh of 


4899. 


only to 




only 


4909- 


seyn })at |)at. |)at 




seyn that that. 


4916. 


|)at resoun 




that the resoun 


4919. 


8e3m {)at resoun 




seyn resoun 


4921. 


and |)at \)i\ke 


— 


and thilke 


4922, 23. 


ne enhaunsen 


— 


fehlt 


4926. 


3eue credence 


yeuen credence 


yeue pure credence 



Znr textkridk v 



1 ChtQcer's Boethins 



enclosed nor 

jibet 

no bonndes 

mddrei or makes. 



{)« eiUt is 
mow«. 

|»> 

aristotle 

^.t men 

of life 

|)at ne ben 

by ryjl 



coeteme 
by Uf 



|»t it is propie 

moeayng 

of t>e lijf 



none bonndes 
oadriior «n»k«i. 
hem self 



of lyf 
be tyjt 



and than i! 
fehlt 

febit 



fehlt 

yif 

that yif 

fehlt 

fehlt 

dihatgictb 



no maser of bound«3 
naddresoT snailes. 
hem self 

fehlt 

enclined 
erthei 

setb 

is the estat 

■nowen well kaowen ek 

fehlt 

fehlt 

iheweth Ihemore 






of the life 

that ben 

be ryght 

fehlt 

fehlt 

thilk mane re 

by the lif 



fehlt 

moenyngea 
of this lijf 



52 



L. Kellner, Zor textkritik von Chancer's Boethins 





Add. 


c. 


5038. 


manere it 


— 


S04I. 


and swifte 


— 


S044- 


presence 


— 


5046. 


t)at ^\se 


— 


5051. 


in 


— 


5053. 


and 




S054. 


syn t^at 


— 


5056. 


soJ)ely 


sothly 


5057- 


al-wcy to god 


al-weys to god 


5061. 


and futures 


— 


5068. 


nis 


— 


5070. 


byholdet> from a-fer 


— 


5074. 


syn 


— 


5075- 


pe seen be ydoon 


they seen be ydoon 


S077. 


t>inges pKt 


— 


5077- 


present. 


— 


S077. 


quod I. p. 


— 


5078. 


Certys [)an 




5088. 


so as whan 


— 


S090. 


and byholden 


— 


5090,91. 


l)at oon and f^at o|)er 
to-gidre. 


~ 


5095- 


t)inges t)at 


— 


5104. 


bitide. 


bide. 


5104-6. 


and f/ilke twinge |)at |)at 
ne may nat vnbytide 
it mot bitide by ne- 
cessite. 




5109. 


yif {)at 


• 


5 1 10. 


answere j)e 


answeren pe 


5119. 


yknowe 


— 


5120. 


may ben 


— 


5120. 


weyes 


% 


5129. 


ne 


^■^ 


5»33- 


of 




5139- 


but somme of hem camen 
and 




5141. 


nature ne 


nature in 


5«43- 


Boece. 


— 


5>45- 


so as thei 




5146. 


by |)e condicioun 


— 


5147. 


Philosophic. 


— 


5148. 


|)inges t^at 




5«53. 


[)inges |)at 




5157- 


walkynge. 




5162. 


referre it 


— 


5166,67. 


|)inges |)at 


— 


5167. 


byfom. 


— 


5172. 


t)ou maist 




5173. 


ryjt as 


' 


SI75- 


accioun. 


""^ 


5176. 


a^eyne how 


— — 


5179. 


knowynges 


• 


5182, 83. 


somme tyme |)e con- 


som tyme pc con- 


ci8a. 


trarie. No for sot)e 
to-fome 


trarie. No for sojie. 
to-fom 



Cx. 

manere yet it 

fehlt 

fehlt 

as thise 

of 

that 

syth 

fehlt 

to god al-wey 

and of tymes futores 

is 

from a-fer byholdeth 

syth 

for sothe men seen ydoon 

thinges whiche that 

present B. 

qood I. phia. 

Certys quod she thenne 

than 
so whan 
fehlt 
to-gidre that oon and 

that other, 
thinges whiche that 
bitide by necessity, 
fehlt 



fehlt 

answere to the 

knowe 

may not ben 

fehlt 

fehlt 

by 

fehlt 

nature in 

B. 

so they 

by condicioun 

Phia. 

thinges which that 

thinges which that 

walkynge. B. 

referre hem 

thinges which that 

byfom. Philosophia 

thou ne maist 

ryght so 

acciouns. 

ageyne to this thus how 

knowyng 

somme tyme it knoweth 
the contrarie of that 
thing. Philosophia. No 
for sothe. quod she. 

befome 



EL H. Oliphant, The works of Beaumont and Fletcher 



53 



5185 
5188 

5189 
5192 

5«95 

5195 
5196 

5199 

5»99 
5202 

5205 

5207 

5209 

5210. 

5214. 

5215 

5216 

5217 

5218, 19. 



Add. 

hys propre knowynge. 

ay dwellynge 

forto 

l)ing 

science 

hys 

fringe 

syn 

nis nat 

nat wikkedly 

hys 

and 

nat 

nat 

and vertne 

30W yif 3e nil nat 

workes 

and demefr 

fehlt 



Explicit Liber Qnintns. 
Et Vetimns. 



fehlt: syn 
prescience. 



To whom be goye and 
worshipe by Infy- 
n3rt tymes. Amen. 

Explicit expliceat lu- 
dere scriptor eat 
Flnito libro sit lans 
et gloria Christo 
Corpore scribentis 
sit gratia ctmcti- 
potentis. 



Cx. 

the propre prescience. 

dwellynge ay 

to 

thinges 

prescience 

fehlt 

thinges 

fehlt 

b not 

not wikked 

fehlt 

or 

not 

not 

and of vertne 

you yif ye nil not 

werkes 

and also that demeth 

Deo gracias. 



Explicit boecius de con- 
solacione philosophic. 



WiEN, October 1889. 



L. Ke liner. 



THE WORKS OF BEAUMONT AND FLETCHER. 



■\ •v.-V. -X. 



I. 

There are doubtless many people, who, having fully made up theu: 
minds that the work of the great 'twin stars' of the drama is not se- 
parable, would look on any attempt in that direction as utterly quixo- 
tic and absurd: but we know such separation to be not quite so 
impossible as it may generally be thought to be. Though most of the 
editors of the poets' collected works have, after making one or two ner- 
vous and half-hearted guesses, practically given up all attempt at division, 
Mr. Fleay, in his « Shakespeare Manual« published in 1876, has shewn 
that the difficulties in the way are not insurmountable. His results 
were tested and corrected a few years later by Mr. Boyle ; but, so far 
as I know, no one else has since made any scientific effort to prove 
the correctness or incorrectness of Fleay's views; although, in »Francis 



j^ E. li Oliphmit 

Beaumont, a crilical studyo published in 1883, Mr, Macaulay has 
tried to sift out ihe plays in which the younger writer had a hand; 
but he has not dealt with those known to have been produced after 
the death of his author. 

Fleay and Boyle then remain the only two who have thoroughly exa- 
mined (or, lo be more accurate, have published the results of a thorough 
examination of) all the plays ; and it is fortunate that their investigations 
have been made from rather different standpoints. Fleay') has trusted 
mainly to metrical tests ; Boyle principally, so far as Massinger is con- 
cerned, to the repetition of well- worn phrases. Macaulay has based his 
division on broader grounds, which, though probably less reliable than 
Fleay's verse-tests, are in all likelihood more convincing to the ordinary 
reader. As for metrical tests, they are not less unduly decried than 
unduly lauded. If we trust believers, we must regard their use as 
having no limitations, results based on them as being infallible; if un- 
believers, we must consider them utterly valueless, and faith in them a 
mark of "a mind diseased". For my part, I cannot believe that, because 
a scene contains 20 per cent run-on lines, g per cent double endings, 
and 3 per cent weak endings, therefore it must belong to the writer 
whose figures approximate most nearly to those (in fact, verse- statistics 
are frecjuently misleading); but, on the otlier hand, when one finds 
the verse of some scenes in a play shewing certain marked charac- 
teristics, and that of other scenes wanting in all those characteristics, 
it seems to roe the height of foolishness to deny that there we have 
tolerably good evidence of a dual authorship. With regard to these 
plays, I cannot trust any division of them (and especially any ascription 
of scenes to authors other than the very few known to have had part 
in any of them) that has no belter warrant than the proof afforded by 
verse-tests; but I do think such tests give on the whole good confir- 
mation of the correctness of views based on knowledge of the general 
style of the various dramatists. Such is the plan I have adopted; I have 
divided the plays on broad general grounds, giving particular con- 
sideration to the structure of the verse, as it strikes one in reading: 



"1 Justice, has never been done to the induatiy and cleverness of Mr. F]e«y, 
or the vnluc of ihe work done by him; but for much of tbis neglecl and in- 
appreclation he his himself to blame. He miies np fact nnd theory in a very 
perplexing manner, so that we hardly know how much to take of what he offert 
us; and, owing to his readiness to jnmp at conclusions and to form opinions on 
quite inadequate grounds, he is not always reliable; but, when the utmost hu 
been said that can be said against him, the fact remaios that no one living hu 
shed more light on out-of-lhe-way points iu the history of the Elizabelhan drama, 
or done better work in criticism of the non-aesthetic kind. 



The works of Beaumont and Fletcher 



55 



the counting, as I have said, I have relied on only for verification. 
In order that my investigations should be conducted as independently as 
possible, I have in every case finished my study of a play, and made 
my division, before consulting Fleay, Boyle, or Macaulay; and have 
then reread those scenes with regard to which I differed from any one 
of them. That I have attained something like impartiality by this means, 
and have not been wedded to my own views, is evidenced by the 
fiact that, on reperusal, I have frequently confessed myself in the 
wrong. I claim then that my opinions are worthy of consideration 
where they differ from those of the other examiners of these plays, 
because of the care J have exercised ; and that in cases of my agree- 
ment with them they have strong independent proof of the correct- 
ness of their siurmises; and I think the reader will grant this when 
he considers that my conclusions have been reached by a different 
path to that trodden by either Fleay or Boyle. 

In 1647 Humphrey Moseley published the collected works of Beau- 
mont and Fletcher, or, rather, such as had not been previously printed. 
In 1679 appeared the first complete collection of all works that can 
with absolute certainty be ascribed to them. But it must not be sup- 
posed that, because these plays were called Beaumont and Fletcher's, 
no other author had anything to do with any of them. On the con- 
trary, we know that Massinger, W. Rowley, and Shirley had part in 
more than one. Rowley's cooperation with Fletcher in The Maid in 
the Mill is shewn clearly by an entry in Herbert's office-book; and 
from the same source we learn that the Night-Walker was Fletcher's, 
coirected by Shirley. Of the presence of Massinger there can be no 
doubt. Cockayne mentions the fact no less than three times. In his 
1 Small Poems « published 1658 occurs the following, » to the publish- 
ers of the works of Beaumont and Fletcher*: — 

»In the large book of Playes yoo late did print 

(In Beaomonts and in Fletchers name) why in't 

Did yon not justice? Give to each his due? 

For Beaumont (in those many) writ in few: 

And Massinger in other few; The Main 

Being sole issues of sweet Fletchers brain. 

But how came I (you ask) so much to know? 

Fletchers chief bosome-friend informed me so. 

rth next impression therefore justice do, 

And print their old one's in one volume too: 

For Beaumonts work and Fletchers should come forth 

"With all the right belonging to their worth. « 



Again, in his adtlress to Charles Cotton, he says 

"Had Beaiimont lived when this Kdition citnie 
Forth, »nd beheld hU ever living name 
Before I'lays tlial he never writ, how he 
Had frowned »nd blushed at such Impiety? 
His own Kenoun no such addition needs 
To have a fame sprung from another's deedcs. 
And my good friend old I'hiltp Massinger 
With Fletcher writ in some thai we see there.- 

And, once more, in his epitaph on Massinger, he says. 
Bplays they did write together, were great friends." 

That yet other writers faad a hand in some of these dramas is by 
no means unlikely. We know that at a period not earlier than 1613 
or later than 1616 Fletcher was engaged in writing a play with 
Massinger, Dabome, and Field, which play may or may not be in 
the foUection, for the name of it is unknown. In 1634 the Two Noble 
Kinsmen was published as Fletcher and Shakspere's, and it was in- 
cluded in the 1679 fo.; so that, if the ascription be correct, we 
have here something of Shakspere's ; while nearly all Shaksperian 
scholars admit that Henry Vlll. (which is not included in any edition 
of Beaimaont and Fletcher) is very largely the work of the latter. 
Middleton and Jonson too have been written down coadjutors of 
1 letcher, on the strength of the ascription of the Widow (published b 
1652) to those three dramatists; but the play is in neither fo., and 
was probably the work of Middleton alone. Toumeur has been suggested 
by Boyle as a part-author of The Honest Man's Fortune; and it is 
indeed likely that he and Webster, as well as Middleton, Jonson, 
Field, and Shakspere (all of whom were, like Beaumont and Fletcher, 
writers for the King's company) had something to do with some of 
the works in question. 

It is of course necessary, before attempting to ascertain the 
authorship of the I'arious parts of these plays, to understand thorov^hly 
tlie methods and peculiarities of the different writers who took part 
in them. Massinger, Rowley, Shirley, and others are put plainly be- 
fore us by their own works, and. to arrive at a knowledge of Fletcher's 
characteristics, we have only to read those plays he is known to 
have written alone. But when we come to Beaumont, we are con- 
fronted by a much greater difficult)'. The only dramatic work known 
positively to be wholly his is the Masque, which cannot be thought 
of for a moment as affording any true criterion of his manner. We 



The works of Beanmont and Fletcher 



57 



know, however, that his work is to be found in Philaster, The Maid*s 
Tragedy, and King and no King ; and we may fairly assume that those 
parts not Fletcher's must be Beaumont's. As for Fletcher, the student 
desirous of acquainting himself with his style must pay no attention to 
The Faithful Shepherdess, for, like the Masque of the Inner Temple, it 
is less a play than a poem, and is in every way totally unlike every other 
drama known to belong to Fletcher alone. From The Humorous Lieute- 
nant, Mad Lover, Wild-goose Chase, M. Thomas, Loyal Subject, and 
Wife for a Month, all of which are unquestionably his, a very fair idea 
of his manner and mannerisms can be obtained, and one of these (M. 
Thomas*) was written during Beaumont's lifetime. But at how early a 
stage in his career Fletcher adopted those methods that make his 
verse so remarkable, it is impossible to say. In The Scornful Lady 
(1609), we see them flourishing; but that does not entitle us to say 
positively that they would be discemable in plays he may have written 
before that time. 

The peculiarities of Fletcher's versification have been so often 
dealt with that is perhaps hardly necessary for me to point them 
out; but I must do so, lest perchance any of my readers should be 
unacquainted with them. He is distinguished by his excessive use of 
double endings of which he usually has about 70 in every hundred 
lines. To shew how truly this may be said to be a distinctive mark 
of Fletcher, I may mention that his percentage is more than half as 
much again as Massinger*s, who makes the nearest approach to him 
of all his fellow-dramatists. Triple and quadruple endings he also 
has; but he is especially noted for his habit of emphasising the extra 
(nth.) syllable of a verse. Examples are to be picked up by (he 
dozen. Here are two or there: — 

»Yoa do but change a man; your fortune's constant, 
That by your ancient valours is tied fast still; 
Be valiant still, and good; and when you fight next, 
When flame and fury make but one face of horror, 
When the great rest of all your honour's up, 
When you would think a spell to shake the enemy, 
Remember me; my prayers shall be with ye.as) 

(Loyal Subject, I. 3.) 



*] For proof of the early date of this play, we are indebted to Mr. Fleay, 
whose data I have done my best to verify. I have placed it a few years later 
than he, for reasons I need not now specify. 

3) In this passage, which is a ver>' characteristic one, we have one triple, 
and bat one single, ending. 



S8 



E. II. OlIphBDt 



»And thou, good sword, that knew'st the way lo conquest, 
Upon ivho3e fatal edge despair and death dwelt.' 

[Loyal Subject, I. 3.) 
It will be noticed that the syllables 'still', 'next', 'dwelt', cannot, to 
use Darky's words, nbe lapt under the teeth" like the extra syllables 
in other lines; each n stands out as a substantive part of the verse, 
which is thereby augmented beyond a decasyllable fr. That this con- 
struction was intentional is shewn by the frequent obtainment of it 
by means of some conventional and wholly unnecessary end-word 
(such as 'still, or 'else' or 'too'], thrown in for no other purpose*); 
and similarly we find I'sir', &c., used lo give the ordinary double en- 
ding ') . 

Another characteristic of Fletcher's verse is, abundance of tri-syl- 
labic feet. This Darley ] describes as othe frequent supplanting of 
one long syllable in a line by two, three, four, or even more short 
syllables, which, pronounced rapidly together, take up about the same 
time as the supplanted syllable, and therefore lengthens'} such verse 
to the eye, but not [or little) to the ear." He gives a fine 1 
of this, from The Custom of the Country, 



n Cannot 1 



marked 
as, e. g., 



, into OQe of yonr drunken cellars, 
And venture the breaking on's neck, yoar trap-doors open, 
with all due respect to Darley, should be read as I have 
it. This tendency makes many of Fletcher's lines quite lyrical, 






;i with the gates a 
[Loyal Subject, IV. 6.) 



*) lAnd in your absence; that by me enforced still" (M. Thomai), 

the 'still' being not merely unnecessary, bat actually opposed lo the sense. But 
F. cared not how inappropriate a word might be as long as it sufficed to eife 
the verse the cadence he affected; and so we find 'still', 'now', and snch-Uke 
words, dragged in by the horns. 

5) »\Ve are no children this way. Do ye hear. Sir?« 

(Valentiman, II. 4.) 
The word 'lady' tbat Fletcher often fixes on to a line that is naturally complete 
without it gives us the extra emphatic followed by an extra light syllable; and 
'gentlemen', which he also uses occasionally, the same followed by two light 



'" ' "Time and the wars together niakc me stoop, gentlemen." 

■;Loyai Subject, 1. 3.} 

*] Barley's introduction to the works of B. and F. remains the beat critical 
examination of their merits and defects — certainly of their defects. It U not merely 
sobtle: it is also intelligent and intelligible; and these are rare virtues in 
Much of what he says of them jointly applies to them severally; hut 1 
remember that he made no attempt lo separate their work. 

') In Fletcher's early work tri-syllabic feet arc nj commoner than in Beau- 
mont or Mnssinger. 




The works of Beaumont and Fletcher rn 

and the second of these two lines from Very Woman, 

i>He will be as wanton, when he has a bone broken. 



As a cat in a bowl on the water.« 



Weak endings and what I may call improper run-on verse ^) are by 
no means common in Fletcher; and indeed he pauses at the end 
of about 90 per cent of his lines. This is quite a distinctive feature 
of his verse : of the fearful trammels that held back the early dra- 
matists, he threw off the monotonous succession of iambic after 
iambic, and remained bound by — I may say strengthened the bonds 
of — the curse of final pauses. He and he alone partook not of 
the greater freedom of Beatmiont, and Shakspere and Massinger ; and 
his purpose was the same as that which dictated his adoption of double 
endings^. He strove to arrive at ease of dialogue, naturalness, 
liveliness, action; and he succeeded — partly. His apparent care- 
lessness of all the rules that govern metre, his abundant use of double 
endings (both emphatic and unemphaticj, and his rejection of run-on 
lines (at least, to any extent), were all parts of his system. And he 
finds his justification in the suitability of his verse for the comedy 
and farce for which other dramatists found prose necessary; nor is 
the conversation of Fletcher's characters, albeit in verse, less natural 
than theirs. He has not got the credit for this that he deserves; 
for he was the inventor of the best substitute for prose that verse 
has yet given us, though I am far from saying that he used his in- 
vention properly. If the reader, imbued with the idea that all the 
Elizabethans wrote without aim or object, be inclined to ascribe to 
accident what was really the result of premeditation, let him look at 
the blank-verse in The Faithful Shepherdess, and he will find it want- 
ing in all Fletcher's peculiarities, simply because of their (supposed) 
onsuitability to pastoral comedy. This shews plainly that Fletcher 
could write in another style when he chose, or when he considered 
his system unfitting the matter in hand. For my own part, I am no 
admirer of his verse, principally perhaps because of the excess to 
which he pushed its every characteristic; but, for all that, it cannot 
be denied that he gained the appearance of careless ease that he de- 
sired, and, while he always preserved metre — his own peculiar 
metre — , made the verse, as verse, as unobtrusive as possible, and 



^ See my remarks on Beaumont. 

9} This nnion of end-stopt lines with double endings is to be found in the 
work of no other Elizabethan. 



6o E. H. OUphHOt 

his speeches the most natural things, in their way, in English comedy. 
It need scarcely be said, when all this is considered, that his senteoces 
lire not constructed in the rounded or rhetorical style, though the man- 
nered cadence of his verse and the extravagant use of a.\\ his peculi- 
arities of expression (of which more anon} brought him back to the 
very monotony he was seeking to avoid, and shewed the effort he 
was trying to hide. He was undramatic by the very eagerness with 
which he pursued his desire to be, or to seem, natural. 

Fletcher scarcely ever used rhyme. To prove this, let us examine 
four of the plays most certainly his. Putting aside final rhymes in 
the last scenes'"), we find two scenes in the Humorous Lieutenant 
ending in rhyme (one of them in 3 couplets), four in The Loyal 
Subject (one in z couplets), two in Wife for a Month, and one in 
Mad Lover; and in all the four plays only four incidental rhymes"). 
And, except in his very early work, he is even freer from prose than 
rhyme. Fleay's assertion that he used no prose whatever is, however, 
loo much to believe, unless we are prepared to admit that some other 
writer inserted pieces of prose in scenes unquestionably Fletcher's. 
But not only do we find that he used prose in his early work; 
but we see also that that prose shews many of the characteristics that 
distinguish his verse. I may have occasion to say a few more words 
on this subject when dealing with Philaster. 

We may say just as reasonably of the constniction of his sen- 
tences as of the forms of his verse that he deliberately adopted cer- 
tain peculiarities, and employed every one of them to an extent thai 
was truly ridiculous, to the destruction of all dignity, of all sweetness, 
of all that simplicity of diction that is of the very essence of true 
grandeur of expression. His senseless repetitions are as intentional 
as, and even more irritating than, his verse-methods. In Women 
Pleased we have, 

■Once mare ytm are welcome, sir; to mc yon arc welcome, 
To her th«t honours you-; 



">) Of all ihe 'Beaumont and Fletcher' plays, only four (Two Noble Kins- 
men, Lawa of Candy, M. Thomas, and Triumph of Time) do not end in rhTme, 
indeed ihe last two completed lioes of M. Thomas, which ends in a sbort line, 
rhyme; so that that play may be omitted from the short list of exceptions. 

"] Two of ihem are in Thr Mad l.ovcr; one being a double ending rbyme, 
while the otber in a real curiosity, consisting as it does of a rhyme on Flet- 
cber's favorite extra emphatic syllable only; 

■And, if tfaou e*nxt be wise, learn to be good too; 

Twill give thee nobler lights than both thine eyes do." JIL 3}. 



The works of Beaumont and Fletcher 5i 

where any other dramatist would have said »You are welcome, sira. 
Again, in B^gar^s Bush (lU. 4) we have 

»And therefore give her leave, that only loves yoo, 
Truly and dearly loves yoo, give her joy leave 
To bid you welcome.* 

Sometimes the repetition is quite Poean in manner, though altogether 
wanting in the sweet 'and subtle beauty in which Poe would have 
clothed it. In Women Pleased we have the following grotesque at- 
tempt to be pathetic: — 

aBut through the world, the wide world, thus to wander, 
The wretched world, alone, no comfort with me.« 

One can scarcely enjoy his plays (I mean, those written without 
Beaumont's cooperation), because of the resentment his methods in- 
spire one with. He sought for freedom, and foimd feebleness; his 
passion, which was reached by a cumulative process, is forced and 
[Hretentious, his grandeur is tinsel; nothing is real; the skill of the 
conjurer, the touch of the trickster, is visible everywhere. He was 
destitute of pathos, and yet how pathetic he could be some of his 
early plays, where his language partakes of the simplicity of his part- 
ner's, shew plainly enough '') . How he could, as in m. i of M. Thomas, 
feign an intensity that his subject made it wholly impossible for him 
to feel is beyond my ability to comprehend. In the scene I have 
mentioned there is all the seeming of earnestness in Cellide's speeches, 
and the reader can hardly help thinking that the author actually be- 
lieves in the genuineness of his mock- fine situation. But, though 
Fletcher had nothing of the earnestness of the artist, nothing of the 
truth of the teacher, nothing of the wisdom of the philosopher, there 
is much to enjoy in his comedies and romantic dramas, though the 
enjoyment is tinged with regret that such great powers should have 
been wasted so pitifully. The fine madness of the true Elizabethans, 
the imagination that flies to the sublime, the tragic genius that illu- 
minates by a single touch, the intellect that fathoms the philosophy 
of life, he had not, and cared not for'^) but he had a pretty and 
playful fancy, and his verse is the most exquisitely musical (when he 
allows it to be) that the drama offers us. His humour too is undoubted; 
and, though very very few of the Elizabethans move us to laughter. 



'*) It was unfortunate for Fletcher that be wrote so long: he lived to shew 
his &nlts and weaknesses, and to belittle his merits. 

>3} Dryden knew what he was saying when he wrote, 
»In easy dialogue b Fletcher's praise; 
He moved the mind, but had not power to raise.* 



62 E. H.Oliphant 

Fletcher is one of those few (and Beaumont is another); but his in- 
compactness robs his humour of all satiric edge. His caniic charac- 
ters, though often loo farcical, and sometimes mere Jonsonian humours, 
unredeemed by Ben's greatness of execution, are now and then hit 
off very happiiy. Though he was decidedly gifted with considerable 
insight into human nature — at least, into the humorous side of 
it — , he had not that power of subtle presentation of it that lifts 
Shakspere and Webster above all other dramatists of our nation. His 
characters are not enigmas that we have to solve : too frequently there 
is nothing in them that requires understanding. He cared nothing 
for development of character, and the conduct of some of his dra- 
matis personae is totally inconsistent with the lines on which be 
seems to have sketched them out ; and he troubled not at all to compre- 
hend, and was careless how he spoilt, the creations of his colleagues '*}. 
He understood women thoroughly well ''] ; but purposely deformed them, 
in order to please the low taste of his audience. Not only does he not try, 
like Shakspere, to raise his audience to him. but he sinks gladly to its 
level, because he delights to wallow in the mud. Coleridge's words on 
Fletchers women are too well known to need repetition here; but Dar- 
ley's are probably not: "Woman", he says, "throughout Fletcher's come- 
dies, is treated too much as a fair animal, or little more. The homage 
paid her is almost heartless, at least soulless; she is a mere object of 
voluptuous pursuit — a hare to be coursed, or a trout to be tickled, for 
supperi. This is unfortunately ordy too true. His chaste women are not 
modest, and are far from being innocent. They are not so senseless as 
to lose their ■honour' : they know their valne. Look at Honora, the vir- 
tuous Honora ; the sweet damsel, while resisting the Duke's improper 
proposals, talks as no modest girl would talk, offers herself to him 
in maniage, and while refusing to abate her price, says coarsely enough, 
"And were I tit lo be your wife (so mucli I honour yon) 
TnuC me 1 would scratcli for yon but I would hive yon; 
I would woo you then." 

'4) Witness Montague [id the Houest Man's I'ortune). 

■J) If any one be inclined to donbl this, let him study Celia (Enanlhe), the 
heroine of The Humorous Lieutennnl. Pletcber's knowledge of the female heart 
is admirably shewn id her scenes with Demetrius, with Leondai. and with the 
governess. Note how she informs Demetrius she cannot mairy him: 
■Since yon have conceived nn evil against me, 
An evil that so much concerns your bononr. 
That honour aim'd by all Bt for a pattern." 
Surely that is a woman's subtle rap over the knuckles to the very life. And 
yet Flecher hu fuled with her in IV, 5 in bis usual way. 



The works of Beaumont and Fletcher 

It is impossible to imagine Shakspere or Beaumont putting language 
like this in to the mouth of a maiden he wished us to respect. But, 
though the women of Fletcher's comedies are hare-brained virgins 
and lascivious ladies, his tragedies do contain chaste virtuous creatures, 
and yet there is something overstrained in their viilue. Compare the 
chastity of Casta with the almost maidenly innocence of one who was 
no maiden — Violante — , and the inferiority of Fletcher's women to 
Beaumont's is signally established. This overdoing of virtue in Fletcher 
b not confined to his women alone: we see the same sort of thing 
ia the hero of the Elder Brother. Because Charles is a lover of 
books, the dramatist makes him ignorant of the meanings of the words 
venison, anchovies, caviare; and even goes so far as to make him 
suggest to his lady love that they should go to bed together on the 
warrant of his assurance of his innocence! But, as is shown by his 
inability to paint goodness as it exists, he had no very high idea of 
either man or woman : he had to go outside of nature to conceive real 
virtue in either. 

If 1 have bestowed hard words on his comedy heroines. I have no 
better for his comedy heroes, Dryden tells us that "Fletcher under- 
stood and imitated the conversation of gentlemen much better than 
Shakspere* ; but, if so, may the Lord have mercy on the souls of the 
gentlemen of that lime, for the men whom Fletcher produces as fit to 
engage our sympathy are nothing less than disgusting in their profligacy. 
Though he gives us now and then virtuous men, he was utterly incapable 
of conceiving gentlemen such as we find in Shakspere. But as far as 
it goes, Dryden's criticism was just: the young bloods of the time are 
brought most vididly before us in Fletcher's pages'*]; nor, as I have said, 
K there to be found amongst any other of the Elizabethans such mastery 
of the ease and naturalness that should distinguish dramatic dialogue. 

There are other types of character, one or other of which is to be 
found in most of his plays — the merry soldier; the blunt, honest man, 
also usually a soldier; the virago; the female monster of iniquity; 
and the little mine of pathos driven by despair or cruelty to crime — : 
but for the conception, development, and suslainment of other than 
conventional stage-characters Fletcher had no fancy: he set the 
fashion to succeeding dramatists in making action rather than charac- 
terisation his aim, and thereby hastened the decay of the drama. 

'6| The Little F'rench Lawyer gi 
kdiei uid gallasti — mBidEoa and n 
ue alike despicable ond disgusting. 



i 



64 E- H. Oliphant 

He wrote to please, and was ready to violate character for the satis- 
faction of his audience, whose interest he wished to excite and sustain, 
no matter how''). And this, perhaps the main cause of his popu- 
larity in his own time and the age immediately succeeding, tells most 
against him now; for his plays were written to be represented, rather 
than to be read. They are too bustling; too full of incident: ihe 
breathless vivacity that would carry them successfully through the 
ordeal of a stage -representation cannot blind us to their defects when 
they are read. They are an extraordinary mixture of repartee and nast- 
iness, romance and adventure, love and lewdness, fun and frolic — a 
medley loosely yet cleverly put together, and vitalised by Fletcher's 
briskness and 'go'. Some of the scenes may be quite unnecessary to 
the plot ; and it is indeed rather bustle than action that characterises 
his work: despite his liveliness, he brings us slowly to the denoue- 
ment, if there be one (his plays may almost be said to consist of a 
series of denouements: they seldom turn on one incident, nearly 
always on a succession of abortive attempts ; and the result is a 
woful lack of concentration and compactness). His dramas are more 
like novels than those of any of his contemporaries, and I cannot 
help thinking he would have made (with care] a greater novelist than 
dramatist. There is very good reason to suppose that much of his 
work was executed hurriedly''), and we know that he produced or 
helped to produce three or four plays a year. This haste, combined 
with his high spirits, his easy command of language, and his readiness 
of invention, prevented him from bestowing the necessary care upon 
them. Darley righUy describes them as « wonderful for roi^h drafts, 
but requiring to be every one rewritten. a 

I have dwelt at some length on the character of Fletcher as a 
dramatist because the peculiarities that his verse displays are so marked 
that one might be tempted to rely upon them altogether, when 
deciding the question of Fletcher's presence in any play. But, though 
we may feel sure that any scene shewing his singular manner of ver- 
sification must be his, it would be wrong to assume that scenes not 
shewing it are necessarily not his, for we find in him some — though 



'7) His warn of artistic earne-.tness hm been thus Hlludeii to by Langbune: 
"1 hBve eilhcr read or been infonned that it was gerernlly Mr. Fletclier's practice, 
after he had iinished three acts of a play, to show them to the actors, and after 
they had agreed upon terms he huddled up the two lust without that proper 
care which was requisite.' 

■^ Bamavelt is an example of the speed with ivhich Fletcher and Masaingcr 
nith other dramatists] had to work. 



The works of Beaumont and Fletcher 55 

very few — that verse-tests would decide to belong to another. It 
is therefore desirable that we should have other means of deciding. 
And there is one that I have not yet touched upon — one that Mr. 
Boyle might have been expected to have made use of — , his con- 
tinual employment of a few stock words, phrases, and expressions, such 
as 'plaguil/, *claw'd', 'slubber'd*, 'too*, 'shrewdly', 'pulled on\ 'stuck 
with', *it shews', 'dwell round about ye', 'for ever*, 'no way' (for 
*not at all'). Three or four of these may be found in the follow- 
ing: — 

sMy head swims Tplaguily\ hids precious, I shall be cUnv'dA 
•Contemn'd of all! and kicked too! Now I find it! 
My valour 's fled too, with mine honesty.« 

wThus your poor servant, full of grief, turns from you. 
For ever full of grief, for ever from you.« 

In this last we may notice the illustrative *thus' which Fletcher par- 
ticulary aflfected. Imprecations, and exclamations such as 'how it 

shakes me!' *') 'would I had', *how like a it shews now!' are 

aso very common in his work and other favourite constructions are 
those italicised in the following:- — 

nlVhat goddess have I not beetij or what goodfie»s? 
What star that is of any name in Ileavn, 
Or drightnessf* 

xThou hopeful young man once, hit now thou lost man, 
Thou naked man of all that we call noble.n 

And now for the younger and greater of the partners! The 
characteristics of Beaumont's verse are by no means so distinct, so 
individual, as Fletcher's; but fortunately they differ from that wri- 
ter's in nearly every respect. Instead of stopt, he uses, run-on, lines; 
instead of double, single, endings; instead of slurring over several 
syllables in order to end the line where the speaker naturally takes 
breath, as Fletcher does, he is apt to conclude his verse with any 
tenth syllable that comes handy, whether it be adjective, preposition, 
or conjunction. The extra emphatic syllable, that is so characteristic 
of Fletcher, is scarcely to be found in Beaumont. Double endings 



»9) Here is an example (from Women Pleased, V. i): 

)*The valour of one single man has crossed me, 
Crossed me and all my hope; for, when the battles 
Were at the hottest game of all their furies, 
And conquest ready then to crown me victor 
(Oh, how I shame to think on'tl how it shakes me!) 
Nor could our strongest head then stop his fury, 
But, like a tempest, bore the field before him. 

E.Kdlbing, Englische studieu. XIV. t. 



a iu- his serious work, thoi^h he uses tbem^ 
fota a> biirlesfiue. His double ending percentage 
. aad his unstopt line percentage about 30. These 

1 belong to ihe class that I have ventured 
c run-ons', as, e. g., 



s ray oath to boot; by my presumed 
Gttlry. and sacred known Cfuistuuiity.o 

iTrinmph of Love.) 



4 



r cannot but note how very awkwardly and prosaically the 
(ktt of these two lines ends. We frequently find too in Beaumont 
lines cDtiing in a light tenth syllable, as 

•Aad if thou lov'st my Mistress' chastity.' 

where Fletcher would not improbably have inserted 'noble' before 
'mistress', and treated 'chastity' as a triple ending. His work contains 
lu&ny Alexandrines and many lines that are apparently but not actually 
short (apparently, owing to his use of words of many syllables, and 
his 'full pronunciation of them)'"). But the two chief distinguishing 
marks of Beaumont are supposed to be his use of rhyme and his use 
of prose. His rhymes occur often in the middle of his blank verse. 
and his prose will sometimes appear in a speech beginning and ending 
in verse. Indeed, a few of his speeches shew prose, blank verse, and 
rhyme — all three. This mixture of prose and verse is not, however, as 
it has been stated to be, peculiar to Beaumont, nor am 1 disposed to 
believe [for reasons already hinted at) that the prose scenes occurring 
in the joint productions of Beaumont and Fletcher must belong to 
the former. One of the peculiarities of his prose is the frequent 
occurrence of the enclitic 'do'. In The Woman-hater we find it four 
I eight lines of prose in I. i , and tivice within two lines in 
; and in I. 3 occurs the following: — 

< be^n to grow desperate: Faitnne, I do despise thee, do thy 
pwonti — yet when I do better gather myself together, f do find ". 

Sndi groups of the word are not to be foimd in the prose of any 
other dramatist of the period. He affected too the old repetitive style 



fc)An. 
ianmoi 



e of short lines is 



s Cwre, UI. = 



The works of Beaumont and Fletcher 5y 

made much use of by the predecessors of Shakspere. In the Woman- 
hater (II. 1 1 we have, 

»Iie knows that man is mortal by his birth; 

He knows that man most die, and therefore live: 

He knows thai man must live, and therefore eat.«'0 

I These lines occur in the middle of a prose speech.) Like Fletcher, 
Beaumont was fond of repeating one word several times, but his man- 
ner of repetition is very different to Fletcher s. This is his : 

Syav. Pray wear these trifles. 

Clara. Neither you, nor trifles: 

You are a trifle; wear yourself, sir, out, 

And here no more trifle the time away.**'*. 

(Love's Cure.; 

In in, 2 of the same play we have Bobadilla repeating Piorato's first 
si>eech ironically'^) another favorite trick of Beaumont's. He is fond 
too of stringing together a lot of adjectives and descriptive phrases. 
This fulness of expression has its origin apparently in his l^al train- 
ing, and many passages in his prose have a distinctly legal flavour, 
thus in The Woman-hater (I. 2) we have 

»Go, run, search, pry in every nook and angle of the kitchens, larders, 
and pasteries; know what meat's boiled, baked, roast, stewed, fried, or 
soused, at this dinner, to be served directly or indirectly, to every several 
table in the court.a 

We find enumerative passages in Fletcher, but they lack the legal 
aroma of Beaumonfs. In his prose he sometimes omita little words, 
such as prepositions or conjunctions; and such omissions, common 
as they are in the verse of most dramatists, are not common in prose. 



«') Similarly, his repetition of the end-word of one line as the end-word 
of the next is quite in the style of Peele and co.; 

»My venom eyes 
Strike innocency dead at such a distance; 
Here I will kneel, for this is out of distance.« 

.Coxcomb, V, 2.) 

>') This passage continues with a perfectly Beaumontcsque collection 
of 'nor's: 

5yflT'. Come, yon 're deceived in me; I will not wake. 

Nor fast, nor die, for you. 
Clara. Goose, be not you deceived! 

I cannot like, nor love, nor live with you, 

Nor fast, nor watch, nor pray for you.« 

'3) ^Pio. To say, sir, I will wait upon your lord. 
Were not to understand myself. 
Bob, To say, sir, 

Yon will do anything but wait upon him, 
Were not to understand my lord.« 



E. H. OUphant 

k ht» suffered for the sins of his fellow- worker. To the 
ttful imrfiwJltfJ W Beaumont aod Fletcher are ascribed the moral 
ubtktut^i tll9 possness of expression, the incoherence of plot, the 
tUnNHMiugiK^ <'t characterisation, and the conscienceless carelessness 
■ hW >uM wu luuch of the work of the more prolific of the two friends. 
tlVM th'>«<UiK<ilt could be at times disagreeable 1 do not deny; that 
tw «M Mwliously immoral and wantonly indecent I do not admit. 
I<IqK)wt'» coarseness was more than mere coarseness of expression: 
thMULUW.wt'S| despite the impurity of some of his plots, was not. 
ItK'U^h we cannot claim the same high moral intention for him as for 
Stwkjtpere, his ability (in which he is unequalled] to comprehend and 
wt before us maidenhood in the full charm of its innocence, and 
SiWCClncss, and purity, would alone suffice to shew thai he was some- 
ihing better than a debased profligate. Unlike Fletcher, lie regarded 
Love as a pure and noble passion; and his chaste women do not 
talk coarsely, and lewdly, and knowingly; nor did he, like Fletcher, 
slain his good characters, spoil meant-to-be-precty scenes with gross- 
ncss (though his comedy could be gross enough), make Utde of vice, 
or sacrifice consistency in characterisation for stage effect. It was 
doubtless by that sentimentality that ran sometimes to excess and 
became ridiculous °') that he was preserved from the indecencj- of 
his colleague ; and he was the better enabled to represent pure wo- 
manhood by that unmatched simplicity of diction that saves his rounded 
style of language from the evil usually attendant on it — the eiil 
into which Massinger fell — the tendency to become rhetorical and 
undraraatic'^J. 

I cannot agree with Macaulay in thinking Beaumont destitute of 
wit, though he was not perhaps the equal of his colleague in that 



>4) There is a considerable amount of bathos in U. t, and false s 
in III. I, of The Maid's Tragedy; and the onmidgated rubbish (hat Ricnrdo talks 
in 11. 4 & V. 3 of The Coxcomb (I do not include IV. I, for that is Fletcher'il 
falls but little short of burlesque, though it is merelj' Dcaumonl's sentiraent nm 

'ii Perhaps Beaumont's (greatest dramalit fault is his habit of describing his 
characters, and allowing Ihem to tell, in addresses to the audience, what the; 
have done while off the stage. Valore's longest speech in I. 3 of The Woman- 
hater aJTords an instance. Fletcher shews the same fanlt in his early plays; there 
are two instances of it in his part o( The Coxcomb. In tl. 3, Antonio ssyi, ■! 
have writ a letter here, and in it hare abased niyself:<i and, in IV S, Maria 
soliloquises: 

•I sent my husband 

Into a cellar, post, fearing, and Justly. 

He shonld have known him; which I did not pur^iose 

Till I had had my end 1 



The works of Beaamonl end F1etch«t 



69 



respect; but there can be no doubt whatever that his humour was of 
the highest order. If as I take it, it is to him we owe the Knight 
of the Burning Pestle, he has abundantly shewn a marvellous power 
of mirth-moving humoiff. Such playful jollity, such good-natured 
satire, and such ease of humorous and burlesque characterisation are 
not to be matched in the work of any other F.li^abethan djamatist. 
Where Fletcher's humour in its extravagance ran to farce, Beaumont's 
ran to burlesfjue; but it would not be fair 10 jmlge of the capabi- 
lities of either for the higher comedy by what were merely manifesta- 
tions of their jollity and exuberant flow of spirits. To Beaumont's 
rich powers of humorous characterisation the Citizen and his Wife bear 
sufficient witness. The latter, with her whimsical likes and dislikes, 
her admiration for Ralph, her loquacity, her unlucky knack of siding 
with the less lovable characters in the play, her importance, and her 
kindliness, is one of the most amusing — and one of the most hu- 
man — creatures that ever walked the boards. 

But Beaumont was not only a humorist of the first water: he 
possessed a genius for tragedy that, though inferior to Webster's and 
Marlowe's, might have made him — indeed, has made him — one 
of the great ornaments of English literature. Though Fletcher some- 
times succeeded fairly well in die higher branch of his art, comedy 
was bis proper playground: Beaumont was equally at home in both. 
Perhaps his greatest charm is in his pathetic passages. His pathos, 
like that of Heywood and Dekker, is evolved (as genuine pathos 
always is) from the most simple materials; and the sweet simplicity 
of his language is especially refreshing after a dose of the mannered 
style of Fletcher. At times his verse makes a very near approach to 
that of Shakspere*'), and (as is not the case with either Retcher or 
Massinger} lines that cling to the memory are not infrequent in his 

Of characters almost peculiar to himself one may note the hesi- 
tating, Hamlet-like hero, who has representatives in Amintor"} and 
Philaster, moral, but not physical, cowards ; but the characters most 
coounonly associated with the names of Beaumont and Fletcher — 

lily very like that of 



*') The cadence of Missinger'i verse tot 
'oat inunoTlal bitrd.' 

»») I find it imposiible to agree widi HszUtt that Aminlor i 
Ulnrv; not can I think that we are meant to regard his oondual as 
veakneis is intentional and well conceived, thoagh not peihapg with the best 
(ye to dramatic efleci. 

I hare counted this type of character as Beanmont'i because it occurs only 
in die Beoumonleiqae plavs. 



•JO E. H. Oliphant 

the faithful love-lorn maiden, and the faithful friend '^r are not pecoliar 
to either, though Beaumont certainly has more samples of the former 
than Fletcher. There is, however, one species of human being — well, 
scarcely human — that Beaumont particularly affected — the burles- 
que individual. No other Elizabethan shews the possession of so rich 
a vein of caricature; no other deals so extensively in mock-heroic. 
Macaulay seems to be the only one of living critics of Beaumont and 
Fletcher able to appreciate this; for Fleay confesses that he cannot 
understand the distinction that writer draws bet^^xen burlesque and 
farce, and Boyle is so far from possessing any ability to comprehend 
burlesque humour that he considers the finest mock-heroic in the lang- 
uage of »so little literary value« that his division of the authors ni'ork 
uis of comparatively no conse([uence« ; while Mr. Herford, who criti- 
cised Macaulay- s book in the Academy of 22/12/83, in trjdng to 
prove that Fletcher as well as Beaumont used burlesque, quotes a 
passage from Woman's Prize that is not burlesque at all '^; . But 
Macaulay is not justified in assuming that, because we do not find 
mock-heroic in any work that bears indisputable signs of Fletcher's sole 
authorship, he could not therefore have been the author of the Knight 
of the Burning Pestle. Even if he never used mock-heroic elsewhere, 
he would be likely to use it there, because the subject called for it^**). 
The reader will see from the foregoing many decided points of 
difference between Beaumont and Retcher; but there are one or two 
others to which I must allude. Fletcher delighted in scenes of war; 
Beaumont did not. Fletcher drew many of his plots from Spanish 
sources; not so Beaumont. In the Beaumontesque plays we do not 
find nasty scenes and nasty people wholly unnecessar}' to the plot 
wantonly introduced, as is too often the case with Fletcher. And. 
finally, those plays that Beaumont had to do with contain very few 
scenes compared with those Fletcher ^^TOte alone or in conjunction 
with others. Of the four plays that can with most certainty be ascri- 
bed in some measure to the former, Maid's Tragedy has 12, Scorn- 
ful Lady 13, King and no King 15, and Philaster 17 scenes: and 



'8) Ascanio is Massinger's, and Veramour is not the sole property of any 
one of the authors of The Honest Man's Fortune. 

29) Macaulay is himself largely to blame for the inability of Fleay and 
Herford to understand the distinction he drawn; for the Lad/s speeches in L 1 
of The Scornful Lady that he describes as »burlesque magniloquence,a and with 
which Herford compares the speech in Woman's Prize alluded to above, are merely 
ironical, so that perhaps he himself is not clear as to the meaning of the word 
'burlesque ; ' or it may be that his definition of it differs from the accepted one. 

30) The Scornful Lady III. 2 g^ves us a specimen of Fletchers burlesque style. 



The works of Beaumont and Fletcher 



71 



m only three amongst all those plays generally conceded to be his 
is there a greater number of scenes than in Philaster^'). Fletcher, 
on the other hand, has very seldom less than 18 scenes in any of 
his plays, and very often a great many more ^') . 

And now it is high time to speak of Massinger. And, firstly, 

we may see a great difference between him and the two dramatists 

already dealt with, in the greater evenness of his verse ^^) and its 

comparative freedom from those jolting changes from iambic to trochee 

that are not uncommon in Beaumont and Fletcher. He cared not how 

great an emphasis he threw on a hght syllable, such as *of*, 'you', 

*in'; aud he pronounced words very fully, if necessary for the filling- 

up of a line^*) — but that is not peculiar to Massinger. As in 

Fletcher, rhjme is extremely uncommon (except to end a scene, where 

it is always to be found), and prose (at any rate, in his later works) 

used only for proclamations, letters, and such-like. Short lines are 

rare, and weak endings very common, and too frequently he uses 

feeble terminations that are not grammatically separable from the next 

line, and that make the verse almost imdistinguishable from prose. 

His pauses are more often thrown on the uneven syllables than is the 

case in either Beaumont or Fletcher; and his great use of central 

pauses is in striking contrast to Fletcher's avoidance of them. 

With the exception of Fletcher, none of the old dramatists employ 
double endings so much as Massinger. His plays commonly shew from 
40 to 50 per cent., while his percentage of run-on lines is usually 
35 or 40; and he is almost the only one of the Elizabethans who 
adopted Fletcher's emphatic double-ending ^^), which, however, he did 



31] These three are Cupid's Revenge (22), Coxcomb (24), and Knight of 
the Burning Pestle (21); but in the last-named 6 of the scenes are interpolations 
by the Citizen and his Wife. 

3») The Loyal Subject has as many as 31. 

33) The number of inharmonious lines in Massinger is as nothing to the 
number in Beaumont; but he uses 3-syllable feet rather oftener. 

34} oYour reputation shall stand as fair 

In all men's good opinions as now.a 

(New Way to pay Old Debts, IV. i.) 

35) In the last scene of A New Way to pay Old Debts, we have, amongst 

otners, ^^q^ fighting, fear not, you shall have your hands full;« 

»For a dozen witnesses: the deed being drawn too;cc 
»You being nobly descended, and allied so.u 

Fletcher indeed exercised considerable influence over Massinger, a fact that 
Massinger's style gives evidence of. His use of 'too' in the second of the three 
lines just quoted is a trick of Fletcher's for giving the emphatic double ending 
that lilassinger learnt and practised; and, like Fletcher, he made a point of ob- 
taining the unemphatic double ending in a similar manner. 



■J2 E- H. Oliphanl 

not use extensively. But there is a more certain means [to which 
I am not aware that attention has ever before been directed, of ascer- 
taining Massinger's presence, viz.: the employment of the middle- 
ending s])eech test. His percentage of speeches that end where the 
verses end is ordinarily as low as rj, while Beaumont's is over 55, 
and Retcher's about 45. To take three scenes at random, we get 
in IV. 2 of Massinger's Duke of Milan 15 per cent, line-ending 
speeches [which is high for Massinger); in scene 2 of Beaumont's 
Triumph of Love (to Dorothea's entry, after which we gel prose) 48 ; 
and in IV. i of Fletcher's Island Princess 39. To take an example 
of Massinger from the , Beaumont and Fletcher' collection, let us look 
at V. 1 of Love's Cure: we there get a percentage of ig. It should 
then be clear that we have here a pretty sure method of distinguishing 
Massinger from his colleagues in long scenes in verse. 

But, after all, it is not by his versification that Massinger is 
most easily recognisable, but by his tricks of expression, the rheto- 
rical nature of his language, and a certain bald, prosaic, and uncon- 
ventional stiffness of manner that is easier to detect than to describe. 
His dramas and his characters are always passionless, even when most 
vehement. His outbursts of anger are illustrated by the same dig- 
nified verse that he employs for the pourtrayal of a state of happy 
contentment. As his language is always measured and premeditated, 
it never seems to come from the heart, -and conse(|uently never 
moves us. The words are those of Massinger, not of his characters: 
we feel that they are too unimpassioned to properly belong to those 
to whom they are imputed. In fact, his men and women have not 
in them the breath of life: they are not creatures of impulse, but 
inhuman creations of the poet's brain; their suddenest determina- 
tions strike us as having been carefully considered for a leDgthy 
period. In the care he takes to make his characters weigh the fros 
and eons of every matter they may be contemplating, in the hesitancy 
that marks their efforts to come to some determination, we see the 
lack in the dramatist of that fire of genius that gave Shakspere and 
Webster their insight into the human soul and enabled them to put 
men and women more vividly before us by a few happy touches than 
could be done by the greatest intellectual powers combined with the 
most careful elaboration. 

As with his characters, so with his scenes : he saw without rea- 
lising, and described without feeling them. He sadly lacked varied : 
read his tragedies, and you know his style in comedy: to the one 



The works of Beaumont and Fletcher y^ 

tune he sang paeans of joy, songs of madness, comic ditties, every- 
thing; and of course we get tired of him, and are apt to be blind 
to his merits; which, nevertheless, are not to be despised. The very 
faults we have noticed are not always faults, or would not be regarded 
as such by the majority of readers. His love of argument and his 
fancy for stating cases are not out of place in trial-scenes, and in 
these he particularly excelled, and to these he not seldom directed 
his story : it is true that he fails to move to tears : but he is un- 
deniably eloquent; and, though his characterisation is lacking in subt- 
lety, there are readers who will not grumble thereat: if be does not 
give us the grandest poetry, he knows the art of the playwright thor- 
oughly^^) : the fine fire of the Elizabethans does not glow in his 
pages; but he is never insignificant, or tawdry, or bathetic, as they 
are: he cannot soar as high as they, but he has a better knowledge 
of his powers, and he never tires — never falls, as they do, by the 
very greatness of their efforts — : and this sustained evenness of his 
language, that saves tis from admiration of him as a poet, will prove 
an attraction for those readers that prefer continual good sense 
without grandeur to the loftiness of imagination that stoops, as it 
cannot fail to stoop, now and then. 

Connected with his inability to humanise his characters is the 
necessity he finds of describing them — a fault far more noticeable, 
however, in Beaumont, because not so well glossed over — instead 
of allowing us to understand them by their words and deeds. He 
often puts into the mouths of his people the opinions that he himself 
holds — opinions most unlikely to be expressed by them. Thus, the 
herome in the Maid of Honour says, 

»My towering virtue, 
From the assurance of my merit, scorns 
To stoop so low« — 

a remark she would never have made if as fine a character as 
Massinger wished to represent. But his good people are always praised 
inordinately — if not by others, by themselves. Similarly, it is usual 
for his villains ere they make their final exit to give utterance to some 
moral reflection. A moral must be pointed, at whatever cost; and 
thus we have Marrall, in utter violation of his character, acknowledg- 
ing the justice of the calamity that has befallen him. But what was 



36} His plays, like Fletcher's and unlike Shakspere^s, would be better acted 
than read. 



Y4 E. H, Oliphant 

Massinger's morality worth? Like many another of llie class of wri-' 
ters 'with a purpose', he is often unnecessarily filthy. His comic 
characters are simply disgusting; he knew his own lack of humour"), 
and strove to make up for it by the coarseness of his comic scenes, 
which, it must be allowed, was hardly the correct thing for a mora- 
list to do. Still, he always made vice odious or ridiculous, and virtue 
victorious '°) and had the courage to hold by his ideas of right and 
wrong; while, however gross his 'comic* passages may be, there is 
always a moral dignity preserved through the serious scenes that cannot 
fail to win our respect. But Boyle has pointed out a characteristic 
of Massinger's that shews that, despite his moralising, there was an 
innate grossness in him that his own teaching could not reach, blarriage 
is regarded by his women as a sort of licensed adultery ; the ceremony, 
an unpleasant necessity. They may think as ranch evil as they please: 
they are virtuous — ay, paragons of perfection — if they don't act. 
Thus we find Massingers's maidens talking about the 'lawful plea- 
sures' of the married state. Now, as has often been said, the women 
of the true Elizabethans may be outspoken and may be coarse, but 
their love is far purer and far less sensual than that of the Jacobeans'. 
They do not resent the restrictions put upon their freedom, a) 
Massinger's women do; or consider their chastity a toy to be played 
with, risked, and lost to the boldest gamester, as do Fletcher's. The 
pure, chaste creatures of the later age have nothing more to learn,. 
except from experience: their education is completed; they are ready 
to go out into the world. Massinger's women are then inferior to 
Beaumont's in every way, and can scarcely be said to be the superiors 
of Fletcher's, for. though less coarse, they are more sensual. 

Massinger's baldness of treatment asserts itself, not merely in hiB 
descriptions of his characters, but also in the narrations by those 
characters of ev'ents that have taken place off the stage, the intention 
being to lay the state of affairs clearly before the spectators. And' 
more ; they very frequently describe what is happening before the au- 
dience's eyes, as, e. g, , 

••Suph. How the duke stands. 
Tib. Aa he were rooted there. 

And had no motion.- (Duke of Milan, III, 3.I 

So too we get the lamest of lame remarks — such as Cardenio's 
iThcy take all weapons from me« [Very Woman, IV. 2) — , in which' 

37) Nevertbeless, he is sue 

jB] His charscters are mei 

good being stronely opposed t 



The works of Beaiunont and Fletcher »j c 

the people on the stage tell the audience what is happening to them. 
Anything weaker than these altogether unnatural speeches it would 
be difficult to imagine. And there is something of the same touch 
of weakness observable in his tendency to split up an obser\'ation on 
a corrent event between two people — in order, apparently, to make it 
seem more natural. Thus, in A New Way to pay Old Debts, we have 

vLaz'. How he foams! 

JfW/. And bites the earth la 

and again, in the same play, 

Ord. How she starts! 
Fum. And hardly can keep finger from the eye 

To hear him named ;a 

and indeed the quotation just given from the Duke of Milan is also 
an example of this. 

As might be expected with a writer of Massinger's rhetorical 
stamp, his sentences are long, and contain many such connecting 
phrases as 'to which', 'of whom', 4t being, and similes are frequent 
(though by no means great^; but the greatest peculiarity of his con- 
struction is his use of parentheses, which he does not employ, like 
Rctdier, for purposes of disconnection, but in order to bind sen- 
tences and thoughts together. 

But one more remark. I have hinted at Massingers continual 
Dse of certain stereotyped expressions — certain phrases that he evi- 
fetly considered his own peculiar property. Here are a few of them : — 
'wash an Ethiop , 'to the height', 'tis above wonder', 'here I fix', 'no 
nwre remembered', 'rise up such a wonder', 'these so rare (perfec- 
tions)', *I well may call them so', 'though yet I never', 'mark'd out 
the great example for', 'till now I ne'er was happy', 'this I foresaw*, 
*at his devotion' , *I am o'erwhelmed with wonder', 'what prodigy is 
this'; and such as 'for all other titles but take away from that*, 'in 
herself does comprehend all goodness', 'too many and too (sad exam- 
ples'), 'where our own weight will sink us', 'with this kiss I seal your 
pardon', and 'on my knees pay the duty I owe your goodness'^'). 
The frequency of his invocations and blessings and his allusions to sur- 
gery have been pointed out by Boyle; and he occasionally uses 'with 



39) A faller list will be found in Boyle's article. It is not to be supposed 
t^ these phrases were ntver used hy other writers: many of them are to be 
ibimd, though not to any extent in both Beaumont and Fletcher, amongst others ; 
httt, while they are rare in other writers, they are common in Massinger. Boyle 
B mbtiken in thinking the use of plurals where singuhirs might be expected 
('• i', 'strengths* for strength" peculiar to Massinger. 



>j 6 E. H. Olipbant 

other his' for 'with his other', and adverbs as adjectives (as in 'these 
often stands'); while his fondness for classical commonplaces has been 
noticed by Swinburne. 

Before I proceed to the examination of the plays that Ihere is 
any reason whatever to consider the work of either Beaumont or 
Fletcher, I wish to allude to three that have been, within the last 
few years, ascribed on no good grounds to one or other of the part- 
ners. Thus it has been suggested thai A Yorkshire Tragedy may be 
Shakspere and Beaumont's, Mr. Phelan considere 'the second maiden's 
tragedy' a work of Massinger's, altered by Fletcher, and Mr. Boyle 
gives A New Way to pay Old Debts to Fletcher and Massinger. The 
first is pure conjecture, and Mr. Phelaii's idea of Fletcher altering 
Massinger's work is \'ery like putting the cart before the horse : more- 
over, the piay contains no sign of either. As for A New Way to 
pay Old Debts , 1 am glad to see that Mr, Fleay has decided that 
there is no warrant for ascribing part of it to Fletcher; for there can 
be no reasonable doubt that it is wholly Massinger's, who dedicated 
it to the Ear! of Carnarvon. Boyle's theory is that Fletcher wrote 
the first 1 20 lines of I. i (the rest of the scene being rewrillen by 
Massinger) and the remainder of the play to the end of act 11., there 
being signs of him also in III. 3, Boyle was, I suspect, led into this 
error by the presence in the earlier part of the piay of tri-syllabic 
feet and emphatic double endings, lines such as 
-Vou knnw me 

An easy mistress: be merry; I have focgol aU,< 
and 

"To see Ihee curvet, and mounl like a dog in a bianket." 

But these are not altogether peculiar to Fletcher: as I have stated. 
Massinger can shew a very fair number of such lines. Thus, in those 
portions of the play that Boyle has not questioned to be his, we get 
»Aml, witii my finger, caa point out tiie north star,"*') 
uWill cut hU neighbour's throat, — and I hope his own fen;' 
"I'll add something nnto the heap, which shall be yours r^c;' 
■A piece of airoginl paper, like the inscriptions. 

^''') The tpeech containing this ii pmc Massinger: 

•Von think yon walk in clouds, but are transparent. 
I have beard all, and the choice that yon have madej 
And with my finger, can point out the north star 
By which the loadstone of your folly's goided, 
And, to confirm this true, what think you of 
Fair Margaret?- 



The works of Beaumont and Fletcher nn 

Passages bearing the most positive marks of being from Massinger's 
pen could be produced from every one of those scenes that Boyle 
GCMBsiders Fletcher's; but I will content myself with pointing out that 
they also contain many of those favourite expressions of Massinger's by 
which Boyle has been guided in giving him a share in so many of 
the 'Beaumont and Fletcher' plays. 

The following are ascribed to Beaumont and Fletcher on much 
better grounds. 

Woman-hater. 

The prologue to this play distinctly states it to be the work of 
one man; but the question is, was that man Beaumont or Fletcher? 
lyavenaut who wrote a prologue for a revival seems to have regarded 
it as Fletcher's; and the only other piece of external evidence worth 
anything is this: on Garrick's copy of the anonymous 1607 edition, 
Fletcher's name had been written, and afterwards scratched out, and 
Beamnonf s substituted in an old hand. I feel inclined to join with 
Fleay, Boyle ^*), and Macaulay in declaring the play to be wholly 
Beaumont's; but I cannot blind myself to the presence of Fletcher in 
a oouple of scenes. In III. i there seem to be bits of Fletcher in 
the midst of Beaumont's work *^) ; while I cannot help thinking his 
the few lines of V. 5 from the Ladies' entrance to where the 2"**. Lady 

seats herself on Gondarino's knee. In the former the coarseness of 

•Mine eyes look'd babies in, and my nose blow'd to my hand« 
reminds us of Fletcher, and passages like the following would assu- 
redly be considered his in any play of which he was known to be 
part-author : 

»Sing till thou crack thy treble-string in pieces, 

And, >vhen thou hast done, put up thy pipes and walk!n 

»Hare you done your wassail? 
*Tis a handsome drowsy ditt>', I'll assure you: 
Now I had as lief hear a cat cry when her tail 
Is cut off, as hear these lamentations. 
These lowsy love-lays, these bewailments. 
You think you have caught me, lady; you think I melt now» 
Like a dish of may-butter, and run 
All into brine and passion: Yes, yes, I am taken; 
Look how I cross my arms, look pale, and dwindle, 
And would cry, but for spoiling my facela 

41J Boyle, after giving it to Beaumont and an unknown, confesses in his 
Shakspere Society paper to an inclination to give it to Beaumont alone; and 
Fleay too seems to have hesitated a little, for in one part of his 'Shakespeare 
MannaV he speaks of it as 'nearly or quite all' Beaumont's. 

4«'j The thirteen speeches preceding Oriana's exit are his, at any rate. 



78 E, H.Oliphnnl 

The little bit of V. 5 that is in Fletcher's manner I would hi 
hesitation in declaring to be his, were it not for the evidence of the 
prologue that the drama is the work of one man. It may be that he re- 
vised Ihe play for his friend, but altered it so sHghtly that Beaumont 
felt justified in considering it wholly his. This part of the last scene 
contains about 49 per cent, double endings, which is much higher 
than elsewhere throughout the play. The other scenes all shew signs 
of being by Beaumont. 

In in. 3 we have a line, 

■Simamed gentle foi your fair demean," 

that might figure in The Knight of the Burning Pestle. In IV. 
find a construction that is not very common in Beaumont and 



i Fi^^^ 



I'U nt 
and, again, in V. z, 

"He Ibat begun ao worthily. 
It liK nol with hi.; resolution 
To leave ofT thns.x 

'ITiis play was acted by the Paul's Children, a company whidi 
broke up in the beginning of 1607; and was licensed for printang 
May 21, 1607. It was printed anonymously the same year. It came 
into the hands of ihe King's men some time before 1648; for in that 
year it was published as acted by them. This 1648 4" gives the 
play to Fletcher; and another edirion, issued the next year, to Beau- 
mont and Fletcher: neither is of any authority*']. 

Love's Cure 

is usually dated later than 1622, owing to an allusion it contains to 
the Russian ambassador lying uliegera during the great frosl of that 
year. There is, however, no reason why we should not regard this 
as an interpolation, and Fleay '*) has shewn grounds for supposing thai 

43) The iBlter contains D'avenant's prologue. 

44| «The alliuions to Diego, Ostend's ORpture, and to the Honest Whore lit 

In with a very early date for the original play [n act I. I, Alvarei i* 

said lo have been banished :6 years before Ihe siege of Oatend, which ended 
in 1604; in act 1. 3. be has had 20 years of sorrows Ihis brings ns to 1608 ai 
the lttte.1t date for the original play, and it cannot well have been earlier.* — 
Eng. Stud., V, 9. 

There ii a Haw in Fleay's argnmcnt: both I. I and [. 3 are by Msssinger, 
whom he regards as the remodetler of the play. 




tJie original date of its production was i6o8*'}. Macaulay evidently 
tiinh Beaumont had nothing to do with it, and Boyle in his New 
Slukspere Society paper gives it to Malinger and another'*!; while 
R«y, who at firet thought it the work of Fletcher, Middleton, and 
W. Rowley, afterwards changed his opinion, apparently on the strength 
o£ Ibe prologue"), and declared it to be Beaumont and Fletcher's 
mnitten by Massinger. But the epilogue speaks of the play as the 
»wk of a single writer, and 1 cannot agree with Fleay that the 
auhoT alluded to therein is tthe third hand who refashioned the 
piea for reproduction ". It is, to my mind, the original one, and 
the only question is, whether the author was Beaumont or Fletcher. 
1 must declare for the formCT, and describe the play as rewritten by 
Maainier from Beaumont, who may perhaps have received a little 
isHStioce from Fletcher, 

One cannot help thinking that Fleay and Boyle have been too 
busy iTj-ing to discover Massinger's presence in these plays to do jus- 
tice to Beaumont, who there arc very good reason for supposing wrote 
on* Or two of them alone 'V Jiisper Mayne, in his verses 'On the 
woifa of Beaumont and Fletcher, now as length printed', says, 

<!' BeTore I was acijiuunted wiih Fleay's view, 1 had sliesdy guessed lome 
■dl «ntr dale for Love'* Core. 
Hdwadar follows Dr. Nicholi 

eWng t«id in Spun' almost t 
n l6lt.' ThW is mete nooscnse. 

i'; In his ariicle In vol. V. of Engiisclien Sludien, he gives it to 
'INdltfr. Fletcher, anil another, bat, when be divides the work, leaves Fletcher 
*' iJUgcther. 

•i| Of this prologue, which speaks of the play as Beaumont and Fletcher's, 
"t*! remarks >Tbere is not the slightest reason for impugning the anthority of 
t fnlogne spoken shortly after the death of Fletcher, and preliKed to a play 
'Vudilied by the han<l of Massinger. who was very scrupulous in his statements. n 
« I dsn'l know whit right Fleay has to assume that it was spoken" shortly 
•ft" the death of Fletcher." Besides, if Love's Cure iviu writlea before Masiinger 
'>*iu ta write for the Stage, as Fleay supposes, woald be be very good authority 
** la ill utb'irship? in all probability all plays written by either of our authors 
^•fefe BeatunoDt's death were spoken of, at the time the prologue was penned, 
"BMUmoDt and Fletcher's. 

»*] Beaaraont'a 'Letter (o Ben Joason wrinen before he and Master Fletcher 
'W' to London with two of the precedent Comedies then not finished, which 
Mtnti their meiry Meetings at the Mermaid' proves nothing. Despite all that 
^ Ixen swd aboat it. and all the inferences thai have been drawn from it, it 
"•Ij prnves three things — that Beaumont was no novice in the art of play — 
T^^ '.toT he speaks as If he had shewn previous plays to his friend Ben], that 
"* *w alone in the eonntry when he wrote, and that he could hardly have had 
B>«h to do with Fletcher at that time, since he snys he has °no good bnt ini 
Jnum't company, and protests that when he Ls with Jonson once more it will 
'■'* Inttext comfort be to acknowledge alii he has »lo flow from> Ben. On this 
'Ul tceoont. I am inclined to reject the otherwise probable supposition that, 



n 




"That you could wrile singly, we may gness 
By the divided piece* which the press 
Huh sererally seot forth."*?) 

This states very dearly that some plays published in llie joint ai 
of Beaumont and Fletcher were the works of one or other of them 
alone. Mayne may be referring only to the folio, or to both that 
and the quartos that had appeared. Now, we Icdow that many of the 
plays were solely by Fletcher; but we have no such certain infonna- 
tion as to Beaumont's sole authorship of any. Putting aside those 
known to be wholly or partly Fletcher's, those undoubtedly written 
after Beaumont's death, those declared in their prologues or epilogues 
to be by more than one author, and The Woman-hater and Thierry 
and Theo<loret, which did not appear in the fo.. and had only 1 
published anonymously, and could not consequently be alluded to'°), 
we have only the following that might by any chance be the sole work 
of Beaumont : Love's Cure , Nice Valour, Four Plays in One, (tj 
Valentinian, (?) Bonduca^'), Honest Man's Fortune, Wit without 
Money, Knight of the Burning Pestle, Cupid's Revenge, and Scornful 
Lady. The first six were in the folio; the last four were not. Of these, 
there are only three that do not shew unmistakable signs of Flelchw, 
and those three — The Nice Valour. Love's Cure, and The Knight 
of the Burning Pestle — are the only plays that we may with any 
shew of probability consider to be the ones Mayne referred to as wholly 
Beaumont's. Each one declares itself (The Kuight in an address 
the readers, and the other two in their epilogues) to be the work of 
one author; and both Love's Cure and The Knight are early enough 
in dale; while the late date for The Nice Valour implied by the men- 
tion of Fisher i Folly in V. 3 might easily apply only to a revision. 



though apmrt, Beaumont Rnd Fletcher were each engaged on certain seem 
two difTersnt plays, and consider that, if (he litte may be tmsted, Beaumont wu 
writing one, and Fletcher the other. But can it be trustedf This 'letter' wu fint 
piinted in the folio of 1647, and (be title was probably supplied by Mo»eley. 
U'ithout Mayne's verses we could not say with any certaloty that Beaumont had 

«) Phillips loo calls Beamnonl lan inseparable Associate and Coadjutor 
Hiih Fletcher in the making of nuiny of his Plays; braides what he made solely 

5°) Nor nu MadoC, as, though <t was entered for publication in 1660, u 
Beaaraonts, il was never pablished; nor can The Fnitbful Friends be meant, ■• 
it was not printed till ihis century. 

SI) Vnlentioian and Bonduca ore generally considered , on no vciy good 
grounds, to be too late in dale for Beanmnnl. 



The works of Beaumont and Fletcher gl 

Love*s Cure is much more in Beaumont's style than in Fletcher's 
ocept in that portion of m. 4 succeeding Alvarez* entr>'. This 
mi|^t well be the work of the latter; and such a line as 

»The devil's in her, o' the other side snrelv 

it is difficult to think of as coming from any one else^'). The 
remaining scenes should be thus apportioned: 

M. — I. I, 2b, 3, IV. 1—4, V. 1—2 

B. — II. I, 2a, c, m. I, 3, 4a, 5, V. 3 

B. & M. — I. 2 a, II. 2 b (from Alvarez' entry to his exit; S3) III. 2 

Boyle gives I. 2 wholly to Massinger, and acts 11. and III. and 
act V. sc. 3 to his nameless second author, who, he considers, alter- 
ed scenes written by Massinger; and in the prose in act II. he sees 
traces of two hands. 

In those portions of the play I have named as Beatunonf s, there 
are nineteen incidental rhymes; in the Massinger parts, two. The 
only scene that might be Beatunonfs not containing rhyme is III. 4, 
part of which, as I have said, I am inclined to consider Fletcher's. 
That Massinger was the reviser of the play scarcely needs demon- 
stration. I will only ask the reader to compare Bobadilla (in the 
Massinger portions of the play) with the other foob of the same 
^ter. His ji your ladyship, not acquainted with my wisdom « (V. 2), 
is almost enough to mark any man for one of Massinger' s clowns. 
The verse-tests confirm my division entirely. 

P. S. Slight alterations by Massinger are noticeable in V. 3. 

Faithful Shepherdess 

^"28 acted in 1608 or *9, and published with a dedication to Skip- 
^th, who died in May 16 10. In 1634 it was acted by the King's 
™Q» at Blackfriars. As Fletcher signed all three dedications and the 
^^Mress to the readers, and received complimentary verses from Jon- 
*** and Beaumont upon the poem, there can be no doubt whatever 
^ to its authorship. It must have been written for the Revels 
Children. 



s*) There seem to be traces of him in the latter part of III. 3. 

^ This little bit, which contains a line, 

»Or bray 'em in a mortar, and new^mold' em,« 

^ » almost exactly identical with one in Massinger's IV. 3, and the expression 
^ ^^h an Ethiop', which was well-nigh peculiar to Massinger, also contains 
"* sUnsion to the Russian ambassador. 

K.K51biBf, Enflische studien. XIV. i. ^ 



ia C' H. Olipliant 

Scornful Lady, 

written not earlier than 1609, as shewn by the allusion to the Oeve 
wars, and not later, because acted by Her Majesty's Revel's Children 
at Blachfriars, was published in the joint names of Beaumont and 
Fletcher in 1616. In 1625 it was again published by the same 
nian (Partrich) tas it was now lately Acted (with great applause) by 
the King's Maiesties seruants at the Blacke FiyerS" ; so thai it must 
have passed into the hands of the King's men some time before that 
date. All the critics agree in giving this play to Beaumont and 
Fletcher, to whom it undoubtedly belongs. My division is ; 

F. — n. 3, 3. ni. I, 2. IV. I, 3, V. t, 3, 4 
B. — 1. 1, *, n. I, V.I 

Fleay makes no attempt at division; and Boyle leaves 1. 2 and II. i 
alone, and is inclined to think n. 3 Beaumonfs, Macatday gives 
Beaumont all act II , and thinks III. x a combined effort '*). Boyle 
is certainly right in describing II. 2 as Fletcher's. Whose else could 
this beT 

■Thcie tnktisitoi7 toys ne'er trouble me; 

Hc'b id a better pLace, my friend; I Itnow't. 

Some fellows wonld have cried now, and have cursed thee. 

And fall'n ont with their meal, and kept a pother; 

But all this helps not: He was too good for us, 

And let God keep him I 

There's the right use un't, friend. Off with thy drink : 

Thou hast a spice of sorrow makes the^ dry: 

Fill him another... 
or this? 

yp. Lb. Come, my brave man of war, trace oat thy darling; 

And you, my learned cooncil, set and turn, boys ; 

Kiss till the cow come home; kiss close, kiss close, knaves; 

My modem poet, Iholi shall kiss in couplets. 

Strike up, you merry varlets, and leave your peeping; 

This is no pay for fiddlers. 
<^apt. Oh, my dear boy, thy Hcrcnles, thy captain. 

Makes thee his Hylas, his delight, his solace; 

liove thy brave man of war, and let thy bounty 

Clap him in shamoisl Let there be deducted 

Out of our main potation five marks, 

In hatchments, to adorn this thigh, 

Cramp'd with this rest of peace, and I will fight 

Thy battles. 

S4) He is not quite sore that the prose opening of IV. i is Fletcher's. 






The works of Beanmont and Fletcher 83 

Ye. Lo, Thou shalt have't, boy, and fly in feather. 
Lead on a march, yon niichers.« 

It wOl be noticed that I dififer from both Boyle and Macaulay in re- 
gard to only one scene — U. 3. It is, I suspect, the corruptness of 
the text that has led them to give it to Beaumont : it is printed almost 
thrcyqg^out as prose but much of it can easily be turned into verse, 
and into verse that is clearly Fletcher^s. Is not this his? 

•Mor, Be silent, sir: 

I have no money; not a penny for you. 
He '5 snnk; yoar master's sunk, a perished man, sir. 
Sav. Indeed his brother's snnk, sir; God be with him I 
A perished man, indeed, and drowned at sea.« 

I have little doubt but that the whole or almost the whole scene was 
written in verse, although in its present condition not much can be 
made of it. (Still, there are in some of the Fletcher scenes passages 
printed rightly as prose, shewing that he did not always use verse in 
the earlier part of his career.) We see here his mannerisms in the 
early stages of their development: there is no such excess of double 
endings, no such avoidance of run-on lines, and above all there are 
none of those singular modes of expression that he subsequently 
adopted. In this comedy Beaumont shews no more respect for wo- 
mankind than does his colleague, to whom, however, is due the ad- 
mirable touch of tender-hearted humanity in the old slut, Abigail. 

The story turns on the same sort of woman-hunt that Fletcher 
afterwards worked on in M. Thomas and Wit without Money; and it 
is noticeable that he had also the larger share in this work. 

Cupid's Revenge 

was acted at Court in 161 1 — 2 by the Children of Whitefriars (Her 
Majesty*s Revel's Children), and, if Oldys'') be correct, again in 16 13. 
As Beaumont and Fletcher seem to have been writing for the King's 
company from 1610 to 1613, this play must have been written in 
1610 or earlier. In April 1615 it was entered in the Stationer's 
Register, and printed (by Creede, for Harison) the same year. In 
1624 it was acted by the Queen of Bohemia's Servants at Whitehall. 
In 1630 it was reprinted, by Jones, with an attribution to Beaumont 
and Retcher, though the first Edition had ascribed it to Fletcher 



55) Ms. notes to Langbaine. 

6* 



S4 E- H. Oliphint 

alone**), II is found in the Cockpit list of 1639 twice, once with the 
Beaumont and Fletcher plays, and once between The Bloody Banquet 
and The Conceited Duke, the second entry, being, I suppose, an 
error. 

Fleay considers the play Beaumont and Fletcher's altered by 
Field in 1613; Boyle divides it between Beaumont, Fletcher, and a 
third writer; and other critics give it to Beaumont and Fletcher. The 
confusion to which Weber drew attention would seem to be confirma- 
tory of the view that the play has undergone some alteration. I feel 
certain that not only may the hand of a third ivTiter be traced, but 
also that of a fourth, Massinger; but the work of division is by no 
means an easy one. Indeed , in the last four scenes of the second 
act, it may be that we have the work of yet another writer, though 
I hesitate to say so. Premising that I am more dissatisfied with my 
division of this play than of any other of the 50 and more that fonn 
the collection, I apportion it thus: 

Field. — in. I sJ), IV. S, V. I S7;, n. 4 (?J, S (bUnk verse) (?) 

F. — I, I b, za, 4a, c, II. S (songs), III. 3, IV, 3, 4, V. 3 (?), 4a [to Tiia'i. entty. 

F.& Field. — 1.2b (lail 11 lines), 4b (Leon's, entry lo Hid'i. erit), IV. lb 
from Tim'B. entry), V. a, 4c. 

B-ftReld. — r.ia (to Leon'i. exit), 3, n. i, i, ni.m.c. IV.ia. V. 4I. 
{to Iimenns' entry) 

B. & M. — in, ab (from Leon's, eiit to end of Leuc's. list speech but thrcel 

F. &M. — in. 4, rv. a 

F. &?rield. — n. 3, 6. 
The only opinion Fleay gives is, that Fletcher is traceable in I. 1 I), 
n. 5, and IV. 3. Boyle and Macaulay disagree as to nearly every 
scene. I need only trouble mj'self to prove Massinger's presence in 
III. 4 and IV. 2. I will give a couple of passages from the former, 
and one from the latter [but the reader must remember that this is 
probably the earliest Massinger we possess): 
•BacliK. The snbject of onr commendntions 

Is itself gioiin so infinite in goodness, 

Thai all the glory we cnn lay upon it. 

Though we should open volumes of his praises. 

Is a mere modesty in his CKpression, 

And shews him lame stlU, like an ill-wrought piece, 

Wanting proportion, 

s^) This n<icription can hnrdty be considered of greil value, for the aeknoir' 
ledgment by the publisher of his nonacquointance 1^-ith the attthor would leem 
shew that the piny was printed without sanction. 
it) probably founded on Beaumont. 




The works of Beaumont and Fletcher 85 

Ltm. Yet still he is a man, and subject still 

To more inordinate vices than our love 

Can give him blessings. 
Bucka. Else, he were a god; 

Yet so near, as he is, he comes to Heaven, 

That we may see, so far as flesh can point us. 

Things only worthy them; and only these 

In all his acdons.« 
*Tim, But you take me wrong! All I know by him 

I dare deliver boldly: He is the storehouse 

And head of virtue, your great self excepted. 

That feeds the kingdom. 
Lton, These are flatteries! 

Speak me his vices; there you do a service 

Worth a father's thanks.« 
•Backa. I must confess he loved me 

Somewhat beyond a son; and still pursued it 

With such a lust, I will not say ambition. 

That, clean forgetting all obedience, 

And only following his first heat unto me, 

He hotly sought your death, and me in marriage.* 

Compare lines in IV. 4, especially 

•Farewell ! 
To all our happiness a long farewell !« 

with lines in Fletcher's part of Henry Vin. It is singular that the 
foorth act in full of personification^ which neither Beaumont nor 
fktcber used much, and which the other acts are free from, and stUl 
°^e singular than in no two of the four scenes in which it occurs 
« »t apparently due to the one writer. 

Coxcomb. 

The principal actors in this play were Field, Gary, Benfield, 
Allen, Taylor, Read, Atawell, and Barksted. As Gary and Barksted 
left the Revel's Children (by whom it was acted at Court in 161 2) 
before September 1611'^}, and as Beaumont and Fletcher were 
writing for the King^s company in 16 10, the date of its first pro- 
duction cannot be later than 1609 or 16 10. It was first printed in 
the fo. of 1647. Boyle gives Beaumont and Fletcher very little credit 
fcr it, for he ascribes most of it to an imknown who altered the 
original play. All other critics consider it wholly Beaumont and 



5*) I am following Fleay. 



86 E, II. Oliphant 

Fletcher's. There are two facts that make Boyle's theory probable. 
the prologue at a revival some time after Fletcher's death speaks of 
the play as having been shortened, and such curtailment could hardly 
have been achieved without alteration*'); and, though the scene is 
laid in England, the names of the characters are all foreign — mostly 
Italian; so that it is likely that the scene was originally laid in Italy 
(or in Spain]. As the prologue fat a revival) speaks of »the makers 
that confessed it for their ownu, it is safe to guess that it was a 
joint production. My division is as follows: 

F. — I.ab. 3, s, II. I, »^] 3, lU. lb, 3b, IV. a, 3. 5, 6, 7, 8 

B. — 1. 4, 6, n. 4, m. 3«, IV, I. V. 2 

Third aHthm III. 3 

M. — pro., I. I, 3a (10 Antonio's enCiy), lU. la [to Servnnt's entry,, epi. 
F. & third ttulhor ~ IV. 4, V. 1 
F., B., & third author — V. 3 

I fancy some of Fletcher's lines are to be found in I. i (between 
Ricardo's exit and the servant's entry), and in the 6rsl four or five 
speeches in III. i ; and III. a may be his, in a corrupt stale. 

Boyle, who thinks this play, Cupid's Revenge, and Wit ai Several 
Weapons (especially the two tatter) so altered that conclusions from 
versification are mere guesswork, gives nearly all the play to a thud 
author; and Fleay goes no further than to point out certain scenes in 
which he thinks Fletcher traceable. I differ from both Boyle and Macau- 
lay in regard to no less than five scenes, but they themselves agree 
as to only one of these, and that is the scene I have given to 
Massinger. It behoves me then to shew my reasons for thinking 
Massinger one of ihe revisers of the play. Surely 1 am justified in 
thinking such lines as these his: 

-Allow me iviannets! 
Which you must grant t unnt, Ebould I increase 
The bond in which yoor courtesies have tied uie." (I. i.) 

Shall se« my house, nnd find what I cull mine 

I» wholly »t your lervicc.n (1. '.; 



S9) Dyee, however, iWnks the curtailment spoken of does not apply to tho 
play as we have it. It moal, though, if I am right in thinking that Massinger"* 
hand may be seen both in the alteralloni and the prolognc. 

*") With the exception ai Viola's firs! speech, which is pure Beaumont, 
There are many ways by which we might acconnt for its being found in the 
mtdii of Fletcher's work. 



The works of Beaumont and Fletcher 3«t 

»Be ready, I entreat you! The dance done. 

Besides a liberal reward, I have 

A bottle of sherry in my power, shall beget 

New crotchets in your heads.a (!• !•} 

»We mnst have mnsic too; or else yon give us 

But half a welcome.« (I. 2.) 

»Tb fit freedom.^ (I. 2.) 

*Merc. I cannot blame you, now I see this letter. 

Though you be angry, yet with me you must not, 

Unless you 11 make me guilty of a wrong 

My worst affections hate. 
Maria, Did not you send it? 
Merc, No, upon my faith! 

Which is more, I understand it not: the hand 

Is as far from my knowledge as the malice 
Maria, This is strange. 
Mere. It is so; 

And had been stranger, and indeed more hateful, 

Had I, that have received such courtesies, 

And owe so many thanks, done this base office.« (III. i.) 

•Merc, I must confess I loved you at first. 

However this made me leave your house unmannerly, 

That might provoke me to do something ill. 

Both to your honour and my faith, and not to write 

This letter, which I hold so truly wicked 

That I will not think on't^Oi 
Maria, I do believe you, and, since I see you are free, 

My words were not meant to you.tt (III. i.) 

The characteristics of the other writer are weak endings, improper 
run-on lines, short lines and Alexandrines, full pronunciations, the accen- 
tuation of syllables that should be light, and the use of lines that 
won't scan (though that may be the fault of the printer^'). He some- 
times inserts an imnecessary pronoun: thus in V. i we have >such 

murders as 'twould makecr; and in V. 3, »my murdered 

kinsman, if he were living now, I should not know himcr, and »a round 
face, which some friends would say 'twould be a good one«r. 



6<) This b a really remarkable sentence, though the meaning is plain enough. 
I haive not thought it desirable, when quoting, to make ^conjectural emendations' 
of the text. The only edition I have by me is the one to which Darley wrote 
an introduction, and it is not always so correct es it might be. 

^) The text throughout is so corrupt that one may be tempted to consider 
that &e scenes where I suspect the presence of this author merely contain Flet- 
cher's work disfigured. 



88 £• H. Oliphant 

Instances of his pronunciation are 'auburn*, 'sorely^, 'profit*. Mr. 
Boyle gives him 30 per cent double endings, and 13YJ per cent 
run-on lines; but he differs from me considerably as to how much 
of the play is due to this writer, who is probably W. Rowley. 

Knight of the Burning Pestle 

was printed anonymously in 1613, with a dedication by the publisher 
in which he states that he »has fostered it privately in his bosom these 
two years«. Its first production, then, could not have been later than 
161 1, and was probably in 1610. In 1635 — ^ ^^ ^^us acted by the 
Queen's men at St. James; and it is in the Cockpit list of 1639. I^ 
1635 it was again printed, with a prologue which is merely the pro- 
logue at Blackfriars to Lyly's Sapho and Phao, slightly altered, and 
an address to the readers which speaks of the author as if he were 
then alive ^^). It has always been a matter of controversy whether 
this play is the work of one man or two. Dyce is doubtful whether 
Beaumont had anything to do with it^ but Macaulay gives it wholly 
to him, and other critics (including Fleay and Boyle) consider it a 
joint effort Though this last is the general view, I am not sure that 
it is the correct one. Burre*s dedication leaves the matter in doubt, 
for he speaks of the play's 'parents', and then twice of its 'father'. 
Macaulay looks on it as »Beaumonfs revenge for the rejection of The 
Faithful Shepherdess^^. It is, in my opinion, wholly or almost wholly 
his. Every scene shews traces of his hand**) though the latter part 
of V. 4 may belong to Fletcher*^), who may also have revised n. 2^. 



63) »The anthor had no intention to hurt any one in this comedy; but, as 
a merry passage, here and there interlaced it with delight, which he hopes will 
please all, and be hnrtfiil to none.« This would certainly seem to point to some 
other author than Beaumont or Fletcher; and indeed die only trustworthy evi- 
dence of its right to be in this collection is its presence in the Cockpit list 
amongst the plays of Beaumont and Fletcher; although also the edidon which 
contains this address expressly ascribes the play to them. There are two expla- 
nations of this apparent contradiction : either the Ralph scenes were an insextioii 
by some writer who was living in 1635 into a play by one or both of our 
authors, or this address was written much earlier, perhaps for the first edition, 
though not then printed. It assuredly seems to be from the pen of the author 
of the play. 

64) The opening portion of the first scene should, however, judging by the 
number of double endings it contains, be Fletcher's. 

65] Both the stopt-line and double-ending tests tell of him. 

^) This is surely much more like Fletcher than Beaumont: 

vAnd then bring me word what tune he is in, 

And have another crown, but do it truly. 

I have fitted him a bargain, now. will vex him.n 



The works of Beaumont and Fletcher go 

Bat I cannot think Fletcher would be contented with writing only a 
put of two scenes ^^}; and, as there is nothing in the play that might 
not be Beaumont's, I must give it wholly to the latter. I fancy both 
Fleay and Boyle have been misled into making this a joint work by 
the presence of double ending rhymes. Boyle has given every scene 
containing them to Fletcher (except IV. 5, which he has expressed 
no opinion on) ; but he should note that these rhymes are not (or 
very, very rarely) to be found in Fletcher, while they are not un- 
common in Beamnont's burlesque. Boyle also gives Fletcher two prose 
scenes. Fleay's division is absurd : he gives Beaumont all the prose, 
and declares the rest to be 'mixed* ^^). 

This play, even if wholly Beaumont's, affords us no good stan- 
dard whereby to judge of his style, except in burlesque; for it is 
entirely different to all the other productions of our authors. 

Philaster 

^as first acted not later than 1610, though not printed till 1620. 
This edition was a piracy (by Wakley), for, as has been said, ))both 
at the beginning and at the end of the play, the text is so utterly 
and absurdly different from the text of the authors, as to leave no 
4»ibt that those portions must have been supplied for the nonce by 
some hireling writer ; and throughout all the other scenes very gross 
mwtakes occurs ^'). The play was again published by Wakley (in 1622), 
^ *conected and amended', and this edition is 'purged of the gross 
^WJTs* of the former one. Both editions declare it to be the work 
of Beaumont and Fletcher, and to have been acted by the King's 
ownpany. Macaulay gives the play wholly to Beaumont^®); other cri- 

^) His participation in the play to such a very small extent conld only be 
•^^wmted for by supposing that he 'improved' his friend's play ; and that is not at 
lO IB unlikely supposition ; for Beaumont would be almost certain to shew it him. 

^ The popular idea, in which Fleay joins, that B. and F. wrote many of 
™<fr scenes together is shewn on a close examination of their plays to be un- 
nmated. 

^) Dyce. 

^] It has been claimed that Earle, in his verses on Beaumont, speaks of 
J^^Mter, King and no King, and The Maid's Tragedy as wholly Beaumont's, 
wothiiig of the sort Here is what he says: 

» Alas I what phlegm are they compared to thee 
In thy Philaster and Maid's Tragedy? 
Where's such an humour as thy Bessus, pray?« 

He means nothing more than that Beaumont was a principal author of Philaster 
yd The Maid's Tragedy. As for King and no King, he only claims Bessus for 
^•Mniont Similarly, Herrick speaks of Philaster, King and no King, and a 
«*»»cter in The Maid's Tragedy as Fletcher's. 



go E, H, Oliphant 

tics, to Beaumont and Fletcher. Dryden speaks of U as their first 
success; but I doubt if it preceded The Scornful Lady, and surely 
that was no failure. If Dryden be right, it must have been acted b>^ 
the Revel's Children, and have come into the possession of the King's 
men aftern-ards, hke The Scornful Lady and The Faithful Shephenless; 
but there is more reason to suppose Dryden wrong than to assumis 
that it was ever acted by any other company than the King's. Myr 
division of the author's work is: 

B. — L IB, a, U. 1, 3, 4a, UI. i. a)'), IV. 1—4, V. i, a. 5 
F. — I. t b [from the King's entry t], H. a, 4b, V. 3, 4 

Reay agrees with me as to those scenes on which he gives an 
opinion. Boyle gives Beaumont the whole play with the exception of 
V. 3 and V. 4, but thinks IV. 4 may have been altered by Fletcher, 
Beaumont has had more than justice done him as regards this play, 
while his colleague's part is not quite so insignificant as the crilic* 
suppose. Are not these lines [from I. il his'? 

kI fear not for myself, and yet I fear too," 

°0b! tbij same whoreson conscience, tiow it jades asl- 

»If you liad my eyes, sir, and sufferance, 

My griefs upon you, and my broken fortunes, 

My wants great, and non* Donght bnt hopes and fears. 

My wrongs would make iil riddles to be laugh'd at.'i 

This scene contains 38 per cent, double endings, wliich is far above 
the average in the Beamnont parts of the play. It was probably the 
prose in H. 2 that deterred Boyle from giving that scene to Fletcher: 
and if he reread the latter part of II, 4 (from Mfgra appears abaft) 
I think he will agree with me in conceding that also to Fletcher. 
The conclusion of it is an example of the near relation Fletcher's prose 
bears to his verse: 

i-Cte. Why, here's a male spirit for Hercules. If ever there be nine 
worthies of women, this wench shall ride astride, and be their captain. 

Dien. Sure, she has a garrison of devils in her tongue, she nttereth 
such balls of wild-fire. She has so nettled the King that all the doeton 
in the country will scarce cure htm. Thai boy was a strange-foond-ont 
antidote to care her infection : that boy, that princess's boy. that brave. 
chaste, Tirtuous lady's boy; and a fair boy, a weil-spoken boy! All these 
considered can make nothing else. — But there 1 leave you, gentlemen. 



The works of BetQmont and Fletcher 



91 



Tlus is exactly the prose the author of the Loyal Subject might be 
opected to write. Fleay and Boyle both agree with me in opposition 
toMacaulay's view of Beaumont's authorship of V. 4; and that Boyle 
is right in awarding V. 3 to Fletcher this short extract may ser\'e 
to shew: 

»King, you may be deceived yet: 

The head yon aun at cost more setting on 

Than to be lost so lightly. If it must off, 

Like a wild overflow, that swoops before him 

A golden stack, and with it shakes down bridges, 

Cracks the strong hearts of pines, whose cable roots 

Held out a thousand storms, a thousand thunders, 

And, so made mightier, takes whole villages 

Upon his back, and, in that heat of pride, 

Charges strong towns, towers, castles, palaces, 

And lays them desolate; so shall thy head, 

Thy noble head, bury the lives of thousands, 

That must bleed with thee like a sacrifice 

In thy red ruins.« 

King and no King 

was licensed in 161 1, and published by Walkley in 161 9 (with ascrip- 
tion to Beaumont and Fletcher), as acted at the Globe by the King's 
ma. The publisher speaks in a dedication as if both writers were 
aKve: »It sufBceth it hath your worship's approbation and patronage, 
to the commendation of the authors, and encouragement of their 
Luther labours*. But the internal evidence is strong enough to shew 
that we need not judge from this that another writer, living in 1619'^), 
^ something to do with the play, which is plainly Beaumont and 
Rctdier's'^*), My division is, 

B. — L, IL, III., IV. 4, V. 2, 4 
F. — IV. I, 2, 3, V. I, 3 

For once, Fleay, Boyle, Macaulay, and myself are thoroughly in accord, 
thoqgh Macaulay hesitates very much. He is not sure that the disar- 
oiiog of Bessus by Bacurius in III. 2 is not Fletcher's; and commits 
Umsdf, as to Fletcher's scenes, only so far as to say that they are 
mainly his. 



73) The dedication was written probably soon after the play was licensed 
for printing in 161 1. 

74) If we may trust Earle it is to his kinsman Beaumont that we owe the 
cktiacter of Bessus, whHe Herrick, another contemporary (bom 1591), tells us 
tibtt die plot was Fletcher's. 



Maid's Tragedy 

would seem to have been acted in i6ri, for on the 31"- of Octobe 
of that year Sir George Buc wrote on the ins. of a nameless pla^ 
(This Second Maydens Tragedy (for it hath no name inscribed) mpj 
with the reformations bee acted publickly". In 161 9 it was printcc^ 
anonymously, as acted 'divers times' at Blackfriars, by the Ring's 
Servants. In 1622 it was republished ; and in 1630 it appeared with 
the names of Beaumont and Fletcher on the title-page. The verses 
of contemporaries too bear witness that both these authors were en- 
gaged in its production, but whether the authorship of the play 1 
confined to them, as the critics suppose, is not so certain. I divide 
the play thus : 



K. — 11.3, IV. I, V. 1, aa. 3 

There is such a difference in style between the non-RetdienBi] I 
parts of this play and Philaster, that one can hardly credit that 
they are from the one pen, and of perhaps the ope period'*). Mac- I 
aulay regards 11 z as Beaumont's, but Fleay and £oyle take the same ' 
view of it as I do; and my only difference with them is in regard I 
to the latter part of V. 4 (from Evadne's exit), which they give with J 
the rest of the scene to Fletcher, of whom it shews no sign. Perh^» 1 
it is enough to say that it does not contain a single complete line I 
with a double ending, 



Captain 

was acted at Court by the King's company early in 1613, bu( il 
first production would probably date back to 16 17 or earlier. Dyce 
thinks the prologue the original one, and the mention of twelve pence 
paid for athnission proof that it had been performed elsewhere before 
being presented at Court. Fleay, on the contrary, thinks it shews 
that both the prologue and epilogue were written for a revival. nThe 
authCT>, he says, smentioned ina the prologue >is the reraodeller of 
the play on that occasion : he complains that only a week was (dlowed 



J5] At ihe lime Beaumont (iropped oat of literature , he wa: 
behiod him, and adopting a greater percentage of nn-on lines. 
io process of transformation, as iritness his work in Pbiloster, Ki 
Maids Tragedy, and The Captain, each of which shcvs great poii 
to the others, shongh they arc all of the otie period. 



leaving rhyme 



The works of Beaumont and Fletcher ^^ 

^ fir his workff^^ The principal actors in this play (which first appear- 
ed in print in the f^. of 1647) ^^^ Burbage, Condell, Ostler, and 
Cooke. It is spoken of by Hills ^^) as Fletcher^s. The second folio 
hn iscene, Venice, Spainc, pointing, as Fleay has conjectured, to a 
dmge of scene executed by a reviser of the play. 

Fleay, who at first gave it to Beaumont and Fletcher, thinks it 
possible Jonson worked with Fletcher on the original play, and makes 
IX) guess at the reviser ; Macaulay gives it to Fletcher and (?) Beau- 
moDt; and Boyle, in Englische studien, vols. 5 and 7, to Fletcher, 
Betomonti and an tmknown ; and, in his New Shakspere Society paper, 
to Fletcher and Massinger (and perhaps Beaumont), r^arding Massinger 
as the finisher of Fletcher's play^^). In my opinion, the play is 
Fletcher and Beaumonfs, altered by Massinger and W. Rowley; and 
I divide it thus : 

F. — I. 3a, II. 1—2, III. 1—6, IV. 1—4, V. I, 3 

F. & B. — V. 2 

B. — V. 4 79] 

F. & M. — I. I. 2, 3b (from Jnlio's entry) 

B. & M. — IV. 5 

R. — V. 5 

There are no serious difficulties to be encountered in examining this 
pl&y till after the middle of the fourth act is past. There are very few 
lines by Massinger, whose work was probably confined to abridgment, 
*wi who gave the last scene to Rowley, to write or rewrite. This 
revision would most likely date about 1626. 

Boyle gives Massinger all the play from IV. 3 (with the exception 
of V. i); and Fleay thinks Fletcher chiefly traceable in IV. 3, and 

7^} It seems to me to shew signs of being by the original writer of the 
pl^i who it is just as reasonable to suppose made the complaint. 

Tt) Hills' evidence is worth a little more than that of most of the other 
i>octs' whose verses are prefixed to these plays. He speaks of the cook in Rollo 
ttHetchei^s, and calls the following plays his also: Loyal Subject, Beggars' Bush, 
^^<)Kcoinb, Wild-goose Chase, Mad L^ver, Humorous Lieutenant, Queen of Corinth, 
^d in the Mill, Spanish Curate, Little French Lawyer, Captain, Prophetess, Rule 
* Wife, Women Pleased, and Elder Brother. Not only has Fletcher's partici- 
P*tion in these plays never been questioned, but it is also acknowledged that he 
^1e t leading part in the production of every one of them. Hills mentions 
]U)ne of those in which Fletcher acted as Beaumont's assistant — or shall I say 
J»a»or partner? 

7*} When he divides it, it is between Fletcher and Massinger only. 

Boyle says in vol. 5 of Englische studien, »It is difficult to find deci- 
''^ proofs* of Beaumont's participation in The Captain and The Coxcomb. »In 
^lipid's Revenge, though hb hand is decidedly traceable, the work of separation 
"^fficnlt The same may be said of the Scornful Lady and the Captain.a Do 
^f»t two statements as to the latter tally? 

99) This scene may contain some work of Fletcher's. 



g4 E. H. Ollphnnt, The works of Beinmont and Flelelier 

gives him about two-thirds of the whole play""). Macaulay thinks 
IV. 5 by another than Fletcher, and considers that »a co-operator ' 
being once admitted, we might with prohability also assign to him 
a share in" I. 2, II, 2, V. 4, and V. 5, "though there is perhaps-, 
nothing in these scenes which could not have been written by Flet — 
Cher a. 



Masque of the Inner Temple. 

Sir Francis Bacon was 'the chief contriver' of this masque, which wa» 
acted in 1612 — 3 at Whitehall. It was printed anonymously, with 
a dedication by the author to Bacon, and was the only previously 
printed work included in the 1647 folio, where it is ascribed to 
Beaumont, whose authorship of it has never been questioned. 
July 1889. E. H. Oliphant. 

In the foregoing paper I have attempted to preserve chronolo- 
gical order as far as possible; but there are a few other ptays that 
doubtless belong to the same period, though no sure dates can be 
assigned to them. I have thought it better not to throw these in at 
haphazard amongst those to which dates can with any degree of cer- 
tainty be affixed, but to group them together immediately after the 
plays known to have been produced during Beaumont's lifetime. These 
early plays are by far the most troublesome of the series : when we 
get amongst the later ones, we are in comparatively smooth water. 

E. H. C. O. 



^) This is the opiajon he put foriroird in hin 'Shakespeare Msnaal'. when 
he coDsidered the play Beaumont and Fletcher's. 

Note. — My discovery of the hand of MBisinger in Capid'a Revenge and 
The Coieomb has been confirmed by M'- Fleay, than whom no one Is more 
capable of forming a correct opinion on sneh a snbjcel. Me thinks that the 
foarth author in The Coxcomb may be D'avenont. As he also tells me that he 
used metrical calculations only as "an after-teat", it Is my duty to recall any 
misrepresenlalion I may have made In this connexion. 

Jan. 1S90. E.K.O. 




H. Kfii^liardt, Die genet, erklslning der sprachl. aasdnicksformen im Qnterricht nc 

n. 

DIE GENETISCHE ERKLARUNG 
DER SPRACHLICHEN AUSDRUCKSFORMEN 

IM UNTERRICHT^). 

Unter der bezeichnung ausd rucks form verstehe ich die typische 
verbindtuig zweier oder mehrerer worte, im gegensatz z\ir wortform, 
wddie immer nur an einem einzelnen worte zur erscheintmg gelangt. 

SSmmtliche ausdrucksformen der sprache zerfallen nun aber wieder 
in zwei von grund aus verschiedene klassen , indem sie nslmlich ent- 
weder a) genereller, oder b) indivi dueller art sind. Unter die 
cistare kategorie gehort beispielsweise eine sconstructionff wie die des 
accosativ cum infinitiv: he bade him gather wood. Diese iMsst sich mit 
dem allerverschiedensten wortmaterial in endloser mannigfaltigkeit nach- 
abnen, dUrfte also mit recht einen anspruch auf die bezeichnung 
*gtterdlf haben. EHe zweite kategorie verfasst zunachst »phrasen« wie : 
wte 'f the matter? haw do you do? welche in vollstandiger isolirung 
dtttehen und darum als im strengsten sinne »individuelle« ausdrucks- 
fonoen anzusehen sind. Es gehoren unter dieselbe aber auch femer 
nodi sokhe typische wortverbindungen , deren einer theil allerdings 
den gleichen charakter endgiiltiger erstammg tr^, wahrend der rest 
— docfa immerhin nur im umfange eines bestimmten begriffsgebietes — 
cnuger abwandlung und nachahmung fkhig ist. Solcher art sind: how 
9rt youfy welches auch die analogiebildungen how is he? haw is your 
h$iher? u. a. zulasst; oder: he bids fair to turn out a good draftsman^ 
cine wortverbindung, in der die worte bid fair einen unveranderlichen 
bcstandtheil bilden, wilhrend to turn out wohl gegen to become, draftsman 
gegCQ andere ausdriicke ftir berufsarten u. a. vertauscht werden kann. 

Ifit dem gesagten hofife ich hinl^glich die berechtigung meiner 
beKidmungen Jigenerellec und vindividuellea ausdrucksformen begrilndet 
zn haben. 

Wenn ich es vermeide, die anscheinend so viel naher liegenden 
benennimgen Dconstructionellet (»syntaktischec] und »phraseologische« 
'ttdnicksformen zu gebrauchen, so leitet mich ein besonderer grund. 



E* wftre unrecht, woUte ich nnterlassen, dAran zn erinnern, dass die for- 
^ff^ einer genetischen erklUnmg der sprachencheinnngen znerat von KUhn in 
*^iiiethode des fTanz5sischen unterricht8« (1883) s. 41 these IX anfgestellt wurde. 



(,6 n. Klinghardt 

namiich der wunsch, von dem gebiete tier "individuellen ausdnicks 

formn durch die wahl eines neuen terminus jenen inakel der obei ' 

flachlichkeit imd minderwerthigkeit fem zu halten, der nun einma.1 
herkdmmlicher weise den worten nphrase, phraseologisch* anhaftet- 

Die synlaktische "construction" erfassen wir auf dem wege dc^ 
logischen eindringens, des verstandesmiissigen nachdenkens, die so^- 
nphraseo mit hlilfe des gedachtnisses. Aus griinden aber, deren eror — 
terung micli viel zu weit abfiihren wurde, hat, vielleicht schon seic 
jahrhunderten unler den verschiedenen geisteskraften die allgecaeine 
wenhschatzung des verstandes unvergleichlich hoher gestanden als 
die des gedachtnisses. Die erkenntniss einer regel scheint cine 
verdienstlichere leistung zu sein als das behalten einer phrase ; unzu- 
langlichkeiten des schtilers nach der ersten richtung hin, werden danun 
auch von den sprachlehrem aller Lander europaischer kultur unver- 
gleichlich strenger geahndet als solche der zweiten art. Verstosse gegea 
die syntax rechnet man dem lernenden aufs stiengste an, phraseo- 
logische schwierigkeiten dagegen raumt der lehrer beim diktat von 
extemporalien und exercitien entweder sclion im voraus hinweg, oder 
er begnljgt sich hinlerdrein rait stillschweigender verbesserung. Ver- 
haltnissmassig ausserst selten aber wird eine phraseologische ungereimt- 
heit der ehre theilhaftig, als ohalbern oder gar oganzer fehleri gekemi' 
zeichnet zu werden, Und so ist es denn gekomraen, dass die phmse- 
ologische seite der spracherfassung gegenliber der syntaktischen alliiberall 
in ausgesprochene missachtung gerathen ist. 

Ich fUr meine person kann weder diese anschauung nocb die aU- 
gemeine hintansetzung der gedachtnisskraft gegen den verstand als 
berechtigl ansehen. 

AUein ich bin fesl (iberzeugt, dass auch der feierlichste protest 
meinerseits die ausdriicke >phrase, pbrascologischi fur den leser nicht 
des ihnen allgemeinen anhiingenden bonnen- und kellnennassigen bei- 
geschmacks beraubeu wiirde. 

So ziehe ich denn die anwendung neuer termini vor, deren sprach- 
ilbliche gegenseitige correspondenz dem leser unausgesetut in eriime- 
ning brmgt, dass ich die unterrichtsmSssige behandlung der »gene- 
rellenv imd der aind ividuellenu ausdrucksformen entschieden ols 
gleich wichcige dinge ansehe. 

Die bezeichnung ogenetische" erklarung aber stelle ich der 
jimechanischenu behandlung der spracherscheinungen gegenilber 
welche zur zcit wohl auf beiden gebieteo der ausdrucksform en die \ 
weilaus vorwiegende ist. 



n unterricht 

So ist es ein mechanisches verfahren, wenn z. B. Gesenius] 
dit dem schttler in dem saUe 'she told me that she iheuld rttum , 
a wait entgegentretende generelle ausdrucksfortn [should in der 3 pj 
^.| (Umit eikliirt, dass er sagt: tZur bezeicbntuig der zukunft werdeaj 
shall und should auch in der i. und $. person gebraucht in neben- 
Honi. die mil dem hauptsatze gleiches subjekt haben.o (II. § 193, i.). 
Diegenetische erklarung gehtaufdie quelle der erscheinung zuriick, I 
)ul die anschauung, der dieselbe encsprungen ist. und wurde in diescoia 
Falie ftn-a so lauten; oBei der reproduction einer rede oder frage iat^ 
» unier umstanden wichiig, dass man genau erfahrt, ob der betreffende 
I ihall oder I will, shall you? oder will you? gesagt hat, und darum 
liewahn der Englander in indirekier rede und Trage dasjenige hulfewort, 
•eldiea in der direkten rede und frage angewendel worden ist, und 
iwarder genauigkeit und vorsicht halber auch da, wo die frage an sich | 
lidit so wichtig ist. Dies ist der gnind, warum der F-nglaoder z 
iudi in anderen sprachen bei indirekter rede oder frage iiblichcn pei^ 
ionen, (modus-] und tempusverschiebung nicht auch noch eine auxiliar- 
venchiebung gefiigt hat, die ja an sich, beim vorhandensein zweier 
intiliaje im futnrum und conditionale wohl mdglich gewesen ware').'i 
Oder stosst man etwa in der lektlire auf die lindividuelle" aus- 
dracksform: >/ will make up for it", so wUrde es ledighch mecha- 
Disch sein, wenn man sich daniit begnilgce, dem schiiler zu sagen, 
dus er sie deutsch mit »ich will es wieder gut machenu ubersetzen 
soIL Eine genetische darstellung des sachverhalts wUrde ihn viel- 
leicbt in der folgenden weise belehren : *up wird im englischen einmal 
flberhaupt tw bezeichnung der annaherung, der ankunft bei einem 
liele gebraucht; [went up to the house. Dann deutet es aber ins- 
beBondere das nachsie ziel jeder handlung, nSmlich ihr ende an. So 
haben wir die wendungen: to shut up, to dost up. to pack up, the 
game it up a. a., wo Qberall dieser sinn hervortritt (vgl. die ausdrucks- 
wosc rheinlandischer hausfrauen; »der kaffee, der thee, der zucker u. a. 
nt istufa). Danach bedeutet: •/ will make upa. so viel als: nich will 
bis «im ende, bis zum vblligen abschluss machen d. i. arbeiien — 
Ikitintich zum ersatz fUr verlorene aibeit {/or it) u. a. In anderen 
EiUen bezieht sich to make up auf die abschliessende ausfijhrung ver- 
sOhnlitiier schritte als ausgleich fUr begangenes unrecht. 



■) Der erste i*tz obigcr probe genetiscber erlclSning reichi (Ur den bedarf 
uec gedrackten iebtbaches voUkoninicn aus. Der zweile kSonte aber bei der 
aAndlichcD besprechung, wq man ju gem etwaa ansfUhrlicbcr ist, vielleicht oicbt 
ofcne nnUen hinzogciUgt werden. 




^8 H. Klinghardt 

Wcnn ich nun die fordening eioer genetischen erklarang der 
sprachlichen ausdnicksfonnen aufstelle, so will ich damit keineswegs 
in abrede stellen. dass dieselbe bereite gelegentlich von einzelneR. 
kollegen in anwendung gebtacht worden ist und gebracht wird. WohL 
aber behaupte ich, dass die genetische erklarungsweise sich in der 
didaktik des sprachunterrichts noch keioen allgemein anerkanntcn platz 
ctTungen hat, ja, dass die padagogische diskussioo bisber uoch nicht 
einmal dazu gekommen ist, die besondere eigenart dieses verfahrens 
in festen ziigen festzustellen. 

Auch das kommt mir nicht in den sinn, ku verlangen, man m<^e 
durchweg die mechanische erklarung durch die genetische ersetzen, 
etwa weil letztere — was ja sicher nicht zu leugnen ist — in hobercci 
grade «formal bildendi wirkt. Vielmehr werde ich, wie Uberall, so 
auch hier von dem gesichtspunkte geleitet , dass der rebtive werth 
methodischer htilfsmittel in erster linie bedingt wird durch die wirkimg. 
welche sie fdrderad oder hemniend auf die ausdehnung und sicherung 
der sprachfertigkeit des schulere ausliben. Und so hege ich denn in 
bezug auf den votliegenden gegenstiuid die ansicht, dass viellcichl 
sogar in der inehrzahl der falle sich die mechanische erklarung und 
behandlung als die z week dienl ich ste erw-eisen dUrfle, dass jedoch gerade 
bei den dem verstandniss schwerer zugangUchen ausd rucks rormen der 
fremden sprache, die ja glucklicherweise immer die minderzahl bilden, die 
genetische erklarung sich in der praxis als die wirksamere erweisen wird. 

Soil aher der lehrer mit rechter freiheit liber die anwendung der 
einen oder des anderen verfahrens entscheiden konnen, dann mUssen 
ihm beide gleichmassig gelaufig sein, mUssen Jhm die noihigen hiilfs- 
mittel fiir beide in gleicher gtite und ausdehnung zur verfiigung stehen. 

Das ist indess vorl^ufig noch nicht der fall. Fiir die mechanische 
erklarung der geoerellen ausdnicksformen ist in den syntaxabschnitten 
unserer schulgrammatiken recht gut, fiir die der individuellen ausdrucks- 
formen anderweitig einigennassen gesorgt. Von einer literarischen pflege 
der genetischen erklarungsweise ist kaum etwas zu bemerken. Bei dem 
gegenwiirtigen erfreidichen aufschwunge der sprachunteiiichdichen me- 
thodik darf man aber erwarten, dass sich diese unbefriedigende sach- 
lage in nicht so langer zeit iindern wird. 

\Vas ich in folgendem gebe, sind anspnichslose proben imd ver- 
suche, die ich mir erlaube dem urtheil der fachgenossen zu unterbreiten. 
Mein bemuhen steckt sich kein hdheres ziel, als zu einer staten und 
zusammenhangenden pflege einer m. e, hochwichtigen aber bisher all- 
zusehr vemachlassigten seite des neusprachlichcn unterrichts anzuregen. 



Die genetische erkULrnng der sprachlichen ansdrucksformen im unterricht gg 

A. (Jenerelle ausdrucksformen. 

I. a) Old Duncan^ King Duncan ^ old King Duncan — Central 
Europe, 

b) King Henry the Eighth's reign. 

c) the request was complied with — he was not taken notice of, 

d) with one another^ with each other, 

e) the patent never-leaving-off steam engine, 

Es wUrde viel zu weit fiihren, wenn ich fiir sammtliche oder 

mehrere der vorstehend mit beispielen bdegten falle citate aus be- 

loumteD grammatiken beibringen woUte, um die art der (iblichen »me- 

chanischeDc erklarung vorzuflihren. Hierzu wird sich bei der einen oder 

aaderen der folgenden nummem gelegenheit finden. 

Die »geneti8che« erklarung dtirfte am besten an einen der drei falle 
«} — c) ankniipfen, weil deren auHallende eigenart eine etwas umfang- 
lichere be^rechnng in den augen der schtiler von vom herein recht- 
fertigtj w^Qiradd bei d) mancher kltigere schiiler sich sagen konnte, 
das8 ein hinweis auf deutsch: imit einander« voUig hinreichend sei. 

Auszugehen aber ware zunachst von der thatsache, dass im eng- 
lischen die unbetonten silben starker verhallen als im deutschen, die 
betonten also sich in grdsserem abstande liber jene erheben. Ebenso 
steht es mit dan den satzton (bzw. den hauptton von wortgruppen) 
tragenden betonten worten gegentiber den umgebenden unbetonten 
woiten. Ihre tonkraft wirkt darutn weiter als im deutschen, sie konnen 
eine grdesere anzahl von mindertonigen worten um sich vereinigen als 
im deutschen. Das zeigt sich recht deudich an dem unter e) ange- 
ftihrten umianglichem wortconglomerate, das allerdings seiner zeit von 
Dickens nur zum scherz gebildet wurde, dem sich aber leicht tausende 
von wirklichen namen flir aktiengesellschaften u. a. zur seite stellen 
liessen. Danach wird der schtiler begreifen, wie leicht und bequem 
es im engliscben sein muss, kleinere wortgruppen wie King^HenrjT 
ihPEigth (b) vdllig einheitlich unter einem ton zusammenzufassen und, 
ganz wie einzelne worte, abzuwandeln, in den sachsischen genitiv zu 
setzen u. drgl. Und noch viel verstandlicher wird es ihm scheinen, 
dass ein voraufgehendes adjektivum unter der tonwucht eines stets 
betonten eigennamens derartig an selbst^digkeit und bedeutung ver- 
liert, dass es auf die syntaktischen eigenschaften, hier also die artikel- 
losigkeit, dieses letzteren schlechterdings keinen einfluss austibt. Das- 
tdbe gilt von titeln (verwandtschaftsnamen) , sowie von eigenschafts- 
worten in verbindung mit titeln: es heisst unveranderlich Duncan^ 

1^ 



100 H. Klinghardt 

ohne artikel, gleichyiel, ob dem namen ein eld, ein King odet beides 
zugleich voraufgeht (a). Und unter dcnselben gesicbtspunkt fallt Central 

DentUch tritt auch die wirkung des starken, worterverschmcUen- 
den worttones der Englander hervor an der engen veremigung des 
reciprocums tailPother (d) , welcbes keine zwischenschiebung der logisch 
eigentlich vor other gehbrenden praposition mehr zulasst. Und das did 
bestandtheile in sich schliessende onf another folgt meist derselben 
regel, aus demselben grunde. Vgl. dagegen franz. I'un avec fautre. 

Mehr aber vielleicht als irgend eine andere gewinnt unter diesei 
beleuchtung die unter e) aufgefilhrte construction an Hcht. In Ihey 
complie^wiih the request veischmilzt unter dera starken worttone von 
complied das logisch eigendich zm the request gehorige unth derartig 
eng mit dem voraufgehenden verbum, dass beide im eioer art com- 
positum verwachsen, von dem in seiner gesammtheit das nachfolgende 
the request als accusativobjekt abzuhitngen scheint. Das compositum 
compli(d'~'with erhfdt dadurch naturlich den charakter eines transitiven 
verbums, und so ist die bildting eines passivums zu dem transitivum 
to eompl/^with nicht mehr als natUrlich: the request was complied'^with. 

— Die verschmeliung verbaler wortgruppen kann noch weiter gehen, 
indem transitives verbum, accusativ-objekt und zu diesem gehbriges 
propositi onelles complement unter dem einflusse des bindenden starken 
worttones in eins verwachsen : they did not take'^notie^cf him. Hier 
erscheint him als objekt zu dem conglomerat take'^noticfof und so 
lasst denn auch diese complexbildung auf die einfachste weise von der 
welt eine umwandlung in das passivum zu, indem him in den nomi- 
nativ he tritt, von dem ein was net takejPnotiee'^of ausgesagt wird: 
he was not taketPnoticfof. 

Diese ganze erklarung erfordert in der klasse unverhiiltnissm^sig 
weniger zeit, als es hier auf dem papiere den anschein hat, und die 
auf die gemeinschaftliche beleuchtung der verschiedenen eiwiieinungen 
verwandte geistige arbeil pragt dieselben zugleich dauemder der erin- 
nerung und der vorsiellung ein als wiederholtes auswendiglemen und 
abfragen mecbanischer regeln. 

2. The money is paid me, I am paid the money. 
Western hat bereits § 105 seiner Engelsk Grammatik darauf 
hingewiesen, dass die vorstehend exemplificirte doppelte passivcon- 
stniction in dem umstande begrilndet ist, dass bei aciiver construction 

— ihey paid me the money — die casusnalur der beiden objekle 
iiusserlich in keiner weise unterschieden wird. Der Englander emp&ndet 



Die graetitcbe erkliiraji^ der spnciilichen anidrnclcsfarmeii im untenichl 

oSenbta nur, dass me und meney die beiden objelcte sind, die von 
boDdluDg des zahlens betrofTen werden. Dass die zahlung nicht me 
an money sondem money an me iiberliefert. geht aus der [)ersoalichen 
biw. sachlidien natur der beiden objekte hervor, eine logische diffe- 
reniirung ihr« allgemeinen objektscharakters ist darura nicht notb- 
wendig. So erscheineo sie dem englischen sprachbewusstsein als voUig 
gleichwerthig und es liegl fur dasselbe schlechterdings keine veran- 
lassung vor, bei der umsetzung in die passivische constniction eineo 
imterschied zwischen dem einen und dem andercn worte zu machen. 

Ganz anders niiissen die dinge Hegen in fallen und sprachen, wo 
der dativ ausserlich vom accusativ unterschieden wird. 

3, But. — Wenige sprachen dilrften eine derartig in alien n 
lichen farben bunt schiUemde partikel aufzuweisen haben wie das 1 
liscbe but. Dies dem schliler klar zu machen, sobald sich einmal zeit 
und gelegenheit fiir eine zusammenhangende besprechung bieteC, muss 
die crste und haupiaufgabe sein. 

Auszugehen ist natUrlich von der etyraologie des wortes : bi-uiavu 
Dassdbe bezeichneC einen nachfolgenden einzelbegriff oder satz als 
ausserhalb der grenzen eines voraufgehenden stehend. Diese grund- 
bedeutuog spiegelt sich noch wieder in der gelegentlichen dialektischen 
Oder sonst seltneren vertretung des wortes durch das romanische ecc- 
teft und das germanische wilh-out. So habe ich mir aus der schul- 
lektOre (Mulock, Matryat) die satze verzeichnel: except for you I 
ikouid have died on the road und / do not /eel comfortable ivtthout '} 
I have my giin, in denen beiden die gelaufige sprache but anwenden 
wiirde. Zugleich wird dem schliler hierbei klar, wie leiclit eine wort- 
pr&position tibergehen kann in eine satzpraposition [conjunction) : >ich 
fiihle mich nicht behaglich ohne meine flinie — ich f. m. n. b., ohne 
[dass] icb nieine flinte habe, wenn ich nicht meine Hinte habe*. 

Ein anderer funktionsiibergang von but wird durch deutsch <son- 
der[n]« verstandlich : »ein mann sonder schuld noch fehl — nicht ich 
habe dasgesagt, sondern du aussertest es<. Die begiifie der sonderung, 
des gegensatzes, und des a u s geschlossenseins berlihren sich sehr nahe, 
und so machc der wandel des deutscben "sondero aus der bedeutung 
von tohneti in die des gegensatzes [aber) den schiilern die mbglich- 
kdt ersichtlich, dass auch englisch but diese verschiebung durchmachen 
kniQte. 

Dies genilgt zur allgemeinen orientirung. 



wo^^^H 
aig- ^1 




102 H.KIiog««Ht- ■ '•■' 

a) Nunmehr wird der SchUler die eigentliche natUr 
dungen wie: llicrf was not me of the ertif 6u( emtld felt seme lale 
of ihifnoreck and disaster, Icicht begreifen : thert was not one of the 
crnv tvithout [/n] could tell etc. (vgl. tvtthout hetng able to tell). 
Die auslassung des nominativ-pron omens Jn einem eng angeschloBsenen 
saKe war im frliheren sprachgebrauch nicht sellen. — In anderen 
fallen scheint dieselbe heute weniger statthaft : he never played a game 
but lie lost it. Vgl. withmit losing it und das obige beispiel: /do 
not feel comfortable ivithovt \= but) I have my gun. 

b) Die urspriingliche bedeutung von »aiisser» nausserhalb* 
weisst but noch auf in srtlzen folgender art: there is no doubt but they 
are the murderers, I do not deny but you have some obligations to the 
felloio. Diese construction bedeutet elnfach, dass ausserbalb der that- 
sache, welche der mit hut eingeleilete satz ausspricbt, ein zweifel oder 
ein leugnen (abweisen) nach keincr richtung bin existenzberechtigung 
hat: >«n su'eifel in einem auss erhalb des satzes vsie sind die ntSrdera 
Uegenden sinne ist nicht m'6gUch', "ein leugnen, welches ausserhalb 
des satzes *du hast gewisse verpfliehtungen gegen den menschent fuhrt, 
ist fiir mich nicht denkbaro. Ganz ebenso ist lu verstehcn: / d» 
not kno70 but it may be true, niimlich : / do not knotv anything better, 
anything more likely 6m( etc. — Dasa ein satz wie: J9uf for his 
bounty, they must have gone to the workhouse, sich am bequemsten im 
sinne von Except for his bounty etc. inlerpretiren bisst, darllber belehrt 
uns schon der oben citirte satz : except for you T should have died on 
the road. Die der construction ursprtinglich lu grunde Hegende auf- 
fassung ist demnach : nausgenonimen smveit seine grossmuth in betracht 
kam, fiihrlen alle umstHnde nvingend auf Hire iiberfvhrung iris armen- 
haus-i. — Selbstredend gehoren hierher die ausdntcltsfomieo : all Auf 
one, the last bUt one, nobody but he. 

c) Die enlstehtmg der adversativen bedeutung von but aus der 
von ae. »utan" ist schoa oben hinlanglich durch vergleich von deutsch 
sondern und sonder (=j ohne) beleuchtet worden. 

d) Die fuuction von hut im sinne von deutsch "tiur* fSllt eigent- 
lich unler b). Denn / have but three shillings left geht auf alteres 
und voUslandigeres /have [not] but three shillings left zuriick: »ich 
habe nicht [irgend welches geld] ausser drei schiUinge Ubrig. a Diese in- 
struction ist vermuthlich eine angleichung an frz. ne — gue, also eist 
nach der eroberung aufgekommen. Zum wegfall der negation vergl. 
fam. frz. faime pas statt /f n^time pas. 

e) Auf der letztgenaanten bedeutung unur" ftlr but endlich be- 



Die genetische erkl&mng der sprachlichen ansdnicksfonnen im onterricht 1 03 

mht die construction: I could tell your Ladyship something, hut that 

1 am afraid it would offend you. Wir haben zu verstehen: »ich 
kdnnte Euer Gnaden wohl etwas erzahlen, nur dass ich fUrchte, die- 
selben zu verletzenc 

Zum schluss dieses recht umfassenden abschnittes will ich nur 
kun bemerken, dass gerade bei der behandlung von but der praktische 
werth der genetischen erkllirung gegeniiber der mechanischen be- 
scfaieibung bzw. r^el besonders stark hervortritt. Geseniusn§ii7, 

2 sagt: "^But nach einem vemeinenden satze vertritt das relativpro- 
nomen mit not.^ Ich will ganz davon schweigen, dass m. e. eine 
denutige plumpe, handwerkerm^sige gleichtmg der schule vollig un- 
wilidig ist. Aber in meiner unterrichtspraxis habe ich jahrelang die 
erfiBdimxig gemacht, dass, wenn man die sache so anfasst, i. e. wenn 
man but als eine art relativum behandelt, der schtiler bei der probe 
im extemporale immer und immer wieder der verflihrung erliegt, dem 
but noch ein not nachzuschicken. Dasselbe gilt von § 258, i — 3^ 
wo der verf. but der reihe nach durch einfache, mechanische tiber- 
setzung mit »ob nichtc (nach who knows f], xdass nichta, und 
»wenn nicht« erkUirt. 

Ein wahres muster jenes sprachimterrichts, den wir » reformer « 
bdcSmpfen, weil er i. die geister der schtiler stumpf macht, 2. die 
eilemung der sprache hemmt, bildet insbesondere die letzte nregelc 
(§ 258, 3): >In bezug auf einen bedingten hauptsatz gibt but that 
mit dem indikativ des pr^sens oder des imperfekts den ausnahmefall 
an JsoA ist gleichbedeutend mit »if notv^ »wenn nicht^ ausser dass a. 
Es wird nfimlich zwar selbst der dumme schtiler diese zeilen vortiber- 
gehend auswendig lemen konnen, aber auch der kltigste kann nie dazu 
gelangen, praktisch mit der regel zu arbeiten: dazu ist sie viel zu 
complidrt tmd tiberdies noch unvollst£lndig , denn zu der deutschen 
quasi-ilhersttzvLng am schluss (wenn nicht, ausser dass) hatte 
nodi hinzugeflSgt werden mtissen «mit folgendem imperf. bzw. plus- 
qnampf. conj. ')« Solches zweck- und werthloses auswendiglemen aber 
macfat die kdpfe denkfaul und ebenso mechanisch wie es die herge- 
Iderten regeln selber sind. Und wenn man dem schtiler in der regel 
(mh der er sich tmendlich viel langer besch^ftigt als mit dem einzelnen 
bdspiel) I. if not 2. wenn nicht mit grossen gesperrten typen hinsetzt, 
so beisst das wahrlich nicht, ihm die aneignung der negations frei en 
engliscfaen construction mit but erleichtem, sondem das gegentheil. 

>} Ich habe in der that die erfahning gemacht, dass nicht ganz selten das> 
feblen dieses zosatzes schiiler yon mir gest5rt hat. 




10^ H. Klinglurdt 

4. U this the manner you should behave? 

Gesenius sagt hierzu [§ iig, anm. 1): tthat kanii anch 
gelassen werden, wenn es fiir in which steht und sich auf tins deff' 
substantiva way, manner bezieht.ci 

Man kann nicht tischlermassiger vorgehen: Zunachst wird der 
schijler aufgefordert, sich zwischen manner und you ein loch zu denkerk 
[obgleich der Englander hier sicherlich kein »auslassiing« empfindet), 
dcmnachst wird er angewiesen ihat in dasselbe hineinzustecken, imdl 
endlich sagt man, er mlisse das wicder berausnehmen und dafur in 
which einsetzen. 

Naliirlich kann der schliler audi so etwas auswendig lenien, abcr 
es isC viel zu verzwickt , als dass er je fliessenden gebraucb davon 
machen sollte. So bleibt cine gelegenheit unbenutzt, seineu geist nii: 
selbstthatigkeit anzuregen — was aus allgemeinen padagogischen grUndeo 
zu bedauern ist — und die in rede stchende ausdmcksform eignet er 
sich selbstredeod auf diese weise Dimmermehr an. Ausserdem werdea 
ihm vom wesen und werden dei sprache voUig absurde vorstelluBgei 
eingeimpft. 

Genetisch richtig wUrde man sich etwa so ausdrtlcken: nwenn 
man zur deullichen bezeichnung einer gewissen art [manner, way) nicht 
gerade ein passendes adjektivum findet, das man den worten manner, 
way vorausschicken konnte, so steht es einem im englischen audi frei. 
das, was tuan im sinne hat, ausfUhrhcher durch einen nachfolgenden 
conjunctionslosen satz zu beschreibenu. Das isC einfach und anschau- 
lich genug, um den schiiler zur leichten nachbildung der redeform lu 
befahigen , und gleichzeitig wird so die wirkliche natur des spradi- 
lichen vorganges richtig angegeben. 

J, a] he was going to give up the expedition 

b) he was on the point of giving up the expedition 

(] he was about to give up the expedition. 

a) "Er [hatte nichl nur theoretisch den entsdiluss gefasst, sondcm} 
war schon auf dem wege, seinen entschluss auszuftihren , sodass 
dessen verwirklichung (ausfuhrung) in allemachster zeit zu erwarten 
stand (1. 

b) >Er war (nidit nui schon unterwegs nach der ausfuhrung seines 
entschlusses, sondem) bereits auf dem punkte, wo der entechluss 
zUT that wird, angekommen*. 

c) »Er ging gcwissermassen aufraerksam betrachtend und erwjigeiul 
urn den gegenstand seines entschlusses herum. wie man das 
zu thun pflegt, wenn man sich sehr emstUch mit etwas beschaftigti. 



Die geneciiche erUlniiig der iprscbUcheii nusdrucksformcn im unlemchl 1 05 

6. a) Do, show mt (he letter! 

i] H'Ay do ymt not read? — / do read! 

a] *Macb, zeig mir den brief!* 

b) iWanito liest du denn nicbt?" — »Ich thu' ja Icsen!* 
Beide eischeinungen benihen auf dem unistande, dass durch die 

mnsdireibung mit to do dcr allgemeine verbaJe thUtigkeitsbegriff imd 
dtr specifische inhalt des betretfenden cinzelnen verbums mit greif- 
baiD deutUchkeit auseinander gelegt und so befahigt nerden , jeder 
Ibdl, und vornehralich der erste, seinen besondcm ton zu tiagcn. 
noduich der auf dem ganzen ruhende nachdruck nothwendig gesteigeit 
»erden muss. Uebcr do. show .... und / da work entladt sich die 
oiergie des expiration sdmckes zwei mal, liber show! I wori! am 
tinmal: in demselben verhiiltnisse ist die crstere ausdrucksforro der 
ivciteD an kraft liberlegen. 

Einen ganz analogen vorgang findcQ wir in der so Uberaus be- 
liebten ^eriegung der negativen indefinita nobody, nothing, nowhere u. a. 
in w* — anybody, not — anything, not ~~ anywhere u. a. Durch 
<lie sondening der negation von dem betreffenden indefiniten b^riffe 
wild jcdem von beiden ideen eine grossere selbs^mdigkeit und somit 
loch bedeutung zu theil. 

t) In so splendid and imperial a manner did the English people 
foh place among the nations of the world. 

Dieser fall ist anders anzusehn. Wahrend a) und b) sichtlicb 
darch den Wunsch einen gcsteigerten nachdruck zu erzielen, hervor- 
Eonfen sind, bemht die in c) vorliegende zuhtilfenahme des verbums 
'« ife zweifellos auf der transiliven natur des verbums [taie) ; denn 
uilransitive verba treten ohne solche in inversion ein. Der grund, 
"STum transitiva der umschrcibung mit lo do bedtlifen, liegt auch auf 
iJer hand. Ohne dieselbe wtirde eine von beiden stellungen eintreten 



I 



splendid , , . . a manner took the English people plait 



Oder; , . , . took place the English people. Abet die erslere wiirde 
dan sonst allgemein beobachteten gebrauche, wonach das objekt un- 
mittelbar auf das verbum zu folgen hat, recht storend zuwidcrlaufeu, 
^e letztere dem anderen, nicht minder strengen gcsetze, dass im falle 
der ioversion das subjekt den nachsten platz hinter dem verbum 
nnnimmt. Untei alien umst^nden aber ware es misslich, zwei iiusser- 
. Uch unnnterschiedene casus als trager entgegengesetzter funktionen un- 
tuittelbar aufeinandcr folgen zu lassen. Uieser schwierigkeit hilft nun 1 



L 




die heranziehung von to da in wirklich liberraschender weise abli 



did the English people take place. Jetzt sind erstens subjekt und objekt 
Uberhaupt auseinander gebracht, und jenes haX scinen Tegularen pkt& 
hinter dem hiilfsverbum , leCzteres hinter dem infinitiv, sodass den. 
sonst allgemein giltigen sprachgeseUen nach jeder richtung bin |cnt— 
sprochen iaC. 

Einen ganz ahnlichen fall bietet das deutsche, wo wir wohl sehr- 
bequem sagen konnen : nHeinrich sucht Franz> aber >sucht. ' 
Heinrich FraozYa Dichtgleich bequem emp&nden "sucht Hein: 
den Fratiz?! vorziehen. 

Noch naher steht das franKosische, insofern es bei fragi 
einen dem engtischen vBllig analogen unterschied zwischen transitiven 

und inlransitiven verben macht: comment pirit le jeune hommt? aber 



[nicht comment fit U jeune homme fortune, oder umgekehrt, sondem] 

comment le jeune komme fit-H fortune? Durcb die letztere constructions 
weise wird das unterschied slose aufeinanderfolgen von subjekt und 
objekt geradeso vennieden wie englisch durch die anwendung von 
to do. 

7, Were things to be done twice, all would be wise. 

»Wenn in bedmgungssatzen die conjunction */ ausgelassen ist, so 
tritt das subjekt hinter das hUlfsverb. Ist kein htilfsverb vorhandeD, 
so wendet man die umschreibung (lurch to do an (Ges. n, 40, 4).» 
Das heissi: "hat einem jemand vorn am bedingungssatze das ^ ab- 
gesagt, dann muss man das subjekt vor dem hulfsverbum herausziehen 
und hinter demselben einleimen. Ist aber das htilfsverbum nicht von 
birke, dann ist anstatt dessen ahom zu verwendeu". Nun, ich bin 
gewiss ein sebr warmer anhanger aller handfertigkeitsbestrebungen, 
aber einer detartigen verniengung von handwerksunterricht mil sprach- 
unterricht kann ich denn doch nicht das wort reden. 

Genetisch, d. ist sprachgeschichtlich ausgedriickt, verhalt sich die 
sache ja einfach so: Unendlich oft slellen insonderheit wir Deutsche 
im gesprachsverkehr fragen und ziehen dann, ohne deren bejabung. 
da wir ihrer vciUig sicher sein zu dUrfen glauben, abzuwarten, die 
entsprechenden consequenzen, ganz als ob die vorausgesetzte bejahung 
wirktich gefallen sei. Also zum beispiel: »fUhlst du dich nnwohl! 
dann will ich dich jetzt nicht weiter belastigen .« Dem an- 



IM 



Die genetische erkl&mng der sprachlichen aiisdnicksformen im unterricht 107 

geredeten \Usst man ja dabei immer noch zeit, im falle die amiahme 
sdner bejahung der frage unberechtigt war, hinterdrein gegen die 
daraos gezogene schlussfolgerung zu protestiren. Eben deswegen hat 
man es auch allmaLhlich gar nicht mehr nothig, hinter der frage eine 
merkliche pause eintreten zu lassen und diese selbst bis zur vollen 
h^ des fragetonfalles binau£cuschrauben. Und so verschmelzen schliess- 
Hdi beide ssltze als vorder- und nachsatz zu einer satzeinheit condi- 
tiooalen charakters. 

Ganz diese entwicklung ist nun auch im Englischen vor sich ge- 
gangen. Wie aber beispielsweise das ursprtinglich abstractum Christen- 
dm als solches fort und fort ohne artikel gebraucht wird , obgleich 
esjetzt weit Uberwiegend in collective function (ibergetreten ist, so 
befaiilt auch der fragesatz, dem der ztisammenhang der rede conditio- 
nalen werth beilegt, formell nach jeder richtung hin, u. a. auch be- 
2(^^ich der anwendung von to dOj seine unterscheidende natur. 

In dogmatisch bUndiger fassung: «E>ie verwendung von fragesatzen 
omditionalen werthes theilt das englische mit dem deutschen, doch 
im allgemeinen nur so weit es sich um irreale voraussetzungen handelt.« 

8. Children will be noisy. Accidents will happen, 

> Kinder wollen nun einmal ISrmenc. ^UnfUlle wollen eintreten v. 

Was jemand will, das pflegt er auch zu thun. Darum kommt 
es so ziemlich auf dasselbe hinaus , ob man sich liber seinen wilien 
Oder (iber seine gewohnheiten ^ussert, ob man sagt children will be 
noisy oder children a/re 1/n the liabit of being noisy. Wenn man 
in diesem sinne formell auch din gen (z. b. oben accidents) einen 
wilien beilegt, so ist das nicht befremdender^ als wenn wir etwa im 
deutscfaen sagen: »gerade als das unwetter losbrechen wollte, 
erreichten wir eine btittec. 

9. Fools are not to be convinced. 

Dass der Englander hier genauer ist als wir in der entsprechen- 
den deutschen ausdrucksform beruht darauf, dass im englischen to be 
mit fdgendem infinitivus activi gleichfalls einen sinn hat, aber einen 
abweichenden, namlich den des befehls [you are to come home) . Somit 
war cine unterscheidimg des in you are not to be praised liegenden 
gedankens von dem, welcher mit you are not to praise ausgedrtickt 
wird, bedUrfniss, und fools are not to be convinced musste geschieden 
werden von /. are not to convince, Im Deutschen liegt die moglichkeit 
emes doppelsinnes nicht vor. 

10. It is necessary for you to choose a profession. 
sEs ist fUr dich nothwendig, einen beruf zu wahlen«. 



H- Klinghardt '' 

Man sollle meinen, eine einfachcTe ausdnicksronn kSnnte es nidil 
geben. Ich werde mich darum auch wohl htiten, dem schtiler mil 
einer genetischen erklarung beschwerlich zu fallen. 

Aber der fluch der von den Griechen her auf uns tiberkommenen 
logischen sprachbetrachtung hat es bei Gesenius (n. § 205} dahia 
gebracht, dass er zur belehning (!) des schtilers zuoachst Jor you lo 
ihoest a fro/esswn als » verkUrzlen nebensal2« bezeichnet und mil >dass 
du cinen beruf wahlst* iibersetzt. Um nun aus diesem selbstcon- 
sCruirten satze die englische ausdnicksweise zuriickzugewinnen , weist 
er den schliler an, 1. die conjunction ndassu abzusagen, 2. das ver- 
bum tinitum b den infinitiv umzuhobeln, und 3. vor dem >Deueii' 
subjekt "duK englisch ein for anzuleimeo. Eine bemerkung btenu 
scheint mir oach allem gesagten Qberfliissig. 

Ebensowcnig liegl im zweiten theile von chairs were placed far 
people to sit upon ein verkiirzter finalsaU vor, noch in den letzten 
wortcn von / am not such a fool as to believe that ein verkiirrter 
consecutivsatz etc. etc. Die einfache vergleidiung des deutschen ge- 
nligt, um den scblilem ein sprachrichtigeres und zugleich praktiscb 
wirksameres verstandniss des sach verbal ts beizubringen, soweit die 
sache ijberhaupt einer erkiariing bedarf. 

1 1 . There was no resisting so tempting a proposal. 

Mechanisch: ^Durch there is no mil folgendem gerimdiam wird 
eine umoglichkeit bezeichnet (Ges. II, §219, anm.)c. 

Genetisch: iCr gab keinen widerstond [resisting, verbalsubsta 
= resistance) gegen einen so verlockenden vorschlago. 

la. Pmverful as he is, I do not fear hint. 

"Machtig wie er ist — ich furchte ihn doch nichtl« 

Das ist eigentlich fiir den schtiler erkliining genug, dean sie befahigt 
ihn, diese ausdrucksform mil selnem sprachgefUhl ricbtig zu erfassen. 

Genetisch angesehen , slehen die dinge heule jedenfalls so , dass 
der redende, wenn er sich dieser redeweise bedient, zunachst diejenige 
eigenschaft des betreffenden nennt. deren vorsiellung im augenblick 
am macbtigsten auf itin einwirkt (also powerful, um bei obigem bei- 
spiele stehen zu bieiben), dann ausdrticklich ihr vorhandenseln bestatigt 
[as he is] , und dann daniit schliesst, dass er erklarl, diese eigenschaft 
bilde doch kein hindemiss fiir die in dem anakoluthisch angefugten 
saUe (/ rfo not fear him] enthaltene behauptung : nmachtig — was 
er [wie ich gern zugebe) ist — ich furchte ihn doch nicbt.a 
So enipfinden wir wenigstens, wenn ich mich nicht tausche. bei der 
analogen deutschen ausdrucksform. 



Vie gEnedsche erkliinuig der sprschlichen aasdrncksformeii im onterrichC 



109 



Will man dem schiiler Uberhaupt noch etwas weiteres geben, als 
dit obige iibcrseBung, so wird die eben ausgefiihrte interpretation ihm 
wemgstcns keine a priori falsche und sprachwidrige vorstellung von 
(let siche geben. 

Ich glaube aber auch, so weit es sich wirkiich um die ursprUng- 
lidiB entstehung der in rede stehenden construction handelt, mit meiner 
obigm daretellung mich nicht fem von dei wabiheit zu be&nden. Ander- 
veitige verlassige feststelltingen Ub^ diesen besonderen gegenstand 
siad mil nicht zur hand. 

8. Indlviduelle ausdrucksrormen. 

Wie ich micfa im vorigen abschnilte der bequenilichkeit halber an 
Gesenius, das lehrbuch. mit dem ich seit jahren in der klasse ar- 
btitCp anschloss, so gestatte ich mir die nachstehenden beispiele sammt- 
lidi aus der diesjahrigen lektiire meiner englischen versuchsklasse (II B) 
m entnehmen, niimlich Mulock's Hir schulzwecke ganz Tontiglich 
gKignete erzahlung Cola Monti (Wiemann'sche sammlung, Gotha, 
Guslav Schloessmann ) . 

Bis aiif verse hwindende ausnahmen (vgl, beispielsweise das s. 95 
er»iJinte what is the matter?) laufen die individuellen ausdrucksformen 
dtudiweg auf vergleiche, bilder und bildliche wendiingen hinaus. 

Den unterschied zwischen der mechanischen imd der gene- 
tiichen art ihrer unterrichtlichen behandlung habe ich schon s. 97 
Uarailegen gesucht. 

Hier will ich nur noch auf den verschiedenen mnemonischen werth 
beider hinweisen. 

Gesetzt den fall, es Uge die englische ausdmcksforra Twe used to 
pvi him a wide berth [A]" vor, und untenichtsaufgabe wSre ledtglich 
WchliesHung des verstandnisses ftir diesen einzelnen, vorliegenden fall, 
Ib». befahigung lur Ubersetzung in das deutsche, so wUrde es zunachst 
(1« einfachste und kdrzeste sein, wenn wdrterbuch oder lehrer dem 
sdililer ohne weiieres das deutsche equivalent "wir pflegten, ihm 
roOglichst aus dem wege zu gehen {ii)t darboten. Glaubt aber 
fe lehrer, diese wendung konne dem lemenden wohl wieder vor- 
Iroiincn und wtinscht cr darum ihre bedcutung seinem gedachtnisse 
bldbend einzupragen, so dlirfte er mit der dtinnen, mechanischen 
glfichung A ^=: a nicht viel erreichen: schon die Utichtige klir^e dcs 
'ofahrens verhindert eine nachhallige feslsetzung derselben im geiste 
des schldeis, weiterhin aber auch der umstand, dass solche 
nische gleichung kein einziges intellectuelles band zwischen A und a 



i 



no H. Klinghardt 

bcgrtindet. Daher kann der lehrer auf diesem wege sein ziel nor er- 
reichen, wenn er dem schliler die genannte gleichung zum auswendig- 
lemen d. h. vielfacher mechanischer widerholung au%ibt und diese 
zunachst einmal, dann aber alle vier oder mehr wochen, je nachdem, 
in der klasse controUirt. Was also zuerst an zeit gespart wild, muss 
hlnterdrein in bedeutend vergrossertem massstabe wieder au^ewandt 
werden. 

Anders liegen die dinge bei genetischer interpretation, wo der 
lehrer dem schiiler den werth von A durch ableitung desselben aus 
seiner urspriinglichen sinnlichen bedeutung (a) klar macbt. Im gegen- 
wartigen falle galte es also, auszuHihren, dass to give a wide berth 
selbstredend der bilderreichen matrosensprache entlefant und dariim 
auf verhaltnisse des schifTslebens zurtickzuftihren ist. Dort nnn be* 
zeichnet berth (koje) den privaten aufenthaltsort , den pers6nlichen 
raumbesitz eines matrosen , wo er voUste bewegungsfireiheit . besitzt, 
ohne dass er einen anderen stOrt oder ein anderer ihn stdren daxf. 
Naturlich giebt es in jedem schiff wide berths und narrow berths, 
Wenn ich von einem mir bekannten unangenehmen menschen, dnem 
betrunkenen u. drgl. begegne, und, vielleicht urn einen grusswecfasel, 
eine ungezogenheit u. a. zu vermeiden, eine entfemung von zehn 
schritten zwischen ihn und mich bringe, von denen ich ihm heizlich 
gem die halfte und mehr zu personlicher benutzung, gewissermassen 
als personlichen spielraum iiberlasse, so hat der matxose alles recht 
zu sagen ich hatte ihm a wide berth gegeben oder iiberlassen. Dies 
ist das a, aus dem der heutige conversationelle werth von A ent- 
sprungen ist. 

NatUrlich kostet eine solche auseinandersetztmg einige zeit, er- 
fordert auch die angestrengte mitthatigkeit des schUlers. Aber dafiir 
wirkt sie gerade aus diesen beiden grlinden um so kraftiger und nach- 
haltiger auf das gediichtniss und macht nachmals nur in sehr geringem 
umfange wiederholungen nothig. Dazu kommt, dass die verbindung 
A^ a keine bloss ausserliche wie die von A = a ist, sondem durch 
ausscrordentlich zahlreiche und leicht erkennbare beziehungen zwi- 
schen A und a gestlitzt wird. Und endlich ist von hochster wichtig- 
kcit, dass a dem geiste des schlilers stets ein farbenkrafdges anschau- 
liches bild vorfLihrt, wahrend a den charakter abstracter grauer farb- 
losigkeit mit A zu theilen pflegt. 

Die iibersetzungsmethode , welche nicht auf beherrschung der 
sprache auf lebendige aneignung ihrer ausdrucksformen ausgebt, wird 
sich vielfach mit mechanischer behandlung begntigen konnen ; die direkte 



Die genetische erklfinmg der sprachlichen ansdracksformen im unterricht 1 1 1 

(tueoei] methode, welche den schtiler zu sicherer herrschaft Uber ein 
besdmmtes sprachgebiet verhelfen will, muss naturgemass vorzugsweise 
?om genedschen verfahren gebrauch machen, und wird dies mit urn 
10 grdfiserem erfolge thun konnen , als sie ja die aufmerksamkeit des 
leneDden ausschliesslich auf die fremde redeweise concentrirt und sie 
nicfat dnrch g^eniiberstellung anders gedachter deutscher bilder theilt 
und ablenkt. 

Und nun lasse ich einzelne beispiele folgen, wie sie sich mir 
gerade in Cola Monti dargeboten haben. 

1. // grated on his mind to hear such word (s. 51). — To grate 
ist wohl unser »kratzen« und bezeichnet u. a. das schrille gerausch, 
das beim reiben barter korper, beispielsweise beim aufstossen mit den 
fiogeniigeln , auf rauhen fl^chen, wie gebranntem unglasirtem thon, 
blkbewurf, rohem stein u. a. hervorgebracht wird. Manche naturen 
Terhalten sich dag^en ziemlich gleichgUltig, anderen verursacht es, 
aos nicfat erkennbaren grtinden, die hochste pein, geht ihnen bis aufs 
nuok. Ganz sihnliche verscfaiedenheit der individuellen anlage und 
nnpfindlichkeit findet sich auch auf moralischem besonders aber auf 
^ts^ietischem gebiete. £s giebt menschen, die durch gewisse urtheile 
nnd anschauungen in ihrer umgebtmg geradezu zur verzweiflung ge- 
trieben werden konnen , wahrend andere nicht den geringsten anstoss 
daran nehmen. So litt Cola*s ktinstlerisches empfinden bei den be- 
mokungen seiner mehr auf handel und gewerbsbetrieb angel^;ten 
Ic^eraden (iber die Madonna della Sedia. Es iiberrieselte seinen geist 
nut einem widerw&tigen schauer, geradeso wie andere beim knirschen 
eines schieferstifts u. a. k^rperlich leiden. 

2. The sooner he makes up his mind to it the better (67.). — Schon 
^ 97 wurde bemerkt, dass up in zahlreichen fallen die erreichung des 
codzidSy den definitiven abschluss einer handlung, eines vorganges 
ttMieatet. Andererseits drlickt 9mind^ oft nicht bloss den begriff »sinntf 
Khlechthin aus, sondem den vziu* bethatigung drangenden sinn, lust, 
ncigUDgt vgl. y^to have a mind to do something, 9. Demnach bedeutet: y^to 
•fl^ up on^s mind to a things so viel als: » seine neigung(en) ab- 
^easend in ordnung bringen, einrichten nach {to) einer bestimmten 
nchtung, auf ein bestimmtes ziel hin.c 

3. Young Monti was in fact turned upon the world quite destitute 
l^?)- — to turn, von firanz. toumer = *wenden«, wird englisch viel- 
^ gebraucht im sinne von J»nach einer bestimmten richtung wenden, 
trdbeni. Und zwar ist besonders haufig die redeweise »/^ turn out^ 
=s >hinaii8treiben«. uTo turn out the cattle^ = »das vieh hinaustreibem 



, TV .: :..:_:ir ::.:>..-"jcii:5iVinr. imd das gebiet. anf welches 

. • '.» -r- vv:. -ti <i:r. d.ir: naci: wahl und moglichkeit 

' / ..••.- * j-_ ~::: ..s: r.r^T.sKiai: tt/>i»^ anceireben : rte turn 

'• '' '*if' .' ' . ••-.-^.i. >. Y-'^uM aiic± t/j/iT eine? scbbnen tau?es 

'-•' * '.rf.: .:: vr— ntr :n:r. iv^ner ohne seme eigene be- 

•/ • / :"iC i-f...-r.f sach :»eiar: mgefiihrt wonien war. 

• "i T vc.:^ v =-it V ti: uad hicr seiner fahigkeit 

^ * / *rrA ♦T'l'f r. '. :'t;rli.5>ez.. 

' / '/y '.'.A. :'..': '.f ..i.j^ ..-'n: vprr, . .t^Ktwruj 7£*ztk Art, was 

tt,.if.ini,f.i.if, f/^ , — Wit > :.' rr: I a per^cK a ZL^idf berths der 

''''"'. * : ' \^js::lzi^\ v. :?: L.t h.-r vi^rlierende ausdmcksform mit 

.'-': t!','^.:'.r- ruer?: ::r krsise derer aafgekommen, 

' •• "•/• /. ."/Vi /:r-Cf;rulrrer. : fe^er. zad loDd ihre weite ver- 

• .' ../•••' wo d'rr UT.er^-::il.cr.t rusianc der w^e die sittc 

»•..«*. /. « f.' r ;>ii;r':me:r.en machie. A'rier selbst dem pferde 

.../.M I'/if/ jko/nrnerj. uni so s::h sich der reiter otters ge- 

....... .1. \tvnu A«:s ;hm ieich: ru macber.*. engl. tc alight. 

, i.i.t .. , A *\t*\u wi;;"; r.ach und r^ach "ier stebende ausdruck 

. . . '. I*:* ;/l«i<h',ic'l ob es zum gemr.isten zweckc geschah 

Si. I fi.»M kijjij aber die steile. auf die er abspringen 

. ..... i. ;'Mri'i priifen. und oft genng mogen ihm. zumal 

. ..//iffMi' h'Ti ^.^cgenden, verdeckte felsen, knoiren, 

. . ;i .,..« i»h« ri IV J.iingen bereitet baben. So ist es denn 

.1. .1.1 II i»M. I' r.*lriK-k ^•to light vpcn a thing% = i»ab- 

.1 1. ;/«;/« ii'.t.iTj'I" mit dem sinne von J'unerwartet 

... I .»J.« I. " Jii d<ii allgemeinen spracbgebrauch drang, 
, . ...I.I ^/' i.ii '•. '.i'h um et^*as willkommenes als wenn 

„. i//iiii!.i liii'. handelt. Hier liegt das erstere vor. 

, ,. . i.iJ n,t f'l •" tniw'graincd, if you had a littU Billy of 
.t : .u. f,} h« I iiwAriuk cross-grained ^ehoTt uxspriing* 

,1.,,. .Ill li.,l/f.illiT iind holzspalter an. Im glatt auf- 

.. . I ........ Ill, III iln- liol/.fascrn eben und gleich neben 

. . .. .ii.i.i. ili . li.iiM". ^y^rain) auf dem felde. Um dieses 

.1 ,. I . I.I. I.. I iit.iii «li«- "(ascmlage" geradezu als^rtf/«. Ver- 

, . .. I > I. |..ii.ill. I, Ml hai ilrr holzarbeiter angenehmes spalten. 

• ..,.,. ..!.. I .ilii liiii/ niifl die quera (cross), was sich viel- 

j -< . . .,.1 M.. iiii. .ilii I iiiifli bci biUimen findet, die der wind 

i.. 1 ,.< . .1 i liii i.flrt (III! allcrhand wachsthumshindemisse 

j.i., ., i...i... •i.ii.ii |iiilii i"i iibrrnus hiissliches arbeiten. Das beil 
i..'.i«i .I..II.' < "<' I" Ml III wmlri ab, und dringt es ja einmal ein 



Die grnetische crklilniTig tier sprttchlichei 



inEidnictiformen im imlerricht 



wcnig ein, so stbsst es schon in zolltiefe von neuem auf biDdemisse. 
Aebilich stehi es rait den mcnschen. Manche besitzen so einfach 
flan nnd normal verlaufende fasernlinien des charakiers, i.lass man 
nach den ersten augenhlicken wciss, wie man init ihnen tlaran ist, 
lud leicht mit ihnen fertig wird. Bei anderen geht^n die laimen und 
schmllen so veriwickt und wirr durch einander (iuctom"), dass man trot* 
besien willens nicht zu sagen veraiag, was man mit ihnen anstellen soil, 
4im ihnen freundlichkeit und sympathie m entlocken. Das gewbhnliche 
amgMgswerkzeiig des menschlichen verkehrs versagt an ihnen. Solche 
menschen bezeichnete der englische holzarbeiler mit dem seinem liand- 
wnte angehorigen ausdnicke teross'smined", nnd allmahlich drang 
dentlbe liber holzschlag imd bauernhof htnaus in den allgemetnen 
spisehverkehr. 

6. 'His mt'ming's rtfltctions had wound him up to such a high 
filch ef (nthusiastit tnergyl (g?)", — »His ftiergy and detennination, 
vhtK 9nu fairly xcotind up, stislaittfd him for a long lime (ijo)-" — 
Die hier vorliegem^e eindividuellen atiEdnicksfonn enihalt ra. e. nicht 
in dem masse, wie die vorhergehenden eine bestimmtc beziehung auf 
eJDtn gewissen. besonderen \organg. Zu gninde liegt aber zweifels- 
ohne die vorstellung eines an einem punkte befestigten, am anderen 
1^ iur grenee der moglichkeit auf eine welle aufgewundcnen und 
Wiirch straff gespannten seiles. Gleich/citig haben wir uns zu erin- 
Don, dass bei aussergewbhnlicher kbrperlicher anstrengung die sehnen 
in menschlichen korper sich gleich taiien anspannen. Demgemiiss 
glanht die volksthtlmliche psychologie aber auch an die anspanntmg 
Sewtiger arbeiistrager, wenn es gilt eine bedeutende intellectiietle leis- 
""ig auszufuhren , und der griibelnde philosoph spannt unwillkiirlich 
<iie voideren stimmuskeln an ;"stirarunzeln«), gleich als ob er so eine 
pnjuJBche anspannung der hinmerven erzielen kOnne. So sprechen 
"it in alltaglicher rede von geistiger uanspannimg" imd nabspannung". 
Engl, nwcvml up" bildet die genaue entsprechimg zu unserem deutschen 
'*i>Kespannt «, enthalt aber noch weiter die besondere vorstellung der 
Mtpinnung vermitlelst einer welle, v,auf» welche das gcspannte Oi^an 
""fgerollt wird. Was nun die beiden oben angefllhrten ausdrncks- 
""Boi belrifft, so verlegt die zweile absurderweise die "energiea des 
"•WSdien alls seiner personlichkeit hinaus und isolirt sie als etwas 
""sttjhm, das ihn durch horizonlalen gegendruck aufrecht erhalt, 
^W wie cin gSngelband das kleine kind bei seinen laufversuchen. 
"* etste aber schcint mir nicht mehr als eine superlative steigerung 
do begriffes iw/« lu enthalten, gerade so wie das deiilsche »auf das 



^ 



■ ^^ki«i. EntfiMbe (indJsii 



XIV. 1 



httchste 3Bge$pa.nnt(t. fHis energy n-as jcouud up*, wird verstarkt ui 

n/iis e. n<. wmmd up high*, woraus u. . . . wound up to a Aigi piiek* 
ipilch ^ nhoher punkt" im allgemeinen'i . sHe was wound up la a 
high pitch i'f energy ^ ner war angespannC bis zur erreichung eines 
bohen grades von energies, indem die idee des uanspannens* von 
der besonderen eigenschafi auf die ganze personUchkeil Ubenragen wird. 

7. \During the half-hour that he had to await the important inttr- 
r/rti'.] his courage was gradually oosing out at his fingers' end (128). 
Die organe flir die bethatigung von physischem muth sind die hande 
(fiiiiste^ ; es liegt daniin nahe, das allmahliche schwinden, hinwi^' 
stckern [oosing put) des inuthea in die fingerspiUen nu vertegen, aucb 
wenn es sich um moralischen muth handelt. Vielleicht konunt bci 
der oben in parenthese augegebenen situation nocti die vorstellung 
hinzu, dass bei iiervdser aufregung angesichts eines entscheidenden 
momentes die meisten menschen ihre imiere unmhe durch nervoses 
greifen. reiben und driicken mit den fingerspitzen veirathen. HOtt 
dieses auf, dann ist entweder der alte muth zurtickgekehrt, oder aber 
auch, er isl voUig gescliw-unden und voile niedergeschlagenheil eio- 
getrelen. Hteran scheint das obige bild mit zu erinnem. 

8. •''Co/a resoli'ed thai on Monday nwrning he would turn over 
a new leaf '153)-°') Hie ausdmcksform "to turn tn^er a nerv leaft 
entstamml der schulstube, VVenn ein kind eine arbeit auch naeh 
mehreren, ku immer neuen aoderungen fUhrenden versuchen nicht hat 
ausflihren konnen und ihra der lehrer endlich ztt hulfe kommen mim, 
so wird dieser ihm ja zun^chst die sache klar machcn, vielleicht auch 
hier und da ein paar striche oder worte in das geivirre von schreiberci 
eintragen. Dann aber heisst es oft: ao, mein sohn. jetzt lass abcr 
einmal diese ganze schmiererei bei seite, schlag das blaii um und 
fang eine neue seite anN Uer zw-eck hierbei ist, dass dera schUler 
zunachst der verworrene und entmuthigende anblick seiner fehlversuche 
entKogen, die neue wetsse seite aber seinem neuen muthe imd der 
durch den ziispnich des lehrers gcschaffenen klarheit der erkenntniss 
entsprechen soil. In dem englischen schulausdrucke n/o turn over a 
new leaf'' sind die beiden aufforderungen "turn oi'cr the leaf and begin 
a new page!'' um der kUrze willen Kusammengezogen und in eins v 
schmolzen wie wir das so oft in aUtaglicher rede thun, nicht am sd- 
tensten auch in der unterrichtssprache. 

^'e1. hierzu an dcnelben itelle nocli die weiteren, anf dusetbe bild beng 
II BusdrileltB; rffl found the leaf to stick very much, and at last tit d' 
Wt la Ir^' tf turn it over at all, Hali! IV. -.oas g 




Die genetische erklaning der sprachlichen ausdruchsforinen im unterricht nc 

Die eben geschilderte situation kehrt aber oft genug auch bei der 
moralischen erziehiing (bzw. selbsterziehung) wieder, und so konnten 
wir wohl unseren schulem bei quartalsbeginn sagen: »Euere letzten 
censuren haben manchem von euch nachdrlicklich klar gemacht, dass 
er im letzten quartal noch mehr als einer seite es hat an sich fehlen 
lassen; wir lehrer haben auch nicht verabsaumt, euch wiederholt rait 
nachdnicklichen worten auf euere fehler aufmerksam zu machen. Aber 
jetzt soil das vergangene vergessen sein, dieses (verdorbene) blatt im 
buche eueres schullebens ist umgeschlagen, das neue quartal liegt als 
ein unbeschriebenes weisses biatt vor euch. Nun fangt mit neuem 
muthe an, indem ihr euch die frliheren ermahnungen gesagt sein lasst. 
Dann wird diese neue seite bald einen besseren eindruck machen als 
die alte!« Im vorliegenden falle sprach sich Cola selber so zu. Er 
hatte eine woche in sehr unbefriedigender vveise vergeudet, war aber 
jetzt zur einsicht gekonmien und beschloss, zwar eine weise lehre aus 
dem geschehenen zu ziehen, im librigen aber, um sich durch die 
erinnerung nicht entmuthigen zu lassen, die ganze geschichte nach 
moglichkeit zu vergessen und in der neuen woche mit frischer zuver- 
sicht ein neues leben zu beginnen. 

9. She wondered how some people could be imposed upon by the 
brazen fares of some other people (79) .« — Wir deutsche sagen ))je- 
manden etwas ^aufbinden'a im sinne von »ihm mit gewalt eine an- 
schauung, eine ansicht, eine falsche information aufndthigen, zu der 
er sonst von allein nicht gekommen ware — ihm eine llige 'aufheften\« 
Der Franzose spricht im gleichen sinne vom »auflegen«: nen imposer 
h quelquun^t = sjemandem welche [d. i. falsche vorspiegelungen — 
vgl. en conter h q,\ auflegen, d. h. »ihn tauschena. Das englische uto 
impose upon a persons stellt eine genaue herlibernahme der franzosi- 
schen ausdrucksform dar. Die umsetzung in das passivum: y* people 
are imposed^ upon by other peoples erfolgt in reguliirer weise gemass 
dem oben unter A, i, c besprochenen sprachgebrauche. 

10. i^His quiet regular habits were not easily broken in upon (iSo).« 
— Die wendung »/<? break in upon somethings mag auf dem lande 
aufgekommen sein, wo sich so viel gelegenheit bietet, dass unbeauf- 
sichtigtes vieh einbricht auf eine umzaunte wiese, auf die es nicht 
hingehort. So konnen auch aussergewohnliche storungen und abhal- 
tungen hereinbrechen Uber den ruhigen frieden eines stillen studir- 
zimmers, einer geregelten, von festen entschliissen und gewohnheiten 
umfriedigten lebensthatigkeit. Zur passiven construction ist auch hier 
wieder A, i, c zu veigleichen. 

s* 



II. %Cela {oitlit hiir4ly timkt out his broad SeoUk (93 ■< — Idi 
kann nicht umhin, ^lo make out* in solchen verbindungen immer in 
werthc von "fc distnlangU, lo uiiraveh ta empfinden. Und smt 
schwebt mir dabei das bild von einem vorworrenen loiauel vra', MB 
dcm man allmahlich und mit mlihe die einzelnen faden Dherausbnogti, 
urn sie glatt und parallel neben einander hinzulegen. To makt nt 
der allgemeine begriff der ihatigkeit, out deutet im obigen falle dhl 
herausbringen aiis der venvorrenen menge von unverstiind lichen lautai 
luid silben an: aer konnte kaum sein breites Schottisch aus dem £&- 
lektischen kaudenv-alsch herausbringen.' Eigentlich mtisste es freiltdl 
heissen: aer konnte kaum den sinn aus seinem breiten Schottisdl 
heraiiflbringen. " Aber die sprache geht eben nicht logische bahncD, 
wie sich das die griechischen philosophen etnredeten. Sagen dodt 
auch wir Ileutsche: >ich kann die stelle nicht herausbringen* und 
ineincn damit gleichfalls: nich kann den rechten sinn nicht aus der 
stclle herausbringen. a Man vergleiche z. b. franz. ; tee ehapemi ntMlre 
fat him dans ma lUe* stalt eines allein vemiinftigen: itna t?te n'mtre 
fas bitn dans <e {Uapeau.t Ich glaube, -"hypaUagen nannten das die 
alten philologen und glaubten damit die sache verstanden zu haben. 

II. xWood-draioing is a craft of itself, requiring regular learn- 
ing and plenty of practice, before you can get the knack of it (133)11 
— Tknack* ist urspnlnglich so viel aJs "spiekeug, « Auch die gerath- 
schaflcn des profession ell en ospielerso, namltch des taschenspielera, be- 
zeithnet man als vhiacks', desgleichen die mit ihnen ausgefiihrten 
kimststUckchen (tricks). Demnach scheint in der nicht gam leicht zu 
deutenden ausdriicksform "to get the knack of a thtng« etwa der sinn 
/u liegcn: "Die spielende behandlimg einer sache, einer aufgabe, ge- 
winnen, etreichen; lemen, spielend leicht mit ihr umzugehen.o Jeden- 
falls liegt die idee der gewohnheitsmassigen , spielend leichten aiia- 
fiihrung, belhiitigt an verhaitnissmiissig kleinen unbedeutendcn dingen, 
alien mit tknackn gebildelen redewendimgen zu grunde, und meine 
auffassung der construction vorliegendcr atisdrucksfonn scheint mir be- 
stltigt durch die analogs function des gleichbedeutenden , aber dem 
sprachgefuhl sehr viel verstandlicheten wortes «trick', welches m. e, 
ohne weiteres an stelle des obigen ukiiarki- eingeschoben werden konnte. 
n/ cannot get the trick of itt = "ich kann mir absolut nicht jene letzte 
klcine geschicklichkeil erwerben, weldie die beherrschung der ilbung 
«n einer spielenden d. i. voUkommenen macht. ■ 

13. nKow would be hunted out of college, Monti, for sporting such a 
f^a neckerchief). (149)" — iSportu bedeutet ja wohl ursprU 



irsprUngJ 



IMc ^netisclie crklilning dcr sptnchlichen aii^c1riic!(s(i>r 



m iintErridit 



I17I 



licfa korpertibimg , korperliches spiel. Daiin hat es aber au(.h dca | 
wenhvon i>spiel, ktirzweil, zeiivertreib « Uberhaupi, iind die siudemen- 
^nache wird z. b. eine neue barocke art von busennadeln . man- 
schetten. slacken, pfeifen u. a. ohne weiterts als it/ie tatest sports 
beieichen. U'ie aber ahiack* iiicht bloss das nspiekeug" ist, sondeni 
lugleich atich die fertigkeit seiner liandhabung , so drlickt *!port* 
dicsem sinne nicht mir den gegensland der jlingsten niodenarrheit aus . 
sondem ebenso das tragen, den gebrauch desselben. Und das sliiden- 
tiscbe ilte sports a wmiler/iil neckcrekkft wiirde, in schliclites, hiirger- 1 
lidts Deutsch tibertragen, weiter nichts besagen als; »er gewahn sich J 
dto ipielenden genuss, ein wunderbar schones halstnch «u tragen > 

14. tThtie foreigners eoax John Bull out of everything [79)." 
Dm wort "to coaxt bedcutet: "jemanden in eigenntiteiger absichtl 
Khmeicheln, ihm schon thim, um ihm eine eriaubniss, eincn vortheU 1 
o-i. ib^ugewinnen," Der sinn seiner verbindung init *oiit ofi wirdfl 
(Ofon klar. wenn wir einer hierher gehdrigen amerikanischen redeweise I 
ledenlen. Wenn natnlich der Amerikaner sagen will, dass ein menscb j 
KMD ganz besonders hohen gnid geschaftlicher tiberredungskunst be- I 
fiW, so meint er wohl, derselbe bringe es fertig, *lo coax a raecoon \ 
fcftwi) out of a free-hole." ^To eoax out of a things heisst also;' 
^ffch schmeichelnde ziisprache [in der weise der I'schmeichelkatichenc) 
Jfflanden mm verlassen eines besitzthumes briiigen, " Unserem aus- 
•inidte ijcmanden etwas absdimeicheln = liegi die idve der entfcmung_^ 
*ine besitzsttickes aus der rechtssphilre des besitzers zu grunde, die eng- 
Ktche ikusdrucksfonn lasst den besitzer aus seinem besitz entfemt werden. 

15. Morris's natural good temper was not proof against the frank * 
foi ivay in which this war of emulation was carried on by Archibald 
I'S)-' — Eb scheint, dass proof ira vorliegenden sinne adjecliviscli. to 

^ pivof against something auf die verhSltnisse und die handwerkssprache 
w* lutlelalterlichen waffenschmids zurtickzufuhren ist. Derselbe \er- 
%> liber ein art von "proben. erprobungen>, denen er die erzeug- I 
li** uiner edlen kunsC unterwarf. Die beste waare an harnischen, 
■icimen, scbwertem u. a. war diejenige, welche die griisste zahl 
sich sieigernder priifungen bestanden, die geringste die, der er nicht 
■"*' als ein oder zwei proben xumiithen zu konnen geglaubt hatte, 
»cie waarensHicke ordnete er zusaramen nach dem gleichen grad der 
P'lH'iiig. die sie durcbgcmacht hatten. und die so sich ergebendenl 
»*»en Oder gnippen werden nun unter der beseichnung lerste, zn 
"itie pHifung ^^roof)t geflihrt, gerade so wie wir waaren von der glei-' 
tbtn iqiiaiitdii wohl aiich selber rail dem namen »qualit^« bezeichaeat 



Ii8 H. Klinghardt 

ndics ist cTste ((ualitc, ich trage meist geringere qualite u. s. w.v Die 
schiitzwaflTcn konnton aber audi zusammengeordnet werden nach der 
art dcr angriffswaffen , denen sie widerstand zu leisten fUhig waren: 
" f/ii's harness is proof against the strongest arroiVy that helmet is proof 
against the hardest sivord,<n So wird mit reproof against^ die eigen- 
schaft des bctrefTendon gegenstandes angegeben, and allmlQig begann 
man daher den aiisdruck als eigenschaftswort zu empfinden im werthe 
von » able to resist this or that weapem , impenetrable to it, i In 
<licsom sinnc ist i^waterproof^ das, was die probe gegen die ein- 
wirkung dcs wassers, y^fireproof^*^ das, was diejenige gegen die einv^drkung 
dcs feuers ])estanden hat, was widerstandsfHhig gegen wasser bezw. feuer 
ist. An obigcr stelle aber wird gesagt, dass Morris's natural good temper 
gegen Archibald's frank open 7vay nicht widerstandsfsGiig war, eine probe 
dagegen nicht aushalten konnte. Dass indess bei alledem ^proof% dodi 
nifht ganz in adjectivische function liber getreten ist, ergibt sich u. a. 
aus seiner unfiihigkeit, comparativformen zu entwickehi. 

1 6. J>//ir did not much care to get the upper hctfid, provided he was 
not trampled upon (1$).^ — Ich muss gestehen, dass ich eine sichere 
und bcstimmte vorstellung von der entstehung der ausdrucksform it to 
/,'<•/ the upper handa m\v nicht machen kann. Doch glaube ich nicht 
zu irren, wenn ich annehme, dass derselbe irgendwie dem sportsleben 
entstammt. Bcispielsweise beim ringen wohnt der »oberen« hand natUr- 
mehr kraft inne, den gegner zu boden zu drlicken, als der unteren; 
und wem es gehmgen ist, 9 to get the upper handti, d. i. sich den vor- 
theil der oberen hand, des oberen griffes m sichern, der erscheint da- 
mit bereits machtiger und starker als der andere (vgl. deutsch »die 
oberhand gcwinneu"). 

17. nThe little foreigfier bade fair to be quite as clever as the 
pride of the school — Morris Woodhouse '42).<t — Diese ausdrucksform 
(to bid fair etc.) ist mir beziiglich ihres urspriinglichen sinnes noch 
etwas unklarer als die vorhergehende ; aber bisweilen ist es ja auch 
nicht unverdienstlich, auf eine schwerigkeit auch nur aufmerksam ge- 
macht zu haben, selbst wenn man dieselbe nicht zu heben vermag. 
Sie besteht im vorliegenden falle besonders darin, dass man nicht auch 
ohne »/<7/r« einfach sagen kann: r^he bids to be quite as c letter efc.M 
Indessen scheint so viel sicher, dass to bid hier wohl im sinne von 
lankQndigenc zu nehmen ist, vgl. deutsch »einen gruss entbietenit, 
engl. » to bid good morning to a person «. Vielleicht liegt ein das wetter 
betreffender ausdruck zu grunde: ^the day bids fair kk = » der tag kUn- 

"es (wetter) an, ertJffnet gute aussicht« (vgl. to speak fair to a. p.). 




[)ic genclische erltlaxwng ilcr tprmch lichen BuaJmctsfonnen Iin iinierricht i la 

Worde das bildtich gebraucht, so war es nothig, durch nachlolgenden 
iifiiijriv mit to anzugeben, nach welcher richtung bin sicb die agute 
msichl' erstreckl, eniffnet. 

18. tHe is tfaJiiag calmly, ndly along the biaUa tniek of lift 
Bt is tkaJify follmuing in Utt track which le many noble men have trod 
^ftn him fi64'j.« — strack* Jst die spur, welche dnzelne mensdien 
odn thiere, cine grosse anzahl menscheo oder thiere nach cinander, 
mdlich auch schaaren von menschen (karawanen, inippen) oderthierea 
bei gleichzdtiger wanderung hinlerlassen, es gilt wohl auch \'on der 
fjui eine wagens. Da^ bild an sich ist ohne weitcres \'erstand- 
lich. Nut muss man sich m. c. huten. es mit dein deiitschen bilde 
ran (tdRm odcT lau^efahTenen gleisei vOUig gkich zu setzen. Uenn 
4ts gilt natOrlich lediglich von der wagenspur, wahrend tto tread a 
Intlta ebenso bestimmt bezug nimmt aiif die spur, welche viele men- 
Kten, die nach einander denselben weg ziehen, hinterlassen, "(e beat 
a Irtcti jedenfalls weder von der spurbereitendeu thatigkeit der men- 
sAen noch von der eines wagens gelu-n kann, Ich finde keine andere 
^a passende bewegung als die der pferilefUsse . welche das gras 
fe STcsen. die krauter, das leichte unterbolz im walde nieder-"schlagenc 
1" diesem sinne aber kann inan in der that dort, wo regelniilssig pferde 
^\n KJehen, von tbeaten traefci* sprechen. Heutigcn tags Ireilich 
dilr^ in keinem civiltsirten lande mehr pferden die aufgabe uber- 
Iwen bkiben, auf so nrwlichsige weise verbindungswege herzusiellen. 
Aber im mittelaller, wo aller person en verkcbr iind vielfach auch der 
"MWenverkchr t\\ pfertle staitfand, da mogen zumal in cinsamen, 
hcidigcn gegcnden viele wege in der angedcuteien weise durch pfcrde- 
l>u[e igeschlagen 1 worden sein. So fiJhrt uns dicse ausdnicksforni wie 
"lie iinter nr, 4 besprochene, »/« light upon", \\\ miitdaUerliche ver- 
whrsverhalmisse lurtick. Vgl. iibrigens auch die strassen, welche in 
•^eo urwaldern Inner-Afrikas die elephaDtenbeerdeu treten bezw. bre- 
thea. und die tiann auch von der einheimischen bevolkening llir ihre 
**<cke benutzt wenlen. 

19. *As sot'n as day began to pup (»j),« — Das wort » to peep ' 
"tteichnet ein scharfes, neugieriges "gucken" iiber hindemisse, wie 
**< rnauer, eine hecke, einen fensterrand u. digl. hinweg, und durch 
'"Se Ofinungen /. b, ein schllisselloch hindtvch. So scheint die auf- 
B™wde sonnenscheibe neugierig liber den horizontring hinweg die 
)™ige morgcnlandscbaft mit dem blick zu liberfliegen, und so auch 
™t ihr voraufgehende grauhelle auflichtung am ostiichen himmel, di 
**»te iheil des neuen tages [day] . 



I 

I 




30. » Archibald's often used argument against /.the fride rfst * 
his memory [ji).* — Dies ist so recht ein bild, aus den erfkhnnign 
ciiics scevertrauten volkes geschopft. Oft genug sleigt aus den flubea 
I d«r nihigen see der oder jene theil tier ladung elnes im leUtea stuns 
von dcr tiefe verschlungenen schitfes langsain zur oberDache empor, 
nachdem d;is eindringende wasser allmalig seine sprengende wiikaqg 
ausgcilbt hat. Das schwebte dem vor, der zuerst die obige ausdniclg»- 
forin anwamhe: das gedachtniss erschien ihm wie das gewaltige meer, 
das in seinen purpumen tiefen utiermessliche schatze begraben halt 
Darllber niht die soiinige lichiflutii ties bewusstseins. Und me vrauat* 
ballen von der tiefe des ineeresgrimdes zur oberflache empoitrelben, 
so schickt audi das gedachtniss gelegentlich thatsachen in das gebiet 
dcs bewusstseins herauf, die wir ihm liingst verlorcn wahnlen. In dcr 
sprnche des ntichtemen inensclien heisstdas; »wirerinnern uns ihrer*. 
Abcr seit vater Homer's zeiten vrissen wir Ja, dass tiber der spische 
der alltagsinenscheii noch eine osprache der gdtter" schwebl. 

b , — 

^^^■Sev-or icli dit: feder aus der hand lege, gestatte ich mir, dem hier 
^^^Jebenen einige bemerkiingen nachzuschickea, die mir nothwendig 
scheinen, uin verschiedenartigen missverstSndnissen vorzubeugen. 

In erster linie mache ich nochmals nachdrlicUich darauf aufmerk- 
aam. ilass ich keineswegs die forderung aufstelle, der denkende lehrer 
solle die meclianische behandlung der allgemeinen wie der individueUen 
sprachforraen vollstandig durch die genctische erklarun* derselben er- 
setzen — das ware einfach unmoglich. Ich behaupte lediglich, dass die 
genetische methode gewisse vorzUge vor der mechanischen \'oraus hat. 
indem sie vor alleiii die aneignung der fremdsprach lichen aiisdrucks- 
formen in hdherem grade erleichlert, und allerdings demnachst auch dem 
schliler einen richtigeren einblick in leben und weben der sprache ge- 
wahrt, Deswegen wlinsche ich, dass die lehrer beginnen raogen, sich tn 
wescntlich grosserem uinfange als bisher mit der genetischen interpre- 
tation der verschiedenen ausdrucksformen vertraut zu niachen. In ivel- 
chein maasse sie aber von diesen kenntnissen zum besten ihrer schiiler 
gebratich machen wollen, hangt von ihrem eigenen takte. sowie von 
I den bcdUrfnissen der einzetoen stelle und der eingebung des augenblicks 
I ab — auch von der in dieser richtung zu erwerbenden praktischen 
j erfahning, Jedenfalls soil der tehrer, wie ich schon oben beinerkte 
mogtichst viel genetisch erklaren ki>imc*i , um in der anwendung der 
■ gWtischen erklanmg mc^Hchst wenig durch die grenzeo seines wiaseas 




enetiiichc erkliimng der tprachlichen snxs^ruck-irnrmeii Im nni 

Hert III sein. Auch sollle dieselbe m. e. iinter alien timstandi 
tfheblich haufiger angewandt werden als bisher silte war. 

Deni lehrer der iieiieren spraclien werden aber mit der vertiefi 
ia die bauptersclieiniingen der inodernen civilisation, der erforschung 
lU d« rielseitigen realien der ihm nachscliegenden vtilker, der iinaus- 
gCMbt £11 steigerndeti aneignung ihrer sjtrachen so gewaltige and zeit- 
nobende aufgaben gestellt, dass mao unmoglich die allgeiaeine anfijr- 
dffldg an ihn richten kann, er miige sicli eine umfangreiche kenntniss 
der genesis nahUoscr aiisdrucksforraen aiif dem wege eigener, direktcr 
fonchong erwerben. Vielmehr dtJrfen wir wohl hier an diejenigen, di 
ridi die sprachforechung zum hauptlcbensberufe gemacht haben 
BKine die professoren der universitaten , das ersuchen richten , 
diaei lichtung liin der direkten bediirfnisse der schule zu gedenken 
BDd die pflege des gendhclten Htudiutns der sprachfonnen. der Indi- 
viduellcn nicht minder wie der allgemeinen, ihrerseits zu tibemehmtn. 
IVcrden dann die efgebnisse solcher forschung deii lehrem in bilUgen. 
piahischen und ilbersJch [lichen btichem bekannt gegeben, so dttrfen wir 
"iavon erne ganz erhebliche forderung iinseres lehrfaches erwarten, 

EiiisW-eilen indess mllssen wir lehrer uns freilich rait den eigeni 
laSften iii behelfcn siichen, und im vorliegenden artikel habe ich el 
von solcher beniiihung eine probe geben wollen. Meine aufstellungi 
•etdra sich nicht in Jedera punkte unintastbar erweisen, Aber 
biltt in rljcksicht lu ziehen . in wie geringem maasse mir handlii 
Wanittel geeigneter art zur verPilgung standen. 

Audi dis will ich erwahnen , dass ich keineswegs darauf ausgt 
|Ug£n bin , meine erkUrungen in bestimmt schulmissiger fassung 
S*ni. Oft wird man sich noch mil kiirzereii anJetitungen als den 
'1*1 gebotenen begntlgen konnen, Und dann muss es natlirlich einen 
■diwcnri^enden unterschied machen, ob man engliscli oder deutsch 
" sfiner klasse spricht. Mir kam es hier mehr auf die thatsacheni 
•W oklaning als auf ihre unterrichtstechnische dirstellung 

Weil man aber beim vortrag der eineu oder anderen anregm 
10 hSufig den beiden einwiinden begegnet , entweder die sache sei' 
™llt durchfiihrbar , oder dieselbe sei bereits langst gemcingut aller 
•"•Undigen , so halte ich es zum schlass noch far angezeigt , hier 
*tws die erkUixung ab;(ugeben , dass ich das unter theil A imd B 
^'^ aufsatzes ausgefiihrte verfahren zwar in beschrinktem masse (die 
*"%« der cingefiihrt engrammatik hemmt sehr die verwerthung von A). 
»bw seit jahren und zu meiner entschiedenen befriedigung in anwen- 
"^ig gebracht habe. Und was den zweiten einwurf betrifil, so habe 



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H. Klin-rhardt. 



LITTERATUR. 



I. 

Iliedtieh L&nchert, Geschichte du Physiiilogiu, Mit iwei texlbellftgcn. I 

Mbarg. Verlagvon Kul J. Trubner. i8S8. 8° XIII und jizsa. Fr.:mk.7.^ 

l'eb« ein jahrt^usend nod Unger hnt der Physiologus vom tweitcn jahr- 

bliden niuerer zeilrechnang an ilas gristeslcben uller chrisllichen v5tker becin' 

I nachhallig, dass wir noch jeQl ea verapiirca , wcnngleicb ct 

"u fremdutig anmntbel wic ein ■llehrvrilrdiger, abet fesi gcgrflndeler ban unter 

if^epuuten ^nosten nnserer tage. So ist er ein werk von blcibendem 

•ntfie, dem rine ichlBiii; gebietende siellnng in der iitenitur gesichert isl, und 

ToUlge verkennung kann ihm die bedeutnng absprechen, die ihm tbaliUchlich 

nkDnunt. Driingen tieh doch bei joner wOrdignng. n*enn man's giiindlich nitnmt, 

ntienil fragen anf, die die religion beriihren, die philosopbie iirnJ den volksglanben, 

^ Mlni^eschichte und die thiecfabel, die bildende knntt und das knnstbandwerk 

ItfliebM art. Die geschichte jedes einielncn dieser ftcher wiedcr wird Ihn in be- 

'^lititehen mUsHn, und doch bedarf seine entwicklong einer gesonderten gcdchiabt- 

ilintellnng, weil er nicht aowohl theologie oder philosophic oder Eoologie 

<^<r diefatmig ist, ala vielmehr altes das r.nsamnien in eigenarliger verqaickung. 

Kine geschichte des Phyilologus war una durch Catus [Geschichte der loologie. 

'°9. >am. 7) aus der feder des dr. flUgel in ausiichi gcBtellt. Selldem, seit 1872, 

dtr TDDseh (larnacb tdii verschiedener seite ausgeaprachen worden ; nuiunebr tritt 

F, Lauehcrt mil seiner Geschichte cles rhysiologus an die oFTentlichkeit. 

bleielbe bietet im I. iheile: i) einleitnng und vorgeschlchte; t] inhaltsOber- 

•Icht dcj physiologKB nnd ontersnchnng tiber die elozelneD thlergeschtchten; 

^titebiing dea Fhysinlogns ; 4) Ulierliefening des griechiichen textCR; J) >par«n 

Phydologni in der Klteren grieehischen und lateinischen patristisohen lileratur; 

di« alt«n Oberaetiungen; 7) den laleinischen PhysiologDa; 8) weitere scbickuile 

'attinischen Phpiologos; 9! den Physiolagna in miltelgriech'uchen rtiiert>Uchcm 

den Fhyaiologus in der natnrgeschichte des mittelallers : 11) ver^ichende 

"•"ichl der veracMedenen anordanngen in den alten texten. 

Behandeltc theil I den Physiologos im alterthiune, so liehandelt IbeSI II 
n gemuLnischeii and roinnnischen mittelaller in falgenden kapiteln ; l) (lber>- 
igien nnd bearbeilnngen in den volksspracben , i) die nlt^^rien des Tbyeii 
^«r liteistiiT der germanlsohen und ramaniscben vblker im mittelaller; _ 
'**t»nlik des Phpiologus in der christlicben kunsl; 4] letrte nachwirkungaa 1 
y^ulogns in den jUngsten jahrliunderten and bis in nnsere lage. 

Hiertn kommeu noch iwei lextbeiln^en : l) der griechische Physlologua; J I 
"''sere deutsche Physiotogus; und endlich 3) nachtrSge nnd ein sacbie^WR J 



I / « 



I .Utcratur 



• III ilii I'll! iriilili!ilii|.i-n pnijjramiu kaun man wohl mfriedeo *eiiL wenngiecli 
..,1, iiiiirii .iiiijM- wfMMiilirhc luimmern fehlen. Will ich aber is dem baehe 
.. lil.iHiii: 11. Inn, .. I». ulirr niiliiipe dir Thalin oder Gnillanme le derc ocei 
I'. .Ml !•• ri'.ii'l. "i I.iH-ii iiiirli si'lioii das sacliregister im stich. sodas» ich mcb 
(,. |i. I •»»'i"- 'III illii- lirlii-lli. I. CM- icli mm kapitel fiir kapitcl dnrch nnd icli b^-* 
.1., I »,i.mIiiIi"1i mil j'.i'>i»niniiiMu iiitiMc^^e jjethan. weil mich dcT gegensond iA 
iiiiminlii ^ |.'«l«»iMi lir-..'h.ifiij;i . mi tiinK- ich, dass das buch. weni^ pimkte aib^ 
j.,Mi«nimi«-n. wr.iMiiliili luurs iiiilii hiciet. Fast Uberall fu»>t der verfa.'(!«r aaf 
..III. II %.»il."nl««ii. iiin wfiii^rfs hln/iifujrt.nd. abcr an kciner .-stellc hat cr ein wort 
ilr ihinUi*' liii' ilfirii \tri<l'u-iistlu-1u- vorarI)t'itcn. 

Illl IllMIII'lkl' llil/U flll^flldcH ' 

I. I. liiilritmii' uiul vorjjiM irirlitt- ^wU\ hukjinntes. — I. 2. s. 4 — ^40 fihrt 
ilif iliii iv.»sc*irnlitrn juif ilinr i|iullcn /uriick. Nach der vorrede s, V hat das d«r 
v.'iliisai /»iin iMittn mill fiir allc ka|iiti'l lU's 1'hysiologus gethan : ich aber findc 
iias^ d;M iiiri'-tc vnr iluii solion Land. Cann 11. a. gethan haben. Gem a-.cr ge- 
siclu- irli iliin /«. dass cr fiir nni-h maiiclien 7ug eine quelle envfesen hat. — 
Dim lii?Mr ahM'lmiu tics gan/cii Imu'Iun ist dir iihiT die cntstchung des I'hysiologiLft 
•• .\'- — ^- 4" ■ ^'^^ • ^^*^''* **'*^''' <***^ verfasser, iintcr wirksamcr beihillfe von prof. 
Iririlrirh. riir.Vs ansiclit /uriu'kwoi'.t. als soi imscrc schrift ein werk der gnostiker 
s. 47 - 65 . Was sdiist in diesciu kapiu-1 /ur eutstehungsgcschichte vorgebncht 
wild, ist inir nirbt scharf gcnujj aiw^esprocluTi. Die ansichten derer. die bisher 
iilier ikn rii\<ioIo<riis <resohricl>en hahen, stimmen darin iihercin, dass sie seine heimit 
nacli Alexaiiilrien vcrlfjjcn, al>fr sie gehen auseinander in der frage: ist der 
rhysinlogus . Iilos^* ihiergoschichten iMitlialtend , in vorchristlichcr zeit entstanden 
oder von dieseni oder jenem kirclienvater ad hoc, d. h. fiir die glaubenslehre 
eigens verfasst worden? Laiichert se.heiiu der er^ten ansicht zu/.uneigen. zu der 
sich auch llonuuel iind Ahrens hekennen. Ich kann mich nicht dazu verstehen. 
In alien I'hysiologen. die ich ans drucken iind handschriften kenne, finde ich aU 
wesentliches mcrknial ilas, daRs die tliiere einer typischen auslcgung fithig sind. 
Sie sind nicht ••hil»li'*che't, wie man einnial gemeint hat, wohl aber Mphysiologische-. 
d. h. S(»lche. welche typisch gedeiitet werden konnen auf Christus, die menschen. 
den teufcl. Nur so erkliirt es sich v. I*., dass bei I'hilippe deThaiin, der seine 
artikcl in Hestiaire, V<diicrairc. Lapidaire eintheilt, eine miissige hand in der 
Londoner handschrift an richtijcer Stelle einkrit/.cU : IIcc sunt aniinalia (lentcs de- 
signantia etc. Liisst sich ein ihicr nicht typisch deuten. und es finden sich solche 
in den cin/.elnen hearhcitungen. so erkliire ich lias fiir vcrderbungen, die sich im 
lanfe der zeil Inirgurrecht erworben haben. Auch solche zuthat liisst sich bci Phi- 
lippe deutlich vom urspriinglichen kern unterscheiden. In diescm nun wird jede 
eigenschaft typisch im sinne der christUchcn glaubenslehre ausgelegt. Sollte nun 
vor Christus eine sammlung von thierbeschreii)ungen vorhanden gewescn sein. die 
zufrtllig nur solche eigenschaften l)(»t, welche alle der erwiihnten auslegung fsihig 
^aren? Das will mir nicht in den sinn. 

Ein an/iehendes kapitel, das auf der hiihe der gesteckten aufgabc steht. ist 
^as 5. des crsten thciU, welches die spurcn des Physiologus in der patristischen 
Ijteratur verfolgt. Ilier wie im zwcitcn abschnitt dcs zweiten theils. welcher die 
^^llegorien des Physiologus in dichtung und prosa behandelt, erkennt man die 
^elbstandige arbeit dcs vcrfassers, der griindlich vorgegangen und dabei neues 
'-^1 tacr» gcfordert hat. Wa** dazwischen liegt. sind iheils darstellungen des 



F. Laachert. Cleichichle des I'hyiiologui 125 

■hni tothandcDCD materials an inorgenlKtKliichen und lateintsclien Ptiystologen, 
inlcrsDchnngen der in den nationalsprachen des abendlandes obgefoEiten 
beiAcilutgen. Ich kann dariiber nicht sprcchen, ohne dem verfosser i^inen 
KbveicD vorwnrf lu michen. 

■h meine: wer es unternimnit, eine geschichte des Pbysiolopis ta schreiben, 

ki imter alien DmsCSnden, nod sei es iinter miihen and op fern , <ii« pllic]it 

ix (tlucUSgiEt litcrator in^gMammt in bcriicksiohtigeii. mag dieselbe nnn werth- 

m itin oclcr nicht. Im allgemeinen nun hat l.nncfaert das mur betiutzt. was 

fif boplqaellm nnd seine gewdlirsmSnner angeben, aiier picht eininal alles, and 

tdiiit weiter gcancht hat er nicht. Dos macbt itellenweis einen geraileiu pein- 

n cindrnck. So heisst es s. ig: Vita aber d^s an iweiter slelle genannte 

{sBcht hctrifft, so wiire er^t nnch nachtasehen, ob es nicht einfach ein 

Mnpltr des Physiologns Theobald! istlt Soil loan da glauben, dasi Cami wirk- 

it rechto bemerkt, dass der Florinus kcin Physiologus ist :s. 99!? Einen 

IllM^hen Physiologns hat er nicht in gesicht bekommen ,3. icyl}, eben so wanig 

ttina' abhandlnng -Znr geschichte des Physiol ogoi-, aof die ihn prof. Hommei 

Mftdcklicb aafmerk^am gcmacht liat. Dieselbe ist aber im biicbhandel als 

un ^r 3 mk. kiiuflich, iiberdiess aiich in der Franco'Cnllia abgednickt 

. FUnf jahre nacli dem erscheinen spielt ibm der lulall meiae abhandlung 

tWFhilippe de Thniin in die hilnde, ebenso lemt er i\i split kennen Gaster't 

it flber den ntmaniscben Phj^iologua, sowie meine betrachtnngen lU deik 

tllWhilealschen bearbalangen nnd iiber den Bestiaire divin des Guillaume le 

clet Dcf Bestiaire des Gerrais enlgehl ihin voUig, obwoh) denelbe schon 1873 

"bidcll wurde, nnd ebenso del I'hysiologns des Leonardo da Vinci, den kein 

("injierer als Anion Springer nach selnem literarhistoriiohen und kimstgcschicht- 

W werthe nntersncht. Das sind fehtende gedruchte abhandlnngen. deren labl 

l>Meh bedentcnd vermehren Hesse. Wie sieht es nnn mit der handschriften- 

ut^ des verfassers aus? 

Ich will cB ihm nicht hnch inrechnen. dosi belspiclsueise la den syri^t-hen 

•"•^Klilirten ,5. 861 MS, add. 35878 ' London) biitte binr.wgefilgt werden fconnen, 

Thilippe de ThaUn (s. ia8, anm. 1) Menon 349, m Merre 9. 137) Montpellier 

437t vienahl, cin der Terfasser einniol a sagi, aueh hier ein weiiergehen gebotm 

Vttea ware. Aber hdchst bedauerlich bleibt. dass der verfasser sich nm dte 

**ll«hrif(en so wenig gekUmmert hat. Ifh babe es anderswo aasgesprochen, 

ie geschichte dea Physiologns nicbi eher gescbrieben weiden konne, als bii 

Iche* Uandschrifllichc materia! anf da'i abhHngigkeiisverhltllniss hin uoler- 

""^ «1, nnd ich halte anch heme drran fest. Diirch eine reihe von spaiial- 

""'TEiichungen muss der staminbaum des Pbysiolugns genau lestgestellt werden, 

°'* morgctjandischen bearbeitiingen bilden die unrj:eln, die Ulelnischen den 

<■ End die in den natlonalsprachen die krone. Es bedarf also einer grltnd- 

' prflfilng der Inleinischen Imndschriften , aber [,anchert kennt mir d!»,, 

•elche Cahier und Ileider I'or ihm bekonnl gegelien haben, datllber hinans gehl 

^•iclit. Nnn konnte das sein gnindsatilicher standpnnkl sein, dais die lateiniachen 

"•"■chriften fQr seine nntersuchnng werthlos seien, aber Lancbert kann lich 

's *ii;hligkelt an manchen stellen doch nicht verschliessen. Das erkennt man 

' W 1. nacbtrage s, jaj). Liegt da in Berlin in der Hamilton sammlung eine 

'*' 77i dem verfasser nnbekannt. Infolge des bekannten handschrittenverkaufes 

••law tlimilioa 77 nach Slrassbnrg /u TrHbner, den verfosser wirfl das ichicksnl 



I 




LitUratur 

auch dahin. unci nnnmehr iit er sehr erfreul, die lis. liiiuilton kennca m lernen, 
denn sic erfahlt ihin mtncherlet, uas fiir seine arbeil von ukbtigkeit »t. Fr«ilich 
tst es nichu neilei I'Frz. St. V'l, 6ij iind S3 f.)1 Knn, durch etne kritische unter- 
suchiing aller niir erreichbaren laCeinischen handschriftea hiitle sich der verrosser 
ein bleibendes vetdknsi cnverhen k6nnen; die arbcit ist m^bsani und zdltaubeud. 
das hStte ihn aber nU'ht davon abhalccn diirfeo. 

Naeh der vorrede (s, HI,) bait es dei vcrfisser filr UbernUsaig, eine biblio- 
grapbie zu geben, "da Me in beiracht kamniendea nnsgaben und scbriften ge- 
horigen orta aurgerilhrt werden.i' Wie weit der verfasser domit recht bat, baben 
nir schon gesehen. AUEserdcm sind aber die citale recbt ungenau, and es gebiirt 
:i ansicht nacb Uberhaupl ia eine gescbichle des Fbysiolagus eine bibliographic. 
Hatte der verfasser sie versncbt, so wilrde er z. b. das zuaammentrefTen eeinei 
nniersuchungeD init schon gemacblen vemiieden haben und vemivtthiicb uicb 
ninncbe bedenklicbe lucke. 

Dass Ccrvais nnd Leonardo glinilicb fcblen , babe ich schon ange^ihrt. 
Lactantitis' gedichi i^De Phoenice> wird our gam beiliiuGg erwUhnt, fUr das ver- 
hiiltniss dcs Thyslulogus zu den steinbilchern hat er kein wort, sane n-icbtigkeil 
als schnlbuch wird kaiun nngedeuiet, und vtillig losgetissen erscheint derselbe van 
der allgemetnen Ihieraage, die nicht einioal gestreifl uird. Endlich ist das kapilet 
iiber die bedeiitung des Physiologns Tilr die kunst ganz durftig. und gerade bier 
konnte der verfasier mit biilfe von facbgelebrten, was ihm nicniand verargt biiltc, 
verdienstliches ieislen. So bedarf beispielsweise die gestaltung der Cyjiea im 
kirchenbaii einer eingebenden lietracbtnng, weil dieselben nocb immcr ver- 
wendung finden, obne dass freilicb architekten und pHl>1iknm sich deren bedeutung 
bewussl ia aein scheinen.'; Schon an anderer stelle babe ich aiisgesprochen, dai* 
der Physio logos anch die karrikatur Ijceinflusst bat. Dariiber so*ie libet das 
(olgende behalte ith mir eine nahere suaflLbrutig vor. Es werdcn niiialich tin 
Hamburger Itunstgewcrbemuseum koptische mesagewHnder aufbewabrl, die rail 
buntfarbig eingewebten thierbildem geacbmiickt sind. Gewebe wie farben sind 
voniiglich erhnlten. Die kunstvolle weberei sowohl wie der seltsanie bilderschmuck 
haben anlsehen erregl, und lelzleren haben der direktor dr. Brinckmann vom 
museum sowie der bekannle dr, Julius Leasing in vorlriigen iiber jeoe gewebe 
zu deuten gesucbt, ohne das rlchtige getroITen zn haben. Die thierbilder sind 
nichts anderes als darslellungen bus dem Physiologus, uud wir steben vor daui 
interessanlcn fall, das derselbe schon kune leit nach seinem entslehen das kunst- 
handwerk im dienite der kircbe beeiuilusst hat. Dauiit diirfte ich Uberhaupt die 
friihesle einwirkung des Physiologus iiber seinen kreis hinaus konstnlirt haben. 

Ein wort noch iiber die cnglischen bearbeitiuigen de^ Physiologos, Was 
zunacbst die angelsilchsische angeht, 90 beriihrt Lnucbert die fr^e nacb dem ver- 
(asser Irotz Dietrich {Commentatio de Kynewulti poetae aetate; nicht. Die weilere 
frage, ob die behaudelten drei tbiere vertreter dreier gattnngeu seicn und dai 



>; So linden sich an der neiien Petrikircbe in Leipzig sit/ende hundedbnliche 
thiei^estsllen. die von den tagesblattern und dem publikuni fur »hunde<i anagegebeu 
nurden. ich erinnere mich noch mit vielem vergniigen des streites, der aicb Uber 
deren deutung etliob, well das merkwiirdigsle leug vorgebnichl \vur(le, wiihrend 
bauleitnng und kirchenvorstand sich ansscbwiegen, Jene steinfignren sind cben 
vom sehlaf erwachte panther, (Man vergleicbe den entsprechenden artikel 
Physiologusj, 



1 



F. Lauch«rt. lieschUhle de; Fhyiialogui 

indt aXi games aufiufosten, bejahl er, wahr«n<I et die ilritte Trage, 
wi nnter dem k wnnderbarta vogeli la verstehen sei, als anentschieden 
, Mcinci cracbteos 1st dorch Ebert's uater^Dcbung iAnglia VI, Z41 If.; vgL 
neliAllgciii. gcich. der litt. Ill 73 fT., mid Willker's beacbleiiswerthe bemcrkungca 
tana Craodrit^ d«r ags. tilt. 30jf.. kein zweifel mebr geUsien, dass wir ei ii^t 
ra brachstiick eines Phjrsiologus z\\ ihun haben (lu wetcher ansicht ich aach 
tfi isderem wege koDune;. nnd dass doa diitte thier das rebhuhn iit.| — Laucberl 
Bli: Ueniacb tnat betradilong des gedichtes vom PhoniK ColgcD. die zu keinen 
(Jtwcudungea anlas^ giebl: nar hUlle seiner dariitellutig ein znrilckgehen auf 
Eb«ni [elnsmoigc bccrachtungea itber das gedlcht des Lactantias lAUgem. gesch. 
I' 97 IF, and ilber dessen ag». bearlieiCung {a. a. o. Ill 73 fT.; gar nichts sctiadea 
tainen, — Was Laucheri endlich vom Ilesiinry sngt, Ul a e ; scins unteriuehung 
tr^tbt, dtis der nnbekaiinte verfaEser ansser Theobald ancb noch cineo prata- 
|>l;iliilugas gekannt hal>e. 

ich will blerini! d!e beiprecbvng dci EAcblichcn abbrechcn. Aofgefallen Ul 

t beim le&en dei buchei aach folgendes. t>er verfasier fiihrt «dn gescfauti gern 

I 'ofiCTbaru, oselbstverslandlioh" u, s. w. ins feuer, wiihreiid ei m den aniichten 

dmr lelten slclUing nimnit Ferner: ich habe mancbmal den eindrnck gehabt. 

I WM dem buche die leKlc feile fehle. Siiie ivie det von s. Vll auf », VIIl 

dgb UnUbcniehende sind einfadi ungelieuerlich. Redensarlen wie: inicbt jeder, 

n In diesen JBhrbnaderten elwaa memchlichet passirt, dirf gleich mit hauC nnd 

Ulltdn verdammimgsivUrdiger kelzer l>etiachtet wecdeno { 

•Irilt wcbc gleich beim diekeu cndc ati", stchen nichi ve 

Ulailui warden snLlen. 

EIne jsgd auf drackfehler babe ich nicht angcstellt. > 

W Wiuen Bucney-Ms. 317 slatt 517. 

Ktdt: ttov. alien lobei, welches einielnen kapitein uozwcifelhaft gebilhti, 
■< UMhcrts Getchichte det rhyiiologos docb cin werk inU vielen miingeln und • 
1I4m, kein werk. das nicbt liberililgeU Trerden kiinnte, kein Standard Work. 
, 37. September 1889. M. F, Mann. 

NachtrSgllcbes zum Phyaiologus.'; 

landtitchen l-hysiologi. Aut der vun Vcrner Dahlerup kOnlicb I 
ren sosgabe der itlHndischeii bnichstUcke irhysiologus i to islandiJw I 
Wbtidelier, Kj6henhavn 18S9, Aarb. f. nord. oldk. og blat., nnd all separatdrook) \ 
^"^ wir gflleml. liasi es zw« verscliiedene islitndiicbe Fhyitiologuibearbeitungen 
B*! belde aber nur brochstiiekwoiie erbalten. Das von Dahlcni]) sogenaunte 
^'Hfn. B, einc eigentlichc Pbysiolagnittbersel^^ung, bat folgenden inhalt, nach der 
W Dthleraii herge»teUten ricbtigen blattfolge der handschrift: hydros, dorku. 
*Vi aRe. erodlin, fulica, panther, wal&sch, rebbnhn, onokentaur, wilde 
rat — ffieael . aspU, turtettaube, biisch. saUntander, weih, eber. nacbtcabe. 
'•pianl. Wie Dablenip leigt, stimmt die reihenfolge iin isUndiichen t> 
'^{ntnge abn eichiingen liberoin mit Cabier's Cod. B., Cod. Dem. 133. Dislodrt 1 

'I E» icUien bier der geeignete platz ill s< 

uiQ buche, die ursprilnglich ah anhang zi 
"fclwiacnden ibhandlung dcs vorrnsseri liber I 
P'''wki wetdcn soUten, Von Mann'* obiger ; 
■""^kiB nnalihSngig. 







(tod di« Vn|illel vom >ITen, onokeDIaur und nachlrnbeD; fremde znsSli« erodhu, 
««lh, eh«r. and wu dieier toil vam elepliiinteD crifihil. Die vergleielsiing mil 
•J«n nrigtnaU '*ip, dais dieser Icxt inch gernde soweit, ali aeine otdnoag mit 
■Itt i1«i Cod, liem, >3] vSllig Uberemstimmt, sich bIs wirklicbe UbeiseCnmg des 
liit«lnl>efaen Phyttologui dtntellt (nhgeaehen von ktir/nngen nnd freihelfeii in der 
eii«le(inii([, woruber leh ». 121 metnes bnches gesprocben hibe , darn noeh in dem 
»n uidtre ■ttlli nerUcktcn kapltet vom HfTen, — Das fragm. A ist ktein von 
nmfans und an ilch von lehr geringer hedcntiing, obwohl sllerdings dadorcli von 
II tl»ranir([«iichichtlichem werthe, dais es eben leigt, iass iwei Ton einander ver- 
•ihUdtna itlandlich* I'liyiiolAgnsbcarhritungen eiislirlen. Ea entbSlt folgmde 
j' ha['1l«1 hydni«,V[ede1in[if nhne den nninen), lirencn, kleggiar bremsen : aas dere. 
nnd J, natiir def amelie itrrochtgemBcht), onokentaur. Anch hier entspriehi die anord' 
nnnit, ula llnhlerup hervurhebl, der des Cod. Bern. 333. Sonst ist nichts bemcrkeni- 
Hvrltx* daran, d!« wUdergabo kun und frei nnd to!1 von missverstiindiiisseD. 

Zn den franiHiUcben lleitialrei. Was ich 9. 132 f. mcines bnches Qber 
ill* iirl dar vorUge derwlben geiagt halie, ist natllrlioh nach dem von Mann in 
(ten P'ranr. aliid, varniTentllchtcn Int. I'liysiologiii des Brit. Mus. zu modiliciTen ; die 
IianiiliAi'ha bloliit, ilaia die luiKtr.e eben dnch zutn grdsslen Iheil aus Udor 
tiamnien, v.»t Icii Ja auch geiehen nnd elnieln nachgcwicacn habe. Bemerkeiu- 
oenh [it noch, wm mtr «lne verglelchung ilieaer Bestiaires mit Mann's lal. Physio- 
lugnu gerelgl bat, dais ilieielbeii iKler rail lelil«reni Ubareinatlminen, wo er ein 
citat RU<( lildor ungenau gegeben odor nocb mit fremden lasttCien vennebTl hat. 

Zum Hesliaire de (iervaiie, dan ich in meinem buche ichnclde vcrgeMcn 
liDhe, set mir hier nur eine nur seine vorlage beiilgliche bemerknng gestattet. Die 
ihm vorliegende handschrlft tnig den namen des ChrysostomuB , wie vrir ans der 
cinleitnng erfahren, nnd nnr ftucb wirblich eln text, der nicht etwa nnr inflUlig 
diesen titel hatle, «ondem der ala I>lcta Cbrysostoml hezeichnelen GSttweiher 
lecension nahe ^tan'l, ScIiod die reihenfolge lit dieselbe vom anfangc bis knpitel 33 
vom pbtinix, nnr aind einige der im LiCtlweilier (exte stebenilen kapitel an^e- 
la^scn, and der chnradrius an eine etwas spKtere stelle geriickt, Hinler dem 
phanin komincn sodann tiocli die kapitel vom hirsch nnd der scrra, die oben 
QbeMpmngen uaren, und ein paar kapitel. welche die Ccitweiher redaktion nicht 
enthUt, wobl aber der alle lat, I'byiiologus. Ebeneo neist manches einielne luf 
die in diesen ein/.elhelten vom alien rhyiiologns abweichende charakterisdsche 
gestnll der Dicta; io die aublcgnng der er«ten eigenschaft des liiwen. das ganze 
kapitel veni ttepbant, dns vom adler, Andere in den beidcn lateinischen redak- 
lionen sioh unttrscheidende kapitel sind liagegcn nacb dem nllea Physiologns 
gegebcn : antaia, fucbs, Ibis nnd wiesel kommen in den Uicta gar nicht vor; die 
torteltaube im GSltweiher lexte auch nicht, wohl nber in dem la det clasio ge- 
hiirigen von mir vergllchenen Wiener Cod. 303. I.elxlere handschrift liietet auch die 
von (Jervaisc gegebene geschiebte von den jungen raben, die mir lateiniach sonst 
nur noeh in Cahier*Ei hs. D vorgekommen ist il'ierre 1e Picard hat sie anch^, dem 
l'hy*iologus aber nicht angehtirt und anch in den Gotlweiher Dicta nicht vorkommt 

Der liestiartiis des Leonardo dn Vini^I biitte freilich anch genannt 
wcrdcn sollen, ivenn er auch nur seines verfassers wegen van interesse ist nnd 
nach Springer's abhandlimg Berichle (ilier d. verhandl. d. kgl. silchs. gesellsch. d. 
wisi, 1884,1 nichts neiies darilber in sagen war, F. I.ai 



L Flflgel, Sa Philip Sidney's Astrophel and Stella nnd Defence of Poesie 129 

SrFlillip Sidney's Astrophel and Stella nnd Defence of Poesie nach den &ltesten 
sngiben mit einer einleitnng flber Sidney's leben nnd werke heransgegeben 
voo Ewald Flttgel. Halle a/S., Max Niemeyer. 1889. CII nnd 112 ss. 
h.: mk. 6. 

Diese ansgabe wird eroffhet von einer mit wohlthnender begeisterung ge- 
idniAenen einleitnng iiber Sidney's leben nnd werke, ans welcher nns die gestalt 
da litterlichen dichters gewinnend entgegentritt. Bel aller wSrme fUr den stofT 
hit iber doch jeder romantische aufpntz desselben yerschmiiht, was wir besonders 
in den rordchtigen bericht iiber Sidney's yerh&ltniss zn Penelope Deverenx an- 
geDdm empfinden. In einem pnnkte wiirde ich sogar nicht anstehen, mich etwas 
podtfrer zn ftnssem, als F. Nachdem er mitgetheilt hat, dass Sidney im jahre 
l$7$ die erst zwdlf jahre alte Penelope kennen lemte, bemeYkt er ;p. XXVII): 
lOb mm Leicester sein mflchtiges wort gegen diese verbindnng sprach . . . ., oder 
ob Ftedope zSgerte, oder ob schliesslich Philip Sidney's eigene leidenschaft da- 
■lb nicht. so stark war, die bande, die ihn an Leicester fesselten, zn zersprengen 
oder, wie am wahrscheinlichsten, ob er auf bessere zeiten fUr seine Hebe hoffte — 
dit lit der nachwelt unbekannt.« Meiner ansicht nach sagt nns Sidney selbst 
ia lonett 33 mit klarsten worten, dass er sich nicht entschliessen konnte, dem 
bn der kindheit entwachsenen mildchen werbend zn nahen. Dem in den 
MUnsBcilen ansgesprochenen selbstvorwnrf : 

And couid I not by rysing mome foresee, 
Hew /aire a day was neere, {o punishi eyes) 
Thai J had beene more foolish, or more wise, 

^vlttte ich keine andere dentnng zu geben. ') Das m&dchen Penelope war der 
nfiteigende morgen, dessen yerheissungen der dichter nicht erkannte.') 

Nach dieser einleitnng bespricht F. eingehend die textiiberliefemng des 
NBettencydns Astrophel and Stella, nnd zwar zuerst den text des Bright Mann- 
Kri{)t (BMs.), der einzigen bisher bekannten handschrift des cyclus, die aber nnr 
coien Ueinen theil desselben bietet. Ich will bei di^er gelegenheit bemerken, 
te) als ich im angnst 1887 in Edinbnrgh anf der nniversitiitsbibliothek die werth- 
^'oQen fchenknngen William Dmmmond's von Hawthomden an das »Colledge of 
^H Jtunesm durchmnsterte, mir cine handschrift von Astrophel and Stella in die 
liinde kam, welche nach einer handschriftlichen notiz den ganzen cyclus, mit 
'BBtthme der sonette 66—86 nnd verschiedener lieder, enthalten soil. Ich mass 
l*>der sagen soil, da mir damals meine zeit nicht erlaubte, mich irgendwie nfiher 
Bdt der handschrift zn beschiifdgen ; ich habe somit auch kein nrtheil Uber deren 
^*>&ritischen werth. Sie scheint nicht aus der Dmmmond'schen sammlung zu 
"^VBiien, da die gew5hnliche schenknngsnotiz (Given to Edinbrough Colledge oder 
'* rti Coliedge of king Janus by William Drummond) in ihr fehlt. 

Ich habe diese Edinburgher handschrift von A. & St. bereits in der Anglia X,. 
P' S30, vorttbergehend, erwilhnt, nnd F. hat daranfhin, wie er mir schreibt, alles 
"^^boten, sich eine collation derselben zu verschaffen, aber sie konnte nicht 
K^^in^den werden. Dieses scheinbare verschwinden, sowie die bisherige nicht- 



') A. B. Grosart's bemerknngen zu diesem sonett (cf. The Complete Poems 
^S. Ph. Sidney; in 3 vols, London 1877; vol. I p. LVI f.) haben nichts Ubcr- 
'^"S^des Air mich. Auf die entscheidenden schlusszeilen geht er nicht niiher ein. 

*) VgL auch sonett 2 v. 5 : I sawe and lik'd, I lik'd, but loued not. 

^KSlbing, Englische studiea. XIV. z. a 



Litteratur 

r bcBchtung dieier baDdschrift erklare ich mir »ehr eiofach duoiit, dus dieselbe all 
bnch gebanden nuttea outer dnicken ateht, und dual anch En dem ipeciaIcata1o{ 
dieser abtheilun^c der bibliothek, in welchem sis die siginatnr De, 3. 119 trigt 
kein veimeric gcmscht isl, dass es sich urn eine bandscbrift huidelt. HoEFentlid 
werden wic von F. selbst bold oiihereQ aufachlnss iiber dieses curiosaro erlialwn 

Die drei quaitaiugaJien des jabres 1591 beuitbcilt F. gcwiss rithtig, inden 
er in der Nash's vorworl enlhnlienden, durcb labllose dnickfehler, vencben am 
sagar lucken entGtellten ersten quarto (Qui »: A; die von den\ Lord Treainre 
mit besclilag belegte aosgabe, in der Eweiten quajto jQu, r= B) einen Terbessenrnga 
versuch der ersten'), und in der dritteo quarto einen dnickfehiergetreuen — fij 
die textkritik somit wertblosen — abdnick von A erkennt. 

Der Arcadia-ausgabe von Aslropbel and SteUa des jahres 1598 [fol, 1 ^ < 
hingegec, welche Giosart seinem texte lu grunde legte, vrird F. nicht gercch 
Er sieljt sie enlacbieden in la ungUnstigem liclife, was uns sofort auffalien mas 
sobald wir die von ihm geriigten 'offenbaren druckfebler' von C ;p. LXXXVI 
prQfen: tj, S denisin'd — kein dmckfeliler, sondem ein aciilungswertber veisncl 
diese veiderbte stelle, auf die ieb noch zuriickkommen werde, zu halen; 17,. 
pact — dasB hier ein druckfehler vorliegen soil, wird scbon dadurcb sehr iwri 
feUiiFt, dafs BMs. diesetbe lesart hat; aber aucb der sinn der stelle sctieinl mi 
filr pace m sprechen, Cnpido hal seine mutter gekriinkt, weil er den in del U«1h 
m ihr liissig gewordenen Mars mit aufstachclndem geschoss nicht genilgend an- 
trieb, den scbritl ihrer ersten liebesperiode {i>f Ihcir first huing ilalc i stall xm 
reim} einmhalten; 39, 14 ihaehire — sicherlich kein dmckfebler, weil der sifiB 
der stelle mil diesei lesart ein maketloser ist; 63, S lo — dieser vers fehlt bA, 
nnd in B nnd C 9teben sicb folgende le&arten gegeniiber: 

B: Sing tkiH •ny Must, iimu 2 do Paean sing. 

C: Sing lAtn my Mme, nmv lo I'ean sing. 
F. hat B ID seinen text anfgenommen, wahrend ei C als 'ohne sinn' vemkft' 
C giebt aber m. e. einen vortreif lichen sinn: der begliickte dichter fordert sdoo 
muse anf, m sinseo nnd iwac soil lie le Fatau: heiia juchbeit singen. Dieser 
den classischeti dichtern entlehnte freudennif — vgl. i. b. 

Dicitc, la Fatan: it, id, bis dicitc, Paean 

/Ovid. Art. am. 3, I ; cf. Georges s, v. PaianI — 
passt ausgeieichnet in dieses anf einem gramma tischen achen aufgebaute lonett. 
100, 13 signet (nicht signs) — AB sigks : auch bier haben wir den druckfehlet 
nicht in C, sondero in A in sachen, deasen setier, mit einero ihm sehr gellinligei 
fliichtigkeitsfehler, das wort sighs von v, 12 in v. 13 gedankenlos wiederbolU. 
Et bleiben nnn noch iibrig: ali allenfalls mdglicher druckfehler 58, j gmiti^ 
velcbe lesart sicb aber anch als sinnesvariante wohl rccbtfertigen Ijlsst — und 
als sichere drackfehler nnr 9, 13 mind, nod im secbaten lied |7, 4) Eyi. 

Ebensowenig wie ich F.'s dnickfehlerlisle von C anzuerkennen verroag, kaoi 
aeinen verdacht theilen, dass Vallerdings nichi sieher, sondem nur hfidiR- 
wahncheinlich) C einfach den text von B zn gninde legte, ohne nochsul* ml 
t inrdckingehen' (p. LXXXVI f). Erstens unterscbeidel skh C von I 
e tUUe voriUglicher letarten, die theils ganzlich sinnlose stellen in sinn- 

e ansgabe" (p- LXXVni), Hier witrdt 



E. Filial, Sir Philip Sidney's Aitrophel and Stella and Derence of Poeue i * i 

wchc verwuidcln — igl. i. b. 16,4 AB: wtndrata laendert la, C: wewdtrt, 
imitr i»; 31,6 AB: k/ Lautrt eau, C. a Ivutrs ca>e; 36,7 AB: 0/ lanqtuil 
uitlin, C: 0/ cunqmtjl. da nt/; 4a, 14 A B^ fitsl. C it: 56,3 AB: tAol ii dis- 
gniii in iTut tiut naitd) tkaw [diiguiidt und in^eich lakiJ!), C : dtifiide iit 
tnt. .,; 79,7 ABt hmrt, C, Mart; 96,2 AB: JUertit. C: limine ; 96,13 AB: 
•itUiiighti, C: nigiJt tidf. 98. 7 AB; Ihis ktU, C: Uimgi gM; loo,; AB: 
m»iid light, C: henitd ligki! 100, 7 AB: tViagid milk vmu hrialk le d»th Ze- 
fiin i/mi, C: fVing'J mili whete krtalk, m flcaiing Zlpiini timi; 101,4, 103,3, 
5/6; loj.io AB: SHiltlii ihtrtfart your Htiktaa, Ci guiiilri iMertt/ yaur Nalar; 
icit,6 AB: u-etiidtl, C. Mdtt; 106,7; [07,11, 11. 13; 108,11 — ^ thelU die xwei- 
fcllM bessere fouang bieten — »gl, 1, b. 5, l form'H; aS, 5 lay; %% 4 itari, 11 
fiA; yt^lmlanti, 31,1 isaHnc; 41,14 my race; 58,13 »'AiV*; 64.6 iratt, 11 
•tU ds; 67, ] fwini/ (oder ntineJ cf p. LXXXUI); 72, lO wii/; 74, 14 nceet; 
91, S A>f tandie light; 96, i Hieughl'. 98. 4 /<'c jAifr^j; 103,3 fi>f(r; lOJ. J / lone 
—ilailu. 6 Iky; 106,4 ^ 'V- Zveitens idmmt C, im gsgenaatic za B, in den 
im BMi, iibeilielencn sonelten meiiiteni mit dcm ten der Inodscbrift ilberein, 
odctw bdchst wshncheinlich aat handscbriftlicher vortage beruht, und drillens 
Arnal C, wenige fslle kosgenonunen '), zu dem texte dcr ciutle in der 'Areadiso 
Bielorike' von Abraham Fraiince, welchcr bcstimml bus handschriflen der Sidnejr- 
KbiD dichtnngen geschopft haben muss. Hiermlt ist m. e. der beweis geliefert. 
iw C uJEht narach den lext von B m gmnde legle, dass leine iMarten nicbt 
W item wege der wortverbesscmng an dei in A und B geliefcrten grnndlage' 
(P.LXXXVIII) gewonnen wurden, sandern daiii uns der redaclcur von C, auf grand 
fa rorli^ender handschriften, die eigenen wone des dichters bleteo Iconate. 

Crosart war dcnmach auf dem richtigeD VfCge. indem er leincr ansgnbe den 
W TM C in gnmde l^e; Idder ist er aber nicht bci der stange geblieben, 
■ixideni hat eine tcritilclose vermengung der leiartea vorgenommen, deren sich der 
pUlolage Bicht frencn kann. Ciani verschieden war F.'s bestreben, es ging, wie er 
*■ idbit Mgt, dahin, 'den friibeiten text mit miigiichsier ichonang zn erhalten 
nd im ipUeiea text (deiaen leurten ud apparal gegeben slad) nur lur ver- 
°*)Knaig oSenbarer venehen in der iiberlierernng des fruheslea lu verwenden' 
Ip. LXXXVni, anm. 1). W'enn nur dieser friiheste text nicht ein so tiber die 
'"uicn tcblechter wire I Wir lind in folge dciien auf schritl und Iritt genotbigt, 
"*» die bessere, nicht sellen eini^ veiitilndiiche lesart mit dem Itridichen apparet 
'" liitlen. Gleichwobi liiiat sich mancbea zu ganslen des von F. befolgten ver- 
^^tns ugen, und anch ich miichle Uber diesen Cundamentalen punki nicht nut 
iba Ttditen, da sein kritixcher apparal ein sehr voililtlndiger ist and uns alle 
corrigirGD, an die haud gibt. Ueber die 'olTenbaren versebea' von 
txag^n mou ich micb mit F. noch niiher auseinandersetzen — es will mich 
»*«Bcli bedtlnkeo, das« er die llberwiegonde raehnahl dersolbeo nicht gcbeuerl, 
""^m nnberUhrt in seinen lent nufgenommen hat. 

Wean in dem text eines so sorgf^ltig reimenden dicblers wie Sidney der 
**" gettoft ist, wenn am v«raende ein nicht rciraendes wort ateht, so darf man 
'« folter ucheiheit ein versehen cles schreibers oder setzers annebmen. F. hat 
*"*i!b ueh in einem faUe mit reeht A 43,9 Ais eye nach BC he it [cf. I 

'1 of. p. UOCn, anm. I. wo zu der iibereinstimmnng mit A noch Song VII I 
M K; el^ Fntinee: fleved, und 10 den selbsiandigen ieaarlen Fr.'s noch ^ 
*W« Vn I, 1 iu, a, 4 tailU zu erganzcii sind. " 



I miiitl, 
Atrial. 



Linentnr 

p. LXXXIIt] bericbtigt — in elf r^Uen kber hat ei du den reiracD T«niicht«iide wort 
oDgFiJnden in sdnen leii gescUt: 4.1 A me : if, BMa. BC tBil[/]; 61,6 A mimd : 
Hence, BC leiiee, 64,5 A eyei .fly, BC cj'i; 64,6 A try : race, C tract: 66,1 
\ findi : trelJe, ^C Jtidi; 78, 5 mhery : inturitt, C inperie; 8(^ is A rc- 
Jraini -. true, BC «««»; 84,10 K furgat ; teiil, BC hr. 85, i A ctHlaim : 
slratHii : irainet : paiHi. BC ctnlaint : itrame : traine; 86, 1 A / : tyti, 
BC tyi\ 9J, 6 \ fell : grmve, BC jo, in welcb leCiterem f«lle das filsche rdi»- 
woit nni erkeancD tbit. du« die guiue slelle in A beilloa verderbt iat. 

EId iweites, kuuu weniger UQtrilgliches krilcriam filr die bettunmimg offcD- 
barer versebeo von A tierert nna die silbeniabl der verse. Sidney hat im allge- 
meinen gewisaenhuft scandiit und sich nur damals eriaubte metriiche lic«nieo 
gcsUttet, was m. e. anch fvir die von F. {p. LXXXVU) bIs rhythmUch masgelliaft 
hezeichneteo verse von C gilt. Konunen nun verse vor, in welcbea die tilben- 
labl du gesetiiicbc nuAss nicht erreictit oder Uberachreitet, so darf man ancb 
hier roil hiichsler wahrschcinlichlteil ein vefseben del schreibers oder sellers vei- 
Diathen. Ich betrachte dcshalb folgenden vers als eine verderbniss von A 

67, 13 Well kom 10 ire Ihou doost iaterprel my conlenls, 
in welchem ancb my falach Ut^ vgl. BC: fVtU haw ta Iktu interpret the eoHleult. 
Grob cnlstcllt ist femer in A 

38, 9 / Hart, lonkc harl, harke, but mkat [in chide] vp senet. 
Hier i>t du metrisch Ubeischiissige hart gdnzlich sinnlos nnd hatle nnr als dmck- 
fehler Tilr hard betrachtet, dem sinne, nicht dem metmm nach. eine gewisie 
eiialenibereclitigung ; vgl. BC: / start, looke, harke. In Io2, i fehlt in A nach 
der UberliefernDg eine siibe, nach F.'s Sndemng fehlen zwei silbeo. In den 
Sannits of variable verse p. 46 IT. hat III I. 2 zwei silben zn wenig, V 10,6 ei&e 
iiilbe lU viel, wenn wir nicht eine harlc elision annebmen wollen; C bietet in 
betden tillen die richtige silbeniahl. 

Zur erkenntniss einer dritten klssst grober veisehen von A fOhrt ans die 
beobachtnng der sehr unerfreolichen eigentliUmlichkeiten des seCiers [oder des 
copisten — diese beiden persdnlichkeiten luasen sich fur uns nichi mehr trennen]. 
Derseibe isl namlich in noch haberem maasse als i. b. der schreiber des cot- 
tanianischen Heliand von der umgebung der worte abhiiDgig. Er wiederbolt, 
namentlicb wenn die bctrcffenden worte den oder die gleichen anfangsbncbstaben 
beben, sehr hSnfig gedankenlos ein vorausgehendes wort, sellencr nimmt er tin 
folgendes verfriibt anf. F. hat iwei verseben der crsten art nach C gebeuert 
74. 14 91,2 — elf fEille hat er unberilhrt gelassen und iwar t] f^lle mit wieder- 
bolnng eines voransgehenden worles : 

23,4 With idle faints and misiins pai nes, dolk sent; BC: ayme 

38, 14 But kim her hoasi her vnbind guest had ilaine; BC: that, 
era besondera auf^iliger irrthtun, da der acbtaf in derselben veriieile wciblieh 
und mannlieb personificirt erscheint; 

75, 14 To lease his Crovme, rather thin lease his Lotu; 'RC. /ayle, 

78, 1 1 is nimble feitt as slirre Ihcugk still an Ihomes, 

Se manie eyes a 1 steiing their ojpne ■wsi ; B C : aye, 

100, 13 Stuh tiarii, sighs, plaints, na sorraai is, but toy: 

Or if such heauenly sighs must pratu annoy * C : signii, 

SongV8,3f. Thieuei steaii far need, and sleait for gaeds, tehich (lain receneri; 
C: but, 
. But than, rich in all lay is, dost rob my goods fram mee; C. ioyei'. 



E.Flfigel, Sir Philip Sidney's Astrophel and Stella und Defence of Poesie 133 

s] ftlle mit anfhahme eines folgenden wortes : 

S,6 7X/ inward part: and that the heauenly part; BMs. BC: light, 

18.9 ify wit doth wastty my knowledgt bringes forth toyes, BMs. BC'. youth{e] 
My wit doth striue, these passions to defende 

22.10 Either to doe like him, as carelesse showne: BC: open^ 
Or carelesse of the welth^ because her owne, 

$8,13 Which wooed words, most rauishing delight, BC: woe, 
Euen those sad words a ioy to me did breede. 
Ebenso za benrtheilen sind noch zwei fUlle mit etwas freierer behandlung des 
wiederholten oder verfrttht aufgenommenen wortes 
30, 1 Whether the Turkish new Moone minded be . . . 

3 How Polands king m in des without leaue of hoast; C: meanes, 
89,7 Toy led with dustie toyles of butie day; Fr. BC: Tyr^d (Tired). 

Dill F. so viele, znm theil wirklich schreiende fehler von A nicht g^bessert 
iit, moss mis nm 8<o mehr auffallen^ da er andere stellen, an welchen sich der 
text f on A halten, oder doch wenigstens vertheidigen liisst, ge&ndert hat : 

13, 14 The first thus matcht, were [scantly] Gentlemen 
ittch BMs. nnd C; AB: scarcely; 

68, 13 O thinke I then, what Paradise of ioy 
It is, so faire a vertue to [enjoye] 
iMchBC; A: annoy. Dies ist einer der wenigen flUle,. wo ich entschieden fiir 
<& A-fariante eintreten mdchte. Stella hilt dem liebenden eine wohlgesetzte 
nonlpredigt, ermahnt ihn mit melodischer. stimme nnd sUssem athem, nut ge- 
^testen worten nnd trefflichen griinden znr tngend -^ und wfihrend dieser 
idkdnen rede denkt sich der verliebte dichter: »0, welche wonne ist es doch, 
^ to schdne tngend m ftrgeml* Dieser schelmbche schluss ist ganz nach 
^ey's geschmack, er liebt es nngemein, die letzte zeile seiner sonette Uber- 
I'lKliend m wenden, ihr eine epigrammatische spitze zn geben. 

83, 14 Leaui that Syr [Phipp] lest [off] your necke be wrung 
'^BC; A: Leaue that Syr Phillip lest your necke be wrung, wogegen ich nichts 
Q stgen wttsste. 

Einige der sonette geben noch zn knrzen bemerkungen anlass, welchen ich 
venige emendationsversnche beifUge: 

l^T Or with straunge similes, inricht each line, 
^ tpparat bemerkt F.: 'enrich BMs. C;>) das inricht von AB [enricht Qvl^ brancht 
*^liit kein 'blunder* zn sein (wie Grosart denkt).' Grosart scheint mir hier doch 
^ riehtige getroffen zn haben, in riicksicht anf let v. 5. Ich halte inricht nur 
^ eben A-dmckfehler fUr inriche, der mit so manchem seiner genossen anf B 
^'^^^iSing; der setzer von A verwechselt die bnchstaben e nnd / nicht selten: 
^f&r « hat er ausserdem noch in 14, 13 loost, 100, 11 sightd; / fUr / in 38, 12 
. ^ihes, Song V 8, i worte, Song IX 6, 3 Muse. 

^)4 Of lyuing deathes, deere woundes, faire storms and flashing fyres 
"*•• BC : freesing {friesing). Das die A-variante nicht richtig ist, lilsst sich auch 
*^ dtm texte des hier ziemlich ironisch behandelten Petrarca nachweisen 

• 

AD '^ ^* fi^^^^ ^ apparat die in der einleitnng gebranchten bezeichnungen 
^JC tof, nnd schreibt dafilr Qur, Qua, fol.i. Ich behalte der cinfachheit wegen 
ABC bel 





UUentm- 

Ma frtdda feet, t foBenUna ifemt 
DM alma, ckt trainee comi . 

Tahr sua dakt vista rtiiitrma [Son. 97 in lita*. 

8, 3/3 die gramroiitisch nlcIiI 10 beanstandenden, rehnenden plonUe harti : 
dartt in A verstoisen gegen das reimschema des snnetu, itttt ahia abia 
bielet A; abia aeca. 
iJle dfcl andcren Icxie BMs, BC haben die singnlare hart : dart, welcbe m. e. 
I anch in den lot anfmoehmen gewesen vritren. 

g, 7 IViatt Perchei rich, with nami of chikei indtm. 
Marble mi-It rtd and ivhilt, dot enttr/aei, 
I ««* BMi, , wAifh C, F. beinerkt ■Grosart bezciclmct das wlli der 3 Qn's als- 

mtitaki, aher wanim?" Mir gebt es hier wieder wio Grosart — ich kuin der 
■Iclte mil viilh keinen linn abgenlDnen, sie bleibt mil Tokiek in folge des dnrch 
dn reimiwang herbcigefUhrtGn indure geschraubt genng. IVith Ut iweifelEobne 
In viili/i m benern, der leczer von A hat noch manche tndere ilelle verdorbea, 
Indem er fUr dai vcrmulhtich abgekUrcle wAit/i, with nnd fui whitk in, Tvilhtn 
elnfUhrle : vgl. with 18, 1 1 ; 79, 4 ; wrrt which ftir -wkieh -with 99, 7 ; v/iihm 26, 7 ; 
50.8. SS. fi- 
le, 8 A hat /*c«, die berichtignng wkre Bomil [Pi^u[t\ in dnicken gewesen. 
^^^^ II, 10 A; /i>*(j(, im apparat fUr C die variaole loekit, wilhrend p. LXXllI, 
^^^^ anm. a und p. LXXXU C mil kektsi noCirt ist, — V. iz : wohei itamnit 

^^^^ die p. LXXIII. anm. z (wo fUr 10,10, 10, I3, 10,14 t-a tesen fit 11,10 

^^^B etc.) nod p. LXXXIV, anm. 3 angeriihrte vaiianle creueking [crevfekittgyt 

^^^^V Sie fehlt Im apparat. 

^^^^1 13, 3 A : Tkat from kir hakes Iky dimutsse newt seafts frti, 

^^^B BMs: Tkat frrnn ktr lacks thy dayiiHn nam seafei frit, 

^^M^ B: Tkal from ktr loeiis Iky day-nets nojv scaft (p. LXXXI scaptij-ft 

C: That frcm ktr loeka. Iky dauners tmne stapes frit. 

A imd B stimmen in 3 dmckfehlem Uberein: tookes fllr leetes, die iweifellos rich- 

tige Icsart. da die reiie der geliebten nnfgeiahit werden, und ihret haare aonit 

niclit gedacht ist ;vgl. auch 82, 3 AB /oiti, C ricIiHg hokl]; noioe fllr ncmt, wie 

anch 40, 3 AR nmn, C aber none, was ich troU Grosart's schCner, aber dock wohl 

elwas za modem pmpfundener techlfcrliBung von now (cf, vol. I p. LIU aoA 

58f.) filr das nrspniogHche halle. Die schwicrigkeit liegt in dem aweiten hanpt- 

worle dea verses, Uberliefeit in 4 verecliiedencn formen, die aber doch 3 bnch- 

slaben: d, », s gemeinsam haben. Dndurch ist jedenfalls bewiesen, daas in dem 

manuscript des dichlers ein fast, aber nicht ganz unleserliehes wort stand, welches 

aich die veraehiedenen copislen nach bestem ermessen deutelcn. Wenig giUcltKeh 

waren A nnd C, mil deren fassnngen icli nichts anznfangen weiis, BMs. : dayn- 

liii ist besser, passt aber nicht inm folgendcn. Auf der richtigan spur war ge- 

wiss der redacteur von B: dass die locken der gefeierten scbonen amors netic 

Oder icblingen sind, ist ein bei Pettarca') nnd seinen epigonen beliebtes bild. 

Aber was find day-ntti -. Tag-nctief Stella's locken waren doch gewiss am abend 

beim kerienicheine flir mi(nnerhe«en nicht weniger gefihrlieh, als am tage. Koine 

J der TersnchteB liisungen befriedigu Ich verinnthe deshalb, divss Sidney schricb. 

I That from her lockit, Ihy dtar nets, h^hi sea f is free. 

^^^ ■) d 



') of. t. 



. Ballata 4 



(.41.; Son. 195 iv.; Cam. 2 



£. Flfigel, Sir Philip Sidney's Astrophel and Stella nnd Defence of Poesie 13 c 

12,6 ist in A sinnlos; anch ▼. S stimmt die isolirte A-lesart dnrchaos nicht 

znm context 
13,4 A: taiiuts, C ebento; p. LXXIII, anm. 2 aber C: talons, 
XI sehlage ich vor, iiir das Uberlieferte IVhen^ Where zu lesen: 

her face he makes his shielde. 
Where Roses gules are borne in siluer fielde, 
t$ A: the last, BMs. : these last; p. LXXm, anm. 2 aber BMs. : the last, 
14, 13 im apparat fehlt die A-variante, cf. p. LXXXin. 
15, 8 A : With new borne sighes, and wit disguised sing. 

B: With new borne sighes, and demsed wit do sing. 
Blifs., C : With new borne sighes^ and denisen^d wit sing. 
Die onclmft des dichters moss bier wieder ein schwer leserliches wort geboten 
Ubea, das sich die copisten verschieden zurecht legten. A hat gewiss nicht das 
riditige getroffen, schon deshalb nicht, weil es von der durch sMmmtliche andere 
^MDiuiteB gestdtzten wortfolge abgewichen ist. B ist dem sinne nach nnklar nnd 
iBcii wegen des fUUwortes do bedenklich. BMs. nnd C halten sich gegenseitig, 
Msen^d ist somit der beachtenswertheste Idsungsyersnch. Dnrchsichtig macht 
iber inch er die stelle nicht, der ^eingebiirgerte wits' Iftsst sich zwar dem sinne 
Mdi leditfertigen, mnss nns aber doch gexwnngen erscheinen. Ich m5chte des- 
bilb nnnndien, dass Sidney schrieb : 

With new borne sighes, and din en id wit sing: 
"Off, die ihr des alten Petrarca lilngst yerstorbenes leid mit nengeborenen seuf- 
zcniimd anfgeputztem witze singtl« Ftlr die vollmessnng zweisilbiger p. p. 
*ckwacker Ycrba finden wir in Astrophel and Stella viele beispiele (z. b. 2, 5, 
22,9,40,12, 50,12, 54,3, 58,13 etc.], dagegen habe ich keinen der messung 
^Mtfgau entsprechenden fall bemerkt, ygl. aber ans Sidney's Arcadia-gedichten : 

//>, rduished with sight how gracefully 
She mou'd her Urns .... 

(Grosart vol. II p. 137 v. 282), 
«nd Shakespeare: embdttai/^d, buried, followed etc. (Abbott's Shakespearian Gram- 

■«l474). 

21, 1 A : Voter words, my^freends me causeUsly doe blame 

B: Your words ^ my fretnd right helthfull catts tides blame 
C : Your words, my friend [right healthfuU caustiks) blame. 
^ der A-variante lemen wir eine weitere, stark ansgeprilgte eigenthUmlichkeit 
filter ansgabe kennen. Ihr redactenr hat eine grosse abneigung gegen nnge- 
^'^^hiHehe worte nnd ansdriicke, er liebt es, solche ihm befremdliche wendnngen 
^>tii olt reeht triviale phrasen eigener erfindnng zn ersetzen. Man vergleiche z. b. 
26, 9 A : For me I nature euery deale doe know 

BC: For me I doe Nature unydle [unidle] know; 
3S, 2 A : and that my troubled thought, 

BC: and the (that) vnbitted thought; 
46, 13 A : That he so long may sport him with desire, 

BC : So long though he from booke mich (myehe) to desire ; 
^i, $ AB : a sound affection, C : in felt affection (■■ infelt) ; 
94)3 A: ^^f '*^^^ f^i^^ fX^'* BC: that inbent eyes, 
°^ 21, 1 empfinden wir die nnberechtigte ^ndemng doppelt nnangenehm, da sic 
die gtnze harmonic der composition st5rt. Sidney gesteht seinem freunde, dass 



Ij6 l itt e iatui 



tr ihn mil recht tadek. das sciae iwikfe void bcfrfiadet siiid, sehligt mber 
scidicsslicli xll seine sngrtfle xorack Bit der ploCzSekca €nce: ii#v idi me Ikis, 
Hxtk this varii fm^ki /*/ fain «r 54eUf irt Die whriihaft e aniimflt des sonetts 
geht giazlich reriorem wean mnn den <ficktcr sckom in der enten zeile sagen 
Usst. dass der freimd oder. nnrh A. die firemde thn frandloft taddn. — t. 7/8 
in A nnrerstandlxch. 

23. 4 soUte die lesart von Qo} mck (k. LXXXV, ana. 2 vohl einen dmck- 

fehler enfhalten. 

24. 3 die A-Iesart ist gr ammariK h anmoggcfc; 2>. 10 teiv ebenso. 
3S^ 3 fehlt im apparat die B-Tanante ct p. LXXXIV: jS* 13 dcs^ 
32, 9 I'ffmL'ksafe af all ainpt aimtmmc t tka ta ttS 

ich schlage tot. far mS der oberiieferang #/</ m lesen. 
4a 3 C: tka£ host p^ LXXX\1I aber vo 401 3 for 4a 4 ra lesen ist; 

C: tAtfM kasi. 
44, 3 zom apparat bt als selbstiadige lesart Ton Frannce: anate zn eiginxen. 
47« 12 C: /.<r.^ ^<fr t^; F. fragt: drucki lAler? Schwesfick, da sdion Frannce 

dieselbe lesart hat .d AngSa X p- $29;. 
51,3 in A nnYerstindlick ; ebenso $4*11 A<w* » Uonudi $5*6/7; 65,3 

sh*mids:. Jo. 7 fekic die copula; 76. 12 ma covle; S4. 6; 87, 3 ttw^Us^- 

4 imfitri\ $:$w II /Vtfii^; S9, 3,4: 99^ 6^7: Hat Grosart bier die Tentiiid- 

Hebe lesart erfand«n? 
52, 10 p. lAXXlll A: &V. BC: <&ir: Atf ist jedocb tm text nicbt einfddaniniert 

uad im apparat fehlt die A-variante. 
53> 4 P- l-XXXUl ^imff in A and B ansgelasscn ' ; im ^yparat Ungegen 

tucn jiitu R 
5<\ 13 Hier must^ wohl eine variante ra smmJi oder i£^ feblen; in A ist ein 

vlnickfehler ^a be^sem: es stehen »ch banptwort im sg. vnd zeitwort 

im pi tcegeouber. Orosart voL l. p. 7^ bat simnds. 
Oo» jl im apparat fcWen die A B C-rarianten zn tknrw [ ]. 
02, 5 / i(/y, bmt straight thus wairta woi my weiu^ 
MvKou i*r\w«art ha( (kx da^, wie es schetnt in alien teiiten aberUeferte, storende 
prAkvu!* Ua« prdit«rit\im it/y<tu gedrackt; ich kann ibm nnr betpfiSiditen. 

t»ii. \ \ /Vj;»>«/& im text wobi ein druckfebler ; lies ansserdcm 77, 12 imdgtmumU, 

87. II >wammc, ^ 19 Wkili^ ^ag XI 9, $ AhiL 
^, 8 Uie A-varUttte S<t ^y thy wruih im apparat ist filr Qns selbstrefstindKch 

V^Hi t <u Weu' Ut keinesweifs auf etne stofe mit der gleieb£dls A ange- 

h^«ri|geu variaut^ amnify v. 14 «n stellen, wird aicbt dnreb sie gereeht- 

l^iii^t. Annoy Us:*t ^cb vertbeidigen» Sit fy iky wrath ist cine offen- 

b4iV \0i\WlbuU:l. 

(*V, \ v«Ai5^ K^tx\hH^\ «iiuufUgett ((eweMtt. da alle te!ite die mebrsahl f&ber- 

t^, M. '/ *.^\^^\^ vlvntvlbcu v<fr»tv>«:i ^egea das reimscbeam des sonetts wie 8, 2/3, 
\K\\\ kWm %«<M^^lWbett ttttter»cbied, dass der plnral harts t. 6 bier aneh 
kt»)u«»ii «v>K^iu >\»u btrevbligaag bat, da v. 7 den singnlar fordert: das 
Kv«A. nm iflvK«|«)tt vUiktt, weutt e* von seinem reicbdiom am meisten 
mlUk^lU m i^iu^ itvbltg hart : impartt, 
MS\ Im 4k»|»ai4l ai« A variaut* ftr /astncrx 81, 12 fUr li/i\ 90^ 11 fiir 



Mftriowe*8 weike. Ifist-krit ausgabe v. H. Breymann n. A. Wagner, n. III. ijy 

8$, iff. Dass dieses sonett in A 3 falsche reimworte liat, liabe ich bereits 
angedentet Behold my heart the house that thee contains v. i kann 
Sidney nnmdglich geschrieben haben : das hen soil das bans betracbten, 
welches das hen enthiiltl Die iiberliefernng BC ist nnantastbar, con- 
taine entspricbt den folgenden imperatiyen Beware 2, doe 5, giue, let 9 
etc. Straines v. 4 A ist nacb least grammatisch anstossig; braines v. 5 
A ist dem yoransgehenden reimwort mecbaniscb angeglicben. 
S9, 7 n. 14 hiUte nocb anf Frannce verwiesen werden konnen, dessen text die 

BC-lesarten sttttzt. 
99, 9 im apparat C : charme, p. LXXXin aber C : chirpe. 
Song I: die C-yariante passions nourish bt zv Str. 5 v. i ; die C-variante 

JVomankind za Str. 3 v. 2 zn stellen. 
Song VII : im apparat bStten nocb Frannce's selbst&ndige lesarten ill Str. i ▼. i , 
easlie Str. 2 v. 4 angefUhrt werden kdnnen. 
F.'s nendnick von Astrophel and Stella wird yoranssichtlich auf jabre binans 
in DentschUuid die gnmdlage jeder arbeit iiber Sidney bilden. In rilcksicht daranf 
vird Bum anch vorstebende bemerknngen nicht ganz iiberflUssig findem 

Ansser Astropbel and SteUa bietet nns F. nocb einen neudruck der >Defence 
of Poes!e«, nnd zwar nacb dem 1595 aos der presse von William Ponsonby her- 
▼orgegngenem texte — den ersten abdmck dieser ansgabe. Alle facbgenossen 
werden F. dbik wissen fUr seine sorgfMltige wiedergabe der liebenswUrdigen scbrift 

MOnchbn, April 1889. Emil Koeppel. 



Harlove's werke. Historiscb-kritiscbe ansgabe von H. Breymann and A. Wagner, 
n. Doktor Fanstus. Heransgegeben von Hermann Breymann. Heilbronn, 
Henninger, 1889. LV und 212 ss. 8^ Pr. 4 mk. — m. Tbe Jew of Malta. 
Herftosgegeben Yon Albrecbt Wagner. Heilbronn, Henninger, 1889. ^^ 
vnd III ss. Pr. 2 mk. (Englische spracb- and literatnrdenkmale des 16., 17. and 
18. jthibnnderts. Heransgegeben von Karl Vollmdller. Bd. 5 and 8.) 

Trotz den zablreicben, znm tbeil vortreflflicben ausgaben des »Doktor Faastus« 
^ fkh prof. Breymann mit seiner edition kein geringes verdienst erworben; denn 
J^ ent kdnnen wir sagen, dass wir einen kritiscb bearbeiteten alien pbilologiscben 
^Bfordenmgen entsprecbenden text des wicbtigen denkmals besitzen. 

Die in der einltttang gegebene geschicbte des textes zeig^ nns in nnwider- 
^lieher weise, dass die nns vorliegende ansgabe einen nngebeneren fortscbritt 
8^ tile lirfiberen bedentet Anf pp. VII — XI werden die Quartos, deren 
^k weniger als nenn im lanfe des 17. jabrhnnderts erscbienen, eingebend be- 
'^ben. Es sind dies die von 1604, 1609, 1611 (mebrfacb bezengt, aber bis 
W nocb nicbt anfgefnnden), 161 6, 16 19, 1620, 1624, i^S^) i^^3* I^&nn sncbt 
^'syniinn wertb- nnd abbftngigkeitsverbfiltniss der Qoartos zn bestimmen (XV — 
^^^^ Idi glanbe, dass die scbwierige, vieldiskntirte frage von Breymann in 
^^^icblieiseiider weise gel5st wnrde, und bescbrilnke micb daher daranf, die resnltate, 
^ deaen er gelangt ist, in kUrze zn wiederbolen. 

Die engliscbe prosaiibersetzong, welcbe nacb der editio princeps des deutscben 
'ttttbncbes vom jabre 1567 angefertigt wnrde, ist i$88 oder spHtestens zu beginn 
^jilures 1589 entstanden. Da nnn Marlowe entscbieden die englische version 
^atit hat, so wird als abfassongszeit nicbt mit Fleay 1587/88, sondem das jahr 



138 * ' ' !•• Lteerofur 

IJ88/S9 unuetten »ein. AUer wRhrscheinlichkeit n«ch wnrde der .FbmW** jtuJoeb 
cnt nsch dem tode des dichteis, und zwar am 30. septembrr ti^t inm crsieD 
male aii%efUlirt. Die zngkraft des itUckei wir so grots, diss cs von 1594 bis 
1597 31 md gegebea wnrde. D« es nich( im inleressc der the&tergeselUchifl Ug, 
du stilck gcdruckt and weiteren krelsen mgSngUch gemacht m sehen. so blieb 
der 'Faustas' wihrend dteser celt bdchBtwahncheinlioh mantucripl. Am 7. jarmar 
1661 wnrde einem Tb. Bushell die erUnbniss mm dmck ertheitt; vermnthUch 
warde von dieser erlanboiss bald gebraucb gemacht, so dass wJr znuclleli 1601 
und 1603 eine edilio princeps aniuseuen haben, von welchor der uns erballene 
dmck von 1604 nnr eine verse hlechlcrte Copie ist. Abet selbM jene cisw aus- 
gabe war schon nioht mehr der urteit, wie er aus des dichlcts banden harvorge- 
gaogen war. Ver^cbiedcne umsiande sprecheo fUr die annahme, dasi Marlowe's 
text scion 1594 einer emen nmarbeimng unlenogen ond in dieset form anf die 
bilhnc gebrnctit wurden war. Dem omfangc nach bedenlender war eine rweile 
limarbeitnng, welclie Bird nnd Rowley im jabre 1601 besorgten. Diese iwei *er- 
sehiedenen umarbeitungea liegen den Qnanos von 1604 nnd 1616 lu gmnde. 
Da nnn die Quarto von 1609 auf der von 1604 bemht, die von 1619 bis 1663 
abcr an£.t6t6 nirttekgehen, so ergibt sicli fUr die geschicbte des texles folgende; 



I 






I 



pt 1588/89. 



Aasg. 1601/03 '= A 
Anig. 1604 = A' 

Ausg. 1609 "= A' . 



Zweiie umnrbcitnng i6oi. 



Aosg. I 



1 



= A3 



— ? .-- 



Ausg. 1616 = B 
Anig. 1619 = B 
Ansg. 1610 = E 



^^H Ansg. 1663 — 8'' 

^^^P Was nun aber die frage nacb dem umfange und der art der von Nrd and 
Rowley vorgenommenen in Henslowe's Diary bezeugteo "adicyones" betiilR, ao 
wendet sicb Breymann nii( aller enlschiedenlieit gegeii die versache Ddntien, 
Symmanda' und snderer, durch btoa iiitbeiische kritik das echle von der inter- 
polation in scheiden, nnd er verlangt, dass man den stil Marlowe's (in den nn- 
xweifelhaft echten stuckenj nuf alle seine eigentfaUmlichlieilen untersncbe, damtt 
man auf diese weise zn stcheren kriterien gelange. Da prof. Breymann anf lefte 
LQ einen ergttncnngsband mil grammatiscbem und metriscbem kamroCDtar In anx- 



Marlowe's werke. Hist.-krit. ansgabe ▼. H. Breymann n. A. Wagner. II. III. 1 90 

sicht stellt, so werden tins die heraosgeber sicherHch eine seiche untersuchong 
bringen. 

Die parallel gedmckten texte der Qnartos Yon 1604 nnd 161 6 warden vom 
heransgeber mit grossem respekt behandelt; nur hie nnd da zeigen die eckigen 
klammem, dass einer emendation ranm gegeben wnrde. Da, wie gesagt, Uber 
sprache nnd metrik noch nicht das letzte wort gesprochen ist, will ich mir einige 
bemerknngen erlanben: prof. Breymann wird ja im eigttnznngsbande gelegenheit 
haben, die fraglichen pnnkte zn discntiren. 

18 nnd 19. Die texte A' A^ bieten: 

Excelling all, whose sweete delight (Uspntes 
In heanenly matters of Theologie. 

Der heransgeber findert nach Koeppel: whose sweete disputes delight etc. 
Ich glanbe, die ILndemng macht einen guten vers schlecht: es liegt ellipse der 
copnla voT, also: whose sweet delight (are) disputes etc, 

B 220. O. Faustns, then I feare that which I haue long suspected. 

Endweder ist I've zn lesen, oder, was mir wahrscheinlicher ist, Aaue ist zn 
streichen. In gleicher weise ist A 473 hath zn eliminiren. 

A 232 B. 222. For which they two are infamous through the world. 

Ist nicht famous zn lesen? Dass die pr&fixe sehr oft abfallen, d. h. das 
das simplex statt des compositum gebrancht wird, ist bekannt; was aber das un- 
gewohnHche betrifit, dass dnrch die nnterdriickung des prefixes ein ganz anderer 
sinn entsteht, so ist das durchaus nicht ohne bebpiel vgl. Guy of Warwick, ed. 
Zupitza, V. 8229 nnd note zur stelle (fame t^ defame). 

B 225 bt schwerlich correkt. 

A 245 B. 235. Seeing thon hast prayde and sacrificed to them. 

Ich w&re geneigt, an stelle von seeing — seen zn lesen; das letztere ist 
Miter nnd yersehwindet gegen das ende des 16. jahrfaunders immermehr. Bemers' 
Duke Huon of Bnrdeux hat Uberall seen ^ frz. yu; die ansgabe von 1 601 findert 
consequent in seeing nm. VgL ed. Lee (£; £. T. S.) I, pp. 26. 30. 36. 47 n. o. 

Damach wiire anch A 329 B 316 zn emendiren. 

A 570 B 528. Wherin thon hast giuen thy soule to Lucifer. Vielleicfat 
ist anch hier wie B 220 nnd A 473 praeteritnm statt perfectum zn setzen. 

A 632 B 573. Thou art a spirite, God caimot pity thee, und A 633 B 574. 
Who buzzeth in mine eares I am a spirite? 

Vielleicht ist in beiden versen sprite ze lesen. Vgl. Walker, Critical Exami- 
nations I, p. 193. Anders Konig, Der vers in Shakspere's dramen p. 38 und 
Schipper, Ne. metrik § 45. 

A 718 B 658. And Fanstus vowes never to look to heauen. Vielleicht 
nom^ei 

B 1218. I would he would post with him to Rome again. I ist zu streichen. 

Hatte Breymann sich dnrch das gestrttpp von acht verschiedenen texten 
dnrchzuarbeiten , um anniihemd jene gestalt des »Faustus« herzustellen, wie sie 
mnthmasslich aus der hand Marlowe*s hervorgegangen war, so stellte sich die 
anfgabe Wagner's nm vieles leichter, da er nnr den druck von 1633 zn grunde 
legen konnte. Diese iiber vierzig jahre nach dem tode des dichters von Thomas 
Heywood und Thomas Hammon besorgte ansgabe bietet einen verhSltnissmassig 
gnten text; die &rgsten fehler nnd versehen waren schon in der Dodsley Collec- 



I40 Unermtnr 

tlon (ed. lySo. vol. Vin.) bericliligt, and die knndige hind-T'oit Aleunder Djce 
but in seiner bekannten ausgabe sehr vieles fUr text and erkl^rnng gethsn, 

Wagner hat an wenigen slellen neue emendationeD vorgescblagen, so andern 
Dyce'sche andeningen verworfen. 

V. ag. To reade a lecture here in Brilaine. Dyce andcrt In: To readc i 
lecture le yon here in Britain, Bullen licst BriUuny. Wngoer vertheidigt rait reeht 
die leseart Brimine, e^y. Nnr wnndert es mich, dass cr v. 19 empire mchl 
ouch gegen daa Dyce empery in schuti nimrot, 

V. 39. As for those Sabam, nod (be men of Vii. EHe Qnarto von 1633 bil 
Samintes, was Dyce in Samnites, Bullen mit riicksicht sdF Ui (Hiob 1, 1} in Sabans 
andert, vomit die lente aos dem lande Saba geineint sein soUen, Allein WagnfT 
hat unrccht gchabl, eine so schlccht begriindete emendation in acceptiren. Enteni 
isl es sehr kubn, ans Saminles ein Sabans za corrigiren. Zweitens aber ist 
msammenhange dadurch nichl im geringsten geholfen, BuUen als Bihel- 
eiegesekundiger Engliinder ging offenbar von der auslegung aus, Ut sei cine 
biscbe provini, tolglich — dachte Bullen, was aber durchaas nichl folgt — 1 
Samnites ein arabisches volk bedeulen. Nicbts kann faUcher sein. Marlowe Imm 
weder Viz noch Saminles in Arabien gcdacht haben, und es ist geradem nnbc- 
greiflieb, dass Bullen tind Wagner diese nnmaglicbkeit nichl selbst sahen. 
lese die ganze stelle. Barabas iibeniihit die snmmen. welche ans verschiedenea 
richtongen angelangt sind. 

As for those Samintes, and the men of Vzz. 

Thai boaght my Spanish Oyles, and Wines of Greece, 

Here bane 1 pnrst their paltry siluerlings. 

Fyc; whai a tronble lis 10 count this traih. 

Well fare the Araiiam^ who so richly pay 

The things they Irafflqne for with nedge of gold. . . . 

Die Araber werden also gam ilirekt aU gegensatz in den Samintera und den 
m^nero von Vii genanni! 

In der thai hat Marlowe schwerlich Vr. fiir eine arabiiche provim gehatten, 
wie ja auch diese auslegung des wortes durchaus nicht einmiltbig angenommen 
ist. L'nd iiherdies iat es eine sebr heikle angel egenheil, nnsere geographischen 
kenntnisse in Marlowe's werke hineinlesen zu wollen. Ich halle Samintes 
Sammtcs fUr einen fancy name, wie Marlowe deren so viele verwendel. 

V. 83. But who comes here? How now I 

Barabas, thy ships are safe. 

Wi^cr schlSgt vor, Barabai zu streicben, wobl mit recht. Schon Schroer 
in seinem lehrrelchen aufsatie Uber Bisi^bof Bale (Anglia V, p. 253] hat die be- 
obschtnng gemacht, dass anreden, ansnife und dergl. wie sir, sirrah, banttg nichl 
nut in den Rhylhmus iu lahlcn sind, Vgl. die von mir nach dicsem grundsati 
emendirte stelle in Sir Clyomon und Sir Clamydes, Engl. stud. XllI, p. 198. 

V. 143, Making the Sea their siruaiits, and the winds. Dyce, und Bullen 
Hndem in Seas, wogegen sich nicbts einwenden IHsst; Wagner dagegen tilgt dat 
s in servants nach dem vorgange von Abbott, Sh. gmm. % 338 und Elie, Notes 
(1889) no, 283, 

V. I0j6. What hast /Ac/ done? Dyce iindert in thou, mit gutem grand, troti- 
dem er sebr wohl wusste, dass thee oft fUr den nominativ erscbeint. Die Im- 
perative fare thee well und dergl. beweisen nichts, da ihee sehr wahrscheinlieh 
als ethischer dativ zu verslehen isl; die andem von Abbott cidrteu beispiele leigen 



Uulowe't uerke. Hist.-krit. ausgabe v. H. Breynunn u. A. Vi'agner, II. IIL iai 

itt inuiler in jener ftbiolnten itellung, wetche an den fn. gebraach der giroaomi 
tbtolis eriDnert. Vct^I. StDim. Engtische philologie p. 2io, and meine einleitnag 
a Cutan's Blanchardyn and Eglantyne p. XIV. Dbrigeni 'at dieses thee etwas 
mlgir gefarbt nnd im mnade det Abigail kaum zn erwaiten. 

Wu die einUiRiDe (III— XIV) und die anmerkungen {pp. S^—lll) betrifft, 
A bin icb mir Uber die okonomie denelben nicht gani klar geworden. Das 
Gtcnihiitoriscbe, quelle and itelluDg in der teitgenossischen literatnr, isl sebr kun 
ib^hu . 10 dass man sich damit bescheidei. eincn iiiTerl^aigen text za be- 
a, aber die snineriningcn gehcn wieder iiher dai gebieC einer rein texlkridschen 
ktbdt hinau, indem sie sllerlei leiicaliscbe, giBmmaiischc, mecrliche and andqoa- 
nKbe aalizea bringen. Wagner legt ofTenbar nuf dietelben grosses gcwjcbt, wie 
oi idneD Worleo p. XHI a. XIV hervoi^ebt; allein er wird es mir nichi [Ibel 
EtIineD, wenn ich die ansicbt aosspreche, dass er sein luepablikimi nnterschiitzt. 
D> liiid voT allem die anmerkungen leiicaliacher arl. Welchen leser deakl aich 
Wigier. wenD cr fiir tell im sinne von zahlen aas dem Shakspeare-ieiicon vier 
ixl^ citirt? Und uberbnupt die belege aus Shakspeirel oZu bclegen Ul, wie 
bsm Timborlaine, in umfassender neiie wieder hauptadchlich Sbakspeare heran- 
piojiCD, was keiner weiteren begrundoog bed»rf«. p. XiH. Ich fiir meinen Iheil 
•in f^ cine begrilndong sehr dankbar gewesen. Das anentbehrlicbe leiucon 
"n Schmidt kennt jedcrmann, und es weiden viele die citate bus dcmielbcn fiir 
icinc nam<rer3chwendung erkldren. Dagegen wtire es sebr wilnschenswerth ge- 
"tWD. TOO einem kenner der Eliaabethinischen literatnr belege aas andem, wenigcr 
btkuiBicn aatorcn lu crhalten, and nacb solcben bsbe ich vergeblicb geaacbt. 
^'trgi I, b. die anm. lu v. 58. Es handelt sich danim lU leigcn, dass penrle wie 
ti" noffname und diher im singnlar bleibt. Wagner citirt nun vier beispiele aus 
Scbmiijl, lechs bus Tamburlaioe, Je ein beispiel aos andem aulareo , z. 
CiKoigne, Steel Glosse ed. Arber, p. 60, Greene. Orlando Furioso ed. Dyce, p. 90 
*lm da weiC eher am plstie ^ jedenfalU hiiTte Muluwe selbst mebr berUck- 
«iiliping TSTdient. V. iiz cleane^gaoi nnd gar. Wieder Shakspere 1 Marlowe 
*U)« bletet: Tamb. 4479. Edward the Second ID, 3; Dido III, I ; V, I il Dial}; ja, 
1 ]n of Malta selbst wird dieses cleane lu einem quibble verwendel. V. 17J4: 
W I an cieane, or rather foally out of the way. — V. 685 inlreat = tn 
'^Mn drei belege aus Schmidt. Edward the Second I, 4: 
The king, I fear, hath ill-entrealed her. 
V, 817. dos = do wird auf Abbot f 33J verwiesen. Marlowe bat sits = 
^ub.lij; hangs >E hang ibid. J 14; guides ^ gaide ibid. 464; daio ibid. 768, 1055, 
■■3S. 1941, 3166 etc. etc. Der Jew of Malta selbst tits = fit Ijl. 

An einet slelle wire Shakspere wohl am pktie gewesen, und da gerade 
'^ a Termisst. V. 1970. The hat he wears. ludas left under the Elder when 
w bulged himselfe. Wagner citirt da die anmerkung von Dyce, der die Uber- 
licfeniig icbon bei Msundevil[e conitatirt. Aber Shakspere bietet dne lehr gnte 
l"< pUillele. 

Holufernes. oEadas I am-. — 

Dnmaine. The more shame for you ludas. 

Hoi. What mean you, Hiri 

Boyel. To make ludas bang himself. 

Hoi. Begin, Sir: you art my tider. 

Biron. Well followed : ludas was haiigtil on an tlder 

Love's Labour's Lost V, 2. 



14a 



Linentnr 



lien Jonson: He shall be your ludas, aod you shill be his elder-tree to 
h&ng on. Every Man oat of llamour IV, 4. FUr altera siellen siehe Piers Plow- 
man, ed. Skeat, Notes p. 31 ; vgl. fertier Crebensch, P. Br. Beitroge 11 p. 1S3 f. 
WiEN, October 1S89. L, KcUner, 

, Ph. D., LL. D. A New BdittoB 
. XII und 3s6 sa. Pr. mk. la 

Es sind gefiihle des schmenes und der traner. welche una hcini anblict 
lies vorliegenden handes erfUUen. Wit haben ein poslhumei weik dei m begins 
dieses jahres durch cinen raschen uod unerwarteten tod seiner familie, der wiuen- 
schaft, der univeraitlit, scinen freundeti und Echillern entrissenen verfassen viir au. 
D«s» der naheiu voUendeie druck dargh eine, wie cs anfangs schicn, luchle 
krankheit nicht unterbrochen werde, war seine letite sorge, die korrektor dir 
Tortlegenden bo^u seine letzle atbeit. 

Der text der Notes befand sich bereils TolisHindig in der drnckerei, ali der 
verfa^ser ans dieiem leben abgerufen wurde. Das tilelblatt, die widmung, die 
im januar geschriebene vorrede und eine kurie inhaltsangabe fanden sich is 
aeinem nachlass. Das buch lag also im manuskript im wesentlichen fert!g ror, 
Hiniugefiigt ist nur der index s. 355 f, anaserdem wurde die Inhaltsangabe s. Vll. S. 
gegen die ur^pritngliche erweitert, so dnss es ]etzt moglich ist, bei Jedem einialDoi 
9tUcke die sttcnmllichen stellen, an welchen dasselbe ervfihnl wird, zn ilbersehea, 
was in der ersien fasaung nicht der fall war, Beides ist nach rUctuprache ml 
Eduard Sievers und mir von dr. Willce, einem schiller des verstorbencn, besargt 
worden, und wir geben uns der holTnnng hin. dass durch die na sich geringfilgigen 
zuthaten die brauchborkeit des bnches nicht iinerheblicb erhdht worden ist. 

Seit zwaniig jahren hat Elie, inerst in verschiedenen zeitschriften verslreDi. 
dann in drei serien von je einem mllssigen bande (iSSo, 1SS4, lgS6> Xotet on 
Elizabethan Draroalists encheinen lissen. In der vorrede zum vorliegenden baade 
heissi es: 'Having thus grown upon me I might almost say unawares, these critical 
and metrical observations wanted suitable arrangement and unity, a. want which 
mast have been keenly felt by every reader', and in der that wird jeder, der vet^ 
aniassnng gehabt bat, sich mit den drei bSnden Notes eingehender m be>eli£f- 
tigen, den ditrch ihre entstehnng bcdingten mangel an einhait und iibersichtlicber 
anordnang beklagt haben, Dtesem Ubelstande suoht nun der vorliegende band 
durch zosammenfassuDg und sichtong ailes vorhandeneo und durch einbeidlcbe 
anordnnng abzuhelfen, Eine reihe von friiheren vorscbtiigcn ist zurilckgetogen, 
nen hiiuugelcommen sind namentlich die bemerlningen lu Ring Richard n. und 
Othello. 

Die anordnung ht alpbnbetisch, Elze beginnt mit Anonymous Plays (no. I — iSg), 
nnd iwar sind falgende stUcke berilcksichtigt: Arden of Feversham, The Birth 
of Merlin, Edward III, Fair Em, Histrio-Mastis , Locrine, The London Prodigal, 
The Merry Devil of Edmonton, Macedorua, Nobody and Somebody, Soliman and 
Perseda. Es folgen bemerkungen in Chapman (Alphonausi, Cooke iCreene's To 
Quoquel, Dekker and Webster (Westward Hoi), Field (A Woman U a Weathercockl. 
GUplhorne (The Hollander), Greene [Friar Bacon and Friar Bungay), Hanehton 
(Englishmen for my Money), Kyd [The Spanish Tragedy, Cornelia), Marlowe 
(Tamburlaine, Doctor Faustus, The Jew of Malta, Edward 11, Dido), Marston [The 



K. ELie, Notes on ElUabetbftD DramttUts 



'43 



laiUiiM CoUDteu), Sim. Rowley (When you see me yon know me], Shakespekre 
md Flncher (The Two Noble Kinsmeaj b> no. tS6 — 350. Den ichlius bildet 
aatapeire mo. 251—669) mil folgenden sWcken: The Tempest, The Two 
GmtltiMo of Veron*, The Merry Wives of Windsor, Measure for Measnre, A 
Midniramer-Nighla Dreun, The Merch»nt of Venice, As yon like it, The Timing 
■rf the Shf«w, Air» Well tbilt ends Well, Twelfth Night. The Winter's Tale, 
fiitg John, l^ng Richard 11., King Henry IV., King Henry V., Romeo and Juliet, 
TuDan of Atbeas, Jalios Cxsar, Hamlet, King Lear, Otbello, Antony and Cleopatra, 
CjmUline, Peiicles. 

Diei die reihenfolge der von Elie emendirten stiicke. Datnit Est ftber 
dcr ra'che inhait des bncbes nnr ungefKhi nnuchricben. Um aicb ein euuger- 
■niMii licbliges bild ion dem bier geboienen zn machen, muss man sich ancb 
& nimen derjenigen elisabethaniscben dichtangen vergegenwartigen, welche der 
"wfuMf noch ausserdero inr erklarung jener oben beieicbnelen stiicke nnd inr 
niUi leinet bebauplnngen herangeiogen bat. Dies ist auf gmnd einer stannens- 
•tnliHi bcleienheit und der ebgehendslen kenntniss der eioschlHgigen litteratur 
ll gua amfassender weise geschehen. Da kommen zn den bereils genannten 
ADaafinoiu Flays noch hinin: Appius and Virginia, A Comedy of King Cambisei, 

on and Pithins. A Lover's Complaint, The Miseries of Enforced Marriage, 
Tte Pliy of Stncley. Ram-Alley. The Second Maiden's Tragedy, The Seven Deadly 
SiUi The Sboemakers' Holiday, The Three Lords and the Three Ladies of London, 
A Winung for Fair Women. Tbe Wife Lapped in Morel's Skin, A Yorkshire 
Tngedy. Ferner von Ascham: The Scholemsster. Von Beaumont and Fletcher: 
Tbe Honeil Man's Fortune, The Hnmoarona Lieutenant, A King and No King, 
Tit Knight of the liumiBg Pestle, Tbe Knight of Mnlu, The Queen of Corinth. Von 
Ciapaan: Eastward Hoi, The Ball, Revenge for Honour, The Widow's Tears. Von 
Chttter; Love's Martyr. Von Dnvenport: The City Nightcap. Von Dekker; Old 

laatiii. Von Dekker and Middleton: The Honest Whore, The Roaring Girl. Von 
FonlTli«Lover'sMelancholy,TisPiiy she's a Whore. Von GlaptHorne : The Lady's 
Ktil^, Albertus Wallenstein. Von Greene: Dorastm and Fawnia. Von Harrington: 
T^eAnatomie of the Metamorphosis of Ajax. Von Heywood: The English Traveller, 
The Fonr Ps, If you know not me, you know nobody. Love's Mistress. Von 
^Jonsan: Every Man in his Humour, Every Man out of his Humour, Cynthia's 

lU, Volpone, Alchemist, Catiline, The Devil is an Ass, The Tale of a Tub, 
Tie Sad Shepherd, Epicoene, Bartholomew Fair, Epigrams. Von Kyd: Cornelia, 
Jeraiugia. Von Marlowe: Hero and Leander. Von Marston: Antonio and Mellidn, 
"^t Fawn, The Malcontent. What you will. Von Massinger: The City Madam. 
Von Middleton : A Chaste Maid in Cheapside, The Mayor of Queenborough, Old 
^w. Von Nash : Summmer's Last Will and Testament. Pierce Pennilesse, Von 
Ptlt: The Old Wives' Tale. Von William Rowley : A Match at Midnight. Von 
SWitjpeue kommen hii^iu: The Comedy of Errors, Mnch Ado about Nothing, 
Uwi Ubonr's Lost, I Henry Yl, a Henry VI, 3 Henry VI, Richord III, Henry \TI[, 
Troilu and Crcsiida, Coriolantu, Titos Andronicus, Macbeth, Venus and Adonis, 
•jKrece. Sonnets. Von Spenser; Faerie Queene, Von Webster; Tbe Dncbeu 
M1W6. The White Devil. 

Unter den Anonymous Plays treien bauptillchlich Fair Em und Mncedorua, 
""o den vorshakeapeariscben dichtern ntunentlicb Greene und Maiio*e durch 
""^ pduere anzahl von bemerkungen und emendationen hervor. Doss Shakespeare 



Litter«tur 

den lowenantheil davontragt, Isl sclbstverslandlich. L'nter aeinen stiicken at 
keines, welcbes nicht entweder selbsl duroh notes erlantert und verbessert Oder 
docb wenigEtens lur erklamng berangezogen ■n&ie. Elarch eine grasserc reibc 
von excutacn siad vomehmlkb bedacht; The Tempest, The Meny Wives, The 
Merchant of Venice, The Taming of the Shrew, Twelfth Night, Richard C, 
Julius Ciesar, Hamlet, Othello, Antony and Cleopatra, Cymbeline, Pericles. 

Nach dieser allgemein orientirendea iibersicht tiber den inhall rnochte icfa 
einige haapCgesichspunkle des buches Van hervorheben. 

I) Syllable pause lines. So nennt Elzu eine klasse von versen, 'in which the 
paDse, to use Ihe words of the Clarendon Edition of Hamlet, takes the time of 
a defective syllable, be it either uoaccented or accemcd'. Ich habe liber dicse 
art von versen bereits in dieser leitscbrifi bd. IX s. 121 (■ bei gelegenheit einer 
besprechnng der zwciten aerie der Notes ansfiihrlichcr gchandelt imd kann hiei 
auf jene stelle vcrweiaen. Es nnterliegt hentiulage keinem iweifel mehr, daas die 
znerst von EUe mil energie verfochtene ansicht, dass blankvcrse mit fehlendcT 
siibe eriaubt waren, richlig isl. Dadurch sind eine unmenge von conjecturen 
nenerer and neuesler herausgeber uberfllissig geworden, und ansere aoscbanungen 
ilbcr den bau des dramalischen verses der elisabethischen leit haben in einem wich- 
tigen pnnkte eine anderung erfahren, 

2) Pseudo-aleiandriner. Damnler begreift EIze verse, welcbe wie alexandriner 
aossehen nnd von namhaften engliscben metrikem (Alexander Ellis und Fleay) 
auch dafiir gehallen werden, die aber nichts destowenigcr, indera man sic 
metrisch anders anffasst, als die genannten gelehrten, als biankverse aninsehen 
sind. Der verfasser gebt dabei von dem meines erachlens richtigen gedtuiken aus, 
dass man nichi ohne die dringendste noth den dichtem der elisabethischen zeit 
zntranen dilrfe, dass sie nach belieben alciandriner zwischen ihre blankverse 
einslreuen. Elie pHichtet in dieser frage im gegeiisati lu Ellis und Fleay den 
ansicbten zweier anderen englischeo gelehrten, Abbott nnd Sidney Walker, bei, 
Afan beachtc namenllich die notes no. 277, 335, 343, 403 und 458, welcbe ans- 
fiihrliche eicurse bringen, in dcnen ein grosser von Mr. Fleay arrangirter straoss 
angeblicher alciandriner bei Shakespeare arg lerpfiilckt wird. 

3) Als nahc verwandt schliesst sicb bier am besten eine erscheinnng Mi, welcbe 
Ebc friiher nach dem vo^ange von Fleay trisyllabic feminine endings Dannte, 
und flir welcbe er jelzl, dem beispiele von dr. Guest und dr. Furnivall folgend, 
den namen triple endings gewiihlt hat. Gemeint sind dreisilbige endnngea am 
schluss des verses und vor der pause i. b. 

For which I am rewarded most unthankfully Fair Em, ed. Wamke nnd 
Proescholdt, 19 

Oder: My lord, I am a prisoner, and hard it were, ebcnda, 3a. 

Im er^ten falle haben wir {un]tAani/ii/ly als dreisilbige endung am acbltiss 
des verses, im zweiten priioitir als dreisilbige endung vor der pause. In beiden 
fallen pflegte man friiher alexandriner aiuunebmen, wahrend wir solche verse als 
regnlSre blankverse mit iwei iiberiilhligen si I ben am schluss rcsp. vor der 
pause ansehen. 

4) Kataleklische blankverse. Daninter versteht Elze verse, in welchen die 

lelite hebung fehlt. Dieselben sind bbher allgemein fiir unerlaubl nnd, falls sie 

in den alten ausgaben standen, fUr schlecht liberliefert nnd ctnendationsbedilrflig 

ulten worden. Auch Elze war dieser ansicht and lasat in seinen drei lerien. 



K. Elie, Noles 



ElliBbethnn 



MS . 



d«Nolci ,t8So, 1884, iB86i solche kaialekasche blaakverse cicht za. Aber im 
'miMgenden bande komml nnler no. 1 ,5. z ff.) ein ISngerer cicnn, in welchem 
a« vereoeh genncbi v.ird, das legitime vorkommen ilieser verse bet Marlowe and 
^llnpxre nacbzDweiiien, nnd ich kunii micb im betreff dieies ponktes nicht mit 
im uuTilbrangcn des vernissers einveTsIaaden erklOren. 

Elie beginni nut Marlowe and fiihrt, urn seine aDsicbi in beghindeD. lu- 
atisl 1; stellen ana dcm Jew of Malw an. Er biitle fur semen iweck knum 
ek ■enign geeigneles stUck widilen konnen, sis gerade dieses. Der Jude 
Mtht in nlmlich, wie ich in meiner soebcn erscbienenen ansgabe geieigt babe, J 
IM lUcn Marlowischen sldckeii am schlechtesten itberlicfert . so d 
Un mregelmassLgkeiten varkommen, die sonsl nichi naehgewiesen sind, dieselben J 
nit diwr an gewisiheit greiuendcD wahncheinlichkeil nicht dera dichter, londera, J 
•lo ilherlieferung inrechnen werden. 

Betrachlen wir nns nun die stellea etWBs genaner. Es aind folgende lich I 
nirc [u«h mdner ansgabe. Heilbrann i88<j): 

I, Wbat right bad CLcsar to Ihe EmpiieV (». 19) 
a. To reade a lecture bere in Britsjne |v. tg) 

3. And all his life time has bin dred [v, jo.< 

4. And bring with them their bits of entry (v, 91) 
J, I lulDo no charge, nor many children (v. 169) 
(. EairliE barrenesse, and all mens hatred {v. 3S7) 

7, Uf Ubouting Oien, and fine hundred [v. 408) 

8, Sednced Danghlerl .,Goe forget not) {1, 579) 

9, Farewell, Remember — lu morrow moraingi [\, 5S4) 

10. I wud you were his father loo, Sir; ,i. 775I 

11. Vei, Madam, and my talke with hbn was (v. 891) 
U. Wbat, is be gone vnto my mother f (v. 1087] 

13, Are there not lewes enow in Malta? [v. 1094 f.) 

14. And common channels of the cily v. ZO73J 
IJ. We rem in sunder at our entry (v, I206j 
Von diesen stellen sind, wie Eke seibst zugibt, 3, 4, 5, 6, 7 und 15 nicht I 

^wendig als kalalektiich ubeilieferle blnnkverse aufiufassen, sondem ergebei 
■Wa nn jedexmal da> lewte wort als dreiiilbig nimml I'rVfJ, enili'ity, child{e]rtit 
^fmi, hund{t]rid. iHt[e]ry] regnlare blnnkversei ygl. Abbott, A Shakespearian 
^tiiim } 477; 'R, and liqnids in dissyllables, are frequently pronounced as 
''"N^an extra vowel were intToduced between them and the preceding consonant.' 
™ anderen verse — soweil lolchc iiberhanpt vorliegen — sind durch kleine 
"xlemtgcn sSmmtlich ohne schwierigkeit zu blankversen zu nucheni in I hal 
"jt* Emptry fiir das tiberlieferte Empiri eingesetit; Brilaint in z slehl fUr 
*"*"/, vgl. meine nnmerknng la der slelle; fiir Goc Jargtt not (S) hal DycB 
^ firiu it nal eingeietit; in 9 habe ich nacb Hcnitmbtr eine fehlende Rllbe auf 
^s hebong angenommen ; / wud you xeert hit fatktr too. Sir (lo; ist mit dem 
"•tMolgenden als prosa Ubcrliefert; II bat Dvce darch hiniufiigung von iul ant 
'^■BH verrollsliindigt ; iz ist durch hintufitgung des namens der angereileteii 
(■*"*« leicht in einem regulilrcn blankverse in mnchcn; ly/iat. Barabas, 11 lie gaiti ' 
"*' iy melhrr'i vgl. meine anmerkung v\ der stelle; 13 Art thtri 
"> Mslhf ist nlcbl als tine leile Uberliefert und verbindel sich mit dem vorheF- J 
irt«iien nnd folgeodtn in ladelloscn blankversen [»gl. meinen leit und die a 



E.KdI 



;. EBgliK 



. XIV, I 



, J 1 a-tfnnr 



TAiwf :■.- ^;r<<c=Bito«^-aic s.'icacr Vn'ekrscher bluikrerse fur Mariowe nicht 
.•.)f«otf':. \ic^ *^r SiOA^saesr^ «rscaemc see air rasi srsdesten rwcifelhaft, and 
».a ^r.uii-.TC .1 ::e^-*' luxstca: iiit SciipT^r irentin. ztr in seiner Englischen 
iio:->. ■ . >. ;> >di;' .VsCftli ier l e u i e a Iiec^^ng 2K m. e. jvss in solchcn fallen 
iiU-uitv ^uvi. II i«::v;'i -ise anwr^recaan^ ier re»ie ssaznadet. 

Vic^ <:ki i a-;^";: .'onkre v ta ill^esneiaer re-ieatsaj . asf wclche der Terfnsser, 
.^ ^^ ^^-t xsi K1 ^aa ic* irxxntisciea Terse* iberhxzp: beziehen, an den 
^^>c^iv'x:e«ia>£<r! <T'*cn -«incs >«rchtf* imater wSeder von aesea mrackkommt. 
'.>im^v.'i ?;j\:\;tt >.«;"» "lun socti: Aoe ass^oalS^e zes^ ron feinen beobachtnngen 
liM >%.**! N^*^».tns; .■»»!»;:«; a . .lUff ^e imcwsgnca^e kesnraiss der sc&vierigen ubcr- 
:«ivtuiij;>*c*'iu.:ii>5<. ^tr^iacewtt ijeasenajyrjrscila^en . die mehr localer natur 
N;:tc i.i^ ka. *-, ..Is. Javier «itngea«;3 .ca sir sai: racksici: *=f den mir hicr 

»^»i.H;reve«i :Tti;«t .■tf>>*^a aufcBS* 

\;^, , .. :t i.juic'iifr b.aaich: aa*i«rer anssri: seia kcnaen. als der veifuser. 

• ^i^ < 'v^. ;^.?elu ^. dc *-^a >i> ttch e m and vieLMhapea rahilr wie das rorUegende 

»,,. ui. 'v * ? T* *.»; fciv-2 jar »c2ic i£e a^c&t ^e^ibc iberall abznschliessen, 

x.*....c, . ^ v.'.xv- :^ 1 *^sj«a wcs4awa^pea ursa^ea vtxks. Er selbst hat an 

xc.;,x*i N -xv^ v.. ^ >•?*«- jecv-x*rr »c sw eaer baaer eraeieen prafong nnter- 

s;v. vcx-?v<.->vt;.i . : -*ss rac^i i^s- $««* « vcriea wir sogen durfen. dass 

,'iv c»-o Tnv>^ ^<*-a«am.Y««b«««r '3{iij^.iJLr^er sBxhe and arbett ror nns 

VA.X .« ».*v V > ^v >^ «•*>»■■ *>• 'S'" wti^t. «^ekibc» KA b e i e itt ror einigen jahren 

..v» - 'v *.-:c -•.*••>•• -v-« Nxn* * Jh«8K- 7«tec&r^ ixigesproclien habe, jetrt auf 

,.*^ >*.*- V' • >:* '^^ ^'*»^ »«^ %^'^ t>j*n iiuo^ xS^ 9att&:Jc->. ci« Nx» oa EHial>ethan Dnunatists 

i*i ,x:» u<x»vv'^ >>ii;'»'>a< *v« *c*Jtr»t:w!. Stite KaJ kc fc : okI sachkenntniss halte. 

Vs» v^ o. v- ^^^^ «^' ^'* ^"^*^ -"^ ,\V'>>?ci^!««« oews Kttalters beschiftigt. wird 

K. CI ...". v-^" '^*<'>'. **>»»••' KWfcf*n':««*rr'** VaSf«a :r»£ t^at eine fille ron aaregnng 

vvVs-* ;:fi?^A Albreeht Wagner. 






^x ^ ^ ^ ^.^ ** A*^ Vv-v^ \v«>bk^ 4»Ntc ^£»ic «i^;&kW hartendichtnng. Marburg, 

x^s.*^«*<^ x*V>x •»nvV ,-v« wts'**?^ ^<** « ip p< c teb te« der englischen hirten- 

, n,:i,- rt \^ -» i;..v.^ «> «^V^ x>i •^?it j« «^Mart^«i^ea fekle. nnd will vrielmehr 

^*v*^ *.* -*.**- w.^,; *xM m^\x<a4^ ff^J*- '•^•^-* a*c4« Kdcn n^inglich ist*. Dass 

^Nk.\% k.vv-Xnvk *-ft.v***A.*Kx» Vr^^^n^^ i< :iMa <lp(tt tac^j*CM«seii gate dienste leisten 

\x\ft4^-v'^ »-*v* •-x'^- -•>>5«>:iVj^< liijai^ >^^ «:LT%ktt im rorlicgenden ftdle ansser 

M<^^K%^i^«^^^ ^v.s>* v<«.^>nvi -•^^^i«e«iipt> ^iHCclMiStt^pnii ilbcr den inhak nnd besonders 

«^K,^» ,v«v \«*^xs»^ ^-K«^ >^« jw ^ fc ii i Wfc WMa»gtJ&Are erraten. Dann kann ein 

v^vx Xv^^ \.,<x vv.^ xNsiVx ^ s'^S^ V ^a^ Ml iMl «iN>^ skb als forderUch fclr die ge- 

x^^X^^v -x.^^xXs .*<.-*— -**^ ^-««^)ttK^ IVa ^tj^tniclictt staadpuikt hat aber S. ver- 

t^-'^^ji^.K 4 ».• -^^ <^^^"* <<4A- *>*»>^^^ ^ >ai t ^* >i n li< dn g b<« vertuischt. wenn erinder 

-vvvi, . ».< x»*w ♦^•*^4»«J<W »> Miga > »»> Jkc iSneayot a e Aeoretisirt {i. lonnd 23^ 

«v^ a;.a.v.«!i«^.V»m >kv«t^ >K »>% M » >a ca eklocva n nrtheiloi liebt Dar- 

^ij^^ .,vsA v^ >AM« ^OKw^iJt^Mt. «.)m wwttem hevtigen geschmack so 



R O. Sommer, Erster versuch tiber die englische hirtendichtung i^y 

Von seinem standpnnkt aus erklart verfasser es fUr die eigentliche aafgabe 
der hirtendichtung nongekiinstelt and so tren als moglich das anmuthige, ein- 
fiiehe hirtenleben zn beschreiben; was den hirten bewegt, was seine freude, 
ms seinen schmerz erregt, alles was er denkt, spricht und thnt, soil in 
dem lurtengedicht znm ansdruck gebracht werden, und well mit dem leben 
des hirten die statte, auf welcher sich dasselbe abspielt, innig verwachsen 
ist, so gehort auch die beschreibung des landes und der natur nothwendiger- 
vdse in das hirtengedicht«. Da aber die lektiire der bukolischen poesien 
die Torgefasste meinung des verfassers nicht bestatigte, so konnte er daraus nnr 
einen schluss auf den geringen nwerthn der meisten gedichte ziehen. Andrerseits 
▼erldtete ihm seine theorie dazu, ein werk in die besprechung zu ziehen, das 
noeh niemand (auch der verfasser selbst nicht) fiir ein bukolisches gedicht gehalten 
bat nSmlich Thomson's Seasons. Er bringt davon eine vollstandige inhaltsangabe, 
vdcher er folgendes verdammungsurtheil vorausschickt : >»Bei aller trefflichkeit und 
■cistenchaft der naturschilderung haben Thomson's Seasons erhebliche mSngel, 
iimlich die ganzliche abwesenheit von hondlung, einheit und znsammenhang. 
•So sind die trefflichsten schilderungenn, sagt Krahmer, »wie eine prachtige land- 
xhaft, in der sich der mensch, wenn er allein ist, nicht giticklich fUhlt, zuweilen 
^AOfweilig*. Den mangel an einheit und znsammenhang hat der dichter durch 
^treaen von mancherlei episoden vergeblich zu beseitigen gesucht. 

Die skurze ubersicht Uber die entwickelung der hirtendichtung von Theokrit 
^ nr einfUhrung derselben in die englische litteraturn enthiilt mancherlei un- 
'i^tiges. Anfechtbar zum mindesten ist die behauptung auf s. lo: 'hirtengedicht' 
^ tndere damit identische ausdrilcke haben im laufe der zeit eine allgemeine 
bedeatnng angenommen, man versteht darunter eine gewisse form der dich- 
t^hen komposition, ein gesprfich zwischen zwei oder mehreren personen, wobei 
der gegenstand jeder beliebige sein kann^. Das konnte hochstens von ^ekloge* 
f^tgt werden, ein ansdruck, der mit hirtengedicht durchaus nicht ohne weiteres 
^ identifiziren ist, und auch dann ist die definition nicht in alien punkten scharf. 
Aof s. 15 wird die erwahnung der eklogen aus der karolingischen zeit vermissf, 
s. 16 der lateinischen von Boccaccio ncben Petrarca's und Mantuan's. Die 1546 in 
°^ gedmckten und allerdings meist aus der zeit vor der reformation stammenden 
*Mogcn nennt S. »Vorboten der sich damals (I) vorbereitenden reformation^. 
"CB& er Boccaccios Ameto das erste nuodemea hirtengedicht nennt, so muss er 
QBter modemen dichtungen solche in nationalsprache meinen, da die lateinischen 
**logeii Petrarca's und andere friiher erschienen sind und auch von Sommer bc- 
'^ behandelt waren. Dann durften aber unter den modemen dichtungen nicht 
^^witzaro's fischereklogen aufgefUhrt werden, welche lateinisch geschrieben sind. 

Die zuverlassigkeit von Sommers angaben Uber die englischen hirtengedichte 
™ cinzelnen mochte ich an zwei dichtem illustriren, Barnabe Googe und Ekimund 
Spenser. 

S. 42. Googe, Eel. I. »Zum dank spielt Daphnis ein stUck auf seiner ffote.u 
^tlsch Terstanden : Daphnis schenkt dem anderen hirten eine flote: 

Yet for thy paynes (no recompence] 

a small rewarde haue here, 
A whiftle framed longe ago 

Oooge, Eel. II. >»Er ninunt von den feldem, von seinen heerden abschied«. 
Von den feldem steht kein wort da. 



act Mhe 1 



Eel. m. 'Der nidder habe sleh an eiaem fuise vcrUlit-. Uimclilig' er 
ist von einem anderen gestasseii worden. Die ekloge ist allegorisch. Sie epricht 
von Condon, einem roachtig gewordenen manne, der die herden, welche vun ihren 
hirten aus stlakendeD thtilem Riif angenchmc, hochgelcgene wejdepliitie gefiihrt 
worden Kind, nunmebr iwinge, :u ihrem idieii verdorbcnea fuller zurilckidkehreo. 
Die beiiebnng auf die gegenrcfomuitioa onter MariiL ist leiclil zn versteheo. Dann 
beisal ea weiCer, die schafe, welche ihre weidplBtie nicht Teclaasan wollteo, bttlM 
mast mil feuer verbrsnnt, nnd aucb die hinen batien qiialen and vetbaanmic 
eilitten. 

There dyed Daphnes for his Shepe 

the cliierest of ihem all. 
And fa J re Alexis flamde in Fjre, 
who never peryifhe shall. 

Die illegorische bedeatung des gedichu erwdbni Sonuner mil keiner allbe 
und giebC nnbegreiflicher weise den inbalt obiger veise fol^eadcrmsssea an: 'Aus 
schmeri dariiber sei Daphnis gestorben nn<! Alexis sei von tudlicbem fieber 
ergriffen-. 

S. 44- Googe, Eel, IV. "Er hat geglaubt, filr treue, ausdauernde liebe bis 
in den tod crhalte man einen plati im himmclu. Davon slebt kein won da. 

Googe, Eel. V. i>£r verliess den hof und nabm seinen Irelien ka^pen mit 
sicb". Im gedichie steht, dasa der aaglUcklicbe ritter alleio fort gebt (he stealeth 
out alone). Als der knappe erffihrt, dass 9cin herr verschwnnden ist, entfliebt 

S. 4S. In der an Harvey gericbieien vorrede zn Spenser's Sbepberds 
Calendar soil Kirke bebnupten . uDer Htel sei von einem alien boche 'The 
Shephcrdes Calendar* hergenommen, dils schon von Wynkyn de Worde 1497 nach 
einem fraiuosischen original zusammengeslellt worden sei". In wirklichkeit spielt 
E. K. nur auf das alte bucb an mit den worlen: -applying an olde name to a 
new worke". Dann tibst Sommer fort in betiehung aus E, K.'s brief an Harvey: 
"llieran knUpfl er noch eine llingere 1 
jahre* . . .» Diese slebt aber gar niebt 
Argument of (he Whole ISooke". 

S. 50 spricbl er ilber die namen ir 
r.ijsischen, von Marot entielinlen namen 



L Shcpb. Cal.. gicbl als quelli 
imhilmlich ManCunn an und bebaupti 






i 



"Chauaer ist der golt der liirtenn, wShrend doch dessea najne nie vorkommt, viel- 
mehr Tityrm, und auch nicbt als golt. 

S. 51 ist durcb dn lusciges versehen aui der fabel von "the Oake and the 
iiryef »the Cake and the Bryer" geworden. 

S. S3 wird die Marot nachgeabmte schilderung der knabenjahre eines birten 
Colin als quelle fur Spenser's lebcnsgesehiehle empfohlen. 

S. 54 sind die namen Cuddie und Colin verwechselt. 

Die anderen bnkoUscben gedichte Spenser's ausser dem Shepheards Cale 
werden gar nicht erwahnt. 

In den Globe Edition Gnden sicb nochi 

I] Colin Clouts come borne again. 

3) Astrophel, 3 Pastorall Elegie. 

3) A Pa«torall Aeglogue npon ibe Death af Sir I'bilip Sidney. 

Hasnoveh, Jannar 1889. Oswald Re 



erall 



'I 



Uhlemanii. Der verfnsser des Itoninientirs lU Spensers Shepherds Calendar 140 

Uhlemann, Der verfasscr des kommenUrs in Spensers Shepherd's Calendar.— 
Separalabdruck aus dem jahresbericht XIIl de$ koniglicben Kaiser-Wil helms 
(^mnasiums in Hannover. iSSS. Prugr, no. 291. 13 5s, 4°. 

Die frage, wer "E, K." der Terfasser dea koinmentars lu Spenser's "Shepherdes 
Calender" gewesen sei, ist schon oft erortert worden, oRTenbar aber sind alle, die 
iicb damit bescbHftigt haben, darch einjge slellen in der begleiienden cpistel, die 
mtschieden gegen die annabme m sprechen scheinen, oE, K.11 nnd Spenser seien ille- 
selbe person, von einer string kritischen onter^nchnng abgehalti-n norden. Icb meine 
Mnachsl die -ilelle. wo der pseado-kommen later mil grossem verlrauen von -thii 
one new poeln spricbt, den er kcin bedenken tragi, niit Chancer auf gleiehc sliifc 
sn Btellcn; und dann diefo)gende^ "In my opinion, it is one special praise of miuiy 
■wbych are due to this poelo, that he hath laboured to restore, as to tbejr righttoU 
heritage, inch good and natural) English words, ss have ben long time out of use, 
or almost cleare disherited, which is the onely cause, that our mother longe, wbich 
tmly of itself is both full enough for prose and statelj' enough for verse, bath for 
long time been counted most bare and barren of bothi^, 

I'nbeirrt darch diesen fcnnslgriff des dichters, von sich selbst so lobend la 
aprecben, dass man nicht annebinen kann, er vermogc es, hat Uhlenmnn die frage 
einer unliefangenen nnd grUndlicben kritik untersogen und ein lesultat erhalten. 
fflr welehoB ihin alle, die sich fiir Spenser interesairen, dankbar sein werden, Weil 
dadorch manche einielheiten, die bisber unverslSndlich erschiencn, erklSrt werden. 
Die behauptung. Spens«r sei aeln eigner kommentator, die schon vor der identifi- 
cirnng des ~E. K.' mil Edmund Kerk oder Kirke, einem freunde Spenser's in 
Pembrok Hall, Cambridge, aufgestelll worden lal, hat Uhlenunn aU ricbtig be- 
wiesen und zwar mit folgenden griinden: t. -C. K." spricbt in seinem IJ79 er- 
schienenen koramentar schon von einem erst 1580 verofTontlichtenl gcdicht. a. Die 
UDgenauigkeit und theilweise inkorrektheit der qneltenangaben im kommentar 
(nachgewiesen dnrch Klnge. Anglia 111 16(1—74 "od Reisaerl, Anglia IX, 205 — 1^\ 
3. Die anfmilige bekannlschaft des kommenlatora mit I'lato. 4. Der hinweii auf 
ein bnch ilber dichtkunst ufor a greater occasion', vermuthlicb Spenser's verloren 
gegangenes bnch >The English Poet~, 5. Der begeislerte ton im nGeneral Argument* 
nnd in den anmerkungen inr Oktober-ekiogc. 5. Die anftihrung einer stelle ans 
Cicero, (als qnellenangabe in der Mai-eklogc,1 die 'E, K.i ins Engliseha Uber- 
triigt. Diese ilbersetinng stimmt. abgesehen von einem unbedeutenden nnter^cbiede. 
•that which'! fUr noil that^l genau mit einer, vou Spenser, in einem. vom ijten 
April 1580 dtttirten briefe nngegebenen und von ihm aelbat gemachten nachahinnng 
des lateinischen dislichona, Uberein. 

Den grand, betreffend den briefwecbscl zwischen Harvey und Spenser, den 
Uhlemann an iweiler atelle anfUhrt, halte ich fUr iiberilllssig. denn obschon es 
sehr wabracheinlich ist, dass die bricfe literarischen zwecken dienen wollten, so 
kann man das doch nicht beneisen. Im anschluss an seine beweisflihrang zeigt 
Uhlemann, dass das geivonnene resultal in keiner »'eise mit dem inbalt und der 
form des kommentars im widerspruch stehe. 

Spenser und •£, K,~ aind also ein und dieselbe person: weshalb bat aber 
Spenser gernde die buschstaben E. K. gewShlt? Ich glaube, diese frage wird 
aich ebenso wenig beanlworten lassen, wie diejenige: weshalb hal Shakespeare 
seine sonnette mit "W. H.n untersehriaben ? 

BeiiLtN, 9. August 1888. _ _ H. Oskor Bommer. 



METHODISCHES. 
Christian Eidam, Die UnUchrift beim schalunteiricht. NUmlierg, Friedr, KtftBi I 

1S89. 18 SI. S". Pr: 40 pt 
Gnitav Tinger, Mtiss der tipracbiintemcht umkehren? Ein beitrag tl 

sprnchlichen reformbeweguag im insamroenhange mit der uberburdaiigiBr«tf^ 
Berlin, l.angenichcidt, 1888. 3635. gr. 8". I'r.: 75 pf. 

Durch die beiden obengennnnlen schriflcn isl ein sohwerei schlag e«B** 
die ncusprachliche rcformbewegung gericbtet worden. Beide namen habeo e 
sa guten klang, dass man nicht nmhin kann, ihre einwiinde id berucksichti^"'- 
Sie inilssen entiveder widerlcgt oder als richtig anerkannt werden. Einen nuC*^'" 
weg giebt es nichl. Abcr nm so willkommenet sinii ni 
ntrhta ist so geeignet, cine sncbe zn starken a.19 ein gut gerichteter schlag — fall* 
dcrselbc parirt werden kann. Dies iii thun werden wir im (olgenden verrocb*'^ 

Iferr E. wendet gegcn die benutinng der lautsobrift in der ichale lonach*' 
ein, dass es gai nicht die gewobnliche ortbograpbie sd, welche die grdsste scbi>l<I 
an der schlechten oussprnchc fremder sprachen trage. Die hanptursacbe liq 
vielmebr in dem heimisclien <liRlekt, der Uberfdllung der klaasen nnd. jedenfsU' 
was die bayerischen schulen belrifft, in der geringen lahX der nmsprachlictatf* 
nnlenichtistnnden. — Wir rfinmen gem ein, daas die beiden letzlgeoaDDten mo — 
inente der oneignong einer guten ausspracbe grosse hindernisse bereilen, aber die* 
bcweist doch nicbts gegen die niitzlichkeit der laulschrin. Man mUisle donn «rsr 
leigen , dass in einer Uberfiillten klasse mit wenigea stunden sicfa eine beaten 
■asspracbe mit hulfe der gewolinlichen orthograpbie bU mit der laatschrift «• 
reichen liesse, Nun iat es ja klar — niemand wird ea leugnen — dais da* re- 
sultat in einer mHssig gefUllten klasse mit vielen stnndcn besser sgid mvu ill 
in einer iibertiillten kluse mit wenigen stunden; aber dies hat ja mil der braacb- 
barkeit der lautschrift an sich nicbts id Ihnn. Es isl ancb klar. dass ein pfimd 
linit besaer twei personen als lehn sKttigen kann; aber es wiirde jcdoch seht 
voreilig sein, daraus lu schlieasen, dass brot on sich ein sehlechtcs nahmngsmilwl 
wiire. Wie das brol seinen werth als OBhmngsraittel nicht verlierl, weil s 
der bnngemden sind, dass nicht alle gcsnttigt vFerden k6nQen, ganz in derselben 
weise beweist das nicbts gegen die lautschrift. dass einielne kiassen so itberfdllt 
sifld, dasi nicht alte hinlSnglich geiibt werden kdnnen. 

Dus der beimische dialckt cine sehr grosse schnld an der grauenhafien 
lichulanssprache tragt, ist sicber. Kbenito sicher isc es aber, dass dieser Ubelstmod 
durch die gewiihnliche orthograpbie vielfacb verschlimnicrt wird, und di 
oh fehlcr bewirki, welche mil dem dialekt nichts in thun baben. So isl, 
beispiel m nenneti, der deulsche I'A'laut in id jcdem Korweger aui seiner 
sprache gelfinfig und bietet daber als laut belracbtet keine schwierigkeil. 
praxis dagegen siehl es inders aus. In w5rtem wie iii, riiich, niichtt 
geht es ganj; glatt, weil der lant eine verbitltnissmassig phonetisebc beieichnnng 
bat; in wortern wie ivenig, litgl, birg dagegen wird er ebenso regelmSisig durcb 
g wiedergegeben, und waram? Natiirlich kann der heimische dialekt keine schnld 
daran tragen, da wir ja den nitmlicbcn laut besilien, Man wird also dain durch 
die orthngrBphie verleilel, — In derselben weise baben norwepsche schUI«r a 
die neigung aoslautendes deutscbes t und d wie tm ai, 



Methotlifiches 151 

n iprechm. ob^chon wir DntiltliFh Eowohl / w!e t in alien stellungen beaitzen. 
I'm iiesesi ilbeUtmd nun in beseitigen, wifd. glanben ivir, die laotsehrift von 
pxuKm nnlien sein. indcm sic an jeder ttelte den beCrefTendrn Uat bervorhebt 
nsd dadorch fehlem, wie den genanntcn, von vornbetein vorbeugl. Denn im 
ingcmdnen isl ei nicht die bervorbringfnng dcr einidnen frem<l«n laittc. welehe 
iHe gKeut Ectiwierigkeic bictel. sondem die anwendung denelben an den neb- 
ula itelien. So bieten bei luu in Nonvegcn das itimmbafle i and die eng- 
IMn (l-Iaule keine besonderen schwicrigkeilen, obscbon die laDle nascrcm hei- 
oicben dialekt gnnz nnheknnoc sind. Mit wenig Ubung lernen die scbuler sie 
"liUiclit bervormbringen,'! Aber es Ut eine mlihevoUe arbeit, die schillcr daran 
u jewobnen. ibre fertigkeit iiraklisch in veiwenden, ebcn weil die oithographie 
in lUner hinsicht krinc hlilfc leistel. lit et denn nicht klar. dasK. da die «chuler 
lio deotjcbe fA ricbtig anstprecben, wo ea so gescbrieben wird, aber nnrichllg, 
*» ei ; geBchriebea wi)d, sic gewiss ancb dai sHmmhafte s richtig autsprechen 
Wrttn, wcnn es Uberall • grachrieben wHre? Ei Ul daher ein gan* unbewle- J 
"an. ja dorch das oben gesagte wLderlegter <ati, wenn verf, sagt jt. 7l- -Wer I 
^erhnpt slinmihsrie lanle geUnfig sprechen kann, (At den bsl der charakter dea I 
^UkIwb / bei del formenbildung gar keine scbwicrigkeif ; er spiichC ielbrt- ' 
"nUniilich tttli mit nimmlnsen. iftg: mit itimmhaften s, wer das aber nicbt 
i*n>. at den macht es keinen nntencbied, ob er eia 3 Oder t vor nch hat. er 
•pritlit den /-lam to. wie er ei eben sons! tn thun pflegt. Die liciT»ch«nde ichrift 
"I ilin an diesen dingcn unscbuldig,« — Wenn die! wirklich 10 wSre, woher 
'"noA C) denn, da« r. b. meine ichaler die englischen laote lu und ;■ genan 
""'•'Klleiden, obsehon eraterer ein im Norn-cgiacben gam nnbekannter lani ist? 
WIMnile etwa die Innte ebenso gnl nnteraohelden. wenn man niif to oder our t 
•oitiebcT Die sntwort i«l gam einfaeht die lante »' and i- werden leicht nnter- 
•'Urtw, weil aie die orthographie selbsl nnteracheidet, die lante 1 nnd 1 dagegen 
•^' nft terwechselt, nnd nehmen jedentalls weit mehr lelt in anspmch. nl^ w 
™ !■, eben well die ortfaographle tie vermischt. 

Abet aelbst nn[er der voniusseWang, (fass eine phonetischc Bcbrift ftlr den 
""enSclit von nntien sei, lindet verf. eine neiie schwere einwendang gegen ibre 1 
""(Minnig in der ihatsaehe, daai die aussprache lich allmiihlicb andert, 
***■ tente ricbtig iat, raorgen falich lein wird', lo das* die lantuchifft nnaafhor^'fl 
"■ toilemngen nnterworfen sefn wilrde. — Nnn wird hoffentlicb anch verf. ein* | 
"Wea, dass hier die auidrUcfce -heutc- und •morgen- als eine art voi 
P4)»'llletlea in verslehen aind. So rnach gekt es doch wabrlicb nicbt, 1 
•"•immg der laataebrift wiihrend der sehnlieit dc» einielnen won nSthen sein 
'^'it; en menachennller wird wnh! dai mindeatc rnaan sein, nnd vtan brauebe 
'" iBlch danm m kUmmem, daia vlelleicfat meincQ kindem eine andere lant- 
"■nft vorgelegt werden wird nli mir. fulls nnr beide die ricbtige, herrschende 
"•ptwht bezeichnen, cbenso wenig als das gegcn die ^ograpbie in der sehole 
•pneht, dasa mm beiapiel die politiachen verhfiltniaae Europa'a in nnaeren tagen 
*'Atr( (iad. sli in denen unaerer vnier. Dns tehrbucb musa <icb natilrlich nach 
"* lehratoff richleD ; anden sich die anispracbe so merklieh, dass die gcbrauchle , 
''"■thrift veraltet. to mnis man «icb daiu beqoemen, anch die letzter 



^^'1 Ein wenig phonetik iat freilich nfitiig, 
wWmloi nnd stimmhaft klor lu machen. 






dera. Es iit eben to thdricbt, hierin einen beweis gegen dl« ftnwendang dcr laut- 
acbiitt snchen zn wollen, als es verkehrt sein wilrde, vieao ich meineD kindecn 
keine kleider geben woUtGi weil die»e nsch einiger zeic za kletn wetden TvUrden. 

Dor giosite cinwsnd gegen die einfUhning der lautschrift iit sber. nach de» 
veifissers meinnng, dit^ UberbUrdang, zu der sie nothwendig fiihrea nitisse, indem 
die schiiler drei Oder wenigstCDS iivei scbreibweiacD lemen musslen. D&s leng- 
nias Passy's diss der iibergang zu ortbographiscben (exien gar keine schivierig- 
keit biete. sucbt verf. abinscbwiicben durch die erkldning J, H, Gladstone's nod 
soderer, dais die orlhograpbie engliichsr acbiilor, selbat solcber, welcbe cine 
besaere bildnng gonoism babtn, .jiimmerlich unvoUkoromeni' isl. Ich nuus ge- 
sleheo, diss mir diese beweis filhrnng nieht lechl klar iit. Die scbiiler Pusy'i, 
welche mittels lantachrin Dnterricbtet warden sind, lernen die herrscbende ortbo- 
graphie ohne schwierigkeit, die englischen schiiler, welche rait der gcwobnlichen 
OTthographie gleicb aogefangeD haben. lernen itie nnr mit der grusstea schwie- 
rigkeit Oder gar nicbt, I'cd dies sol! beneisen, 6ass die nDwendmig der laatscbrift 
fiir die aneignung der orthograpbie schiidlich sci? Dies argument be weiat ebenw 
wenig etwu gegen die braucbbarkeit der lautschrift als dec citirte Galersobn'sche 
satz, dasg ™nr wonn laot nnd leicben nntrennbar vereint bleiben. das fremdo wort 
im bewositsein baften kann-. Dieaer satz ist an sicb gut und richtig. aber er be- 
weist nicht viel gegcn die lautschrift, Oder wird jcmand behaupten. dasi diese un- 
trennbarkeit dcs lauts und dei zeicbens in der gewohnlichen englischen Oder 
franzostschen ortbographie zu (indea seiT Es ist ja eben diese untrennbarkeiC. 
welcbc -wir reformer hervorbringen wollen am dadurch die worter und formen 
fest einzupriigeiL Nachdem dies gescheben, werden wir all den unniitien, Bnge- 
hSngten flitter, uelcben tnan orthograpbie nennt, den BchUlem vorfiihreR. Und 
dnnn baben wir den vorteil, dass wir diese orthograpbie in cinigcrmassen ayste- 
matiacher weise lehrea kiinnen, indem wir i. b. alle worter mil stuinmem. i \knii. 
knife, kneet, oder mtt o ^ ua [da, who, le. niavi) u. s. w. Kasamroenatellen, wab- 
rend man nun gendlbigt ist, solcbe beispiele der untrennbarkeit vorzufUhren. dasi 
I. b. do^i/Ku, wShrend in der nilcbaten zeile vielleichl go^geu vorkommt. 
Oder dem acbUIer wird gesagt, m/ice sei ^ mum/, nnd was liegt ibm daber nSher. 
als ein folgondes im't, rave aucb wie /uuv, ruuv lu lesen; wo bleibt dann diese 
hochgepriesenc untrennbarkeit iwi^chen laut und zeichen, wenn ihtn gesagt wird, 
dass von diesen wiirtern erteres hn/, letzteri;s raw Uutel? Und durch solchos 
Tcrfahrcn glaubt man wirklich aomohi die anssprache wie die ortbographie fester 
einpragen zu konncn aU durch die anwendung phonetischer teile'? Ea bedarf 
wirklich mehr als eines citals ans Shakespeare, um einei solehen argximentalion 
die notbige krafi zu verleiben. 

Die eriirterungcn des verf.'a Uber die englische spelling reform gehen ons 
nieht an, so dass ich daranf nicht Qiiher eingehen werde. 

Die Tanger'sube broachUre ist umfnssGnder angelegt als die eben besprochene, 
indem sie sich mil der ganien reformfrage beschiiftigt, Verf. giebt za, dass eine 
iiberbiiidnng der schaljugend vorhanden ist, nnd wirft zuerat die frage auf, wo 
die schnid on dieser UbcrbUrdung liege, nnd wie wcit der schule abi solcber im 
allgemeinen, nnd der mctbode beim fremd- speziell neusprachlicben nnterricht im 
besooderen einc initschnld daran beigemcssen werden kiinne. — Die wahre ur- 
sacbe dieser Uberbiirdnng findel verf. tbeils -in dera rapiden anwachsen des 
wisscnslolTes, in dem wohlgcraeintcn, aber meist lu zaghaficn, jedenfails Ton 



i 



Melhodischei 



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keiiein gaien erfolge gekroDten venuche, die man bisher gemacht, am den an- 
(nrdenmgcn der nenen mdgUchst mit denen der alien zeit Buch luf nnaeren faiiberen 
Klnleit gereelil m werden*, thsili in deni iibildungiBeber", welches sich •seit dem 
pimJuBgsseiiwindel der 7oer j»hre« geieigt hat. indetn alle, welcho die nolhigen 
pldnuncl habeo, ancb ihren kiodera eine hbhere bildang verscbaffen wallen, ohne 
Wcbithl d«twif, ob «e dain nuch geistig beROiigt jind. — Diesc thntsaehen iihet- 
whend, beschaldlgen nun die reformer die schole and speitell ihre tehrweiscj 
'Dtss die >lte methode die schuler UbeibUrdet, gill ihnen sU Basgemicht," 

Allei dies mag richtig scin ; nnr sehe ich nicht ein, wic daraua ein bewels 
E^m die neusprachlicbe nnterrichtsreforra zu erbringen wtirc. Kein Tcfonner itUUt, 
tOTuI ieh Keias, seine forderangen ledigUcb aaf die Chatsache der liberburdungi _ 
'1 cnler linie steht nalUrlicb, dus die hentige melhode ikrcn ansicliten nach v 
fcbll iti, iadem sie lu dem liele — crlemnng einer frcmden sprache — nid 
nihre Uiena kommt noch, dnsa die alle methode mit ihrem gramnullk-einpatikcttl 
vnd nylscbrciben. ancb die schiiler meht aU notbig ubcrbilrdet. Wir glanben 
''^t&lich nicht, dais mil einer neuen meOiade auch der UberbUrdnng ganz iind 
B*r ein ende geroacht werde. Aber wir glauben, dass sie die arbeit erheblich 
Brlejchlrni wird; denn dass die alle melhodu beim frcindsprachlichcn onlerrichl 
r wit and kraft leitens der sehUkr in nnspmch nimmt. dm gilt nns gewiis 
**• wigemacht. — Fiir eine reform sprechen also iwei griinde ■ vollstiindigere 
Brrcithaog dei lieles nnd erleicbtcmng der damil verbuttdenen arbeit. Daxi den- 
"^^ die scbiiler (iberbtirdet and dammkfrpfc in die schule geschlckl wcrdcn, 
■Oneg vir nicht verhindeni, Ei kann wenigstens nichts gegen die erleichtening 
""■^ nteinliicbnng aut einem i-inzetnen pnnkt sprechen, 

EiDen zweiteo cinwand gcgen die reform findet verf. eben im liele der 

'^ole. Dies sei niimlich >nicht die mittheilang einer bestimmten menge von 

"^Ulniuen und fertigkeitena, sondem bestebe darin. "dass aie ihren itiglingen 

*"» rnoglichst allgemeiiie fonnale bildung g«beii; die schulc sei >heine anitatl 

*"' laibil dung, sondem zar allgemeinen vorbereilung der schiilen. Fragt 

^^ tton, woiu die sehUler vorbereitet werden sotlen. an antworlet verf., die 

^^•ile lalle ihre loglinge "mogUchst viclseitig beftihigen sich nach dem verluien 

^' kcfaole in einer je nacb unutKnden lu bemessrnden, Ungeren oder kUrzeren 

'*tojeli die fur den erwiihlten beraf uotbigen kenntnisse und fertigkdten aniu- 

^WcB'. — Dies erinnert ao venchiedene, in der indiutrie gebrSuchliche methoden, 

>>■ in der papier-indnstrie, wo die lumpen in einer aniahl von verschiedenen 

^***ln und mascbinen (gleich den venchiedenen klassen einer achulc) '^orbe- 

■ werdcn roiissen, urn luletit in papier verwandelt in werden, Vor diesem 

n abschloss taugt diese ivorbereilete- masse aber nichts und ist lo nichts zu 

'*'*>nnchan. In derselben weise werden ansere scbiiler zn etwas sehr fern lie^ 

***Wen, d*j vieie, wo nicht die meisten von ihncn, niemals erreicben. vorbereitet; 

^**l«ni[!eo. welche vor dem abschloss ans der moscbine geworfen werden, tnugen 

^*<W Viet. Sie haben eine sogenannte formaJe bildung bekommen. aber lonit 

*W»(l ri( ^e die lu fruh nusgeworfenen lumpen lu nichts lu brauchen. Aus der 

enxatik haben sie eine roenge von beweisen und konslniktionen gelerat, ver- 

***!»« aber kaum zam eigenen gebrauch buch lu Wbren ; von fremden aprachen 

~^stn sie eine anzahl von rcgeln nnd wortUaten herznsagen; stossen sie aber aof _ 

^Jiien anslinder, to stehcn lie da stitmio nnd dnmm. Freilich, *ie sind ja b 

*" ^Btat EpSterea bonif vorbereitet. — Wie lange soil man sich doeh mit diM 



Mttentur ^H 

l«eran phTiue von ■vorbereiBing' nnd •formaler bildnng" bcgntlgen. wenn nun 
d>ftinler nichts Knderei vtrstehl, als cine varbcreining m den fachslndien anf der 
tralrenitiit 'f Die schnle soil gtmiss cine vorbereltiing scin, nicht aber ansschliess- 
llch fllr die universitUt, sonde™ in crster lioie eine vorbereirang fUr dai leben. 
Wann der tchUlet die schnle verlKist. io tritt er ins leben hinim; wiiie « wohl 
n <riel gvfordert, dais er durcb die jahrelaoge arbeit anch darauf vorberejtet 
worden wKre? Geirisi, e* tiegt nicbt tier schole ob, ihre logliage ni iniostlern 
Oder (U ■Isobnlichen lellern ebemiacber fsbrikcn* m raachen. Dazn «ind speiiellc 
fertigftellen erforderlich, and nicht alle itreben dnnach, kiinsder oder chemiker 
n werdeni aber alle sind menacben und miUien sich eiamal im tebcn zarecbt 
linden, nnd >l>iii snilic die ichiile ibnen verhelfen. 

Aber lelbll venn man die «pSteren fachstadiea ala das haaptziel der schole 
■naieht, la Ut es geradetu nnbcgreiflich, vie verstandige menschen sicb ilimit 
btruhlgeii bAnnen, dk» die anrgabe der schnle nicbt mittheilting von kcnntaiisen 
•ondein 'bildung tits gei»te»« sei. Dcnn was ist wobl nnter dieser schonen phrase 
■blldi)B|[ •)•* KeUlesa in <rentehen, nnd in welcber wdse geht diese bildnng vor 
»!eh* Anf dieae ftage Itdnnen am bestcn die eine antwort gebeo. welchen ei 
obtle|[t, dtl itelitoibildnng der schuler jedes jabr za prtifen, niimlich die lehrer 
Mlbit nnd die t«hulbehiirdc. Wai nntcrsnchen denn dieie jedes jabr. um ihr 
uribell abc«ben >ii k'innan? Doch wohl eben die kenntnis^e der sehiiler 
nnd Ihie fenigkelr, dieselben anruwenden. Diejenigen welchc, wie 
v*rf,, von |eitla*bildnng ala etirai von mittheilang der kenntniase rersehiedenex 
isdeN, v»r|t*u«n alnraebi dui dieae gelitesbildnng eben eio resollat der erwor- 
lien«n kennlnlHe liti ohne keanlnliac kann tie gar nicht eiistiren. Hier von 
■ln*m haii|>lil«l ti<i't elnem nebantlel in reden ist utisinn. Die mittheilang von 
btniiKlaMii, lit •!' liinB* 'It' nothig. elien die haaptarbeit. woraos sich die 
H*l*l**l<ll'<i)nil *!• •ii>ln>»>1lal erulehi. Wenn man ein haat batien will nod mit 
il«r fiiiniliMiivr aiilNiiBl. «n wUrde «• gewiss sehr ib»richt sein m sagen, dass 
H "lli'lit ititnt aiiliiMii'in dt»«» KTundmaaer so gui wie moglich m machen, 
W*ll •!* Hiir ualoiitwevk Itl nnd daa linas aelhst dns eigentliche hiuptriel. So 
|ilH||a NMii mil il*> iirHndiiMiiar lieaehKftli^ I91, i«i aie die hanptsrbeit und damii 
till *n tli'hi fill iia(>l>li#( lioiiimt da< hRui, welchet dann haapiarbeil nnd del 
nlfd lUlilt (lliil illrloh wlollllu; i>iln kann liirr nicht von bnnptiweck ubi) 
itl|iM*"*vli (■•llin Mi«ii4'i vMrhall «• alch mIt der gchnlarbeit; die mitthei- 
lulu ""li ■■•«ii*iil*i'i< Itl vbvHtii wlohtlg fUr dai endresnltat, die geisiesbildung. 
wit iH* |»lilll<llii*»>l ni> lUi ham, und 1st demnach ebenio gut banpiziel ali 
|tlH<>'' tH>li)tit|i iclid liKlfanllleh ilai *l*l* reden von der formalen bildung 
■ ' ' - V»rl ai'lielnl aiivli von der unmJlgliehkeit einer solcben sehei- 

I mikI iihIliiiiihiii Ii rill gcrilhl gebabi m baben. indem erzngiebt 
' » pifllillii'ba l»lll[ll<iit nioht nnr nebeniweck. sondem mgleich 

I I I II >U* liaiipUH*''li*i III, niiihin alio in nnluslicbem tasanunen- 

^aIIVIi I'll' '''''<' M IK* II III 1 1 halt lab* •!•• (ramd>|>rachlleben nnterrichls itehi.- — [>ass 

■li aim MM andtre aufi^be hat ah mittheilang von 
liian lUlier will — bildung dei geistes, nimlich die 
"iiitllha, btauoht lob wohl nicht erst hervorjuheben. 
<■ aliai li*ruhl mehr aaf der persiSDlichbEii des lebrer^ 
• •ii|ii*ii iitilnrdchlsncher. and hat wenigstens mit der 
ihiiii 




Metlio<li«bes 



ibtrlBCb dies aicht v!e1 mebr a\ 

ngf fnlgendm einwendangen gegrn Bi 



phr. 



n selben ilhem- 
maiin. Preyer 



feil, Hon 
and Munch, melchp alle oichi nnr einc "gewisse* fcrtigkeit. sontleni igriisscve- 
fBrtijlitil verlangen. I.cKleref sagl sogur: nDas betreiben dner spnichc — eb 
•«i dmn im dKoredscb-wissenschaftlichen inleregse — ohne dts ergebnlsi dec 
ipitcheukDnDens bleibc else londerbare aache, ein leiier (Inch der lacberlicUieil 

!n tfincD niufUhrnogen liber das verhSItnt^is zivUehen der atten und der 
leaen mtthode beira fremdsprachliehen nnlerriclit scbeiol our verf. weil liber das 
"iel lilniinsgescliossen in halien. Denn er sprichl stets so. lU hestiinde die nene 
Riethode darin, dem kinde cine fremde sprache io derselben weise beizubringen. 
"ie a, tdjie mntCerspTache lernt. — Entweder mass verf. die grosse teformlitteratar 
aicht Oder wenigsteni iiehr oberflHchlich geleien habcn, oder cr malt absichtlicb den 
'snfel lehwaner, als er ist. Ich weiss nicht. wo in der reformlilteratnr, welche 
"•'estlben bahoen einscWagt wie Qnonaqnc Tandem und Franke bo et"-as lu 
'esen ijt, und werde mir daher anch nicht die mllhe geben . verf. be/, dieses 
PWnliea cnlgegeninlreten; nnr mHchte ich ihm rathen, die schriften der vielver- 
'cbmihten Franke nnd Victor auFs nene dorcbzunehmen , nnd empfehle ihm 
"*>ert!ei besonders Klinghardt's bacb « Ein jahr erfabrnngen mil der neuen 
'"elliocij*^ nnd Walter'l "Der franiosiache klassenunterrieht". Sie werden ihm 
*"• beitem leigen. dass seine Busieningen in dieicm punkle nnr ein kampf gegen 
"Tndmqsic, sind. — 

Anch was den anfan^ des unlerrichtes mit zitsammenhnngenden stllckeD und 

^^ »ii und weise in welcher die grammntik daraus aufgebaiit werden soil, hetrifft. 

™eint Terf. die game reform misaverslanden in haben, Seine betrachtungen 

^''•r die bebandlnng des eraten slUckes in Ulhricb'i Elementarbnch heruhcn 

^''■^licb anf der annnhme. dais I'lbrich eine vokebelmHssige bebandlnng der 

''^eV, unbekannten wortformen nicht im sinne getiabt babe. Denn Dierbanm's 

'*^vtvae: •Alles nocb ienseil des rahmens lieccnde wird innttchst vokabelmfissig 

in schweren angriffen, welche 

■^^Sec das alte. ode, geiaitoiende einpanken nnventandener dinge gerichiet worden 

"■1". — Das mi'iBverstiindnisi liegt hler cben in den worten "unversUndener 

■> ge>. Denn nach den verfecbtern der alien, grammatisirenden melhode ist alles 

'^^^enUnden, wax man in eine bestimmie stelle in dem grammntiscben schema nicht 

'■iagen kann. Nach ihnen ist eine form wie monlii' nnverstandcn. solange man 

"•^hl weisi, daas sic die 3 pen, sing, des paas* diiini vom verban moutrtr, monlrant. 

'•»»*» Itl, ond dasi die betreffende leil konjngtrt wird ! jt montrai, lu manlras, il 

t mim/rSmet, vous manlr6lis. Hi maHtrinnl. — Wir reformer glaoben 

us die form motilra sehr wohl veratanden werden knnn obne diesen 

appnrat. In dem satie^ iV Ir iimtitra a Sripioii iat ja il miHitra dnrch 

Ubeneliiing ler leiglpi ebcaso vcratltndlich ohne die librigen personen der- 

■■oen »eii, wie Scifioa, ohne dasi man tn wiisen braocht, dass dies elgentltch 

••^fciniich SeipinHem, ace. von Scif-ie, ScifioHti etc. ist. Wenn man ein sabstanti^ 

'•'Welien kann, ohne die verwandscbaftsverhttllnisse daaselben vorznflihre 

^«iia nicht anch eine verbaiform? Ebenso iat il dnrch die Ubersetinng -er" aehr 

'*'*>lil Ytfifjindliel, ohne die feraininform ellt u. <. w. Es iit daher nnr ein pbantasie- 

Projaln des verf,, wenn er behauplet. dass anch nach der nenen methode in dem 

kapitel diogc einznpriigen seien, woflir direkte anich«nang im lesc' 




>56 



I!! 
■tiicke feble. — L"m sioh ein bcsserea verstandniss der refonn lu verscluSe 
Miiiis ich wieder dem reif. dea rntfa geben, aich irilt den oben genuinlen bUche 
tron KiinghiTdt und W«lier gcnauer bekannt lu machen. — 
Was die ausfUhmngen des verf. iiber die fiage "Innl contra buchitabe", l» 
tsfft, kann ich mich gam kuri fasiien, da ich mich oben in der rexeniion v 
idam's broschiire aasfuhrlicli darUber aosgesproclken habe, Nur kann Ich nic 
mnhin, einige ausseningen des verf. wortlich anznfiihren. Er aagl |s. a&): i-Ob m 
Bun zu den schUlem sagt: hnrt diesen lout, sprecht ihro nach, nnd hemacb ler* 
wic er in der schrift dargestellt wird. oder ob man &agl: Schlagt eure bilcher i.~ 
hSrl was ich ench vorleae und leat es nach, machi heralich wenig imlenchia 
■olange laat nnd schrift nur gleichmiissig berticksicbligt nnd gleichieitig get 
vrerden, lolsngc der schuler nur auch hori, oft und richtig hdrt, was er nacbahroi 
Go11>. — Hierin kann icb niit dem verf. einverslandea selo; oai dorf nienund a 
diesen worlen schliessen, dnss unsere fotdemtigen um cine gnle ansspracbe 
I erzielen sich darauf be^chrilnken, dasi man mersi ein won vorsprcchen und dk 

I unmittelbar die scbriftform vorfiihren soli. Dies is( jedenfalls Duch ein mis»va 

I standniss seiteni des verfs. Vad doch solile mao etwas anderes nil diese karrika. 

erwarlen ; denn verf. nucht iveiler unlen auch cintge bemerkungen iiber die ra 
wenduDg der phonctik und der laulschrift in der schule. Welcber art diese w 
brauche ich natitrlich nncb dem cben citirlen nicht niiher amngeben. — 

Ziim Ecbluss sei es mir noch eriaubt, eine ausscning des verf.'s in dai reel 
licht zu stellen. Er freut sioh nilmlich {i. 15.1, '-dass wenigstens eine der sti~ 
tcnden parteien ihre mhe nnd niassignng bewahrt hat.n — Welche von den m 
partcien gemeint isl, die, zu welcber verf, gebort. oder die der reformer, isl bu di 
zusunmenhange leicht zn erseben. L*m nun diese ^nihe und masBignDgg za il' 
Btriren, fiihre ich folgende slellen ans dcm vorlicgeoden schriftchen an. Ans al 
vorrede: landerseits achien es geboten, vrieder einmal etwas zur abwebr m tb 

gegen das unablilssige andrilagen" der reformer'] MiJcbten meine aj 

fUbrungen daiu beilmgcn, gesinnungsgenossen in einer thSligeron tbeiloahme 
dem kampfe um das wahre zu bewegenn. Das kiingt ja etwa, aU ob ~ 
eine bande riiuber wHren. welcbe eine art katilinarische ver^chuoning im na 
llaCten. Weiler (s. 6]: •'Zu der leicht in durchschauenden laktik der tefoiK 
gehbrt es, die alte methode von gmnd ans zu disk reditiren-. — \i, 1$!^ •!! 

itreil Ut leider, beionders von einigen vertreiern der neia 

methode, in zum theil wenig gewahller, dafiir aber rechi hefciger form geflJ 

worden'. — (b. 16): ndass die .... ausfuhmngen eines Miinch bei ' 

reformem mehr einlluss gewonnen haben, als die polternden erglisse ■ 
radikalen-. — (S. 19'; "die von Franke eingeriihrle sappe-. — "Fr«nke'i 1* 
reifen ideeni-. — nwie behutsam nnd fast kleinlaut der slreitba^ 
Quousque Tandem von anno iSSi im jabre iSSS aein scblfflein ' 
diese beiden Sweet'schen fclsen bernmiubugs iren sncbt*. 
■ Heisssporne untcr den reformem-. 

alarmrnf^ >L'nsere schulansspracbe ist grauenvoll" ilimmen alle mit rill 
eintracht ein." — (S. 30): AValler't kllhne behauptung.. iS. 31): ■ 
interessani in erfahren, in welche zeit diese 10 erfoigreiche stndi 
fiel. ob Quonsque Tan dem- Victor ichon vorhcroder erst nacbber sich bern 






A. W. 



ijotlificirt fiihite. la kommandircn: 'Ganzer sprachunterriclit HoVi- 
nn kchrl!..') — |S. 33): ■■Man muss noch mehr fnnnliker ali phoneliker sein, 
•tun mtn daa Lengnen will... — Verf, ivird es mir hoffemlich nrcht libel nebraen, 
■nu icb ihin n«cll dicser blucnenlese emgirehle, das alle ivort: ~eiii jeder 
idle lor seLner thiir- ta beheriigen. 

FaEDRiKSSTAB Norwegenl, 1. August 1889. Aug. Western. 



REALIEN. 

".Rtjd!. Ein gesiinder gtiil in einem gesunden kdrper. Engluche schulbilder 
"< dcDtscbein rohineii nach ciocr stndieareise aiu der Bismarck -Schonhausen - 
•"(htoj; geichitdcrt Mil 44 abbildungen. Hannover 1889, verlag von Carl 
Meyer (Gtutov Prior). a66 ss. 8°. Pr.: 4 mk. 

Dii bnch Ut ta einem gao: bestimmten zwecke geschrieben: in liriefform 
''^chtcl H. Raydt, snbreclor in Katzebnrg, iiber cine im sommer 1S86 gemachle 
'•■dieiireise durch England und SehotlUnd belrcffs der nntermchung, -in welehem 
^oiltniis die geistige aiubilduDg der dorligen Bcbiller £u ihrer kiirperlicben 
"iBhi.. Das eigebniss aeiner antersucbung fasat der vert, in den schlnsisati lu- 
'**>iaen; i-Die jngendspielc und leibeiUbongen, wie sie in England und Scbott- 
^"^ beirieben werdeo, sind etwas aniaerordentlicb gules; sic tragen 1) znt krftf- 
^"•Og der jugend and itirfcong der natioo bei nnd sind i: ein eniehliches mittel 
■^tWi ranges.. 

Wer VFoUte die wahrbeil dieies saUea leugnen? Wer itimrale nicbt freudig 

" daj loblied des verf.s nuf Alt-England* jugendspiele und leibosUbangen ein? 

*** cine besliinmle. eine Ubeneugende, eine Alt-England ebrendc antwort be- 

^^''b d«r •geistigen aosbildung" seiner sehiller ist ana der verf. schuldig geblieben, 

'o bOnSg CT aneb die [rage gestrelft bat. 

SchoD der tilel des bucbs llissl mebrfacbe deutungen lu. Dnicbt daa spricb- 



'on , 



n geiur 



korper 



^"^eheint es iinanfechtbar. die thataache jedocb, dass ein gesunder geist 

''■nn gesunden bnrper wobne, isl hundertfacb durcb die gescbicbte widerlegt 

^orden. nnd jeder erfabrene achulmann weiss, das! die mlhwangigsten und krSf- 

^SMen knaben nicbt gar seltcn scbu-acbbegabt und geistig trflge lind. Zatlem 

^^ rerf. nur eineo bnicbtbeil der obnehin wenig lahlreicben hobera icbulen 

'"gUnd* bcsucbt und aelbat dort acioe theiloahme fast auaachlieasligh den Kosbbc- 

f*^en einrichtnngen, insbesondere den spielpHtien, lugewandt, so dass der leaer 

I- dem Btaltlicben bande niiter "Eagliscbea ■cbulbilderno weniger das geiitige 

■ben mid die ergcbuisse dec eigentliehcn schulbildung ta vetstehen bat, ala die 

'Sentrtige erriebung der engliKchen jugend sur lelbsllndigkeit, aur charalcter- 

•^stijjkeil, inr wahrbeilaliebe, lur korperkraft. 

Nach seinem bnche zu schliasen ist H. Raydt ein gliibender vateilnndt^ 
^niedi die leiten ij u, 14 bat ref. weleher in dem ivinterfeldiug 1870171 genau 
** detielLen zeit in Orleans, Le Mans nnd Versailles weilte, mit begeistening 
Gel«ien. AIs achulmann iai Raydt xmatbemaliker und ein eifriger anbhnger der 



■58 






selben satie (a, 72; mit director Steinmeyer noffen ineTkeDat, dass nniere'wfts 
(chsft niemala die klossische bildnng ersetzen kanii". Dtis er^cbeint dem re(. 
cine schr angrcifbsie stellung zur heutigen schulfragel Aucb die iiberiua na 
driicklichc betonnng dea posiciven evsngelidchen cbrialentbiima (s. 3;, So, I 
ao2) vertrfigt aich schwci mit jener voreingenammeDbeit fUr die heldoiMben k 
aiker und die modernen naturforscber, curaal der verf. aa andem stellen toq ( 
• grussen banmeisler aller weltent, von der 'kelle dei lebrlingsn, dem ■icin! 
tanii des gesellenn und "dem ewigen oEtenx spricbt; die schiine anriilbr 
(s, 196), da^s ''dns gnindpriniip jeiter erxiebuag die liebe Eein mnss*. bitt) 
I diesein boche volUaf genUgt, am den standpnakl des verts m kennzeictmei 

^^^1 Es ist cin alter erfahmngssatE, dass scbriftsteller den gcgcnstutd ibrer < 

^^^H ilellnng biiilfig dnrcb ciue rotbe brille betrachten, besondera wcnn sie ibre l 
^^^P Rlr Linen bestinimten iweck gc«imien woUen. Eine demilige "Sfb6ne begei 
^^B rang" gibt sicb nnch bei H. Raydt kund. abscbon sie gut gemeint Ut und 
' gead» in i>scboiiJ^rberei« nnaarteL Die empfehlung des ■platiwcahielnx wlibi 

des unterrichta, der schulpreise, der points, der scbalieitongen il a. bl roindeil 
■nfecblbar, ihr wertb ist oft von deutschen lehrern mit grllnden widerlegl won 
Wenn es von Blsirlodge-Scbooi beisst, dass dort "in den leQlcn elf jahren 
filnf krankbeilBfalle vorgekoinnien sindi, oder von Eton, daaa dort "keioe ein, 
brille Oder angenglas irgenduelcber art gebraiicbt wird", so kllngt das wirk 
befrenidlich. und man wird dem verf. ebetiio iiigemd beistimmen wie an uic 
stellen, uo es z. b. heissl. dass der cbampagner "ilberbaupt ziemlich das angichli 
Ucbe lieblingsgenSnk der noblen kreise Loadons in aein scbeint^r [man beacble die 
zelnen worte dieses sat/es!}, oder dass 'der sleife frack aucb bei den gewSholic 
famllien-dinneis anbedingi in der feinen gesellschafi angezogen werden nu 
oder dass "man Uns in dam lande der freiheit nra nnsere aligemeine dienst- 
webriiHicbl bencidel". Die^e Ihatsschen sind nur mit einschrankung richtig. Et 
so klingl die erzablung von den nnchtseiten des engliscben bauilehrerthums, wel 
einen vollen bogen filUt (s. 206 — 331,', so stark an den kolportage-roman an, * 
sie in diesem cmilbaft gcmeinlen buche besser weggeblieben ware oder wa 
stena in ganz anderer fassung biltle gegeben werden miissen. 

Weitaus den schwerpnnkt des Raydt'schen werkes bilden die darstelloB 
des engliscben scbullebeos snf dem spielplatz. Das kapitel 'Oxford' neibl 
idle einzelbeilen des 'cricket' ein. ihiu sind reichlich cebn seilen gewidmeL A 

t'fnssbair und andere jugendspiele sind ebenso sacbliuh wie liebevoll geschild 
Das 'golf, deisen pHege auf der (laeberen ostkiiste Scbottlands aucb bei iilM 
Icuten hoch in eliren sicht (ref. bnl ihm manchen sonnigen herbsttag anf 
grQnen 'links' von St, Andrews gewidmet,, ist von so grosseni interesie filr w 
kreise, dasa die zeitnngen iibcr die ergebn'iase der golf-matches ebenso anstt 
lich wie Ubcr die pferderennen und die bootfahrtcn beriohlen. 
An die scbildensng der spiele kniipft Kaydt niancben vortrefFliuben wink t 
englischc nnd deutsche erziebungsnrt. Ei erwahnt, dass spiel- und zeiclienstit 
scblecbt aufeinandcr passon, dass die lligc als schwersles vsrgeben in Engl 
meistens mit prilgelstrafe geabodet wird, dass die knabcn bis enr lerlia 1 
scbliesslich gar keine hanslicben arbeilen anfertigeD dlirflen,!), dass der di 
Echc an&AU, als Idngore lelbsntilndigD arbeit, anf die beiden obersten Uai 
I J>eschrSnkt werden konnte [I), dass jcdes gymnasiDoi ein eigenes alumnat besil 



^^h J>es 



mfirate, tchon n«gen der ichiideD des penaionslcbcns aiuwiirtigcr schliler; dus gegen 
die dnclkncht der sludenten eingeschritten werden mil!3te, dass die unbeholfenketc 
EiucKr pnnunpr im mUodlichen ausdmck durch ,debatlier-UbniigeD' venniDdeil 
•erdoi konnte n. d«rgl. Sog»r gcgen dw nnmHssigc bier-kneipen der dentjchen 
tmdcitleD geht verf. icbarf &d, und zuar mit guten, behcnensM'ertheii griinden 
!>. (H— 1|8:^ nar bSUe bei dem loblied anf die engliscben roasensoliDe, "die nur 
trinlitn, wcnn sic dur^t babcQ" auch die kebrseite der medaille gezeigt werdcn 
miisien, wdcbe haupWiichlich in den .nobleu pasBionen' der jungen herren besleht. 
(iende n'eil das Rnydi'sche buch sich bisher einer giiostigen aufnaiime sei- 
*IM der prcsie erfreut hat and aiith .von oben licr' Icraftig den lehrcrbiblio- 
tlwlinl mr iiuchalfiiiig empfohlen worden ist, erscheint es aagezeigt. anf elnige 
^QtMiUehe mliDgel desselbcn hininweisea, damit die lu erhoffende iweite autlage 
■n »erbesiener form encbeine. Zuniichsl mUsslen in eincni werke, dessen lilel- 
oUn Se deotachen fnrben IrSgt, die honderle QberHUssiger fremdwdrter durch 
Ipite denUche aiudrUcke enetzl werden. Satzea nie -nur in ganz eklatanten fiiUen 
Ttratf det ant die direkte ichfidlichkcit dea rauehcn! lu konsiatiren" begegnet 
■•■» rccht hSnfig. Sogar bei Ubcrsetzangen hal es iicb der irerf. leicht gemachtt 
'■ ihlag without a parallel ... its antique ceremonies" ilbenetzt er mit i>ein ding 
"J"*" paiallcle ... seine amiken ccremonienu is. 190). Der an sick unschone 
*ib«jiiigt nWas . . . inbetiifTt- wird durch sein nllzu banfiges vorkommen tnr 
**)lmi plage fUr den leser; ancb die nmstellang von subjekt nod pt^dikat im 
■*«ilni (weier verbondener banptsHtie ist cine ebenso rtlgenswerthe flficbtigkeit 
*** ilie inn'endang scbiefer worte, vie t. b, i. aiO' "In unserm dorfe war ein 
PmHifcrwitwenhans nnd ia blieb sie dnrt wohneo . . . Meine matter ffoUte mir 
"•rtts tbgeben lassen und so gab sic mir jabrlicb eincn citnuuschusi ; « auiser 
°^o •10* beleidigt das feblende konima in beiden siil^ien, eine aoslassung, irelche 
le hundertnul in dem bncbe bemerkl neiden kann. In einem fUr lehrer be- 
"^^Wtn DDd dorch eine stolie tiagge ausgcieichnetcn werke dilrften derartige 
iKlDDjgliaiten' nieht di^n gexamteindruck beeintrachtigen. 

Die abbildungen lassen viel in nilnachen Ubrig. Die bilder sind thells g 
> dliCHg lusgefuhrt, ibeiU recbt ilberflUssig (i. b. s, lot) und 4teif: wer beijpieliV'-V 
'*lit dtt ichlon Windsor oder das materische Mertoo College zu Oxford { 
"•itn hat, witd die abbildungen s. 153 und 113 enitSnscbt lurttckwebcn. 

Du hauptsttcblichste verdienst der •Englischen scbalbildcr> liegt nach nnslchf 
*^^ T([. darin. das9 sie in unserer beuegten zeil, in welcher alle welt nach um- 1 
K^'Uningcii auf dem gebiete dea boberen scbolwesens vcrlangt, den bllck i 

' vontsge der englischen jugendettiehung lenken und zu verglrichen anregen.^ 
'^'^ us dem gntgemcinten und in der hauptsache warm und anschanlich ge-'l 
"**tiebenen buche H, Raydt'i mancbe gedeihliche neuernng znr kerperliuheu 
K*«iigeii ^eitiichtigung' anserer deotichen jngend erwachscnt 

ElBERFELD, October 1889, Adolf llrennecke 



Asuer der obigen beaprcchung dieses buches ist der redaction noeh d 
^^•"de ingegangen, deren glcicbieitiger abdmck bei dem interesse, welches Atal^ 
^*™ in mancben kreiaea erregt hat, nicht nniweckmilasig erschien. Die red. 

freunde veranl«sslen vert., reiseskiiien liber die englisebea jugendspiele,! 
*" w im Hannuverachen cornier und Im Dresdner Universum veroffeolUcht battft 'J 




r 



m 



1 60 

nea za ubecsrbdtca Qnd gesondert heransEugeben. Die b«rolgimg' ibro n 
sollte aber leider nur zu ciner ahennaligeD bckrSftigiiiig der in dem altcB wt*^ ] 
°Gott schilUe mich vor meinen freoDden elc.t liegenden weisheit fUhreiL 
imaafhoilicb wiid bei der lectilre dieses bucbes das inleresae det leteos as A"" | 
was der verf. gibl, gchemint und ge&trirt dnrch die art, wie cT es gibl. 

Das Deuuch derselben leislet an unklarheil, ungescliick and Bbgescluiui=S'''1 
htit erheblicb mehr als man im allgemeineii bereit sein wird, sich gefiUeo 

Von der uaklnrlieit , dem mangel an logiscbem verstitndniss legt ichon « 
titelblatt hiareichend lengniss ab. Was denkt sicb veK. wohl bei einer vTeise ■ 
der B.-S.-stiftunguf m. c. kann nmn wohl ■ausu Lanenburg, aus Preussen, 1 
Deulschluid iigendwohin reisen, aber nicht 'auso einer stiflung, lans' eiaem vlU 
iicben gEldbealel. xauso einem beamtengehslte. Und wenn heir R. selbst K^^' 
engliiche schulbildci osdiildern" will, wanini verr£th er uns nicht, wer diesell^ ' 
>ausgefilliit°, >enlworfen<> hat? Endlich, was soil das unacli" in "bilder ns.'^ 
einer reise ana etc."'? Zeitlicb lu nehmen isl es nicht, denn der verf. dalin «*' 
• schuibriefen {9 stuck), als welchc aicb seine scbalbilder herausstelicD, von v^' 
schiedcnen englischen oiten her. In der malerspracbe aber gibt unsch* nLi' 
folgendem substantivam den vorwurf an, welchen der kiinstlet im allgera«oC»> 
seinera bilde in gnmde gelegt hat, wHbrend wir eine naeh krilften getrene wiedei — ' 
gabe, und 2war nichl der istadieDreise aus etc.", soniJerD des an mehrereiB' 
englischen schnlen gesebenen erhalten. So baben wir bier ein rechles moster- 
stiiclt jener compliclrlen vcrquickungcn mehrerer achief gebrauchler ausdrticke, 
die nir den lehrer iles Deulschen die ichn-erste pein bei der korrectur bild<a, 
Aaf der riickseite seines titelbiattes crwibnt verf. noch seine "erben odet rechts- 
nachfolger." Nun, bclindet er sich wirkljch in der lage, dais seine uerbeni nicht 
liugleich rcchtsnachfolger von ihm Bind , dann konnie or uns doch noch clwo 
mehreres Uber diesen interessanten fall initlheilen, urn so mebr als er ans jasonit 
von seinei -liebcn frau°, seinem iscligen vateru u. dergl. er^^ll. Eodlich will 
Ich als chaiakteristisch fUr die im kopfe des verf. berrschende confttsion noch 
die tbatsache erwiihnEii, dass derselbe ini vorwort xwar erkliirt, seine briefe idea 
an die » bochgencigle leserin" getichtel, schon auf s. 13 aber den adretsaten hi 
finer sehr rtlhrenden und sehr pairiotiscben Blelle als karaeraden von der anillene 
bcbandell. Und diesen trieder im 7. briefe is. 165) zum primaner verjiingt. 

Das UDgcschick im ausdruch tritt znmal in der hiinligen wiederholnng de»- 
jelben ausdnicks innerhalb weniger zeilen lu lage, in der geiegentlicbea eituni- 
schung familiarer, nicht schriftdeutscber worte und ledeusitrten u, dergl. mehr. Dm* 
von den 9 briefen nicht weniger als 4 mit der gieichen wendang rWenn ich Dir, 
lieber fteund, im vorigen briefe . ■ . " anheben, diirfle in diciier beiiehung als probe 
ausretchen. 

Weniger leicht lasst sich die immer wieder auftauchende cigenart des sdls, 
fiir die ich nichl wohl ein anderes wort als sabgeschmacklbeit- finde, mlt bei- 
spielcn belegeo. Jedenfalls aber versetit sie den leaer, der die kleio gedruckte 
standesbeieichnnng des verf. anf dem titel iibeisehen bat, in die unangenehme 
lage, dass von abschnitl zu abschnitt die frage sich ihm anfdrangt, ob er ee hiei 
nohl mit einem landtvehrofliiier, einem geistlichen oder einem volksschuUclmt 
la Chun habe. ohne daas er dariiber zu einem endgiltigen urtbeil gelangen konilte,- 
Dic (]uellc alles Ubels ist, <lass verf. bei abfasstmg seines buches v 



Rcklien i6i 

ispkirionen geingen worde, iselche mit aeinen natiirliohco anUgcn in keincf 
tidicliiiag itimdeD. So er&ndel cr in der, Icider nenig liegrilndeten hoSnung,, 
ich den leter lie&aer inzuregen, lohlreiche dialoge iilcnen ja immerhtn wirk- 
Ikhc gtspriiclie m gnmde liegen konneD) and ein gnozes tituslionsbild ,bricf Sj, 
tocb nur die allergeiiligste dicblerische befabung za besiczen. Man luno 
ach diDich die onglUoklictie uirkuag seines sdls VDrsleUcn. Nichi miader ver- 
ficiftiich veii.. wenn er wiederbolt Aea vorgtictitea preu&sUchen sahulbehordcn 
c delation bexengl. Icb sage mcht, das ei das in amtticben vcikebr ge- 
boteoe mass bicrbei Ubtrscbreitet ; aber wer mi feder grriti, nm oHenllich aubu- 
mUa, einer < bochgraeiglen leseriao vorliiige m halien u> dergl. , dti darf dns 
Mbncdieiiliaas seiner bemftslellang nicbt nach sich liehen. 

Mil der dfterea uniilarbeit dea anadmckes ist eine entspiecltende naordnung 
•fet iBtscTcn duratcllung natnrgeniiiss verknilpft 

Die rettgcdmcklen ubericbriften der einzclnen briefe stehen mit diesen 
OKtubcli (Dtuedei in gar keineoi zusammenbange oder haben docb nnr auf cinen 
iclii Ideinen Ibeil denelben bezng. Erst auf i. 232. wo ein deulscber oninanie 
>eii1ich [cchli imd in geuohnlicben typen gednickl isl, legt sioli die vennucbong 
lUlle, liiis jene fetten ilberscliriflen vietleicht gai nichi iiberscbriftcn sein, son' 
nut den schrcibort des briefes angeben solleo, Aach die den ainieluen 
bliefai voTge»elzten illuitratioDen haben in vier fallen von S .brief 4 ist ohne 
^opfbild gelassen) keine vetbindung mit dem inbalt jener (vgl. biief I, 2. 6. 7^. 
Fernet lit die untenchrift in deni kopfbitde vdd brief 6 eiafach fialsch. Was wir 
don taheD, iit eicht ein ^iraderweiikampfx — dcr wuseilauf iit ja vIet za tcbnul, 
tl> dm iwei boote aneinander vorbeimdeni kdnntetv — londem es leigt nns junge, 
"om 'train' befindliche inannsctiafl studenten). welobe in mehreren booten ilire 
Ibn^eB dtudunachen nnd untei dem commando des illterea and erfahreneren 
fOMcn itelii, den vit aebenlier reiten seben. Aocb die anterschrift m dem 
^ iiif I. 132 ijt falSEh: c9 leigt ans nicbt die "Tbenuci sondern die •lsis.> 
leit Ton s. Si — 110 beiieht sicb auf spielubungen an den scbulen, dJe lu- 
ScWigen abbilduugen weisen aber in der mehnabl nur btirtige miiiinei auf. Di«i| 
lagtbu dea msgem inbaltiverzeicbnisses weicben vollstiindig voD demjenigen dtt; 
ubwclirifien ab. 

Niiht besset siehi es mit dec ordniing beiw, unordDung des verf in der 
pippinrng Ecinei HoSfs. 

Van (eioeo 9 briefen haben ao. 1. 4. und g uberbaupl aichta mil England eu 
I ao. 6 nlchts mit den engtiscben scbulen. und no. S nichta mit den engliscben 
'tn Idei tetitere euthalt eine lur enipfchlnng dea vcreins rieuticber lehccr in 
"(W, wie es acheint, frei erfondene seltaanie geschichle). Nun lieue man e» 
^ jt vohl gelkllen, dass sich der erste nnd dei scblussbrief mit den deutschen 
**^»erbaltni»sen in vergleich lu den engliscben hescbifrigcn , abet die nntcr- 
BKcltajif det dantellung engliacber mstiiDde durcb no. 4 und die aufnalune dca 
'Wli»nuneii betetogeceQ briefe* no. 8. ist in jedem falle in tadeln. Ancb inner- 
'"'i der eiiuelnea briefe hen^cbt vielfach ein leitsam biintes durcheinander der ver- 
iedcnen gegeutiLnde, uud dabei crbiilt der User nicht die allergeringsle hulfe, 
^ ibtu den dbetblicb libei das gebotene etleichtem kdnnte, vielmehr lliuft der 
""!« in esdloser gleicbmKiaigkeit, ubne dbetschriften , ohne randachriftcn, obne 
^etiiDigsn D. dergl. fon. So wird roan sich bcispielBbalber emt allmiihUg and 
"lUie klat, dait briefs >, 81—1331. der die Ubenchrlft -Oj/ard- tragt, 

-KSltine, EnglfKh. Uudien. XIV, i. ^Y 



4 




k 



163 LilWralur 

inhfiltiverieichiiisse ziifolge abcr vielrachr ■dit natirjoalen englisclien jiigendjpiele 
aal acbiile and iini vers! tat • schiMt^m soil. lhi.G!iichlich in seintm ersten th^e 
(1. 81 — 110; eine ganz nllliliche lusammenstellung der spielregdn flir cine aiualit 
der geir Igiiirn ipiele, doch oline besonderen beiug auf die scbnl^n; cnthalt. von da 
■b (i. no — 125) die frngt der kneiperei and des >'due1l(" atif deatichea oniveni- 
Idten bezw. in deutschen ofR^icrskreisen erortert, und endlich [s. 125 — 133; die mo- 
mlUohe einwirkung der kdrpFrspiele auf den charakier bespriebt welche nalurUcIi 
bei schUIem, atudenten and golchen, die keins von bciden sind, gam in glacber 
»eise zu lage tritt. 

Dem titel "Engliiche scbiilb!lder° entsprechen von alien neon briefen nitf 
no. i, 3. und 7. Und iw«r (lihrt uns verf. hier der rcihe nach eine schotfisclic 
fuiHc scheol [Fults Colirgi, bei Edindnrg), eioc acbottische priratschule {Bloiriedge 
Callige] awisclien Edinburg nnd Glasgow'! nnd eine englische public school (£ton) 
vor; nocb wild eine Eweite engliecbe pul'tie schosl, nSmlieh Rugty , genannt nnd 
schrinbar mit derselbcn ausfllhrlichkeil wie Eton behandelt. in walirbcit erbhnn 
wir aber nur einlges Ubcr cinen liebcnswardigen jnngen schUler, der verf. henim- 
fUbrle (s. 191—194) und biograpbischeg uber dr. Arnold (a, 19;— 303). Die 
scbilderung der drei grossen schnlen batte indess gam werlbvoll amfaUen koonen, 
wenn verf. den vcrniinftigen weg befolgl biitte, ons erst a] alle die einrichtanged 
und luitHnde vorcufilbren, welcbe dlescn schnlen gemeinschaftlicb sind. und da- 
nach b} una anzngeben, durch welcbe eimelheiten die eine von der anderen «icli 
imterscbeidet. Anstatt dessen eriHblt er uns van der cinen acbule dieses, Tan 
der anderen jenes, ohne je ea einem ilberblick, zm einer scheidimg des allgemnnea 
und des lufHlIigen, des wetenttichen und dei nnwescntlicben ancb nnr einen 
anUnf zQ nebmen, 

Dii> schlimmste ijt, doss verf. sichtlicb obnc jede nennenswerthe vorbereirang 
naeb Engiand ging. Eines schonen tages unchte er mit dem entschlosse anf, 
die engliscben schulen lu besucben, um die dortigcn jugendspiele und deren 
rilckwirkung »uf geist nnd charaklcr kcnnen lu Icmen. I'nd dieseu entscbUai 
filhrte er baldigst aus. Das vrar nlles, Wenn er in England und Schotlluid anr 
inlemale in der art van Meissen und Scbulpforta aufsuchte, so gescbab dies ver- 
inutblich bloss nus dem grunde. weil der dcutsche laie von andcren sebnlen in 
England nichts lo wissen pflegr Dns mocbte ja immer nocb ansreicben, so Unge 
vetf weiler nichts bezweckte. als die spielregeln kennen zu krncn und die spieler 
bei ihrer tbiitlgkeit zn beobacbten, Schon aber die frage. ob die spiele einfln4 
haben auf die aosbildang des cliarakters und welcheo, mnaste ihn ion den /Wi< 
und firivalc ickotls ab nnd dem atndinm der day sckoeU in wenden, ««1 biar die 
gefahr wegfiUlt, dass man das fiir eine wirkung der liigUcben korperspiele Dimml. 
was in wahrbeil nur eine folge des ailgemeinen intematseinrichrang isl. Anch 
nns dcro gmnde waren die ify sikoeti wichtiger fur den verf., weil er ja Ton 
dem gesehenen nutuinwendnDg auf die deatschen schulen macben woilte, nod 
diese fast durcbweg einen vergleich nur mit den letiteren, aber nicbt mil den 
intemateD lulasien. Aucb die venni^ensverhiiltDisse der scbtller ertt^naonter 
gestalten stSnuueo erbeblicb besser m denjenigen uiuerer deutscben hofaeren 
scbalen. Ebeoio wuen die grammar ickools, aeaitimiii u. dergL der kleineren 

'I Noch einet dritten scholtisehen schnle {Glaigam Atadimy] widmet »erf. ifia 
seiten. namlich um eine preisvertfaeilung lu schildem, der er daielbit b<iwahBte.. 



Realien 



163 



itidte bei einer vergleichimg der deutschen verh&ltnisse wichtiger als die reichen 
fubUc schools. Die gojizt frage von den middleclass schools scheint yerf. fremd 
gebfieben zn sein, and doch besass sie iUr seine gesicbtspnnkte ttberaus grosse 
wichtigkeit Endlich hatte er sicb bei der unaosgesetzten aufmerksamkeit, * .,lche 
cr der einwirkimg der spiele auf geist and gemiith Avidmet, doch einmal klarheit 
a rerschaffen sachen sollen , ob wirklich die spiele einfluss aaf den nationalen 
cbankter gehabt haben, oder ob es nicht der nadonale charakter war, der die 
jigendspiele schnf. Jedenfalls, meine ich, sind im frilhen mittelalter die gebotenen 
waffeniibangen des freien mannes aas den reihen der erwachsenen hinabgedrangen 
I b die der mfinnlichen jogend, and die allmahlig an ihre stelle tretenden korper- 
f fibangen folgten demselben wege. Das ist in allererster linie klar vor aogen zu 
behalten, wenn num den vorschlag macht, die sitte der korperspiele in Deatsch- 
land anf dem omgekehrten wege einfiihren za woUen. 

Wire aber der verf. wirklich vertraat gewesen mit den englischen schal- 
veiliSltmssen, so hiltte er einem ihm wohl bekannten umstande, der die englischen 
tdralen and aniyersit&ten stiirker als irgend etwas anderes von den continentalen 
mterscheidet, nicht mit der geringsch&tzang behandelt wie er es that, ich meine 
^ einrichtang, dass in England dem mit normalalter eintretenden schuler kein 
litsenbleiben, dem stadenten kein zweiter examenversach verstattet ist.^ Natiirlich 
monte demgemSss das niveau der anforderangen entsprechend niedrig gestellt 
werden; gleichwohl steht aber das allgemeine geistige niveaa der 
' aation in wissenschaft, technik, handel and gewerbe am keines 
kaares breite niedriger als bei anderen vdlkern. Dieser pankt ver- 
diente erheblich griindlichere beachtang, als er beim verf. gefanden hat. 
Ich komme zam schlass. 

Aos dem, was ich gesagt habe, dtirfte geniigend erhellen, dass dies vor- 
Hcgende bach keine andere bezeichnang als die einer schlecht stilisirten dilettanten- 
tiheit verdient Wenn ich ihre zahlreichen schwsichen mit einer gewissen an- 
. ntduichtigkeit gekennzeichnet babe, so geschah dies, einmal weil ich glaabte, der 
aeiierdings , wie es scheint, mit den verschiedenen verkehrserleichterangen sich 
I verbrdtenden aaffassang entg^egentreten za milssen, als ob ein einfacher toaristen- 
mflog nach den schalen eines fremden landes den betreffenden bereits za einem 
L vtheil berechtige Uber wesen and werth des fremden schalorganismas , and als 
; ob daza nicht vielmehr jahrelange sehr emste stadien nothig seien; and sodann 
\ weil allerdings beziiglich der pflege eines korrekten and klaren Deutsch der kritik 
eine emste verantwortlichkeit obliegt. 

Doch das bessere sei nicht der feind des g^ten, aach nicht des nar eben 
bnnchbareni Wir besitzen erst die an^nge einer litteratur iiber das englische 
•chnlwesen, and daram erscheinen, bis wir geeignetere darstellangen erhalten, eine 
giDze reihe von mittheilangen der obigen arbeit doch recht willkommen. Der 
lehrer des Englischen soil nilchst der sprache mit kaam geringerem eifer aach 
das wesen and treiben des englischen volkes stadiren, and keinen geeigneteren 
pimkt giebt es fUr ihn, den hebel des forschers einzasetzen, als die englische 
sclnile. Jeder lehrer sollte danach trachten, sich eine gate kenntniss ihrer ver- 
hiltnisse za erwerben. Und das vorliegende bach enthillt trotz der gerttgten 



') Dies ist das prinzip. Die vorkommenden ausnahmen sind nicht zahlreich 
genng, am dasselbe za beeintrachtigen. 



164 Littcratur 

milngel doch noch hinreicbend viel dankeoswerthe information iiber gewisse 
lische sehuleinrichtungen, dass seine kenntnissnahme den fachgenossen sicherikli 
empfohlen werden kann. Anch die ganze tendenz desselben sowie der allgemeine 
piidagogiscbe standpunkt') deft verf.s verdienen sympatbie. 

Reichenbach i. Scbles., December 1889. H. Klinghardt. 



I) In diesem urtbeil soil indess nicbt die gelegentlicbe propaganda des TerCs 
zQ gnnsten des dentscben Einheitsscbnlveretns (dessen scbrSften ancb am sehloa 
angezeSgt werden) eingescblossen sein. 



#«»» 



Druck von Breitkopf <b Hilrtel in Leipfig. 



KLEINERE PUBLKATIONEN AUS ME. HAND- 

SCHRIFTEN. 

I. 

THE EREMYTE AND THE OUTELAWE. 
(Aus Brit Mqs. Add. MS. 22577.) 

Nachstehendes denkmal darf schon darum anspruch auf ein gr5sse- 
interesse eriieben, weil es (neben einigen ausztigen in Ellis' >Spe- 
dmcDSc) das einzige aus dem schiffbruche der gegenwibrtig verschollenen 
Fini^g^iaiii-hs. gerettete gedicht, meines wissens bisher nicht gedruckt 
mid such in einer andem hs. nicht vorhanden ist. Fillingham selbst 
hat die 387 verse z^ende legende (>A Baladec, wie er sie nennt) 
aos der in seinem besitz befindlichen hs. abgeschrieben und die copie 
i. j. 1806 dem damaligen scholar of St. John's College, Oxford, Phi- 
lip Bliss geschenkt, wie aus einer notiz auf dem ersten blatte hervor- 
gdit. Es heisst dort: 

Philip Bliss 1806. 

This very curious specimen of old english poetry was 
transcribed and presented to me by William Fillingham 
Esq. of the middle Temple. 

It is from a very valuable manuscript on vellum in his 
possession which is the only copy of it known to exist. 

Auf einem beigeUebten zettel ist, um dies sogleich anzuftigen, 
nodi bemerkt: 

I should apprehend that duplicates of this Balade may 
be found among the Metrical Lives of the Saints & Legends 
ID our public Libraries. 



M. Kalou 

Nach dem im November 1857 erfolgteo tode des Reverend Phi- 
lip Bliss D. C. L., Principal of St. Mary's Hall, Oxford (cf. "Dictionary 
of National Biographyu V, p. ail {.) gelangte bei dem verkauf seiner 
bibliothek i. j. 1858 die copie unseres gedichtes (nebst anderen hss.) 
in den besitz des British Museum, wo sie als Additional MS. No. 12577 
aufbewahrt wird. 

Fillingham war wohl nicht sehr gelibt im handschriftenlescn und 
hat manches falsch tiansscribirt. Neben kleineren versehen, nie Maysten 
fiir Mayiteu v. laa etc. erwahne ich z. b. fawn : wyth mtie statt Jalle : 
myth alU v. 16 f., Goddys vise statt Oeddys strvise 86. 93. In letzterem 
falle hat F. wohl das gestrichene s ^ ser f\ir ein ausgestrichenes s 
angesehen und daber weggelassen. Ich habe diese lesefehler naturUch 
aus dem text in die noten venviesen. Unter dem tcxte befinden sich 
anmerkungen , in denen die ne. bedeutung veralteler worter luanch- 
mal tichtig , manchmal auch falsch angegeben ist. Ich lasse die- 
selben als unwesentlich fort. Leider ist das gedicht nicht ganz voll- 
standig uberliefert. Eine grossere luckc ist zwischen v. 99 und 100 
{odet zwischen v. loi und 102?) zu constatiren. Ob dieselbe schon 
der hs. angehort oder erst vom copisten herriihrt, muss dahingestellt 
blciben. Kleinere lUcken von je drei versen enthalten str. IV und XXIV. 
Femer stelien in der copie w, 61 — 78 ['= fol. 1^) irrthtimlich nach 
vv. 79 — 96 {= fol. 5*); hier liegt die schuld wohl nur daran, dass 
fol. 5 falsch eingeheftet worden . ist. Endlich sind die beiden ersten 
strophen (24, nicht 23 verse, wie der catalog der Add. MSS. zShlt) 
als einleitung besonders geschrieben imd gezahlt; sie bilden aber natUr- 
lich einen integrirenden bestandtheil des gedichtes; ich habe sie daher 
von dem folgenden nicht geschieden und auch die verszahlen durch- 
laufen lassen. 

)>The Eremyte and the t)utelawe« ist eine legende. F.s ist 
darin diirch ein beispiel der satz erlautert, dass die stindenvergebung 
und die bessenmg eines sUndhaften lebens nicht abhangig ist von der 
zahl und schwere der busslibimgen , sondem in erster reihe von der 
wirklich reumtithigen gesinnung des bussenden und von dem festhalten 
an dem einmal gefassten entschlusse- Wir erinnem uns bei lesung der 
legende auch an die parabel vom verlorenen sohne und an die worte 
Christi; 'Im himmel wird mehr freude sein tiber einen siinder, der busse 
thut, als tIber neunundneunzig gerechte, welche der busse nicht be- 
dUrfen'. 

Der inhalt ist folgender: 



1 

1 



Kleinere pnbUkatioiieii ant me. handschriften iC-j 

Iwei briider leben Tem von dem feselligen verkehr^der mensclien: der cine 

rii linber und ontUw, der sndere ein eremil von heiiigmassigem lebenawmdel 

,tv, 14 — 4;l. Ao einem Charfrcitag sieb! der outlaw eine menge mensclien bnrfass 

m kircbe tiehen and schlie^t sich ihnen an. obwohl er seit zwanzig jshnn dcm 

HMtadimst nichl inehr beigewohnt btt !vv, 46 — 119!. [Hier ist einc groisere lUcke 

aiahi., so dass wir gemde von der pigentlicben ursache der smnesilndenieg 

del Mnbers njchts erfahren. Wo das gedicht wieder einsetzt. hat deraelbe bereiti 

Kiilc i(ind«li eincm vikar gebeicbtet.] Unter binweis aaf den apostrl Faiilos. der 

vor seiner bekehning ein grossef aUnder war. erroahnt ibn der vikar, von 

D siinden abiulasien nnd die busse, die er ihm auferlegcn werde. zn balten. 

Abcr bier itbist er aaf schwierigkeil«n. Der riinber erklSrt ihm rnodweg, die 

ic dilrfc nicbt n achwer sein, sonst wilide er aie nicbt verrichten. Er will 

Itr, wie der vikar ihm Knersl auftrSgt, aieben jahre lang bnrfass nnd wolw&rd 

IDDL in V. ri6) geheo, noch bei tvasser 11ml brot fasten, noch t&gUch ein Pater 

in und Ave Maiia betcn, noch einc wallfabrt anlrcten. Schon will er nnver- 

richttler sachc die kirche verlosien, da versncbt der vikar. nachdem er gott am 

beiitud angefteht, ein leCztes mittel. Er fordert den rduber anf, ihm zn Aagen, 

m ibin am allcmniiebsten sei fiVial thyttg hatystou lo don mml? v. I&i}. Der 

rtnber antwonet, "Wasser lU trinken. Seil memer (rilhesten kindbeit habe ich kein 

ler vcTtragen k5nnen'. 'Licber lohn'. sagi der vikar, 'was auch kommen mag, 

« heat kein wasserT Halte dies versprecben, dnnn abeolvire ich dich von 

a lilnden; eine weltere basse verlange icb nicbt von dir.' Der oatlaw iit es 

Bdrieden imd reispricht, an diesem tage kein wa«ser za trinken. So nimmt er 

■biclued von dem vikare (v. 100— i86j. 

(asm aber ist er eine meile weit gegangen, <Ia ereignct sich etwas scltsames. 

J|<W Ton fiircbtbareni durst geqnilU und mochle IHr einen schluck wassers allea. 

Wtlje beseasen, dabingeben. Ein mifdcben, das eine kanne wasser auf dem 

tllll Mgt, kommC ihm entgegen Had reichi ihm dieselbc auf seine bitte hin. 

U er aber die kanne an den mund settt, urn la trinken, erinnert er sich seiner 

Soforl liis5t er kanne und miidchen stehen — cs war der teufel, der ibn 

icn woUte — und liehl wcitcr seines weges (w. 187 — 122.1. Er begegnel einero 

'■ellen mililchen , welches ebenfalU einen krng mit waascr trilgt und ihm selhsi 

n tmnk anbietel; aber wiederum Uberwindet er seinen durst [w. 133 — 334J. 

'Cn dem Torsat2e, kein woiser zu trinken, was auch kommen mdge, gebt er weiter 

"i^ l^ommt cu einem bninncn, an dem ein miidchen einen topf mit wasser (tlllt. 

er am brunnenntnde stehl, ist er vor durst scbon so scbwach, dass er sich 

n auf den fiissen halten und kaum ein wart sprechen knnn. Das mSdchen 

einen becber und bielet ihm denselben an, Der outlaw aber ziehl ein mesacr 

■tt teiscm gUrtel. uffnel daimt eine adcr lelnes armea and triokt statt des ange- 

nea wassers das bervorqaellende blut. Dann aber vermag er daa blut nicbt 

u 10 itillen; er fUlt m boden, im sterben noch gott urn gnade nnllehend 

•■*3S-»79l- 

Eine schaar von engcln kammt hemieder und flibrt seine seele »um bimrael ; 
ticbnam bleibt am brunnenrande liegen. Sein bruder, der 
E der engel und «iebt seinen bruder mitten unter ihneo, Verwundert dar- 
*°*, dus jener, der wfihrend seines ganien lebens die scbwersten sUnden be- 
ll bu. cher in den bimmel kommen solle nls er lelbst, der sich aufs strengsle 
^^^, «il] sQcb er jelzt ein outlaw werden, ranben and morden, vie seinbmder, 




r 



1 68 M. Kalnia 

mn wie jener in den himmel lu Itommen (vv. iSo — 315I. Docli ein engel belchii 
Ehn eines besseren. Sein bnider habe an Jenem Uge mehr gelitten, als er nabreml 
seines gKDzCD lebecs. Heut habe er elnem viliu' seine slinden gebeichtet and, nm 
(lie ibm auferlegte bnssc standhaft i:u halten, sein leben vcrloreo. Er liege u 
cinem brnnnea. Der eremit solle ihm ein chrisllichcs begriibniss bereilea mid 
seinen lobenswandel fartsetien wie bisher (vv. 316 — 339). Der einsiedler thni, wie 
ihm geboten, Im verein mil dera vikar sucht er den leichnam seines bekehmt 
brudera. Sie finden ihn noch am bninnenrande, das messer ihm znr aeite, nnd bc- 
statten ihn anf das fderlichste Ivv. 340 — 375). So gewann der ontUw den himmeL 
und aach die seele des etnsiedlers wurde nach dessen tode von engeln in deg 
bimmel gebracht (w. 376 — 381]. Miteinem aegensvnuische ftlr die mhdrer (w. jSj— 
387] sclillesst das gedicht, wie es niit einem solchen und mit dem hinweix aaf die 
schweren plagen und die verderbtheit der zeit"begonnen hatte fw. I — 34). 

Offenbar hat dem dichter eine lateinische oder franzosische be- 
arbeitung derselben legende als vorlage gedient; doch war es mir nidit 
moglich, etwas naheres dariiber in erfahrong zu bringen. Wir bonneii 
also auch nicht beurtheilen , wie viel derselbe bei der ausschmlickiug 
des stoffes aus eigenem hinzugethan hat. Manche partie Ist ihm sehr 
hiibsch gelungen, so z. b. str. XI ff . , wo der rauber seine abneigimg 
gegen jede art von busse zu erkennen giebt; anderes ist einfbnnigff. 
so die dreimalige versuchung, wasser zu trinken, welche zu viel 
wiederholungen enthalt. Im iibrigen ist die behandlung des stoffes die- 
selbe, wie in den romanzen ; wir finden dieselben aUitterationsfonnelii 
und sonstigen typischen redewendungen ; auch die metrische fonn Bt 
die in den romanzen beliebte zwolfzeiiige schweifreimstrophe. Etaher 
auch die bezeichnung "A Baladet, welche Fillingham unserera gediditt 
gegeben hat. 

Ueber den verfasser wissen wir nichts nSheres; er mag wdt- 
oder ordensgeistlicher gewesen sein. Die entstehimgszeit ISsst sich wt- 
nigstens ungefahr bestimmen. In v. 13 ff. wird auf eine pest beiug 
genommen: li'ytA yn a iylel whyk we hm'e sen, WTial palelmce tiur 
hath hen A Jeiv yere here byforn. Ein starkeres auftreten der pest in 
England wird aus'vier verschiedenen jahren berichtet: 1348, 1361/61, 
13691 1376; es muss also unser gedicht etwa im dritten viertel des 
vierzehnten jahrhunderts entstanden sein. 

Der dialekt ist der des niittellandes ; ae. ivati wurde wai loi. 
34a ; messe 88 (r. m. 7vyldernesst] ist wohl auf atz. messe zuiilckzufilhrcn. 
— ae. ta vor Id ergab o: heholde [inf.) 213 r. m, golde : scholdt : 
nolde. — ae. ^ wurde zu / in tynne (sb.) 39. 119. 297; mynde [sb.) 
J54; fylle (sb.) ao6 (r, ra. wyl ^ z&. will). Der reim welU, 'bnin- 
nen' 244 : fylle (inf. ^ ae, fyllan) beweist nichts, da im ae. die fonnen 




Kleinere pabUkstiooeD Btts me. handschriflen i6g 

vella und wylla neben einander vorkommen. Sonst allerdings reimt 
welle 2S5 mit felU : dwelk : fcUe (pt.]; welle 326 mil quelle; welle 350 
mil ttUe. — ae. (an.) S wurde o: go 51 : w 54 : slo (inf.) 57 r, m. 
do (pp.); ho!( (pr> •■ s.) 70 r. m. barfote; sore 270 : ore (ae. &r) 273 : 
/ncre 279 r. m. bore (pp.) — mone (sb.) 385 r. m. come (inf.). — ae. « 
wurde zu a (verklirKt) in lad (pp.) 381 r. m. bade ." lad : glad, zu o 
in ffwi/ 161 r. m, bosi; zu f in there 84 r. m. yere : lere : here (inf.). 
Fraglich lob o oder a] bleibt der reim sore : tkare 202 f. — ae. iode 
ergab ^ede 53. 359. — Das it isl durch die reime gesichert in byfom 
*S* ^53- — '5^'' infinitiv erscheinl fast stets ohne endung: make t: 
spylle 3; carpe 7 etc. etc., auch in einsilbigen wortem; slo 48; go 51. 
327; be 75. no. 158, 211. 292; say 165. 352; ein « begegnet nur 
^gon 139. 217. 238 i.r. m. none. — Das pp. pt. hat ein » la yborne 21 : 
lorn 24 r. m. corn\ forlorn 156 : l'or7i 159 r. m. shorne. Endungslos 
ist es in: falle 16: do 57; iir 67; bore aid. Die i. sg. pr. hat keine 
endung: Ac/f 70; take 107; /ray 174; thynke 178; sfy 319. 333. — 
Ob schemes 43 (r. m. (lewes) die 3. sg. oder 3. pi. pr. ist, bleibt un- 
entschiedeo, wie liberhaupt die ganzc stelle unklar ist. — Die 3. pi. pr. 
ist endungslos: say 41 ; hygynne 42. — Die a. sg. pt. erscheint ohne 
endung in began 331 r. m. man. — Der vokal des sg. pt. ist in den 
pi. eingedrungen in ran {3. pi. pt.) 150 r. m. can : man : wan (sg. pt.). 
— Von dem verbum substantivum lautet die 3. sg. pr. ys 236; die 
3. sg. pt. was loi. 342. — Das pron. pers, der i. sg. hat die form y 
308 r. m. ferly. 

Die ortbographischen eigenthUmlichkeiten der hs. sind denen der 
hs. Cotton Caligula A 11 ahnlich ; sie mag daher, wie diese, der ersten 
faalfte des funfzehnlen jahrh. angehort haben. Es ist z. b. fast stets 
y fiir ; geschrieben, femer : Dryng (fiir Drynk] 171; drynge [fUr drynke) 
ajg; w fUr wh: wyle (fiir whyle) rgi; Were/ore (fiir Wherefore) 366; 
d und th vertauscht: walkyth (fiir walkyd] 190; wytkyr [fiir whydyr) 
227; thyrsted [ixit thyrsteih) 202; dewes (statt ftat'es] 44, Letztere ab- 
■weichungen babe ich beseitigt; im Ubrigen aber nur geandert, um den 
reim in ordnung zu bringen, oder wo Fillingham offenbar falsch gelcsen 
bat. In alien fallen ist die lesung von Filiingbam's copie unter dem 
texte angegeben. 

Die metrische form des gedichtes ist. wie bereits erwahnt, die zwolf- 
teilige schweifreimstrophe und zwar das schema III' ^ aabccbddbeeb 
{vgl. Am. a. Amil. ed. Kolbing p. XIV und meine ausgabe des Lib. 
Desc. p. LVU). Unvollstandig sind str. TV. IX. X. XXIV. Enjambement 
liegt vor bei strophe X/XI und XXVI,'XXVII/XXVni. \>m attessoTNadivsi 



I70 

charakter der schweifreimicOen tritt oft hervor, so z. b. in v. ii. 27. 
30, 42. 66. 96, 99. etc. Die reime sind correct. Nur zweimal reimt 
n : m: anone : come 340 f.; ment : come 385 f. Einmal begegnet gleicher 
rcira; em/c : eride 379 f. Ein zweites mal: me 72 ; me 78 Hesse er sich 
durch umstelltmg in v. 78 ; bothe me and the beseitigen. Reicher reim 
ist in dem gedichte nicht vorhanden. Die reimsilbe ist eine scbwere 
ableitungssilbe eines germanischen wortes in bkssynge 4; endynge 5; 
Jondyng 1S8; sory 56; redy 230; /cr/v 307; hlody 3691 worthy 375; 
wyldernesse 89; der zweite theil eines compositums in outlawe 30. 46; 
wode ukawe 11. a,i; Jryday ^<j\ barfotei\\ stofull 2^6; fyiAame 284. 
Auf die reimsilbe folgt noch eine unbetonte silbe (mit ausnahme von 
auslautendem f) in; othyr : brothyr 19 f.; 313 f.; latyr : walyr iii f.; 
never : lever 124 f.; 214 f.; fogeder : whedyr 355 f.; schemes : paves 
43 f.; serene 117: hevene 120 : slevene 123 : nevene 126; kevene ." neiiene 
280 f. Die zabl der zur verwendung kommenden verschiedenen reim- 
endungen betragt 65 , also fUr das kurze gedicht eine grosse mannig- 
faltigkeit im reime. Am haufigsten begegnen ; ay in 24 versen, e, ttt 
in je 20, y in 16, (m(e), ed(e) in je 14, ", onde, an in Je la, ynne 
in II. y/e in 10 veisen etc. 

Allitterationsformeln sind zahlreich vorhanden. Ichordne dieselben 
nacli dem bekannten schema (vgl. Ipomedon ed. Kblbing p. CXVIIIff.; 
Lib. Desc. ed. Kaluza p. XLVIU ff.l; I. B: layide Uarye 372. — H. Ba: 
By ialys and dowiiys 359. — Be: Thorough goddys %race 22a, — 
Bd I : Neythyr schamc ne schoWe 66. — Bd 2: So leble he was and 
iayat 149. — Bd 3: To robben and tei-en 29. — Be: Eyther more 
armynne 138. — Ca: \.yttyl \ykynge 11; \m}ety \ord 235; tiytde vode 
schawe 33. 47; TTie vewnde was dep and viyde 267, — Cb: How sone he 
if I in iotidyng 188; Tyll he fell ^ovelynge to groicade 278; y lyve to 
ionge 301; That semrd hym semely gent 198; St_>'// but ^/ thou Stonde 
63; wyth lunge Ulle 282; Come walkyng by the way 74; Alle thou hast 
in sfaste yvrotig/il 154; So viondyrly thir he virought 99. — Cc: Hym 
thought, his hody alle tohrent 192; Cod graont us 23. 382; And lete 
Xygge that \ykhattu 284; For nought that man do may 168. — Cd: have 
dtonhyn a 6iaivght 193; God grai/nt us grace 382; Thus he hath ledd 
hys \yfe 299; But alk hys \yf hadde \adde amys 296; My \y/e to \edt 
in \ysse 1 14; Marye, to the y meac my mane 385: thy (hys) synnys/or- 
BaAe 106. (322); Sotlie to say 352; T^e sothe /or to say 165; That 
alle thys yiorld v/an 147; he went hys way 339. — Dbc; Syre, he 
(sche) sayde 175, (205. 229); And savd: Syr 343. — Dc: The vycary 
sayde: Sothe to say 352. 



J 



Kleinere pnblikationen aus me. handschriften 



171 



Auf eine ztisammenstellung der verhaltnissmassig weniger zahlreichen 
typischen formeln verzichte ich und erwahne nur, dass der dichter es 
liebt, zwei synonyme oder gegens^tzliche atisdrticke durch and^ or, ne 
zu verbinden (xzwillingsformelnc, vgl. Rich. Meyer, »Die altgerm. 
poesie nach ihren formelhaften elementen beschriebenff, Berlin 1889^ 
§12, p. 240 fT.), so z. b.: uyth geteme or ivyth harpe 8; man and 
woman 44; men and wommen 53; man or woman 38; Of woman or 
of man 144; Neythyr schame ne schonde 66; on foot ne schank 248; 
wyth joye and game 283; Thys myrthe and thys solempnite 293; mayde 
and wyfe 298; wo and synne 297; payn and wo 304; day and night 
335; neythyr reyn ne wynde 360. — fast and sty lie 12; barfote and 
nought yschod 34; fayre and cler 201; Yong ne olde 214; feble and 
faynt 249; ^ley^ and queynt 258; dep and wyde 267; hard and sore 
270; Ful hastly and ful hlyue 318; blythe and glad 387; bothe on and 
othyr 313. — synge or carpe 7: rede and synge 374; to byte and 
gnawe 36; To robben and rev en 29; To robben men and slo 48; robbe 
and sle 313; take and slo 91. 



. 3* 



THE EREMYTE AND THE OUTELAWE. 

(A Balade.) 



I. 
Almyghty god, that man gan make 
And suffred ded for ou'e sake, 

So let OS never spyUe: 
Gramit ns alle hys blessynge, 
5 Shryft, housel and gode endynge, 
Lord, Jyf yt be thy wyllef 
A man, that wylle synge or carpe, 
Be hyt wyth geteme or wyth harpe, 
Be hyt never so schrylle, 
10 f^yi anothyr be ludder than he, 
Ljrttyl lykynge ys in hys gle, 
Bnt men be fast and stylle. 

II. 
Wyth yn a lytel whyle we have sen. 
What pestelence their hath ben 

A few yere here byfom. 
Unbrest wondrys ther have falle 
And many a stronge battayl wyth 
aUe 
And also derth of com. 



Ther ben few, that joyen othjrr, 
Unneth the systyr dothe the brothyr 

Of o modyr y-bome. 
Vnkyndnesse waxeth ryve; 
God graunt us so to thryve, 

That core sowles be nought lorn. 

lU. 



15 



f. 3»» 



20 



25 f. 



30 



Off tweye brethym y may you tell, 
By olde tyme how hyt befelle, 

Whylom, by olde sawe. 
That on was an errant theff, 
To robben and reven hym was lef 

And was a wylde ontlawe. 
That othyr was a gode ermyte, 
Off grey clolhyng was hys abyte 

And dwellyd by wylde wode 
schawe 
And Jede barfote and nought y- 

schod; 
The heyr he weryd for love of god, 35 

His flesche to byte and g^awe. 

6 gyf. 10 Gyf. 13 seyn. 16 fawn (I). 17 wyth awe (I). 22 waxed. 26 be- 
fylle. 34 gede. 




He wolde 
Wyth man o 
To bryngen byta in lo synne, 
40 Ae othyr ermytrs don now > <]>y; 
They rekken never, what they sny, 
Ne how that ihey bygynne. 
4" World andwelbyrensampylschewes, 
Mow man and womsn kepen wyth 
f,ewei. 
4S Of lynne that wylle not blynnc. 

V. 
Now mo ye here of ihys oullawe, 
That hftwntyd the wyld wode achawe, 

To robben men aod slo. 

As he slode on a gode fryday, 

JO Heieymoche folke comeby theway, 

Barfote they gonne to go. 

In hys her) he loke gode hede. 

How men and wommcn barfote jede 

And why they wentyn io, 

55 He sey a woman, thai come hym by, 

Went barfote and was sory 

For synnes, that sche hadde do. 

VI. 
As schc come walkyng by the strele, 
Wyth that wylde oullawe sche gan 

60 Hyfl bowc bare benl in bonde. 

>i 'Abyde 1' he sayde,'ihon schalt dwelle; 

Here anon y icball the quelle, 

Styll but Syf thou sionde. 

'Syr', sche sayde, 'at thy wylle, 

65 Fof goddys love do me none ylle, 

Neythyr schame ne schoode.' 

A Eynfiil woman have y Im 

Passyng XXX wyntyr and thre, 

Moat eomyn of all thya londe'. 

VII. 
70 'Tell mel', he aayde, 'y Ihe hole, 
Wherfore that thou goal barfote, 
OD_haste tell thou me, 




And also otbyr men thys day, 
Come walkyng by the way, 

For what Ihyng yt myghl be'. 75 
'Syr', sche sayde, 'y schall the tell: 
Thys day the Jewes Jeso gan quelle, 

To aaven bothe the and me. 
He, Ihal foraakyth hys foly t 

And Jesu Chrysle mercy wyl crye, Eo 

Tyl h evens biysse schal he'. 

VIll, 
'Woman, for thy wordys hende 
To chyrche wyth the wyl y wende, 

To wetyn, what men don there; 
For by hym, tbatthya world wrooght, 85 
Goddys servise ne hnrde y nought 

Of alle thys Iweutye yere. 
Never hadde y wyll to huyre messe. 
But thus lyved forth yn wyldertiesse; 

No godenesae wolde y lere. 90 

Thowe men wolde me take and do, 
To chyrche wyth the wyl y go, 

Goddys scrvise to here'. 

IX. 
And as the outelawe in the chyrche 

He loked aboute, as he were wode. gj 

And grete fcrly hym thought. 
To the autere he gan wende - 

And lenyd on hys bowys ende* 
So wondyrly Iher he wrought . . . 



Tyl that god hym sent grace, 1 

That fayre convertyd he was 
Wyth Ihundyr blast, wynde and 
reyne 

XI. 

And aythen he was apostyl gode; 
For goddys love he schedde hys 
blode: 
Hys sowle ys nowe yn biysse. 11 
And 5yfthou wyll thy synnys forsake 



44 dewes. 51 ihaythey(I). 53 gede. 55 byhymbylt]. 57 ydo. 60 ybcnt. 
61—78 iMei nach 79—96. 61 Hore. 63 Hff. S4 thaie. 86 aervise] vUe [auf 
reiur). 88 muse. 89 wyl demy sse. 93 servise] viae {flu/ *■"<"")■ huyre. 106 gyf. 



Kleinere publikadonen ans me. handschriften 



173 



And do pemumce, that y the take, 
So miy thon thryve, ywys'. 

'A, syr Tycaiy, tel thoa me, 
no Whit pemumce yt schall be. 
Bnt sette me nought amysse; 

Bnt ijf thon do, y do yt nought; 

For evyr yt hadde be in my thought, 
My lyfc to lede yn lysse'. 

xn. 

^115 % SOU) thon most barfote go 
And wolward therto also 

Alle these yerys sevenel' 
^, ttyde thys ontlawe, ^nayl 
Biifote ne wolward gon y may, 
ThoQgh y schall never come in 
**> hevene'. 

*Sone*, he sayde, *never the latyr, 
MaTstoQ faste brede and watyr? 

Lustyn vnto my stevenel' 
*Nay, ywysse, that myght y never; 
"S To inffnr deth me were lever, 
Thenne more there of nevene\ 

xin. 

'Huuine a pater nostyr loke thon say 
And a ave every day 

In remission of thy synnel' 
•'3® *Ptter nostyr ne can y none 
Ne ave Marye, by sent Jon, 

I not never, where to bygynne'. 
"Mtyston snffren no grefance? 
Doon thon most som pennance, 
*35 Heven jyf thon wylt wynne. 
^yle thon art yong of age, 
1^ thon most som pylgrymage, 

Eythjrr more or mynne\ 

XIV. 
'On pylgrymage may y nought gon 
^fi And alle so spendyng have y none ; 
To beggyn y ne can; 
I hadde lever smyte of my heed, 
Thanne y schnlde beggyn my bred 



Of woman or of man\ 
The vyker tomed to the cros hys hede 145 
And sayde : 'Lord, what ys thy red, 

That alle thys world wan? 
Suffre not thys man to spyllel' f. 7** 

He bad to good wyth so good wylle. 

The terys out of hys eyje ran. 150 

XV. 

*Syr vykery', he sayde, 'have good day I 
There nys nothyng, that me helpe 
may, 

I se yt ryght wel bjrfom. 
Alle thon hast in waste ywronght, 
For to don pennance may y nought, 15$ 

Thow y schnlde be forlorn'. 
*Sone', he sayde, 'lysten Jyt to me! 
Thorowe grace of god savyd may- 
stou be, 

That of Marye was bom. 
Tell me,' he sayde, Svythonten host : 160 
What thyng hatyston to don most? 

Tell me, wythouten shome!' 

XVI. 
*Syr,' he sayde, 'so have y guerfe 
To drynke watyr doih me mcsi 
smerUj 

The sothe for to say ; 165 f. 8* 

Never sythe y couthe sowke, 
Watyr wolde never my body browke 

For nought, that man do may. 
*Sone', sayde the vyker, 'what byfalle. 
In remyssion of thy synnys alle 170 

Drynk no watyr to day 
And y assoyle the of thy synnys fre ; 
Loke, thys forward y-holde be. 

No more penance y the pray.' 

XVII. 
'Syre'j he sayde, 'yt schall be holde, 175 
The penance, that thou hast me tolde, 

And ellys y were to blame; 
Jyf yt be, as y thynke. 



112 gyf. 122 Maysten. 126 revene. 128 aves evry. 133 Mayston. 135 gyf. 
M* Bn.] to sm. — heved. 150 ought; am rand€ out. 157 ryght; am randt zyt. 
|l$oBayiton. 161 hatyston. 162 sheme. 163 querte] t)eme. 164 d. me m. sm.] was 
^ iifUmiricken, am rande n) me never lef. 167 my] in my. 171 Dryng. 172 assayle. 
«74 Ne. 178 Gyf. 



174 ""■ "■■ 

To day wyl y no watyr drynke. 
i8o To suffre deth or schame. 
'Fare wel.' sayde the Tykerye, 
'Thenke on god and crye hyni 

And go on Cbryslys name!' 
S" 'Fare well, syr vyoiiy,' the outla«e 

183 (Wyih thy£ penance be belde hym 
payde) 

'Godwote,whttiiweDieteiiiniame.' 

XVUI. 

Nowe mowe ye here a ferly ihyng. 

How aone be fyl in fundyng. 

From cbyrcbe when he was went. 

190 Unnelh he badde walkyd a myle. 

Swych 1 thyrst hym lok that wbyle, 

Hym thought hya body lo-hrent. 

He hndde lever have dronkyn a 

Thonnc nlle the good, that ever he 

195 So sore com hyi talent. 

And OS he walkyd in the atretc, 
Wyth a wenche gan he mete, 
That semed hym seraely gent. 

XIX. 

On her hed ache bar a canne ; 
2QO The WHtyr over the brerde ran, 

That semed hym fayre and cler. 
o» 'Wenche.' he sayde. 'me thyrsteth 

If that watyr thou berest thare, 
Set thonne thy pot ryght here I' 
305 'Syr,' sche sayde, 'nt Ihy wyl 

Here may thon drynke thy fyllet' 

Sche made hym noble cheere. 

He tofc the pot and woldc drynke; 

Sotieonhys schryfthe gan tuthj'nke; 

3IO Tbo wai he al in were. 



XX. 



1 



'A, lord', he sayde, "how may tb 
That thyK lykyng faileth thus 01 

rrhe watyr he gan behold 
■Vong ne olde y lovyd yt ni 
And now me were a drawght 

Tbannc all Ihys world of { 
Andthonghynevet forth schnld 
There of wyl y drynk none, 

Deyghen ihow y scholde'. 
Wenche and pot he let there s 
{Hyt was the devyll, that byi 
fonde) 

Thorough goddys grace dry 



lolde. 



XXI. 



Forth he walkyth by the stri 
An othyr wenche he gan mt 

A pot sche bar in bonde, 
A fayre dyssehe therwyth ab 
'Wenche', heBayde.'wbydytsc 
gar 

Sche gan abyde and itond 
'Syr.' sche sayde, 'seystou for 
Jyf thoo wyll drynke, yt ys alli 

None fayrer watyr in land 
Sche fyllyd a dyssehe and tr 

toke; 
He thonghl on the vyoar 1 

The devyll thus hym gan 
XXII. 

'A, lovely lord, how ys thys 
Swyche a thurst on me ys, 

Me tbynketh my hert wyl 
Thowe y never fnrthur schul 
Water wyl y drj'nke none. 

My lyf thow y schald tyni 
In that W7I he gan forlhe p 
A furlonge wey and lasse ; 



179 nol ne mil verweisuHgsiiickin vor wyl, 187 Vowe. 190 Dun 
aHmerkung : unnetb. walkyth. igi wyle. 192 tobr.] alle tobr. 193 leve. 
302 thyrsted, A unlirslrichtn. y. 9 ist in der lopie als xo giidhll u.t.-ui. 
204 schryfl, y uier dir teilt nachgelragen. 204 in] most UHtirstrirhcn, « 
319 Deyghten, 227 wythyrschalton. 319 seyston. 130 Gyf. 337 kine. 
343 twis^htn and und Insse tin gresstrtr laihchinraHm. 



Kiel 



c publikadoneii n 



. hsndschriften 



Hirde bfm thooght hys pync. Of Mary thoa were borel' 

Bf tbe wey he fond ■ welle; Thus he prayd in that stowode, 

345 A weache lh« in a pot gan fylle. Tyll he fell grouelyn^e lo grownde, 
Tber wMyr was cler as wyne. That leven he royght no more. 



xxin. 

Ai kt stode by the wcUys hanke, 
Ht He myghl slande on foot ne 

io fchle he was and faynt. 
^ Vueth he myght a warde speke ; 
HrstboDghthyshertwoIdetobreke, 

So thniit hym hadde atteynt. 
He beheld the watyr, how yt ran 
And hov the wench fyllyd her canne ; 
'is For drynke he made hys playnl. 
Tlie wfnche (yllyd a dyssch slofuU 
Aid b»de the ontlawe drynke a poll ; 
Hut lehrewe wai sley J and qneynt. 

XXIV. 

A> be node at the wellys brynke, 
Ifc On hji knyfe he gan lo thynke, 
Thai hanged by hys syde. 
He onbotloned a sieve of hys arrae 
And smote a veyne, that was fill 



>vylb 



And made byt blede that lyde. 
^ Tier be draok bys owne blode; 
H^ thought, byt dyd hym tnocbe 
godc; 

The vrownde was dep and wyde. 



XXV. 
Tie ontlawe bledde forthi 

ll- Ht nyst, bow to stop yt agayne 

Wo He bledde hard and sore, 

1 Tyl he saw. that be schulde dye 

I He ^U on hys knees and lowd 

I gan cryc: 

li 'J**"' inefcye, thyn ore! 

Ne 5aSre nought my sonle to spylli 
Laid, jyf byt be thy ivylle, 



Then 



XXVI. 

■ onl of the blysse 



Mo angels, ihanne y can nevene 

Or wyth tunge telle 
And toke Ibe sonle wyth joye and 

And let lygge that iykhame 

Uppon the lianke of the welle. 285 
I'orthe they wentyn everychone 
Uy tbe crmylogc sone anone. 

Ther hys hrotbyr gnn dweile; 
And whan he herde tbe angels songe 
And hys brothyi hem amonge, zgo 

On knees to grownde he felle 

XXVII, 

And saydr 'Lord, what may thys be, (- 

Tbys myrtbe and thys xolempnite, 

My brothyr ys now ynne, 
That never wroaght wel, ywys, 195 
Gnt alle hys tyf hadde ladde amys 

And ay do wo and synne? 
For to defoylen mayde and wyfe, 
Thus he hath ledd bya lyfe; 

Ne wulde be never blynne. 31x1 

Now methynketh, y lyve lo longe 
Olbyr ellys god deytb me wrongc, 

That he Ibns heven may Wynne 

XXVI II. 

And y, that suffre payn and wo, 
Evyl lyf^e and barfofe go 305 

And faste unto watyr and brede: 
Here of me thynkylb grete ferly, 
Tbnt be may com lo heven or y, 



r ho I 



a quee 



I wyl be a owtlawc and non ermyte 
And caste awey my grey abyte 



146 der] as cler. 25s Ihrost, r ualmtrickcn. 254 her, r iilitr drr telle 
'ip&agtn. 858 ysleyejand {ireynt. ayi deye. a75 gyf. 276 borne, a78Erene- 
fWi IN der anm.erkiiirl 'immediately'. 279 ne. 280 Then, n UHtentrichtity am 
f)41e. 311 myne anlerslrichen, am randc my grey. 



176 



M. Kalnza 



> » 



And ullc myne ortiyr wede 
And rr>bh€ and %\e bothe on and 

Mhyr 
And cfvm to heven, as doth my 
Krothyr; 
3»S Thy* y* my b«stc reed: 

XXIX. 

Thn* to (^od he gran to chyde; 
An anftel com to hym that tyde 

Fnl ha««t1y and fiil Wyn« 
And «ayde 'Jiyf ermyte, y the tey, 
^|K» Thy hrothyf hath unffered more to 
dav. 
Than thi^n deflynt yn alle thy lyve. 
Ihy^ day he |;an hy* yynnea fofsake 
And •wyrhe a yyker hym p«nance 
Itan take; 
(tene he ^fan hym schryye. 
%^% tV htil»|(i hyt <chryft hjrm self gran 

>M«l »h(i| n^i tvili at twyche a welle 
\mJ )h )ir« h(Mide the knjrf. 

\\\ 

*• \ t*ke. eMMvte. ttt«Mi tete hym nonjfht, 
l»« \*tv«ieM umve that he he hrotight; 
Hi* \ »imi»yt h(» v« to day. 

|l(d(l|* H»vlt(. thy lyfe. a« thow be|san, 
\iiit !.«• Ihitht* ty|{ht a K<>de man 

\tia »««ke. what y the My. 
\%%.\ Um^ ti(t woiidyr of yoddyft 

tiivighl , 

tit ^lv*i tttt»»VY v4 ihU day and nyyht 
\u ^W^ ih«« that wytte to hym 

I KtH th.. 4t«|}vt> M»e (*»M(vte ijan telle; 
m .1 „ .i.tt* Us* tilt iennvt dwelle; 
li M«4tt'> hu «n-Ml hv4 way 

\\\1 

|l, IK .iiu^t,. %«v>iii luiih^ i^tMttie. 

i K . i'« »t iK » \ i\'»*»i w«^«. 



A wordc or to in pryvyte 

Of a wonder cas. 34.5 

I hadde abroth3nr. an owtlawe boide. 
Thya day an angel sodie yt me tolde 

Thomgh mygrfat of ^odys grace. 
Al hys lyfe he gan me telle 
And thcr he lyth at swyche a weile 350 

Ded in that ylke plas/ 

xxxn. 

The vycary sayde: 'Sothe to say, 
Wyth me was swyche a man to day: 

I knowe hym wel in mynde. 
("Jo we and scke hym togeder!' 355 
They wentyn, but they nyst whedyr. 

Jyf they mygfat hym fynde, 
(>n her way they gonne hem spede; 
By dalys and downys fordie they 
jedc, 

They spared neythyr reyn ne 
wynde, 360 

Tylle thay come, ther he lay ded 
At a banke be syde a stede, 

Fayre nnder a lynde. 

xxxni. 

A knyfe they fownde yn hys honde; f. 
Therforc the ry cary gan miderstonde, ^6 5 

Wherefore yt was and why. 
As he lay at that wellys banke. 
That he hys owne blode dranke; 

flys month was alle blodv. 
Thys the vycary the crmyte gan telle . 370 
•'I'u holdc hys schryft hymself gan 
quelle/ 

Thonkid god and mylde Marye. 
To holy chnrche they hym gan brynge 
And for hym dude rede and synge. 

As he was welle worthy. 375 

XXXIV. 

Thus the owtlawe heren wan; 
The ermyte was forthe a gode man. 

As the angel thanne bade. 
And aflyr. whanne he made an ende, 



*■ 



% 

\ 



, , nt.l** y4\ ly^e. W if* V i^iUndert. 326 lycth, e aju- 
\\\ \M.i ^ M,. 11^ \hM, s Hh* i4tf^ %til< nackgetragcn. 355 Go we] 



« > 



\^ 



s 



\ 



U'* yvJv tv4 VVwetwe. 



Kleinere pablikationen aos me. handschriften lyy 

jSoTolieTeii blysse wythonten ende And oure penance don so sad I 

Wy& tngels hys sowl was lad. Marye, to the y mene my mone, 385 

tisftGod gnumt ns grace in oure lyfe, In heven blysse that we may come 

Of onr synnes wel to schryfe And make us alle blytbe and glad. 

Explicit the Eremyte and the Outelawe. 
382 graont. u iiSir der teile nachgetragett. 

Anmerkungen. 

T. 4 A^/ . . . y. 6 thy. Denselben ttbergang von der dritten in die zweite 
penon finden wir in den eingangsversen des Torrent of Port. v. i ff.: God, that 
}t wffrtfy and bold^ , . . Yeve vst grace hevyn to wyne^ And brynge vs owt off dedly 
tjime And in thy seruyse to ende, 

T. 7—12. Eine aoffordenmg an die znhorer, sich ruhig zu verhalten. Be- 
■erkenswerth ist die construction. Der relativsatz mit anakoluthischem subjekt, 
T. 7, steht fUr einen bedingungssatz ; vgl. Zupitza zu Guy B v. 669 f. und M&tzner, 
Gnmm. II', p. 28 f. 

T. 13. Die weglassung von a wilrde den rhythmus bessem. 

V. 16. unbrest wondrys, wohl 'schreckliche wunder. Str. 3, p. 605* gibt fUr un- 

\ wrest zwar nur die bedeutung 'infirm, invalid', aber Halliwell p. 904b ^wicked, base, 

I wetk* ond Weber, Gloss. Mle, base'. Der bedeutung von unwrest an unserer stelle 

iteht tm nUchsten Seuyn Sages ed. Weber v, 1916 f. : Mi louerd me hath negh slawen, 

his for mine thre unwrast dede und Rich. v. 871 ff.: And fe teres hem for the best 

' Ftr the dedes, that are unwrest, That he has my sone yslawe etc. — Fillingham'a 

knng: fetwn ergibt keinen sinn; in der hs. stand s\c\iex fallen und ebenso im 

•ichsten verse aiie, nicht atoe^ wie F. gelesen hat. Gestrichenes // und w in hss. 

te 15. jahrhonderts konnen von einem ungeubten leser wohl verwechselt werden. 

v. 22. Das praet waxed^ das allerdings bei Wycliffe belegt ist, wiirde hier 
icUecht passen, da der dichter die gegenwart im auge hat. Es liegt also wohl 
fie ichreibung </ fUr M vor, wie in thyrsted v. 202 etc. 

v. 28. an errant theff^ ^ein wandernder, umherstreifender rauber'. Vgl. Ch. 
C. T. V. 17156: An outlawe or a the/ erraunt. 

y. 30. 33. Es liegt auslassung des pronominalen subjekts vor, Uber die Zu- 
pitn zu Guy B v. 10 handelt; doch konnen wir v. 29 und 32 auch als eingescho- 
bene litze auffassen, so dass das subjekt von v. 28 resp. 31 in v. 30 resp. 33 noch 
fortwiikt, wie dies mit dem prildikat in v. 71/73 der fall ist. 

y. 34. barfote and nought yschod, Vgl. Athelston v. 376 f. : A fresch hors 
t^ f fynde Schod and no-fyng bare. Es soil daher wohl auch dort bare nur den 
Seg;ensatz zu Schod ausdriicken, also: 'beschlagen, nicht etwa ohne hufeisen'. 

y. 35. the heyr^ 'hilrenes gewand', *a garment made of goat's hair* HalL s. 
▼. Hayre p. 439b. 

V. 39. To bryngen hym into synne. Der infinitiv scheint sich an die voraus- 
S^lieiiden substantiva man or woman anzuschliessen (vgl. Matzner, Gramm. Ill, 
P*4Sf.): 'er wollte keine stadt betreten, um mit mann oder weib zu sprechen, die 
^ m siinde bringen konnten'. 

▼. 42. 'und wie sie es anstellen', 'wie sie sich benehmen' ? 

'•Kdlbiag, EngUsche ttudien. XIV. 2. w 



1^8 M. KahiM 



il 



V, 43 fr. Der sinn dieser verse ist inir nichi ganz klar. Ich vcrmotbe, di 
dtviis V. 44 fur pnots (ae. prtno] stchl, sodass etwa zu libersetten wSre: Die I'd 
^d das wetter zeigen nns ein beisptel, wie diejenigen mSnner and weiber ta ml 
ihren sitten (mit ihrcm benehmcD) hBlten, die von der siiodc nichI abltusen woUd't 
Es bkibt aach fraglich, wo die lilcke (von drei venen] anzusetzen iit, ob 
T. 43 Oder Dscb v, 45 oder viellcicht nacb v. 44. 

V. 46 mo ^ mtrwc pr. a. p]. 

v. 51. gaunt lEt bier e[nfa[;ti umschreibend 'they were going bare-finf. 
Unser dichter gebraaclit diese mnscbreibnug mil gnu, gonne sebr oft, fut xa olt 
so 1. b. w. 322. 323. 334. 3ZS- Z1°- 37'' 373 «■ s- w. 

T. 57. Statt ydo ist des rhytbmus weg:en 1/0 in leseti, ebeiuo v. 60 lint U 

V. 60. Beachtenswcrth ist dns fehlen des »tibj«IclM he hier itnd in vr. 315. yit- 

V. 62. In F.'s copie steht Hon. Dies konnlen wir allerdings aU [nioht p- 
rade schmeicbelliafle) anrede des weibea von seiten des oot!»w anffassen; 1 
aber wohl verlesen fUr Ntrt farionj 'bier' (auf der slellej, 

V. 6S. L'eber die pracp. pttiyng 'UbertrefTend, mebr bIi, Uber'. vg). F: 
Koch II', p, 4a6. 

v. 69. lomyn = adj. 'common', 

v. 72 ist eiDg«schobener aatz, v. 73 itchliesst sicb direkt an v, 71 an. 

V. 74. Relativsali mit weggelassenem pron., wie v. 294. 

V. 78. Ueber den grund der umslellnng s. oben s. 166. 

V. 87. 'Die zeitdftuer scheint 0/ zu hezeichnen, wenn a/ hiniutritt^ Of li 
Ikal day sche la-a, him Hat wi//i lyt Cb. U. 105'. Einenkel, Streifzi^e p. 164. So 
anch hier: 'vriihrend der letzten zwanzig jahre'. Vgl. Kolbing zn Ipom. A t. lojB 
nnd Znpitza zn Ath. v. 126. 

V, 96 fast c= V. 307, 

v. loof. lieasen sich ebenso wohl aof den oatlaw beziehen, wie aaf d 
apoitel Paalns, von dem im folgenden die rede IM. Letitete nuffassong acUea 
mir den vonug zu verdienen; ich habe d*her die iQcke nach v. 99 angueut. Ei 
fehlen mindeEtens 6 -|.- 9 ^ 15 verse, wshrscheinlSch aber nooh eine oder stak 
Itropben daza. 

v. 111. 'maehe mir Itelne ungelegenheitcn'? 

v. 112. But gyf IhoH do, y do yt ttougAt, 'ivenn du dies nicht tboM, d. h, 
wenn dn meinen wunsch in betreff einer leichten basse nicht erfiillgt, so ven 
ich *ie Id. h. die basse) nicbt'. Ueber iff j}'/, 'wenn nicht', vgl. Miitzner, Gi 
III, p. 487. 489- 

V. 116. welioard wird von Hall. p. 9381> folgendermaassen erkl£rt: T» g» 
■amol-uiard or nithaot any linen next the body was frequently enjoined as ■ penance'. 
Vgl. atich Skeat's note za P. I'l. C XXI, i (IV, p. 395). FilUngham giebt in einer 
anmerknng dir bedeutnng 'clothed in wooi'. 

V. 119. Die n^ation darf sowohl iro ersten gliede, wie beim verbnni I 
fehlen; vgl, Zupitza, Zeitschr. f. d. altertnm XIX, p. 126 und in Ath. v, 170; , 
MAtiner, Gramm. Ill, p. 369. I 

V. lao. never the lalyr •=• nevertheless; vgl. Halliwell p. 575«. | 

V. 122. Ob fasle bride and joalyr ohne prttp. gebrancbt werden kann. weiii 
pSteren stelle, v. 306, steht : And faslt unto votyr and brtdi. 
X wohl «icher verlesen fUr neveni 'erwShnen', 




Kleinere pablikationen aus me. handschriften i<7o 

V. 132. Wenn wir never weglassen, wird der vers glatter. 
V. 138. mynne *geringer* s. Str. 3 p. 396*>. 

V. 140. spendyng 'zehrgeld, reisegeld'; vgL z. b. Schir Will. Wallace IT, 
V. 143 : for spendyng had he nayne und Halliwell, p. 782*. 

V. 141. To beggyn y ne can; v. 155: For to don pennance may y nought, 
Man vergleiche femer: Yw. a* Gaw. v. 3317: To folow hir no7v most I nede\ 
Ipom. A V. 1222: The sothe to tell him wold he nought; Degree P v. 781 : To 
sloe thy steed nought 1 will; v. 740: And him to loue I can neuermore; Chaucer 
? [Einenkel, Streifz. p. 233]: But as his sister hym to plese She wolde fayne; 
Cliaucer V, 45 pb.]: And certes, yow to haten schal 1 nevere; Guy B v. 10718: 
But fere to serue god sche wolde; Town. Myst. p. 38 [MUtzner, Gramm. Ill, p. 4]: 
To do youre biding ay we wille; ib. p. 266; To say the best for sothe I shalle; 
ib. p. 329: My ded to se then myght he not, Allen angefuhrten stellen ist es 
gemeinsam, dass der infinidv, in der regel mit seinem objekt, dem regierenden 
hil£ueitwort vorangeht und dass ein besonderer nachdruck auf demselben liegt, 
so dass das abhilngigkeitsverhaltniss von dem httlfszeitwort dadurch gelockert wird 
und der infinitiv gleichsam absolut fUr sich da steht: 'Betteln?, nein, das kann 
ich nicht' — 'Busse zu thun, das vermag ich nichf etc. Wir diirfen demnach die 
regel anfstellen : In einem hauptsatze darf der von einem hiilfszeitwort (TctV/, shali^ 
may f must , cdn) abh&ngige infinitiv im Me. die praep. to bei sich haben, wenn 
er mit starkem nachdruck dem hiilfszeitwort vorangeht' 

Ausserdem darf, wie schon Zupitza zu Guy B v. 1925 hervorgehoben hat, von 
zwei durch and verbnndenen, von einem hiilfszeitwort abhangigen infinitiven der 
zweite die praep. to zu sich nehmen; vgl. die von Zupitza erw&hnten stellen, 
Guy B V. 2545. 2612. 6294. 7076. 9385. 9938. 9963 und Degree? v. 753 fT.: And 
all my goods I will thee giue And alsoe my body^ while I doe liue^ And /for to 
bee at your owne will. In der regel ist, wie z. b. in der zuletzt angefUhrten stelle, 
der zweite infinitiv von dem regierenden hiilfsverbum so weit entfemt, dass die 
abhilngigkeit von demselben auch hier nicht mehr recht fuhlbar ist und der prU- 
positionale infinitiv gleichsam absolut steht. Aehnlich haben wir uns die zuliissig- 
keit des prapositionalen infinitivs nach hiilfszeitwortem in den drei noch iibrig 
bleibenden stellen aus Guy B, v. 1926. 6272. 10205 ^^ erkliiren. 

Alle diese ausnahmen bekr&ftigen aber um so mehr die hauptregel, dass der 
gebrauch der praep. to vor dem infinitiv absolut unstatthaft ist, wenn derselbe 
unmittelbar oder nur durch einen kilrzeren satztheil (objekt, adverbiale bestimmung} 
getrennt, dem hiilfszeitwort nachfolgt. Mir ist nur eine stelle bekannt, welche 
scheinbar mit dem eben gesagten in widerspruch steht, Richard the Redeles v. 77 
(vgl. Mfitzner, Gnunm. Ill, p. 4]: My souereyne, pat suget I shulde to be, aber 
auch nur scheinbar, denn bei nilherem zusehen findet man, dass hier die praep. 
to nicht zu dem infinitiv gehort, sondem dativzeichen ist, that . , , to ss to whom; 
der satz miisste ohne httlfszeitwort lauten : My souereyne, fat suget I am to, 

V. 142. to stort den rhythmus und ist entbehrlich; vgl. v. 193. 

v. 147. Dieser vers ist wie Ath. v. 420 (s. anm. z. d. st.) ein sicheres be)- 
spiel fur die verwendung der 3. person im pradikat eines relativsatzes, dessen 
relativum subjekt ist und auf einen vocativ zurttckgeht (Mfitzner, Granmi. U, p. i$6). 

V. 150. Der vers ist zu lang; vielleicht bt out entbehrlich. 

v. 151. Ueber have good day als abschiedsformel vgl. Zupitza zu Athelston 
V. 497 (Engl. stud. Xm, 8. 395). 



V. iSS- 'Ich lehe es sehr wobi vor mir' odet ist stitt / sr dii« prSt, zu fetzen 
'ich sih (wnsste) es scfaon vorlier'? 

V. 154. in wattl, 'vergebens'. 

'■ 'Si' Vgl. die anm. lU v. 141. 

V. l6i. Statt ih<me ist des reimes wegen shortis oder Ji-orTi^ (afi. ischam, 
tschem) zu lesen; 'ohne spaas'. 

V. 163. '/o Ao:i< J' ptnii' stehi in der copie und flir pcnit gfbl F. all be- 
dentong 'pardon' an. Trolidem aber bleiht pimt wobl ein 'gbost-word', its nir- 
gends belegt ist und niemals existirt bat. Fillingbam nder ein frllhcrer abschreiber 
wir der irrthiimlicben meinung. v. 163 miisse rait v. 162 reimen, hat aber liber- 
sehen, dass mit v. 163 eine neae strophe beginnt. Wenn wir nan erwHgen, dass 
F. in V. sjS fr/ynl licst, wo in der ha. ofTeabaT gueyiil gestanden ba.t, 30 wird anch 
hier p Air gn vcrlesen sein. Ich vennnthe daher, da.'ss in der hs. stand: jn have 
y qutrtc. 'so wahr ich frieden (die seliglteit) haben will'. Das reimwort da^u 
mnss dann im nKchsten verse smirti gebildet haben; v. 164 lantete also nrspriing- 
lich wohl : Ts dryiiki walyr def mt mest smerlt und so habe ich in den text gesetzt. 

V. 167. H'alyr ■aiMe nritr in tny 6ody irtrokc Ta'iiiteayni Vihene\i.eit: "Wasser 
wollte niemals in meinen korper hineinkommen'; aber brmvke hat sonsl nor die 
bedeutung 'verdanen, vertrageo'; wir roiissen also «« streichen; "Wasser konnte raein 
korper nie vettragcn', was ja aucb beut nocb nianche leute von sich behaupten. 

V. 16S. Zahlreiche tihnliche ansdriicke fiihrt Kolbing in Ipom. A v. 934, Zu- 
pitw zn Ath. v. 773 an. 

V. 174. assaylt ist natiirfich = assayle. 'ich nbsolvire dieh'. 

V. 175. VoraosQahme dcs aubjekts [The pinanci) durcb yl\ vgl. darliber 
Maizner, Gramni. II, p. iS. 

V. 180. 'SoUtc ich auch den lod oder scbitnde damm eileiden', 

V. 185 ist wie V. 213 eine rwischenbemerkung des dicbters. welche die di- 
rakle rede nnterbricht. Vgl. Ath, v. 437 nnd Znpitia's anm. <n Ath. v, 97. 

V. 192. Wenn alU weggelassen wird. ist der vers bcsser. 

V. igS' lalent hier 'begierde tlach waiser', 'durst', 

V. 300. Statt hrere mnss es heissen irtrdr, 'rand der kanne', Sir. a p. gi*" 
Matzner p. 3415; vgl. Orni, v. 1404O; ///i-Anh upf lill pe hrtrd wifp v'alerr ptg^ 

fllltiS. 

V. loj. Es isl wohl lu lesen: // thai be watyr, Ihmi bertit than, 'wenn du 
wasser ist, was da hier triigsf. 

v. aoy. 'Ke ^eigte ihm ein freundiiches gesicht'. 

V. 210. Tla gerieth tr in iweifel, in ven*-irmng'? 

V. 216. bU Ihys 7Borld of goldi ist ein etwas sonderbarer ausdniek fiir oU 
the £Bld 0/ thys worldi, oder soil es heisaen 'die game welt, wenn sie von gold 
wiire'? 

V. Jig. Deyghtn Ihovi y sehalde. Der von sckolde abhingige infinitiv ist vor 
die conjanctton geitellt (MStsner, Grunm. lU, p. 599; ahnltch wie TrUtr. v. ajSj : 
O/lakt him ^if pan miji; Ipom. A v, 71 : Hyi tyiliir gyge hym yf he wBldt; The 
Milner of Abington (E. st. IX) v, loSr Finde him if wi male; Am. a. Ami! v, 489: 
J/elfi hir ^'f hye may; ib. v. 382 Gftt me friades -.fhart y may (denn GtU itt hier 
inf., nichl conj, praes. ; vgl. meine anm. zn Lib. Desc. v. 221). Selbst dem Deut- 
ECheo iat eine derartige voranstellung des Inf. vor die conjunction nichl fremd, 
wenn ieh sie auch nur bus den 'riiegenden blsttem- nr. 2323 (2. Febr. 189OJ p, 47 



Kleinerc puhlikaiioneii :nt- ii^o. !iaii(Uv 1 r'ftcn I ^S i 

belegen kann, wo es heisst: 'fnd fallen wenn halt oana thut, Zu'n aufsteh bringt's 
der nimma'. — Haafiger als der infinitiv werden andere satztheile aus einem neben- 
sitie heransgehoben , so in anserem gedlchte v. 26. 63. 189. 386 eine adverbiale 
bestiinmimg, v. 135. 240 das objekt, v. 45. 329 die praposidonale erganzung. Vgl. 
Zjqntza's anm. za Ath. v. 78. 

T. 226. Fur dyssche gibt Str.3 p. 156^ nur 'discus, scutella' als bedeuttmg 
in; Halliwell p. 305b ^A cupfiil, as of tea etc.'; hier heisst es jedenfalls 'becher\ 

▼. 229. seystou for why, *sagst du es, wesshalb' = 'wesshalb sagst du es?', 
one sonderbare stellung. 

V. 237. kine steht in der hs. ; es ist = ae. dnan , also me. chinef 'bersten, 
brechen', vgl. Str. 3 p. n6»: Pat makep heorte chynen Misc. 73; def her hert chon 
Afth. a. Merl. 7754. Vgl. auch unten v. 251 : Hym thought hys hert wolde tobreke, 

Y. 241. Jn that wyl 'mit diesem vorsatze'. 

Y. 246. Das erste a^ kann aus rhythmischen griinden wegbleiben. 

V. 256. stofuil habe ich nirgends belegt gefunden. Es muss entweder be- 
dcnten Sroll bis an den rand' oder wahrscheinlicher: 'ein bestimmtes maass vol!', 
ffier in Konigsberg ist ^stdf\ dimin. ^stbfche^ (= dan. stob)\ji der that eine maass- 
bczdchmmg ss \^j^ liter; im Me. wurde dem vielleicht stoop 'a drinking cup, 
t pitcher* (Halliwell p. 81 2» s. v. stoops) entsprechen. Sollten wir also stopful 
ben? 

Y. 257. drynke a pull, 'einen schluck trinken', Str.3, p. 446^. 

V. 258. Der rhythmus erfordert sley;^ fUr ysleye;^ und freynt ist von F. ver- 
lesen fUr queynt. Vgl. anm. zu v. 163. 

Y. 259. brynke, *rand* (des brunnens). 

Y. 268. wyth mayntt 'mSchtig'. 

Y. 276. Ich mochte lesen: Of Mary that were borne, wie v. 159. 

Y. 278. grenelyche ist von F. in der anmerkung erklart als 'immediately' ; wir 
Bttssen aber wohl groneliche oder besser gronelmge lesen und dies bedeutet 'mit 
^ern gesicht nach unten'; vgl. Str.3 p. 281b; Hall. p. 419^ 

V. 294. Relativsatz mit weggelassenem pronomen, wie v. 74. 

Y. 298. Der inf. to defoylen erklart sich durch das folgende TTius; vgl. 
Mitmer, Gramm. Ill, p. 47 f. 

V. 304/307. And y . . . //ere of me thynkyth etc. Anakoluthisches subjekt; 
^l Matzner, Gramm. Ill, p. 28. 

v. 308. or yy 'frilher als ich', 'vor mir'. 

v. 321. dedyst des rhythmus wegen wegfzulassen ? 

Y. 325. Das subjekt he fehlt, wie w. 60. 372. 

v. 331. And muss wegbleiben, sonst ist der vers zu lang. 

v. 336, Der vers ist zu lang ; vielleicht ist wylle zu streichen. 

^' 347* yl stort den vers und ist iiberflussig. 

Y. 349 f. he in v. 349 ist der engel, he in v. 350 der outlaw. Ein derartiger 
''*cb»el in der beziehung des pers. pron. ist im Me. nicht selten; vgl. z. b. E. st. 
^, p. 492 zu Ip. C p. 336. 

Y. 355. To wo von F. verlcsen fiir Go we, Beachtenswerth ist die weg- 
***Bng des pron. bei dem zweiten verbum: 'Gehen wir und suchen ihn zusammen'. 
^f^ Mltzncr, Gramm. II, p. 8. 

V. 357. Der satz mit J^/schliesst sich unmittelbar an wentyn an: 'Sie gingen 
•c. trai jh suchen] ob sie ihn irgendwo finden konnten ; aber sie wussten nicht, wo'. 



lS2 M. Kaluza 

Ueber den indirekten frageiatz ntch verben der bewegiing vgL 
III, p. 443 und Gregor ed. Schnlz v. 281 f: Pabot com opon fe strand, ft JUdun 
;^if kt mi;^t se ; The Milner of Abington (K. at. IX} v. 106 ff. : Co we seke 1^^ st^t, 
brother^ 77u>u one way and $ another, FinJe him if loe matt. 

V. 360. l^hey spared for reyn ne wymde g&be einen besseren ven. IXe «e- 
gation beim verbum ist nicht erforderlich ; vgl. ta v. 119. 

V. 363. Die linde Ut ein in me. romanien beliebter banm; Tgl. Kolfaiiig a 
Ipomedon A v. 1878 and Zupitza zu Athelsiton v. 18. 

V- 377- forthe^ *weiterhin\ wie forthe ryght v. 332. 

V. 379. whanne he made an tnde ■» *als er itarb'. 

V. 384. sad a ^standhaft'f 

V. 387. us kann wegbleiben, make bfythe geniigt; vgl. Zapitza ni 
V. 723. 



II. DIK BOllilN DES TODES. 
(Ans Brit. Mus. Add. Mi. 22283.) 

rJ!e grundstiromung des folgenden gedichtes kehrt in der me. lyrik 
gar oft wieder : der gedanke an den tod, dem keiner von uns entriimen 
kann, und im anschluss daran die mahnung, flir unser seelenheil zu 
wirken. Originell aber ist die cinkleidung dieses gedankens: Nicht on- 
vermuthet iiberfallt uns der tod . Kr sendet drei boten in die welt hia- 
aus, um uns zu wamon: aventitrts (d. h. den zufall), seeknesse (die krank- 
heit) und eldf (das greisenalter). Noch in einem anderen me. gedichte 
finden wir dieselbc idee, doch nicht so precise, ausgedrtickt. In dem 
liSong of yesterdays (gedruckt von Fumivall, »Early English Poems and 
Lives of Saintst p. 133 ff. , von Vamhagen »Angliaet VII, p. 297 if.) 
heisst es v. 169 ff.: 

Sum men sei|) |)at de|) is a |)ef 

And al unwarned wol on him stele 

And i sey 'nay' and make a pref, 

I*at del) (|>et hs,) Is studcfast, trewe and lele 

And warnc|) uchc mon of bin greef, 

I'at he wol o day w{|» him dele. 



und V. 49 ff. : 



Nis non so frcsch on fote to fare 

Ne non so fayr on fold to fynde, 

I*at t)ei ne schul a here be brou^t ful bare, 

l*is wrecched world nis but a wynde: 

Ne non so stif to stunte ne stare 

Ne non so bold beores to bynde, 

tat he na|> warnynges to beo ware, 

For god is so corteys and so kynde. 



Kleinere publikationen aus me. handschriften igj 

Bihold f>e \fane, {>e bedrede, t>^ blynde, 
taX bit 3011 be war, whil f)at ^e may; 
I*ei make a mirour to ^or mynde, 
To seo |)e schap of yesterday. 

Ob zwischen diesem und unserem gedichte eine nahere beziehung 
annmebmen ist, ob vielleicht beide von demselben verfasser herrtihren, 
wage ich nicht zu entscheiden. Sicher aber scheint es mir zu sein — 
and dies macht unser denkmal ganz besonders interessant — dass der 
mfasser desselben das ae. gedicht >The Gravec (zuletzt abgedruckt von 
A,Schr6er sAngliat V, p. 281 f.) und dier me. vSprliche des hi. Bern- 
hardi (lAngliac III, p. 60 ff., 285 if. ; Bdddeker, »Ae. dicht.ff, G. L. 
XVII; Heirig's »Archiv« 52, p. 33 ff.) gekannt hat, denn es begegnen 
deatliche anklange an das erstere in v. 149 ff., an die letzteren in 

^' 133/135- 

Was die sage von den >boten des todesa anlangt, so verweise ich 
anf einen von dr. Richard Morris in der Folklore-Society am 20. Marz 
1899 gehaltenen vortrag >0n Death's Messengers a, tiber welchen die 
Academy vom 30. Marz 1889 ein referat gibt. Es ist bemerkenswerth, 
dass als boten des todes in unserem gedichte genau dieselben genannt 
veiden wie in der altesten nachweisbaren fassung, einer predigt Buddha's 
in der Ariguttara Nikiya (in, 35, ed. Morris), allerdings in umgekehrter 
Kihenfolge. Dort sind es: i. old age (=elde), 2. sickness, disease 
(^ seeknesse) , ^. mojtslity [^=^ aveniures f). In dem bekannten Grimm*- 
Khen milrchen dagegen werden nur die krankheiten und der schlaf als 
boten des todes bezeichnet. 

•Die drei boten des todesc sind in der Vernon- und der sog. 
Simeon-hs. (Br. Mus. Add. Ms. 22283) enthalten und meines wissens 
bisher nicht verdffentlicht, auch nicht mit imter denjenigen gedichten 
aufgezahlt, welche Vamhagen (»Anglia« Vn, p. 280 ff.) aus der Vemon- 
^d Simeon-hs. drucken woUte , aber leider kaum zur halfte gedruckt 
bat. Ich habe den text nach der Simeon-hs. copirt, die Vemon-hs. 
^er nur flUchtig durchgesehen ; die varianten derselben sind ja doch 
^ ausschliesslich graphischer natur. 

Der verfasser geh6rte dem geistlichen stande an ; er flicht zweimal 
^*teinische distichen ein und citirt Job, den apostel Paulus und Augusti- 
'^. Er lebte jedenfalls in der ersten hsQfte des 14. jahrhunderts. Sein 
beimathlicher dialekt lasst sich aus unserem gedichte schwer feststellen. 
^ remi /aHes (pr. 2. sg.) 209 : ca//es (pr. 3. sg.) 211 wlirde fUr den 
norden Englands oder den westen des mittellandes sprechen; die reime 
^gi€ (ae. dbycgan) 53 : jugge (afz. jugier] 55 ; crucche (ae. crycc) 105 : 



grucche (afz. greuchier) 107 und g(p (pr. 3. pi.) 16 : dep 14 ftir den 
stidwesten; die pi. pr. haue 79 [r. m. saue adj.); smerte 82 (r. in. herte) 
flir den osten des mittellandes ; das mittelland wird also schliesslich 
wohl tibrig bleiben, Autfallend ist das durch den reini gesicherle starke 
part. prat, ibaptn [zu ae. /•apian] 157 r. m. mapen (pi. von ae. mapa). 
Ich habe die fonn sonst nirgends belegt gefunden, erinnere mich aber 
allerdings, in Oberschlesien dasselbe starke part, 'gebaden' gehdrt zxx 
haben [analogiebildung zu 'geladen'). 

Das gedidit besteht aus 54 vierzeiligen strophen mil gekreuzter 
reimstellung : abab; die verse sind viertaktig. In der hs. selbst sind 
die strophenanfange durch eine grossere initiale hervorgehoben. Leich- 
tere falle von enjambement liegen vor bei v. 53. 105 [And]; v. 57. 
65. 131 [For]; starkeres enjambement niir bei w. 173. 189. — Die 
reime sind correct; unrein nur: aucntures 29 : hotis 31. Gleicher reim: 
pat 54 : pat 56; reicher reitn : eldt (sb.; 101 ; fide (inf.) 103. Die zahl 
der verschiedenen reimendungen betragt 80 auf nur 2 1 6 verse ; der 
dichter zeigt sich uns also als ausserordentlich gewandt im reiraen. 
Welcher unterschied z- b. gegen den etwa zwClfmal langeren lAmis and 
Amilouna, der nur 70 verschiedene reime kennt. — Alliiterationsformeln 
begegnen bin und wieder. 

In der orthographie folge ich bis auf die regelung der anfangs- 
buchstaben genau der hs. 





IfTion de{) comes, fiat is so dark 


Hia lyf nis here but a ^rowc: 


frer may no mon him wi|i-stondc 


So its\ Jop vs her bifore 


I t&ke witnesse on a noble clerk 


Al in » bok, (lat I wel knowe. 


tit wrot Jieos vers wit> his hoode 


He hedde his mujnde a! of bis de|) 


Mors z-clal alhlltai: tg» mortis tiesdf 



Wel sore al he congtone and grunle mttat; 

And seide, his ]yf nas bote a bre{) ; ffij'er 

Her mow we none Etounde stnnte. '''"''l 



k 



From dej) mny no mon be freo, 
D For bis ribte wol he not lete, 
Nou beoji |icr messagers tireo 
Among monkuynde for to mete: 

.-fuentnres, seeknesse and elde. 

tens beoj) messageres of delh; 

5 To hem we molen vs alle 5elde 

And luten, {ter vr maystrts ge\>. 



') qoilibet Sinum-hs.; qoilibet, i 



cautal sibi guc- 









Z>e[i, he s!e{) (lis kempes 
And liynges in heore wor}ili won, 
Riche and pore alle bi dene^ 
Jong ne old spare|) he noo. 

'Pet is on of {)e mesaageri, 
l*Bt at DO mon wol take meede, 
He is so hardi and id fers, 
IfU, alle men of him haue drede. 

1 e vtriisttrt Vern«H-ks. 



A 



Kleinere publikationen ans me. handschriften 



185 



ft mesiager hette anentores, 
30 Ajeynes him mai beo no stryf. 
Whon he comet> to a monnes hoas/ 
Hetakef) bot>e hosebonde and f)e wyf. 

ift takef) |)e child in his cradel, 
^aoh he beo but on niht old, 
35 ^e knfht an horse in his sadel, 
I-anned beo he neuer so bold. 

Of him beo vche mon i-war 
And mak him clene, ar he be hent, 
For J)er nis no jeyn-char, 
40 Whon auentores come^) to tumyment. 

A/bny'mon lif) in dedly synne 
And wene|), t>&t he beo not vey^e, 
And aue[n]tiires comef) wi|) his gynne 
And hnntef), til he hane his preyje. 

4S ^ dedly sinne he is I-founde 
Wif) onte schrift and repentaunce, 
He get> in to helle gronnde, 
(er to snfTre his penaunce. 

•Seint Poul bit, we schulden awake. 
So 1^8 clerkes witen as wel as I, 
Pat we schulden vs clene make 
And of vr sinnes ben sori. 

w4ndbote we ben, we schullen abugge ; 
^er schal no pledur plede })at. 
55 Per god vs fynt, he wol vs jugge; 
Noa vche mon be war bi }>at. 

'^or anentures wol come as a t)eof 
Beo nihte, whon men beon a slepe, 
And taken awey, |)at him is leof; 
^ Kou awake|), j)at Je mowen him kepe. 

'Ano^tT messager t)er is 
Of deth, whon Crist wol him sende : 
Seknesse, ichaue I-herd ar |)is, 
re messager is swit)e hende. 

^5 H^on seknesse come|) to a mon, 
He may be war, ^if he is sleih, 
And greit)en bis in, Jif [)at he con 
And |)enken, t)at de|} is swi|)e neih. 



/or seknesse comef) apertely; 

He ne dare|> not in his den. 70 

Hit is vr lordes curtesy, 

WiJ) seknesse forte wame men. 

J/oni men, whon |}at beo ben seke, 
To Jhesu Crist a clepen and crie 
And to his mylde moder eke 75 

And sigge; *Nou you help, Marie I 

Jif t)at we mowe beo sound and saue 
And keuere, f)at we mowen habbe 

vr hele, 
Al }>e good, |)at we haue, 
For godes loue we woUej) hit dele.' 80 

IVe loue wel god in al vr |}ou3t, 
Whon we beo seke and sore smertc; 
Whon we ben hoi, we louen him 

noujt, 
He nis no lengor in vre herte. 

Cum ferolangorem^fcro rdigionis amor em : 
Expers langoris fton sum memor huius 
amoris. 

Oi Crist ne take|} he non hede, 85 
He na}) no more wi}) him to donne; 
To |)onken him for his gode dede, 
He |)enke|) no more })er vpponne. 

5uche men beo|> ofte al one I-let, 
To plcye as j)e foul doj) in J)e lyft, 90 
Til auentures haue wi|) hem met, 
BireneJ) hem bof)e hosul and schrift 

Mtn oujten holden vp boJ)e her 

honden 
To god, while heo ben hole and fere, 
To sende, whon he wol hem fonden, 95 
Seknesse to ben heore messagere. 

5eint Poul sei[), vre lordes kniht, 

In a pistel, t)at he wrot, 

I^at he was strengest and most of 

miht, 
Whon god him wi}) seknesse smot. 100 

Aou ichulle siggen ow of clde; 
Of messager he is t)e })ridde. 



Whon moniies hed bigine)) 10 tide. 
He tnty not do but beodes bidde. 

105 Wnd he Icaite|i vppon his crucche: 
Whon dej> him bekene|i, comcn he 

Hil hclpet) nouji, (tuij he gnicchi 
He ichal wi))stonde 



-^0 rarefi elde as dofi a sweyn, 
110 tal stande|) a( his lordes Jite 
And mol nol wonden in ajcyn 
For |)e porter, \ia( is [icr ate. 

/"or no Jiftes, |>at he may jlaen 
Ne feire wordea, (lat he may apcken. 
115 He worji out at |)e Jalc I-drinen; 
Anon f)e ;jate for him is sEeken. 

Jlf a mon may libben her 
And ben of pouwer, for to go 
^c clde of foure score Jer; 
ISO I'M ofiar del U serwe and ivo. 

/'or hose wole his lyf biholde 
From bigynnyng to (le ende, 
Wet ofle may bis heitc colde, 
I'al not, what wei he ichal wende. 

125 JCel wc wiicn, we sohul be dede; 
Vr dwcUyng her nis bote a while. 
Jhesu Crist vs wisse and rede, 
tat nener [)e fsond ne do v$ gyle. 

Aou Is de|i a wondar {ling 
(30 And grislich forte [)enken on; 
He ne spare|i emperoar ne kyng 
Ne ])ope for a! {le god, jiat he con. 

H'her ben hco, Jiat biforen vs weren, 

Pat neoren so mihti in heore deden, 

135 Honndes ladden and haokes beren 

And hnnlyng heije vppon heore 

slcden? 

Z>e|> hit baj) hem al biraft^ 
Vi'i[i hem t'er nis no more picy. 
And al |lnt bereti monne; ach 
140 Scba! go |)at ilke seine wey. 



Wbon he ge^i bi a cbnrche^eTd 
And seo)), wher dede men beo)) I- 
grane. 

Alchc men habbe[i riche stones. 145 
^al al!e men mouwe biholde; 
fer vndur liggcfi foule bones, 
fot. I-bcddet al in clo)l of colde. 

Ifel pore halle \iti is i-malied 
W'i]) onten eny worldes winne; 150 
Sane a clout men beoji al naked, 
Wbon deti is comen, I-cast jier inne. 

Pc halle rof is cast ful lowe; 
^e^ beo]> none cbimnbres wyde. 
Mc may rcche Jie helewowe 155 

And lie wal on vch a syde. 

Heaxe bodies |iat were so softe 

iba|)en 
And I-broujt for[) wij> mete and 

I'er hil schal crepe fa\ of mat)en; 

In al {lis world nis fonlore stjnk. iGo 

A mon, [)Bt snch a bodi seje, 
Whon wormes hit hauel) |)orwsonht, 
He onbte wepe wi|i bis eje 
And Buere bane him al in his |>oujt. 

^r nis non so luite ne so maehe, i6j 
I'at is of flesch, blod and bon, 
tat we ne scholle ben alle suehe, 
Whon we ben haled vndnr a ston. 

//ow may eny mon beo proud 
For eny |)ing, |)al he may gete, 170 
Whon he is hnled vndur a schroud, 
I'at {ling, ))at is wormea mete, 

^t (ilag. |>Bt it vre moste fo; r a 

terfore we don a gret folye, 
To lone [)at fling, fiat do{) him wo, 175 
And eke vr dcdlich enemye. 



Fche mon nmy be sore 
tat ha)l a soule forte i 



aferd, 



J'if a mon may libben her 
As longe as dnde Matuasale, 
Nyue hundred and nyncandsiit 
So longe on eorfie liuede he . 



Kleinere pablikationen aus me. handschriften. 



187 



At nis not also mnche tyme 
Ajejnes |>e tyme, |>at come|) aftar- 

wmrd, 
As fro f)e Sonne risyng to prime; 
To lynfiil men f)at is ful hard. 

18$ At I sella] seie, non takef) kepe, 
I drawe to witnesse seint Austin, 
ht a mon schal more wepe, 
kt dampned is to helle pyn, 

An is watnr vndnr |)e sonne, 
190 And he wepe vche day a ter. 
Anyse|> on non, jif t)at je cnnne 
And do|>, |>at ^e ne come not |)er. 

A mon, f>at dampned b to helle, 
Ifis peyne may not ben forbonht; 
19$ Ak endeles he schal t>er dwelle, 
Almes dede helpe|) him nouht. 

Aij al {»e men, t><Lt libbe|) nou()e, 
Weore prestes and masses dude singe 



And dnden al, f)at |)ei euere coa|>e, 
Ne scholde him of pyne bringe. 200 

Alt ilke sonle, |>at is driuen 
Wi{) feondes in at t)e helle Jate 
And his jugrgement beo him Jinen, 
To bidde merci hit is to late. 

Heutne hit is vre heritage; 205 

To vre bihone hit is diht; 
We han do fente and homage 
To vre lord, as hit is riht. 

5inM mon, ^if t)at |>ou falles, 
Arys vp and mak t)i pes 210 

And com to Crist, whon t)at he calles, 
To joye, t)at is endeles. 

//e, t>ftt is almihti kyng, 

&at he^e sittef) in trinite, 

Graunte vs alle his blessyng, 215 

Amen, Amen, par charitel 



Anxnerkungen. 

V. I ff. Pe mon . . . I/is lyfy anakolnthisches subjekt; vgl. Matzner Gramm. 
H p. 28. 

V. 3. Vgl. Job. XIV, I f. *Man that is bom of a woman is of few days, and 
^ of tronble. He cometh forth like a flower , and is cut down : he fleeth abo 
ts a shadow, and continueth not'. 

V. 8. Vgl. >>Kleinere gedichte der Vernon- und Simeon-hs.a (heraosg. von 
Varnhigen, »Anglia« VU, 280 ff.) XII, v. 131 f.: ^ And her we stuntef bttt a stounde, 
'^or fis world is but fantasye\ 

▼. 26. 'der sich von keinem bestechen lUsst' ; meede also =3 ^bestechung' wie 

▼.39. ^eynchar 'wiederkehr*, s. Str,3 p. 258^. 

▼. 42. vey^e = ac. fage^ *dem tode verfallen'. 

V. 60. 'Wachet auf, damit ihr ihn beobachten konnt*? 

V. 63. ar fis^ *vordem, frtiher'. 

▼. 67. greipen his in, ^sein bans bestellen'. 

V. 70. dare^ ^latere', Str.3 p. 147*; 'to lurk or lie hid'; Hall. p. 292*. 

▼. 74. a ist hier pron. pers. der 3. pi. ^sie*. 

▼. 90. Of foui vriirde einen besseren rhythmus ergeben ; der artikel ist tiber- 

V. 109 ff. Worin das punctum saliens in dem hier folgenden vergleiche des 
^'•^•ttialters (elde) mit einem sweyn, der vor seines herm thilre stehl und vcrgebens 
^^'^ begehrt, eigentlich liegt, vermag ich nicht zu sagen. 

▼• 133 und 135 sind eine reminiscent aus den nSprttchen des hi. Bemhard*: 



lg3 ^* Laachert 

Vgl. V. V. i8i ff. : Where ben heo^ pat biforen us weren, Pat houndes ladden and 
haukes beer en? >Anglia« III, p. 290); vgl. auch: Ubi sunt qui ante nos In ntundo 
fueref in dem bekannten stndentenliede. — Es muss wohl heissen: An huntyng 
*auf der jagd, hoch zu ross*. 

V. 137. Vgl. sKleinere gcdichte« ed. Vamhagen III, v. 33. 35: IVhon pat ur 
lyf his leve hap lauht^ . , . Ur richesses alle from us ben raft. 

V. 148. Vgl. ebendas. v. 36: In clottes colde ur cars is prowe. 

V. 149 ff. Die ganze situation in den folgenden drei strophen ist, wie schon 
erwiihnt, dem ae. gedichte »The Gravea entnommen, und es fehlt auch nicht an 
wortlichen anklangen. Man vgl. namentlich v. 7 ff. Ne bid no pin hus • healice 
itinbrcd, Hit bid unhek and lah • ponne pu list perinne. iOe helewa^es bead 
iaje • sidwajes unheje; Pe rof bid ibyld • pire broste ful nth ... v. i6: f)er 
pu scealt wunien • and wurmes pe todeled. 

V. 155. Ueber helervowe siehe Str. 3 p. 302* und Madden's note zu La^amon's 
Brut V. 25887. Madden gibt als bedeutung an *roof-wall'; ich denke, es bezeich- 
net die decke (oder deckenwolbung} einer halle im gegensatz zu den seitenwanden 
*sidwa^es\ Bei Matzner fehlt das wort; denn hellewawe II, p. 465b, 'hoUenpein*, hat 
mit unserem worte natiirlich nichts zu thun. 

V. 205 ff. Vgl. »SprUche des hi. Bemhard« V. vv. 170. 172: And get pe 
heveneblisse briht . . Pin owne heritage hit is (»Anglia« III, p. 290). 

V. 209 f. Vgl. ebendaselbst v. 49 ff. : Mon^ i rede, pat pou be wys. And, ^if 
pou falie, sone arys, Ne ligge pot* none stounde (»Anglia« III, p. 287). 

KoNiGSBERG i. Pt. , Januar 1890. Max Kaluza. 



DER EINFLUSS DES PHYSIOLOGUS AUF DEN 

EUPHUISMUS.O 



w V. - . 



Eines der hervorragendsten merkmale des affectirten stiles, den 
wir als euphuismus kennen, bildet bekanntlich der unmassige gebrauch 
von vergleichen, besonders solchen, die von einer fabelhaften natur- 
geschichte hergenommen sind, und es mag eigenthlimlich erscheinen, 
dass der ursprung dieses eigenartigen geschmackes noch nicht n^er 
untersuchtwurde, da man doch den euphuismus im allgemeinen in neue- 
rer zeit mehrfach zum gegenstande von untersuchungen gemacht hat. 
Dieses stilelement ist nilmlich) so charakteristisch es auch in dem 



I] Ich fUhle mich verpflichtet, herm prof, ten Brink, der nuch zu dieser 
arbeit veranlasst hat, hier meinen dank auszusprechen. 



r>er einnii<> do- riiy-ioloj-n- p'lf ''.•■n t Mplr.ii-nv:- l So 

englischen euphuismus hervortritt und sich breil raacht, gleichwohl 

diesem stile durchaus nicht wesentlich; die litterarische geschmacks- 

riditung, die an dem kunstvoll ausgefeilten antithetischen gleichmaass 

der glieder so viel vergniigen fand und darin den gipfel der eleganz 

sah, konnte sich das leisten, ohne irgendwie genothigt zu sein, diesen 

stil mit dieser art von vergleichen noch weiter auszuschmiicken und 

zu fiberladen. Antonio de Guevara selbst, der, wie Landmann ge- 

idgt hat, der eigentliche vater dieser schreibart war, hat davon so 

got wie nichts. An vergleichen und bildem fehlt es ja allerdings 

audi in seinen schriften nicht ganz, so wenig als sonstwo in der poesie 

Oder in poetischer prosa; sie kommen jedoch im ganzen so selten 

TOT, imd dann in einer so wenig aufdringlichen weise, dass sie keines- 

&Ib als ein characteristisches merkmal seines stils betrachtet werden 

konnen. Ueberdies sind seine vergleiche von der wirklichen natur und 

t^ig^en beobachtung hergenommen, mit ausschluss des phantastischen 

dementes. So in dem von Landmann (oDer euphuismus«, s. 70) citir- 

ten beispiele: »La plata blanca no se labra sino en pez muy negra. 

El arbol muy tiemo no se conserva sino con la corteza muy aspera. 

Qniero dezir: que el hombre teniendo la muger fea, tiene la fama 

scgura.t Oder z. b. in dem folgenden, aus dem Marco Aurelio, 1. II. 

c 16 (sBiblioteca de autores espa!ioles«, T. 65, p. 172): »Mi opinion 

cs que la buena muger es como el faisan, del cual estimanos en poco 

^ pluma, y tenemos en mucho la came; y la mala muger es como 

^ raposa, de la cual tenemos en mucho la pelleja, y aborrecemos 

y desechamos la caxne.a Vgl. weiter die von Landmann in der ein- 

leitung seiner ausgabe des Euphues s. XX angezogene stelle, wo die 

briber, sofem sie ihre liebhaber schlecht behandeln, mit verschie- 

^nen schadlichen oder giftigen thieren verglichen werden. An sol- 

^en und ahnlichen stellen mag Lyly ja immerhin einen anhalt ge- 

fcnden haben fUr die einftihrung derartiger dinge in weiterem umfange, 

^ orsprlinglich von dem beispiele derselben ausgegangen sein; aber 

wjtoend solche einzeln vorkommende vergleiche bei Guevara nur als 

^ ztifsQIiger schmuck, und durchaus nicht als wesentlich zu betrach- 

ten sind, hat sie Lyly seinerseits so reichlich angewendet, und dabei 

^ den einzelnen fallen zugleich so in die antithetische struktur des 

stiles eingefligt, dass sie eben ein wesentliches element desselben wiu*- 

^, nicht zu seinem vortheil, da er dadurch nur noch abgeschmackter 

^'wde, als er schon von ursprung war. Die volker germanischen ur- 

S^rongs sind eben nicht flir affectirte geziertheit geschaffen ; daher falle 

• 

*e auch mit natumothwendigkeit mehr oder weniger in plumpe tibd 



treibung bei der herUbernahnie affcctirter litterarischer moden von ihien 
romanischen nacbbam. unter deren hiinden sie vorber, so leer sie auch 
in ihrem wesen sein raogen, doch einen gewissen grad von geMiga 
elegaiiK konnen behauptet haben. 

Was nun also diese von Lyly und seinen nachfolgern gebrauchten 
vergleiche betrifft, so lesen wir selbst in Laodmann's trefflichen jj- 
beiten, wie es in der ubrigen. wissenschaft lichen oder bellctristischeu, 
litteratuT uber den euphuismus stereotyp geworden war, es seien zlige 
aus der fabelhaften Naturgeschichle des Plinius ; aber diese annahme 
wiirde, wenn wirklicb alles ebenso bei Plinius auch voikiime, was 
nicht der fall ist, glelchwohl keinen genilgenden aufschluss geben (ibct 
diese eigenthilmlichkeit des euphuismus; es lasst sich daraus keine ct- 
klaning ableiten, woher denn die sonderbare neigung kajn. diese fabel- 
haften oder auch wirkHchen eigenschaftcn von thieren, oft in der 
wunderlichsten weise, im vergleich mil eigenschaften oder handlungen 
des mensclien anzuwenden. Jusserand konunt der wahrheit nahe, ohue 
aber die spur weiter zii verfolgen. Er sagt in seinem buche "Le 
Roman au temps de Shakespeareir (Paris 1887'), s. 47): "Dans 1« 
parties importantes, lorsiiii'il ertend user du style noble, Lyly ne peut 
raconter le plus petit incident sans tfiablir des parallfiles entre les sa- 
tiraents de ses personnages et les vertus des crapauds, des serpents, 
des licomes, des scorpions et de tous les fantastiques animaux men- 
tionn^s dans Pline ou d^crits dans les bestiaires du moyen ige. Sa 
science zoologique ressemble 4 ceile de Richard de Foumival, qui, 
d^ le Xin* sificle, se plaignait dans son Bestiaire d'amour d'etre conitne 
le loup . . .1 etc. Dazu noch eine note: nCf. An old english bestiary 
[les rapprochements ont un caractire religieux et non araourcux), ddit. 
Morris, 1872. « (Morris, An Old Hngl. Miscellany.) Aus der art, wie 
Jusserand diese fiestiarien des mittelalters anflihrt, gehl hervor, dass 
er deren original nicht kennt. Kure, wir miissen eben, um jenc 
neigung zn versiehen, die eigenschaften oder handlungen des menschen 
mit thiereigenschaften zu vergleichen, auf den fortdauemden, sci es 
mm directen oder indirecten einfluss des alten Physiologus zurtickgehen. 
Die existenz jener poetischen Bestiarien in den vulgarsprachen des 



■1 Vorher verdffentlicht in der Kevne des deax mondes, Febnur 1887; in 
der buchlbrm itieilwcise verbessert, wie gerade an dleser stelle. — Morris fSbrt 
in der eioleitnng seines Old Engl. Misc. p. Vin eine stelle Lyiy's vom Panlher 
an, die nor aus der enShlnng der Besdirien ihre erklarang finde. — Gaston Pirii 
heraerkt in seiner recension meiner "Geacliiclite des Physiologus- iRevuc critique 
1889, No. ±4, 17 juinl, die erachien, wdhrend ioh mil dieser art>eil beschSftigt 
war, dasi der euphuiimu.t vom Physiologns beelnflnist warden sei. 



Der einflofis des Ph3rsiologus auf den euphuismas loi 

Brhtdalteis ist ja auch nichts anderes als ein weiteres symptom dieses 
anflasBCS. Derselben anziehungskraft, die dieses merkwiirdige alte 
bDdi in seiner eigenart so viele jahrhunderte hindurch ausiibte, und 
wdcbe die poetischen erzeugnisse des mittelalters in seinen besten 
zeiten mit so vielen wunderschdnen zligen schmtickte, verdanken wir 
andi den haufen von ungeschickten nnd geschmacklosen vergleichen 
in den werken Lyly's und der (ibrigen euphuisten. Der einfluss des 
Fhysidogus, oder auch selbst einige directe kenntnisse dieses buches, 
wenigstens in der (iberarbeiteten gestalt der mittelalterlichen Bestiarien, 
latte ja bis auf Lyly's zeit herab nie ganz aufjgehdrt, in England so 
vemg als in Spanien oder Deutschland'). Chaucer beruft sich ftir den 
idkiDen gesang der sirenen auf die autoritat des ^Phisiologusa (Nonne 
pnstestale, v. 449 — 52; vgl. meine tGeschichte des Physiologusc s. 205; 
Moris, Old Engl. Misc. p. VIII)'). Wenn spatere schriftsteller da 
vnd dort sich einer allegorie bedienen, die ursprUnglich auf den Phy- 
Bobgns zuriickgeht, so ist freilich nicht immer anzunehmen, dass sie 
208 der quelle selbst geschdpft haben. Ich habe in meiner j»Geschichte 
da Fbysiologusc durch viele beispiele gezeigt, dass diese von den 
ogenschaften wirklicher oder fabelhafter thiere, wie sie im Physiologus 
CBsihU sind, hergenommenen allegorieen vom 13. jahrhundert an ein 
gemeingut des poetischen stiles wurden, ganz so wie etwa in der 
iKocKn poesie seit der renaissance der apparat der klassischen mytho- 
kgie. So pflanzten sich die details dieser fabelhaften thiergeschichte 
JBhriitmderte lang durch tradition fort, spaterhin wenigstens noch als diirre 
tdmlweisheit in der naturgeschichtschreibung ; aus der poesie dag^en 
▼Qlor sich ihr allegorischer gebrauch gegen ausgang des mittelalters mehr 
ond mehr, so dass zuletzt nur mehr wenige als poetische bilder popu- 
^ blieben. An diese, wenn auch zu ihrer zeit nur noch in schwachen 
Ksten fortdauemde tradition kntipften jedenfalls die euphuisten auf 
der eincn seite an, wenn sie diese dinge wieder massenweise ein- 



>} In Spanien scheint z. b. der verfasser des dramatischen romans Celestina, 
(liesei ebenso geidalen als abschetdichen erzeugnisses (ende des 15. jahrh.), direct 
^ dem Physiologus bekannt gewesen zu sein — ich habe die stellen ander- 
**rts infge^rt — und die grossen dichter aus Spanien's goldener litteratur- 
P^i^e, Cervantes, Lope de Vega, wenden daher stammende vergleiche da und 
^ tehr hiibsch an. Auch war es ein Spanier, Luis Ponce de Leon, der im 
J^ltte 1587 zum ersten mal einen griechischen text des Physiologus veroffentlichte, 
^^ er, nach dem titel, den er in seiner handschrift fand, dem h. Epiphanius 
a»chrieb. 

>) Ebenso kennt er auch den »Lapidariusa, House of Fame IIL 261 : 

»Of the fjnest stones faire, 

That men reden in the Lapidaire.u 



ftihrtea. Ihre haupCciuelle fUr das material, soweil es auf den Phy- 
siologiis selbst zuruckgehl, war aber wohl irgend ein spater lateinischei 
Phyaiologus-iexl. oder vielleicht audi ein solcher spater lateinischef 
Bestiarius, in welchem dem Physiologiis schon zahlreiche andere dinge 
mit ahnlichec auslegung und anwendung angehangt waren. In wiefera 
die vom ecliten Physiologus und der gewohnlichen tradition abweichende 
art, in der wir hier manches erzahlt finden, auf diese vorauszusvtzende 
nachste vorlage zurtickgeht, oder im einzelnen falle auf absichtlicbtt 
anderung von seiten der eupliuisten beruht, weil sie es etwa so m 
dem gerade beabsichtigten vergleiche besser brauchen konnteo, odet 
vieUeicht auch nut auf ungenauer reproduction aus dem gedachtniss, 
lasst sich so nicht entscheiden. falls sicb nicfat wirklicb noch einmal 
so ein lateinischer Bestiarius fiuden sollte, der in alien diesen einid- 
heiten mit der darstelhing der euphuisten ubereinstimmt. Dazu kaao 
dann, sofem diese bauptquelle nicht ein sehr umfangreicher Bestiariui 
war, der auch alles andere von ahnlicher art in sich enthiell, was wir 
sonst noch bei Lyly und den anderen finden, weiteres iheils aus Pli- 
nius Oder anderen naturgeschichtschreibem hinzugetreten, theils vid- 
leicht auch aus der fruchtbaren erfindungskraft dieser autoren sdbst 
ausgeheckt und dann eben gleichermaassen wie das Ubrige ve^leicheDd 
angewendet worden sein. 

Urn nun die eigenthtimliche art zu zeigen, wie die euphuisten 
diese vergleiche als eine gezierte ausschmtickung ihrer stilistischen dar- 
stellung anbrachten. und urn zugleich einen (iberblick liber die vor- 
kommenden, aus dem Physiologus stammenden vergleiche zu gebeo. "^ 
ich jetzt in sy sterna tischer anordnung vorfiihren, was ich davon aiP 
den euphuistischen schriften gesammelt habe '). 

Felikan. In dem panegyricus auf kdnigin Klisabeth am code 
I des Euphues wird diese unter anderem mit dem pelikan verglichen. d* 

>] Did Qfier zu nenneoden selml^en habe [ch in nidutehendeu uupbo 
cidrt: 

Lyly's Eupbnes nach Arber's reprint. — Seine dramea nacb der m^ii* 
a Furholt. 

Die werlte von Robert Greene and TboBWs Naahe nach den ■aigib*' 
a Giosiirt [Huth Library;. — 

Th. Lodge; Defence of poetry, music, and itage-plays, Shikesp(t« 
Soe. 1853, 

Scillaes MeEamorphosis, Hunteriao Club Nr, jj. 
RosBlynde, Hoaterian Club Nr. 43. 
Diogenes in his singularities, Hunt, CI, Nr, 28. 
Hisiorie of Robert second duke of Normandy, H. CI, Hhtt 

A Margarite of America, H. CI. Nr. 36. — 

Stephen Gosson: The schoole of abuse, Arber's reprint. 




Der einflnss des Physiologus aaf den euphoismus l^j 

Dsck dem Physiologus seine todten jungen mit seinem blute wieder 
bdebt (s. 462]: »This is that good Pelican that to feede hir people 
^areth not to rend hir owne personnel. An einer anderen stelle ver- 
gldcht sich des Euphues fireund Philautus mit diesem vogel, da er von 
leiner liebe spricht (s. 341): »It fareth with me • . • as it doth with 
tkPelicane, who stricketh bloud out of hir owne bodye to do 
odhers good.« Dann in einer anderen anwendimg, nur mit rUdcsicht 
aof den schaden, den er sich selbst zufUgt, aber ohne riicksicht auf 
d>s motiv (s. 124}: ^We are no sooner out of the shell but wee re- 
semble the Cocyx which destroyeth it selfe thorowe selfe will, or the 
Belli can which perceth a wounde in hir owne breast •<> Greene Uber- 
tdgtdiese eigenschaft, wahrscheinlich in folge eines lapsus memoriae, 
anf den adler, in seiner Carde of fancie (Works IV, s. 136): »The 
£a^ is so carefull ouer her young, that if it happe by her default 
ooe of them doe perish, shee willinglie woundeth her selfe in many 
pboes with her owne beake.« 

Adler. Auf die verjtingung des adlers, dadurch dass er seine 
ilten fedem und stumpf gewordenen augen in der sonne ausbrennt, 
^ndt Lyly in seiner Gallathea III, 4 an (Dram, works I. s. 251), wo 
Diana zu ihren nymphen sagt: ȣagles cast their evill feathers in the 
none, but you cast your best desires upon a shadow. « Aus einem 
ioderen gesichtspunkte, ohne rticksicht auf die darauf folgende ver- 
jfiogting, finden wir diesen vergleich an folgender stelle des Euphues 
gebxaucht (s. 259); sAs the foolish Eagle that seing the sun coueteth 
to build hir nest in the sun, so fond youth, which viewing the glory 
and gorgeousnesse of the court, longeth to know the secrets in the 
court But as the Eagle bumeth out hir eyes with that proud lust: 
so doth youth break his hart with that peeuish conceit. « Diese fabel- 
liafte erzUhlung von der verjtingimg des adlers, ebenso wie auch die 
^'orhergehende geschichte vom pelikan, findet sich weder bei Plinius 
^ bei irgend einem anderen alten autor vor dem Physiologus. (S. 
»»one »Gesch. des Physiologus* s. 8. 10.) — In der jUngeren redaktion der 
*teimschen Ubersetzung des Physiologus und in spsiteren griechischen 
'Wen ist damit noch eine andere erzahlung verbunden, wie dem alten 
^er sein schnabel so sehr auswachse, dass er nicht mehr im stande 
^) damit zu essen, und dadurch in gefahr komme, zu verhungem, bis 
^ ihn an einem felsen zerbreche. Darauf spielt folgende stelle des 
^phues an (s. 99); »It is like to fare with thee as with the Eagle, 
"^bich dyeth neither for age, nor with sickenesse, but with famine, 
for although thy stomake hunger, yet they heart will not suffer thee 

^ K&lbing, Englische studien. XIV. 3. \-\ 



to eatc." — nie Tahigkeit des adiers, ungeblendet gegen die sonne 
zu sehen, iind die probe der echtheit seiner jungen durdi die ange- 
stellte prtifung, ob sie diese eigeoschaft besitzen, was in den spaleren 
Bestiarien dem capitel vom adler noch welter angefUgt ist. findct sich 
ebenfalls in den werken der eiiphuisten. Euphues s. 87: "As no bird 
can look against the Sunne but those that be bredde of the Eagle, 
... so no wighl can haue such excellent qualyties except he descende 
of a noble racoi Greene, Pandosto iWorks IV, s. 279): "No Fowle 
(must) gaze against the Sunne but the Eagle.n Greene, Euphues his 
censure to Philautus (Works VI, s. 183): iDoost thou not knowe , . 
that what byrde gaseth against the sunne but the Eagle, waxeth 
blinde." [Mit denselben worten auch im "Perimedesi desselben autors, 
Works VI, s. 37). Ijjdge, Rosalynde s. 27": awhatsoeuer he did, 
or howsoeuer he walked, the liuely Image of Rosalynde remained in 
memorie: on her sweete perfections be fedde his thougts, proouing 
himselfe like the Eagle a true borne bird, since as the one is knowen 
by beholding the Sunne; so was he by regarding excellent beautie." 
Ibid a8*: 'I, vnhappie I, haue let mine eye soare with the Eagle 
against so bright a Sunne, that I am quite blinde." Lodge in Scillaes 
metamorphosis s. 13, nicht vei^leicheiid, sondem nur beschreibend : 

The ciinung mountaine neigbmiring avre welnje, 
Untb harbored io his rocket and desart haunts 
Whole aides of Eagles prest to flic 
That guing on the Sunne their birth right vaunts. 4 ■) 

Phdnix. Die selbstverbrennung des phdnix finden wir im 5. arte 
von Lodge's drama The Wounds of Ci\-il War'), wo Sulla, im begriffe, 
seine diktatur niederzulegen, sagt. 



'] DssB die adlerfedem die federn anderer vOgel verwhren sollen, ist ein 
dem Phrsialogus unbekannter glanbe, wird aber von sndem alten antoren be- 
richtet. Enpbuei s. 58: KWell doth he knowe. . . . that the Eagles wing will 
wast the feather as well of the Phoenix, as of the F'heasaunt: that she that hath 
beenc faithlesse to one. will neuer be fn!thfu!l tu any." 1-yly's Gallathea 111, 4 
(Dram, works 1. a. 351): -The eagle's feathers consuiae (he feathers of all 
others, and love's desire corrupteth all other vertues.o Im Euphues s. 214 lesen 
wir, die adlerfeder ae! -of force to consume the Beetle." Lodge kennt noch eine 
weitere geheime eigenschaft der adlerfeder, Margarite of America s. 21: nAs Hun- 
ters Carrie the feather of on Egle against thunder, so louers beare the herbe 
Therbis in their mouthea . . . Auch der ing, den wir in folgendem vergleiche 
finden, ist dem Phjsiologns fremd; Euphues s. 240: lAs the Eagle at enery tiight 
loosetb a fether, which maketh hir bald in hir age : so the trnnuler in every 
conntry looseth some Deece, which maketh him a beggar in his youth," 

') In Dodsley'i Collection, 4. Ansg, v. Hazlitt 1874, VII. s. 193. 



Der einfluss des Physiologns auf den euphuismus I or 

»0 Flaccus, if th' Arabian phoenix strive 
By nature's warning to renew her kind, 
When, soaring nigh the glorious eye of heaven 
She from her cinders doth revive her sex, 
Why should not Sylla learn by her to die, 
That erst have been the Phoenix of this land? 
And dravdng near the sunshine of content, 
Perish obscure to make your glories grow.« 

Nash kennt die dem alten griechischen Physiologus und iiber- 
haupt dem alterthum unbekannte, aber z. b. auch schon in der jtin- 
geren redaction der lateinischen Physiologusubersetzung sich findende 
jiingere tradition, dass der phdnix, um seine verbrennung zu bewerk- 
stelligen, zur sonne emporfliege, sich dort entztinde und darauf erst 
in das vorher zubereitete nest herablasse. Die herausbildung dieser 
tradition beruht auf theilweiser verwechslung mit dem adler; was die 
vorliegende steUe von Nash betrifft, so lasst sich aus seinen worten 
nicht naher entscheiden, ob er daran ankniipft oder aber auf eigene 
hand eine vollstandige verwechslung mit der geschichte vom Aaler 
begeht ; Anatomie of absurditie, Works I. 33 : Es giebt leute »challeng- 
ing knowledge vnto themselves of deeper misteries, when as with Thales 
Milesius they see not what is vnder their feete, .... coueting with 
the Phoenix to approche so nye to the simne, that they are scorcht 
with his beames, and confounded with his brightnes.« Sonst benutzt 
Lodge einmal den zug, dass er das ende seines lebens vorauswisse, 
was gleichermassen auf die erzahlung des Physiologus von seinem tode 
und seiner erneuerung zurlickgeht; Rosalynde s. i**: dSut John that 
with the Phenix knewe the tearme of his life was now expyred, and 
could with the Swanne discouer his end by her songs . . .« Lyly 
sagt im Euphues (s. 312): »As there is but one Phoenix in the world, 
so is there but one tree in Arabia, wherein she buyldeth.« Ausserdem 
wird der phdnix, wie auch sonst, da es immer nur einen giebt, haufig 
zum vergleich mit etwas angewendet, was man dadurch als ganz un- 
vergleichlich hinstellen will, besonders also als hdchstes compliment, 
das man einer schdnen dame zu machen wusste'). 

Der viper, die dadurch ihren tod findet, dass ihre jungen in 
der geburt ihr den leib zersprengen, vergleicht Lyly jene liebhaber, 
denen es an discretion fehlt und die sich dadurch selbst schaden; 



>) Der feder des phonix schreibt Lodge die gleiche eigenschaft zu, gegen 
gewitter zu schutzen, die wir bei ihm auch schon der adlerfeder beigelegt fan- 
den; Diogenes s. 8: »You beare the feather of a Phoenix in yoxix bo^^Tci.^ %!^ti^ 
tdl wethers and thunders.** ^ 



Euphues s. 417 : (It falleth out with those that beeing constant and 
yet full of babble, as it doth with the serpent Jaculus and the Viper, 
who burst with their owne brood, and these are tome with their owne 
tongues. 11 In der widmung des 2. theils des Euphues sagt er von den 
zwei theilen seines werkes (s. 215): JiGlad I was to sende them both 
abroad, least making a wanton of my first, with a blinde conceipt, 
I should resemble the Ape, and kill it by cull^-ng it, and not able to 
rule the second, I should with the Viper, loose my bloud with mine 
owne broodn. Gosson, Schoole of Abuse s. 46 : »As they bake, many ( 
times so they brue'j; selfe doe, selfe haue . . . The Adders death, 1 
is her own broode." Nash nennt in den gegen die Puritaner ge- | 
richteten Martin Marprelate tractates [Works 1. 125) die gegner iinter 
anderen biblischen bildem auch: iVipers; to giue light and esti- 
mation vnto theraselues, they leare open the bowels of iheyr owne 
Damme, and live by the death of her that bred them."') 

Die eigenschaft der schlange (die drilte der Ihr im Physiologus 
beigeleglen natureni. sich vor einera nackten menschen zu furchten, 
wird von Greene auf den basilisken libertragen fCarde of fancie. 
Works IV, 73]: "As the Basiliske looseth his senses, with the s^ht 
of a naked man.u^) 

Die triigerischen lockungen der sirene werden oft vergleichs- 
weiae angeftihrt ; da aber diese fabel ihre popularitat ebenso sehr den 
antiken dichtem als dem Physiologus verdankt, so habe ich mich dabei 
nicht weiter aufzuhalten. 

Panther. Euphues s. 54: Die schonheit eines sdidneo gesichts 
ist »a sweet Panther with a deuouring paunch, a sower poyson in a 
siluer polte," Dieses epithelon tsweet" kann nur aus dem Physiologus 
verstanden werden. wo wir lesen, dass der panther durch die sussig- 



■J Ein sprichwort; vgl. Fioldlng's "GrobBtreet Operai 111, %: >E'en brew as 
yon bake.K BekDinont nnd Fletcher, Knight of the Burning Pestle 1, 1 ; "Let 'em 
brew and bake too." 

^) Ansserdent werden der viper auch noch andere fabelhafte eigenscIianeD 
Eugeschrieben. Eupbnes s. 364: -Thus Philaunu resembleth tbe Viper, who 
beeing stricken with a reede lyelh as he were dead, but stricken tbe second 
tyine, recouerelh his strength." Greene, Carde of fancie (Works III, 46]: iTbe 
blond of tbe Viper is most healthful! for the sight, and most hurtfnll for the 
stomacke.' 

3) Die schlange Porphirius, deren bebanntschaft wir ini Euphues I. 214 
machen, gehort oicht sum Physiologus ■ "As the serpent Porphirius, though he 
bee full of poyson jel haning no teeth, hnrleth none bat hitnselfe, so the euaioHS, 
though they swell with malyce (ill the; burst, yet haoing no teeth to bile, 1 haue 
no cause to fearco TAete stelle jchrteb Greene in *einem Arbasto «ni (Works 

IIJ. 230). 



Der einfliiss des Physiologns auf den euphmsmns X07 

kot seines athems alle anderen thiere an sich ziehe ; dort kann freilich 
I nicfat davon die rede sein, dass er sie nachher verschlingen will, bei 
' der anwendung, welche die eigenschaft des panthers im Physiologus 
I fiDdet; dort ist er itavToov tcdv C<mi>v cpCXroTov, . . . tjOO](ov xal itpqfov 
i C8VU. In der abhandlung liber erziehung im ersten theile des 
Euphues, die den titd fUhrt «Euphues and his £phoebus,f giebt 
Lyly den rath (s. 149): »If ther be any Fathers that would haue his 
children nurtured and brought up in honestie, let him expeU these 
Panthers which haue a sweete smel, but a deuouring minde« (n^m- 
Ikh die schmeichler) . Greene liebt diesen vergleich ebenfalls: Ma- 
nOia, Works 11. 44: »The Panther with his painted skin and his 
licet breath is the more delighted [in] : so Pharicles, faire in face, and 
{ntiiM in his heart.« Ibid s. 51: i>The Panther with his paynted 
ikinne and sweete breath, hath a tyrannous heart: so Pharicles may 
bee as foule within, as faire without. « Ibid s. 279: iThe olde Firre 
hath the sweetest smell, the aged Panther the purest breath. « An 
tnderen stellen erwahnt Greene bloss die schdnheit des fells, ohne den 
ifissen geruch; Arbasto, Works III. 239: »I see now that it fareth 
vbh thee as with the Panther, which hauing made one astonished 
with his faire sight, seeketh to deuoure him with bloudy pursutec 
Code of fancie, Works IV. 82: »That the Leopard looking at the 
Panthers painted skinne, is taken as a praie, and that hee which 
taketh too much delight to gaze vpon beautie, is oftentimes galled 
with grief and miserie.« Ganz verkehrt bringt derselbe Greene die 
iadie vor in »Euphues his censure to Philautus«( (Works VI. 174): 
>As the Panther hauing the fairest skinne hath the most infectious 
lueath* . . . Lodge, Rosalynde fol. 31*: wThey dallie in the delight 
of faire obiects, til gazing on the Panthers beautifuU skinne, repent- 
ing experience tell them hee hath a .deuouring paunch. « Nash, Ana- 
tomie of absurditie (Works I. 29 f.), sagt von denen, auf welche der 
Jpmch geht: At scire tuum nihil est, nisi te scire hoc sciat alter*): 
•As the Panther smelleth sweetelie but onely to brute beastes, which 
Aee draweth vnto her to theyr destruction, not to men in like maner, 
•0 Aese men seeme learned to none but Idiots, whom whith a co- 
bored shew of zeale, they allure vnto them to their illusion, and not to 
Ac learned in like sort.tr — Der stein »Panturaa mit seinen anziehenden 
baften, den Lyly mit der Hebe vergleicht, ist meines erachtens nichts 



*) Ungenane reminiscenz aus Persius Sat. I. 26 f. 
nsque adeone | Scire tuum n. e. . 



i. L«netiert 

anderes als einc willkiiriiche umgestaltung des panthers, was sich ebenso 
sehr durch den namen wie durch die ihm zugeschriebene natur ver- 
rath; Euphues s. 425: ol see that loue is not vnlike vnto the stone 
Pantura, which drawetb all other stones, be they neuer so heauie, 
hailing in it thee three rotes which they attribute to Musicke, Mirth, 
Melancholte, Madnesse.u 

Einhorn. Greene, Mamillia (Works II. 49}: "Vii^inily atteis 
the nature of wilde beastes: for the Lyons neuer hurt a pure Virgin: 
and Pliny reporteth that the Unicorn will sleep on a virgins lappe." 
Was die angeftihrte auloritat betrifft, so irrt sich Greene; die sache 
findet sich zuersl ini Physiologus, In der gleichen novelle finden wir 
auch noch eine andere erwahnung des einhoms (s. 108): uThe Uni- 
corne is such a foe to adulterie, and such a friend to chastitle, as 
he alwaies preserueth the one and killeih the other," I.yly spricht 
nur von der grossen starke des einhoms, Euphues s. 71 : "As the 
horse if he knew his owne strength were no wayes t6 be brideled, 
or the Vnicorne his owne vertue, were neuer to bee caught, so 
woemen if they knewe what excellency were in them, 1 feare me men 
should neuer winne them to their wills, or weane them from their 
minde." Ibid. s. 127; oBy labour the fierce Vnicorne is taraed.n'i 
" Das folgende geht vielleicht, wenn auch sehr entstellt durch tra- 
ditionelle fortpfianzung oder durch unzuverlassigkeit des gedachtnisses 
bei unserem autor, urspriinglich auf die erzahlung des Physiologus von 
der geburt des omyrmecoleon" aus einer verbindung des lowen mit 
der ameise zuriick: Euphues s. 135: nAs the breath of the Lyon en- 
gendrelh as well the Sequent, as the Am . . .: so one wombe nouri- 
shed contrary wits.n 

Die hyane wird ofter erwahnt, aber nur als ein hinterllstiges 
thier, nicht mit der vom Physiologus berichteten eigenschaft, dass sie 
ihr geschlecht wechsle. So z. b. Euphues s. no: . . . ■(that the 

■: Greene. Mamillia (Works II. 163!: "The liorne of the Vnicorne moal 
preciously receiued." Utts beiieht sich daralif, dass man das hom des einhotoB, 
Oder was man sich als solches nufbinden lies, als kostbares gegcngift sehr hoch 
icbatzte. Lodge weiss davon noch folgenden zng zu eriiihicn (Margarite of 
Amarica s. 17 f) : oBc thon iherefore wane like the Vnicorne, which, for feare 
she shonld taste poison, toocheth with her home, before she lap it with her 
iippe, so seenie thou, in faining credit to those, who otcane to fawne on thee in 
thy error, to discoaer them in their slights, as the fowie Anihias dolh the IxKmst, 
and prenent them in their snbtilities, as the fish Nibias doth the sea dragon.n — 
Greene filbrt sonst noch folgende details iiber das einhorn an. die vielleicht von 
seiner eigenen eriindnng sind: Carde of fancie. Works IV, 58: "The L'nicorne 
recouereih his health, by swallowing vp the budi of a Date-Irce.n Ibid. s. 115: 
"As the I.!on fawneth at the view of the Unioc 



SMt (AbUiih on Fnyiiol^ui mi den enpiinumiu 

Cab then catcbetb the Oyster, when the Sun shJneth, that Hienkl 
Kben she speaketh lyke a man, deuiseth most miscbiefe.i' Gossoi 
ScboQle of abuse s. 20: <Hyena speakes like a friend, and devouri 
like a (be." Lodge, Rosalynde fol. 4' ; "As the Hiena . when sh» 
mcnmies is then most guilefull." 

TurteUaube. Euphucs s. 173: »A£ the Turtle hauing lost 
mate, wandreth alone, ioying in nothing but in solitarinesse, so poocet 
the absence of Iffida, walked in his chamber as one not 
for lacke of comjiany, but desperate. » Greene. Mamillia 
I. 90): «The Turtle chuseth, but neuer changeth.« Lodge 
vodet in einem seiner novelle Rosalynde eingefugten gedichte den 
sdianen, so vielbesungenen zug an, dass die Uberlebende turteltaube 
nidi dem tode ihres gatten sich nie mehr auf einen griinen zweig 
»aie |fol. 46'', "Montanus Sonnet),:: 

oA Turtle sate vpon a leaaelesae tree, 
Mouraiog her absent pheare 
Witd sad and »orrie cheare.' 

Mit dem hirsch, dem feinde und vertilger der schlangen, ver*. 
llddit Lyly die konigin Elisabeth (Euphues s. 462): » . . . burning. 
tiUD with the breath of hir mouth like the princely Stag, 
vents that were engendred by the breath of the huge Eleph; 

Vom salamander sagt der Physiologus, er losche jedes feuer 
UB, in das er komme. Euphues a. 398: xAs the Salamander 
•tich beeing a long space nourished in the fire, at the last quencheth 
H, to affection hauing taking (1. taken) holde of the fancie, and liuin(( 
»s it were in the rainde of the loner, in a tract of tyme altereth and 
chaungeth .'the heate, and tumeth it to chilnesse." Greene hingeg< 
gebraucht das bild des salamanders in der in der poesie tiblicher gi 
"otdenen weise, wie er sich in den flammen ergottt und darin ala 
io seinem elemente lebt (Penelope's web, Works V, 103): "As the 
SiUmander. the more he lyeth in the fire, the more desirous he 
<'f ibe flame, so Calamus, the more he offended in this intemperate 
toncHpiscence, the more his thoughts were addicted to that 
Ebenso in Lodge's Robert the Deuil (s. S3)- ^° s'ch der liebeskranke 
sultan vergleicht mit einem wunden hirsch, dem kein dictamnum mehr 
We, mit dem unter gesang sterbenden schwan und endlich mit dem 
salamander: 

'Kow to the Salamander neuer bartied (scil. have I been turned;, 
Vet in ibe fire (or euermore frequenting." 



1 
I 




200 F- Lanehert 

Vom diamant sagt Lyly gemass capitel 41 des Physiologus (Eu- 
jihucs s. 301): "Heere Fidus take this Diamond, which I haue hewd 
olde women say, to haue ben of great force, against id]e thoughts, 
vayne rfreames, and phrenticke imaginations. a — Den in spateren Be- 
stiarien mit herangezogenen ?,\!g, dass er von bocksblut erwcicht werde, 
fObrt Lyly mehrmals an: Euphues s. 63: ulf thy heart be made of 
that stone which may be mollified onely with bloud'i ... S. ijj: 
iThe Adamant though it be so harde that nothing can bruse ii, 
yet if the warme blond of a Goat be poured vppon it, it bmstelfi: 
Ellen so although the heart of the Atheist and vnbelceuer be so hard 
that neither reward nor reuenge can moHifie it, . . . yet if the grace 
of God, purchased by the bloud of Christ, do but once touch it, it 
renteth in sunder, and is enforced to acknowledge an omnipotent and 
euerlasling Jehouah.B Hier haben wir die mystische anwendung disses 
zuges, die wir auch im mittelalter finden (s. meine uGesch. des Physio- 
]<^usi s. i79l. Dann ferner s. 3 1 2 : nTher is no Pearle so hard but Viniger 
breaketh it, no Diamond so stony, but bloud moUyfieth, no harlsosrif, 
but Lone weakeneth it." [Dies linden wir wortlich ausgeschrieben niedrr 
In Greene's Arbasto, Works III, 233). S, 472 f.: "Their (derwcibffl 
stomackes are al framed of Diamond, which is not to be brused 
with a hammer but bloode, not by force, but flalterie," 

Wenn ein ejlephant zu falle kommt, crzahlt der Physiologus, so 
versuchen andere ihm wieder aufznhelfen, was ihnen aber nicht ge- 
lingt, bis ein kJeiner elephant kommt und ihn aufrichtet, Gosswn 
sagt, Schoole of abuse s. 55: »The Elephants when any of their 
kinde are fallen into the pittes, that are made to catch them, throst 
in stones and earth to recouer ihem.ii In der antiken litteratur fiodet* 
wir niu- bei Plutarch (De solert. anim. c. 25) die ansicht erwahnt, dass 
die elephanten einander auf diese weise helfen, aber nur, urn sie als 
falsch zu verwerfen (s. meine "Gesch. des Physlologns" s. 35). — D** 
folgende ist wohl bloss irrthiimlich vom hirsche auf den elephante** 
tibertragen; Greene, MamilUa (Works II. 74): "The Elephant being" 
enuenomed with the Viper, eateth him vp, and is healed. p ') 

Ichneumon. Ledge gegen Gosson, Defence of poetry s. 8 = 
"1 would wysh you to followe the aduise of" the dasterdlye Ichneu- 
mon of ^gipt, who when shee beholdeth the Aspis her enemye ic 
drawe nighe, calleth her fell owes together, bismering hersclfe witl» 

') Lyly schreibt dem elephsnten aoch noch eine eigeoschaft lu, iJie mmC 
gewohnlieh dem chamHleon Tieigelegt ivird 5, unten); Eupbues s. 303: •. . , wher 
I lyiied, as the Elephilnl doth by aire, with the sight of my love." 



i 



Der einflnss des Physiologus auf den eaphnisnHis 20 1 

daye, agaynst the byting and stroke of the serpent arme your selfe, 
call yotir witts together: want not your wepons, lest your imperfect 
jn^gement be rewardede with Midas eares.« Ohne den characteri- 
sdscfaen zug vom beschmieren mit lehm spielt derselbe schriftsteller 
oodunals in seinem Alarum against usurers auf diese feindschaft an 
fm den publikationen der Shakespeare Society 1853 mit der Defence 
of poetry zusammen gedruckt, s. 53): i» Agree light and darkenesse? 
Or the Icknewmon with the Aspis?« 

Auf die verstellten thnlnen des krokodils, welche die altfran- 
zfidschen Bestiaires mit dem Physiologus in verbindung gebracht haben, 
TOd zuweilen angespielt. Euphues s. 75: iThe Crocodile shrow- 
dedi greatest treason vnder most pitiful teares: in a kissing mouth 
there lyeth a galling minde.a Greene, MamiUia (Works II. 259). 
»The nature of the Crocodile is with greeuous grones and trickling 
teares to crave helpe as one in distresse, but who so commeth to 
Hiccour him is presently deuoured.a Greene, Penelope^s web (Works V. 
155): iMany speak of the Crocodiles teares that neuer felt her de- 
ccipts.a Nash, Pierce Pennilesse (Works II. 48): »Enuie is a Cro- 
codile that weeps when he kils, and fightes with none Jjut he feeds 
on.t Lodge kennt die krokodilsthranen als sprichwortlich, bringt sie 
*ber in eine formell sonderbare verbindung mit zwei anderen sprich- 
wWichen ausdriicken, Robert Duke of Normandie s. 13: ^Knowing 
[is the Prouerbe runneth) the Tree by his fruite, the Lyon by his 
naile, and the Crocodile by his teare.«') 

Strauss. Euphues s. 123 f. : »If my counsell shal seeme rigo- 
rons to fathers to instruct their children, or heauy for youth to follow 
their parents wil: let them both remember that the Estrich disgesteth 
karde yron to preserue his health, . . . that youth shoulde endure 
^harpe stormes to finde reliefe.« 

Das chamaleon ist dem Physiologus unbekannt; man findet es 
jedoch, in den spateren Bestiarien wie bei den dichtem des mittel- 



*) Auch von seiner freundschaft mit dem vogel Trochilus, wovon Aristoteles, 
^to« nnd andere erzahlen, wissen die euphuisten. Euphues s. 379: . . . »more 
^«I then the Crocodile, who suflfereth the birde to breede in hir mouth, that 
»«<mreth hir teeth.« Greene, >.Perimedesa (Works VII. 72): »As the flye Pirulus 
^ot line out of the flame, nor the bird Trochilus keepe from the infec- 
^om Crocodile.* Gosson, schoole of abuse s. 55: »The Birde Trochilus 
^ crashing of her bil awakes the Crocodile, and deliuereth her from her 
^<niyes, that are readye too charge her in deade sleepe.« — Mit dem namen 
'^katrice* bezeichnet Greene mehrmals ein dem basilisken iihnliches giftiges 
"^; im Altfranzosischen und Spanischen ist dies eine andere bezeichnung fUr 
^ krokodil. 



F. I.aucheri 

alters, oft mil den im Physiologus enthaltenen thieren in vcrbindung 
gebracht, besonders mil dem salamander, indem man vom chamalwn 
annahm, es lebe von blosser luft, wie man votn salamander glaubK, I 
dass er bloss vom Ceuer lebe; damit verband man nicht selten nod 
zwei andere ihiere, als repriisentanten det beiden anderen elements 
Eine erwahnimg dieser vermeintlichen natur des cham^eons finden | 
wir in Lyly's Endymion (Dram, works I. 45); nLove is a came- j 
lion, which draweth nothing into the mouth but aire, and nou- 
risheth nothing in the body but lungs." Verworren heisst's im Ei^hue 
s. 45: »As the Camelion though he haue most guttes draweth leitt 
breath." — Auf die eigenschaft des chamaleons, seine (arbe in 
wechseln, wird ofi angespielt; so z. b. in folgender stelle aus Greaie's 
Mamillia (Works II. 24): uShal thy staled life be now compaied le 
the Camaeleon that turneth himselfe into the likencsse of eueij 
obiect?(i Lodge sagt gegen Gosson, Defence of poetry s. 18: »It is 
reported of the Camelion that shee can chaunge her selfe imto aU 
cooUors sane whyte, and you can accompte of all things saue sadi 
as haue honesty .« 

Dies ist der kem, um den sich nun weiter eine menge von an- 
deren fabelha'ften dingen an.setzte, in ahnlicher anwendung, wie es eben 
bei alien einraal herrschenden litterarischen moden in der natur dw 
sache liegt, dass sie iibertreibungen ausgesetzt sind. An den altfran- 
zoachen Bestiaires, obwohl sie im ganzen sich noch als bearbeitungco 
des echten Physiologus priisentiren, kbnnen wir doch in einem ge- 
wissen grade diese erscheinung auch beobachien, insofem deren ver- 
tasser, zu einer zeil, wo der geschmack am Physiologus den hochslm 
grad erreichi hatte, dazu verschiedene andere ziige fabelhafter namr- 
geschichte fligten und in gleicher weise ausarbeiteten im sinne mo- 
ralischer belehrung; nocli mehr aber an den zur unterscheidung vom 
wirklichen Physiologus eigentlich so zu nennenden Bestiarien, welche 
den Physiologus nur als einen theil mit in sich enthalten. Es wiirde 
natlirlicher weise keinen zweck haben, hier diesen ganzen kehridil. 
wie er in den werken dec euphuisten zerstreut ist, zusammenzutragen ; 
einige wenige beispiete dieser art werden \ollkommen genligen. Statt 
der drei naturen des Idwen, die der Physiologus erzahll, und von 
denen ich bei den euphuisten keine erwahnung gefimden habe, erziblt 
uns Lyly (Euphues s. 378): . . . nThe bones of the Lyon, which lying 
still and not moued begin to rot, but being striken one against another 
break out like fire, and wax greene.n Euphues s. 167: "I haue read 
of the milke of a Tygresse, that the more salt there is throwne into 



|>R tfnflUM des Pliytlalogiu aof den enphuinniu jqj 

it, the fresher it is.« Die lieil- und gegenmitlel, welche, wie man 
gijubte, nutnche thiere anwenden, benuUt Lyly zur hervorhebung eines 
gtgensaUes (Euphues s. 6i): nThe tilthy Sow when she is sicke, eateth 
ihe Sea-Crab, and is immediatly recured : the Torieyse hauing tasted 
ihe Viper, sucketh Origanum and is (|uickly reuiued: . . . And can 
men by no hearbe, by no art. by no way. procure a remedie for 
thai impatient disease of loue?" Audi steine mit geheimen eigen- 
ichaften oder von wunderbarem ursprunge werden haufig angewendet. 
&ipiiues H. S3 : 'The foule Toade hath a faire stone in his head, . . . : 
venue is harboured in die heart of him that most men esteeme 
Bushapen." S. 124: nTlie precious stone Aetites whiche is founde in 
tbe filthy neastes of the Eagle, or the precious gem Draconites that 
is ener taken out of the heade of the |>oysoned Dragon. u 0em letE- 
iCTcn schreibt Greene eine wunderbare eigenschaft zu [MamiUia, 
Works n. »9r.: "Like to the stone Draconites, that no sooner com- 
neth out of the flame but it is vehemently cold." Euphues s. 56 1 
iTouching the yeelding to loue. albeit their [the women's] hearies 
steme tender, yet they harden the lyke the stone of Sidlia, tlie which 
ihi: more it is beaten the harder it is," S. 121: "As the fire stone 
in Liguria though it be tiuenched with mdke, yet again it is kindled 
•ith water, or as the rootes of Auchusa, though it be hardned with 
^^JBer, yet it is againe made soft with Uyle.i Greene, Perimedes 
^HBUs VII. 63]: >so skilful to shadowe his spighlfuU practises with 
^HK|K coulers, as resembling the Pyrite stone, he burned sorest when 
mini tiiougt most cokle." Und in dessen »Ciceronis Amor« (Works VII, 
'07': «... of a Pyrit slone, whicli handled softly is as colde iis 
w. but pressed betweene the fingers bumeth like fire." 

Dass vergleiche von der einfachen, nicht phantastischen art, wie 
serinzeln aiich bei Guevara vorkommen, von den engUschen euphuisten 
Aenso maasslos angewendet wurden als die ^brigen, ist als ein symptom 
iSfwlben kraiikheit zu betrachten. Weiler habe ich raich mit den- 
Hlfaen hier niclit zu befassen, da sie inhaltlich mit dem Physiologus 
ovdiaus nichts zu thun haben. 

Ich komme aber nun noch an einen punkt von ganz besonderem 
"iteresse, nSmlich an das verhiiltniss Shakespeare's zu der sache. 
Ulw iShakespeare's euphtiismus" ist schon verschiedentlich geschrieben 
•Wden; abcr so viel ich weiss, sind seine anspielungen auf die fabel- 
^^ lootogie des Physiologus nie im besonderen betrachtet worden, 
11 ihrem verhaltniss m dem gebrauche den die euphuisten davon 
"•chen; und doch haben wir gerade hier das bemerkenswenheste 



fymplom vom einflusse <les euphtttsmus auf Shakespeare. Lan( 
hat, ){ef[cnUl)er dent oltcn unfiige, der mit dem wort euphuisinus friiha 
gctricben wurdc, wuil man damit tiberhaupl keinen klaren begriff vep^ 
Itnnd, mit vollcm rcchte constalirt, dass jene rede FalstafiTs (Henry IV., 
f. thcil, II, 4), wo cr in der person des konigs dem prinzen Hein- 
rich vorwllrfe tibcr scinen lebenswandel macht, das einzige beispiel ist, 
wo Shakc>i]ienrc cuphuismus spricht. ') Aber ein litterarischer einfltisil 
kanii nidi ja auch auf andere weise iiussern als durch imfreie nach- 
.ihmimK von aii»»erlichkeitcn. So bliebem in unserem falle in Shalcfr* 
HpciircK ifcditchtnUK von der lektUre der euphuisteo, rait deoen er jeden- 
fflJls wohl vertraut war, wie jene rede FalstafTs allein schon genUgend 
t)eKctigcn wllrde, aiich wenn nieht zweien von seinen dramen euphui- 
KtUchc novcUcn r.\) gnindc liigcn, nattirlich unter andereni auch mancbe 
Kllgc von ihrcr (Ibclangebrachtcn gelehrsamkeit zuriick, bis er sie ai 
Keeignetcr icit Bclbst wicdcr zu verwenden wusste, aber nicht zu eineui 
nbgcHchmacktcn vcrglcJche nach der geistreich sein sollenden affectinat 
art dcT ciiphiiistcn, sondcm zu einem poetischen bilde von schbnheit tmA 
kraft. Quanto rcctius hie, qui nil molitiir inepte ! Die art, wie Shake< 
mware diese bilder gebraucht, ist also dtirchaus nicht euphuistisch; abd 
einen einfluss des eiiphiiismus auf ihn haben wir hier 2U constatiren, dl 
cr dicse dingc ohne zweifel aits den schriften Lyly's und seiner naclH 
ahmcr kennen lemte. Hense sagt in seiner abhandlung njohn Lillj 
nnd Shakespeare* (Jahrbuch der deulschen Shakespeare-gesellschaft VIIL 
269): nVon jenem stofFe aus einer fabelhaften naturgeschichte, den wii 
im tlbermaass bei Lilly zum gleichnisse verwandt finden, sehen wi*! 
auch einiges von Shakespeare gebraucht," Er ftlhrt jedoch nur wenigC 
beispiele an, von denen ein einziges dem Physiologus angehbrt 
(Hamlet IV, 5, vom pelikan, s. unten; ausserdem den vergleich rait 
dem chamaleon, das sich von der luft nahrt, Hamlet III, 2, 98^; 

') Die unvergleichliche komik dieser scene kann auch nur dann recht g»< 
ruhlt werden, wenn man den euphuismus kennt, — Hier will ieh ini vorbeigeboa 
erwHhneo. dnss der unbeltsnote icilgenoBse Shakespeare's, von dem die konlddfft' 
The Puritan Widow stammt (1607 luersl gednickt;, einen in der lelzten scene. 
auftrelenden Nobleman, der vom hofe kommt. noch im emste euphuismus sprechett 
l'i4»l; I. b.: oWho regard yoo least, are best regarded; who hate yoa most, ore 
best beioved. ... An impudent fellow best wooes you, a flattering lip best 
wins you ..." ... »Not that in these I blemish the true title of a captain, 
or blot the fair margent of a scholar; for 1 honour worthy nnd deserving parti 
in the one, and cherish fruitful virtnes in the other." — In Beanmout's und Flet- 
cher's "Honest man's fortune V, 3 wird ein hofling charakterisirt : 

"He hfl5 nothing in him but a piece of Enphues, 

\ad twenty doien of twelvepenny ribband, all 

.\bont bim ; he is bnl one pedlar's shop 

Of gloves and garters, pick-teeth and pomander.- 



J 



Der einflnss des Physiologas anf den euphuismus 20 5 

Tvo Gentlemen of Verona II, i, 178, und ein paar andere sachen, 
die noch weiter abliegen). Dasselbe beispiel vom pelikan ist das ein- 
zige, das Rushton in seinem schriftchen »Shakespeare's euphuism« 
(s. 9] anfiihrt von all den aus dem Physiologus stammenden bildem, 
die Shakespeare mit den euphuisten gemeinsam hat. Der fehler. war 
eben, dass man immer nur den »£uphuestt selbst heranzog. — Ich 
werde nun die aus Shakespeare gesammelten beispiele zusammenstellen.') 



I) Im vorbeigehen mdge ein blick auf das sonstige verhalten des zeitge- 
Bossischen drama's zn diesen dingen geworfen werden. Die enphnisten selbst in 
ihrai dramen waren darin sehr enthaltsam ; es konnten oben nur ein paar drama- 
tiiche stellen von Lyly und eine von Lodge aufgefUhrt werden. In Greene's 
dnonen habe ich gar nicbts dieser art gefunden, \iiberhaupt nur ein bemerkens- 
weifhes thierbild, in Alphonsns, King of Arragon, Akt I (Ausg. v. Dyce s. 228), 
wo das bild von der schlange ausgefiihrt und auf die vorliegenden verh&ltnisse 
ingewandt wird, die sich, wenn nur der kopf unversehrt bleibe, aus alien ver- 
ktzmgen und selbst zerstiickelungen wieder herstellen, aber dagegen ihr leben 
Bcht erhalten konne, wenn der kopf zerquetscht werde; ich mochte nicht ent- 
scheiden, ob der dichter dabei an die eigenschaft aus dem Physiologus gedacht 
bt, dass die schlange gegen feindliche angriffe nur ihr haupt schiitze mit preb- 
{d>ang des korpers; die darstellung liegt doch zu fern ab. Bildliche zUge wie 
niche, wenn muth oder starke mit dem lowen verglichen werden und dergleichen 
ph5ren natiirlicherweise gar nicht hierher. Von anderen vorgiing^m Shakespeare's 
luben mir Marlowe und Peele nichts ergeben. Unter seinen eigentlichen zeit- 
genossen im volksthttmlichen drama steht er dagegen in anwendung dieser bilder 
skfat allein. Aus den unter dem namen von Beaumont und Fletcher iiberlieferten 
fltBcken habe ich folgende beispiele gesammelt, allerdings unverh^tnissmMssig we- 
>^r als sich bei Shakespeare findet (citirt nach d. ausg. von Darley, 1851): In 
'^ captun« I, 3 (I. 622) sagt ein unzufriedener liebhaber von seiner geliebten: 
»If she were as good as she is seeming, 
Or, like an eagle, could renew her virtues, 
Nature had made another world of sweetness.n 

lb. V, s (I. 643): 

»I could thrust my head betwixt two pales, and strip me 
Out of my old skin like a snake.« (Nfimlich vor freuden). 
In i»Thierry and Theodoret« III, I (II. 414) klagt Thierry, dass er zur zeit 
in impotenz leide wie der elephant : 

»Sure I have drunk the blood of elephants! 
The tears of mandrakes, and the marble dew, 
Mix'd in my draught, have quench'd my natural heat.« 
In nThe lovers' progress« II, 2 (II. 642) sagt einer zu cinem madchen: 
nCan the fish live 

Out of the water, or the salamander 
Out of the fire? or I live warm, but in 
The frying-pan of your favour ?« 
»A King and no Kinga V, 4 (I. 76): 

»You are a pair of vipers; and behold 
The serpent you have gotl« 
Ebenso in »The laws of Candy«( V, i (I. 384] von einem sohne: 
i>The viper 's come; his fears have drawn him hither. 
And now, my lords, be chronicled for ever, 
And give me justice against that vile monster, 
This bastard of my blood.n 
^e erwahnung des phonix und des einhoms mit seinem »unvalued hom<( 
™en wir im »Valentinian« I, i (I. 439). «The fair maid of the inn« V, 3 
^» 378): »Weepest thou, crocodile ?« In »The double marriagea V, i (II, 121) 




(Die citatc nach der Glube edition). 

Pelikan. Im nHamlctu IV. 5, 144 fif, sagt Laertes; 

"To hii joud fricmli Ihus wide MI ope my arms; 

And like the b1n<l 1lfe-rcn<leriDg pelican, 

Kepail them wllli my blnod.' 

An Kwci andcrcn stellcn vcrgleicht Shakespeare mit iliesem voge! 
imnnlUrlichc kinder odcr vcrwanrile. die gewissemiaassen ihr eigenci 
blut vergiesNcn in dcm ihtcr nngehdrigen. Lear bezeicbnet sdne 
Utchter Hu, HI, 4, 74 tf. : 

•U It the fublnn, (bat dUcarded faihers 
Should have thus little mercy on their fleshf 
Jiidlciouf piiniihment ' 'twu this flesh begot 
ThoMc iielienn dnughlcrs.- 

iRichmd U.», II, i. 114 ff-: 

•■(), ipare me not, my brother Edward's son, 
Kor that I was. his rather Edward'^ ion; 
'ITial blood already, like the pelican. 
Halt thou tapp'd ont and dninkenly caromed-* 

Auch diese letztere anwendung kann Shakespeare von Lyly gelernt 
haben; icli babe oben eine stelle des Kuphues angefuhrt, wo das blui- 
vergiessen des pelikans gleichermaassen als ein act sinTdoser selbst- 
vemichtung genommen ist. Ich muss Doch beifugen, dass ich diese 
auffassung sonst nirgends gefunden habe. 

Adler. Die anspinlnng auf das lange leben des adlers im 
Timon TV, 3, 333 f. gehorl vielleicht hierher: 



Phbnix, Uas bild vou der selbstverbrennung und wiederent- 
stehung des phiinix liebt Shakespeare besonders; es war ja auch gerade 

klsgt der Parosit Castiuccio, den n 
dem bei lafel auf verordnnng eini 
wie dem Sancho Paiua^ 

"Am I tum'd king camelion 

And keep ray court i' th' air?» 
SoDst lindeK wir noch den tiidlichen blick des baeilUken, uThe fair maid of 
the inn- V, 3 (II, 3781, ond dei Cocntrii, »A wife for a months 0. i (I, 571) nnd 
nThe honesi man's fortonc" I, l [11, 476;. — In den psendoshakespeari^chen stlicken 
fand ich nichts von diesen saohen, ansscr dass etwa im "Merry devil of Edmonton- 
in der letrten scene Smug seine freude nnch seiner art folgendermassen aosdrllckt: 
■I could tight now for all the world like a cockatrice's egg.- 




Der einflnss des Physiologus anf den euphuismns 207 

dies zu jeder zeit das popularste von alien bildem des physiologus. 
iHcnry VI.«, i. theil, IV, 7, 92 f: 

"From their ashes shall be rear'd 

A phoenix that shall make all France afeard.« 

Aehnlich im 3. theile tHeinrich's VI.«, I, 4, 35 f. : 

i>My ashes, as the phoenix, may bring forth 
A bird that will revenge upon you all. a'} 

Am ende von »Henry VIII. « sagt ferzbischof Cranmer in seiner 
[arophezeihung von Elisabeth, V, 5, 40 fif. : 

. . . »Nor shall this peace sleep with her: but as when 

The bird of wonder dies, the maiden phoenix, 

Her ashes new create another heir, 

As great in admiration as herself; 

So shall she leave her blessedness to one, 

When heaven shall call her from this cloud of darkness. 

Who from the sacred ashes of her honour 

Shall star-like rise, as great in fame as she was.« 

In »Richard Ill.ct, IV, 4, wo Richard um die tochter Eduard's IV. 
*i iber mutter wirbt, macht letztere ihm den vorwurf : 

•But thou didst kill my children", 

wrauf er antwortet, V. 422 ff. : 

afiut in your daughter's womb I bury them: 
Where in that nest of spicery they shall breed 
Selves of themselves, to your recomforture.v 

Vgl. auch noch Sonnet 19, 4: 

»6um the long-lived phoenix in her blood,« 

od das gedicht »The phoenix and the turtle.* — 

Die folgende stelle aus »Tempesta HI, 3, 21 ff. ist hochst wahr- 
Aeinlich aus der oben s. 195 angefiihrten stelle aus Euphues s. 312 
irtBommen: 

•Now I will believe 

That there are unicorns, that in Arabia 

There is one tree, the phoenix' throne, one phoenix 

At this hour reigning there.« 

*) Vgl. den bekannten vers Virgil's: 

Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor. 



2o8 F. Laachert 

An anderen stellen nimmt Shakespeare wie die eiq>huistien (kt 
phonix als symbol des seltenen , oder unvergleichlicher achiSchcit; 
z. b. As you like it IV, 3, 16 f.: 

»She calls me proud, and that she could not love me. 
Were man as rare as phoenix.« 

Viper. »Henry VI.*, i. theil, III, i, 72 f. : 

»Civil dissension is a viperous worm 

That gnaws the bowels of the commonwealth.* 

»Pericles<r I, i, 64 f., in dem r^thsel der tochter des AntiodiiB; 

»»I am no viper, but I feed 

On mothers' flesh which did me breed.« 

Das e inborn wird zwa^ mebrmals erw^ihnt, doch findet seine 
vom Physiologus (iberlieferte eigenschaft, dass es sich einer jtmgfran 
unterwerfe, dabei nirgends verwendung. 

Turteltaube. Das bild der treuen turteltaube ist eines von 
denen, die Shakespeare am meisten liebt. Die bemerkenswerthestc 
stelle ist die folgende aus der »Winter's tale« V, 3, 182 ff. (vgL die 
stelle aus der »Rosalynde<i von Lodge, oben s. 199): 

»I, an old turtle. 

Will wing me to some withered bough and there 
My mate, that 's never to be found again. 
Lament till I am lost.« 

Ibid. IV, 4, 154 f.: 

. . . »so turtles pair, 
That never mean to part.« 

Merr>' wives II, i, 82: »Well, I will find you twenty lasdvious 
turtles ere one chaste man. a Ibid. Ill, 3, 42 sagt Frau Ford, indem 
sie von Falstaff spricht: »We 11 use this unwholesome humidity, this 
gross watery pumpion: we '11 teach him to know turtles from jajrs.t 
Love's labour^s lost IV, 3, 211: »Will these turtles [Costard und 
Jaquenetta] be gone?* Troilus III, 2, 184 f. : 

»As true as steel, as plantage to the moon, 
As sun to day, as turtle to her mate.a 

Im 2. theile JiHeinrich's Vl.a, n, 2, 28 ff. wendet der herzog von 



Der einflnss des Physiologos auf den eaphmsmiis 209 

Baigond den vergleich hohnisch auf den dauphin und die Jeanne 

d'Arc an: 

»[I] am snre I scared the Dauphin and his troll, 
When arm in arm they both came swiftly mnning, 
Like to a pair of loving turtle-doves 
That could not live asunder day or night«t 

Auf die schlange Asp is des Physiologus, die sich gegen die 
beschworungen des zauberers taub macht durch verstopfung ihrer 
ohren, spielen folgende stellen an: Henry VI., 2. teil, HI, 2, 76: 

»What! art thou, like the adder, waxen deaf?a 

Troilus n, 2, 171 ff . : 

•Pleasure and revenge 

Have ears more deaf than adders to the voice 

Of any true decision.* 

Sonnet 112, 10 f. : 

». . . that my adder's sense 

To critic and to flatterer stopped are.« 

Salamander. Im i. teile Heinrich's IV., IE, 3, sagt Falstaflf 
ZQ Bardolph iiber dessen rothgllihendes gesicht : »0, thou art a per- 
petual triumph, an everlasting bonfire-light! Thou hast saved me a 
tlK)asand marks in links and torches, walking with thee in the night 
i^ctwixt tavern and tavern : but the sack that thou hast drunk me 
voold have bought me lights as good cheap at the dearest chandler*s 
nt Europe. I have maintained that salamander of yours with fire 
^J time this two and thirty years.* 

Krokodil. Henry VI., 2. theil, in, i, 235 ff. : 

•Gloucester's show 

Beguiles him as the mournful crocodile 

With sorrow snares relenting passengers. « 

Des chamaleon's eigenschaft von der luft zu leben wird zwei- 
N henutzty neben anderen stellen, die auf seine fahigkeit die farbe 
^ ver^dem bezug nehmen und uns hier nicht weiter interessiren. 
Hamlet (m, 2, 198) antwortet auf die frage des kdnigs: »How fares 
ow cousin Hamlet?*: »Excellent, i' faith; of the chameleon's dish: 
^ eat the air, promise-crammed : you cannot feed capons so.« Two 
geoflemen n, i, 178: »Though the chameleon Love can feed on 

S.K51biiig, Engliscbe studien. XIV. 9. \^ 



I 



the air, 1 am one that am nourished by my victuals and would fab 
have meat.a 

Es ist htichst ansiehend, die spuren jenes altcn buches. des Phy- 
siologus, der bei Shakespeare's tode eine geschichte von naheiu andot- 
halb jahrtausenden hinter sich hatte, durch eineti so langeo leitraum 
zTi verfolgen. Lange nach der nattirlichen blUthe im mittelalier, d«seii 
geiste besonders die mystisch-allegorischen deutungen jener fabelhaften 
thiereigenschaften so zugesagt hatten, machten sie nochmals ihre eigen- 
artige anziehungskraft geltend, wie wir gesehen haben. So weit cli« 
zunachst jene novellenschreiber in ihrer verschrobenen iiberfeioheil 



allein angeht, ist es ei 
die wenigst" 
stellung verdiente 



eine hochst merkwtirdige pathologische erscheinung, 
litterarhistorischem interesse eine eingehende dai- 
ein punkt von allgenieinem lebendigem intovsse 
! aber ist es, dass auch der grosste dichter England's diese bilder auf- 

»aahm und in wahrhaft poetischer weise verwendete, und dass er 
eben durch die vermittelung jener novellenschreiber liberkam. 
Strassburg, August 1889. Friedrich L; 



dass er se 

1 



DIE METHODE TOUSSAINT-LANGENSCHEIDT, 



Die redaction dieser zeitschrift hat mich nilt der ehren- und ver- 
antwortungsvoUen aufgabe betraut , die weitverbreiteten Toussaint- 
Langenscheidt'schen unterrichtsbriefe') mit riicksicht auf die darin zur 
anwendung gebrachte tnethode der spracherlernung einer eingehenderen 
besprechung zu unlerziehen, selbstverstiindlich rait besonderer benick- 
sichtigung der e'nglischen briefe. Dass dies an dieser stelle und 
nicht in dem kleingedruckten recensions -ausgedinge geschchen soil, 
daftir gibt es einige gute gr(inde. Vor allem aber dtirfte sich eine 
solche erortening der sprachmethodischen schdpfung Langenscheidts als 
opportun empfehlen, urn ihre stellung zu den sich seit einer rwhe von 
jahren befehdendeu unterrichtsmethotlen in den neueren sprachen vom 
historischen und padagogischen standpunkt klarzuslellen . 



I "Hrieflicber sprach- nnd sprcchunterricht fiir das selbstatudium erwacJiie- 
Engliach von dr. C, von Dalen, Henry Lloyd nnd G. Langenaeheidt. 35. 
(36,) traflage. Berlin 1SS8. Lange nscbeidl'schc veilagsbnchliandlung. 656 a. 
lebit 5 bniagen. Preis M. 17, 




JXt metiMde Toaisunt-Lui£enscbeid( 

Die englischen Toussaint-Langenscheidtschen imlenichtsbriefe er- 
scheinen nunmehr in ihrer 36. auflage. Da die crste im jahie 1859 
vertffenUicht wiirde, so konnten die verfasscr iiiglich das dreissigjiihrige 
jnbiiamn ihres bestehens feiern, und es wird wenige jubilare dieses 
Jahrhanderts gebeti, die es mit so \-iel recht thun diirften, aU die 
sdi6pfer dieses werkes, das seit einem menschenalter auf dem reper- 
Wire des deutschen buchhandels steht. Die 'briefe' haben sich Uber- 
dics einen international en charakter dadurch erworben, dass sie nach 
dem "statistischen nachweis' ') ihrer verbreitung sdiUler in alien wel'- 
tbeilen gefunden und so sich in zeitUcher wle in raumlicher be^iehung 
eine hervorn^ende stellung in der geschichte der melhoden der sptach- 
ttiemung eorbert haben. Es ist mir thatsiichlich kein lehrmittet be- 
tunnt, welches bei lehrem und lemenden so allgemein bekannt ware, 
Aese nnterrichtsbriefe. Diese verbreitung ist bei den deutschen 
baltnissen um so auffallender, als sie keineswegs ein vom 
officiell approbirtes, propagirtes und protegirtes, sondem das 
mtemehmen eines privatmannes sind, so dass diese lehrweise mit der 
irfectirenden methode der bislang staatlich monopolisirten offentlichen , 
sdinlmassigen spracherlernung parallel laiift. Die aufgabe nun. dieses 
von hunderten von fachlichen und nichtfachlichen zeitschriften und 
uthllosen autoritiiten im laufe der langen zeit seines bestehens 
twirtheilte und mit seltener Ubereinstiromung gespriesene lehrmittel 
besprechen, ist keine so leichte, da es so viele seiten 
itc beurtheilung darbietet. Es wQrde daher den mir bier ztu" ver- 
Ifigung stehenden raum weit tiberschreiten , wenn ich es untemehtnen 
•olllfl, neben dem methodischen moment aucb das sachliche und 
iii sprachwissenschaftliche zu erortem. Ich babe mich daher eat- 
tilosscn, diese beiden letzteren nur insoweit heranziiziehen , als sic 
dem ersteren in unlbslicher verbindung stehen. Aiif dem gebiete 
^ sprachlichen lehmiethoden herrscht heute ein bisber noch unent- 
'diiedener kampr zwiscben der reflectirenden (grammatisirenden) me- 
ftode, die an der grossen mebrzahl der deutschen und osteireichischen 
■dinlen herrscht, und der dlrecten (analytiscben) , die allenthalben 
^Wnnisch einlass begehrt. Es drangte sich bei der besprechung dct 
"■tthode Toussaint-Langenscheidt eine reihe von fragen auf, deren 
''Wilwortiing einiges interesse bieten dlirfte. Welchen umstanden ver- 



n der erde gefunden htibenn IgTBtlsl. 





dankcn die nUnterrichtsbriefei ihre weite verbreitung? Was sind die 
vorbilder der methode, und wie weit ist sie ihnen gefolgt? Hat die 

reflectirende schulmassige unterrichtsraethode auf die nUnterrichtsbriefeir 
einen einfluss genommen , und wie weit erstreckt sich dieser? Gibt 
es berlilirungspunkte zwischen Toussaiot-Langenscheidt und der seit 
ungefahr einem jahrzehnt neubelebten directen methode? Ist diese 
Ictztere von jener abhangig? Oder ist nicht vielmehr die briefmethode 
von der reformbewegung beeinUusst wordeo: Erst wenn diese fragen 
beantwortet sind, wird es sich fesistellen lassen, welches anrecht 
die in rede stehende methode auf selbstandigkeit hat. Die methode 
Toussaint-Langenscheidt verdankt ihre langlebigkeil und beispieUose 
lokale verbreitung einer reihe von umstanden, die theils offentlicher, 
theils privater natur sind. Als der erste Toussaint-Langenscheidt'sche 
franzosische untemchtsbrief im jahre 1856 erschien, herrschten in 
DeuLschland und in Oesterreich ganz eigenthiimliche untenichcszustande 
an den offentlichen schulen, die bis auf den heutigen tag sich noch 
nicht wesentlich gebessert haben. In Deutschland wurden die neueren 
sprachen schlecht, in Oesterreich gar nicht gelehrt. Auch hatte die 
erste franzosische revolution in der gcschichte der methodik eine tiefe 
kliift gerissen: das utilitatsprincip des voirevolutionaren rationalismus 
musste denn neuhumanistischen formalismus weichen. Das ntitzliche 
wurde mit grosser verachtung beiseite geworfen und an seine stelle 
das an sich werthvolle, das 'formalc' gesetit. Das problem der sprach- 
erlemung, das durch die spracho^ane, das gedachtniss, die nach- 
ahmung, die Ubung gelbst werden muss, suchte man jetzt durch das 
reflectiren und das iisthetisiren iiber die sprache zu losen. Einer der 
haiiptvertreter dieser richtung, Hegel, bezeidinet dieses grammatische 
studium geradezu als eine 'elementare philosophic', 'in welcher der 
verstand anfangt, selbst gelemt zu werden'. Die grammatischen for- 
men, die fremdsprachlichen worter wurden in ahstracto als zeiclien 
unserer ideen und als neue objecte fdr unser denken behandelt und 
so der betrieb einer sprache zu einem blossen mittel der fremden 
bildung gemacht. Die lemenden menschen sollten sich alles ntitz- 
lichen, praktischen, concreten, ihrer 'auimalitaf oder 'bestialital', wie 
man es zu tituliren beliebte, entschlagen und ihr denken dem an sich 
schatzbaren, idealen, abstraclen zuwenden. Die classischen sprachen 
wurden nicht mehr nach dem althumanistischen vorgang gelehrt, um 
eine gewisse fertigkeit in der imitation der alten zu erzielen, sondem 
der neuhumanismus wotlte das urtheil, den geschmack, den geist an 
sich bilden und zu origineller production in der muttersprache an- 



L)lc methode 'riJii^-aint-I.ani^'en^cliL'lilt 2 i ; 

leiten^j. So sollte es auch mit den modernen sprachen gehalten 
warden, soweit sie iiberhaupt gelehrt wurden. Die lehrer der classi- 
sdien wie der modernen sprachen, die der neuhumanismus bildete, 
nren nicht schiilmeister, sondem gelehrte sprachforschende missionare 
der humanitat, die sich in der schule unbehaglich ftihlten. Da man 
in den neueren, lebenden sprachen den formenreichthum der classi- 
idwn vermisste und in ihnen keinen sonstigen stoff flir geistesgymna- 
idscfae ubtmgen zu finden wusste, so ist es kein wunder, dass man 
jene sprachen von dem obligatorischen imterrichte lieber ganz ausge- 
Kiilossen wissen wollte. Ueberdies standen auch die realschulen, an 
wdchen modeme sprachen gelehrt wurden, in dem geruche, ein halb- 
gebildetes demagogenproletariat heranzuziehen. So dachte man vor 
dem jahre 1848. Die reaction nach 1848 aber brachte den satz: 
frammatica in scholis facit mtracula, catechismus in tccltsia nur noch 
zu schsirferer geltung. Der axiomatische grundsatz, dass der mensch 
cnt durch das studium des Lateinischen zum richtigen gebrauche 
tebes verstandes gelange, das studium der neueren sprachen ohne 
leine kenntniss Iiberhaupt oberflachlich bleibe; endlich die entziehung 
iHer berechtigungen der realschulabitiurienten war nattirlich dem studium 
der lebenden sprachen sehr abtraglich. Aber die ganze intellectuelle 
Bnd volkswirthschaftliche entwickelung der deutschen vdlker war in- 
wisdien diesen regierungen mit ihrem stab von staatspadagogen und 
nethodikem l^gst tiber den kopf gewachsen. Die allgemeine ein- 
Wming der eisenbahnen und der dampfschiflffahrt, die riesenfortschritte 
der naturwissenschaften, die von tag zu tag sich steigemde intensitat 
des materiellen und geistigen verkehrs zwischen den europaischen 
Qihnrvdlkero, die immer grdssere schwierigkeit der existenzbegrtindung 
QBd die steigerung der concurrenz machten die kenntniss modemer 
■piadien sehr vielen Deutschen wUnschenswerth , vielen zu einer daseins- 
i^wendigkeit. Was die schule ihnen halb widerwillig gab, war nicht 
S^eignet, sie in dem kampfe ums dasein wehrfkhiger zu machen: es 
QQate also der Deutsche zu einem acte der selbsthtilfe schreiten. Das 
SCtduih nun durch die Toussaint-Langenscheidt'schen Unterrichtsbriefe, 
denen daher eine grosse culturhistorische mission beschieden war. Es 
^, wie sich ein buch, welches 1861 erschien'), ausdrlickt, neben 
tai auf den 'resultaten grlindlichster forschung aufgebauten methoden 
^, d'Haigues, Schmitz u. a. das leicht erklarliche streben hervor, 



*) Vgl. Paulsen vGeschichte des gelehrten unterrichts etc. 
•) Stoy: vEncyklopsldie etc.« Leipzig 1861 p. 158. 





IW . W. Swoboda 

auf das schnellste und bequemste zum gebrauche der lebenden spra- 
chcn zu ftihren , so dass diese auf die wtirde einer zweiten mutter- 
sprache anspnich erheben ktinnten'. Die 'versuchung' zu einer solchen 
methodik 'niederer ordnung' liege nun einmal im charakter einer 
sprache, welche nicht bloss eine lebende, sondem zugleicb eJne all- 
gemeine verkehrssprache sei , und es ware wohl bis in die neuesten 
zeiten herein mehr als einmal nothwendig gewesen, von den 'krank- 
heiten' der franzdsischen sprachmethode zu schreiben', Gegeniiber 
diesen in den fiinfziger und sechziger jahren allgemein anerkannten 
thesen wagte es Laogenscheidt zuerst, wenn auch schtichlem und in 
zweiter linie, in dem 'prospect' zu den unterrichtsbriefen 'den prakti- 
schen nutzen, welchen die kenntniss einer freroden sprache mil sich 
bringe", hen'orzuheben und der tiberschatzung des werthes der alten 
sprachen das studiiim der englischen und franzdsischen sprache als 
eine 'unabweisbare forderung des zeitgeistes'gegenOberaustellen. Auch{!) 
das sprcchen der zu erleroenden sprache sei von vomherein zu bc- 
achten, eine fremde sprache nur verstehen (hier ist namlich die ge- 
druckte und gelesene buchsprache gemeintj , ohne sie gelaufig zu spre- 
chen, sei ein wissen ohne konnen und tauge nicht viel', Der pro- 
spect ergeht sich femer in einer nur zu wahren schildetung der er- 
barmlichen resultate des class enunterrichts , woraus geschlossen wird, 
'dass nicht das zarte kindesalter, sondem die reiferen jahre ein resultal- 
bringendes sprachstudiiim begUnstigen.' 

Freilich ist dies ein trugschluss, den wir theils der anbequemung 
an die reflectirende methode, wovon wir spater zu sprechen haben. 
theils dem bestreben, das selbsisludium als den besten weg zur 
spracherlemung zu rechtfertigen, zuschreiben mlissen. Ich habe bisher 
iramer geglaubt nnd bin auch willens dabei zu bleiben, dass das 'zarte 
kindesalter' das ftir die spracherlemung giinstigste alter sei, wenn es 
sich lediglich um das konnen der sprache handelt. Abgesehen von 
dem Classen unterricht bieten sich, fahrt der prospect fort, noch andere 
mittel und wege , eine fremde sprache zu erlemen ; der sprachlehrer 
und der aufenthalt im fremden lande. Auch diese flihrten nicht zum 
ziele. Wenn der sprachlehrer ein Englander und sonst nichts ist, kein 
lehrgeschick und keine lehrbefahigung besitzt, oder ein deutscher lehrer, 
der die sprache selbst auf dem wege der reflexion erlemt hat; oder 
wenn der Deutsche, wie es sehr haufig geschieht, ohne geeignete vor- 
bereitung als erwachsencr nach England geht und nach mehrjahrigem 
aufenthalt daselbsl mil schlechter aussprache, einigen eingelemten 
phrasen und grossem eigendtinkel nach hause zurlickkehit — wie L, 



J 



Ke melliode TaiuiuBt-L*iigeiiictieIdt 

iDiUDunt — so hat er allcrdings recht, dem vemvinftigen selbst^ 
iludium den vorziig zu geben. Dies gilt jedodi nur unter jenen ' 
nnstanden; deim nicht jeder miindliche unterricht ist 'zweifelhaft', 
imd der aufenthalt im fremden lande k a n n tu correcter und ge- 
wandter spracherlcraung ffihren. Das aulodidakiische studium, und n 
sei es nodi so tiefflich angepackt, ist, gegenliber den anderen wegen,J 
Venn sic richtig eingeschlagen werden, doch nur eine zweitbeste und^ 
meht, wie L. lu beweisen untemimmt, die absolut beste mcthode. 
Worn daher der dffentliche unterricht in den lebenden sprachen eln- 
mal das ist, was er sein soil, so hatlen die unlerrichtsbriefe ihre 
ciilturmission erfullt und den zenith ihrer popularitat (iberschritten. 
Aber sie bcsassen dennoch auch noch fur das 20. und jedes der fgl- 
genden jahrhunderte ein grosses historisches interesse, als ein ragendes 
denkmal an eine der traurigsten epochen der geschichte des sprach- 
untenichts in Deutschland '). Zu diesen ausserhalb der eigentiichen 
spracherlemung Hegenden grtinden der weiten verbreitung der unter- 
riditsbriefe treten die mannigfachen vorztige derselben, die persiinliche 
kbtuchtigkeit ihrer verfasser und auch der umstand, dass sich an der 
hersteilung dieses lehrmittels immer je zwei manner betheiligten, von 
ifenen der eine ein Deutscher, der andere ein Englander respect, ein 
FraiKose war. Professor Langenscheidt selbst hat dem ausbau der 
unlerrichtsbriefe ein menschenalter vo!l arbeit, unermiidlicher thatig- 
liBt, aufopferung und lehrerfahrung, einen auch fiir deutsche begriffe 
riesenhaften fleiss geweihl, wobei ihm ebenso treffliche heifer eng- 
lisdier und franzosJscher nation tm seite standen. Die unterrichts- 
btiefe tlbertreffen daher an methodischer sicherheit, mit der sie ihr 
<k1 verfolgen, an grlindlichkeit und sorgfalc auch im kleinsten detail 
^ ahnbchen lehnuittcl. Es ist daher ganz erklarlich, dass tausende 
wn jQnglingen , miinnem und frauen aller stande Deutschlands imd 
udercr deutschsprechender lander dasjenige ktinnen und wissen in 
to franzoaischen und englischen sprache daraus gesogen haben, das 
iJnieo die schule als "nlitzlichkeitskram' vorenlhielt; dass viele darin 
dn schlUssel zur entrathselung und zum genuss fretnder litteraturschatze 
^nden; viele sich mit ihrer hilfe eine existeru begrllndeten, um dann 
ihiem Ichrer in lausenden von anerkennungsschreiben ihre dankbarkeit 
MBiUdrUcken. 

Uennoch ist die methode keine 'neue erfindung', auch nicht ein- 
lul deutschen ursprungs; so wie ihre bedeutung, ist auch ihre ah- 

h V^ Panlsen ■'Geschichte de^ gelehrten unrcrrichts- 




sUmmung ebe ioteniationale. Die verfassei sind besdieiden genug, 
ihre queilen selbst zu oennen: es sind Hamilton, Jacotot und 
Robertson. Nur das verdienst, die vorzlige dieser methoden, be- 
Hondere in ansehung des selbstunterridits vereinigt, und mit den resul- 
taten der eigenen beobachtung und erfahrung ausgestattet und so, zwar 
nicht eine neue, doch eine selbstandige methode geschaffen zu 
haben, nehmen sie fur sicb in anspruch. Sowohl Hamilton, der 
Englander, als auch Jacotot, derFranzose, waren 'laien', weder pro- 
fessionelie schulmeister nocb gelehrte. Beide repriisentiren als manner 
des lebens, der erfahrung, don uagetrtibten 'gesunden menschenverstajid' 
gegentiber dem refleclirenden neuhuraanismus, Der erstere wurde lehrer, 
um sein leben zu fristen, und begniigte sich auf rein praktischem wege 
die vortheile seiner 'natUrlichen' methode zu demonstriren ; der letztere 
befand sich auch theoretisch mit der refleclirenden methode im gegen- 
satz, er hat es versucht, seine methode auch psychologisch zu begrtin- 
den. In seinem ganzen wesen und thun hat er die meiste ahnlich- 
keit mit unserem Ratke. Beide wurden von der gegenpartej mit der 
gr6ssten verachtung beh&ndelt; der hamiltonianismus die 'domestiken' 
methode"'), der jacototismus wegeo seines einen hauptgrundsatzes 
'apprendre qutlquc chose el y rapporter tout le resfe' die 'chiturgische 
padagogik"] benaraset. Beide legten ihrem sprachunterricht einen 
zusammenhangenden lehrCext zu grunde: Hamilton das evun- 
gelium loamis fiir Latem ; seine nachfolger Goldsmith's » Viear of li'aie- 
ife/i/B fiirEnglisch; ]^coX.oX. Finilons fiTilimaquen- ftir die Franzosisch ler- 
nenden Hollander. Mit diesem vorgange stimmt auch Robertson iiber- 
ein. Damach findet sich auch dieses mechodische princip, bei Lan- 
genscheidt durch Dickens' -iChristmas Caroh vertreten, wieder. Die 
aufnahme dieses literaturwerkes begrQndet gegen die vorgiinger inso- 
fan einen fortschiitt, als im jahre 1859 Dickens ein ganz moderner 
schriftsteller war und sich die sprache dieses romans auf dem gebietc 
der umgangssprache bewegt. Hamilton und Robertson sowie l^ngen- 
scheidt verdeutlichen dem schiiler den fremdsprachlichen text durch 
interlinearversionen, welche im casus, genus, numerus der sub- 
stantiva und adjectiva; im modus, tempus und person der verba 
sclavisch an das fremde idiom mit vblliger hintansetzung der eigen- 
thtimlichkeiten der muttersprache sich anschliessend die sog. grund- 
bedeiitung der fremden wiirter geben. Gegen dieses verstandigungs- 
mittel gelten freilich die einwande Raumers, dass es hflchst bedenklich 

- 68. 





it-Langenictieu^ 

ersdicine, dem schliler. der die fremde sprache nicht kennt, diese 
durch die unkenntlich geniachte muttersprache z\i vermittein, uod dass 
«s gar nicht moglich sei , die 'grand bed eutung' eines wortes za er- 
mitteln. Jacotofs latera Iversio nen haben wenigstco den vorzug, 
dus der schiiler nicht wort flir wort, sondern satz fur satz vei^leichen 
Nach dem muster seiner vorganger dringt auch L. mit rechl 
anf eine grUndlicbe einpragung der ersten lection, bevor man die fol- 
gende bcginot, und zuletzt bestehen Hamilton und Jacotot auf inien- 
sivem memoriren. L. unterscheidet iweierlei 'auswendigli 
Ke gesprache, die er in den ersten briefen gibt. sollen "auswcndig- 
geiernt' werden, der ijbrige text aber niir durch haufiges lesen, sprech-, 
sdireibubungen etc. in fleisch und blut iibetgehen. Ein solcher 
auoschied ist vom methodischen standpunkte nicht zu rechtfertigen ; 
soil alles auf Ictiterera wcge und nichts bloss 'mechanisch' an- 
getignet werden. Im gegensati zu der reflectirenden mcthode wird 
bri Hamilton. Jacotot, und Robertson die grammatik inductiv be- 
friebcn und die systeraatische grammatik einem zweiten cursus zu- 
gtwiesen. Sie dient also nicht dem zwecke der spracherlemung, son- 
lion der geordneten verkniipfung des durch Ubungen ira sprechen und 
durch memoriren, nacherzahlen, zurUckbeziehen, variation etc. 
gewonnenen sprachstotfes. Dabei gilt Hamilton sowie Jacotot 
iidemung einer systematischen grammatik durch solche schiiler, 
llit die spradie nur zu praktischen zwecken erlernen wollen, fiir nicht 
Mthwendig. Das bindeglied zwischen den con.sequenteren, oder wie 
wn sagen wird, einseitigeren methoden Hamiltons und Jacolots und 
dermethode Toussaint-Langenscheidt bildet Robertson, dessen methode 
(dion eklektisch ist und der reflectirenden methode ziemlich weitgehende 
QHtctssionen macbt. Schon die erste lection Robertson's zerfallt in 
ivritheile: cinen praktischen (aussprache, wortliche Ubersetzung, gegen- 
"Stige libersetzung . conversation, phraseologie d. h. variationen des 
trtanten testes] imd einen reflectirenden ('analysis, iheorie, synthesis': 
snsspracheregeln, lexikographie (etymologie) , syntaxis (com- 
position'. In Robertsons vorgang ist die methode Toussaint-Langen- 
^teidt schon in den Hauptzligen vorgebildet. Obwohi also Robertson 
^i oahwendigkcit einer neuen methode damit begrtindet, dass das 
'ptecben einer lebenden sprache als ziel des unterrichls auf dem 
•fge der grammatik seiten oder nie erreicht werde, die Ibsung des 
I'loblems vielmehr dadurch herbeigefuhrt werden mUsse, dass roan den 
'wienden in mtJglischst kurzer zeit den grosstmoglichen wortschatz 
Wibrioge. verlangt er doch schon die eintibung gramma tischer, syn- 



4 




W. Kwoboda 



^^^F taklischer regein und zieht das historische element durch die etynw-l 

P logie in den unlerricht, damit der schtiler zum selbstilndigen ge- 

F brauch des erworbeoen sprachmalerials befahigt weidt 

I und die zerstreuten grammatischen regeln durch 'strenge wissen- 

schaftlichkeil' abrunde. Diese methode isl also schon ekleklid 

und von der reflectirenden beeinflusst. Mil den angefiihrlen 'an- 

sichten Robertson's stimmt aiich Langenscheidt , wie wir seheo wo- 

den, Uberein. 

I Wie Langenscheidt aus ausseren grUndeo auf das auskunftSDiindi 

^^^_ des sclbstunterrichts verfiel, ist oben (s. 314 f.] gesagt worden, lbs 

^^^b ich glaube, er wurde auuh durch die thatsache angeregt. dass Hsni- 

^^^H ton nur erwachsene unterrichtete und Jacotot's methode dem seU* 

^^^" studium sehr nahe kara. Jacotot stellte nimlich den gnindsaU aif- 

[ Tons its hotnmes ont Vlgate intelligent, d. h. jedes normale tindimj 

j eine gewisse durchnittsintelligenz, vermoge welcher es, wenn ihm M I 

' der lehrer den weg bezeichnet, sich selbst unterrichten kann, weshalb) 

j er behauptet, dass jeder mensch von natur aus die fahigkeit besita, 

sich selbst zu unterricliten. Ein gewisser Kinker, der, als die erfolp 

( Jacotots ihn selttst und alle welt liberraschten , diese methode roo 

amtswegen zii priifen hatte, bezeichnet diese geradezu als atitofiiSiEw. 

Der lehrer hat nach Jacoiot nur die zuverlassigkeit des erworbcKO 

wissens durch fragen uiid gelegentliche examina zu controlUia 

I Die orthographie wird auf empirischem w^e erlemt. Da ito 

eigentliche umgangssprache un Tdli'mafiue doch zu kurz konune, t* 

der griisseren zahl der schljler jedoch um das sprechen zu thun «i, 

I so empfiehlt Jacotot neben dem normalbuch auch gules maierial I" 

I gespriichen Uber die gewohnlichen verhaltnisse des lebens, 

I die memorirt und tiiglich ganz oder leilweise recilirt werdffl 

I mlissten. Um dem schiiler die antworten auf die gestellten fragen H" 

I erleichtem und ihn gegen fehlgriffe zu sichern, nummerirt er (fif 

selben. Im Englischen speciell verlangt Jacotot einen propadcutisclieii 

Abriss der aussprache. Um das ziel sicher zu eneichen, forderl * 

I vom schtiler hin tanhaltung falscher scham, vertrauen au' 

den lehrer, gelehrigkeit, beharrlichkeit, ausdauer. All* 

diese ideen hat sich die methode Toussaint - Langenscheidt nlcht ^ 

'hrem schaden angeeignet und dieselben selbstandig verwerthel. D** 

anregung jedoch, den schiiler auch in die lebensverhaitnissc ds 

I fremden volkes, d. h. also die 'realien' einzuweihen, verdanktL., ** 

\ ich glaube , Robertson , der diese; forderung schon vor ihm aufstdl' 

J Da ich nun die lehrweise der vorganger Lang en Scheldt's , wie cs d< 



^H^moS! 



tode TonHtint-LaiiKeiuelieidt 



gestattete, skizzirt habe . kaan ich dem leser den arbeitspl 
der raethode Toussaint-Laugenschcidt vorlegen. Der game lehr- 
serfallt in 2 curse zu je 18 brie fen , die in der zeit von 

bei taglich zstlindiger lemzeit, also in circa iioo stunden^ 
igt -werden sollen. Der i. curs erstrebt mehr das 
<3et sprache, der zweite mehr das wissen von dec sprache. Jet 
einzelne brief zerfallt wieder in zwei lectionen mit einem genau voi 
geschriebenen 'arbeitsplan' . Grammatische vorkennCnisse werden nicht 
pfordert. In jeder lection sind 26 fixe 'libungen' vorgeschrieben, 
aiisserdera noch gelegentliche 'aufgaben'. Die i.tibung bciweckt die 
ein(ibiing des lauCes aiis der unter den text gedruckten transscription, 
J. eiopnigung der orthographie, 3. verglcichung dec deutscben inter- 
Unearvecsion mit dem englischen text. Damit diese tlbungen bequetn 
Miestellt werden kbnnen, ist dem 1. brief ein 'leserost' beigegeben, 
il, h. ein linear durchbrochener papierstreifeo, der so eingerichtet ist, 
diss nur jener theil des dceizeiligen lehrtextes namlich : 

1. englischec text in historischer ortliogra]>hie, 

2. transscriptioD, 

3. interlinearvecsion, 
lieigelassen wird, aus dem man die beiden anderen bedeckten gedacbt- 
Eismassig, lautirend odec schreibend, wiederherstellen muss; 4. nieder- 
xhrifi des englischen textes aus dem gcdachtnJss mit hilfe dec trans- 
toiption; 5. das lesen der gegebenen freien iibersetzung in 'gutem 
Dentsch'; 6. niederschreiben dec englischen vocabeln untereinander links; 
J. rintragen der entsprechenden deutschen bedeutungen rechts aus dem 
gtdachmiss ; 8. fehlerverbesserung nach dem texte; 9. lautes vorlesen 
iet B^lischen vocabeln und ijbecsetzung ins Deutsche und umgekehrt; 
lo, II. It. 13. enthalten die 'losungen' von 'aufgaben' des voran- 
g^angenen briefes. zur vecbcsserung der eigenen arbeit, vecgleichung 
dn verbesserten mit der 'Idsung' u. s. w, 14. gram mat isches, 15. die 
■ uisprache aller laute, die in den woitern des textes vorkommen, 
»ird wiedetholt, beschrieben und ausspracheregeln mit beispielen 
daian gekntipft; ortbograpbisches ; 16. sprachwissenscbaftliches: 
tlymdogie dec vocgekommenen worter zur befestigung der erlemlen 
fcabeln und erweiterung des wortschatzes ducch leicht zu behaltende 
^eitungen; 17. conversation d. h, beantwortung von fragen, welche 
i" den ersten zwei lectionen in deutscher sprache, von 2 — 8 deutsch, 



lehr^'^^ 
n 18 
aden, 

Jede^^l 

VOP<^^H 



I 



niglisch und gemischt, von 9 
"oden; 18. priifung des in 9. geli 
tal durch nummem und klammem 



engUscher sprache gestellt 

Zu diesem zwecke ist dec 

orteu getheilt; 19. wieder- 



'holiing des richtigen; 10—22 umfassen die gesprache uber gegen- 
stiinde des gewohnlichen lebens, welche bis zum 9. briefe gehe 
sich auf aufstehen, schlafengehen , frtihstiick, briefschreiben , i 
abscliied, wohnungsvennietheii , dinner, reise etc, beziehen. Dtese 
gesprache werden ins Deutsche libersetzt; zo. (die noch unbekaonta 
vocabeln sind mil ihrer deutschen entsprechung vorgedruckt). Die (iba- 
setzung wild mit der 'Ibsung' des folgenden briefes verglichen und ver- 
bessert (ai.); die gesprache werden memorirt (22.)- Vom 9. briefe 
werden die gesprache durch eine posse von _/oA« OxenforH aThe FtUss 
CUrkv ersetzt; 23. fliessendes lesen, namentlich mit beachtung des 
accentes; 24. sinngemasse Ubersetzuiig des nochmals abgedrudiia 
textes der vorhergehenden lection; 25. vergleichung und verbessenmg 
mit hilfe der losung; 26. retro versionen. Ausserdem enthali jolt 
lection noch besondere 'aufgaben', 7., B. handschriftliche darstelluDg 
der transscription ; grammatische analyseiibungen, vorbereitung z 
nach Jacotot's rath von zeit zu zeit voraunehmenden examen, die ihrii- 
examina selbst. Im 2. cursus treten einige andeningen ein. 
libungen i. 3. 4. fallen weg, die sinngeroiisse libersetiung ins Deutsdie 
wild gleich vom schiiler angefertigt und die Icisung folgt erst im nadi- 
sten brief u. a. Das hauptgew-icht fallt jetzt auf version und retro- 
version und die erlemung einer ausfiihrlichen systematiscben gram- 
matik. Als priifungsaufgabe Uber den nunmehr absolvirten lehrgang 
dient die retroversion der deutschen , sinngemiissen iibersetziing if> 
letiten capitels von Dicken's -"Christmas Carok ins Englische. 

Das im vorhei^ehenden gegebene skelett der methode wird nun- 
mehr auch erkennen lassen, welche stellung die methode Toussainl- 
Langenscheidt zu der refleclirenden (grammati siren den) und do 
directen (analytischen) methode einnimmt, wobei die fragen mc*! 
den ursachen der hinneigung zu der ersteren (die sich allerdings fl- 
geben wird) und der stichhaltigkeit der neuerdings aufgeworfenen these, 
zu folge welciier die directe methode ein blosser schiissling der methwic 
T.-L.'s ist '), zur eriedigung kommeo mtissen. Zuniichst wird iins also 
die frage nach der behandlung der aussprache beschaftigen, unW 
mehr als die vcrfasser der unterrichtsbriefe das system der aussprach*' 
darstellung aLs ihr eigenstes werk betrachten und demselben das epi* 
theton der unubertrefflichkeit vindiciren nnd vindiciren lassen. 'net 
begrllnder der methode Langenscheidt ging von der ansicht aus. B 



') Henn. Siegl, tUeber 'schuliiiiissigen' fraiu. unl 
ODgen nnd einif^s andere, was damit lusammenhilngto 




Die methodc To« 



t-Langen Scheldt 



bet der notorisch gleichartigen bildiing der sprachorgane aller 
leiuchen moglich sein , die 1 a u t e jeder menschtichen sprache fiir 
natioD — durch die schrift darzustellen'. 

Aus der gulrigkeit dea vordersalies in diesem schluss folgt wohl 
'dass alle menschen die laute jeder sprache aussprechen konnen'. 
a scbluss ist auch voilkommen richtig insofem, als jedes raensch- 
' individuum , das nicht stumm ist , mogen seine ellem welcher 
prachgeDOSsenschafc immer angehoren , noch bevor es cine sprache 
riemt hat, also das kind, welches zu dem gebrauche seiner sprach- 
^ane /ur bervorbringuug irgendeiner muttersprache noch nicht gelangt 
die physiologischc befahigung ererbt hat, jeden laut jeder sprache 
so gut zu erlernen, wie ein anderes von eltem einer bestimmten 
|iruligeno5senschart abstammendes. Sobald jedoch ein individuum 
DC spiacborgane durch die crlemuog einer 'muttersprache' einseiiig 
ibt und ausgebildet hat, so wird die 'notorisch gleichartige bildung 
■ sprachorgane' schr zum nachtheil jener universellen moglichkeit 
ie«nflussi und bei wachsender ubung d, h. zunehmendem alter fast 
aufgehobeo. so dass es z. B. dem erwachsenen Deutschen troti 
vorsprechens und phonelischer anweisung unmijglich ist, einen 
wie das ^echische f hervorzubringen. Es ist ein gliick, dass das 
bllische alle fUr Deutsche schwer hervorzubringenden laute abgestossen 
:I Da die methode Toussaint-Langenscheidt nur fiir erwachsene be- 
Rdmetist, so ist die ursprtingliche gleicharligkeit der sprachwcrkzeuge 
fcrsie nidit von unmitlelbarem werthe, Aber auch zugegeben, dass die 
Imtejedermenschlichen sprache durch jedes inenschliche individuum 
bm-orgcbracht werden kdnnten, so folgt daraus noch nicht die mog- 
Kdikcit sie z. b. fiir den Deutschen durch ii^end eine schrift so dar- 
cn, dass er sie aus dieser schri/t ofane weiteres sprechen kann, 
er nur die 'deutsche druckschrift richtig lesen kann'. wie hier 
lingenscheidt bebauptet. Ueberdies besitcen wir leider keine allge- 
iion als 'richtig' anerkannte deutsche aussprache, also kann darauf 
«dil gebaut werden; aber selbst vorausgesetzt, es gabe eine und das 
Iwende individuum spriiche sie, so folgt aus dieser fiihigkeit trotz- 
feo mcht, dass es auch nur einen einzigen fremden resp. englischcn 
"Bt richtig hervorbringen kann, und auch die \'orzuglichste transscrip- 
°Ri kann ihn dazu allein nicbt befahigen. Nehmen wir ein beispiel 
'W veisiimlichung dieses \erhaltnisses. Wcnn ich gewohnt bin in cur- 
'wtechrift zu schreibcn iind zu lesen, so folgt daraus noch nicht, dass 
** die lateinische oder die cyrillische schrift schreiben und lesen 
•"to, wenn auch meine siiine und schreiborgane nicht anders gebildet 



I 




232 W. Swoli(nla 

sind als die der lateinisch oder cyrillisch lesenden wnd schreibenden 
nienschen. Die association zwischen dem primiiren laut und dem secun- 
diiren zeichen ist nur convenlionel! und zwar gilt dieses iibereinkom- 
men leider nur fiir eine bestimmte sprachgenossenschaft, und es ist 
bisher nicht geliingen ein universalalphabel zti erfinden. Es niittt 
also audi die feinstausgekliigelte transscription so laoge nichts, bevor 
die laiite theoretisch bekannt und praktisch eingeiibt sind. Daiaus 
folgt, dasB jede spracherlernung votn laute auszugehen hat, worauf 
erst die association desselben rait einem zeichen bewerksteUigt wer- 
(len kann , Es ist also , wie ich glaiibe nachgewiesen zu habcn, 
ein irrtum zn glauben, dass ein alphabet! sches zeichensystcm wie das 
L.'sche an und fiir aich schon eine bedeutung fiir die aussprachc- 
erlemiing hat. 

Die Toussaint-Langenscheidfsche transscription bezeichnet 'durch 
deuische buchstaben diejenigen laute der fremden sprache, welche 
im Hochdeutschen vorhanden sind und fiir welcbe ein be- 
stimmter laut allgemein giiltig und bekannt ist'. Dass die 
letztere voraussetzung nicht eintrifft, ist schon oben gesagt ; die ersterc 
gilt genau genommen auch nicht oder bloss annahemd fiir wenige laute 
besonders wegen der verschiedenheit der articulationsbasis, Jeder &emde 
laut, fiir welchen die deutsche sprache kein zeichen hat, wird mit auf- 
fallenden lateinischen buchstaben oder buchstaben vcrbindungen ange- 
deutet, Der lautwertb dieser zeichen wird durch a) veigleichung mit ver- 
wandCen deutschen, b) mit den von Deutschen in fremdwdrtem gespro- 
chenen lauten, endlich c) durch bescbreibung der stellung der sprach- 
organe bei hervorbringung der laute festgestellt. Von diesen drei wegen 
fallen jedoch a] und b) zusammen, denn wenn wir auch die im Deut- 
schen liblichen fremdworter so auszusprechen meinen, wie sie im Fran- 
zdsischen oder im Englischen lauten , so setzen wir doch naiv den 
uns mundgerecbten deutschen laut ein , mit ausnahme vielleicht des 
lautes i im an- und inlaut z. B. journal, coura,firt '), nicht aber im aus- 
laiil, z. B. courage (gespr, V'XmascA) ; wir sprechen englisch toast ^ 
tost, nicht to°st, specc/i ^ spiti, nicht spijtS u. s. w. Diese art der 
laut vers innlichung durch die laute der muttersprache hat nur dann 
einen bedingten werth, wenn der dialect herbeigezogen wird, da 
manche deutsche mundart laute besitzt, die den englischen viel naher 
stehen als die laute des sog, Hochdeutschen. Der ganze vorgang ist 
aber alt und entspricht ganz dem in der reflectirendcn spracherlernung 



1 auch dns geechielit /. b, im Wiener Franiosisch oft nicht. 



i 



tiblidien. \Venn nun aber der autodidakt seine englische aussprache 
der angeblich den deutschen glelclieii oder der von ihm in fremd- 
wiJrtem gebrauchten laute nach den gegebenen anweisungen Langen- 
scheidl's fonnt, so wurde seine aussprache viel zvi wUnschen iibrig 
lassen. Einzig reellen werth hat der imter c) oben bezeichnete weg. 
lis Ijeut mich hier constatiren i\x konnen, dass Langenscheidt's aus- 
sprachelebre in dem bewusstsein ihrer untibertrefTlichkeit nicht stehen 
geblieben ist, sondern sich iinter den einfluss der resultate neuerer 
phonetiker gestellt hat , weldie mit der directen luethode innig ver- 
wachsen sind. Wahrend die aiteren auflagen nichts dergleichen ent- 
halten, zeigt die neueste, wie wir noch sehen werden, phonetische 
anweisungen. Die behauptung Langenscheidt's , dass sein aus- 
sprachesystem atich vor Jahren schon 'das voUkommenste gewesen sei, 
und das erreichbare geleistet habe' , war daher ci/m griino salis zu 
nehmen. Die bereitwilligkeit jedoch, mit welcher er denn forts chrittlichen 
neitgeist nachgegeben, lassl erwarten, dass er audi ferner gerade in 
phonetisdier beziehung sein aussprachesystem, welches auch jetzt nicht 
das 'voUkommenste' isl, verbessem imd sich dann ausschliesslich auf dem 
wege der phonetischen erklarung bewegen wird. Dies isl besonders 
fiir den erwachsenen autodidakten unumganglich nothwendig , da er 
den anderen moglichen weg der nachahraung bei dein mangel eines 
lehrera nicht belreten kann. Freilich mOsste Langenscheidt dann 
seinem gewiss lobenswerlhen princip gemass, bei seinen schiilem fast 
keine vorkenntnisse anzunehmen, dem ganzen lehrgang einen prop^~ 
deutischen theil vorausschicken , der die schiiler iiber die functionen 
ihrer sprachorgane aufklart. denn gerade hier sind vorkenntnisse gana 
gewisB nicht vorhanden, Genaue phonetische beschreibungen wtirden 
auch eine ziemliche anzahl von zeichen entbehrlicb machen und dem 
system den allerdings gerechtfertigten vorwurf ersparen, den man ihm 
auch bei der wohlwollendsten beurtheilung machen muss, dass es ilber- 
laden ist [vgl. unten s. 2z6]. 

Wenn zahlreiche aussprilche von autoritaten und priifungscommis- 
Bionen iiber die 'gute' aussprache der schiiler dieser methode seit jahren 
ftir deren vortrefTlichkeit angefuhrt werden, so sind diese lobenden 
urtheile, wie ausHerrig's kritik 'dass eine gleich soigfaltige behandlung 
dieses punktes bisher anderweilig noch nichl geleistet wurde' (arch, ag) 
hervorgeht, nur von relativem werth flir deojenigen, der weiss, wie es 
um die aussprache von candidaten stand und noch steht. Wenn Riimelin 
und Ktjrting sagen 'wir haben im landc wenigstens aoo lehrer, welche 
franzosischen und englischen unlerricht ertheilenj unter diesen sind 



234 W. Svroboda 

aber kaum lo, welche der franzosischen sprache vollkommen kundig 
sind imd einen freieren gebrauch derselben kennen'. und 'die jeUt 
wirkenden lehrer besiuen die echte aussprache nicht; die roeistea 
miissten entlassen werden', so hat das den schiilem der Toussaint- 
Langenscheidt'schen methode besonders von prtifungscommissionen ge- 
spendete lob — da sie nach dem ' statist! schen nachweis' sehr viele 
lehrer ausgebildet hat — nicht viel zu bedeuten , wir miissten denn 
aunehmen , dass gerade die zo brauchbaren lehrer schiilcr Langcn- 
scheidt's sind. Noch weniger bedeuten aber das selbstlob der ab- 
solvirten schtiler und die anerkennung von Englandem, die be- 
kanntlicb bei der beurtbeilung der englischen aussprache der Deut- 
schen, wenn sie nicht gerade 'grauenvoll' ist, sehr artig sind, Zu- 
gegeben wird aber, dass die transscriptionsmetbode T.-L.'s gegenUber 
der Walker'schen immerhin ein fortschritt ist, und auch dass ein ver- 
n(inftiger schuler nach T.-L. sich eine bessere aussprache aneignen 
kann als durch die vermittelung eines schlechten lehrers, vorausgesetil, 
dass der autodidakt selbst ein g u t e r lehrer ist. Wir miissen aber 
doch sagen, dass es das relativ beste system gewesen ist, wenn es 
sich nicht den hbheren anforderungen, die man in neuerer zeit an die 
aussprache und deren erlemung stellt, besonders nach der phonetischen 
seite hin anpasst und sich so von den auf phonetischer gnmdlage be- 
ruhenden einfacheren und verliisslicheren neueren transscriptionsmethodai 
iiberholen lasst, was, wie ich Rirchte, wohl schon geschehen ist. 

Ein unparteiisches urtheil kann nur eine eingehendere betracb- 
tung des systems selbst begrtinden. 

Der erate 'brief enthalt einen zusammenhangenden abriss der 
englischen aussprache , wie ihn Jacotot dem eigentlichen unterricht 
vorausgeschickt wunschte. Hierbei geht L. vom buchstaben aus 
und nicht vom laut, stehl somit auch hier auf dem standpunkte der 
refleciirenden methode. Die nothwendigkeit des ausgehens vom laute 
ist nun einer jener punkte, tiber den a 1 1 e freunde einer reform des 
sprachunterrichts einig geworden sind. Bei der beurtheilung des ver- 
haitnisses der methode T.-L. zu der directen methode. nehme ich 
mit geringen ergdnzungen die von Loschhom in den Jahresberichten 
iiber das hohere schulwesen (1887) aufgestellten thesen an, um mich 
wombglich gegen den vorwurf der subjectivltat zu schiitzen. Es ist 
nun erst neuerlich in einer brochure '] mit einem die vertreter der 
'neuen' wie der 'alten' methode verletzenden tone, der die dsterrei- 



j Schmid "'SchulmS.isiger' frani. anlerrictt'., 



J 



Die methode Tousaainl-Langenscheidl 

ien schulkreiHe sehr unangenehm beriihrl hat"), behauptet wor-l 
den, dass die sogenannte 'neuc' methode eigentUch nichts anderefl 
sei als ein piagiat an Toussaint-Langenscheidt und dass somit di^^ 
"reforraer' zu jenen During'schen "zunftprofessoren' gehorten, 'die nie- 
mals die eigenllichen ([uellen, aus denen sie schbpfen. zugesteben.' 
Alles dieses geschieht ohne jede spur eines nachweises. Wie oben 
gesagt , stimmt T.-L. scbon in der beschreibung der meisten laute 
nicht lait der directen methode. sondern mil der reflecrirenden; 
die phonetischen beschreibungen aber wurden von T.-L. erst aiifge- 
nommen. als diese forderung von den refoimern ISngst ausgesprochen 
war und unter dem iinwiderstehlichen einfluss derselben : endlich stimmt 
auch das ausgehen vom buchstaben nur zu dem voigang der reflecri- 
renden methode. Daraus erhellt, dass die directe methode in der an- 
gelegenheit der behandlung der aussprache nicht von T.-L. abhdngig 
ist, sondern dass das gegentheil zutrifft. Der hauptnachtheil des obi- 
gen lehrvorganges ist, daSs die inconsequente, complicirte historische 
orthographic in das einfache enghsche lautsystem einfUhren soil, 
dass der schtiler gleich im anfange mit einer verwirrenden menge , 
gedachtnissstoff tiberschuttet wird, der ihn im gegebenen falle ui 
sicherer im stiche lasst, als ja jede solche auf die orthographie basirtal 
regel eine menge ausnahmen bat. Andere nachtheile werden sidk| 
sp£iter eigeben. 

Wir woUen also jetzt zu den einzelheiten Ubergehen. Vocale;:^ 
Der laut a in father ist nicht der laut, den nns der arzt sprechen 
ksst, wenn er uns In den hals sehen will, sondern es ist der laut i 
in iirw ; denn der arzt drtickt die zunge nicder, wahrend sie bet S hori- 
zontal in der mitte liegt. Gegenllber den angaben frUherer auflagen der 
ubriefe* ist jetzt unter dem einfluss der phouetiker der diphthongische 
charakter der acccntuirten laute in take (e') und liome .o") auch von L. 
annkannt Es ist aber dabei iibersehen, dass diese diphthonge nicht ^ 
und 0°, sondern c' und (<"sind. Der lernende wird sie imgebUhrlich liingen. 
Wenn also z. b. deut'ich 'Rehjm (waldc)' ohne pause gesprochen wird, 
so isl der vocallaut linger als der im engl. ramal = ri'msl (btloriging 
to branches). Neben dem laute u setzl L. noch ein 'offenes' o vor r oder 
vielmehr ' an, obwohl alle hervorrageoden phonetiker die buchstaben- 
combination or lautlich w, genauer d* (vocal murmur), gleichsetzen ; 
ebenso tiberflUssig ist es, neben dem a (fcuhtr) noch einen 'halblangen' 





22$ W. Swoboda 

zwischeiilaut a fiir ^/rtji anzusetzen. Die vocale in lu<k und learn 
werden mit 8 und o' transscribirt. Diese bezeichnungsweise hat bekannt- 
bch grosses unheil angerichtel. Troiz der waraung Laogenscheidt's. 
die lippen bei der bildung von 6 und S*" nicht zu rundeo oder gar vor- 
mstlilpen, werden diese laute doch falsch ausgesprochen , wie ich aiis 
dem munde von schiilem Langenscheidt's selbst gehdrt habe. Dies ge- 
schiehc einmal wegen der festgewurzelten association zwischen dem deut- 
schea laut und dem zeichen o und dann, wdl die meisten menschen 
ihre spracliorgane gar nicht nach vorschrift einstellen konnen, wenn 
sie dazu nicht vorher in griJndlicher weise angewiesen worden stnd. 
Die anweisung aber leant so auszusprechen n'le deutsch ''mb-r-der' 
'recht lang gedehnt' besiarkt noch den schiiler in seiner falschen auf- 
fassung des lautes. Hier ware es dringend nothwendig, andere zeichen 
zu wahlen. Dieselben bedenken gellen auch gegen die erklarung von 
englischem oi durch deutsches eu und iiu. Von der nicht ganz be- 
rechtigten gleichsetsung der englischen laute a'l [light], au [btm^, ij 
[heat] iind der deutschen ai (leicht) , au [frau) und i (liebe) sowie v(m 
anderen minder ins gewicht fallenden ungenauigkeiten woUen wir ab- 
sehen. 

Eine bedeutende vereinfachung, entlastting und Ubersichtlichkeit 
des T.-L.'schen transscriptionssyslems ware dadurch zu erreichen ge- 
wesen, wenn es eine principielle scheidung der englischen vocale in 
accentuirte und nichtaccentuirte durchgefiihrt hatte. wie es in 
den neueren phonerischen systemen geschehen ist. Der grosse acu- 
stische unterschied beider ware dann auch bessur hervoi^etreten; die 
allzudeutliche aussprache der vocale von nichtaccentuirten silben, wie 
ich sie von den schiilem der metbode gehort habe, ware besser ver- 
mieden und ein sicheres verstandniss von gesprochenem Englisch an- 
gebahnt worden. 1.. nimmt 5, oder wenn wir das ' dazuzShlen (vgl. 
unten} 6 schwache laute an; ' [below), ' [daily], ' [addras], " (Obey), 
° [nation, palpable] und ' [bare). Davon sind • oder ', ", " oder * 
und cndlich ', natUrlich ausser vorvocalen, praktisch tlberflUssig. 
Die differenzining in * und " ist eine schlimmbesserung gegenQber 
Slteren auflagen. Diese 6 zeichen konnten also auf 3 oder. wenn 
schon * bleiben soil, auf 4 reducirt werden. 

Fassen wir die zeichen zusammen, die uns Qberfliissig scheinen, 
so erhalten wir deren 6 {rcsp. 5) nSmlich; das u ftir glass, das a vor r 
[more], das ' oder = [belfw, daily), das ' in address, das ' in bare. 
Dies ware Jmmerhin ein nicht zu unlerschaizendes erspamiss. Schlim- 
mer ist es jedoch, dass L. in der verwendung seiner eigenen schwa- 



Die methode Gonsaaint-Langenschddt 2ZT 

len lautzeichen ganz inconsequent verfithrt, er schreibt zwar ma''-t' 
MarUy). aber in-klalnd, »baul [about], aber kSi"fi-m&fi [ehristmtls] , 
&ii-ha l-ldtl (unhall(nve(l) (s. 2) . aber 'n-dau-t'd [undoubUd s, 55] 

In. a. m., kurz er setzt ste oicht in alien unaccentuirten silben, ob- 
wohl natlirlich die vocale der zweiten silben, z. B. in coffin-. 
. und ancestors gleichen lautwenh haben. Das ist freilich ein grosserj 
, ijbelstand. Die darstellung des r, welches uns zur kritik der co: 
sonantentransscription (iberleiten mag, beruht noch ganz ; 
den angaben alterer orthoepisten [W'alker, Smart) und der definition desi 

Ilautes als natural vmvd terminating in guttural vibrtOion, welcher laul 
niir mundartlich vorkommt ') . Langenscheidt beschreibt also dieses r 
als 'ein hlnten im munde vibrines', was falsch ist und ubCTdies den 
phonetisch nicht gebildeten schuler nicht erieuchten wird- Dieses ' 
verwandelt sich jedoch, wenn es im zusammenhange vor vocal tritti 
in voiles /-. Diesem wichtigen umstande tragi die Langenscheidt' sche 
transscription durthweg keine rechnung, z. B. i^±^ j.{ (thcre^s). An- 
dererseits gibt er burial durch ^cR-R*"l wieder. Das doppeln des R 
und anderer consonanten im inlaute der transscription kann ich trotz 
Langenscheidt' s begiimdung nicht billigen . weil es den schuler zu 

Ieiner schnairenden auspraclie des r und einer abrupten aussprache 
anderer consonanten verleiten wird, die beide ganz unenglisch sind'). 
J Die lehre von den consonanten beginnt bei L, ganz passend mit 

einer theilung detselben in stimnihafte und stimmlose. Die anweisungen 
der ietzten auflage sind kiirzer und priiciser als die frliherer auflagen, 
und auch hier ist der einfluss der phonetiker nicht zu verkennen. 
Nut einzelnes erregt bedenken, Auf s. 14 wird gesagt, es diirfte 
wohl wenig Deutsche geben, welche das g in 'ringe' nicht richiig aus- 
sprechen, wenn beide silben getrennt . . . (ohne g zu verschlucken) 
ausgesprochen werden. Das zeichen ng bedeutet niir einen laut, 
jetzt gewohnlich durch das zeichen ij wiedei^egeben ; ein g kann daher 
nicht verschluckt werden, weil keines drinnen ist. Geradezu irrefUhrend 
ist aber die sla%-ischen schiilem zugedachte aufkitimng liber k. Das 
englische k soil namlich wie das slavtsche :* in krk lauten. Fur das 
cecho-slavische irifft diese gleichsetzung nicht zu, denn beide k in 
krk (hals) sind nicht aspirin, und gleich dem franz6sischen k [quand), 
namlich k' nicht k', wie das englische oder das deutsche. Bei den 



I) Vgl. Victor', p. III. Trantmanii, Anglia HI. ". Sprachlaate 167- EHi*, 
O. E.E, P. 197 a. a. ' 

') Vgl. Sweet, "Haadbook of Phonetics" p. 60. 



22S W. Swoboda 

anweisungen zur hervorbringung von //; und dh ist speciell der ein- 
lluss von Trautmanns 'sprachlautc" sichibar. Warum hat Langenscheidt 
nicht die phonetischen ergebnisse bei der erkianing aller laute ver- 
wendet ? 

Beztiglich der einUbung der aussprache wird gesagt: 'haben 
wir die aussprache nicht durch stetes eintiben uns so angeeignet. dass 
wir ohne besinnen , ganz unbewusst sprechen , so konnen wir nicht 
sprechen, selbst wenn wir alle aiisspracheregeln am schntirchen aus- 
wcndig wllssten'. 

Was ist hier unter »ausspracheregehi« gemeint? Sind es die an- 
weisungen tiber die hervorbringung der englischen laiite an und flir 
sich, ohne rlicksicht auf die schrift. oder mit rticksicht auf die sehrift? 
Da der verf. von dem buchstaben ausgeht, so ist das letztere wahr- I 
scheinlich, d. h. alle nausspracheregelnB lassen uns bei der aus- 
sprache der gedruckten worter im stich. Dies ist dann ganz richtig; 
jeder weiss es. Bei der erfahrungsmassigen richtigkeit dieses salzes ist 
es aber doch schwer verstandlich, wenn trotidem von der ersten lektion 
ab solche " ausspracheregeln " gegeben werden. Sie konnten ja doch 
erst dann einigen werth beanspruchen, wenn schon eine reihe von gleidien 
fallen , die durch iibung bekaunt geworden sind , zusammcngefasst 
werden soUen. Aiich dieser vorgang entspricht dem der reflectirenden 
melhode. Die ausspracheregeln sind aber auch verkehrt wie die fol- 
gende: nder einzelne konsonant wird iin inlaute zur folgendcn silbe 
gezogen, sobald der vorhergehende vokal lang und betont ist; da- 
gegen wird der konsonant zur vorhergehenden silbe gezogen, wenn er (der 
vokal) kurz und betont istu. Was soil diese regel nCitzen? Wenn der 
schUler schon weiss, ob ein vokal betont jd. h. accentuirt) und kure 
oder lang ist, wie ja voraus gesetzt wird, so weiss er die aussprache 
schon; was interessirt es ihn dann weiter, wohin der konsonant ge- 
hort. Es handelt sich doch darum , aus einem gedruckten worte die 
aussprache abzuleiten. Nehmen wir z. B. labour. Wie ist das wort 
za sprechen, wenn man aus erfahrung schon weiss, dass die ersle silbe 
accentuirt ist? Ist das a "kurz" oder nlang«? Gibt die obige regel 
darliber auskunft? Nein. Es sollte also umgekehrt heissen, dass der 
einzelne konsonant im inlauC eines zweisilbigen paroxitonons zur folgen- 
den silbe gehort, der vorhergehende vokal d^aer i. d. R, lang ist nnd 
den sog. alphabetischen laut hat. Es ist eine ausnahme , wenn der 
laut trotzdem okurzi ist, der konsonant gehort aber gleichwobl zur 
folgenden sprechsilbe, z. b. in wa-ier, ebenso wie in ba-ktr. Einige 
der zur illustration dieser regel au^ S. loS gewahlten beispiele. wie 



D[e methode Tousiainl-Langeaacheiilt j2Q 

register, particular, risiAllary , idiot, gehoren nicht hierher. dcim 
die konsonanten nach den accentsilbeo sind nicht einfach, sondern di, 
kj, dj. So raclit sich das ausgehen vom buchstaben. 

Wcnn fenier S. 209 gesagt wird , dass eia r den vorgngehenden 
konsonanten vex folgenden sdbe zieht, so ist die regel einerseits va. 
weit, andererseits zu eng. Denn r zieht niir die venchlusslaute [k, g\ 
p, b; t, d) zur folgenden silbe, nicht aber m, n, rig; andererseits thut 
dasselbe / [bridle, <radk u. s. w.l, ausserdem / in der combination st 
[hastt). Obwohl die lehre vom zusammenhangenden (nfliessendenu) 
lesen gegeniiber friiheren auflagen fortschiitte aufweist, so sind doch 
die anweisungen Langenscheidt's theils unrichlig, tlieils unzureichend. 
Dass der oft eingescharfte gnmdsatz der meifaode lein satz ein wort* 
unrichtig ist, leuditet jedennann von selbst ein. Anwelsungen jedoch 
wie: talso kein abgetissenes , stossweises aussprechen der englischen 
worter, sondern ein zusammenhangendes lesen derart, dass die wotter 
in einanderfl lessen und alles, was dem sinne nach ziisammengehort, wie 
ein wort sprechenu, sind auch unzureichend. Denn die methode, die 
keine vorkenntnisse von ihren schUlem fordert , kann nicht voraus- 
setzen, dass sie die recht seltene fahigkeit haben sinngemiiss zu lesen'), 
da es ja oft schwer ist nnd eine ziemliche reife des geistes und theo- 
retische kenntnisse voraussetzt, auch nur in der cauttersprache nach silben- 
gruppen oder sprechtakten richtig abzutheiien. Das Englische weicht nun 
hierin, wie ein blick in Sweets Elementarbuch lehrt, vom Deutschen 
nicht unerheblich ab. Es ware also dringend geboten. in dem trans- 
skribirten text auch die takteintheilung zu markiren, damit der schUler 
einen schltlssel ftir das "flie.ssende lesen n erhalte und dieses durch 
vielfache Ubung sich aneigne. Das ware nicht so schwer durchzu- 
fUhren, da ja die Unterrichtsbriefe in dem transskribirten text neben 
dem wortaccent audi den satzaccent setzen. Besonders das 
letztere verleiht ihnen vor anderen lehrmitteln einen grossen vorzug. 
Nut bleibt zu wtinschen tibrig, dass auch die von der deutschen er- 
heblich abweichende englische kompositionsaccentuining bcrlicksichtigt 
wfirde. Hierin so wie wegen der takttheilung verweise ich besonders 
auf Sweet's Elementarbuch. 

Der heikelste punkt in der spracherlemung eines autodidakten, 
der zu den grdssten zweifeln anlass gibt, ist die frage, ob er auch 
das verstehen von gesprochenem Englisch etiemen kann. Diese 



') Vgl. Gaelhe (in Eckemiann, "Gcapr. m. C.«, in, s. aSi): 
chen wisaen nicht, was es ein^ni fiir zeil gekostet liat, um lesen 711 
So jahre dam gebraucht nnd kann uoch nicht sagen, dass ich a 



"Die gnlen leut- 






330 



W, Swoboda 



1 



fahigkeit ist besonders in dieser sprache schwerer zu erlangen als in 
niancher andern. Das sich-selbst-verstandlich-machen kann auch bei 
recht mangelhafter aussprache iind fadenscheiniger grammatik eiDem 
Englander gegeniiber bewcrkstelligt werden. Das verstehen der sprache 
vom munde des eingebomen ist schwieriger und auch kein selbslver- 
standliches accidens dur sonstigen spracherlemung. Die direkte me- 
thode hal es daher als cinen besonderen punkt ihres programmes 
hingestelU. Auch Langenscheidt ertheilt seinem schider den ratli. sich 
von einem mitlemenden oder einem Englander vorlesen zu lassen. 
Dies gehiJrt jedoch nicht mehr in den rahmen des selbstontenichtes, 
ist aber ein gestandniss, dass derselbe vielleicht bier nicht ganz 
zureichend sei. Aber auch das vorlesen erfullt den zweck nicht 
ganz, sondern es muss vorgesprochen werden. da sich ja die un- 
gezwungen gesprocbene rede doch von sorgfaltigem vorlesen belracht- 
lich unterscheidet, u. z. ist die erstere noch schwerer zu verstehen. 
So muss auch der lehrer ini klassenunterrichte vorsprechen. Wir 
werden nun in unseren zweifeln durch einzelne von Langenscheidt ge- 
dnickte schriftliche mittheilungen einstiger schiiler bestarkl, welche 
besagen, dass sie in den liersten lagen" ihres aufenthaltes in England 
nur mil grosster mUhe verstanden und glaubten , sie horten eine ganz 
andere sprache als diejenige. die sie als Englisch gelemt hatlen. Langen- 
scheidt sucht die ursachen dieser errcheinung in der natiirlichen ge- 
lAufigkeit und schneliigkeil des sprechens und besonders in der un- 
gewobntheit des autodidakten die hbrbilder in gedanken 
umzusetzen , zu welcher (ibung er keine gelegenheit hatte. Das ware 
also eine einseitigkeit des selbstunterrichts. Diese einseitigkeit wird 
noch dadurch erhoht, dass die methorfe die version und retroversion 
eine grosse rolle spielen lasst (vgl. unten s. 234). Ich kann mir es 
gar nicht anders denken, als dass der gewissenhafte schiiler Langenscheidt's 
beim vemehmen eines englischen satzes sogleich die Ubnng nr. 1 vor- 
nimmt und sich das gehflrte ins Deutsche libersetzt. Wenn es schon 
sehr schwierig ist einen sprechenden Englander richtig zu horen, so 
wird der geistige vorgang des verstindnisses bei der angelemten noth- 
wendigkeit des Ubertragens in die muttersprache so komplicirt, dass 
das nichtfolgenkonnen kein wunder ist. Wie ware nun dieser schwie- 
rigkeit auch im interesse des selbststudiums beizukommen ? Die sdmellig- 
keit und "unverstiindtichkeit" der englischen rede beruht zum grossen 
theil auf dem umstande, dass der EnglAnder eine grosse anzahl von 
wortem, die gerade am allerhaufigsten vorkommen, nverschluckf, wie 
der landl^ulige ausdruck lautet. Der schiiler nun, der auf das ver- 



Die method e Toussaii 

stSndniss des rapid spitch vorbereitet werden soil, muss in die okonomie 
dieser verechluckten, d. h, uschwachstufigeo" (Sweet) worter theoretisch 
und praktisch eingeweiht werden. An den zahlreichen, in Dickens 
Christmas Carol eingestreuten reden und wediselredeo , an den fami- 
iiarcn sgesprachen" (von brief i — g), sowie an dem lustspiel The Fcllvw 
Clerk hatte L. gelegenheit genug gehabt, auf die phonetischen eigen- 
thtimlichkeiten dieser worter [pronomina, prapositionen, aujdli^rverba etc.) 
in der transscription ein/ugehen, Dass er es gelegentlich thul, dort 
wo Dickens diese "familiareo redeweise aiich im text ausgedrtickt hat, 
ist jedoch voUkommen unzoreichend , wie der erfolg beweist. Eine 
konsequente behaodlung dieser ounartenn hatte die schwierigkeit des 
kunftigen verstiindnisses wenn auch nicht behoben, so doch jedenfalls 
veiringert. Derselbe korrespondent meint freilich welter, nach 'ciniger 
zeit hdrte ich schon besser, und nadi 8 — 14 tagen war das erwahnte 
misverstandniss wie mit einem schlage verschwunden « und "ich horte 
jetEt genau so sprechen, wie ich spreche und es aus den »briefenti 
erlernt habcu. Das letztere bemht offenbar auf eJner selbsttiiuschung. 
Der dankbare schiiler hatte seine aussprache modificirt und glaubte 
nun so sprechen zu horen, wie er es gelemt hatte. Ich glaube also. 
dass die noethode auch hier im anschluss an die direkte methode ver- 
besserungsbedUrftig sei. 

Die thatsache, dass die "Unterricbtsbriefe* dem schiiler vom an- 
fang an einen zusammenhangenden lese- und lehilext bieten, 
bildet das hauptsachlichste argument derjenigen , die behaupten , dass 
die direkte methode ein natllrliches kind der methode Toussaint-Langen- 
scheidl: sei. Die noth«'endigkeit, den unlerricht im Knglischen mit 
einem solchen text und nicht mit zugerichteten , zusammenhanglosen 
satzen zu beginnen, bildet einen der vomehmsten punkte der refonn- 
bestrebtmgen ; selbst besonnene \'ertreter der enigegengesetzten rich- 
tung verhalten sich zustimmend. Zwar der verfasser der o. a. schrifc 
tiber den »schulmassigen" franz. unterricht ausserte sich bei dem vom 
17. — 19. April 1889 in Wien ') abgehaltenen mittelschultag dahin, es 
ware verfehlt, dem anfanger einen zusammenhangenden lehrtcxt nan 
den kopf zu werfenit. Er begriJndet diese ansicht damit, dass in dem 
mi ttelschuler schon das reflexionsv ermfigen erwacht sei, das ihn 
hindere die fremde sprache wie seine muttersprache zu eriemen. Es 
mtisse vielmehr ein npropadeutischer vorkurs" vorangehen. Prof. 
Bechtel erwiderte darauf, dass die unvermittelte einfuhrung des leraen- 



1 Vgl. ..Zeilschr, f. d, realschiilw. 



den in die lebende s|)rache zum ausgangspunkte cines radonellen 
sprachunterrichts dienen konne, bewiesen die erfolge der Toussaint- 
Langenscheidt'schen methode und die anderweitig mit der direk- ■ 
ten methode gemachten versuche; es komme eben darauf an, sprachlich 
leicht fassliche und dem kindesalter angepasste (cemdsprachliche icxte 
zugrunde zu legen. Darauf erwidert Siegl in dem o. a. buche"), das 
sei etwas anderes. da die schliler Langenscheidt's nerwachsene, gereifle. 
willensstarke mannero seien'), bei denen also vemiuthlich das Te- 
flexionsvermbgen noch nicht erwacht" istl Gegen eine solche 
verlegene ai^umentation liisst sich we iter nichi streiten. Dass die 
direkte methode gerade durch die unterrichtsbriefe zur verwendcng 
zusammenhangenden lehr- und lesestoffes angeregt wiirde, ist nicht 
wahrscheiiilich , wie sich noch ferner zeigen wird. Ihr standen iiber- 
flies altere und kousequentere methoden zur verfiigung, aus denen sich 
noch etwas melir schopfen liess, Ausserdem beziehen die meisten 
reformer die forderung des zusammenhangenden zur einfilhrung in die 
fremde spraclie bloss auf das einzelne oder nur eine kleine serie von lese- 
st^cken, nicht auf den inhalt des gan^en lesebuches. Der vorgang Langen- 
scheidt's hat aber manche vortheile. Durch die gebotene erzahlung 
wird der schuler lange zeit innerhalb eines vorstellungskreises festge- 
haiten , der bis zu einera gewissen grade sprachlich erschopft wird. 
Dieselben worter und phrasen wiederholen sich; neue wbrter und 
wendungen, die fast demselben vorstellungskreise angehoren, associiren 
sich leichter dem schon erworbenen wortschatz. Jeder anftoger bt 
gezwungen sich verbal tnissmassig nele wiirter zu merken, Wenn er 
nun in der lektiire fortfahrt, so vermindert sich natiirlich mit jeder 
folgenden stunde die menge des neuzuerl emend en wortvoiraths. Es kasn 
daher in derselben zeit entweder mehr gelesen oder die gewonnene 
zeit zur wiederholung, festigung des alten und zur erklarung des neuen 
verwendet werden. Wenn es nun audi bedenklich scheint, als inhalt 
eines ajifangerlesebuches nur eine einzige erzahlung vorzuschlagen , so 
mlisste doch ein bestimmter \orstelluiigskreis in einer serie von zu- 
sammenhangenden lesestucken eines autors erledigt werden, worauf 
eine andere reihe aus einem nachstverwandten folgt, so dass sich die 
spracherlemung in theilweise sich deckenden , theilweise sich aus- 
schliessenden kreisen fortbewegen wiirde. Man wird also auf emc 
historische anekdole ntcht die beschreibung eines modemen hauses 



Bltcrsgreruc seiner scliUler auf 14 jahre fest! 




Die methode Toossaint-Langensche'idl 

lassen, wenn auch beide lesesiticke in sich zusammenh^tigend 
sinci, sondem man wird t. b. einer reihe von beschreibiingen , eine 
reihe schildeningen und nicht historischen lesesloff anschliessen. Die 
langere erzahlung etc. eines und desselben autors hat tiberdies auch 
den vortheil, dass der lernende fortwahrend denselben stil vor sich hat. 
an dem er sein sprachgefuhl , seine eigenc inlindbche und schriftliche 
ausdmcksweise viel sicherer bilden kann , als an einer anlbologie ver- 
schiedener verschiedenen zeiten angehor^er schriftsteUer. Die erfahrung 
in der schule lehrt, dass der libergang von der lektiire eines autors zu 
der eines andercn , wenn sie auch denselben gegenstand behondehi, 
grossere schwierigkeiten bietet, als man glaubt, weil eben der wort- 
schatz und der stil verschieden sind. 

Dass sich Dicken's Christtiias Carol zur einfiihnmg in die eng- 
lische sprache eignet, habe ich selbst an guten erfolgen des privat- 
untenichts erfahren. Der lese- und lemstoff derunterrichtsbriefe kann 
also nur gebilligt werden. AuCh mit einzelnen der » verbal tungsvor- 
schriftenn und niibungens der methode kann man sich einverstandcft . 
crklaren, so mit der forderung des stets lauteo lesens und des frlihen, 
dreisten sprechens, mit dem memoriren, der der grammatik vorangehen- 
den prakrischen einlibung des sprachstoffes u. a. Auch die fast jede 
leklion begleitenden und sonst an passenden orteo reichhch eingestreuten 
padagogischen und methodischeo rathschlage und winke sind scbatzens- 
werth und beweisen, dass die verfasser praktisch geschulte lehrer sind 
und dass ihre ganze peraonlichkeit mit der von ihncn vertretenen 
methode innig venvachsen ist. Selbst derienige schUler, der nur mangel- 
haft vorbereitet ist, wird in den briefen voile aufkliirung tiber jeden 
graramatischen terminus, jede abkiiraung. jede sachliche schwierigkeic, 
knrz ilber jedes detail deutliche und unzweideutige aufklarung finden. 
Es fehlt auch nichi an liebevoUen, durch zahllose citate , raottos und 
aprichworter unterstutzte aufmunterungen zum studium, Ich hebe audi 
noch besonders hervor. dass der lernende auf die imierschiede der 
englischen und der deutschen schrift aufmerksam gemacht wird, was 
von durchaus praktischem nutzen ist"). Nur eins finde ich an der 
ausseren einrichtung unpraktisch . namlich die zahlreichen , in zitfem 
und zahlen ausgedrilckten hinweisungen auf frliher gesagtes. das der 
schlller oft an 5 verschiedenen atellen suchen muss'j. Die bricfe sind 



i 



■{ Mir sclbtt isl es passlrt, dass mir ein Englander, dem ich t 
adresse mictheile. in vrclcher der strassenname mit einem T anfilngt, sdiriel 
I don't know, if it is I er T, but I Iriid (a copy yours ai ntar as fotiibU. 

') Diesen Ubelstond hat iweli LHtchhorn in den njahresb. il. d. hSIi. ! 




21 J w. BWODOda 

SO eingcrichtet , dass auch auf leisen rias studium nicht unterbrochen 
werden muss, indem man jedeti einzdnen m die tasche stecken kaon: 
aber doch nicht das ganze voluminose werk! 

Aber gerade in der Anwendung der mittel der spracher- 
lernung , sowie in der absteckimg des lehrziels befindet sich 
Langenscheidt in vollem widerspruch mit der direkten metbode. Wenn 
audi nicht das einzige, so isi doch die tibersetzung und riick- 
iiberselzung das wichligste mittel, die kenntniss einer systemati- 
Bchen grammatik , sowie die fahigkeit, das letzte kapitel von Didtens' 
Chriitmas Carol aus der deutsdien iibersetzung ins englische zu iiber- 
setzen, das ziel der spracherleroung. Auch ist der weg, der zur 
crwerbung und erweiterung des wortschatzes eingeschlagen wird, 
nicht immer der richtige. Langenscheidt geht von der ansicht aus, 
dass iialleinige praktische mechanische libimg ohne vergleichnng 
mit der muttersprache wohl zu einer gewissen fertigkeit im ratind- 
lichen ausdruck ftihre, ein odunkles" sprachgefiihl erwecke; aber klares 
bewusstsein, sicherheit im sdiriftHchen ausdruck gebe nur die regeUl 
Das kbnnen desjenigen , der die englische sprache nur nmechanisdm 
erlemt hat, wird mit dera konnen eines einfachen bauarbeiters ver- 
glichen; nur der jedoch, der die sprache wissenschaftlich erlernl hat, 
ist ein baumeisler, meint Langenscheidt. Endbch soil auch der 
unterricht in einer fremden sprache fUr die ausbildung in der muHa^ 
sprache sorge tragen. Die erlemung einer fremden sprache libe witi 
imd scharfsinn. phantasie und verstand. hebe den sinn filr gutes und 
schones, bilde charakter und willenskraft , diene als eine ngeistige 
g)ranastika und veredle den menschen zur uintellectuellen bildungn. 
Ganx im sinne der refiektirenden methode unterschatzt also Langen- 
scheidt im teilweisen widerspruche mit sich selbst den werth des durch 
iibung begriindeten sprachgeflihls zu gunsten der reflexion Uber das 
verhaltniss der fremden zur muttersprache und der grammatik. Es ist 
ja richtig, dass zu einer wissenschaftlich en kenntniss einer fremden 
sprache nur das studium der grammatik im weitesten sirme nihren 
kann, man kann aber eine sprache sprechen und schreiben lemen durch 
iibung und gewohnheil allein , wie ja die erlemung der muttersprache 
Oder die einer fremden im fremden lande beweist; mittelst der ver- 
gleichnng mit der muttersprache jedoch und mit hilfe der grammatik 
allein kann man eine sprache nicht erlemen. Will aber die methode 



iresen'. 1887. S. 23; an Hoppe's nsch Tonsssint-I-Bngcnscheidi'schen gnind- 
satien gearboiteletem •Lehrbnch der englischen sprscho ausgesiellt. 



Die methode Toussainl-I-nngcneciicidl jje 

Toussaint-Langenscheidt im gegensatz la der getadelten schulmassigen 
erlemung der sprache (a. 214I einc praktische sein, so darf sie das 
lehrziel nicht so verrlicken. dass es sich mit dem der reflektirenden 
methode deckt. Der gewinn, der die spracheriemung fur die intelek- 
Uielle bildung bringi, ist ja nicht bestritten, nur besitzt das sprach- 
studium bier kein pri\ilegiutn : dcDn andere wissenschaften leisten ja dies 
auch. Deswegen sodte audi nicht dieser gewinn , sondern die erwerbung 
des konnens einer fretnden sprache an der spitze des programms 
einer praktischen methode stehen. 

Die direkte methode sucht daher i]ie fremde sprache moglichsl 
innerhalb der fremden zii lehren und die miittersprache als unentbehr- 
liches verstandigungsmittel nur so lange zu verwenden , als der er- 
worbene sprachstoff noch nicht hinreicht sie viillig auszuschliessen -, sie 
sucht den umwcg iiber die muttersprache zii vermeiden und elnen 
direkten zusammenhang zwischen dem sinnlicb und geistig wahrge- 
nommenen und dessen fremdsprachlichen Ausdruck herzustellen. Sie 
geht darin noch (Jber Hamihon und Jacotot hinaus und knupft an noch 
altere methodiker. z. b. Locke und Montaigne, an. Sie schliesst die 
(ibersetzung aus der muttersprache in die fremde als eine kunst aus, 
deren erlemung iiber der schule liegt , da sie die vollkommene be- 
herrschung zweier sprachen voraussetzt. »Ein Deutscher setzt sich dem 
fluche der lacherlichkeit aus, wenn er es wagen sollte, den 3ojahrigen 
krieg Schiller's ins Franzosische oder Englische zu Qbersetzen*'). Wenn 
sich der schtiler bei dem sprechen oder schreiben einer fremden sprache 
auf ein vergleichen und ein aiisgehen von der muttersprache einlasst, 
so wird ihn das veranlassen, unidiomatische wendungen zu gebrauchen, 
indem er wortlich tlbersetzt; er soil nur aus dem erworbenen vorratb 
an englischen wortem und wendungen schopfen, deren bedeutung er 
genau kennt, die ihm in fleisch und blut Ubergegangen sind. Dabei 
spielt also nicht der verstand, sondern das gedachtniss die hauptroUe, 
nUnd so ist das einzige mittel, das man angeben kann, um in den 
geist der sprache einzudringen, das uralle: viel lesen, viel schreiben. 
so wenig als mbglich an die muttersprache denken, so wenig 
wie mdglich vergleichen, denn das vergleichen schadet 
dem stil, dem fremden und dem deutschem '). Noch jet/t 

') ■Crembotenn. 4S. Jahrg. Nr. 42.: "Vornrtheile »uf dem gehiete iler 
sprtchen," s, llcj ff. Doch wird gernde diese aufgabe gymnasiBlabiCuricnlen bei 
dsr aa&iahmcprUfnng in die orientalische akadcmle in Wiea gestellt. 

'J "Crcnibotenn a. a, O. Man vcrgleiche aaeh daniit was Jacob! in oAaieri- 
eao Journal of Psychology" nov, 1S8S sagt : iVma in order to penetrate fnlly into 
the Bpirit of > langnagc, it is necessary at the moment of enunciating it. (o 



2 2 6 W. Swoboda 

werden von lehrem der deutschen sprache UberseUungen aus der fremdcD 
sprache in die deutsche als muttersprachliche stiliibungen verlangt. ob- 
wohl die erfahnmg lehrt, dass der schtller nirgends raehr undeutsche 
wendungen anbringt, als gerade in diesen versionen; wendungen, die 
CT sonsl nie gebrauchen wtirde, wenn ihn nicht der fremdsprachliche 
text dazu verlcitete. Einen solcheo grad der beherrschung der niutter- 
sprache, der dazu gchOrt, einen fremdsprachlichen text in ein idio- 
roatisches Deutsch zu Ubertragen, kann man von jungen kuteo bis zu 
i8 jahren gar nicht voraussetzen. So ist denn geradezu davor m 
warnen, diese iibersetzungen als ein zweckmassiges mittel ziir bildung 
des deutschen stiles anzusehen. Und was jenen vergleich zwischen dem 
mechanischen bauarbeiter und dem kunstverstandigen baumeister 
anbelangt, so hinkt dieser mehr als jeder audere. Ira mUndlichen 
und schriftlichen ausdruck einer fremden sprache bleiben wir imroer 
mtr nachahraer, und fhiui in jedem falle gut daran, nicht mehr sein 
zu woUen als "bauarbeitem. Nur so lange bewegen wir uns in der 
fremden sprache sicher. als wir uns in jedem konkreten falle der ver- 
wendung eines wortes. einer wendung, auf einen pracedenzfall benifeo 
konnen. Sobald wir uns aber als obaumeister« aufspielen und die 
sprache zu konstruiren beginnen, verlieren wir den festen boden. Die 
kritik, welche Plattner') vor sieben jahren an den franzosisch ge- 
schriebenen abhandlungen deutscher philologen geiibt hat, miisste doch 
jedermann gezeigt haben, wie uomoglidi es ist, eine frcmde sprache 
wie seine eigene zu beheirscben, wie viele blossen man sich daber in 
einem solchen versuche geben kann. "Jederu, sagt Plattner. imuss 
sich so viel franzosisch aneignen, um einzusehen, dass er fiir ein der- 
artiges wagnias nicht genug Franzdsisch versteht.u So wird audi der 
schiiler Langenscheidt's kein baumeister werden, sondem nach absol- 
virtem studium der systematischen grammatik des 2. cursus hdchstens 
demjenigen zu vergleichen sein, der die anordnung, zusammenfUgung 
eines sprachlichen baues a poiteriori versteht; das geheinuiiss aber, 
nach welchem der spracbgeist baut, wird audi ihm unergrUndlich 
bleiben, 

Man ist gewohnt, die methode Toussainl-Langenscheidt's der in 
den schulen getibten reflektirenden als eine eminent praktische ent- 

hemsh all ritoUecHoH of any olhtr language from the mind. It miul not bi trons- 
latid, at tbe habit of transtatioii mnsi cense as suon as possible. 1'ben only it 
is evident that the mind places its diflerent groaps of verbal signs on the aame 
footing. 

'] Zeitscbr. f. neufrani. spraclie and litleratar, berausgeg, v. Koschwttz und 
KSrting. 1S83. Bd. 4. 



Die methode Tous 



'37 



g^enzusetzen ; aus dem vorher gesagten geht jedoch hervor, dass dies 
zum guten theile mit unrecht geschieht. Das bewcisen nicht nur die 
niittel der spracheriemung imd die charakteristik des lehrziels, sondern 
audi der monolog, den L. dem schiiler am schluss des i. cursus 
halten lasst; »Habe ich den sauersten theil der arbeit uberwunden, 
so wtirde es unklug sein , wollte ich nicht atich das mir noch ver- 
bleibende leichtere stiick arbeit leisten — wollte ich mir den ge- ^ 
nuss entgehen lassen, die handhabung des erworbenen wort- 
schatzes zu eriemen, nlimlich die voile kenntniss der gram-'l 
matiki. 

Die hinneigung dieser briefmethode zur refiektirenden lehrweise 
trotz ihrer abstammung von Hamilton und Jacotot, lasst sich abtf 1 
leicht erkliiren, wenn auch nicht rechtfertigen. Die ounterrichtsbriefeM 
sind nicht nur ein lehrmittel. sondern auch ein geschafdidies unter- 
nehmen, das eine grosse druckerei jahr aus jahr ein in atheni halt, 
und welches absatz habcn rauss. Was fUr Leute bilden nun das gros 
der abnehmer? Wirft man einen btick in den ustatistischen nachweiso, 
so wird man findeo, dass sich ihre ijberwiegende anzahl aus lehrern 
und pastoren zusammensetzt. Die ersteren studiren die briefe meist 
t\x dem zwecke der ablegung eines examens; daher mussen sie dazu 
vorbereitet werden. Wenn nun von den priifungskommissionen daa 
haupigewicht auf die kenntniss einer systematischen grammatik gelegt 
wird, so muss sie gelehrt werden, was durch das cramming-systctn des 
a. cursus der "briefe" redlich geschieht'}. Freilich leistet die methode 
ausserdem auch noch mehr, wie ja anerkannt wird; auf diesem mehr, 
nicht auf der eintrichterung einer systematischen grammatik ruht ihr 
verdienst. 

Der pfarrherr andererseits, der sein Latein und Griechisch auf re-l 
flektircndem wege erlemt hat und nun in seinen mussestunden auch 1 
modeme sprachen treibt, wird sich mit der methode leicht befreun- 
den. Deon er wird in den unzusammenhangenden sitzen da I 
abersetzungsaufgaben , die mit den liebgewordenen ziffem , zahten, 
eckigen imd runden klammem verziert sind, alte bekannte begriissen 
z. b. "Mein huaten ist viel besser heute. — Um wie viel uhr (sind 
sie zu bette gegangen) [ihaten sie gehen zu bett]? — Ihr rath ist sehr 
gut und freundlich; ich werde [shall] 'ihn [it] 'befolgen u. s. 
I Auch die meisten Ubersetzungsaufgaben aus dem Englischen ins Deutsche, j 

•) Gaiu richlig beinerkt aber prof, Nettleahip (Academy, 1889 nr. gioj ; 
■Though all examinatioiis are necessary in all systcnu of instmctioD, the examinatioo 
should be rasde snbaervicnt 10 Ihe instruction and not vice versS." 



2^8 W. Swoboda 

sowie der ganze, 91 seiten umfassende »Repealer« besiehen aus nichl 
zusammenbiiogenden saUen. Uaduich wird aber das gute, das durch 
den zusammenhangenden lesestoff geleistet wurde, theilweise wieder 
aufgehoben. Aus rucksichten auf die bediirfnisse der zu einem examen 
stiuiirenden schiiler erklart es sich auch, dass der zweite cursus in den 
belegen zu grammatischen regeln, sowie in den tabellarisch geordneten 
wortcrklassenverzeichnissen voraehmlich idteres [klassisches) sprach- 
material heranziebt und mil grosser vollstandigkeit seltene iind veraltete 
formen giebt, in der hoffhung, den schijler zur lektuie Shakesperes und 
Miltons befahigen zu ktinnen, was hierdurch aUein kaum erreichl wird, 

Aus ahnlichen crwiigungen entsprangen die nach dem muster 
Robertsons jeder lektion folgenden etymolt^ischen kapitel, die be- 
sonders fiir einen schiiler, der nicht sclion franzbsisch kaon, von keinem 
erheblichea werthe sind. Dem kbnnen der sprache dienen si e nicht. 

Bei der eriernung des Englischen kommt das meiste auf die er- 
werbung eines »wortschatzes" an, das wort in dem sinne genonunen, 
wie ich es in einem artikel dieser Zeitschrift ') vereucht habe zu defi- 
niren. Bell sagt'J: -Onf of tlu chiff qualification pf English for its 
grand future (niimlich eine weltsprache zu werden) is that its learner 
has only to memorise wonlsa. Diese »wortern diirfen sich jedoch 
nicht als einzelne nvokabelno, aus dem lebendigen leibe der sprache 
herausgeschnitten in nlangen reihen klagendi wie der "Troerinncn schart 
prasentiren. Die methode Toussaint-Langenscheidt hat sich ganz gegen 
ihre sonstigen grundsatze, die auch in den •briefenu sonst zur atis- 
fiihrung gelangen, und in dem unfruchtbaren bemiihen einen mbglichst 
grossen und vielseitigen wortscbatz elnzupragen, verleiten lassen, solch 
onztisammenh^ngendes wbrterraaterial zum lernen aufzugeben. Vom 
7. briefe an werden solche. einem besonderen gedankenkreis ange- 
horige, vokabelverzeichnisse (z. b. die verwandtschaftsgrade , thier- 
namen etc.) gegeben. Sie bleiben auch dann isolirt, wenn sie spater 
in unzusammenhangenden satzen verarbeitet werden. Vom briefe 
II. an sollen sogar die vokabeln des nachsten englischen textab- 
schnitts voraus gelernt werden. Dazu koramen noch verzeichnisse 
von »erganzungsvokabelnii, von denen z. b. der 36. brief 6'/, seiten 
enihilt, die verzeichnisse der verba, priipositionen etc. und endlich 
die ganze beilage, welche die oAnglicismen" enthalt. Auf diese' weise 
gelangt der schiiler freilich zu einem imposanten wortschatz von iiber 

1) Engl. stnd. XII. 3, 

') A. M. Bell: World-English. Tnibner. London und Newyork 1889. 



Die methode Toussaint-Langenscheidt 239 

14000 wortem; ich glaube aber nicht, dass sie ihm auch wirklich stets 
zur verfugung stehen werden; ich bezweifle es Uberhaupt, dass man 
sich in ca. 1000 lektionen (vgl. s. 219) einen so immensen wortschatz 
aneignen konne. 

Ungetheilten beifall verdient die beilage IV, die beispiele des 
englischen brief-, geschafts- iind annoncenstils, sowie auch winke zur 
auflosung des telegrammstils ganz in englischer sprache bringt. 

So sehr wir auch damit einverstanden sind, dass der schtiler in 
die englischen lebensverhaltnisse eingeweiht werde, so hatten wir es 
noch viel mehr gebilligt, wenn dies in englischer sprache geschehen 
ware. So enthalten zwar die auf den letzten seiten der einzelnen briefe 
in deutscher sprache gegeben ausftihrungen engUsche verhaltnisse be- 
trefifend ein reichliches, werthvolles und brauchbares sprachmaterial, 
eine fiille idiomatischer wendungen ; aber dieses sprachmaterial ist eben 
auch wieder isolirt'). 

Wenn wir nun das resultat zusammenfassen und die methode 
Toussaint-Langenscheidt klassificiren sollen, so miissen wir sie einen 
methodischen eklekticismus nennen, der zwar auf den analytisch- 
direkten methoden Hamilton's und Jacotot's fusst, aber durch Robert- 
son's hinneigung zur reflektirenden methode und durch diese selbst, wie 
sie durch den neuhumanismus des 19. jahrhtmderts zuerst auf die 
klassischen, dann auch auf die modemen sprachen anwendvmg fand, 
sehr machtig beeinflusst wurde. Die ins gewicht fallenden bertihrungs- 
punkte mit der direkten methode der gegenwart sind die verwendung 
zusaramenhangenden lesestofTes gleich beim beginn des unterrichts und 
die daraus folgende repetition mit hilfe englischer fragestellung. Dieses 
zusaramentreffen kann jedoch bei der grossen differenz der wege und 
ziele beider methoden keineswegs als beweis gelten, dass die direkte 
methode ein blosser ableger der Toussaint-Langenscheidt'schen methode 
ist. Vielmehr schopfen beide in rlicksicht auf das gemeinsame aus 
alteren quellen. Mit grosserem rechte kann aber behauptet werden, 
dass die methode der unterrichtsbriefe, insbesondere was die verwen- 
dung der phonetik fur sprachunterrichtszwecke anbelangt, von der 
direkten methode profitirt hat. 

Zum schlusse sei es mir gestattet, die typographische korrektheit 
des gesamraten und insbesondere des transskribirten textes mit aller 
anerkennung hervorzuheben. Es ist eigendich staunenswerth, dass sich 



Der III. band der Toussaint-Langenscheidt'schen nothworterbucher ist 
eine erganzung, erweiterung und vermehning davon. 



240 ^' Swoboda, Die methode Tonssaint-Langenscheidt. 

in dem letzteren trotz der grossen menge von zeicben, stridien, punkten, 
hakcben, der verscbiedenheit der typen und des druckes (firaktur, 
lateinschrift, fetter druck) nur ausserst selten ein geringftigiger febler 
findet. Diese lobenswerthe korrektbeit ist aber auch die frucht eines 
3ojahrigen deutscben fleisses. — Ebenso verdient das 107 seiten starke 
ausserordentlich sorgfaltig verfasste i>sachregister« unbeschr^ktes lob. 

Graz, im December 1889. Wilhelm Swoboda. 




^eliachsbcben Frosabeftrbeiningen der Benedictincrreget. HeraiS 
»oii Arnold Schroer. ;Auch nnier dcm titel. BLbliothclt der angelaichsischen 
proso. Begriindet von Chr. W. M. Grein. Fortgesetil unler mifwirknng ineh- 
t Uchgenoaaen von R. P. Walker. II. B&nd.) Kasscl, Georg IL Wigsnd, 
1885— 88. XLIV n. 260 ss. 8°. Pr.: mk. lo. 
Die Wintcney- version der Regula S. BenedictL Lutdniach und Englisch. Mil 
eioleitDng, amnerkaDgen, glossar ond einem fRcsimile inm erstenmale herius- 
gegebea von dr. M. M. Arnold SchrBer, ao. professor an der nDveisitat Frei- 
burg i. Br. Halle, M. Niemeycr. 1888. XXVIII n. 175 sj. gr. 8". Pr.; mk. J- 
The Knle of St. Benei, Latin and Anglo-Saxon Interlinear Version. Proefichrift 
ter verkrijging van den graad vnn Doctor in de Nederlandsche Letterkunde 
■an de Rijks-Universiteit te Utrecht . . , door Henri Logeman. London, 
Triibner & Co., Utrecht, J. L. Beijcrs. 1S8S. [Zngleich all band go der Early 
English Text Society. 18SS,) Pr.: 12 sh. 

Von der redaction dieser is. zu elner selbitanzeige der zvrei eratgcnannten 
pablicationeo anfgefordert, besclirSnke ich niich wcaentlich anf eine kune inhalls- 
angabe derselben; einige iiintchgeachichclicb wichtige pankte jedoeh m<jgea bei 
dicier gelegenheit mit berUhrt warden. 

Altenglische — ' oder wie es dem namen der lammlung entaprecbend heisit ; 
angeliScbalscbe proiabearbeitnageu der Beo.-regel besitzcn wir in den hea. des 
Corp. Christ! College Cambridge 1 78 {j4, ende des 10. oder anfang des 1 1 . jahrh.], 
des Corp. Chr. Coll. Oxford 197 [O. aus derselben leil), des Brit. Museum Lon- 
don, Cotton. Titus A IV [T. ans der 2. bftlftc des ii.jahrh.J und Cotton. Faostins 
A X {F, ans dem ende des II. oder anfang des is. jahrh.), (eruer in dem •Welb- 
fragment* im beslt^e des capilels voo Wells, Somerset {IV, wcnig jUnger ais jtO), 
Hiervon gehoren .\, O, T, F einer a. zvr. vermuthlich der ursprilnglicben bear- 
beitung, der "Gemeinen versiono iGf''} an, wKhrend W eine bcsondere bear- 
beitang oder vielmehr umarbeitung der Cy reprSsentirt, In alien hss. aosser in 
F ist der englische text mil dem lateinischen in der wcise gegeben, dass anf je 
ein latcinisches capitel das entsprechende englische folgt; F. entbalt nur den eng- 
lischcn text. Die nusgnbe bietet nnr die englisehen texte, 

vollsle hs., A. sowcit sie nicht lUckenhaft ist, genau nich der hdschrftl. uberliefe- 
rung gegeben, nur bereinigt and mit wiederherstellang der lesarten des lu er- 
acblieisenden archetypus, soweit dieser ans dem vorhandencn maleriale erschlosseo 
E.lLelhiDE< Ei>sli>chc iiuduu, XIV. >. -V^ 







Litteratnr 



werden Itonnte; die Icsnrten der anileren hss. sind in fnasnolen angegeben, eben- 
falls mil orlhogmphischer gennuigkeil, mit der einschrfinlning, dass nbweictiende 
anwendung von d oder p, ferner abkilraungen von m diiroh horizontalstitch nicht 
in jedem eiozelnen falle angefiihrt wnrden, wo dieaelben kein weiteres intereste 
bolen. Die in W erhnltenen capitel 50—64 — mil einer lUcke, umfassend den 
schluss von cup. 55 nnd das kleine cap. 56 — sind selbitflndig den enlsprechen- 
den capp. der GV gegeniibcr abgedrackt F hat fUr cap, I. De generibas monacbo- 
nun cine sleile bus Isidor, femer cap. LXII eine andere version, die in anbangcn 
mjtgelhcilt liind. 

Das hss.verhikltniss iit ron venig interesie nnd in der einleitung deshalb 
nut miiglichsler knappheit erdrterii b«merkensweTth ist die Ihatsacbe, dasi alle 
hs3. anf elne umarbcitnng des vennuthlichen archetypiu filr nonnen, mil veriln- 
dening der ausdrlicke aiiaii. I'reiliir u. s. w. in die entsprechenden femininen zutiick- 
geben; diese erscbeinnng macbt die berstellung der vermathlichen urspriinglichea 
lesail ofl sehr schwierig, js unmdglich, well hierbei die verachiedensten moglieb- 
keiten nnd compiicationen eh beachten sind. namenllich wegen des biinfigen aacb 
sonat bekannten Qbei^angs vom singnlar in den pUiral und vice vena, der ■riehr- 
denligkeit eines hi, hire. P-m u. dgl. m., was bus den anmerkungen ;u den nn- 
lelnen stellen ersichtlich ist. Diese dinge haben ausaer Kr den hrsg. und den 
etwBigen kritiker, der sicb die dankenswertbe mUhe ncbmen wolile. diese kritiscbe 
arbclt gewissenhafi nachiaprUfen, wenig inleresae. Das inleressanlesle sind 
die texts selbst, namenllich hs. A und T, welch lelWere aus den leaanen ja gp- 
niigend kennen zu lemen isl. A liefert den betveis, dsss die sogcnannte ipilt' 
wcslBHchsiscbe litieralnrsprache, wle sie sicb namenllich in den achriften und to*. 
.4^fiic3 and seiner schule findet, and wie sie hisr von der bs, T reprSsentirt wird. 
in den flexionsfonnen eine kilnsllich Dormalisirte gewesen sein muss, insofera 
nSmlich die endungen nicbt mehr die wirklich gesprocbenen wiedergaben, sondem 
convention ell, schnltrnditioncll waren, Freilich ist T aoch nicht immer conse- * 
quent, nnd es enthallen ausaer A anch die andem hss, regelwidrige schreibungen, 
aus denen wir anf die ansspncbe scbliessen dlirfen. 

Formen wie to nimint 56, 18 He nimtniu). In uHicrstandfHde 67, i \t» 
HHilerstanJeHnt) in A, lo linjciiji 33, 6 in F sind eben sehon mitielenglische vor- 
bolen; femer starke participia lu aehwacben verben jt/atjtH 48. 15 (nur T 
jeleic^eitl, jertirfcm in F 38, 14; 4I1 15 (jeindaifl ; eindringen des -t in den Norn. 
Sg. in A sea stiijieise 97, 19, /BrescemouH^e 89, 7 n. a, m. Namenllich lebrreicb 
ist die vcrwirning der -an~, -on-, -kbi-, -en - endungen, Bekaontlich iautet die ea- 
dung -en des conj. pi. prils. 11, prKt, beim verbnm im spatwestsSchs, -en, -an, wetche 
formen T aacb mit liemlicher cousequenz einsetit; doch es ist hierbei bezeicfa- 
nend. dass T anch das anbst. fasttn 17, i m,firstan andert. Die dative sing, und 
pi. der st&rken nnd schwachen adjeclivllexion darchkreuzen sicb bekanntlich viel~ 
facb mit ihren -as-, -on- oder -ww-fonnen; wenn wit aber diese -«Di-fonnen 
aueb ira verbum antreffen, i. b, fat hi beedum (conj. pL] in A F 130, 17, wobei ■ 
T regelmassig -a«, O u liest, oder me ^ewauidum in A 133, 18, wobei T -un, 
OF -un, docb F nrsprUnglicb luch -um hatte, no Ifisst sicb darans wobi scfalicssen. 
das9 diese schreibungen weder in dem eincn noeh in dem andem falls Uutlich 
emit in nehmen sind; -an, -en, -eii, -tm. -um. -am vcrtraten eincn imuionnlen 
vocal, *n den die erlnoerung einen nasal, m oder h, tu hUngen pflogte. Schrei- 
bungen wie dfihinum 1,9, wo nur T das regelmassige driktni berstellt, leyfpcn- 



A. Schriier, Die angcUiichs. prosBhearbpil 



ingcn 



. Bencdictinerregel 




ium-scyffrndt 15, 17; 133, 7, oder at sumt lyrrt 131, 15, wo nur T sui 
stelll u. a. m. sind nndcrs nicht lu erklKren. NMIirlich kann man den einen fall 
iibenritt in die adjecdvflexian, d«n andcrn Ubergang von der ;larken in die 
schwache oder nmgekehrt nencen: solch ein libergsng wiire aber njcht eingdrelen, 
wesn die einzelnen endangen verschiedene laalliche. anslatt bloss traditioitelte 
werthe besessen hiitten; je nnch dem grade schultraditionellcr bildung des schrei- 
bers warf die e<ne hs. dieie zeichen recht Icritiklos untereinander, oder gcbranchte 
eine andere dieselben oach eioem gewissen systeme. Das system der ^fric'schen 
9chal tradition lindeii wir bei nnsem has. in T, wenn auch niche dnrchans rein. 
iind da diese lis. ihrer enlstebungszeit nach die jiingste iat (F ist den scbriltztigen 
nach iwar jUoger, hat nber vie! ursprilngliches bewshrt), gewinnen die regellosen 
scbreibangen der Sltern bss. urn so grosserc and die regelmSssigen der jUngeren 
h^. am sn geringerc lautliche bedeutung. 

Nni soviel sei bier angedentet. Eine eingeheode darsletlang der sprachlichen 
nntCTschiede der hss, dllrftc recht lehrrciche ergebnisse fiir die spaiwestsllcbslsche, 
oder wie ich in diesem falle sagen mdchtp. die vu1g£r-altenglische gram- 
matik bringen Zu meinem grossen bedanern halten mich selbst andere srbeiten 
wohl flir lange leit davon ab. Doch das material hofle ieb in inverlAssiger weise 
gegeben id haben. Aucb die ^yntaktischcn unterschiede zwiachen CV und W 
sind beraerkenswerih, 

Eine weitere beigabe zur ansgabe ist das vertcichni^ui der handBchrifilicben 
accente, das die accente alter J bss. in parallelem abdnick veranBchanlicht ; in 
den knnen bemerkungen 'Zu den accenten- sind dieselben nxcb 1} Etymologiscben 
langen, 1) Etymologiachen kUrzen, 3) Etymologiscben kiirzen TOr lllngenden con- 
sonontenverbxndungen, 4! Kndsilben, 5) end 6) Verwecfaslnngen nnd nmsverstiind- 
niEsen geordnet. femer das H'esentlic1i:ite Uber dns grapbische mitgetheilt. Man 
kann somit inm erslenmale fllr einen grosseren, in mehreren baa. fiberliefcrten 
\ejX aus den znaammenslellungen eraelien, wo die accente etymologiacbe nnd wo 
SBConditre Mnge boeichnen und wo nicbt, ferncr welche graphiachc moments die 
t dlirfte mit diesc-r recbt milbsamen arbeit der 
a lar losnng der immer noch recht onklaren 
entB forlscbreiten mag. 
Dns glossar sollte nach dem plane der samnJung nur die bei Grein nicht 
odor ungenligend hclegten wtirter enthalten, and zwar mit beieichnnng der etymo- 
logiicben langen. die in den texten wegbleiben mnsate. Hier sei es gealattet, 
einige dmckCehler bei, hcEsenrngen anmbringen: jmwi ist natUrlich swm., nicht 
stm.; tKurreodian ist lo atreichen, (tie Toller stillschwelgeod und wohl mit recht 
gethan iBosw. Toll. A. S. Diet, onwrton) ; es war meinerseits cin problematischer 
ansatz nach onairMim-, traniil iat stm. wie Logeman R. o. S. B. J 50 bemerkt; 
uKCodu hat wohl * nach auaweis der lebenden mundarten, Dorset: colhc [Barnes) 
nnd Isle of Wight: eaatlie iT-ong). 

Meine aosgabe der W'i nteney-v ersi on giebt d«n englischen nnd lateinl- 
schen text der einzigen hs. Claudius D III aus dem nnfang des 13. jahrh,, zngleich 
zum laleinischen text in fussnoten die lesarten der lateinischen texle von Corp. Chr 
Coll. Cambridge 178, Corp. Chr. Coll. Oxford 197, Titus A IV nnd dem Wells- 
fra^ment. Die ausgabe iat einerseits eine ergBniung zu der erslbesprochenen, an- 
dererseila snchl sie ihren werth in der iprachlicben Uberlieferung des englischen 
textea. der im wesentlichen auf die angelsHehsische GV rarilekgeht, MeUea*-eiwE. 



verhaltnisse trilben konnten; 
weg angebabnt scin, auf den 
frage nach der bedeutung der 



244 L,m™«„. 

aber selbstiinilig amiert und lemer fur nonnen nmgesrbeitet isl soB'it der Uteini- 

Die einleihing sncht fUr das sprachdenlcmal die beieichnung DNeuangelSBCli- 
s'lsch" lu begrUnden, ebenso wie tllr mdere irilhinittelenglbche denkmSler, die 
keiae arigiDBlorbeiten, sondem mehr oder weniger freie umarbeiCungen oogeUiicIi- 
sischer originaJe sind und von denen l^weel ilES^ jS2 kurz nnd treHend sagt. 
usnch texis do not rei>resent any actual languagC'i. Da an meiner cbaracterisintng 
aolcher sprachdenkmHIer L, Morsbach (in einer recension in den GbtL GeL Ani. 
IJ. dec. iSSS. No, x6. S. 10:3^1020, auf die icli nocb 2U sprechen kommen 
werde) bueIoss nimmt und eine menge dinge in polemischer wcise vorbringl, cSe 
meiaes eracbtens ans meinem buche selbst z\\ encnehmen waren, nius« ich, nro 
deallicli lu sein, nochmals daraiif eingehcn. Ich bchaupte niimlich, dass denk- 
miiler, wie die Win teney- version, "weBentlich auf altenglisclier Iradirion fussen 
und mit bewussler absicbt Eine spracbe nscbabmen, von der die gesprochene 
nichl weniger abwich, als etwa neuhochdentsch vom atlhocbdentschcn." 

Obwohl icli, am den amfang des buchcs nithl unnothigerwdse an/ufchwdlen, 
mich ia einleitung und annierkungen grdsstmiigUclier knappheiC betlcissigle, dM:hte 
ich docb, es werde falgendes verstandlich genng znni ansdmcke gefcommen aein; 
drei vencliiedeDe sprachllcbe scliichten habea wir bei solchcn denkmiileni ill 
icheiden: i) Buchsilibliche oder fust buchstiibUche wiedergabe dec altenglisehen 
vorlage. 2) Sprachliche andeningen, d. h. modernisirnngen der vorlage, 3) Eigen- 
mSclilige SndeniDgen bez. znthaten ohne ersicblliche vorlage. Auf z) and 3}, die 
iindeningen, kann dann die noten zn beaprechende nacbahmoDg iilterea spiach- 
gebrauchs anwendimg linden. Hierbci beweisen Kile von l| nicht, d»s» dei 
spatere beaibeiter noch bo spracb, wie er schrieb. und frille von 2) nnd 3) nicbt, 
dasa er in jeder einzelheit so wie er schrieb, geschrieben hstte. wenn thm nicllt 
beslandig die altenglisehen fonnen der vorlagen vor angen gewesen waren. Nnr 
jene forineo, die in directero gegensatie zu dec altenglisehen stehen and dnrch 
diese nicht vernnlasst worden sein kdnuen, haben demnach beweiscnde kraft filr 
die sprache des spateren bearbeiters, Ich glaube, Morsbach wird daoilt iiberein- 
stimmen. Wanim er aber, nacbdem ich ausgefilhrt babe, dass die beieichnung 
"mittelenglischi' fiir solcbe denkmiiler oicht recht psase, nnd daflir die bezeichnimg 
■nenaDgeU^ctisisch" empfehle, «ich zu folgender besonderen beletirung veranlasit 
fUhIt: ulch halte es auch (ilr irreleitend. die Winteney-version als >:eine mitlel- 
engiische nmarbeitung" [Einl. 5. IX] eu bezetchnen, da wir im ganicn weder 
mittelenglisch noch Hllenglisch, sondcm in den weitaus meiaten parden einen 
■nischmasch ans beiden haben, der sich durch die geschichtliche uberliefenmg 
des denkmals hinreichend erklMrtn. weiss Ich nicht. E3 lit dies doch nur meine 
ansicht mit anderen worten ausgedruckt, nnd die oben ange^brtea worte aus 
Sweet's HES, die Morsbach ebenfalls citirt, hatte ich mir seinerzeit, d. h. sobtld 
ich Sweet's bncb erhielt und ehe Morsbach's recension erscUen, sofort als will- 
kammene stiitze meiner ansicht nolirt. 

Freilich, gegen meine ansicht, dass der spatere bearbeiter nut bewtuwter 
absichi soine vorlage naehahme, polemisirt Morsbach energisch. Znr begrtindnng 
nor einiges wenige: 

Wenn Wjinteney) V (ersiooj 71,30 das Aardtn von G(emdne) V(erKi(ni) 
dorcb htordistn wiedergiebt — sonit auch hordestrc 71, 19; 77, 3I; 85, 7 — ao 
geschah dies wohl nur iub der unklaren vorstellung, dass vor r durch to wieder- 



A. Schriier, Die nngelsiichs, prosflbearbeilviQEen d. F 



regel 



245 



gegeben werde, sowie 83, 19 scforllui-, denn dass e in letzlereni falle lar modl- 
ficining des sc diene, damn dachte er wohl nicht. Oder, wenn WV io raner 
selbstandigen einschJtung 69,14 ncafre \kE, na/rc) schrieb, sowie 69,37 "Jrto/etl 
statt des adrirftd der vorlage, geschah dies docb nicht, weil er etwn einen diph- 
ihong CO sprach, sondem sicb bewusst war, dass man ( (nnd lefre, nafrt hahen 
ME in der rege! geschlossenes ?) durch ea alisdrilckle. Odor wenn \\'V ^\, I 
uHpeowa (AE /a], 105, 1 jcar/ijiice, iji, 17 ieomum, 71,2 ulra'eordrt lAE ta). 
91, a4 foT^tmiUaiodi (AE ro bei, iV bei. aasserwestsSclisiseh S, daher WV 
97, 14 for^miUnsi u. a. m.) schrieb oder auf fleiivischero gebiete 73, (8 mi 
rikhtu lyman (GV riJitut], 71,25 btboda (behodtn partic.) u. dgi. m., ao sind dies 
weder dnrch den dialect des denkmnls, noch iiberhaupt spracbgeschtchtlich in 
rechtTertigende formen, sondem sie sind ans dem bestrebea erwnchsen, sprncb- 
formen herznsteilen, die dem bearbeiter als altilbcrliefert nnd daher nachahmens- 
werlh scbienen, die ihm aber docb fremd waren, weil sie nie riehtig gcwesen 
sein Itonnten. Weil der spHtere bearbeiier sicb bewussi war, dass cr langes oder 
kunes ea. ea nicht diphlbongisch sprach nnd desbaJb rur phonedschen Bchreibnng 
mit e nelgte. setite er in bewusster and zwar tnissverstitndlicher absicht fi>, la, 
auch wo es nicht hingehorte, ao i. b. im prSiin ie in lahlloscn fallen, sowie dies 
anch in den sogensnnten >mittelkenliscben evangelteni geschiebt n. dgl. m. 

Dies ncnne icb mit ubewnssler absicht eine sprache nachahmeni, 
nnd wenn WV in miasversiandlicher alterthUmcIei 3), 1; myciline ^lemcnr gegen- 
obet mjctlc ^ymlnt oder jtomfne der vorlage scbrieb, tugleich aber wohl nnr 
etwa mii'/B oder mue/a jcman sprach, lilasi sich wohl der vet^leieh von ahd. 
managtmn mit nhd. mantktn n. dgl, m, batten. Wenn Morsbach a. a. o, s. 1014/15 
eine reibe von (itUen ans WV anrohrt, "in denen die flexion der ursprllnglich 
AE-vorlage fast rein and ungetiiibt erballen isf^ so glaubt er doch hoffentlich 
nicht, dass Irgend jemand im 13. jahrh, noch so gesprochen habe, wie man nacb- 
weislich im 11. jahrh, nicbt mehr sprach, wenn auch schrieb. 

Der bearbeiter der WV copirte also das eine mal die regelmlissigen alt- 
engliichen formen der vorlage: 5,26 Nalofirihiiion : A'alopinkivan , 9,31 ^'ifti' 
lircttide : gceftnlffcende u. a. m,, das andere mal ersetzte er dieaelben durch die 
seiner i«it und mnndart entsprechenden formen; 97, 3 holuasi : kalfjsl, das dritte 
mal liess er sich durch das bestreben, sprachformen nacbzuohmen, die ihm als 
alt und nachahmeoswerth schienen, in schreibnngen verleiten, wie myccltne. jti>nieHe> 
Hiofrt u. dgl. m. Warum er in dem falle so, in jenem ao verfuhr, darilher tonnen 
wir, auaser in einielnen fallen, gar nichts bestimmen, da wir weder wissen, wie 
die vorlage ausgeseben. noch ob cr eine Oder mehrere voilagen itigleich oder 
abweehselnd vor sich gehabt, noch ob er gleichmSssig ablas und abscbrieb odei 
nach einem dictat nachscbrieb, 

Wenn diese darstellung der sachloge ans den beigaben en meiner ansgabe 
nicht fitr jcdpnnann deullich genug in entnehmen sein Gollte, isl ea mir doppelt 
lieb> sie hier m wiederholen. Vielleicht betinde ich niich somil docb in wesent' 
licher Ubereinstimmang mit Morsbach, wenn seine kritik aucb eincn gegentheiligen 
ensehein erweckt. 

SovicI ilber die geschichtliche stetlnng des denkmala, die mir von prin- 
cipieller bedeunmg in sein scheint, weshalb Ich hier ao aiisfiihrlich darauf ein- 
gegangen. 



2^6 Liltemtur 

Dii: spniche des benrbeitcrs, aoM'eit sie s'ich vtrrath, weist nach dem siiden. 
was ja ancb die hcrknnfl der hs. au9 Winteney 1m nordosten der grafschaft 
Humpshire nahelegt, mil deullichen sUdwesilichen forrocn. Beigegeben sind auiseT 
der einleitung. anmerkungeD zuii\ texte, eio karzes glosiar der der WV eigenen 
worter mit gegenkJberati-Uung der enlsprechnngen der vermuthlichen altenglischen 
vorlfige (nach G\^ oder. wo eine solclie nicbt nachweblich, der loteinischea enl- 
tprechaag; tcrner ein facsimile des anfatigs des englischen textes und einiger 
inleresEtuiter bachstabenfonuen. llierauf und auf den abschnitt Uber •bnch- 
stabenvenvechslungg in der emleibing mijcbte ich die aufmerksimkciC der fsch- 
gcnnssen beaondera lenlicn. 

Da, wie schoD gcaagt, aus praktiachen griindeo die beigaben sehr kn^p 
abgefasst wurden, sind auch sprucbliche fragen, die sicb in menge daiboten, von 
mir nui geatreift worden, was icb jetzC ainsomehr bedanre. nls man mir anch diw 
iibel gelohni hat. Wenn nun auch elne eiogebende d.iiatellung der lant- and 
fiexionslebre und der syntax des denkninU sicb sehr filr eine eiDieEarbeit empfiihle 
und hoffentlich eine aolcbe auch spaier eininal linden wird, was bei dem vor- 
hnndensein der altenglischen vortage besonders wUtuchenswerth ilt, mtjchte ieh 
docb einige einielbeiten bei dieser gelegenheit berilhren. 

Eine UDserm denkmal eigene crscheinang ist die vertretung van A£ ,r, ta, m 
durch (V, wie diedboU 65, 15, Ucf 129, 17, rii/a iii,a6. Morsbach tadelt mich. 
dass ich diese fdlle znsammenwerfe, wiihrcnd icli &ie blosa nacheinandcr nnfUhre, 
□hne mich anf eine erklamng einzolasaen. Morsbach weist darauf hin, dast -it 
wohl kutlich (dialectisch) fUr AE ca, to, aber nicht TiLr AE it steheti kiinne, and 
diiss, wenn letiterea vorltomme, die erklamng daftlr nur in dem ofteren graphischen 
Wechsel von ie mit ( (fUr j] durch traniiisischen einfluis iu aaeben sei. 

Was zunSchst die fiir das spatere ME und friih NE wichtige erscheinunj 
des graphischen eintrittes von fri. ie ziir beieichnmig von i u'ie z. B. in yidd, 
fitn,l. clilif aniangt, so wSre dies freilich cine recht willkommene Losung der 
dnrehauB nicht so einfachen sache, ditdhaU und Khnliches lu crklSren. Daraa in 
erster linie lu denken verbietet aber die zeit unseres denkmals. Behrcns, beitrlige 
I. Gesch, d. fre. Spr. in Eogld. [Franios. Stndien V. 247), aagi nSmlich Uber 
anglofraniclaisches ie-t: >In englischen texten onsercr ersten mittelengHschen 
periode iiegegnel mit eincr ausnahme ijiible, fitbiUm) In aamrotliehen cinachlagigen 
w5rtem c, wShrend in ipsteren denkmSlem it nicht ganz sellen neben i sicb 
findet." Dieses /<*/« findet aich in den Old English Homilies Scries II, berani- 
gegebcn von Morris. 191, 17, und A. Kriiger in seiner diss, ilber die aprache 
derselben (GStdngen t385) sagt dariiber s. ii; iiEndlich zeigt sicb it aoeh in 
romanischen wortem. so 'm fiibU 191,27." Leider iat diese angabe nicht befrie- 
digend, da daraua nicht lu enlnehmen ist, doss dieser eine beieg der eiuzige sei, 
sondcm man daraus schliessen mass, Kriiger hatte nocli andere beiapiele in vor- 
rath, die er uns leider nicht mitzulheilen filr ndthig bielt. Ich babe nun aller- 
dlngs nicbt den ganzen text der Homilies, docb einen gnten tbeil eigena dnrauf 
dnrchgesehen nnd darin keinen weiteren fall getnnden; wenn es deren vieie gibe, 
biitte ich dieaelhen linden miissen, so wie zahireiche it in englischen worterti. 

Scbon dies unglciche lahlenverhaltnias und der im ganicn geringe fnmi6- 
sische sprachatoff in dem gonanntcn denkmal spricbt nichi sehr dafilr, dao wir 
d«s eintige bekuinte fitile als ursache fiir die »hlteiclirn it in englbchen wHr- 
lem in diesem nnd in andem denkmiilcm ansehen soUten, Ganz ahnlicb nnd 



A. Schroer. Die angehiiclij. prosabeBrbeltimgen d. Benediclineircgel 

zwar Docb un^nstiger fdr die SDiuhme franiosischen einflusies verhiUt sic 
von HoUhauien fUr die EETS heraoagegebene lext Vices and Vcrtaes. Wir Eeben 
aoi deoudben ishlreicbe tV and zwar in gleicher weise filr AE ea, ta, to mil and 
ohne uralsnt, I Dnd zirar 4 ^ germ. !', iiiDlanl i ini o and i <■ Icentiaches i. 
Formen wie i mtindt 33, 13 =^ AE ^4myHd sind nur durch kcntisches jtmnd und 
secimdHre langong vor nd, alto it ^ f za eiktXren; Shnlich Jiere lc|. 31; 35,30: 
29, I E9 AE /ft nor als ^ kenCisch /^rr infinfiuseii; ebeoso ist it id /eriirl 
«3, 11; iitr a J, 3; Jm/ir, itiiicie ai.6. 30 = AE and ME A Solcbe Kile, die 
ID ibrcT Muse beweislcriiftig sind, konnen den laatwert t fUr HiUe wIe ditdinti in 
WV wabncheinlicb mscben, Wie mui dain kam, diese schreibnng zu vriblen, 
ist freilich dadurcb nicht erklart, di>ch die zn der leit noch recht fraglichen 
(■(-schrdbangen In franzduscbeii lebnwortern wSren wobl nnr der letite n*th- 
faebeir. 

Viplleiebl liesae sich an folgendcf denken: Bekxnntlieb iit iter frUhwett- 
■Ochsische f-mnlant von la, to. en, to m it, it, dam ie ana ' nach PaUlsl eine 
cr^cheiDiing, fUr die diE ansscrwestsitchsiicheD dialecle in der reget ? seBen. Diete 
■.nsserwesUSchslscben i verdriingen bis anf gewisse reste icbon frUhzeitig die west' 
sticbeiscben it, it and geflbrden diese ja scbon in AE-zeiC im eigenen banse. Die 
' graphische tradition, and iwar die west!Hch5ische, die ja to. ta solange in die 
mitteiengliscbe zeit hinilberrettete. konnte nan ancb die it als ilqnivslenC (Ur r 
aacb in dialeclen, denen arspjIiagUcli it fremd war, eingefUhrt haben. Sowie die 
^'formen lanllicb ancb im alien weslsaebsen die ir-fonnen vcrdrSngten and 
gewiis Unge nebcn denielben bestanden. so mogen letiiere grapbisch die 
f-foroien eingescbrilakt baben ; it dicnte dann tar beieichnang des langen ge- 
schlossenen r. (Dagegen wird niemand fdr dirdbelt das westtScha, .? gelteod 
nuacben, der vreiis, dass wir filr ME dttd ancb anaserwesnifcha. i anzasetien baben.) 
''-t y~\ i-fomien erbiclten sieb daneben in gcdecfcter rtellung, so in WV neben 
lahlreichen j(»K/(f/(, j(wH//fl/fc wiederholt gegen die scbreibnng der AE-hss. jyinf/iiW 
95,14; 101,13: 103, 7; /flrfyi/95, ai obne entsprecbnng in der vorlsge, ebeoso 
wie jyj/, jw/ to;, 34; 107 ii. laj. S' Ob wir die iV-formcn in WV, in Mcea and 
Vermes, in den Homilies, die wfe tttf, ritfis nnd Khnliches nnf a!te dlphlbonge 
nnd nicht durcb Ubertragang der schreibimg it fQr den ?-laiit anf alte i zurUek- 
geben, anders in sprechen baben, ist eine frage (Ur sich. Hierbei mag 10 lUr tf 
als brilcke En it mitgewirkl baben. dean die anch spStwcstsiichsiscb hiiuftge achrei- 
'4>nng id rur to legte die scbreibnng it sebr nabe, nobald das f in a abgcblasst 
war. Jedenfalts sprlcbt maaches dafUr, dass wir achreibnngen vfie jitrwe, ieme, 
hitrli, diipt. bttraient, pie/, itt und iibnlicbe in dieseo teiten lanllich als ? an- 
zuseben haben. wenigstens bei consonantiscbem allbenanlant vor dem it. 

FranzSsiachen einfluss hingcgen balte ich nicbt fQr nnwahrscheinlieb in 
dem worte rtalts 13, 14 ir^^lae) and, wie icb sage, in -der voriiebe filr die iwai 
auch altengliscbe form rtojeti', obwobl Morsbach a. a. o. in letiterem eiaen sol- 
chen inicbt za erbticken verniagn. Morsbach Iheilt ans mit, -^er wechsel von e 
nnd to ist im Frtihme. dnrcbans geliinlig and durch die monopbthongirung von to 
hervorgenifen- : dieier gewSbnlicbc grand scbeint mir bier nicht ausreichend. denn 
nnjtle musste der acbreiber dem rtjtlc voniebn. aobald einerseits -ti statt -0/, -ul 
cingetreien, andererseis j woM im laute, doch nocb nicht in der achrift dem ii' 
plaU gemacht hatte; dass eg in diesem fall ^ ta, beweist die form reimelet 89, 
2S- denn dass ee^p ^ to = ih, beweisen hripsietide 91, 14; reosun.^c 9S,a, wohfll 






248 I.literatur 

es naheliegend war, dass vor folgendem vocal das id bei. j in nmiitlt, ne^tU 
nichl unlerdrilckt uairdc. 

We vertauschungen von c imd ic in aeyrian, gescyrredntsse schreibt Mors- 
bacli dem frBnrdsischen rinflosse cu. Dies ergab sich doch wohl von selbsl tnt 
meincm verweise nuf blctsci^c, mildsia, jni'ij-inje, doch sind die scbrfibongen 
aryrian, ^tscyrrtdHtsst fehler, wcil vfohl in unsenn denknial 1, aber nicht t = le 
ist. Diese fehler erlclnren sich natUrlicb aus der zwcideutiglceit van ic. daher 
mein verweis daraufl Andererseits uenot Morsbacb a. a. o. die fonnen tr/mirkfin 
nnd hal\a^ri Kzweifellos blaase schreibfehlen. Dies mochte icb nacb wie vor docb 
bezwdCeln. sobald wic nSmlich zwischen blossen schreibfehlem, d. h. solchen, die 
entweder nxa unachtsamkeit oder eiaer unbesoanenen schreibung nsch ntmlogic I'wie 
eben oben aiyrian, ascyrr/daase) entstanden und zwiachen phonetisclien schreibnn- 
gen scheiden, die nns liber den vcnuBtlilicIien, wirklicbtn laatwerlh der in frage 
slehendcn fonnen schlilsse geslatten. Leliterer fall iindet auf a-Zm/cidn, halingrt 
seine anwendnng, indem wtr daraiis die nahe berlihrung der ableitung^ailben -ij 
nnd -i«j, die beispielsweise NE ptnny aas fc'iij werden liess, erkennen. VgL 
dam Vices and Verteres 11,16 ^171^ almikliH nnd die belege bei Maimer AEWtb. 
iind Mjrray NED.') 

Ein anderer pnnkt, den ich aucb nicht so leichtbin ad acta gelegt seben 
mochte, ist die frage der elision eines n vor Hexivischen -re In fallen nie amt, 
pinn, minre. Ich habe in der einleitnng zn meinei ansgabe der "angels achsischena 
bearbeitungen p. XXXI die vErmalhimg ansgesprochen, dass in fitUen, wo wir 
stalt diescr fonnen are, fiu, mire linden, dies auf einem graphiscben versehen 
benihen dilrfle, indem man ein abkiiriungsicichen fOr h iiber der leile fitr tinea 
accent angesehen habeii kiinnte. Holthaosen in seiner recension meiner Winteney- 
version (Litbl. f. g. u. r. Phil. 3. M^z tSSg) weist diesbeziiglich auf die mir ge- 
wiss nicht unbekannte stclle in Sievers' Ags. Gr.' g lES A. $ bin und Morsbach 
a. a- (). verweist auf einige tAlle von ere, wire, pire in Owl and Nightingale. Diese 
fille slehen aber im versinnem, konnen also nichts beweisen, . doch davon abge- 
sehen spricht folgendes dagegen. 

Hiitle sich Morsbacb die texte der Owl and Nightingale genauer angesehen, 
hatte er sich doch wohl sagen milssen, dass die falle in ore a'ai/e pictc hegge 17, 
OB })ire side 419, of {lire ■arrileliiige 914, mid [lire stevmr 915, u/ ()ire pine (hs.- 
arch, pine}: for |>ire tale (hs.-arch. pine) 1740, fer mire lah/nlneise 1741, in ore 
linde 1750, in ore ullele 17^4 nicht laullichc entwickelungen aus pinre, minrt, 
onre sein kSnnen, sondem buchstabenverwechslungen mischen n nnd r. Bei 
lanllicber entwickelung wllrden wir docb ^ahrscheinlich auch formen wie pinre 
mil erhaltenem n in dera denkmal haben, docb ist daa feminine gen. dat. -if bier 
ebenso wie in der adjectivflexioa im adjectivisch flectirten possess! vpronomen 
geschwunden. Dass aber pire n. s. w. fir pine sleht. beweisen nicht nur die fiille,. 
wo die andere hs. so liest, sondem die zahlreichen, regebnassig aosgeglicbenen 
formen mit einfachem it, wie mid alle ])ine ilrengpe m, far ]>ine a/de im/i 207, 
mid [line fifinge 337, in mine Aegge S9. ''iVi one fife 319, 6i one Aaine u. a. m., 
za let^ierem falle vergleiche man umgekebrt #■' are ia!iie Layamon 9460 hs. A, 

<) Klugc hSit nach freundl. mittheilung almihein aus almiitijne <C altniktiHi 
entsianden; jedenfalls scheint die Morsbacb'sche auffaasuog als schreibfehter ans- 



A. Schruer 



; angc 
ni liesl, 1 






SBbcarbeltungen <i. Feneiiictinerregel 
eide lias, oh (in] 



349 
wobei >ber hs. It onr liesl, wie 1748 beide lias, oh (in] ane Aa//. Die bucb- 
Btabenverwechslnng r fiir b iieigt in O. a. N. bs. Areb. 143S bhlarlc filr bislant, 
imd oRenbiir bs. Cot, 119 njfr slatt cj^jn); femer dealet daranf bin such dis 
sonsC nichl bel^e misrimpi hs. Cot. t3S3 f^' mimyme der b«. Arch. StrKtmKn 
isc zurar iiber die lesung nicht sicber. doch gehSrte jedenfalls misnyaii in den 
text lOffie S. Katherine ed. Einenkel 454. Beceichnend ist fUr bachstabenver- 
wechslcng aucb das hSuhge vorkommen dichi hintrrelnander wie in v. 1740, 1741, 
1750, 1751- E'oe ahnlichkeit der belreffenden bnchstaben branch! in den lins 
voTliefrenden hes. lich habe unlet meinen pnpieren nur ein facsimile von ha. Cot.. 
«o r nnd h denllicb verschieden stud) ebensowenig beibehalten la sein, wie in 
der der WV. Anch nnaere fiiUe der WV, Jdre 3, 7; pirum 17. 5, kiinnte man aiis 
buchstabenverwech slung von r filr h auffassen, die biiafig genug vorkommt t. 
p. XX', wenn nichi die altengltache vorlage mil pinrt GV 1,4. pinirt, K iz,6 
vorlage. In O. a. N, ktinnle man noch viel entschicdener die [autliche existenz 
einei pin, mire, art leugnen, wena wir ilber den scfawnnd des geschlechts der 
substantiva vollig sicbtr wSren ; erwiihnt sei nnr neben Bi pint tteite 91. im vers- 
innem int ntste pine 964 im reim auf ichini. 

Warum icb aber bei tneiner aaffasBung beharre, ist namenlUcb folgendes, 
Wenn ein solches lautgesetz, 'r durch assinulalion von nro spStallengliscb uod 
fnthnutlelengliGcb beslanden bSIte, wllrden wir seine spur docb tuniichEt nicht 
beim antriite flexivischer elementc in beobachten haben. sondem et«a stalt eines 
puiidns ein pures ana punrt! erwarten 'J, Die iiberwiegenden falle von an-. 
pin', OHM- mit vocnliscber flexionsendung waren doch bei der ansgleicbendeD 
lendenz der sprit-AE und friih-ME-llexion gerade ein bemmscbab fdr detarlige 
neuerungen. 

Diesen sprachlichen ciniclhemerkungen, die icb mir nur deshalb bier ein- 
mlilgen geitatlete, vteil sie wohl nicht nur filr das iti rede stebende denkmal 
gelten, mQchtc ich noch etniges beifUgen, worn mich Holthausens obeoerwilhntc 
snielge des bnches veranlastl. Den gen. (oder dAt,V) pi, maHenen 39, 1 S wiinscht 
H. tn mannt oder mannin lu be&scm; ich verwciie dain anf die i 
formen des personalpronomens der 3. p. dat. pi. heomon I3,30,ll| 

- 73, 38 ist der allenglischen vorlage Br . . . and ^thwylcnm tthtnin 



Py^ii and thli gesctit; icb vermuthete, 
and das o3er wegen des vorhergehen- 
ia einer cspitelUb era cb rift des rubricators 
D oArct nSthig; ich vcrweise anf I.tt5nmon 

cine aacbe von untergcordneter bedeutung, 
bandschrifilicbe erkenmniss handelt. Wenn 
von mil selbsl eingeraumlcn inconiequenien 
dgl. m. seine "billigung versagen- n 



sprechcnd in WV Be . . . oJtle kyn 
diss bier odiie oilerkynnts lu lesen 
den odde verloren gegangen sei, woi 
leicbt moglicb. H. hKlt fiir ailer e 

Die teiigestaltnng der WV iat 
da ea sicb bierbei in er«ter linie um 
Morsbacb a. a. □, deni tCile und den 
in der verweisung in die lesarten u. 

wild dies hotTentlich niemand hindem, dai gebotene material in benutzen. Etwas 
anderes war nicbt beabsichligt, und venn jetnand meine art von textkritik' und 
combination id bemtheilcn wilnscht, wiirde er sicb darcb cingebendes nachprUfcn 



') Kluge weist minh frcimdlichsl auf Lnlona piir 
Vqcabnl. 437, 16 aus dcm ll.jabrb. bin. was icb et 
piires fiir pfires erkliire. 



aso 



Litteritor 



meiner amgahe dei altengtischen (ags.) besrbe'itDngen meineD besonderen dank 

I.ogeman's ausgabe cnlhiilt den lateiniscben tent mil der alteaglischea ia- 
lerlincarversionen aus Ms. Cott. Tiberias A III. 

Ich hatte setlial vor Jahrcn die absichl, die glossea heraom^eben, war aber 
iiber die fnge wie, niclit einig. Friilier oder ipiiter miisaen wir doch ein corpus 
der oltenglischen glosseo and inlerlinearversionen bckommen. worauf ich mit 
alif in naclidnicic scbon bei besprcchung von Wright -WUlcker,Vocabitlarte&, Litcratiir- 
blatt f. germ. n. ram. phil, iSSj, Sp. 3S3/4 hingewiesen habc, nnd im hinblick 
onf ein solches mnsste es wiinschenswertfa erscheinen, nicht die vencbiedeneD 
inehr Oder minder intercssanten glossenbandscbrift'en in einzetpublicadonen oder 
leilachriflen za zerstreuen. Nan scheint jn die Early English Text Society rail 
ciner reihe von glossenpnblicationen einen anfang machen zd woUen. Aosiet 
Logeman's vorliegendcr anggabe liegt bereita Harsley's ansg. von Eadwinc's Canter- 
bury Psalter vor und sleht Holtbaosens ansgabc von glossen £u verichiedenen 
kleineren gebeteti, hymnen n, dgl, in ausrichi. Es ware ra empfehlcn. dass die 
liETS diese ausgaben unter dem titel A, S. Glosses and Interlinear Versions L 
H. Ill, u. a. f. znsammenfasste nnd seiner lelt, wenn alles nicht in den Oldest 
English Texts enthaltene auf diese art veriilTenllicht wilre, einen generaJindex dam 
eracheinen liesse. Wenn dies gescbabe. dann kilnnte man ex versteben, dass bei 
der vorliegenden gloss enansgabe Logeman's kein Index Glossamm beigegeben Ut; 
sonst milsste man es entschieJen bedauem, dass Zupitza's aosgabe der kentischea 
glossen ms. Cntt. Vesp. D. VI in Zs. f. d. A. N. F. l\ nicht als vorblld gedient 
hat, eine ansgabe, die Icider nicht selbstiindig erscbienen ist. 

Logeman dmckt den Intelnischen text und die englischen gtuBsen darilber 
genan nacb der hs. ab. Textbeasenmgen linden sich in iiissnoteD nnd ciniges in 
6'/i seilen notes zum schlnsse, Ansser text nnd notes enihaii das bnch noch eine 
vielfach lehrreicbe einleicung. Oie Outlines of the history of Benedictinism in Eng- 
land until the Reformation sind kuri orientirend ohne neues in bieien. Dankenswerth 
ist die Bibliography of the various treatises, fonnd in the Cottonian Ms. Tiberiui 
A III. nnd die bibliographie der gedrucklen ausgaben; uniichtig ist es, wenn 
Wulker in seiner besprechung der Logeman'schen ansgabe in der Anglia XI, 541 
bervorhebt, dass erst L. oachricht iiber die ansgabe der lateiniscben regula von 
E. Schmidt bringe; dieselbe war ja bereils mcinen ausgaben zu grunde gelegt. 
Ausscr den bemerkongen iiber die teileinrichtung aind die liber die sjirache be- 
londers beachtenswerth. Wichtig ist anch die nachricht iiber eine mir unbe- 
kannl gebliebcne hs, der GV in Dnrbara nnd eine version des cap. IV der GV 
im nis, Tiberias A HI. Za den texten der GV sleht die glossirung wohl in ketoer 
beiiehung, wenn auch manche wcirter gleich ilbertragen sind. 

Der lateinische text ist nacb abtheilnng nnd interpnnktion der bs, gegeben, 
wobei es aber doch wiinschenswertb gcwesen witre, Logeman hiitte Irgendwo nnf 
dem rande eine verweisnng anf aeite nnd zeile meiner ausgaben der GV and WV 
angebracht, da man doch hHufig die drei texle vergleichcn wollen wird; ich habe 
in meiner WV dies fiir GV gethan und es sehr practisch gefunden. L. giebt 
ferner nucb die lateinische orthograpbie der hs. ivieder, weil er mit recht daranf 
hinweisC, dass man aus einigen von der gcivDhnlichen orthographic abweichenden 
Schreibungen, vrie idrm iilr ilem, mri/ti liir (ordt, oipilt, nbilant. eriut neben 
habbalis schlUsse auf die sprnche des vermuth lichen englischen schreibcrs ziehen 



A. Sclirder, Die angeUlicIu. protabei.rbeiningen 



regd 



^51 



kaiiii. Die hanfigen </ far / wie in Jdiiad, kosfidum sclieinen mlr aber clier aus 
der ilhnlichen form der beiden buclutftbcn, also dnrcb bacbstabenverwechslung 
lu erklaien zu sein, sowie im englischen lent fetHm (aliraenli*;, mttcn (meteedij, 
andtdiHt ^confitendiimi a. a., m., wShrend latejnisch jnlii addan (jaben.! dare), 
agad dte ,agat deo) eher laDllich m erkliren waren etvra wie NE /»/ dowt, 

Ijn eogliaehen tcile begegnen wir der. soviel bekanni, blo5s dieser hs. Ti- 
berius A 111 eigentliiimlichen erscheinuag, dasi eiDEclne buchslaben tlber die lalei- 
nischen reilcn gescbriebeo sind, die, wie schon Wanley, Calal. p. 199, vermiilhete, 
die wortstellung im engliachen aodeuien soLten. I., beieichnei dieselbcn nach 
dem Rngby scboal-bays' siang aU 'paving letters'; zn bedanem iat nnr, dass der 
werth, den diese bachstabeo fllr nnsere keuniniss der AE-syntax haben Itonnten. 
■ehr in (rage gestellt wird durch die annabme L.'s. dass dieselbcn auf dem wege 
»oni originale dnrcb veracbiedcne iwischenitnfen in unsere hs, nieht melir dnrcli- 
ans richtig beirahrt und vielfach verloren gegangen selen ; unsere bs. sctzt L. 
niimlicb erst in den sofang des 11. Jabrh. 

Aucb die sprache der glossen \s\ vtelficli dnrcb schlecbte ilberliefemng 
entstellt, uad wenn aucb fiir manche UDgewobnliclie scbreibnngen phunetische 
grUnde beigebracbt werden konnen, so doch nicbt fix alle. L. hat eine menge 
intercsxanten materiales in seiner sprachlichen ciolciding beigebracbt, and dies isi 
ein verittenst, do^ nioht alle berausgeber von texten sicb eruerben; wie L. diesc 
nnd jene erscheinang nun aber r.u crkldren versacht, daiilber kann man vielfach 
andrer meinung aein, und darUber aeien mir einigc bemerkungen geitattet. 

Znnachit mdchte ich im allgemeinen den wunicb geltend macben, dass bei 
alien derartigea darslellungen der lautiehrc analylisch wnd nicht lynthetiich vor- 
gegangED, d. b. das material nach den einzelnen friibwesttlichsiicben normalformen 
angeordnet werde; ein iiberblick der entsprecbungen in nmgckebrter ordnung kann 
dann immer nocb folgen. Wenn ich z. b. au> L.'s einleitung erfabten will, wie 
sieh frtlhwMhiScbsischcs it, U verscbiedener provenieni in der sprache der glossen 
gestaltet bat, werde ich daranf keine znsammenhSngende antwort linden, nar da 
nnd dort lerstreul ein beispicl je nacbdem von tn oder ( oder ta der glossen 
die rede ist; es ai aber ftli die bennbeilnng der tpracblicben sletlnng dea denk- 
ntals wichtig in wissen. dass nicbt nnr formen wie jjyArf, J'^j™- sondcm aucb 
ofy/td, yidt, yldtn^t, siyri u. a. neben ^fmrlisiad u, a, vcirkoinmcn. 

Was einielnes betrifTt. so glaube ich, dass man den erbaltenen spracbformcn 
nut aller kritik der liberlieremng gegeniibertreten muss nnd wo nngewiibnlicbe 
■cbrcibnngen sich durch naheliegende bachstabenverwechslungen erklHren lasien, 
dirse dem vielfach fraglichen lengenwcrthe der keineswegs sorgfilltig geschrie- 
benen hs. vonurieben babe. L. ftihrt iwei fHlIc von u fiir a an, ut to forantif 
nnd upaho/enncssi ; abgeschen davon, dass ein gedankenloser schreiber belm crsten 
falle an lo/oran gedacbt baben, beim zweiten an daa prSterimm ahcf. aheftn er- 
innert worden aein mag, ist und a graphiseh in der hs, nicht sorgfilltig ge- 
•efaieden; ich las beispielsweise 91, 13 statt /orfii'riiu'Mflj.- ifar^i-fiiuwnj; 91, 1 hat 
^e hs, ancb nach L,'s lesung calari statt colore.'] Meine lesnng vansaawun^ 
Illnstrirt lagleieh L.'s ftage einer verwechslnng von f -. iit. Ebenso ist die ithtl- 



■) Mcine vor ciwa 9 jahren genommenc abichrift 1 
hatte ich hetm L, Uberlnssen, doch eine aniahl glossen, > 



s tbeiles des test 



iSa 



LftterBtnr 



iichkeil von d und /, die sc^^>^ ohen liir den laleinisciien ten erwalmt wnrde, 
fiir die erklarnng von myrrint, ntitnifiall, hlutdifril, ilunlnuilum viaA ^imtd, gild, 
iTiitncd, si ,-^tM lemendaverit), andid Iconlitebitur'i, aund imiltit) o. a. m. zo er- 
warten ; laulliche erklilrnngcn, wie die fUr die letztgenannten Bile >/, the aatcome 
of the combination 'lep, becomes voicedo, steht mil dcr englischen laatgescbichte 
in wideispmch, and neon wir nicht nach genan bcstimmten gesetten fur voicing 
nnd unvoicing suchen, sondem ilbernll dort, wo ewas nngewohnlichei anflrilt, 
die crschcinung mil irgend einem phonetischen namen helegen, lerrinnl oasere 
game spracliforschang in ein regelloses chaos, das um nichts besser ist. sis die 
aite r^strirang der vorlliagraphic peculiarities', wie sie in frQheren bSndGD der 
EETS vielfflcli ablioh war. Dabei ist niclit deutlich ersichilich, ob I„ immer 
lauttiche oder audi graphische entisiclielungen tneint. so wenn er iiber einen fill 
von ieolwux agt: c has developed into co; es ist dies doch nor eine aus meiner 
WV obenertvahote sclireibung. Auf die iihnlichkeit von t und t und daraus enl- 
stehende ver»'eclislungcn hat L. selbst hingcwiesen. ond er hatte dies vielleicbt 
weitcr verwetllien konnen. /icle linlervallo), ji/er/ntetme (102, 13) hHne er wohl 
rabig miC c sclireiben konnen, denu es liegt bier wobi ebenso ein schreibfehler 
vor ivie umgckebrt in Ti'ice (pxna;, iiciiidi (ponens). Die frage nacb der polatali- 
sirang des c veranlasst L. zu einem Idngcren excurse Qbcr die frage und eiaer po- 
lemik gegen Bievers. E^ mag mcinc schnld sein, doch leider ist es mir bei dem nn- 
ruhigen atil L.'s nicht gelungen, den zweck dieser ganzen ausBinand«rsetiung be- 
kannter Ibatsacben tu begreifen. und da icb vielleicbt L. nicbt ricbtig vcrstanden 
babe, will ich nicbt weiler darauf eing^hen, sondem nui erwahnen, dass beziiglich 
der in der bs. mit i geschriebcncn worter of kyrfes, ^ekynd, kyi, ^etydJt, fyre, 
iyii, kafilol L. wohl kitnm recht hat, zu behaupten >>the k occnn before vowels 
originally palatal as well as tbose originaliy guttural". Abgesehen von der ver- 
mutblichen etyinologie der genannten worter, die dnrchans aof /. y ans c'-Dinge- 
lanteten 11, A weist, beweisen uns die Mc-formen mil ti. kenCisch e das^elbe, und 
die w«iterc sprachgrscbichte kennt anch nnr verschlussiaut und nicht Isch. Filz 
die ahnlichkeit von c und / in der bs. ist es beieichnend, dass ich 30, 7 htsenc 
(demergit) las, L. aber baeni; L. schl^ in der fossnote bcscmt vor, doch scheint 
mlr dies nicht nothig, hcsCHc ist vielleicbt ein beispiel toh 'iMerography", wie L. 
die erscheinung in der bs. nennt, dass oft nur einzelnc bestBndtheile eines wortes 
geschrieben sind, andere fehlen, so hier die flexionsendnng. 

Der genannte nmstsnd, dass L. nicht Inmier erkencen liisat wieweit er eine 
eriicbcinnng graphjsch oder lantlicb nuffasst, ISssI micb befilrchten, dass icb ihm 
nicht gerechi werde. wenn ich alle einEelheiten, die mir unhattbar erscheinen, 
hervorhebe. Ich will datum auch einiges nnr andeulen, was L, vielleicbt selbsl 
gcmeini bat. 

ce fiir iT in ^cidltxhk, ^cptef fasst er doch ivohl graphiscb auf? Vgl. itteine 
WV p. XXIV; iiuyrian fiir iwyprian ist doch wohl aus einem napriati zu erkliireii, 
vgl. \W p. XIX. Wie meinl L. dass in itpyrfcndra •■ea, probably through c, U 
represented hy y1 es liegt doch wohl I'-amgelauteles w lu grunde. So dankens- 
werth es, wie gesagt, ist, dass I., die sprache behandelt, so scheini es mir doch 
nothwendig, darauf hinzuweisen, dass er damit wohl nur einige wenige apboris- 
men geben wollte, doss es also ebenso wie fiir meine ansgaben der GV und WV 
anch far diesen text wlinscbenswcrth sein wird. dass jcmand die sprache eingebend 
darsteile. Warnm L. nichi gerade nur ivichtiges bervorhcb, weiss ich nichl. Die 



aihlworter solleu die ingaben bei Sievers ergiinien; da scheinen mir alier die 
formen Hy^rpan. nijtpan fUr das Sievers'sche njjudiin nicht bemerkeoswerth ; 
ito/onteoda (41, 14) Ubersetzt septimiis decimos snf dentich siebiebn, nicht die 
iM sichzigl 

Id wiefem soil aiyHdrodttl (privati; "through a. mixing tip of lorms' nsyndro- 
das vorstellen ? Was ware asyiulrndas ? 

L'ebeT den dialect iat es ichvrer, eia bestimmtea urtht^il abzngebcD, und weno 
maD mit L. iibereinstimmt, doss ein kenliscbes origioal von ejnem westsiichsischen 
schreibet \oAa mehreren nacheinandcr) ilberlicfert vorlicgt, is! daroit such noch 
nicht viel gewonnen, solange wir ebeo keine spiitwestiiachiische grommatik besilsen. 
Wir hflben ansser einzelnen besonder? auffallenden inerkmalen, wie weatsachsisches 
y (aus n-i) gegeniiber kentischem /, vurl^ulig in den wenigsten Oillen ein recbt, 
diese odcr jene sprachliche erscheinung des ausgcheoden 10. lind angehenden 
ti. jabrh. als specihsch wests^hsisch oiler spccili&ch kentisch zu beieicbnen. Als 
vorarbeit lilr eine bebandlnQg der sprache .lilfrics, d. h. der nacbweislich wesl- 
sachsitchen Kldstem eDtstammeaden has. alls dem anfang des 11. jahrh, wird eine 
soi^;CH)lige nntcrsochung der erhaltenen spuren des ■■vnlgiirallenglischeii'" aniuslellen 
■ein. Erstere urbeit konnle auch vorangehen nod durch letxtere ihre erkliirung 
finden. Das uvulgaraltenglische" haben wir freilicli vielfncb nnr aus dem mittel- 
engliscben nlckznersehliessen. Lilterariache spnrcn davon bielen aber hss. des 10. 
nnd )i. jfthrh., die aicb vomehmlich durch vcrderble lib erliefe rung ausieichnen. Die 
verderblhut kann graphisch und kann lantlieh erklKrt werden; und beide kriterien 
milasen mit strenger gesetimassigkeit und nicht in systemloseiu durchetnander znr 
anwendnng kommen. Mdgen unsere vorliegendcn teile der prasa 
dec glossen bald solche meChodische einzelunlersnchuDgen erfahren! 

FitEiuuRc; ;. B., 10. Septbr. 1889. A. Schri 



Johannes Hoser, Die ayntaktischen encheinongen in Be Dumei Diege. Halle a. S,, 
M. Niemeyer. 1889. 8". 76 »s. Pr.^ mk. a. 

Die letztcn jahre haben uns einc reihe von einzelnnlersucbungen Uber die 
syntax alteDglischer denlcmliler gebrachl, die umso erwtinachler sind, all sie mehr 
Oder weniger die niilhigeu vorarbeilen lu einer umfassenden allengliachen iyotiK 
ahn^eben geeignet sind; Treilich wird noch mancherlei msterial gesimuuelt und 
gesichtel werden miissen — zomal was die prosasynlai anlangl — , bevor an die 
gcdeihliche ausarbeiluog eines solchen wcrkes geschritten werden kann. Von ■ 
grSsstem vortbeile wdre es hierbei, nenn nlle diesbeziiglichen einzelatihnncllnngen 
so viel als moglich nach einem einheitlichen plane entwotfen worcn; e* wilrde 
dies aber auch 9 ebon bci der untei^uchung der synlakliichen erseheinungen 
einzeloer schrftn-erke die arbeit wesentlich erleichtem und vereinfachen : iiber- 
lichten und vergleiche liessen sicb mil leichtigkeil gewinnen, luancbea iibcTtiUisige 
— imnal an elcmenlaren bcgriflsbestimmungen — kdnnte beiseite gelassen werden. 
O. Erdmann's Untersucbungen iiber die syntax der sprache Utfrid's, die ihrerseits 
wiedet anf Mikloaich' Vergieichende syntax der slavischen sprachen luiiickgehen, 
schnnen mir mit Scherer, Za. fUr aatr. gyuln, 1878, hinsiclitlich des planes durch- 
am nachahtaeoswertb. 



»S4 



Litteratnr 



Urn nan von diesen allgcmeinen bemerknngen lU der in der iiberschrift gc- 
oannlen abhindlung ilberzugcben , so muss dieselbe nls eine Heiisige und mit 
gescbick nusgcfuhrtt urbcit anerkannt werden, die freilich nns den oben snge- 
gebenen grilnden in der anfstellnng allgenieiner grammaliacher belehnmgen des 
gnlen hie nnd ds zDviel thol, wie dcnn auch in nunchen kapilcin (z. b. bei pron 
und adv.) einiges bcigcbracht wird, was nichi in die syntax gehort. Einzelne «i^ 
scbeinungen hKnen strenger geschieden werden konnen, so § 5. 2. h] and 3. b, a). 
Die iibersichllichkeit ist mehrfach dnrch die bildung iibermassig langer § mit viel- 
raltigen unterabtlieilungen :^s'ie eben § 7 einer isl) gestort. — MJt einigen aai~ 
fassungen kann icb micb nicht cinverstandcn erklliren ; so z. b. nieht mit $ 36, 1. n) ^), 
wonach pe cn/lt I'rl (v. ago) seinem beiiehungswort Maria vorangesiellt, sein soil; 
eine derartige sutsstellnng ist, wie ich in meiner untersocbung Uber tempos nnd 
oiadoa in Beowuir gefnnden babe, im Altenglischen ganx ungewdhnlich, nnd ei 
ist auch in nnserem fnjle fi . , . aiif das yorai«gchende m beiiehen, und iwar 
entweder nuf btontoit oder auf w^tdn', beides giebt einen befriedigenden sian. 
— Ob im V. yx> gif pu viille sccgan lod p.}m pi /rinid das relativnm ansgef alien 
sei, wie J 53, c) ^] n. 6. bebanplet lirird, scheint mir iweifi:lhaft. — Das vorkommen 
eines hiEloiiicheu prlsens im Allenglischen ist fraglich; im § 50 heisst es, 'Ak» 
es sellen sei', Kommt e« also doch vorf Der herr verfkiaer hat kein bnspiel 
biefiir beigebracht. 

Icb schliesse mit dem aiisdrncke des bedauema, dass der sorgfiiltigen nntei^ 
snehurg ein so wenig nmfangliche! denkmal — Be D&mes Da;ge umfiwst mir 
304 langzeilen — lugninde golegt ist, nnd mit dem wonsche nnd der hoShnng, 
H. miige zeil nnd Inst linden za weiteren beitrigen zur ae, syntax. 

WiEN, Sept. 1S89. E. Nader- 



Goswln Konig, Der vera in Shakaperes dramen. .Qnellen und foiscbmigen mr 
sprach' nnd culturgeachichle der germaniscbea vSlker. HeraosgegEben von Bem- 
hnrd ten Brink. E. Martin, Erich Scbmidt. LXl.) Strassburg, Knrl J. Triibner. 
London, Tnlbner & comp, 1888, XII n. 138 »s. 8". Pr. mk. 3.50. 

Anglislen von tach wird es wohl *eniger als die grosse aniahl von lieb- 
habem anf dem gebiete der SbabsperefoT^ehnng in erstaunen seczen, wenn roan 
van eincr arbeit wie der vorliegenden behauptet, dass sie einem langc gefilhlten, 
dringenden beddrfniase entgegenkomme. Ja, ca ware auch die behnuptung niclit 
genuie schwer eu erweisen, dass es einigermas&en erstaunlicli und bedauerlich sri, 
dass line solcbe arbeit erst jetil crschienen im. Eine grosse lahl englischer nnd 
dentscher Shabspereforscber haben eben die gescbichlliche methode anf die 
forraale seite ihrer nntersachungen noeb nicht sngewendet and pflegen heute 
nocb die modeme ^prache als ansgangspunkt ihrer belrachtnng ku wSlilen; aie 
baben sicb noch nicht an den gcdanken gewohnt, dass ein vers, der einem mo- 
dernen Englander nnmetrisch erscheint, einem EnglSnder des 16. jahrhnnderta 
darchaus nicht so erschienen sein mUsse. Es sind desbalb auch die >unregel- 
mflisigkeitenn nnd •eigenlhamlichkeiten- nicht als solche nnfiufcsen, sondem deren 
vorgcschichte nnd wahrscheinlicher anfnng la eigtUndcn. Nicht nur in der 
proiodie, sondern naraentlich in der worlbetonung wird die gescbichtliche 
betracbtnngsweise za weientlieb anderen ergebnissen geUngen mid Rir die kritik 
des lextes probehalligere ausgangspunkte ergeben. L'nd mit der gescbichtlicfaen 



. Konig, Der v 



n Shaiies 



s drnmen 



= 55 



betrscli tangs weise miLuen luglelch die einzelniio pnnkic syslematisch abgehiiDddl 
wetden, sodass ein rui in das andere gieift und mit iwingender nothwendigltrit 
gesicberle resultatu Hcb ergebcn. Datan (ehlte es dq5 und danun sind nueh die 
beaten vorarbeitea. wic die t^dney Walker's, wegen ihrer mehr aphoristischeu be- 
bandlangiweise nicht von lo nachhaltigem einflusse gewesen. ats man hSlle er- 
warten kofmen. Das Kdnig'sche bacb ist in der aalage to. dass man wohl sagen 
kann, dass wir damit eincn markslein in dem smdium der Shaksjiere-metrik gc- 
geben haben. Ea ist hislorisch anf das fUr die englische philolope von so ein- 
sclineidender bedeaCnng gewordene buch ten Brink's, "Chsucer'E sprache und vers- 
Iransto anfgebaut. Es konnte der wnnsch lant iverden, dass Kiinig sich domil nicbt 
IiKtte begniigen, sondem eine unteranchang Uber die inetrik der annutlclbaren vor- 
ginger Shak^pere's vorauascliicken soUcn, doch so naheliegend dies gewesen v,-ar«. 
hat Kbnig doch wohl gut gelhan, nicht iQ logeni. Es liegt wohl bei kcinem 
dichter des 16. Jh. das textinaterial so sorgfSltig und vielseitig gesicbtet vor wie bel 
Shakspere, ond wir konnen daiaus besser als bei irgend einem anderen leilgeniSs- 
sitcheo wahren dichter aus aeinen werken schlitsse anf seine poetische tecbnikiiehen. 
Vielmehr ware lu wilnschen. dass die nietrik Marlowe's, Ben Jonson's. Marstons 
a. a. erst dann nochtnnls vorgenotnmen wlirden. wenn wir cine gewissermossen 
abschliessende darstellUDg der Shakspere's besitzen; zu eincr solchen bietst 
die voiliegcnde arbeit Konig's den entwarf. 

Der verf. gliederl leinen sloft in folgende abtheilungen : I. silbenmessung, 
IL worlton, HI. versban, IV. versarten, V. reim. VI. prosa und vera, VII. chrono- 
logijcbes. Begreiflicberweise sind die erstgenannten drei capitel nicht nur die 
ninfangreichslea. sondern auch methodisch die wichtigsten. 

In der silbenmessung findet das geschichtliche voi^heu seine voile an- 
wendung. Freilich muss bcmerkt werden, dass die acansionen des verf, tdchi 
ilberall in billigen sind; 90 nimmt er s. 17 in LLLV, 3, 309 



verleiict dnrch c 



Whip to our tents 

; ichreibung o'er sti 
keit, in roes an, wiihrend einsilbigki 
vers mindestens ebenso gut macblen; 
anderen HlUen, die er dabei anfUhrt, 
die* liKtte !bn darauf fUbren konnen 



r land, 



So mini 



t over, vollmessung, d. b. hier zwelsilbig- 
it von roes und vollmessung v*n over den 
er Ubersieht hierbci, dasi es lich in den 
:lurchweg utn genitivisches e's, 's handelt; 
dass im vene 3H6II, 5, 38 
hours, days, months and years, 



vjel eber ilays zwcisilbig zu lescn wiire als der plarat months; nebenbei gesagt 
ist ei fatal, wenn der verf. hier wie s. ij th in den iLschUnten lablt und sich 
olTenbai dariiber wundert, dass dennocb -es nicht voUgemessen wird. Er findet 
freilich iwei fSlle von volimessongen, die in dem oben aogeruhrten vers die twc'i- 
silbigkeit von months erweisen soUenr T 1, 1, 119 From the slill-vex'd Beer- 
ntoolbei, there she's bid, und Tli 1, 3, 137 I sec you have a month's mind 
to them; doch im ersteren talle haben wit ja nur den eigennamen Bermiidas- 
ira ] elite ren wieder ein genitiv-s. 

Aoch aonst scheint des verf.s ohr nicht geniigcnd phonelisch gestbult, su. 
wenn er s. 14 g in ndrtern wie Hliligeol" als neinfache cnnsonnni" auffasst; za 
■pennyworth (s. 261 wire lu bemerken, dass aucb die modemu nussprache zw 
■ilbigkeit xcigt. 



256 Litterntur 

Bei Jer fsynkope cioes kuriea vocils in wortem, dercn accent vor der dritt- 
letalcn silbe liegt' wire cs wUnschenswcrth, lu wissen. an welcher itelle im vers* 
diese fKlle sich lindeii. — S. 30 ndaii Me, cvet hi doch aucb He. — S. 34 •sonstige 
verscbleifiiQg von voc, + r (4- cons.)" ist »n sich cine bedenkliclie sache and man 
wird die angefUhrlen i^lle wobi leictit andeis lesen kbnnen ; nicht dazu gehdren 
aber btispielc wie ligure of cider voJciur hath; lelzlcrcr fail hSitte den verf. lu der 
aprachlich interessanlen frage anregen kiinnen, wie weit anlantendes h iLberhanpt 
geltnng hat. Den vers MV IV, i, 122 

To cut the forfeiture from that bankmpt there 

hdtte da.s vom verf. auf a. 35 angefUhrte snrfeiled M II, 2, 6 bcleachten koD- 
nen, Kbenso ist aos beispielcn voo »veRChleifnQg von -en H- Cons.," anf 
s. 36 oichls positives zu gewinnen, wenn wir nichi die fSUe, wo vocal und con- 
sonant aiif das n folgen, streng gcsandert bekonlmen. Uod bier «ei gleich vor- 
gebracht, was im allgemeincn Stir Koaig's buch eu wUnschen wtire, wenn es, wie 
doch zu hoffen, endlicb ein lehr- nod nacbschlagebuch der metrik 
Sbakspere's gebcn solt, nKuilich die vollaliindige belgabe der gauzen 2um be- 
lege angcjogenen ver5e. Bios ant diese weise ist man in der lage, ohne leil- 
vergendung nachzuprlifea and zn verglcichen, and was wichtiger ist, der lernende 
ist in stand gesetit, die verschiedenen erscheinongsformen sich libersicbtlich klsr 
211 luacben; hlos auf diese weise h^lte sich wofal aucb der verfasier selbst vor 
mannigfachen inconsequenten bewahrt, die den wertb seiner vorgefiihrten materia- 
lien nicht unwesentlich beeintrtLchtigen. So helsst et unler elision aaf s. 48. 
iiFemer liegt elision vor in ye all H' IV, a, 183", Scblagt man den vera auf, so 

Spirits of peace, where are ye? | are ye all gone? 

wobei ich meine scansion nut trochSus im I. nnd 4. fusse und welblicher casur 
beigefilgt, gegen die K. doch wohl kallm eCwas wird riuwenden kt^uuen. Und 
in ahnlicher weise lassen sich eiue grosse auzahl ausnahmen und scbeinbar auf' 
failende meaaungen auf gaiu regelrechte weise beseitigen, wean man sich die 
mUhc nimmt, die betrefTenden verse nBebcuschlagen. In grossem nmlange gilt 
dies aoch von dem beaonders wichtigen cap it el 11, wortlon. was um so niehr ni 
bedaaern ist, als die methodische darstellung desselbeu bei Kiinig sicb auf das vor- 
theilhafteste von anderen einschlSgigen nnd vielfacb niissglilckten versuchen alter 
und neaester zeil unterscheidet.'; So siad die auf s, 71 angefithrtcn f^e von 
parti kclcompoallionen, wie forbid, forgot, forlorn, forworn, forgive, become, begin, 
beguile, believe, enough, alle hinfSllig, auaser je eiumal fi^rtorn nnd ibide in 
Cymb. V, s, 405' MThe forlorn soldier, that so nobly fought" und Pericles III, 
4, 14: "Where yon may abide til! yonr dale expire." Dazo isi aber zu bemerken, 
dass Schmidt's Shakspere-lexicon , das Kiinig auch hierfar manehen dicnsi hiine 
leislen konnen, im appendix I, s. 1414 noch einen sicheren beleg fur fOrlorn iwenn 
aach aus den sonetten: 33. 7!: 



'] Man vgl, z. b. nnr ansfUhmngen 
antetsuchungen tu Ben Jonson-, Halle 1! 
geschichtlicbe vorstellongen verralhenl 



And fcoin ihe forlorn world bb vi!ag« hide 



be.bringt, Vgl, auch TiL Andr. II, 3, 153 

Some s&y ihat ravens foster fori 



rn cliildre 



AehnlJches gill von disease, esile (wo die bedentangen ifferbjumnngo nnd 
■'Verbannler« anscinandcrzuhitlten w^ren), eii|icl u. a. m. 

Uebcrhaupt liat gerade fur das capilel der worlbetDsang Konig aiu den 
knappen und doch so klarea einachlligigeii paragraphen in ten Brink's •Chaacer's 
sprache uad versknnst" nicbt den vollen nutiien gezogeo, den man hatle erwwten 
konncn. VVie will K. die behauptong aul s. 70: -Die partikel an voc einem Daraen 
wagt ira ae. in der regel den Ion, biisit ibn jedoch vor beginn der me. periode 
ein nnd ist noch hente stets tonlos" rechtfertigen? Oder wie die fuigende: ulia 
(ranibsischen nomen ist kcin schwanken mehr iwischen gcnnanisehec und w- 
spritnglich tomanischer bctonuog aDznerkennen" '? Gegen beide laufen ja seine 
eigencn beigebrachlen beUpiele slnrm, ebenso wie der verlauf der sprachgesehichte 
bis in unsere zeit. Frnnzoslsche betonungea (inden sich z. b. in mehreren seiner 
beispiele anf s. So, wazn ausserdeni eigeiiDBmen koinmen, sodasa die mebrLahl 
seiner scansionen abzulehneo sind. Ich darf hier wobl an das erinnero, was ich 
■ Anglia- V, s. 244 f. iiber das allmSblicbe entsteben eines "Ecwohnlicben 
accenteso voigetragen babe, 

Ancb iiber die ganz exceplionelle stellnng der eigennamen scheint die rich- 
dge erkenntnias nocb den wenigaten nufgegangen za sein, was man Bus dem nn- 
frucbtbaren sireitc zwiichen B, Dawson nnd Ebe in dieser Zeitschrift gcsehen. 
Die andentungen ten Brink'ii, uCbaucer's. sprncbe nnd verskuast<' §■ Z94. bhtteo 
Konig nn einer Kysteniatischen darstelluiig der sachlage fiihren konnen. 

Sehr geschickt nnd von kritiacbem verstande zeugend sind des verC.'s dar- 
stellungen des versbanes (taklumstcllnng und schwebende betonung, fehlende und 
liberlliessende silben, enjambement) und namentlicb seine vorsichtige und besoncene 
verwertbung der enjnmbementfragen fUi die chronologiaining. Man wird danich 
die arheiten Fleaj's, Boyle's. FuroivaU's u. a. wesendich lu modificiren baben, Bei 
der nlaktumstellung- M'kre zn wunscben, dass die >sat£tiocbaen'r von den iwort- 
trocbaen" strenge gescbieden wUrden, da die atinahnie der ersieren m sehr snb- 

veise R'ln, 2, 96; 



And wbat lOsa i 



) be rid of c; 



der ictus auf loss durcbans nichi notbwendig. Die sehr wiebdge ablheilnng Ci der 
fehlenden nnd Uberllieasenden ailben, b. 95, die von den ansaerbalb des rbytbnius 
atehenden anreden und eiclamationen u. s. w. handelt, bStte der verf. aber mil 
nntzen fiir die ganzen vorhcrgebenden partien bcriicksicbtlgea aollen ; im engilen 
zusanuncnbang damil slcht g] niit den aufzablungen von eigennamen u. dgL wofUr 
ein aehr lehrreicbes beispiel im »CoriolBn> I, It, 64 — 66: 

Witb all tbe applause and clamoar of the host, 

The addition nobly ever! 

Sehr nolbig ware es, daa gesanuole material an weiblicben ensure 
S. KaibiDi, EoiUMhe nadin. XIV. >. \1 



2^8 Litierfltnr 

versausgHagen ststislisch genaii zu veneichnen . denn die angaben bei Flcay 
sind unialanglicb. Nnmentlich wfire dies filr die wciblichcn casnren nbthig; Kqnig 
iilhrt z. b aus Tit. Antlt. Im ganzen 3 fiille an, ich zlihle deren eCwa 10. Gemde 
die behandlung der ciisiir iat filr fragen (ier autorschttft und chronologie sehr wichtig. 

Wiinschenswerth ware bei der bespreciinng der versarten eine grossere 
Ubersichtltchkfit tind nncli bier nieder mittlieilung tod beispielen, 90 naineiitiich 
anf s. 115 fr.; femer wAren bier historiiche crklSmngen oicht zu unlerlassen, da 
die geschichle der vcranrten liir die benrilieilung wichtig Jst. 

Wie scbon ITlr dns vorherige bemerkt, vvlren Rlr alle scblilssc, die K. iOi 
seinea scBnsionen z!elit, nlle moglichlieiteii geniisenhaft and kritiscli zQ emSgen; 
bias anf Aleie weise kdnnen schliisse '.ningend und resultate , smvcit ilberbanpt 
raoE^''^''- E"*''^''^'^ ersclieinen. 

Ich tiabe recbt viel on Ktinig's arbeil gemtikelt und ItSnnte noch mil einer 
langcn reilie von einwaoden koramen. Doch ich wiirde dies nicht so sehr hervor- 
hebcn, wenn ich das bneh nicht fllr cin in seiner art treRlicbes hielle, du ftlr 
weitere arbeiten in ersier linie lU rathe lU lielien sein wird, L'nd Konig ist sieh 
vieHeicht der bcdeutung seiner arbeit selbst gar nicht so recht bewusst geweien, 
sonsl hhtte er derselben ivol mehr minntiose sOTgfoJt zngewandt Icb kann 
auch nicttt nnterlassen zu betonen, dass Konig's ersllingsarbeit die meinige, •Uebct 
die anKnge des bUnltverses in England", •Anglian IV, i ff.. well flberragt; doch 
scither sind zehn fruchtbare jabre verflossen, und wir dilrfen heate schon andere 
ansprUche crheben. Ich war ilber Konig's arbeit beim ersten durchblattem hoch 
crfreut, und der gclinde Srger, der mich beschlich, als ich beim nachpriifen oicht 
alles wetterfest fand, miigt: meinem Intemse an der lacbe and an Konig's buche 
itn gute gehallen werden. 

Es scheinl mir in hobem grade wiinschenswerth, dass Konig sich die muhe 
nicht verdriessen lassc, setBC arbeit nochmals durchiunehmen und im einzelnen 
aasiugeslalten , naehdem er daa gcrilate aufgeslelil. L'cber die wortbetonnngs- 
schwankungtn, ilber weibl. cHsnren a. n. m. werden wir nnr dsnn in endgUltigeo cr- 
gebnissen gelangen, wcQn wir jeden einzelnen fall allseitig kritisch betiacbten. El 
werden dann auch andere herren vielleicht nochmals erwSgen, ob es rathlicfa ist, ohne 
solche gesicherte resnltatc wciter in hauen. and ob "die metrilt des zeitalters Shak- 
spere'si wirklich aschonaufs grilndlichste behandelt worden 1st*, wie im eingang i weier 
nenerer metrischer dissertation en mit fast trUrtlicher libereinstimmung behnuptet w!rd. 

Betraehten wir Konig's arbeit als einen entwurt, so muss mgestanden werden. 
dass dieselbe, was methodische behandlung, besonnenheit des uitheils und niment- 
lich selbsiandigkeit des dcnkens aniangt, voile anerketwung verdienL l'nd 
darin and nicht in einielheiten erkennen wir zugleich die stille anregttng det 
grosser) meisTers, dessen Name das Wldmungsblatt ilert. 

Arbeitet der verf. sein bnob vollcnds aus, wobei, wie angedentel, simmfliche 
nolhwendigen belegverse etwa dnrch einen horiaontaJstrich gettennt nnter der 
seite beigebmcht werden ond die beschrSnkalig anf die dramen aufmgeben wHre, 
erbielien wir frcilich kein bilndchen von nnr 13S seiten, wohl aber ein stattliches 
handbnch, das als standard worlc dem kUnfdgen Shakspere^philologen und tng- 
liscben meCriker ancntbehrlich wKre and das etwa die New-Sbokspere-Sociely sich 
glilcklich schatien kbnnle, unter ihrc publicatiani einzureihen. 

Freiburo i. B., 8. MSm 1889. A. Sohr 




Dr. Timon, Shakespeare's ilra 



'Stt 



Dt. Tlmon, Shakespeare's dranui in seiner naltlrlichen en[wick«liing dftTgesCellt. i 
Studien iiber des dichters sprache, leit, kunsl and poe^e bIs einleitnng va id- 
nen werkeo Hit die gebildeten leser. Leyden, E. J. BHll. 1SS9. XX a. 618 m. 
Lex. 8°. 

Man hat die kridk als die nnerfrenliche kunst beieichnel, mit letchter mlihe 
schlecht zn mRcben, was ein anderer roit Unger miihe gut za machen bestrebt 
war. Dies witiwort fiillt niir ein, wenn ich cinem so mnfangreicben buche vrie 
deta vorliegenden nnr ein kunes referat uidrae. Eine leichte oder angeoehme 
arbeit vrar das studiom der 599 seiCen allerdings gerade nlcht, sbcr mit begei- 
«tertmg nnd hingebendem eifer hal der verfaiser gewiss an dem werke geschafTen. 
von dem dn streng sachlicher beurtheiler leider wenig gntes rilhinen kann. Bei 
dem gegenwiirtigen utnfange der Shakespenretitteratur noch elwas wirklieb ncnes 
zu a^ea, mag vielleicht unmoglich sein, obvrobl ich meine. ein werk ivie Hehn's 
•Gedanken ilber Goetben beweist naa, dass anch ein scheinbar erscbopftes feld 
gani neae gliiDzcnde tind nahrhafte friJchte leitigt, sobald nor der richtige pflUger 
sich an die arbeit macht. Da niemand mehr die ganze Shakespeare- oder 
Goetbelltteratnr beatiutnge beherraohen kann, bo wird liir amor nnd leser manche 
auffassung, mancher erkliimngsveranch, der scbon irgend einmal anfgetaucht und 
wieder vei^essen worden ist, nen erscheinen. Eine g^nze reibe bedentender fragea 
sind indessen ilberhaupl erst mit der neneren Slmkespeaieforschung aufgetanchC, and 
die kritiscben hillfsmittel der gegenwnrt erfordem eine nene bearbeitnng Ungat 
abgethaner untersucbnagen. Versncbe, das von alter nnd neuer forschnng er- 
worbenc wissen in znsammenfassender darstellung anch weiteren kreben zagSng- 
lich za macben, werden immer wieder von zeit za leit eintreten mtissen. Allein 
gerade in diesen fallen liltcraturfreundenir gebotenen versnchen wird strcnge sus- 
wahl and planmSssigkeil, teste melhode gefordert werden raiissen. Im vorlie- 
genden buche ist sehr vicl von methode die rede ; anlage und dnrchfilhrung lassen 
sle aber ganiUch vermisscn, Es ist cine dnrchnns dilettantenhafte arbeit, die uns 
bier geboten wird, weder dem ShakespearefoTscber noch dem litteraturfrennde 
wirklieb QUlicn bringend. 

Ein begeisterter bewunderer Sbakespeares hat die faervorragendsten werke 
iler Shakespeare! itleramr gelesen and hn hinblick aa( Shakespeare psychologische 
stndien gemachl; er bat Abbot nnd Alexander Schmidt erastlich lu rathe ge- 
logen and sich ansztige aus beiden gemacht. Die anschannng Shakespeare'scher 
gestalten nnd kunst, die sich ibm so gebildet hal, snchi er mit dem envorbenen 
wissen zu vereinen nnd damns eine einleitnng zur lectnre Shakespeare's ta ge- 
italten. So ist das vorliegende werk entstanden. Es ware vielleichl nnbillig, 
doran nna einen streng kritischen nuassslab anznlegen; andererseits konnen wir das 
bneh unmSglich als eine fordemng des Shakespearesludioms anerkennen. Allea 
ist spnnghaft, imgeordnel, anieinaadergerissen, in immer nenon anlSufen wieder- 
holt. Die versncbe. allgemeine Uberblicke tlber die litterariscbe entwickelnng za 
geben, zeigen dnrchweg von Tiogeniigender cinielkcnntniss, gerade sie sind durch- 
ans dilettanti: cb. So wird Joh. Chr. GUnther in die erste hillfte des 17, jah^- 
hnnderts versettt (s. 89I, werden die Angelsachsen als nachkommen der Edda 
beieicbnet (». 58;, die "sanfte hand" von Elisabeths regicmog gerilhmt {s. 67), fiir 
Jknssm'g •Ceschichte des dentschen volkes" anbedingter glaube gefordert s. 6x], 
Die behaaptnng, Shakespeare und seine leitgenossen hSIten du volk dem adel 
gleichgestellt (s. iij; widenpricht der allgemeinen ansicht, ancb der verfiaeer 



, 2 6o Litteratur 

aelbst sagt an nnderer slelle das gegentheil, wie er sich fiberhaupt hiufig wirfer- 
spricbl. Manch (elne bemerknng itber charakterc wird vorgetrBgen; wenn vot 
einem ubertriebenen buchCQ oacb der idee, detn grundthema der eiiuelnen 
dramen geivarnt M-ird, stimmc ich dem verfasser vijllig bei. Ailein nmn ver- 
gleiche nur z. b. das a. 43S — 443 ilber den xKaiifniaDn von Venedigii vorgebnchle 
mil Gervious darlegung dieses stiickes am das vciltig ungeDllgcnde von dr. 
Titnons gesammter Khakespeareerkldrung handgreiflich zu erkennen. Die ^the- 
tiscbe wie die histori^cbe aufTassnng encheinea gleich bedenklich. Die Oresde 
des Aeschylos wird Is, 477) ein nabgescbmackter (irlefaiiz^ genaonl, doch komint 
nuT i'ln derardg dntstiscbes urtbeil im biiche vor. Die llingeren philotopbiichen 
Bbsehwcifangeo liber subjeotivitSt, versiaod und pliantaaie is. 315 — 339; piLsscn 
kamn in eise einleitnng zu Shakespeare, in der Giordano Bnino nicbt gEDUinl 
wird. Id dcm, was erwilbnt nnd nicbt erwiilmt wird, herrsclil planlose wiilklir. 
Die bauptqueiie bilden Drake und EIze; eiae durcharlieittrng der einscbliigigen 
speciniforichung ist nur steiienweise bemerkbar. Erfreulich ist die entschiedea 
abweisende stellang, welclie dr, Timon dem Baconacb\s-indcl gegeniiber einnimmt- 
Im ilbrigen kami aber in keiner weise dieser neuen einfUhniDg in Shakespeare 
ein fortaehritt gegeniiber den werken von Ulrici und Fricsen naehgerUhmt werden. 
Ob die vielen verstosse gegen die de\it3ctie sprache dem verfasser odcr nur dem 
hoildndischcn druckocte lar last fallen, weiss ich nicht. Der warmen kiinst- 
lerischen begeisterung und dcm anf manobeii gebieten sich bewSlirenden wissens- 
drange des Shakespeare freundes zollen vrir geme die veldiente anerkennnng. 
Marbuug i. H., AugHst 1889. Max Koch. 



Carl Philips, Lokalfirbung in Shakespeare's dramen, Jahresberichte dar 
heheren bUrgerschuie der siadt K61n. Enter iheil 1887. 32 s. 4°, Zwciter theil 

1888. 31. s. 4°. Pr.: 3 mk, 

Im ersten Ibeile scbeidet Philips fUr seine unlersuchung Shakespeare's dramen 
in vier grappen: I. Lyriscb -romautische lokalfiirbung in der jngend. 1. Kiihlere 
betrachtiing in der naturanschauung und concretere Tarbung in der iibergangs- 
periode. 3. Drnmatiache nnturbehandlung in der gereiftcn vollfcraft. 4. Idyllische 
lokalflirbung, idyllisch'romantische naturanschauung in der herrlichen schlusstriade 
seiner werke. Diese acblosstriade soU erst in einem folgendeo dritten theile dor 
arbeil beaprochen werden. Im zneilen theile wird den vier gruppcn nocb eine 
Ichrlingszeit voningcstellt nnd als ihr verlreter sTitus Andronieua" beieichnet. Sehr 
treffend charakteiisirt I'hilips bier den gegensatr iwischen herrlichen einictbildern 
der naturmalerei and dcm mangel einer einheilUchen composition. 'Bei sebr an- 
gleichmassigcr vcrtheilung vcrrathcn die der natur angehorenden bilder den jilng- 
ling, der einerscits mit den lateiniscben scbulklassikern hinlilnglich bekanntschaft 
gemBchl hat, am die natarschilderungen and metaphcm zu verwerthen, und an- 
dercrseits far das leben nnd weben in dem walde und auf der tiur seiner heimatfa 
ein olTenes ange und Irenes gediichtniss beM-abrt hat. Diese beiden momCDte 
liegcn neben einander. Der dicbter enlbehrl noch der weiie dei blickea und 
der gEieiften kun.^t, siimmtliche bilder, gieichnisse und ge^lalten von dem ein- 
heitlichen gesichtspitnkte cioes colorit- und stimmungsmaJcrs aus iv. behandeln. 



C. Philips, LocalBrbang in Shakespeare's dramen. 



z6fl 



Philips machl But den gegensate anfmerksam, dass Taniora II, 3 dieselbe wald- 
stelle als ein gam paradiesisches plittzchen (w, II — 29I and ills fides grausea Ibal 
(92—108] ichildert. Aach der gerelfle Shnkcspenre ihut sich in solchen Siiaser- 
lichkeittn keiiien iwang an, wenn cr dadaioh die dramatische gesammtstiinmimg 
fbrdera kann. Flier aber wird dnrch die en^egeageseoten schilderungen zugleich 
Tunora's faUchheit gekennzeichnet. LHe gegen Biusianus erhobene Knklage ist 
dnrcb ihr eigenes frQheres lob dea abgclegenen wildplaizes als Irecher hohn 



Al^ beispiel liiT die lyriscb-romantiscfae localHirbnng bat Philips Romeci and 
Julm BUsgewiihlt, ais muster der iweiten peiinite 'Was ihr woUt" nnd 'Mass fUr 
mass", als roiwter der dritten 'Anionius und Kleopatnn' und •Kiinig Leor-. Bel 
>Romeo>, >>Miss Air mass" und •l.ear> fitgt Philips im zweiten theite aach noch eine 
kurze betrachtung der mathnmsslicben qnellen Shakespeare's bei, um festzoslellea, 
wie wenig ct fiir seine nntiirschildening in den qoellcn vorfand. Eine mir sebr 
richtig erscheinende bemerkung macbt Pbilips bei der fiage nach der italieni- 
scben localfKrbnng in nKomeo nnd Julian' 'Wahrschcinlich machen wtr uns eine 
genaaere vorstellung von dem schauplalze in dtesem and Hnderen dramen aU 
der dicbtei selbst.' Ueber die local farbiing der in I tali en spieienden dramen 
oder einielner anflrille hat Theodar Elze in bd, 13 — 15 des Shakespeare -jahrbuches 
nittzlicbe und wohl licmlicb erscbiipfende sludien mitgetbeilt. Philips lindet in 
Romeo 'die schonate Bcbildenmg eiaes italienijch angehauchten klimas', (ibwohl 
er im einielnen sehr viele liige als nichi ilalienisch nnchweist. Wa» dogegen in 
Merkntio ausgesprochcn 'angelsilcksisch' sein soil, ist mir nichi klar geworden. 
In nWas ihr wollt" iiberwiegt 'der eindruck heilerer gartenlnn die haft'. Es iat wobl 
nicht gam Uberfllissig, an die bcste und BOscbaulichstE charakterisCik vnn pWas 
ibr wolltn wieder einmal zn erinnem, da lie an einem orle sleht, wo der Shake- 
speareforscher sie nicht suchi, im iweiten thcile von L. TIeck's novelle "Derjunge 
tiscblermeister' 1S36, Cerade im augenhlicke. da die neae Shakespeare'biihDe in 
Mllnchen allgemeine anfmerksamkeit erregt, muss anTieck's achilderang der bilhne 
und auffubning dieses Instspiels erinnert uerden. In R. Genre's schrift Uber die 
Miinchenei biihncnrefonn ist Tieck's name, ungerecbter weise, nicht ein einziges 
mal genannt. Tieck woUte -Was ibr WQllt° in italieniscber, nicbt in illjriacher 
tracbt gespielt wisaen, Shakespeare babe mit Ulyrien nur eine fast unhekannte 
region angeben wollen. Ilalien gait ibm and den zeitgenosaen anch nur filr ein 
land der poesie nnd abenieuer. l>ie vielen kleinen, sich ungleicben staaien dart, 
die welt von novellen, die die Englttnder sehr genau kannten, die vielen reisen 
dahin batten ihnen Florenz, Mailand. Vencdig and Verona sowie andere btKdle 
nnd ihre namen sehr gelHufig gemacbc 

In iMass fiir massa, sagr Philips, wetde das drUckende der atmospbSre Wiens 
in jeder scene empfunden; Aegyplen isl als bintergrund der "World well losti 
(leatlicb geschildert. Die vollkommenate dramatiachc aaiarhebaDdlung gewabren 
wir Im nLear>, und in ibm selbst ist der bbhepunkt Lear's dialog mit d«n ele- 
menten; diesc irelen gleichsom als partner nnd mitsprecber In der baidescene 
auf. Die nalur isl im einklnnge mit dem sidimiscben cbaraktei der menscben. 
stuck solle den eindmck wecken, ala sei die treue aui 
■i bemerke ich, dass in Kent, dem nerren, Clostar doch 
trenc anftrelen,- Der vergleich mit der windielt, 
-wolfixeit der Vijlaspa und vollends die besprecbung der 'iweifelbaften annabme'.. 



Weon Philips meint, 
der welt gescbwnnd< 
bervorleucbtetidi 



ob Shakespeare niclit durcb iniitiillichc QberlieFerung von der germanischen sage 
deg o&nibnlHinter« kenntniss gehabt habe, wSren bess«r gani imterbliebeo. Ebenso 
nmutrefrend iat die berechnung fiir die leltdaner des -Learn, xebn tage. Die 
lusammcnziebnag eines heeres and seine Uberselzung nnch England in dampfloser 
»eit wUrde sllein schon liingere daner m anspmch nelmten. Stiakespeare UatI 
allerdiagt, and nlclii nur im uLear*, die handlung sicb mil eolcher wucht fort- 
Tollen, dosi der ivischanei gar nichl an die zwiacllen den einzelnen vorgiinifen 
nuthigeD zwiacbenriiaine denkt; ivenn man aber tinmal die leitdauer berecbnet, 
muss man docb die moglicbkeit nnd unmiiglichkett in ansati bringen. — Im 
ganzen isl der iweile, i<Lear' and •Tints Andronlcns* behandelnde ibetl vod 
Fbilips' nrbeit der bessere; in dei besprecbnng von uRomco nnd Ju1iA> [inden 
sioh manche hochst gewagie behauptungen, Auf Alfred Biese's treflliches werk: 
oDie entwickelung des Dtttttrgefuhls im mitCelaller und in der neozeiti (Leipzig tSSS) 
hat Pliilips im zueiten theile hingewiesen und nutzen daraiis gezogen. Biese hal 
(las gnnie sechste kapitel (s. 309- — 232) anssclilicssend Shoketipeare gewidmel. 
In anderen abscbnitten sind aber auch andere englJiebe dichter, vor allem Thom- 
son, Bjrron und Shelley von Biese erscbupfend bebandelt vorden. 

Zum schlnsse noch eine kleine richtigsteUuDg. Philips begiaot seine studie 
mit der Qbermschenden behauptung, II. Heine gebiibre das verdienst, in Shakes- 
peare's "vielfachen lerstrcnten acbilderungen, bildcrn und redewendungon wienl 
einen einheitlichen gedanken entdcckt und diese entdecknng ausgesprochen ra 
hnben." Dass es eine riihrige parte! giebt, wulche am liebsten on Goethe's stelle 
Henri Heine als ersten deutsehen dichter feiem mbcbte, ilt cine alte und iromer 
neue geschichte. Das Heine nun von herm Philips zugewiesene verdienst ist 
aber cine gani neue entdecknng. Jet dhcbte, der verfasser der Harolet-analyae im 
"Withelm Meisten bat beiseren anspruch auf dies verdienst als der frivole tent' 
lieferant lur bildergalerie von "Sbakeapeare's mildcben nnd franeni". Einar der- 
artigen legend ciibitdung muss man schon sofort nachdrllckliciist enlgegentreten, 
soDst ItscD wir in einigerEciti "Es ist eine nnter alien Shakespeareforschem lUigsl 
anerkannte nnwidersprocbene tbatsache, dass Heine zuerst dm versUndnUi 
Shakespeare's in Deutschland erschlossen haben u. s. w. Ich lege hiermit denn 
gegcn die an der spilie von Philips arbeil steheode legende entschiedenate ver~ 

Marburg i. H,, im August 18S9. Max Koch. 



Poetry as a representative Ait By Georga Lansing Raymond, L. H. D. Pro- 
fessor of oratory and antlietic criticism in the college of New Jeney at 
Princeton. New York and London, C. P. Putniim'i Sons. 1SS6. 346 bs. 8". 
Beim lesen des g^nz vortrefTlich ausgeslatteten bnches drangten sieh mir 
immer Goethei bekannte verse auf; ■Araerika, du hast es besser, als unser kon- 
tinent, der alte>. Filr amcrikanischc lesec mag die vorliegcnde pnelik sehr lehr- 
reich sein, der deulsche leser wird sich wenig neues darans enlnehmen kbnnen. 
Er wiirde jedoch einer nngerechtigkeit gegen den gewisa vcrdienstvollen verfasser 
sieh schultlig macben, wenn er allein vom standponkte unserer poctik und aesthetik 
atis nutzen und bereehtigung des bnches bearteilen wollte. 

Wit dner bespi«chong seiner vorgHnger, dea in der poetik bereits von 



G. L, Rafmond. Poelry as a representative 



'i-i 



sndeni geleisteten holt Eich der verfasser nicht Buf; Herder und Lessiags 'Lao- 
koon' werden einnud genannt, ullcin auch nor eben genannt. L'ntJr der grossen 
masse angefUhrter gcdichle liiiden sich nur je ein frnnzosichcs iiiid aa deutsche» 
iHeinM uWir sa«seii am 6achertiause°l, eitiige stellen vis Virgil and lahlreicbe 
aus Homer; sonst bleibl die betractituiig auf englisch-ameriliBnUcbe dichter aus- 
scbliesslich beacbrankt. Mit vorliebe nerden beispiele aus Tennyson gegeben, 
ttilirend die gerade RJr Raymond's iweckc so reichhalligen dichmngen Shelley's 
kanm einigemal herangezogen werden. Von einen deatschen aestbetiker, der sich 
eine ahnliche aitfgabe wie Raymond stellt, wilideo wit rerlangcn, dass er seine 
bebanptnngen aicbt nor no! die dichtongen einer sprachgeDossenschnft grilndelc, 
sondem die verschiedenen litterataren in den kreis seiner betrachtirag ziebe, wis 
dies I. b. M. Carriere ("Die paesie; ihr wesen and ihre fonneD.x I. aull. Leipilg 
1SS4J In Ireffticher weise gethan hat. 

Dec etwBS auRallcDde titel uad die grundidee von Raymond's arbeil erkUrl 
sich an> am bestcn, wenn wir, was er nichi gcthnn hat, von Lessings "Ijiokoon" 
Busgehen, Lessing unterschejdet zwischen nadirlichen nnd ivillkitiUchen leichen; 
nut den ersteren, figuren nnd farben, wirken die bildenden kilnsle im ranme, mit 
letzleren, aiiikulirteD toncn. die dichlkoDst in der zeiL In den folgendeti Ibeilen 
des oLaokooti" hat Lessing untersucheo wollen, wie und in wie weit die pnesie dea 
grossen vorzug, welchen bildbBuerkunst nnd malerei durch den gebrauch der 
natUrlichen zeichen vor ihr vorans haben, ansgleichen kdnne. Im drama kann, 
nach Lessing'a meinung, die poesie ihre willk(irlichen leichen zn nalilrlichen aus- 
bilden. Andere hilfsmitlel. wie onoraatopoie, interjeklionen, ausgedehnte gleich- 
nisse und zusammengeiogene (melBpher), besiimnite folge der worter wollte 
Lessing ebenfalU erortem; es ist abschnitt 16 im anbnng zu Laokoon (Hempelscbc 
■osgabe \7, 307; Bliimners aoagabe, a. aufl. C. 3;. Ob der verfasser des I^okoon 
wit alien nnsfuhningen Raymond's einventanden icin wiirde. ial mir ^weifelhaft ; 
dass aber sein buch im weieollicheo nicbta andcrcs bieiet aU die durobfJbmng der 
gedanken des 16. abscbnittes, bt iweifellos. Die nepresentative elements", welche 
nach Raynujnd in painting and scolptare von jedermann sofort erkannt werden. in 
music and architectnre nachweisbar sind, entsprecben Lessing-Mendelsobn's inatUr- 
lichen zeichen, i' Der nachweb, daas anch die poetry "certain tepresenlBtive ele- 
ments" enthalte, deren wesen, werth und verwendnng kUrzulegen, die Bufgabe bildel 
den inhall von Raymond's werk. Obwohl es im einielnen nicht an (einer beob- 
achCung nnd trefTenden bemerkungen fehit, lilsst sich doch im ganzen weder etwa» 
neues noch ein lortscbritl unsern poeiiken gegeniiber behaaplen. So ist gleich 
das eingangskapitcl "Poetry and primitive languagei sebr dlirftig, selbst wenn wir 
nur den entsprechenden abschnitt in Carriere's uPoesiex damit vergleichen uDie 
spTBChe und ihre entwicklung-. Wir sind auch kaum mehr geneigl, als erste stufe der 
menschlicben sprBcheniviickjung 'in a Elate like that ofEden>uns ludeaken. Da- 
gegen erscheint beach tens werth, was Raymond iiber die wichtigkeil der durch die 
sprachorgane bedingtea ruhcpausen, eiuschnitte, Itlr die cntstchnng des verses 
sagt I's. 24). Aucb die hervorbebung einer besondcni rhythmischen aprechweisc 
einielner imd ihr einHuss nuf die bildung des verses iat ricbtig; allein falsch 
ist die weitere folgerung, die eigenardge sprecbweise einielner babe uun daza 
gefilhrt, solcher sprecbweise ibren namen xa geben, denn Raymond machi dabei 
zvrlscben ver^ nnd strophe gar keinen untcnchied. In der eitileitang wird scharf 1 
betont, the peculiar characteristic aller kilnste aei, dass sic cine form "on external 



,64 I,iii,«« 

ippeajancen haben. Allein vvciter ist dHnn von liieser form, wie sie ini vers- 
iind slrophenbnii , im gesed der dreilbcilnng u. s, w. sich leigt, nichl die rede; 
ja die alliltention Rnden wir ebensowenig wie die assonanz »uch niir ein eindges 
msl gemmnt. Der pandlelismns der hebrSJschen poesie allein ist besonders her- 
voi^ehoben; allein einerseits hat Cu3tav Bickell's entdecknng bestimniter hebrS- 
tschcr versgesetxe bei vielen seiner fachgennssen anklang gefunden, andcrerseils 
ist wenigsteni der hebrSisclie paralleliamns nichl aus der nrsprilngltclien redcwcise 
hervorgegangen, sondem selbst bereits cine littersrische nscliahmung. 

nPoetrj", defioirt Raymond, nis an artistic development of langnage; its verai- 
lieation , of Ihe panses of natural breathing; its rhythm and tune, of the accents 
and inflections of ordinary conversation". Dicser letzlen bchaiiptung gegeniiber 
verwcise ich anf das von W. Scherer Hber die entstehnng des germanischen long- 
verses gesagte (Lilteraturgeschlchte s. 7): "Rhythmus und metrnm <d pocsie nnil 
musik siod eine erbschaft des einst nothwcndig damit verbnndenen tanress. Vgl 
auch A. W. Schlegel "Briefe Uber poesie. sylbenmass und spracheK (179^ werkc 
Vn. bd.). Anfechlbar erscheint auch die behanptnng: "No effects produced by sound 
are legidmate in poetry, which fail in any degree to represent thought". Ge- 
danken werden in und durch des Philoklet wehrufe nicht ansgesproehen nocb 
hcrvorgenifen. aber empfindungen. Vnd wnrum soli der refrain illegitimate *ein f 
Der Roj'mond vorschwebende gedanke ist gam richtig; "die worte haben alle 
urspriinglich tiur sinnliche bedtutimg gehabt und ebenso die poesie, erst im vei^ 
laufe der kultnrentwicklung crhKll das wort cinen abslrakten begriflsinhalt, seine 
sinnliche anfangsbedealung geht verloren. Der dichter darf nicht durch bloiseo 
klang der worte wirken woDen™. Allein, fiigcn wir hinzn, es wird gerade anf- 
gabe des echten dicbtcrs sein , den alien sinnlichen anlaut des wortes za ver- 
werthen, seiner sprache sinnlichkeit tu geben ohne deshalb den gedenken (thonght) 
dem tone (sound) rn opfern. Bei Ckiethe wilrde Raymond hiefiir genligend bei- 
spiele gefiinden habcn, die ihm Tennyson frcilich nicht liclem konnte. Die ver- 
bindung von dichlnng ntld mnsik blUhte as late as the sixteenth century nicht 
nur in England und in Ilalien. sondem ilberall; dagegen hat das sonnet seinen 
namcn nicht nbecanse the lute was sonnded while poetry was being chantedi; 
vgl. H. Weld "Ceschichte des sonetles". Leipzig 1884. 

In der englischen sprache sind die owords of Anglo-Saion origin more 
representative of their sense, and hence more forcible and expressive than our 
words of foreign extraction". Die behnuptung ist gewiss iiutreffend. alldn xa 
ihrer begrUndnng durften wir doch anderes als ansiuge ans einem humoristischeo 
artikel der London Saturday Review (5. 193! erwarten. Nicht genaa ist es, m 
behauplen, alle grossen englischen dichier von Chaucer bis Tennyson hfltten sich 
dnrch vorliebe filr wiirter angelsAchsischen urspnings ausgezeichnel; das verhSlt- 
niss der einielnen grossen englischen schiiftsteller isl hicrin ein sebr verschie- 
denes gewesen, Eine genaae darsteilong dieses verhSltnisses wSre lehrreicher 
gewesen als manche kapilel, in denen uns Raymond sehr anfcchlbare behanp- 
tungen vortrHgt. 

Die (s. 3211 gcgebcne definition von "g^dichl«. kann selbstverstSndiich nur 
fUr vlyrischcs gedicht" gelten sollen: "A poem is a development of language, 
and language is a representation of thonght, and thonght is always in motion. 
Every poem, therefore, most represent thonght in motion. Bui more than this 
ti must manifest unity. Therefore it most represent one thought to which al! other 



H. Nagel, Sir Thomas Wyatt. H. Tiirck, Ilamlel eia genie. z6j 

thoughts that it contains must be related and subordinated. More than thi^, luu, 
it miiit manifest progress. Therefore it most represent this one thonght as moving 
in one direction, as having one end toward the attunment of which sll the 
movements of all the related and subordinated thoughts of tbe entire poem lendi, 
Die TCrwerthnng der Aristoteltschen deiinition des dramas erkennt tosn in dieser 
erklanrng sofurl, freilich melir den wortlant als den geist. Der an Lessing and 
Herder gescbultc dcutsche leser wird in dem ganien vorliegenden tbeile der ameti- 
kanischen poetik nicht den geist vorwolten linden, an den er gewohnt iii: and 
trotz aller sneignnngsFihiglieit fur fremdes, werden wir nns lus diesem lehrhoche 
der representative poetry nicht viel inr bereichening des in deatschen scliriften 
langst besser vorgelrngenen nneignen konnen. 

MarbiR'J i. H., Man 1889. Max Koch. 



Heinrieh Nagel, Sir Thomas WyatI nnd Henry Howard, Earl of Surrey, eioe 
litleratur- nnd sprachgeschiebtliche stndie. I. theil. Jahresbericht des real- 
gymnasiums iH Arolsen, Ostern 1889 (Progr. N. 387). Mengeiinghausen, 
Weigel'schc Hofbncbdmckerei 1B89, 37 ss. 4". 

Dieses gef^llig geachriebene programm beknndet ein eingehendes nnd liebc- 
voUes itndinm der gedichte Wystt's nnd Snrrey's, Eine bereichening unserer 
erkenntniis des schaRens der beiden mSnner bringt es uas jedoch nicht; der 
lerfasser iiberschrcitel an keiner itelle die grennen der forschung seiner von ihm 
oft genannten vorgfinger Nolt, Fehse nnd Alscber. Ob die Nagel'sche stndie ao- 
•pnich aiif wissenschaftlichen werth erheben kann, wird sich soniit erst nach dem 
erscheinen des iweiten theiles fcststellen lassen. 

MitNCHKN, December 1889. Emil Koeppel- 



Hermann Tiirck, Hamlet ein genie. Zvsei vortrage. in Berlin und Hamburg 
gehalten. R end niti- Leipzig. Verlag von Max Hoffmann. 1B8S. X u. 52 ss. &"■ 
Referent hat bereits eine andcre achrifl des herrn verfassers nnd verwandten 
inhalts in dieiec zeitschrift besprochen, seinen cigencn wissenschaftlichen stand- 
pankt Ecbarf bcrvorzuhebcn gesncht und, ^sie er glaubt. dem geist oder dem talent 
det hem Tiirck gerechtigkeit widerfahren lassen. Dass ref. sich mit der ihm jebt 
worliegenden schrift gam cinverstanden ericliiren werde, wird der berr verfasser 
nieht erwarlen, wird woh! nienmnd erwarten, der jene frllhere anieige gelesen. 
Dass diese beiden vortriige jedoch cinen welt sympathischeren eindruck auf ihn 
gemaehl haben als die erste broschiirc. freul er sich von vomhercin erklaren 
lu konnen. Herr TUrck geht hier nicht vom wcsen des genies ans, noch stellt 
er diesen gam allgeiiieinen begriff ungehlihrlich in die mitle, londeni er fiingt 
die erklaniDg von Shakespeare's Hamlet eben mit Shakespeare's Hamlet an. Uai 
ist aber, in der allgcmeinsten form ausgcdriickt, das, was wir von ihm verlangen 
and was wir in der crsten schrift vermissten. Sagen wir: der verfasser will uns 
jotrt anf psychologischem wege von der richtigkeit seiner acsicht liberaeugen, dais 
Hamlet an dem kontlikt seiner geniaien natnr mit der welt, eigcntlich doch wohl 
mil den menichlichen verhilltnisEen , in die cr sich plSlzlicfa gestellt sieht, onter- 
gehli Wir lind t^nen ausfUbmngen mit inleresse gefolgl, wir sind geneigt, seinen 



a 66 Littcratur 

cinfsll — das wort soil nichts herabsetttn, denn msji kann aagt-t "geaiale* eiafalle 
haben ~~ fUr einen gaten fruchtbaren einfall 7.n halten, aber uir woUen eben aoch 
wirklich fiberieup werdeo, d. k ivas wir unler iibeneugt werden vecsteheD. Wlr 
mocbten henn Tiirck's erklarungsweise In einer eingehcnden zergliedenmg da 
dramns sich bewiibren seben luid zwai mil basonderer betonang der einielnen schwic- 
ligkeilcn, der elemenle. welche sich jener erkliinlng nicbt fiigen oder nicht za fiign 
Bcheincn. Js, wird man una nntworten. soil denn dus in zwel voririlgen vor dem 
grossen pabliknm gescheben? Dnin gebiirt ein bacb. Woninf wir antworten: 
Gewias gehort dazn ein bncb. Wcnn herr Tiirck cin bnch iiber [lamleC geschrieben 
hiitte. io wQrde er seme auffassungen ausfUhrllcb und mit den micteln und der 
methode der wissenscbafl haben begrUnden kdnnen. Desaen ist Sbakcipcar 
Hsmlet doch gewiss wenh, ja wir mochten behaupten, er kann e» fordem, und 
nicht allein er, aondem aaeh die, welcbe friiher sich angestrengt haben, den 
grossen dichter m erklSren. 

Referent mausl sich nichi an, die griisse des verdlensles, nekhcs sicb herr 
TUrck durch seine ausfiihrungen um das lerstandniss des Hamlet erwerben wUide, 
wenn ci ihn ansfUhrlicher bebnndelle. im vorans la bestimmen, doch es scheint 
ihm lestzmtehen, dass erst eine solche bebandlnng wirklich und griindlich zu el 
ernenten er6rterung der Hamletfrage anregen ktinnte. Krliher ges^es soil hier 
nicbt wiederhalt werden, es sei deashalb nnr einiges hcrvorgeboben. Seite 35 
heisst es: "Hamlet ist elo idealist und, was achliesslich nuf dasselbe blnauskonunc. 
inglcich ein genie". Also die beiden begriffe "idealist" und »genieii sind im gmnde 
einer und dcraelbef Was herr Tiirck welter zui begriindang seines satzes sagt, 
rfinml doch die thatsacbe nicht weg, dass man nicht wenige menschen zugleacfa 
als grosse egoislen und als genie.^ bezeichnet, dazu gehiirt eine wcil eingehendere 
nnd an thatsnchen rcicbe erortening. Aber vielleicht reicht gar der in einer p 
wissen kiisis begrifTene idealismus Hamlets — nm bei dem konkrelen bite i 
bleiben — zn der erklaning bus, welche geltend geroBcht werden ioll. Dem re- 
feienten will es fast so scheinen, aber herr Tiirck ist es, der den guten einfall 
gehabi hat, der ihn also durcbfUhien darf und soil. Getchiehl dies, so wird fiw- 
tich neben den philosophen auch ein philolog — oder sngen wir interpret dei 
worte — treten miissen. Welchen vorthei) er davon haben werde, dart er wohl 
fragen. und wir diiifen antworten, dass dann die philologen. also auch die rigent- 
lichen Shalt espeare-gelehrt en, mit ihm anbinden werden. Zweifelhaft iat es sicher, 
wic ihm das gefallen »ird. aber zweifellos ist. dass er dann den nmnen einei 
Shakespeare-forschcrs, welchen er in einer der beilagen priinamerando erbiilt, 
verdienen wird, wiihrend er sich bis jetzt nur als etn geistrcicher und philoiophiich 
gebildeter Shakespeareleaer erwiesen bat. Dass jedem freunde des groisen dieb- 
ters anch das vorliegendc schriftchen mit warme m empfehlen ist, filgen wir trai- 
drilcklich and gern binzu. 

Breslai;, Januar 1890. Felii Bobertag. 

Paul Staake, A critical introduction to Sir Waiter Scott's Lay of the last rmn^ 
strel. Programm der realichnle m Meerane i. S. 1S88. 33 as. 4«. IProff. 
nr. as)- 

Einer kurzen besprechnng von Wagner's nnsgabe folgt die chaTakterUininf 

vOn Scott's litterariacher stellung, sein g^ensati zum Pope'schen klassizismoi. 



II. Hartnuinn. L'elier die vorlagen za Sheridan's Riv.ats 



26/ 



UntCT den Scot! bcstinnaemlen einflussen ware neben Percy's saramlnng nuch 
Bulger's Leonora in nennen ^wesen, die Scott 1796 aberseKte. Scott'a genek- 
logischer lusummeDbang mil den belden seiner dichCang und die geseulosen cn- 
5lande der Border Counties im 16. jahrhundert werden treffend gescliilderL Ein« 
geschicltten inhallsangabe des epos folgl eine betrachtung Uber styl und form 
des gedichtes. Fitr den minstrel gtntibt Stuitke das vorbild niciit, 
meinte, in Walter Scott selbal, aondem in dem von ihni selbsl an andcrer stelto^ 
geschilderten uinger John Grseme in linden. Als hanplquelle des gedidi'es 
leicbnet Staate die "History of the right honourable name of Scott. vonSatchell^ 
fiir die diunonischen elemente babe Scott in Lewis prose romsnce nAmbroEio or 
the Monk' itnregung geftmden. Die gat gescbriebeoe abhandlnng enlhiilt 
reihe beachtenswerther beroerkungen Uber Scotfi lUchtmig, lOi deren erkliinu^, 
O. Natorp im 73, Iiande von tienig's Archiv (1884) bereils beitrSge, die Si 
nicht eni-ahnt, geliefert hat. 

MARBiTiG i. H., Man 18S9. Max Ka 



Hermann Hart ma nn, Ceber die vorlagen zu Sheridan's Rivals. Insterburg 188S. 
(Kijnigsbei^er dissertltiDn.] 6r a. 8°. 

H. Hartmann, der sebon 18S0 durch eine gediegene programmarbeit uber 
'Steele ala drnmatiker' aich vortheilhaft hekannt gemacht hat, nimmt in der ¥or- 
liegenden dissertation die {iiden wicder auf, die er in jener ersteren achrifl nur 
lose angesponnen haite ivgl. daselbst s. 30 — 32J. Seine art des nrbeileni i*! cin 
cr&enlicher beweis dafdr, dass cin lehrcr, iler sich ein bescimmles, wenn auch 
eng begrenitcs Ikleratnrgebiet in cigenem aobau abgcsteckt hat, auch wenn er 
weit ttbseits von den loittel punk ten des u isaenschaftlichen lebens sleht, docb f^r- 
demd in den betrieb der «i (sens chaf ten eingreifen kann, Hartmanns dissertation 
Uber die vorlagen zu Sberidans Rivali bedeulet cinen unvcrkennbaren fortschritt 
Zwar wnsaten scbon scil langer leil die litteratarforscher davon lu berichten, dass 
Sberidan in leinem erstlingswerke nicht lanter geslalten elgener prSgnng vorftlhre; 
nllein ihre mulhmnasongen und behauptongcn gingen weit nuseinander, und einen 
bindenden beweia fdr seine ansichten blieb jeder von ihnen Bchnldig. So woUten 
Hailitt und Hettner in Sir Anthony Abiolute nnd Mrs. Malaprop die Ab- 
bildcr von Maltbew Bramble nnd dcssen achweaCer Tabitha bus Smolletbi 
Humphrey Clinker erkenncn ; Shaw hingegcn hall den Sir Sampson in Con- 
greres Love for Love fllr das Prototyp von Sir Anthony, und Leigh Hunt 
endlich meinte, Sheridan habc in dem letzteren aelnen eigenen vntcr mr darstel- 
long bringen wollen. In Bob Acres bat deraelbe Leigh Hunt familienUhnlich- 
kdt mit dem jnnkcr Christoph von Bleichenwang eritennen wollen und zu dem 
bilde der Miss Lydia Languish sollte nach Mrs. Oliphont die erste gattin 
Sheridans, die frilbere Miss Eliiabetb Linley geaessen haben. Neben di«en 
ta£tenden versnchen, Sheridans quellcn nachtuspUren , hndet aich allerdlnga auch 
frfiher schon der hinwcis aaf Steelea laitspiel The Tender Husband; allein 
noch niemand hat vor Harlmann sicb daran gemacht, einen eingebenden vcr- 
gleicb der Rivals mit dem Sieele'achen drama oniuatellen. Dieser vergleich hat 
nun mit gewisahelt ni dem etgebnis gefilhrt, dass die parsilnlichkeiten in den 
Rivals und dem Tender Hnibnnd sich folgandermassen entaprechen: Sir 




268 LitWrntur 

Anthony Absolute und Sir Harry Gub bin, Captain Abiolatennd Cap- 
tain ClerimoDt. Acre's und Hnmplirr Gnbbin, Mrs. Malaprop und 
Annt Tipkin, Lydia Languish und Bridget TEpkin. Sberidou wurde abcr 
Itain dicliter. Beachweige denn ein dramatikcr sein, wenn er blosse photogra- 
phische abdriicke von seinen vortagen hiicte geben wollen. Und er hat, nie 
I'lartmann mit scbarfem blick und teinem gefiih! uadiueist, jeden diarakter def- 
arl mit eigencn zUgen zu beleben verstanden, dass jeder von ilinen niclit nur als 
eln neues cinielweseo, sondern luglcich Buch als ein n'ahrer vertreler d«r Sheri- 
dan'schen zeitrichtung erscheint. 

Mit dem nacbweis dea Tender Husband als -vorlage filr die Rivalc 
bai tlartmann es indessen nicht bewenden lassen. Bei eingebendcr betracbtung 
von Slieridan's lebensgnnge driingte sicb itim die erkenninias auf, dass auch auto- 
biographische bestandtbeile in dem lustspiel verwoben seien. Was Hartmann in 
diescr beiiehung vorbringt, achcint begriindeten widerapnich schwerlich anfliom- 
men m lassen. Der vcrf. crbliclct nSmlich in dem sich und seine brnui rait eitei^ 
sucbt und emplindelei unablSsaig quSlenden Fanlkland den dichter selbst, in 
Julia Melville die erete gatHn Sheridans, Miss Linley, and in Sir Lncins 
O'Frigger jeneo Mr. Barnelt, der in dea dicbtera leben insofern eine rolle 
spielte, ab er den Miss Linley mit entehrendcn antrHgen belasligenden capitHo 
Matthews zu einem ementen zweikampf mit Sheridan anfatachelte, 

Dem asthetiacben urtheil. welches Hnrtinann auf seine quellennntersuchnng 
folgen lasst, kann man nnbedenklich bcipflicbten. Nicht garu einverslanden aind 
wir dagegen mit dem aufhnu und der gesammien anordnung aeiner inhaltlich so 
trefflichen nrbeit. Es ware gewiss besser gewesen, wenn der verf. vora kleineren 
lum griisseren fortschreitend, znerst den aatubiographlachen theil abgehandelt und 
dnnn den litterargeschicbtlichen angeschlossen hStle. IJadnrch ware die einselnl- 
tung von des dicbters lebenaumatSnden mitten in die abhandlung htncin vennie- 
den worden. Ein vereimeltes versehcn ist dem verf. in aeiner iibrigens dorcli 
gewandte darstellang sich ausEeicbnenden scfaiifl auf s. 23 i. iS untergelanfen, 
wo dnrch anwendung einer doppcltcn vemeinung das. n'ns gesagt werden solltc, 
in sein gegenteil vcrkehrt wird. Leichtere druckversehen sind uns auf s. 13. 
I. 17, 23. 54, as- 31, 33. ,j, 4t. ,0, 48. 5 und 57, ., anfgefallen. 

IIoMUtiRC V. n. M,, Juni iSSS. I.udwig Proescholdi. 



Hone , dr., oberlehrer, Die spracbe des neueren englischen ronians und derlagespresse. 

Programm des realgymniisiums in Osnabriick. 1S8S. 24 ss. 4". (Progr. nr. 3ta.) ') 

Der verf. stellt eine anzabi iprachlicber erscheinnngen , die ihm beim letetl 

neuerer cnglischer roinane und zeitschiiften aufgefallen sind, geordnet and nut 

') In einer anmcrkung qnittirt der verf. einem fruheren schiller von rich, 
Leiding, ilber den empfang aeiner dissertation; "Die apraehe der Cynewuirschen 
dichtungen Crist (sic), Jnliane und Elene" und bemerlit dazu : "Ich schame midi 
nicht, in erltlSren, dasa die genannten dichtungen mir viiilig unbckannt sind, so 
dass die abhandlung fiir raich keinen wenh hat, wenn es mich auch gefreut hu, 
dass der junge hcrr dr. I.ciding sich meiner nocb crinnert." Man wird ein der- 
artigea pmnken mit unwissenhett weder geschmackvoll nocb piid^gogiach kltlg 
liadcn konnen. E. K. 



Hoc 



Die 



iche <Ie9 






269 



kritiscben bemerkungen hegieitet zusammen; zaerst lexikoliscbes (fremde, seltene 
and nene wiirter), dann giunnuLtisches nach den ilbllchen kategorien. Er ttadet, 
dass die englische spracbe In cincr wachsendea vermUdening begriffen ist, und 
drilckt den wunsch aas, dass tibnliche besnebungen, wie sie be! uns der "deutsche 
spraclivereiD' vertritt, sicb auch in England geltend macben, wo sie nach seioer 
aiuicht nocb notbiger wUren. Ob seine rsthschliige •drilben> gehSr finden wei^ 
dea^ und ob wirklich uwir wllden bees're menscheni (s. 3) siod. bteibe ds.binge- 
Btellt Geniss kann aber der aoslander, welchn englisch scbreiben will, aos 
dieser fleiisigen arbeit lemco (nenn er e& nicbt sciion weisa', dass er die neueste 
litteratnr nur mit vorsicht xnm cansler nebmen darf. Im einzclnen kann ref, dem 
verf. nicht Uberall beipflichten. Letiterer scheinl doch zaweiien cu vergessen, 
dass eioe lebende spracbe sich nicbt inneihalb der grenien von Webster nnd 
Lindley Murray einachniiren la9st, Auch blilt er bit und da fur neu oder selten, 
was es nicbt ist. Nebeobei nimml cr die Dicltens'scbe steile iiber ai diaJ as a 
d^-omail ('Wisdom of our aticestura — country's done fop') fUr baaren ernst. ohne 
eine ahnnng von der satire, womit bier die redeweise der Tories paroJirt wird. 
— C. Kingiley sagC einmal, urn das wort laches lu eotscbnldigen : i^ne mnst 
use ■ French word sometimes, because one docs not, alasl know English well 
enough". Das i^t gewiss oft der fall. Ein englischer minister hat vor nlcht zu 
linger zeit in einem randscbreiben an die diploma tiscben vertreler Englands den 
immer mehr um sicb grelfenden gebraucb von fremdwiirtem geritgt und sogai 
eine llste von worlem aufgeilellt. welcbe aU eindringlinge anzusehen und aui 
dem diplomatiscben verkchr auszaschliessea seien. (Teweles, "Kampf am die 
sprachea, s, 71 ; cil. bei Maler, "Slellnng der hoheren scholea ixa fremdworter- 
frage>, a. 41). Die vomehme welt ninunt in England, wie bei uns, viele [ranz5- 
sischea wiirter bus beqncmlicbkeit in die umgaugsspracbc auf-, und iwar nicbt erst 
in nencster zcit, wie aus dem vor etwa 30 jabren eracbienenen vDucange Anglt- 
CBS" lelneni bUcblein iiber slang nnd verwandtes) ru erseben ist. Solcbo worlCT 
sind daber gam berecbtigt in romanen, sofem sie die sprecbweise der feineren 
gesellschaft wiedergeben. Das s. 6 erwiLhnte distingue legt sohou Bulwer im 
ft/ham nicbt ctwa einer franzosiachen zofe, sondem einer englischen lady in den 
mnnd (iratber distingu£ tbaji prettyo). Dass dano solche auadrilcke auch in den 
ertilhlenden iheil der fllr solcbe kreise bestimroten nnterhaltungsscbriften kommen, 
ist, wenn auch minder iQblicb, doch nicht sehr zu verwundem. Auch muss man 
zugeben, dass mancbe dieser fntnzosbcben auadrUcke (ich sage nicbt: alle) durch 
englische nicht genau wiederzngeben sind, d. h. nicht ohne verlust der beson- 
d«ren farbung, welcbe die verfasser nun einnrni dem begrlff geben wolllen. So 
kann man s.igen, dn^s dislinj;Hi mehr als diilingHishe'i — wobei im gleichen 
«!nne wenigstens loali,ing\ steben milsste — anf die finssere erscheinung being 
hat Der franiQsischc ehtf (s. 6) ist allerdings (was verf. bezweifeltj Kfeinep' als 
ein nvk: letzteres wort versteht man obne znsatx sis ikiichin"; ein kocb heisat 
man-eMi; der oberkuch eines vornebmen bauses, eines gaslhofes hebat iiber 
ckl/ [dc cuisine]. FUr Jianci (6) konnte man ja litlrolhed sagen, aber das klingt 
viel feierlicheri die Engliinder pllegen fUr das verhSltnias der verlobten ein sub- 
stantiv nlcht anzuwenden (ohne class sie darum deu bedauemu wiiren und obne 
dass man deashalb ihre sprrtche »sehr arm- nennen dlirfle); ein solcbes wiinschte 
aber die verfn. hier zu gebrauchen. Dass rifaiuse nnd relief ganz dasielbe sei, 
miSchte ich bezweifeln. Rctromsi bat lucht so sehr wie lumed-up den nebeosinn 



a^o 



Littt 



dea hKsslichcQ, L'nd wcnn verf. es fur leicbt bSlt, susdnicke wie JitulanUt, i 
Hum dt plumt, f enchant, eoiif dc main, massagt, arriire-ftiiiee, foriiert dnrch ei 
tiscbe la erseUen, lio hiitte er vorachliige mitcbeD soUea. Stl/-!ove {6) hal tM 
sciirkeTeii mordiachen beigeschmack kla amour'propre-, vanity \%\. (toeh niedcr 
etwu anderea. Eine besondere nirbiing benirkt aiicb imfKuniBui, welches dnrcb 
fimir nicbt gam gedeckt wini. Fiir vUIititig [^] ware nicht mu/liscinui, soaian 
mtmy-iided (welches anch luweilen gebraucbt wird) das engUscha aqnivalent. 
RindiTftst {ti) wnrdf bald nach seinem aofliommen durcb rattU flagut UberseDEl 
und ersetzt. Cbrigens verrstben die deulschen [and italieniscben) antdrQcke atler- 
dings lifters luuchtiites prunken mit keiiDtQiisen : x. th.. irie bri Kaistr. Natk, 
Craf soil wobl audi die >p]ocalfarbe" gewahrt werden. (In fatherland, %. It 
nul f. Dentacbland — gchimmert ein mltleidiger spott ditrcb; vtelleicbt hente wenigei 
«ls fhilier). Ancb muss man lugeben. dass Kaiser (s. lo nach Carlyle's varganEe! 
neben Ctar (welches wir ja aucb braucben, obwohl es nur eine nusische nmfar- 
loung von Caciar ist) kuri uqd beqnein ist. ilcrr (b, 11) imd Signer dienen 
Maniiair] far beieicbnung der nationalitiit, docb nur vor eigennamen. SoUM 
herr H3ne 'Mr. von Widrlh voriiehen? Vor 30 — 40 jabren hatle man woW 
J/JoDsieur] de W. geschrieben; das war docb aucb auslSndiscb. Friiutiiti (6) 
werden in England die deuScben lehrerinnen allgemein gcnanni, wie die fnuuft- 
aiichen Mademoiselle. — Mit nnrecht als seltcn oder neu bezeicbnet sind: Tryit 
(j); ist nicbt nnr schottiscb, sondem aucb ellen^ch. und neucrtich «i«der ft 
gebrKachlioll. Es ist viel traulicher als appiAntmcnt. PmUd up 16) ist guu { 
wohnlicb in der umgangsspracbe anch der gebildcten. Of lie streeti stretty (fi( 
ist zWBi neu, aber nachahmung des bibliscben of the tarth, tartliy 1. Cor. 15, 47, 
welche stelle in England als bekandt voraoszosetien war. Ah ignommm (8) III 
seit lange ein sehr hanfiger ausdruck der umgangsspracbe, der gerichtsspradie 
entlehnl und seberahaft umgedentet. Ignorant ist nnr adjectiv und an iptortait 
person klingl viel emster. nnter mostfinden unfrcundlicher als (das mit i-dnmi 
Jan* nicht wob! in libersetzende) ignoramus. Sogar ^hjthwi will verf. beanstanden, 
eio allbeknnntes won der parlamentariscben spracbe, welcbes selbst in die ideinste 
ausgabe des Ogilvie'schen worterbncbes (Smaller Diet.) aofnahme gefonden hat. 
Finesse sfAsiX.., {s. 6) soil Webster nicht keanen? Er bat es allerdings (s. 513^ 
nit «inem beleg ausMillnn; das ebenda sngefiihrte gleichlsntende verb steht b 
Goidsmilh (Retaliadoo) ; beide sind nicht eben sellen. Bildungen wie Londemietnii 
(6) ftnden sich oft bei Carlyle; C. Kingsley bat JiomtToards. Bibris ist technlscbcr 
ausdruck der geologic, anch in engliscben schriften, und s. 9 als metapher 
braucbl. A holiday (3) fUr cine niebrliigige erholungsieit ist iwar etymolagiseh 
nnrichtig, aber dureh den gebrauch gerechtferiigt. — (Hier noch einigc gaiut 
brtiuchtiche lateinische ausdrdcke: bonii fide, primS facie, versus, vice vrriiS, 
face, und das frantosische (n renle). Wenn verf. s. 13 (wenn anch schttehtsn^ 
sogar Macaulay (nut being auf certain, unter berufnng auf das Lateinische) i 
meistem unicmimnit, so kbnnte ihm Macaula)- (oder sein geisi] mit Leising ma 
woncD (und des letiteren kritiker waren landsleute): »5o wie ich scfardbe, will Idl 
nun einmal schreiben!" Ebenso Disraeli in s. 17. 

Granimatiscbes. Die schreibimg onetdf, deren ptotilicbe entdeclnmg t 
■herm Platen das 1. 15 naiv bescbtiebene cntaimen des verf. erregte. nag Jtf 
selteuer sua als ones self {Andei sicb jcdoch in Morwiti' worterbucb), ia[ j 
nicbt unlogischcr als itself Jx&A himself ; (ibj-jf^ nor vulgar). In bemg anf Wr h 



Grammntisches 



371 



i. 17I siehl ref. auf dem standpunkt Alford's. Der anstSndet mag skh ja 
immeihin von granunatislen wie Moon g^ngeln lusen. AnyoHt in thtir right mind 
E. 18 ist allgcmein Ublicbe •constructio ad sensumo, Wanim soil diese in deo 
Bclassischena sprachco inerkenate freiheit im Englischen •anerlaubt' lein'^ Beim 
cinfacben <mt ist his mtndestens eben so bliutig (und daber 'richtiga] wie das v 
deutscben grammatikern bevoBUgW oH^i. Bezcichnecd fiir den — ssgeo wirl 
rigoristisctten — standpirnkt des verf. iit es, dass sagar «/ am lolih als ngramnui-fl 
tisdi iinricbtig" |s. 201, freilich ingleich ala heme nnvenneidlieb bezeichnel wirJ. 
Die ganie ausfitbmng s. 19. wo vom Lateiniscben, Griechischen, Dentscben au*- 
g^angen, and da* allniKliliche schwindeti dcs dadvs iwar mgcgebeo, aber in- 
gleicb beklagt wird, muss all verfehlt bexeicbnet warden. Welches grammnttscbe 
gefilhl wird deon dorch "I am to!d« «mit filssen getreteiK? Docb nur das pe- 
dantUeb verbildele! Bei -kc tiads me a dsg'i life \ti) wird am einfachslen caitsB- 
tive bedentung von lead uigenommen, bei he toai lift, sgerid (nmneyj mass nuu 
allerdings sat logische erklifrung venicbten. Te hos/ilaify enlcrlam [to]-. Die*« 1 
stellong achelni nenereo datume zn sein, liadet sich sber gar nicht sellen beson* ■ 
ders in zeimngen. Ever immenscr (iS); verf. kann solche verbindungen (vieileieU 1 
germanumns] hauftg bei Carlyle finden, \ 

Wenn man cchiiesslich zageben kann, dass eine gewisae nacblilssigkeic tm 
neneren Engllsch Qfiera anmtrefTen ist, so ist docb die beso^niss des verf. var einer 
fwacbsenden verwitdening> dieser sprache nicht begrUndet. Wenn es darauf an- 
konunt, d. h. wenn etwas emstes fttr die doner geschaffen werden loll, wisscn 
engliscbe scbriftsteller heute so gat cu sohreiben wie fiiiher. Auch die leitarttkel 
der gTMsen leitnngen (icb spreche nicbt von correspondenien and reporter-bei- 
trtgen) sind bis auf diescn tag, aowcit die bcobachtang des rcf. reicht, nicht nut 
Mrgifllltig, sondera oft geradezn mit vollendeter eiegnnz geschricben. 

Kassh., Nov. 1888. M, Krummacher, 



GRAMMATISCHES. 
Aug. Western, Engelsk grammatik (or raiddelskolen. Pan grandlag af K. BrekkMI 
eogelike Iwsebogcr for middelskolen. Kristiania, J. W, Cappelens forlag, i 

116 IB. 

J. Arv. Afzelius, Engelsk elementsrbok, iaDL'bnUande grammatik, IfisestyckcD 
och ordlisla. Giiteborg, O. L. Lofgren 1888. 140 ss. Pr,: 1,75 kr. 

BevoT ich in eine besprechung der vorslebcnd gennnnlen iwei trcfTUcbea 
hillfsmitlel des englischen unterrichls cintrelc, scheinl es mir nolhwendig. ein 
paar allgemeine worte ilber die iage des nensprachlichca unterrichts im norden 
za lagen. 

Von hervorstccbender vicbtigkeit ist bier nun vor allem der nmstand, dass 
in alien drei skandinavischcn Ihiidem der neuspracbliche untojricht entweder 
allein die litnation beherrscht (reallinie), oder, soweit altspracblicber unterricht 
gleidiieitig noch nut in betrscbl kommt (klassische linie), dieaem lelzteren wenig- 
Btens zor gmndlage dient, indem Latein iiberall erst nut unlertcrtia, Griecbisch mlt 
obenecnnda [DUnemark: antersecnnda) einsetit. DetonUcbst ist von bedeataug, 
dais man — wiederum in alien drei liindem — znr gnindlegenden sprache das 



L 



2 12 Litieraliir 

DeutBche gewablt hut. dne massreEcl. die sich aus lehrtechnischcn griinden 
Dicht minder nachdrQuklioh empfiebll, wie s'le sIch vom standpunkte des nstio- 
nalen bediirfnisses aus fast zwingend aafdrangt. Das Deutsche liegl den mnttec- 
sprachen der acandinavUchen schliler erhebticb niiher aU das Knglische und sprell 
xngleich im internatianalen calturverkehr deg nordcns die wichtigste rolte; nnr 
(lir Norwegen diirfte vielteicht das Englische eine glelche bedeatiiDg besitien. 
Ancb dns haben die drei schnlwesen des nordens gemeinaam, dass Deulsch in 
den drei iictersten cUssen mit staikem nachdnick betrieben, von da ab jedocb nut 
nebenher weilcrgefuhrt wird. 

Weiterhin hurt aber die iibereinstimmong naf, nnd zwar in ecster liiue in- 
sofem als nnler den moderaen schnlspmctieD in Dilnemark das Fraoiasische, in 
Noru'egen and Scbweden aber das Englische die zweilivichHgsle stelle cinlUmmt. 
Polilische hinncigimg m Frankieicb verbunden mil dem engereo anschloss an 
Dentscbland auf piidagogischein gebiete scbeinen in Danemark den ausschlag ge- 
geben zn haben. Aber fur keinen lieancr der nordiacben verbnltnisae kaiin es is 
frage steben, dass in alien skandinavischen !^ndem dem Engliscben der yot~ 
rang gcbtthrt vor dem Franlosisclien. 

Dem entsprechen nun in der that auch mit wuosch ens werth ester entscluedat- 
heil die norwegiscbeu und scbwediscben letirplane, indem beide dem engUscheu 
tmterriclitscnisns 6 (IIIB — lA), dem franiosischen nur 5 (IlIA— lA] jahre m- 
weisen. Und wahrend beide IchrplSne dem Englischen a6 slunden zur vcrfagnng 
steltcn. mass aicli das scbn-erere Fratudsiscbe in Schweden mit 31, in Narwegen 
gar mit 14 stunden begniigen. 

Id jedem der zwei liinder wird anch die faauptlcraft dei eugliscbcD nntar- 
richts auf die mittleien clasieo verlegt, womnter in Norw^en untertertia bit 
unterseconda, in Scbweden untertertia and obertertia in ver^teben aiod. Und 
zwar Itat derseibe bier 6,6,5 i^-l bezw. 7,7 [S.) w5chentliche stunden rnr verfUgung, 
wSbrend er in den 3 beiw. 4 obercn jahiescnrsen gleichraiisaig nur rait je 3 wfl- 
chentlichen stunden u'eitei^efdhrl wird. 

Die stellung, die das Englische im norwegisehen und schwedischen lehr- 
plnne einnimmt, ist also jedenfalls eine nngteicb bedeutsamere als bei nns '], nnd 
biervtin glnnbte ich den ieser in kenntniss setzcn lu miisscn, bevor ich micb tn 
den vorliegenden narwegischen beiw. schwedischen unierriehtsmitteln wandtb 

Beide verfasscr sind miiglieder des scnndinaviscben refortnvereina Quemfnt 
Tandem, derjenige des erstgennnnlen buches hat denselben sogar grUnden ge- 
holfea nnd seitdem unnnterbrocbcn dem vorstaode angehort. Aber Western id 
vorzugsweise phonetiker, Afielias in erstcr linie metbodiker'). DemgcmSss bringt 
ersteret die ptinciplen des "neuen sprachnnierrichtsi vor allcm auf dem laatlichcn 
gebiete iiun ausdruck, letzterer auf dem methodischen, und wfihrend W, sidf^faJB- 
aichllicb der methodischen behandlung der syntai za einem ziemlich writ aA~ 
gegenkommenden compromisse herbcilifsst, trtigt A. den bestehenden irnnlrlbniliin 



<) Fiir nordische leser, deren ja die nEnglischen stodienn nicht ganz wenige 
i^blen. bemerke ich zur vergleichung, dass an einem preussiscben rcaigymnaitim 
dem Franiasiscben 34 wflcbentliche stnnden (8 jahrescursel, dem Englischen abet 
nur ao wiichentliche stunden (6 jahrcsenrse' lugeviesen wird. 

'; Dicse gegenilberstellung ist nicht viillig logisch, aber, wie mir scheint, 
bccjHem und verstiindlich. 



pjMi d<x bebandlnng der lant- and fom 



nlehre t 



9 bereitwill^er rechnang all 1 



mcthodischen mittel fiir die BueigDUng des won-, wortbla- 
dungs- and phrnscnschBlies. 
L Was die besdmmnng der beiden bilclier betrifft, lo {&\h die laat- nnd for- 

[menlehre von W.'s p.Gramtiuitik« natilrlich der anfiingerclasse (III B, 6 st. w.l in, 
die sysleroadiebe beliandlnng seiner isyntai aber mSclite et am liebsten nich der 
nHclisten clasae (III A. 6 si. w.) verlegen, bis wohin die fleissige auinowiing des 
«ngliscben lesebnches die kopfe der unterteniiner mdglicbst amf^nglich mit iprach- 
stoff fiillen mag, auf den aich daiin eben die sjstematische grainroatik in beiiehen 
' hflt. Die wortc im titel '/<fr miJddskoliH beschranken das huch luf die drei 
I jahrescnrse von antertertia bis untersecunda. Hoflenllicli deukt aber niemand iti 
I Norwegen damn, den drei obeisten Classen noch weiteres grammatisches material 
< aafzQbiirden. A.'g i-elemeatarbiichi iat sicbtlicb, wenigxlena was den nmfang dor 
I teste angeht. ausschlicsslicli dem gcbranche in der anBogerclaBse (III B, ^ st. w.) 
I gewidmet nnd vereinigl mil der giammatik eine ansreicliende zah] lesestiicke. In 
wabrheit dilrfte indess dss maass der bier gebotenen syntaktischen bemerkungen 
nicbt minder fUr die folgenden classen genilgen. wii: W.'s wesentlicb nnilSng' 
lichere arbtft. 

I. Doss der plionetische theil von W.'s grommatik nach anlage, auifUhning 

. nnd iachkonde gleich voniigliches leiatet, ist bei dera verfasser der "Englischen 

' Laatlehre* (Heilbronn, Henniger) natiirlicli selbstverblndlich. Nnr Uber eins mdchte 

I ich W. bitten, bei nSchaier gelcgenheit anskunft lu geben, nHnUicfa wnmm cr 

seiner consonantentofel eine von derjenigen seiner voealtafel abweicliende lage 

gegeben hat, wo doch lotitere durchaus den natiirlichen verbaltnissen entspricht, 

I enlere aber nicbL Ganz ansgeieichaet bebandelt isl der gegensland des l. ca- 

' pitela, die 'sebTift', indem verfasser bier consequent lediglich die frage berilck- 

[ .licbtigt, 'wie werden die im I. capitel geschilderten laote gesDhricbcnf. der 

I frige abet, 'wie werden die einzelnen buohstaben ansgesprochen^', Uberhaopt 

' gar nicht crwtihnung tbnt, ausser in ein paai anmerkungen, die vielleicbt Bnch 

I besser umiuarbeilen wSrcn. Beitlglicb der "stummen consonanten* beissl es Inuner 

I nur; 'stummes fi schreibt man id folgenden worten . . ,, atumraes gh schreibt man 

, ID folgenden worten . . ., stummes la in folgenden . . .' etc. etc. Im selben sinne 

einer klaren scheidung zwischen der spracbe selbst, als einer acustischen er- 

' 4cheinQng, und ibren schriftsymbolen. wirkt es, dass W. in der formenlehre immer 

I -KnnKehst nnr rein cine darstellnng der Inntlichen formen nnter ausscblieaslicher be- 

■nntiung der phonetischen leichen gibt (bloss s. 7a isf dieses princip nicht gnni 

gewahrt) , nnd danacb erst eine behandlnng der schreibweise ^r jene lautformi^n 

folgen lasM. Besser isl es nntUrlich, wenn man im crslen jahre Uberhanpt nicbt 

die orthograpbische darslellung der sprache in betraeht zieht; soweit dem nber 

oocb p.ussere schwierigkeiten entgegensteben, kann schwerlich ein erfolgreicherer 

weg eingeschlagen werden als der, den W. hier voneichnet. Sebr nacbahmen)- 

I vi^rlb ist ferner, dass verfasser in der laut- und formenlebre ausnahmslos jeJes 

«rtbDgraphische wortsymbol mit nacbfolgender phonetischer darstellung vcrsieht. 

lodess wiren vietleicht noch i — 2 seiten mit phonedscb dargestellten kleinen 

■Stichen wUnBcbenswertb gewesen, um die scbaler beim ersten anfange etivns be- 

qnemer an zosammenhfingendes lesen gewiibnen lu kbnnen. 

Was nnn W.'s syntax betrifft, so weist dicjelbe jedenfalls nach der einen 
bin eben cbenio scbwerwicgenden wie eigenanigen vorzng anf : ibre Ubetans 



4 

* 



E,KOIb 



[, EniJiKhe itudleD, XIV. 9. 



A 



274 






ztthlrekhen belegbeispiele sind fast aiisnahmslos einem in Notwegea weil ver- 
breiteten engli^clieii lesebuche (von K. BrekkeJ entnonunen. L'nd die absicht 
Hes verfassers ist nnn die, dass die syslemRtische behandlnng der synui erst cUtnn 
mil dem schiiler begonnen nerden soil, wenn derselbc sein lesebucb vollstandig oder 
grossentheils durcligearbcilet hat. Nach einer kunen phonetisclien vofschnlang nnd 
noch viel kilneren einleitung Uber die englische formenlehre wilrde der lehrer 
also das game erste jabr der (zusammenbangendeni lectilie des lesebuches wid- 
men (6 St. w.j, an die sich dann schrifllicbe arbeiten beliebiger art anschliessen 
konnlen. Wilbrend dcs lesells wird er ja anch je nach bedarf imd verstSadliuss- 
fdbigkeit der schiiler aufhaufiger wiederkehrende, dem GngUschen eigenlhlimliche 
syntaktische erscheinnngen hinweisen, doch ohne dass dies einen hanptiweck des 
nnterrichts blldete. Erst im zwciten jahre beginnt die systematische behand' 
lung der syntax. L'nd dass es dann Tiir dieae von ganz unvergleichlichem vor- 
Aeil ist, wenn dem Echiiler slimmtliclic belegstellen inhattlich und grammadscli 
bereits gelfiafig nnd nach der jeweiligen sitnation wohi vertraut sind. Ilegt tuf 
der hand. Nicht minder klar ist, dass die cntnahme sSmmtlicher beispiele vor- 
liegender grammatik aus einem bestiramten lesebuche dieselbe i\ir schnlen. wo 
diese nichl eingefUhrt ist, keineswegs minder brauchbai macht bIe andere gnm- 
nuttiken, die ihre belegsiilie ans einer dem schiiler gleichfalls voliig unbekano- 
len nusse zeralreuter texte schiipfen. Dem lehrer dlirl^e es aber unler alien nm- 
stlnden werthvoll sein, dass cr das sprnchmalerial der W.'schen grammadk jeder- 
zeit an der hand ibrer qaelle conCrolliren knnn. 

Deutsche gramroatiker soliten, meine ich, die nachahmung von W.*s vor- 
gehen emstlicb in erwttgung Ziehen. Gesenius' elementargrammatik , die an 
nnserer schnle eingeRlbrt 1st, enthalt bereits «ine andeutung desselben (cap. 23'. 
Ich wUrde aber dem verfasser sebr dankba.r sein , wenn er sich entschloSM. 
sttmmtliche lesestiicke derselben (nicht die iiber je zivci reihen iibnngssiitze vertheil- 
ten anckdotenj auf ihre syntaktiscb verwerthbaren siitce bin ausr.uziehen, dieselbea 
nach dem scbema seiner grossen grammatik m ordnen. die entsprechenden pin*' 
graphennummem darilber z\i setien und sie solcbergestalt lehrem und scbOlera 
gedrnckt in die hande zu geben. Eine solche sammluQg tbitte gnte diensle ia 
III A, nicht minder aber attch in den folgenden ctassen. 

Dass W, seinen syntaktischen stofT nicht nur nach den wortarten einA«lt, 
wie dies meist bei nns geschieht, sondern daneben in zwei nmfassenden ah- 
ichnitten anch noeh a) den einfaehen sal?, und dessen theile, sott-ie h) die neben- 
■alze bebandell, kann nut gebilligt ^erden. 

Im librigen stehl W.'i bach gatu atif der h&he nnserer gaten dcDtaelKX 
grammatiken, was natiirlich nicht die mdglichkeit verschiedener verbessenngM 
im einielnen aosschliesst. 

i, Afzelius' elementarbnch erscheint mir aus zwei grUnden sis c 
ersten ranges, n^mlich a) um der wahl des darin bchandelten sprachstoffea irilleii,, 
b) wegen des bei der ausfUhruDg der syntax zur geltung g^brachlen princips. 

Der von A. in der grammatik wie in den lesestitcken beigebrachte spraeb-' 
itolT ist nKmlich ansschliessiich der alltSglichen verkebrsspracbe gebildeter 
cntnoraraen; die iwei angehSngten grcisscrcn eriKhltingen sind in einem entipre- 
chenden stile abgefasst. 

Soil iiberhaupt die fordenmg des •neuen sprachnnterrichlso , d 
mUsse die gesprochene rede verslehen nnd anwenden lemen — wo 



Craromatisches 



'ri^ 



licli die iLneignnne der bochspraclie gar nicbt ansfreschlossen aein foU - 
gemachl werden, diinn gehbrt aus tausend griioden der verfolg dieses zjeles an 
den aofang des nnlerrichlscursus. Und femcr wird, wer die genannte vorans- 
setzang elirlicli Bnnimmt, aucb lugestehen milssen, doss dm derselbcn entsprechende 
clementarbnch alien nur der buchspTache angehbrigen GprachstofT ausscUiessen, 
in den gebolenen lexteo aber moglichst viel von worten und wendnngen der 
becjaemen nmgangsrede, lumal solcher, denen in der dculschen rede nicbts ent- 
apricbt, bringen muss. 

Afzelins' elementarbncb nun slelll cine ausserordenllich glucUicIie ver- I 
wirklichimg dieser ebenso einlacben wie naiilrlicben gesichtspunkte dar'i. Der | 
grelle unCerscbied zwiscben so gcwahltem sprachstofT und den Ubiichen t 
unserer bisherigen grammatiken iasst sich wobl nicbt besser cbarakterisireo al« • 
durch anmittelbare gegenliberstellung; dessbalb lasse ich hier als probe die 
■JLlze ans Gesenina' eUmenUrbuche (cap. l) und danach gleichtalls die 
■iltze am Afzelius' lesetexten folgen : 

Gesenius, cap. t. 
ire very wide. — a. Snowdon Is a high moun- 
noble animals, — 4. The voice ot tbe people 
books belong lo John. — 6, The laws of Ma- 
lawi. — 7. I prefer good wine to bad winsi 
' g. An honest man has nothing to fear. etc. 



t. The streets of the town 
tain in Wales. — 3. Hoises are 
is Ibe voice of God. — 5. Thes 
hornet are different from our on 
— 8, Wales is a hilly country. - 



Afzelius, lesestlick I. 
My komi ii -j-ith my uncle. It is a nice little place on the slope of a 1 
close by a lake. Tier/ is an elm on Iht lop o/the bill. It ia a fine tree, Th 
is a rude stone bench in its shade. My uncle is fond 0/ this line tree and it 
am 7. Wc like lo sit on the bench and chat and gate at the blue lake. 

Ein ersler blick l^st eikcnnen, 1) um wie viel niibcr A.'s text der gespro- 
chenen rede eines ijjlihrigen knaben sleht als der text bel G., und 2} um wie viel 
Teieber derselbe an speciiisch engliscben ausdracksweisen ist als der des deutschen 
granunatikers r G.'s Engtiscb slellt zogleich idiomatiscb korrektes Dentsch darl 

Aasdriicltlieb will ich noch bemerken, dass A. die engliacbe sprache sicbt- 
licb meisterbaft beberrscbt, dass seine stitze und lesestiicke bbchst gescbickt aus- 
gewHblt aind. and dass er endlich die gewissenbaftig^eit besessen hat. slle seine 
teste einer engliscben collegin zur durcbsicbt ntitzutbeilen. 

Was aber die bebandlung der syntax betrifft, so sebe ich es als ein sehr 
grosses verdiensl von A. an, dass derselbe auf das scbiirfste scheidet zwischeu dem, 
■waa die muttcrsprache der scbUler mit dem Engliscben gemein hat und woiin 
beide sprachen anseinandergehen ; sprach material der ersteren art nimmt er Uber- 
haupt nicht in betracht, alle seine bemerknngen bezieben sich ausschliesslich auf 
spracblicbe abweicbungen zwischen Engliscb und Schwediscb. Unsere schuU 
granunatiken dagegen beschaftigen licb wobi Beiteolang mil der nothwendigkeit 
des artik^ in The iorst is in Ihi staile, Iht htrsti art in the ifaMc, tltt harsc it 



') Seiner ganien anlage naeb am nSchsten steht ihm Panl Passy's treff' 
Uches elementarbucboElJments d'anglais parl6>, welches icb nachscdem be- 
Bprecfaen werde. 



r 



11 (, Litteratur 

a nvili animal odet der wcglassung tier praposition vor dem InfiniHv in / imi 
iVcuv AntoHV efftr him a crown , / /til his hand Ircmhli on my arm etc. etc. — 
WM nuUlllch der beste wcg iat. die Itopte der schUler lu verwiiren , ihre aaf- 
merhnHnlkcit abinslampfen und nutilo) zcit todt zn sclilagen. In die ictml- 
gt«mraitik gehorea nnr die abweichungeti von der mBttersprache, 
wte in die bistoriscbe grnmmatik ledigHch die abweichangen van 

Ob A, das in seinem elemenlnrhnche enthallene qnantam syntiktischer regeln 
aoch fSr die bSheren claaseo als lusreichend ansiehl, ist nichl recbC cu erkennen. 
Ich fiir meinc person wilrde die fri^e nnbedingt bejahen, denn kelneslalls soUte 
man einem schUler mehi syntax cinUben, als etwa ein jangcr cjebildeter EnglitQder 
von t6 jubren in rede and schrift (briefe, leicbte aafsiilze} zn regelmiissiger va- 
wendnng r.u bringen pflegt — und dna durfte schwerlich den Hmlnng des von A. 
gebolentn Uberscbreiten, Cen-iss werden wir ja >m ende dps unterrichlseitrnu 
unseren schUlern aoch literaturwerke rail eotwickelterer syntax in die hand geben, 
iber tbeil^ erschlies3t sicb ihnen deren verstiiiidDiss ancb obne weitere synUk- 
tLiche vorachnlung. llieils benntzen sie, falls 9ie wirkltch einmd an einer scbweien 
stelle bitogen bleiben, erfahrungsgemiLts nicht die grammidk, sondem warlen anf 
die eikldmng des lebrers. 

BeiiLglich des pbanedscben tbeiles der vorliegenden arbeil will icb turn 
schlusse noch bemerken, dass derselbc aaf sicherstcr sachkennlniss berubt, *i>vri« 
da^is die in einem 'supplement' nachtriiglicb vnrgenammene umarbettung desselben 
nnler reger mitwirknng vod Friedrich Palmgren-Upsala zu slande gekom- 
men i^l. welcher den lescm der "Engliachen studieni durch den bericht in XI. 
I. 33S— 35* bokannl ist. Beaonders gcscbiekl amgefdhrt isi § z {I. grammatik! 
dieses ab«cbuittes, worin dem schUler der wecbsel starker und schwscber fonnen 
im floss der rede h6cbst anschaulicb und wirbsam vorgefiibn wird. 

Allen fteunden einer reform des sprachunterrichts in Deutschland einpfehle 
ich die anschafTDng von Afzelius' engtiachem elementarbaehe auf dax ai^- 
legentlichste : bei der eigjenlhilmiichkcit seiner anlage und einrichtnng werden lie 
reichc anregung and ftirderung ans demselben entnehmen konnen, aucb wcnn ste 
kein wort Scbwedisch vcrslehen. Die englischen lexte und belegsatie erldaren 
sich und ihre verwerthung unmittelliar selber. 

Western's buch, in dem, wie bemerkt, vonugaweise der phonetische thdl 

interessirt, wird sich oboe kenntniss des Diinischen weniger gut aa<;nutzen laasen. 

Dafllr entsehildigt indessen zuni theil s^ine in Deutschland (Heilbronn, Henniger) 

I ' enchienene "Engliscbe lantlebre fUr stndirende and lebrern bezw. seine •Kime 

I danteUnng der englischen'ansaprache ftir schalen und mm lelbatunterricht.' 

RElCHENliACTt i. Scblcs., Mtti 1S89. H. Klingbnrdt. 



Wagner, Ph., Lehrbucb der engliscbcn spraclie Tiir den achul- und privatnntu- 
richt. 3. tbeil: Englische elementargrammatik mit ieiebuch. Tiibingen 
Fues. 8. Vni (beiw. XIV) und 306 S. Pr. : kart. Mk. 2.80. 

Die erste hllfte dei Wagner'chen scbulwerkes erschien i, j. 1S37 
titel wlie sprachlaute dei Englischen' und wurde seiner leit atufUhrlich 
in den E. ax. (XI, 377 CF.), worauf ich verweise. Die vorliegende andcre hOlfte 



nnler doifl 
besproc^MH 

bOUteMt'fl 



GramiaRliiches 



27* 



hiilt die grtunniBtilc nebst iibuneen. Das bnch besteht sus 3 tbeilen. 
bringt in 26 methadisch anfeiDandeifalfrenden lektionen iibungssatie 
bflngslojc einzel3iitE«), an welcheo der elemmtmr-gTanunBliselie stolT veranschan- 
licht werden soil. Sammlliche satze haben interlineare umschrift. An die erstea 
10 teloioiten aind sprechUhnngcQ. glcichfalls transscribirt, angefiigt. Theil 2 
enthtilt lesestiicke, poesie and prosa. Die gedichte sind meist einfacher oatur; 
die Bchwierigeren ainil lur erleichtening des vortrag* mit mctiischen nod anderen 
bemerkungen versehen. Die ersten 13 lesestiicke sind zugleich umschrieben, die 
ubrigen nur in berkiinimlichcr orthographic. Die prosastiiclte handein vorzagp- 
weiie von land und leuten in England. An sSmmtliche stiicke reihen ^ch piannuiang 
innter B, C, D) inhallliche englische fragen, ein dcm gelesenen nacbgebildetoa 
dentscbra stiick itaa libersetzen und granmiBtiiiche. bezw. stilistische Ubungen. Der 
dritte theil endlich giebt, den 16 lektionen des I. tbeiles entsprechend, in 
fiemlicher ausfiihrlichkeit die syslematiscbe grammatik and die vokabeln nebit 
transicription and gclegenllichen sachlichen erlauternngen. Den schlosa bildet 
ein gTammatisches register. Uem ganien geht vorauf eine knrae darslellnng der 
laotfferthe der einzelBen schriftzfichen. Das buch ist fiir 3 jahre berechnet. 

Aus dieser knnen inhaltaangabe scbon iKsst sich ungefiihr enehen. wu 
Wagner will. Aber viet deotlicher wird sein standpnnkt, wenn man die gmn^ , 
siitie ber6cksichtigt, welcbe fUi sein lehi- and lesebach gdlend waren. Ink J 
resnmire. 

l) Die aneignung der gebDdcten lebenden sprache (Londoner Standard)) •] 
sowie fertigkeit im gebrnache der ^chriftsprache ist als niichstes ziei des engliacbei ] 
nnterricbts m ers(Tel>en. 

3j Die elementare laatlehre ist ein integrirender tbeil des englischen nnter- 
riehts. Die ersten lesestiicke sullen interlineire phonetische umschrift Itaben; 
aber die hiitorische ichreibung ist von anfang an beiiubehalten. 

3) Ans dem anfangsnnterrichl ^ind komposilionsUbungen r.a verbannen. 
wird jedocb, nnter vollater anerkennnng des hoben wertes nnl 
wnsiter Aneignung. eine syatematische und sichere einUbung der wichtigsten 
sprachformen in einielnen aat/en, nieht in stiioken von aolchen veriat^gt. 

4) Zusammenhttngende stucke kommen erst nach einUbung einer an^abl 
sprachlicher gmndtormen an die reihe. Dann folgen reproduktionen. geEpriiche, 
diktate, kompoaitionsllbungen zuniichst im engsten anschluss an den behandelten j 
stoiT, sowie nitmenllicb eine reihe von selbsldndigen Ubungen in englischer sprache^ 
die ein hiniiber and herllber von mntter^prache und fremder sprache ausachlies 
nnd ein sclbstSndiges denken in der letitercn beiwecken. Eigentliche korapo- 
sitioniUbnngen lind in die obere klasse m verweisea. 

5) Der lesestofT soil baldigsl in geschichle und kulturleben der Englandw 
einfllhren. 

6) Das memoriren prosiischer nnd poetischer stilcke ist zur erreichnng det 
nnlerrichtsiiels von hochsiem werthe. 

Dies die gmndsatce, nach denen verf. sein buch ausgcarbcilet. Und mm 
lasst sich klai stellnng dazn nebuien. W.'s werk bedeutet, namentlich fUr die 
leit, in welcber es geschrieben (das vorworl ist datirt vom Aug. 1887), einen be- 
deMeaden fortsehriit in der unlerriohllichen behandlung dea Englischen. <Jder 
xiad es nicbt gesande, lebensf^hige, fortsohiittlidie priniipien, wenn verf. ver- 
langt, da« vor aUem die lebende sprache in lehren sei; dasa anch dem laate 



2^8 Litleratur 

sein gutes recht werde oeben (nnd vnrj der schrift ; dass maji 9icl> vermilletsl 
reprodnktionen, gesprttchen, diklalen etc. moglichst im fremden eUmenle bewtge, 
mil umgehang dea irrerulirenden umvregea iiber die mutlerspraclie ; dus der spraeli- 
stufT moglichst buld in englisches leben einfuhre a. s, vi.i Dies siad ja ni 
l^Iir die gleichen [ordeniDgen, dii- von dea "reformema geltend genmchi weiden. 
Dfther isl auch dieser iweite iheil von W.'s scholwerk einc arbcit im sinne c 
relioncUen sprnchunterrichts and ist viana zu begrUsaen, um bo wSimei. all W. in 
dem bis noch vor wenigen jshren nnterrichtlicli sehr konservativeo Wiirttemberj 
als erster dieje immerhin bemcrkenswertbe reformthat voUbrachte. Es ge- 
hiJTt cnulh daza und zuversicbt in die gUte der eigenen arbelt, mlt elnem hiiaf- 
lein nenemngen gegen eine phalanx von widersachem anlaufen. alle. gehclligte 
tradiCioDCD liiirchbTechea, die alien beqaem ausgefabtenen geleise verlassen and 
neue, fast noch unbetretene wege cinschlagen /u woUen, Dies muss man 
auge behallen. wenn cs -iich darum handelt, den nscbunchen punkt>i des bacbet 
aalzusuchen. 

V/ie W. Uberhaupt kein radlkaler reformer hi, so ist auch sein werk kone 
reformatbeit im radikalen sinne des wortes, Es isl vielmehr ein kampromiu 
xwischen nit und ncu: ein fester, zielbewussler schritt in die rcfcinn binein — 
einem bfisen anhangsel aus der bliiiheieil der granunatiaterei. Dieses anhfingsel 
bilden — die einielsStze. W. bat nicht gewagt, sich von denselben la 
sagen. und es isl nicht aninleressant, die lange motivining iu lesen (vorw. V. n 
weshalb er dies nicht gethan. Ich muss auf diese ansfiibrnngen verweben, 1 
sber nebenbei nur sagen. dass mich dieselben nimmermehr uberzcugen konnen. 
BeL vorliegendem bnchc betrachte ich die aufnahme lu^ammenbangsloser riszd- 
gKCce vom relattven, vom politischen oder nUtilicbkeitsstandpnnkte aus. Das buch 
isl nwachst fiJr WilrttembergiEche ichnlen bestirorot, und hatte verf. seine — a. 
dingn bedenklichste — konzessioa an die i^alte schnle' nicht machen, vielmehr 
die game konseqoenz der strengercn reformer anwenden, also (iirekt vom 
sammenhangenden stUck ausgeben woUen, so diirfte seine arbeil als scbulbuch 
wahracbeinlicb wenig anhang gefunden baben. So ist ibm das glUck zu (heil ge- 
worden, sein buch vom Wllrttembergischen minislerium lUr einfiihmng empfohlcn 
zn seben, und — apr^s tout, -la raison dn plus fori est toujours la meilleure>1 

Vielleicht bat W. dnrch diese vorsichtige nnd kluge komptomisatibeit der 
sache der reform bessere dienste gcleistet, als wenn er mit feuereifcr die tJten 
gotten sSmmtlich ilber den haufen geworfen biitte. Nur batte sich W. mit det 
beibehaltung seiner cinzelsittze dEbattelos bescheiden nnd nichC alien emste* 
lanze ftlr deren vortrefHichkeit oder unentbehrlichkeit einlegen sollen; denn i 
nothigt er uns, den reladven, ihm giinsligen standpnnkt zu verlassen, um nnl 
den absolnlen, den prinzipiellen zu slellen, Und dann allerdings sieht die Icritik 
anders aus. Einzelsiitze sind bebufs einiibung gewisser graramaiischer geietie 
noch eben angangig. wenn sie in begrifTlichen zusammenbang gebracbt sind, wle 
etwa in dcm franzbsiachen elementarbucb von Schmidt. Kc zusammenha 
loien einzelsHtze aber sind und bieiben die wabren banausen des sprachltcben 
lehrstotTs. Wir neuspracbler tnigcn der psychologic noch viel zn wenig rechniug; 
wir bedenken zu weoig, dass die mHchtigsfe psychologische hiilfe bet der spr&di- 
erlemung ein intensives inleresse ist. Was bieten nun die einzelsiitze an ii 
estef Doch nicht etwa den inhalt? Ich kann ja gar nicht dazu kommen, i 
stoffUcb f^ den einielsatt xu erw3nneo: dcnn gleicb wird der scbone faden iriedct 



Gramnutisches 



J79 



■bgcbackt! So bleibt das miserable grammatiscbe fonnlein iibrig; das ist allea. 
Das soil das interessirende danm sem! Glanbl man denn wiriilich. dasK dlese 
»rt von interease (ief geht? Ticf geht das intetesse nitr, wenn das jnnge gemiilh 
ISngere zeit bindnrch mil demselben gegenstande beschiiftigt, wenn es envilnnt 
und darch die inhaltliche fiille eines zusanunenhHngenden spracbganzen (erz^h- 
luiiEi gedieht etc.) gewonnen wird. "Gewonnen" atige ich. Ja, ein wabrer ge- 
H'inn ist es, die schiiler so za fassen; denn mil bulfe dieses kostlichen interes«es 
ptHgt sicli das von natnr nachahmnngswillige kind den sprachstoff mit oft wun- 
derbarer leichtigkeit ein, Damil babe icb allerdings die vielvergotterte und viel- 
gefiirchteCe nsystemalische grammatiko nocb mcbt im kopfe des kindes; aber 
ducb zerstiebl gegen das sieghal^e wirken des inleresses die •syslematischex hert- 
licbkeit der einzelsSCie in eitel nicbts. Denn kann ich nocb keine systema- 
tLiche grammatik asfwelsen. so babe ich mehr zu bieten: ich babe sprach- 
Eefiihl erzeugt nnd damjt unbewusst granmiHtische forinen in masse gewonnen, 
die spiiter nur geordnel zn werden brancben. GroninuLlik ist abstraklloa. Nun, 
isi es denn nichl cine baarc ungereiralheil, wenn man die kleinen kiipfe vom 
erslen tage an niilMgen — plagetit — will, liber eine fremde sprache zu denken, 
nihrend sie noch nicht entfernt im staniie sind. in derselben in denken? Hal 
denn die gUtige natur den nachahmungstrieb nad die wunder^ame nacbahmnngs- 
fahigkeit der jugend — und damit uns — nnisonsl in den scbooss gelegt? Ist 
es denn nicht weit narUrlicher, mensuhlicher. pSdagogischer und — poUtiscber, 
dieselben dizn verwenden za lassen, worn sie aich so trefflicb eignen: snr unbe- 
wusslen aneignung des lebenden spracbgates? Daher binweg mit diesen oden 
ftbstraktioncn, mil dicser systematUcben grammatik bus der ersten unterrichlszeit; 
hinweg auch mit dem nnseligen gefalgsbann jener, mit den einzelsiitzen I Dafilr 
wollen »ir frShlicbes, friscbes leben pulsiren sehen. wollen den jagendlichea 
{reist tUcbtig hemmnimmeln im Iremden element, mit alien nur crdenklichen 
mitteln: durch deulliehes vorsprechen sprachlicher ganzen, dnrch nacbsprechen, 
bezw. nacbertitblen lassen. dnrch rede ntid gegenrede. durch raemoriren, wieder- 
boltes lesen, diktate u. s. w. Dabei kann man ja innerhalb der ersten jahre aa{ 
die eleraenlaislen grammatischen formcn bereils binweiscn ; ein bewnsster iind 
rascher Bystemfltiacher aufbeu der hnuptformen abcr wird erst slattfinilen konnen, 
wenn einerseits der jugendliche geist fiir abstraktionen etwas reifcr geworden ist 
und man sich andererseits — dies ist die hauptsache — herein stUtzen kann auf 
cin wirkliches sprachgefUbl, Obne dieses wird eine lebende sprache nie als 
solche erfasst werden. Die gleichsam tt. r.ijiiai-t hetriebene grammatisterel aber, 
verbnnden mit dem iiden chaos der einzelsatze, bedentet den mord des 
sprachgefithls and damit aJler nalilrlichen spracherlernung! 

Doch genug der theoretischen erortemngcn. Cberall, auch bei uns bier in 
Milnchen, werden ja emsthafte versuche mit dem nenen nnlerrichtsbetrieb ange- 
Mellt, Walter, Klingbardl, Qoiebl n. a. baben bereits gesprochen. Warten wir 
noch mehrere jahre, warten wir meinetwegen nocb cin jahrzehnt ab, und die ver- 
suche werden in reicher zahl vorliegen, Lassen wir ons dann durch die resultate 
belehren, auf welcher seite die wahrheit liegt, Ich bin zom vorans nicht zweifelhaft. 

Ich will nicht weiter In die kritik des W.'schen buches eintrelen, Bemerkt 
sei nur noch, dass wenn ich dem ersten telle principiell nicht beipflichlen kann, 
icb dem zweiteo desto cntschiedcnetes lob spenden muss. Es ist eine tUchtige, 
geschickte leiitung. Schnde, dais dieser thdl, in dem unleughar der scbwer- 



28o Utlcratnr 

pnnkl des baches liegt, nichi noch weiler aasgefohn nnd dafilr der drilte gram- 
nudsche] theil elWHS eingeachrankt wnrde. Ea genilgt wirklich, wenn die sjsle- 
m>d*cbe :bnchstaben-) graromstik, selbst fitr die oberstafe, in ibren einfachsles 
lilgen dtigesielil and illes our irgend entbehrliche fangelassen wiid. Digegen 
£oll die gifunmatilc der laulspiache mebr beachlniig finden. 

Die traosacriptioiiea and die oktthcilang sind, einzelne ^lle aasgenonunen, 
!iebr korrekl. W. dnrf sich glUcblich sahiilien, dais er filr diesen tbeil seiner 
arbeit einen Edoard Sievers lam berulhet gehabi hat. Cber die walil dei lanl- 
leichcn babe ich mieh bereits in meiner besprechnng des ersten theiles dieces 
werkes aasfiibrlicb geiiassert. Dieses lauticbriftliche system Ut eben aach ein 
wahrhurt uoieidige^ kompromiss iwischen all and neu: ein stiick Sweet verbunden 
miC einer scarken koniession an die in Witntemberg vonogsweise gebrauebten 
wiirterbUcher. Nocb einmal; weg daniit and ber mit einem syalem >«ug einem 
guss!. 

Ich wiinsche dcro heym verf. im interesse seines wohlerwotbenen wissen- 
schafllicben uisebens, dass er in einer 3. auflage <Ien matb babe zn brechen 
einstal mit aeinem umschriftlicheii syslem, und dann mil den einietsfllzen. 

Trot' meiner aoEtellDDgen bann ich den fachgenossen dss bucb rnir bestem 
empfehlea, als eine gediegene leistung, die sicb ziemlich weii liber das nivetn 
dei berkummlicben lehnnittcl des englischcn erbebL 

MtiNcHEN, im Sept. l88g. Fmnz Beyer, 



PHONETISCHES. 

W. VJetor, Fbonetische studien. Zeitschrirt filr wissenschaftlicbe und praktlic^ 

phonetik, mil besondcrer riicksicht auf den unlcrricht in der ansjprache. Heft 1 

(s. 9S— 'o8) and 3 [s. 209—307). Marbarg i. H. N. G. Elwert. 1888. Pr. mk. 3 

pro beft. 

ZunHcbst mass icb die leser um entschnldigang bitten, dass ich, nacbden 
ich in bd. XI s. 340 — 343 das erste heft der vorUegendcn zeitschrift angezeigl hulei 
Ecildem BO lange ieit verslreichen litss, bis ich jelit die beaprechnng von hi 
nnd 3 bringe. oUeberbUrdangi mit allerhand litteraiischen aufgaben war der gnuuL 

Die rhon. atnd., welche mittlerweile bereils in ibren II. jahrgai^'; 
getrelen sind, baben im voUsten nrafange denjenigen erwarlungen entaprochcn, 
zu denen man sicb bei ihrer ersten snkiindigung sowohl mil riicksicbt auf ihre 
besondere aufgabe wie auf ibren herausgeber berechtigt balten konnle. Inaonder- 
heil baben sie io dankenswerth ester neise den praktischen interessen des unterT^chtJ 
in der ausspracbc cine sehr umTangliche und soigfaltige pllege angedeihen lai 
Komint dabei der muttersprachliche untenicht einstweilen noch etwas zn knra, H 
hat das seinen gntcn grund; diejenigen lebrcr, denen bier die aiifangsatiife 
vertraut m sein ptiegt, stcben aus verschiedenen grUndcn der pbonetischen M- 
fiMung der spmche noch durchaus fern and diirften also aucb der vorlicgendBP 
zeilschrifl wcder als kilnftige mitHrbeiter noch als gegenwiirtige leser ander* 4I1 
in minimaler <abl angebiiren. Auf sptiteren stufen des dentscben onterricbts ttt 



■ >) Bericht Uber das i. 



1 II ivird baldigst erfolgen. 







Phonetisches 


aber 6as la 


anfange veraanintc 


nicht wieder 


hier kaura v 


e[ anders handeln 


onnen, ills die 



B gehen 



liQge 



machen. lodass die lebrei'' 
eben gehen m lasscn, me 



Um so mehr tragen heransgeber und mitnrheiter den bediirfniiscn de; fran- 
iosichen irnd englischen nnlerricbts rechnung, sodas* ich nur eine pflicht gegen 
das iDleresse des neusprachlichen nntemchts za erfUllea glaube. indem ich alle 
fachgenossen , aoweit die»elben noch nicht leaer der Phon. srad. sind, nnf diesc 
nicht einfach werthvolle, sondem ftii sie geradein anumgiinglieh ndthige teitschrift 
hinweiso. Keine schnle sollle sich linden, wo dieselbe nicht gehalten wlirde, nnd 
die neuphilolngen von facb dUrften nicht unterlassen, auch die am neaspracb lichen 
nulerricbt mitbetheiliglen naturwlasenschafter, mathemalikcr und altphilologen z 
emslen studinro derselben aninregen. 

Es gcnilgt schlechtetdings nicht, wenn ein lehrer des FiBiuostscben Oder 
EngUicheD sieh eus einera der !.m verfUgting stehenden hilHsmiltel znnb:hit Ubaf 
die allgemeinen phonetiBchen hanptbegrlffe and -vorstcllnngen qrientirt, dann a 
einer gnten speiialbehandlung ilea Ftaiu. odcr Engl, lich eine richtige and Iclsre 
kennCniss von der nator der belreffenden spracblaute verscbnfft, nun aber mil dem 
so ogelemien- abtchliesst. Das ist ja alles sebr schtin, und wolite goll, dass 
jeder neosprachliche lehter so gtmssenhaft wiirel Aber olautkunde- isl nicht bloi 
cine nwisaenschaftn sondem auch eine nnausgeselit /u Ubende p- tertigkeita. I 
einmalige eriemen eines bestinimten starren geddcblniss- und anschauuiig:sElo: 
genilgt nicht: die fertigkeit, das fachinstniment der sprachlehrer , namlich di>>1 
menscblichen sprech- and h6rorgane, geliiu5g apielen za koonen, will nnausgeseUti 1 
geilbt sein. Und nicbts bietel hieria eine hequemere und belebrendere gelegen»i 
heit dar aU die regelmiissige lektiire einer zeilscbrift wie der vorliegenden. Die 
verschiedenen lonarten der menscblichen spracbmnsik, Fmni6stscb, Englisch oder 
DeatBcb, werden liier von den verschiedctuton mitarbeltem unter immer neuen 
gesichtspunkten besprochen, und indem wir im verlaiif des lesens genotbigt war- 
den, bald diesen bald jenen una bisber fremdao standpankt der beobachtang ein- 
lunehmen, erlangen wir nichl nur eine iiberaus werthvolle geschmeidigkeit dec 
sprachlicben vorstellungsfKhigheit, sondem wir werden ancb unwillklihrlich und 
nnanfborlich dazu fortgerissen , selbst gewisae ilbungen numnigfachster 
unseren eigenen sprechorganen . und ebensu oft beobachtungen mit unseren hdr- ^ 
organen an schUlern oder bckannten anzuslellen. 

Der leser wird biemnch verstehen, dnst es nicbt obne kbuste motive g( 
schieht, wenn Ich sage: kein sprachlehrer soIUe den Fhon, Stud, fern bleibent 

Ich wende mich jetzt der besprecbung der einzelnen hefte zu. 

In beft 2 giebt znnUchst Vietur eine zuaammenstellung der anssprachen ] 
verhallnisie im nordwestlichen Deutschland nuf grund cines von ibm i 
kundigc lente versandlen &agEbagens. Gleichaitige listen Ubcr Mltteldeutschland 
sehliessen in heft 3 die arbeil ab, Indem man sie itberlliegt. wird man s 

t einielnbciten aufmetksam, aber verf. soUte wobl dem leser noch 



den gefallen thun , die hanptergebnLsse seiner statistik gelcgentlich einmal knrz 
znsammenzufassen. Hierauf folgt der 1, tbeil von I'. Fassy's bocbst beachtens- 
wcrlber abhandlnng aber -Das franzosiscbe lautsystemi, welcher das (sprach- 
geflige- erortert. Die ausfUhrungen de* verf, sind in jedem punkte so iiberaus 
reichbaltlg und belehrend, dass ich mich luchE in der lage beiinde, eimelnes nls 
forzsgswcite beachtenawerth heransheben zn k5nnen. Nur auf eine einzige gabe, 



(lie am P. I', hier bietet, geslnlle ich mir aufinerksam zu muchen, wcil diesetbe 
einem von mir im interesee der gelehrt littemriacbeD forschang and liebhiberei 
liingst gehegten wunsche entspricht'. P. dnickt nilmlich gelegentlich der erBrtC' 
ning der frani. vcnverhaltnbse rine lirade (LXXXVI cd. Th. Mliller) des RoUnds- 
liedeu naler geniuetn anscblusB an die angaben von Giislon Paris [n phonedscher 
umschrift ab,'l Das ist der ersle verauch in einer neuen richtung, die sichcr ein- 
mal 9piter allgemein eingeEcblogen werden wird untl einem aligemeinen imabweist- 
lichen bediirfnisse enlspricht. Immer, wenn ieh Chaucer wieder cinmal zor Itond 
netime. empfinde ich es als eine jeden wahren scbunheltsgennss liihmende be- 
binderung, diss icb niclit in del iage bin, die hosUichen dichtnngen lani so ricbtig 
vorzulragen, als es (ier gegenw&rtige stand der wissenschaft gestattel. NatUrlieb 
liesse sich dieae fertiglteit auch mil den vorhandenen milieln schon erreichen. 
aber das einprligen and einiiben der vielen ortbograpbisch-phonetischen regeln ist 
widerwiirtig nnd so zeiCraubeDd, dass icb bei den Eablreicben uns sonst obliegenden 
aufgaben gar nicbt daran denken kann. FUr etwaige gelehrle forschung (syntax), 
braache ich j» auch Ch. gar nicht lam lesen lU kdnnen, Wie dankbar aber ware ich 
dem sachkundigen, der uns einmal eine Chancer-chrestomathie in phoneciichM 
umschrift geben wolitel Ich vpiirde dann zum erslen male nnd ohne nennens- 
werthen zeitverlust mich beflilugt sehen, Ch. in der denkbar reinsten form m 
geniessen, und voranssichtlich wiirde der wiederholte genMss mir ohne jed« an- 
strengung meinerselts allmKbltg die fahigkeit verscbafTen, nun auch die Ubrigen 
lexte in Ch.'s schreibwciae lautiich richtig zn erfasscn. Wer die Rolandsdrade 
bei Passy liest, wird meinen wunsch begreifen — nnd wohl auch in dem let- 
nigen machcn. 

Nach P. F.s abbandlung folgt der schlnss von M. Walter's arbeit aber den 
• Anfangsunterricht im Engliachen aaf lantlicher gmndlagen. AuC das verdienit- 
liche dieser arbeit habe icb schon bd. XI s. 343 hingewiesen und begnlige mich bier 
damit. dieselbe der kennmiiBnahmc jedes fachgenossen nochmala angel egentlichsl 
zu enipfehlen. Niemand kann sie lesen, ohne fur den eigenen nnterricht erbeb- 
lichen vortbeil darans zn liehen. 

L'ater den u Miscellen - giebt uns Ch. Levjqne eine vollsllindige statislisehe 
zusammenstcllung fiber die hehandlnng, welche in Paul Passy's, Lt Fraufaii Parii 
die silben mil sog. dumpfen c erfahren, leitet darans die eatsprechenden Tegeln 
nb und iibt — als gehorener Fraozose — selbatiindige kritik an der phi>netischen 
darstelluDg des verfassers. Es leuchtel ohne weiteres ein, dasa wir hier eine hiichsl 
lielehrende unterinchnng vor uns hahen. Von den » Recensionen « nenne ich die 
anzeige. welche E. Lohmeyer der eigenthiimlichen scbrift von E. Engel iiber 
die anssprache des Griecbischen widmet. Ich raochle namlich an ihre erwithnnng 
einen ausdruck des erstaanens kniipfen, dass nocb immei sich niemand unler dan 
phoneiikern gefnnden hat, der eine agitation lur beaeitigung der absurden lypen 
nnserer griecMschen schultexle ins werk setzt. Kein Gtiecbe der ceit des Fist- 



') Ich geatatte mir, dem leser neaigstens einige zeilen davon zur probe 
herzusetzeo : 

kompq\n radtqHls, tar lonels toKftpit! 
si [odrat liarigs H ail as fhris pasqtil 
dio/ vol fi/evts, dla rBlonii>renl /njni , — 
fri? plaiipl diiif, ISO li rvsfaitl roJlqHls. 




stratus wiirde die scbriftiiige uosercr Homerausgiben aU griechisch erkenneii 
miser griecbischet schulaoterricht verliert nber durch die absolnt nnnStze behindt 
rung, welche der gebraach dieser SEltsnmen typen gewahrt, iniadestens e: 
arbeilBJshT. Das beis9t; weno man sich eatschldsse, den schiUeni die griecbischea 1 
texte in transacriplion mil biedcren laleinischen lettem darzubieten, so wilrden lie 
um so viel inehr an griechisclier lileraiuf bevraltieen konnen, als sie jel»t hiiwu- 
filgen wlirden, wenn sicb ihr griccliischer nntemclit nm t jahr tiber das abituriom 
hinaus fortsetztei Wer sich als student und spaier mi[ Gothiscb nnd Sanscrit in 
lateinischer umschrift neben der nalioaalen schreibweise beachaftigt hat, wird mir 
recht gebea. 

In dem als "Notizen- beieicliDeten scUussiheil des heftes giebt Lll. (warnm 
diese durchsichtige anonymitdtf) einen meisterbaft kloren beticbt iiber den gegen- 
wartigen stand der in Schweden allgemem mil dem lebhofleslen intcresse um- 
fiassten rechtsehreibnngsfrage, und berichtet weiter iiber ihre behandlung auf dem 
Gotcborger lebrertage (jnn! 1887). Ebenda hielt der ala roitgrundcr des standi- 
navisohen verelns Quousgue Tandem wohlbekanate phonetiker und tieupbilolog Lan- 
dell einen hiichst lesenswerthen vortrag iiber die pHcge dtr ausspracbe im neu- 
sprachlichen nnterricht Auch hieruber wie Uber die nachfolgendc dbcnssion 
witd in wirknngivoller weise etogehend berichl erslattet. 

Den inhalt von heft 3 gestatte ich mir nur kuri aniudcnten. Vietot 
tcliliesst hier seine itatistik zur anssprache des Neubochdentscben ab, worauf 
Sylvester Primer in Charltslon (Verein. Staaten, SUdcaioUoa'] iiber CkarUstan 
FtmiinHalisms berichtet. Es ist dies eine aehr solide arbeil, verf. derselben 
reigt sich als einen Uberraschcnd tUchtigen kennet der phonetischen fachliteratur, 
der von ibm eingenommene gesichtspunkt enlspricht durcbaus dem gegeavpiirtigen 
stande der wissenschaft. Icb ba)te diese bemerliaDg fiir ncithig, weil nicht alle 
nenphilologen vrisien, bis lu welchem grade bcreits Amerika ebenbUrtig an der 
wissenscbartlicbeii arbeit unseres contments tbeilnimmt. Den anglicisten insbe- 
soodere empfehle ich die bier angefilhrte einleitung des verf. iiber den intellec- 
tuellen typus der atadt Cbnrleston als dem sltze einer geistigen elite, ibren 
gegensati lum norden u. a. m. WehmUthig beklagt er, dass Ike ntw South has 
btttt pTicipitattd into the whirl and bustlt af pri>gTt]si7ii jlmtrica, nnd wir flihlen 
anfrichtig mil Ihni, wenn anch die meisten seinen standpnnkt nicht theilen 
werden. Seine phonetischen ausfUbningen sind voller inlcresse. V. Passy 
bring! sodann utntinglicbe (als ibeil 3. seiner kunen daretellung des franzda. laut- 
syatems) {rantoslscbe texlproben in sorgfdltiger nmachrift mil angabe auch des 
toofallea, nnd znar nacb den drei stafen der •oachltissigen", 'flilssigen" und 
• sorgHltigen" rede. Ch. I.evJque schliesst seine statistische arbeil liber das 
dumpfe e in P. Paasy's texien ab. K. Feyerabend snchl in ittngerer ans- 
fUhrang die laser xur gemetiuchaftlichen mitarbell an der berslellung einer ein- 
heitlicben hocbdentschen anssprnche aniuregen. Eine erste vorbedingung fOr 
erfolg in dieser ricbtung wSre wohl, dass niemand eine facnltas im Deutscben. 
icmutl nicbl fur die nnteren classen, bekommen dUrfte, der sich nicht iiber eio 
durchaui sicheres phonetisches verstindniss der mnlterpracbe ansgewiesen hiitte. 



') Es bedarf wohl kaum der eri 
jenes denkwUrdige Port Sumirr liegt, 1 
liche truppen am 11. April 1S61 der grosse bUrgsrkrieg : 



1 Ch. 



L 



2$A Litteratnr 

Kewitsoh leigt Milnch's hiiclist lesenswerthes progiamm 
deatschen aassprachen ao. Dott bespncht A. Schroer's 
and schulex u. s. w. a. s, w. 

DR! wcitere sehe der leser fraundtichsl selbst nach, 

Rkichenbach i, SchL, Janunr 1890, H. KlinghardtJ 



METHODISCHES. 

Panl Passy, Elemans d'Anglais parid. Paris, Rraiin-Didot. 1S87. i» id. 96 ss. 
12". Pr.: I franc. 

Nlctiis wohl hBl im neuen Frankieich unbeitrittenere torUchritte gemacht, ais 
das anlerriohtswesen, nod soweit der hobere nntenicht in betracbt kommt, Ut der 
IQwEnantheil der reformen wohl dcD neusprachlichen iiDterrichtszweigcn zugerallen. 
Diesern umsunde ist es vermuthlich aueh luzuschreiban, dass v«rf. des varliegen- 
den btlcbelchenfi nacb alien seiten unseres gebiets bin einschliesslich der frage der 
orthograpbie reform eine 90 lege tbiitigkeit cntfaltet. 

Dass Paul Passy's elementarbuch unaere bcactitiuig in hobem gmdc rcr- 
dienl, gehl ohne weilcres berror sowohl aus dem namcn des verfassers wio am 
der im eiogange seines vorworts olTen ausgesprocbenen ab^tcbt desselbeni mit dem 
von ibm abgefaasten neuen hiilfimittel folgende secbs gmndiStze der AsseciaUitn 
fcHtli^ttt dfs fiTo/usturs dc langiut vivanlis in die praxis des fremdsprachunter- 
ricbis iiberiufUbren : 

t] der an&Dgsnnlericbt muss nicbt die buchspracbe sondem die alltiigliche 

verkehrsspracbe 2nm gegenstand haben; 
3) er beschiiftigt sich femer anch nur mit der miindlichen rede, und bedient 

sicb. soweit die techniscben bedUrfniase des lilassenunterrichU eine scbrift- 

licbe fiximng der laute erbeischen, einer geeigueten IraniscripCion, nicht aber 

der traditionellen ortbagrapbie. 

3) die idiomBlischen redensarten and wendungen der fremden spracbe stellen 
nScbst der biidung der laute den ersien bauptgegenstand des untenicbts dar 
and sind vermittelst tuBammenhangendcr leite beiznbriogen. 

4) die grammatiscben tbatiacben der spracbe werden znnHclut wabrend der 
lektUre in den einielnen fallen des vorkommens beobnehtet und erst spiitcr 
in die form von regeln gebraoht. 

5) Das verstandniss der fremden texte wird mogUcbst unler vermeidnng einer 
Ubersetzung in die mattersprache berbeigefiibrt. Die nnmitleibare anschKUtatg 
der im lesestUck eruabnlen gegenstiinde, gebrauch von anicbauungsbildein 
nnd nnuchreibungen in der fremden spracbe sind vamehmsie bitlfsmittel. 

6) Wenn danach aaf einer spalereo stnfe die scbrifilichen arbeiten {orthographiach] 
beginnen, so wird man mil reproduktionen gelesener lexte den anfang machen, 
mit oben soichcn von mtlndlicb vorgetragencn enahhmgen fortfahren nnd 
erst danacb mil freien arbeiten schliessen. 

Ich glaube. dasi die bier wiedtrgegebenen fordemngen und vorschliige dea 
aniichten aller reformer in Frankroich, England, Skandinavien und Deutschland 
entspreofaen. 



Methodiiches 



'8S 



Wie 



«teht nun P.'s clementarbuch den angegebenen sStzen ge^niiber? 
Mu) kann dasBelbe wohl oicht besser ehnrtbteriairen ols indcm mftn es als cine 
zuganunrnfassDng von dtdaktiscbetn rolunaterial bezeichnet; sich aa( das unter 
I. beieichnele spracbgeblel beschrdnkend, betcbreibt « saehkniidig die lautf, za 
derec einllbung der lehrer sich nach belieben mittel nnd vege sncbea kann; 
brin^ in den texten eine fUlle von icdensarlen und vrendangen. itellt aber die 
art ihrer ancignung dem freien ennessen des kbrers anheim ; gibi die notbwendigsten 
grammatischen paradigmen nad regeln, abne dem lehrer iiber deren indnktive 
vorbereitung die geringste vorschrift m machen; und bietcl nns endlich lexte dar, 
welche gestatten, die unter 5. geforderle anschaulichkeit und unminelbsrkeil dcs 
nnterrichts m einem deokbar hiicbsten grade lu steigern, doch so, dass auch bier 
anf mitgabe von audeutungen und wiaken beiiiglicb der methodischen dorchfiihnmg 
vijllig venicht geleistet wird. 

Ein (adel isl mit alledem nichi entfemt ausgedriickt. Im gegentbeil, das 
von r. verfasste hiilfsbacb entspricht dnrchaos der gegenwiirtigen situation des 
neusprachlichen unterrichts. Die fuhrer der reformbcwegung sind zwar durchaus 
einig beiiiglich der haiiptgnindstitie de* unencn sprBchunterrichls" , belindcn sich 
aber, was deren metbodische einzeldurchflihrung betrilTt, nooh entscbieden anf der 
snife des vecsucbens. Siad sie denmach vorlliiilig noch ]ibgeDeigI, tehnoittel za 
scbalTen, die dem — vielleicht unzulanglicb unteirichteten — lehrer von stnnde 
zu stnnde nnd von paragraph lu paragraph vorschreiben, was er tbun oder lassen 
9o[l; so i;t ihnen andrerseits geeigneler didaktischer lohsloff, wie ibn I', bietet, 
den sie gam nacb belieben in diesem jahre so und im nSchstcn wieder nuders 
mr grundlage ihres unterrichts inacben kiiimen, hdcblichst erwtlnscht, da in den 
bestehenden unterrichtsbilchem kaum ii^end etwBs filr ihre iwecke geeignetes 
aufzutreiben ist. 

Uasa F.'s texte gSmmtlicb in trans scription geboten werden, stellt seine arbeit 
ttnmitldbar neben Sweet's 'Elementarbuch'', I. auflage. Was ihren inbalt betrifTl, 
so mius vor aliem dessen groue mannigfaltigkeii nod abwechselnng her*org«boben 
nerdcD. Sweet's bucb entbalt einerseits itUcke mit naturwissenschafUichen und 
kulturellen belehrungen, nnderetseits konversationelle, dem ansehaaungskreise 
14-jhhriger knabcn vortrefflich cntsprechende nbschnilte. Aficlius' "Elementar- 
bncbi, das eigentlich am meisten in der richtnng meiner persHnlichen wUnicbe 
liegt, betonl das konversalionelle element sogar vorzagsweise. Viotor-Dorr 
Ziehen in ibrem lesebuchc, welches ja gleicbfalls den zwecken des neuen spracb- 
unterricbts dieneu will, vor alien dingen einc grossere anzahl von gedichten 
heran und geben femer in besonderem umfange solche textc, die ihrer nanir nacb 
der Iriihesteo scbulstufe, ja dem 'kindergarteno and der lallenden kinderstiibe an- 
gehctren. Passy nun hal von alien diesen sloffgattuogen, auch von dec morali' 
tirenden, proben aufgenonunen, doch gehl er in dor berllcksicbtigting des friihen 
kindesalters nicht ganz so welt wie Victor ' Dorr; das •anichauungsbild in 
wortenc. wird von ihm besonders gepflegt. und im ganzen scheini cr mehr das 
Idndliche knaben- als das reifere jugendalter im ange gchabt zu haben. Jeden- 
(alls abcr dttrfte es knum cinen rcformfreund geben. der nicht anter seitien 34 ss. 
phonetischer texte in ausreichendem umfange ger^tde das fUnde, was ilim persiinlich 
vorzngsweise erwiinscbt ist. 

All einen tecbniscben missgiifT sehe ich teUe an wie den nut 'Thi Five 
Sautf flbeiBchiiebonen (s. as)' Er beginnC: Wc havt gat ^t semei: fajit, tmeU, 



386 Lilteramr 

/iiuii ^ fithHg, hiariHg and sight. Wi rmfc •.mfk mir longuc and palalc, tee smril 
viith mr noit etc. Die sache isl dem schuler iangst bekannt, kein starket interesse 
nnterstdtil die nachbaldge einpr^ng der worte ins gedSehtniss, nnd so sleht 
der arme eiaer wirreo masse sehr nabe liegender begrifiTe gegeDiiher. Ei Ut 
quSlerei, ihm eine verwechselung etwa folgender art; wt falalt with aw lengut and 
smell, rat laile latlh our note etc. in dem grade nahe za legen nnd gleichv/ohl 
du richtlge von Ihm in verlangen. lodeas weist P. liiervuD nur diese elne probe 
auf; das The Cloet and tht Waick (». aS) betitelle stiick Icidct bloss ram iheil a 
den gleichea fehlem. bietet aber daneben inancherlei wirklich interesse ireckCDde 
momenle. liei der geiegenbeit inoge erwShnt werden, dass im letrtgenannten teite 
die parentbese \tkese hua long things, like arr/nos, are called kanils, because thef 
pmnt ai ysu faint tviik your fingers) der andening bedarf; es muis anthwendig 

heissen: as you point with your handi [biw and your fingers]. 

Ebenlowenig SCheint mir ein stiick wie das beksjinte ■ The House tkal Jaik 
buill' fUr den klasaenunterricbt venrendbar: so etwas Idsat sicb wohl wShrend 
der /fthUnsen dnmmcrsiunden im hiiiislichen familienkreise als immer neuen schen 
einilben, aber in der klasse ist aus vielen griinden gar ntcbt daran zu denken. 
L'ebrigens dorfle der herausgeber bier wohl fUr den lehrer eine note hinznfilgen 
am aufmklHren , worauf das jeden absatz einleitende this geht. Icb vermutbe, e 
handelt sic!) uin ein abiahleu an den fingem, \vonach mit dem elften abietinitt 
pliilzlicb beide bande geijtfnet werden; aber eine kurie nnmerknng konnte liber 
jeden zweirel hinwegbelfen.') 

Sehr bUbscb isl anhang %, der auf das anscbaulichste nnd einfachste zeigt, 
wie man vom gebrauche phonetischer tetile zar ilblicben orthographischen schreibnng 
ilbergehen kann. leh erapfehle es alien gesinnungsgenossen lu besonderer be- 
achtung. 

L>te kleinc, \% seiten umfassende grammatik ist ganz praktitch aogelegt mtd 
enihSit alles ii<)tbige, Zimi besten der deuischen grammatiker entnebme id) ibi 
den tiinweis {%. 68), dass die unbestitnmte menge odcr lahl wie im FnuuSsischen 
darch dm, de la, des, so tm Bngliscben dorch some nnd any angedeuiet iriid, 
wllhrenil im Dentschen iiod Nordischen kein entuprecbcnder ansdmck gcgcnUber- 
steht: fnr ine some breail: donne-mM da pain — gib mir brad, gif migbroJn. i 
Anch Afzeliai bemerkt dies >Glementarbuchi s. 43}, aber bei nnseren gnunmadketn 
babe icb noch kdne bexilgUche angabe gefunden. Ebensowenig finde ich bei Ge- 
senius, Schmidt, Plate eine nodi mm gebrauch von ent beim priidikatsadjektiT: 
tkis \-ipple] is a nice one; Passy aber and Afielius haben sehr recht get 
dieaen gebrauch in ihren elementarbiichem hervorinheben , denn er isl ein . 
hHn&ger. allerdings wohl aosscbiiesslich in der verkehrssprache. 

UebertlUsiig scfaeioeD mir P.'s angsben Uber englische worlbildnng veradndtt 
pnelixe oder sunixe ivgl. Western nnd Schroer). Soweit bringeo wir woU 
schwerlicfa imsere ichUler, iass sie anf eigene (anst nenbildungen wagen. nnd fllr 
das ver»tandiiiss im text anbtossender englischer weiierbildnngen bnncben £t 
keine regel: kennmiss des stammwartes nod insammenhsng der stelle reii 
vtillig ans. 

'! -Tie tffuii Hal yaet inill- isl mehrfacb iJInstriR worden. So 1^ ^^ 
■aeh die m&glichkeit nahe, daas es gleich von vomherein in solcher gestah er- 
sckien. is welchem falle dann ^iis' aaf das gcgenilberslefaende bild gehen wf ~ 



McIho<Iisches 

tJeber die eioielheilen von P.'s transscription mich anaiulaisen, gehricht 

doch will ich die bemerkung nicht unterdriicken , doss mir die 
5 dnrchfiihrung der worttrenonng nach dem ninster der ortht^aphischen 
lexte als eine recht nunothige crechwernnE der anfgabe des lehrers crscbeint 
Wer niche koiueqent den gnindsaU der Sweet'scben spiechtabte annehmen wilt, 
der moge wenigstens Jespersen's bindestriche verwcnden, ura so fifr das BUge 
des scbillers Eichtbar die logischen beslandtheile des sprecbtaktes za einem laut' 
lichen ganien zn vereinigen. Der mangel solcber hiilfen lasst den lehrer bei der 
aufreibenden bemilhung, die schuler troti alledem lu verbundenem lesen za bringen, 
viel kostbare leii verlieren. 

P.'b konsonantenscbema hat den voriug, eicb mil seinem vokaldiagramm in 
ubereinstimmung der lage m beBnden, nnd letzleres empfiehll sich durch seineu 
grsphischen charakter, indem er die verhilltnisse der versctiiedenen znngenlogen 
riehtig hervortreien liisst. Aaf 5. 16 und 17 ergiebt sich nicht gam kUr. ob verf. 
die drei voytllis mixlts all! Hnmrui oder •aiidt angesehen wiisen will, was der 
wirkung des vorher ansgesprocbenen saUes, im Englischen seien dk grosse tnehr- 
lahl der vokale tt'idt, merklich beelntrKchtigt. HlnzufUgnDg engliicber mustcru'orle 
(unter beigabe der franiosischen flbcrsetiung) als belege lu det bescbreibung der 
einzelnen vokale wUrden aus verschiedenen grUnden gewiss recbt praktisch sein. 

Znm schlnas nocb eine frage: ist es richlig, dem schuler lU lehren, dass der 
Englander sich mit den worteo •/ ask your forgivtittss' statt mit »/ htg yovr fardnH* 
entschuldige. ivic es in der enShlung s. 84 steht? Und soUte man nicht auch 
lieber ebenda das Thtrtufon umaetien in upon Ihis'i Im elementarbache muss 
man m. e. die texte sorgfallig von allem reinigen, was nicht unbedingt Uber- 
* wiegender oder mindeslens viiHig berecfatigter sprachgebranch isl. 

Rejchenbach i. Schl.. Jnai 1889. W. Klinghardi. 



Wilbelm Swoboda, Eoglische lesolehre nach nener methode. Wien 
A. Holder. ;8 s, gr. 8'. Pr.: mk. 1,10. 

Swoboda's ■Engliiche leseiehrc" ist ein glUeklicher versnch, die grundlehren 
der phooetik en popularlsiren und in lautschrifclichen texten praktiich zu ver- 
wenhen. Kc methode ist natllrlich nicht von dem herrn verfasaer erfunden; 
Sweet's Elementarbnch , das von ihm benutit wurde, sowie Passy's Elements 
baben sic bereits vor mehreren jahren in fachkreisen bekaont gemacht. Da nun 
aber Sweet's werk fiir anfiinger zn schwierig und Passy's schrift ansserhalb Frank- 
reieha nicht so verbreitel sein dlirfte, als sie es verdiente, so kommt vorliegende 
leielehre recht gelegcn, indem sie sich als passende vorstufe in Sweet erweist, 
wcnn wir ancb die pessimistiiichen anschaunngen des herm verTassers uber 
vorhanden- oder eigcntlich nichtvarhandcasein phonetiacher kenntnitsc nicht \ 
sliindig theilen. 

Gleichwohl vcrdicnen gerade die klnren und biindigen auselnanderseb^nngen 
liber das weaen der englischen sprachlnute, mit welchen das erste drittcl dei 
schrift sich beschSftigt, alles lob: sie Itonnen jedem engliachen anfangsnntenicht 
als einleitnog dienen. Dagegen ist der abschnitt ilber die accentnimng der com> 
posita (Ur anHinger »n schwierig; hier ist vor allem pmktische einilbung dnreh 
wiederholtes vor- und nachsptechen eribrderlich. 



4 



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Hist, ^^J 

gen ^^^ 



An die aussprnchelehre schUessen sich eine reihe von einfachen eraihlnngen 
and beschrcibuogeo, ferner kune anfsiltze aas dem gebiet dcr geogriphie and 
der spnLcbwissenscbaFt ; such iwei raaihematUcbe Icbrsiitie [EiuHifs Prnpositujn 3b 
und Long Division) sind anfgenonimen ; letiterej wohl aus dem praktiachcti 
grunde, die uiIi1w6rtEr an diesen nnd ahnllchen mfglben einzuiiben, 

Dasa sHmmtUchc iMCstUckc in einer lautsehrift niedergegcben sind, die sich 
im wescntllchea an Sweet anlehnt, ist oaeh dem obcn gesagten kaum ntithig be- 
sonders lu erwiibnen. Aul^efallen ist nns die Uieilweise beigabe eines poraUel- 
textes in gewiihnlicher schreibnng nnd die modvirung dieses vorganges. In dem 
vorwort leaen wir nSmlicb: nDass der verfasser troB der einwendungen Jesper- 
sen*5 im Phontlic Taukir ftSSS) irenigstens die ersten seiten der phonetischen 
teile mit parallel gednickten In gewobniicher ortbograpbie veisehen hat, ver- 
anlasste die. alle andecen sonst ganz berecliligten gegengnlnde Uberwiegende 
Tilckiicbt auf den lemcnden, der, wenn ihm eine solcbe slUtie oder kriicke im 
anfange fehlt, einun phunetisch gedrackten text nmtblos von sich wirtt.' Wir 
sind namlich troti der iweilen auflage von Sweet's Eleraeotarbuch, welcbes be- 
kannllicb fust alien texten eine transcription in gew5hnlicher orltiographie bei- 
(iigt, der ansicbl, dass ein, wenn auch anfanglicb miibevolles. dutch vbet ten pho- 
netiactieT lexte dem lemenden einen viel griissereD nntzen gewiilirt als Bolch« 
kriicken. Dazu kommt, dass Swoboda's buch aach fiir scliiiler nnd lemende iiber- 
hanpt, il. i. also auch filr solcbe, welchc noch keine kenntniss des EnglUchen 
habcn. beslimmt ist. Was soUen sie also mit der hisloriicben orthographic, die 
doch viel scbwerer ist, aniangenf Wenn der anfangsuntetiicht auf phonetiichet 
grundlage ertheilt wird, so mnss dnrch liingere zeit aosschliesslich die lautschrifi 
znr verwendung konunen. Erst dann, wenn eine gewisse aicherheit in der ans- 
sprache und ein, wentl auch geringcr, wort- und phrasenvonath eriangt ist. duf 
rar hisloriscllen schreibung ubergegangen werden. Da Ihut man nan freilich gut, 
dem Schiller solche lesestiicke in der gewohnUchen orthographic vonutegen. die 
er friiher schon griindlich in der lantschrift dure hgearbei let hat nnd die cr viel- 
leicht aoswendig weiss. N^bereE darilber siehe Id der Zeibchrift fUr das rcol- 
schulweBcn iSSS, e. 424. 

Was nun die von .S. verwendete lantschrift betriffl, so ist sie, wie geiagt, 
in anlchnnng an Sweet's Elementaibuch geblldet. Die wicbtig«te abweicbung von 
Sweet ill die. dass a, i, k St. iia, ij. Kar gesetzt ist ; wobl aus lypograpbischen 
grtinden ist th und dk st. p, i, femer « und i statt der leichen Sweet's verwendeL 
Die setznsg des Rebels hiitte Ubrigens folgerichtig anch auf m ansgedebnt werden 
■otlen. Aasserdem ist es ein Ubelstand, dass fUr die kiirze und die Hnge dei 
offenen O-laatei zwei voUig verschiedene zeichen gebraucbt sind; am bezeicb- 
nendsten wSre wobt ? ohne ^ebel fUr die kflrie nnd mtt demselben fiir die lln^ 
wie der Phontlic Teacher anf meinen vonchlag schreibt. Das S in /i (far) ist 
nicht die IKnge des vocals in iai (but); es hltte daber fllr Ictzteren laut nicht a. 
das den Deutscben Uberdies zu einer falschen nussprache verleilet, in acwendimg 
gebracbt werden loUen. Am besten ist wohl der vorgang der Skandinavier, die 
hierfiir p (gestiintea a] verwenden. 

Die traiucription gini (guinea), mini/ [minatc; ist lU ungenan; wir wtirdoi 
fUi das 'gesenkte' > der endang das leichen 1 vorschlagen, also: gim, miml. 

Auf die aecentnining ist groise sorgfall verwendet, desgleicben sind die 
sprechtakle und der lonfall markirt Hierbei ist die gewiibnliche worttreonnag 



Methodisches 



289 



dnrch bindestriche angedeutet — ein verfahren, das aach demjenigen, der noch 
keine kenntniss des Englischen hat, die Ubersicht erleichtert, da sonst manche 
sprechtakte allzu lang gerathen. S. 20 — 23 findet sich eine lehrreiche ausein- 
andersetzung Uber den unterschied zwischen accent and ton. In dem letzten bei- 
spiel s. 21 ist aber nach meinem dafUrhalten der tonfall des wortes bildet on- 
richtig angegeben: beide silben sind gleichhoch zu nehmen (hh and nicht hf). 

Den schlass des biichleins bildet ein wortverzeichniss in phonetischer an- 
ordnang mit beifUgang der historischen schreibang, voran geht aaf s. 43 eine sehr 
knappe ubersicht Uber die bildang des plarals der sabstantiva, die des pr&teri- 
tums and der steigemngsformen der adjectiva. 

Der druck ist sorgfUltig, doch kann es bei einem so schwierigen satz nicht 
wander nehmen, wenn hie and da etwas ttbersehen ist Das sind aber meist 
nar kleinigkeiten, z. b. e st. 9 a. a. Misslicher ist der aasfall des r in wortem 
wie pi9J9d s. 39, z. 7 v. a. Dass s. 29 die iiberschrift Town walk st. County walk 
steht, ist ohne belang. Mehreres ist iibrigens aaf einem besonders beigeftigten 
blatte nachtraglich verbessert. 

WiEN, Nov. 1889. E. Nader. 



E. Kolbing, Englische studien. XIV. 3. 



^^ 




iV LORD STANHOPE'S mSTORY OF ENGLAND. 



Hen professor White, Ithnca, N. Y. schickl mir elnige berichiigungen und 
lUSStte i« meiner ausgabe von -The Seven Year^' War" (Tanchniti, 1889), ■ 
welchen folgende von allgemeinerem interesae seio dilrftea: 

S. 20. Fort Ontario lug an der miindnng dcs flus>ies Oswego, an deisen 
rechtcra ufet, Fort Oswego jeoem gegenilber. Ersteres wurde in jcnem kri^e 
lerstHrt; eine stadt Ontario esistirt (wie ich herrn While veralehel Jetil nieht. 

S. 75. Looisiana nmfasste his ta seiner erwerbung durcb die V. st. nicht 
nur den jetzigen staal dieses nimens fnebst Mississippi unit Alabama sUdlich v 
31" n. b.), soBdern ein weil am Mississippi bis nach Minnesota hinaufreichcndes 
gebiet, daher die verbindong mit Canada eine verhaltnissmassig nahe ti^ende 
moglichkeit. 

S. 81. nFlowing tide" apparently equivalent to na flood tide". The tide ii 
felt as far as Three Rivers, the head of tidewater on the river, about halfvraf 
between Qnebec and Montreal. 

KASSEt, Nov. 1889. M. Krnramacher. 



DIE SHELLEY-SOaETV UND IHRE PUBLIKATIONEN. 

Die Shelley Society, welche bei beginn des jahres 1886 ins leben trat, giug 
BUS der initiative dea bekannten pbilologen F, J. Fnmivall hervor, der bei gTiindnng 
litterarischer gesellscharten eine nnsserordentliche riihrigkeit bcwiesen hat [Early 
English Text-S. 1864, Ba!Iad-S. und Chaucer-S, 1868, New Shakspere-S. 1873, 
Browning^S, 1S81, Wycltf-S. 1SS2). Die liele. die man aich hierbei gesteckt hat, 
sind weitrcichend nod der mannigfachsten art, wie bus folgenden bestimmungen 
der gesellschaft hervorgebt (wit geben dicse und die folgenden notizen ans dem 
'Firsf and '.Second Annual Report of the S. -Society':-, Der iweclt der gesell5ch«fl 
ist daa stadiam. die discussion nnd die erkliirung der werke und personlicbkot 
des dichters, die veroffentlichung von aufsiitien Uber diese, sowie von >Shelleyan 
femer von fnesimiles erster ausgaben und seiner mss., die EusammensteUane 
eines concordance-lexicons seiner poetischen werke, die auffiibning seiner d 



R. Ackero- 



in, Die Shelley-Socielj and ihre publikatior 



nutischen stucke, und im Bllgemeinen die ausdehnnng tind verbrcitUDE des inidimns 
nnd einflusses Shelloy's. Wean wir die bis jetzt vorliegenden resulfate dieses 
progrnmms Uberscbanco, miiMcn wir lugestehen, dasa dieselben filr die lebeni- 
Gihiglceit und Ihatigkeit der vereinignng ein gfinstiges zengniis ablegen. In richtiger 
ein^icht hat sich die ge^elUchafl zunachst nur Kuf lo jihie coosiituirl, Wie rege 
da<i studiuiD und die begeisterung Tiir den lange verkannten dichtei gegeuwartig 
in England gedeiht, gehl bus der thatsacbe hervor, dass die mitgliederiahl im 
anfftng des laufcnden jabres 402 war; 8 iweigvcreine bestandcn um diese leit 
m England, zw«i in New York, einer in Californien, sowie in Cambridge, U. S. A. 
in Anckland (New Zealand) nnd Melbourne (Austtalia). Anch Frankreich at mit 
eloet freilicb geringen lahl von uutgliedem vertreten, am wenigslen Dealscbland. 
Mit iwei fiufflihningen. die senaationell gcnannt werden diirfen. trat die gesellichan 
vor die affentlichkeil : t. Die "privale- auffuhrnng des Trauerspiels 'The Cenei', 
das seit seiner veroffentlicliung im jahre 1819 nun ersteu mule iiber die hretter 
ging. im Grand Theatre, Islington »m 7. Mai 1886, vor einem geladeneu pnblikum 
Ton 1300 pcmonen; J, am 16, November desielben jahre? die des lyrischen 
drama's 'Hellas' in St, Jnmet's Hall vor angefUhr 3000 penonen. in l)eing laf 
die lyrischen partien in mnsik gesettt von dr. W. C. Selle. Bcsonders die vor- 
■tellnng des ersten drama's — eine ofTentliche anf^ihrnng war In anbetrai^ht des 
sujen verbolen wordtn — rief eine mSchtlge bewegung der geister bervor: 'the 
Note-book of the S.' (wir kommen iinten auf dasselbe ^nrUck) druckl allein 14 be 
aprechungen derselben in den bedeiilendsten tagesblsttem, kiinere ond eingehen- 
dere, gtlnslige nnd ungilnstige, ab, wShrend es weilere 39 eitirt. Ueber das 
lyrische drama Hellas sind daselbsl 68 kritiken von r.eitungen angefuhrt, darunter 
die der Frankfurter icitg. vom »i. Nov, 1886, Die vorfUhrung der 'Cenci' gedcnkl 
die gesellschaft lu wiedetholen. allerdlngs mit streichungen. die dnrcb die dra- 
malische wirkung bedingt sind: ausserdem iioden in jcdem jihre auffiihruugen 
componirter kleinerer diehttmgen statt. Die monatlichcn sitrungen det gesell- 
schaft, die »om October bis Juni tagt, dienen zu vortrSgcn Uber betrcffcnde 
gegenstiinde , daran sIch schliessende discussionen, sowie mittheilungen ver- 
schiedener art von aeiten des comilis Oder eiuEelner mitglieder. 

Wenden wir nns nun ta dem wicbtigsten theile der arbeit, die aich die 
geselUchaft tar aufgabe gemacht hat, en deren publikationen ; dieselben scheidcn 



Serie 1: enthaltend: 

a. The K.-Society's Papers. 



Note-Book. 



: reihe neadtucke von origin alausgab en. mil bibliographiichen 



Serie 11: enthSlt c 
einleitiingen. 

Serie III: Abdrucke wichliger artikel der periodiichen lideralur iiber den dichter. 
1. Biographisches : 

a, von schrifCstellem, die mit dem dichter penbnlich bekannt geweien. 

b. von spilterea schriftstellem, 

I. ICriiische aofsStte von leilgenossen iiber den dichter und seine werke. 
3. Die wichligsten kritischen artikel ous spaieren leitschriften. 
Serie IV: Vennisehtes. 



292 



Miacellen 



Eine extra-serie war eingerichtet fur pablikalionen "rather interesling thi 

sary', z. b. photo-litbographische reproductioneQ von mas., illustrationen 

aelbe wurde jedoch filr das laufende und nachste jahr gesCrichen, 

Wenn wir nnn die einielncn erscheinungen nalier Bnfiihren, theilen wir 

dieselben ein in l. bereils veroffentlichte, 2. in vorbcreitung begriffcne. 3. in 

aussicht genomtnenc. 

:. Bereils erschienen: 

Seriel: The Sh.-S. Papers. Pari I. London 18S8. iSo a, 30* pp. Das bucli ent- 
halt die in der gesellschaft gehaltenen vortrage in extenso; daninler die 'Inaa- 
gural Address' von Rev. Stopford Brooke , die sich scharf gcgen M, Arnold 
wendel, der Sh. 'want of subject-matter' vorwirft. Fonnan, The Hcsnoil of 
hlarlow; R. Gametl, Sh. and Lord Beaconsfietd; Miss M. Blind, Sh's View of 
Nature contrasted with Darwin's; Fortnan, On the Vicissitndes of Qaeen Mmb 
(hauplsiicWich bibliographbch) ; von deiiueiben. Tcterloo' and the Mask of Anar- 
chy; Todhunter. On the Triumph of Life (im anschluss an dessen trefTlicfaet 
Bnch: A Study of Sh., London tSSo); 3 vorlesnngen W. M. Rosetti, On Promethen* 
Unbound, (eine eingehende kritisch-aesthetische beleuchtnngj, und zvnx ■) A 
Study of its Meaning and Personages, b) Considered as a poem, 
10 aufsiUe, sowie 'The First' aud 'Second Annual Report'. 
Nole-Book of the S.-S. Edited by the Honorarj- Secretaries. Part. I. London 18SS. 
Z13 pp. Das buch ist besonders daxn bestimmt, anszilge aos den gebtiltent 
vorlrfigen, sowie die darauf folgenden discnssionen wiedenngeben ; ausserdmn 
enlhiilt der^elbe vermischte origloaiartikel. ferner 'Notes and Queries 
'News'. Der vorliegende band liefert nntcr anderem folgende artlkel: Coiy, 
Sh. at Eton; derselbe. Sh.'s River Haunts at Eton; EUis, Fronde's Article on 
Sh. ; Maynard, the Religion of Sb. ; Ross, On the Revolt of Islam; 
dtchte Shelley's, sbgedmckt aus Dowden's Life of Sh. 1; einen eingehenden 
hericht flber dieses leUtere werk von einem bervorragenden tnitgliede dec 
gesellschaft im 'AtheniKum' , Dec. '86; 1 artike! von Mosely iiber die Ceaci- 
auffuhning nnd deren darslellcr; White, Some Music of the Future n. a. m. 
Die 'Notes and Queries' bringen einielne schwerverstandliche oder unaufge- 
klfirle stellen der dichtungen, sowie inleressanle erorteningen in bezug uxl 
deutung nnd quellen ; die 'News' enthaJten auch mittheilnngen ilber das irirkea 
der zweiggesellschaften. 

Bene IL Alastor, or tbe Spirit of Solitude; and other Poems. London 8°, 1816 
Type-facsim. Reprint. New preface by Bertram Dobell. 

Adonaisi an Elegy on the Death of John Keats. Pisa, (Didot), 4 to, l8ai. 
T.-f. R with bibliographical Introduction by T. J. Wise, 
Hellas, a Lyrical drama. London, 8° 1812. J.-F. Reprint. Togethi 
Prologue to Hellas, Notes by Gamett and Mary W. Shelley. Introduction bjF 
Th. J. Wise. 

Epipsychldion. London, 8", 1811. T.-F. R, Introdoction by Rev. Stopfor4 
Brooke. Note on the Xtxt by Algernon Swinbnme. Edited by R. Potts. 
RoMlind and Helen. London, 8°, 1819. T.-G. R. Introduction by H. 
Fonnan. 

The Wandering Jew, a Poem by Sbelley [?). Introduction by B. Dobell, I*. 
(Jugendaibeit; wahrscbeinlich gemeinsam mit Medwin verfasst.l 



R, Ackennann, Die Shelley-Society und ibre publikationen jn* I 

Posthumous FragmenCa of Mu^aiet Nicholsoo. 40, iSlo. T.-F. R. Introdaction I 
by Th. J. Wine. (Jugendftrbeit). I 

ProsaschriRen ; Vindication of Natural Diet. London, 11°, 1813. Repiint, ■ 
iSSa ; Prefatory Note by H. S. Salt and W. E. Axon. . I 

An Addresi to the Irish People. Dnblin. 8". 1812. T,-F, R. Introduction by fl 
Th. J. Wise. 1 

Serie rU: Shelley's Review of Hogg's novel 'Memoirs of Prince Alexy HumalofTi.' 1 
Repr. from Tfae Critical Reviev, Dec. 1814, with an Extnct from Dowden'*;! 
article, 'Some Early Writings of Sh.' [Coolemp. Rev. Sept 1SS4). tntrodactorjrl 
Note by Th. J. Wise. I 

Die beiden folgenden hervorragenden essays setien wir hiehcr, wenn ■ 
inch nicbt in periodischen scbriften erschienen : m 

A Memoir of Sh,, with a fresh Preface, by 'W. M. Rosetti; (with Content* \ 
and full Index). — (Aus der dreibjindigen kritischea Sh.-ausgabe Rosetd'sJ. I 

Robert Browning's Essay on Sh. Reprinted from the suppressed voluma ■! 
of (forgedj Letters of ?, B. Sh., published by Moxon in 1851. Edit, by W. Tym* 1 

Serie IV: The ShelleyLibrBry : an Essay in Bibliography. London, 8°. 1SS6. .1 

Part I: "Finit Editions and their Reproductions'. By H, B. Forman. ■ 

The Shelley Primer, by H. S. Salt. I 

An Alphabetical Table of Contents to the 3 principal editions of Sh.'».J 

Works. Compiled by F. S, Ellis. 8". (Die 3 ansgaben der poetischen werka- 1 

find; Rosetti, 3 vols. 1S78; Forman, 2 vols. iSSz; Forman, 4 vols., Llbruy I 

edition, mit anmerkungen). fl 

Vereinzelte pubtikationen dieser serie : J 

Shelley's Cenci (for the Society's performance in May tSS6 ; prologue by M 

Todhnnter; Introduction by H. B. Forman and A. Forman. I 

The Pianoforte Score of Selle's Music [for the Society's perfonnance o/'I 

Hellas in Nov. 18S6). I 

Von der Extra-Series crschicn: J 

The Masque of Anarchy. 1832, An exact reproduction in photo-litho- I 

graphy of the recently discovered holograph MS., in the possession of Yti, J, •% 

Wise. Introduction by H. B. Formau. 4". M 

Gine vorziigliche liebhaberaosgabe, sowohl mit bczug auf typische aut-'4 

statning als die kuriosilat dcs ins.j 

1. Ira vcrlaute de» jahres erscheincndc oder in vorhereitung begriffene 
bUcher: 

Serie I: The Society's Papers, Part II; uird untcr anderen folgeude artikel enl- 
halten: H. S. Salt, On Julian and Maddalo; H. B. Forman, On Rosalind and 
Helen; J. B. Mayor, Un Sh.'s Metres; W. K. Parkes, On Sb.'s Faith; Miss M. 
Blind, On Sh.'s Women; Dr. E, Aveling, On Sh.'s Socialism. 
Serie II: The Necessity of Atheism, la". 1811. T.-F. Repr. Introduction hy 
T. J. Wise. 

Proposal for Putting Reform to the Vote thronghont the kingdom. &". 

■817. Reproduction in photo-lithography of the MS. Introduction by Forman. 

Serie III: Biographical Articles on Sh,, Part I: those by Stockdale, from his 

■Budget' t8z6 — 7; by Hogg, from the New Monthly Magaiine, 1832— J; tiooi. 



2 94 



Mbcelien 



L 



Fraser, June, 1S41; by Thornton Huot, from The Atlantic Monthly, Febr. 1863; 
and by Peacock, from Frsser, 1858, 60, 62. Edited with a. Pretee, by T. J. 
Wise. 8". 
Serie IV: Eines der wlchtigsten hllfsmittel filr das stndinm des dichterai in 
sprschlicher nnd stUistiscber hinsichC, filr das auch Fortnan in seiner 4-bKndigen 
atugnbe mittheilungen in being auf den wortgebrsuch des dichters giebt. ver- 
spricbC die Sb. -Concordance in werden , die seit Mai l836 in arbeil isl. Mit 
hilfe Formans und verachiedeDer micarbeiter unterniinmt F, b. Ellis das werk, 
bei dem, (nach vccscbiedenen notizen [m 'NotC'Book'j 150,000 icCtei m regis- 
triren und revidiren sind; und zwar geschiebi die annrdnnng nicht, wie 
anfanglich beabsichtigt , nacb Mrs. Cowden Clarke's Shakspe re-Concordance, 
aondem auf anr^nng Fnrnivall's nach Schmidt's trefflichem Shakspere-Leiicon. 
Bis 1S90 hoETt Mr. Elba am liele zn sein. 
3. In aussicht genommcne pnblikationen. 

Wir fassen uns bei diesen miiglichst kurz. Fiir serie 11 diirfte besonden 
von interesse aeini i) roathnmous Poems. 8". i8aa. 1] Essays, Letters from 
abroad, etc. 3 vols. 8°. 1S41. 3) A Collection of Poems and Fragments of 
Verse. 4I A Collection of scattered Prose- Writings, Serie III dUrfte bauptsicti- 
lich die in verschiedenen joumalen zerslrenten aufsatie Garnetts, Rosettis, Fonnan's 
und anderer enthalten ; daiu Itommen die gegensatzlichsten zeilgeniissiachen kri-. 
liken , ilanmter Leigh Hunt's 'Reviews' in seinem journal 'The Eiuuniner'. Von 
spaieren kritikem rciben sich an D. Masson, A. Clive, Stopford Brooke, Dotrden 
nnd andere. Von den miscellaneen [serie IV) weiseo wir besondeis bin anf (Ue 
io vorbereitong begriffene ".Sbelley's AutobiograpbyT Cor Cordiam. A collection 
of all passages by Sh. relating Io himself and his works; annotations by W. 
M. Rosctti. With a considerable number of bitberto unpublished tetters. 

Zum schlnsse berichtea wir, wcnn aucb nicbl nnmittelbar anf nnser tbenu 
bezilglich, iiber 1 funde bis jetit unbekannter scbriften Sbelley's. Di:r ertte isE 
cin nis,-band gedichte, der yoni dichler seiner ersten gattin Harriet vor t8l6 
gegeben und in deren familie aufbcuabrt wurde. Dowden erhieli ibn bei ab- 
fassnog seiner biograpbie zur benutzuog. und in dieser, sowie — wie bereits 
obeo ernShnt — im 'Note-Book' (p. 199 — 103] der gesellscbaft slnd gedichte ana 
der sanunlung abgedruckt. Weit wertbroUer ist ein fund, den Dowden Id den 
archiven des familiensitzes der Sbclleys macbte. Es ist ein ms.-band von 300 
seiten, entbaltend 'A I'bilosopbicoJ View of Reform' aus des dicblers bester teb 
(1819), als er den Prometheus und die Ceoci scbrieb. Einen auszug davon ver- 
offentlicbte der finder in der Fortnightly Review, und jetit auch in seinem nenen 
werke: Transcripts and Studies by E. Dowden. Lond. 1888. Kegao Paul. (Vei^ 
hieriiber dr. A. Weiss: Aus Shelley's naohlass. MUnchener allgem. ztg. 1888. 
nr, J64. beil.) 

Von einem mllgliede der gesellscbaft erschien 1SS7 in der samnUung 'Great 
English Writers' ein nenes 'Life of Shelley', by William Sharp. Nicbi nnemihnt 
sei femer ein werkchen, das eioe anthologie aus Sb.'s prosascbrifleo und briefen 
giebt: Essays and Letters by V. B. Sb. Edited, with Note, by E. Rhys. Lond. 
18S6. price ti. Die theilnahme Fnuikrcicbs an dem litlerariscben untemehmen 
doktimentirt sich ansser in revne-artibeln auch durch eine 3-b£ndige tiberselzang 
der poetisehen werke [in prosi) von M. Felii Rabbe, 1887; beigegeben: 'Sa Vie", 
(cf Athenienm, 17. Sept. 1S87.) 



R. Sprenger, Zwei «lte textfchler in Goldsmith's Vicar of WaVefielil 

Ei ware lu «llnschen, diss auch in Deuischiund da? antemehmen der vcr- ' 
einigung mehr gefordert wilrde, wo doch das studiiim der hetrefTeDden litteratur- 
periode wie unseres dicfaler^ son fachmSnnem and liebbabem vielfach gctriebcii 
wird. (Die letite nns bekannte erscbeinung ist "H, Richter, der entfesselte Pro- 
metheus. Ein lyrisch. drama. Cberseti. Snitlgarl 1888.) FOr die summe v«ii 
cincr gninea bielet sich dem liReraturfreande eine reihe interessanter pabliitalionen 
far seinen bllcherachati, nichf nur von werth fUr die betreffende dichlerische in- 
dividualilHt , sondem anch flir die moderae vergleichende weltlitteratur. (VergL 
t. b, einen artikel der Qnarterty Kcv. Jnli I&84, in welchem anf dai verb&ltntai>a 
Heine's tu Shelley hingewiesen wird;. 

BAVimJTH, Oktober t888. R. Ackermann. 



ZWEI ALTE TEXTFEHLER IN GOLDSMITH'S VICAR OF 
WAKEFIELD. 

Im chapt. XXVm. macht der iRndprediger seinem leidengcbafUichen schmcrM 1 
Uber die entfiihrang seiner iweilen lochler in folgenden wortcn lu 

■Now", cried I "the sum of my miseries is made up, nor is it in the pow« j 
of any thing on earth to give me another pang. What! not c 
leave me onet the monsterl the child tbat was next my heart! she had the 
beauty of an angel, and almost the wisdom of an angel. Bnt support that woman, 
nor let her fall. Not to leave me ooel. 

Th. Wolff in seiner ausgabe, Berlin 1880 macht datn die bemerkung; -Mil 
-den worten sMpport bis fall ricbtet aich der pfarrer an die anwesenden. seine 
fran. die im begriff ist in ohnmacht lu fallen, vx stUtzen". Nacb dcm vorljegenden 
text ist anch Icanm eine anderc auffassung mogUch and K. Eitner iibersetil e*""! 
richtigi oDoch springen Sie meiner fran in und lassen Sie sie nicht binslnlceni 
Aber vei^gcDwdrtigen wir nns die sitnation , so ist es ganc ondenhbar, dass der 
pfarrer, slatt seiner ohnmaehtigen fran selbst /.niuspringen, die amstehenden anf- 
fordert dies lu thun, iim dagegen in seinen klagen fortiiifahren. Auch ist es hocbst 
DDwahrKcheinlich, dass die frau, die eben nocb einer ohnmacht nahe war, gleich 
daraaf mit so herzlichen und entschlossenen worten Ihren cbemann trosten sollte. 
Ich glaube deshalb, dass hier ein alter scbreib- odcr dmckfehlM vorliegl und doss 
es heisien aoHle: she had the beauty of an anget, and almost the wisdom of an 
angel. But supports that woman, nor lets her fall? "Sie hatle die schfinbeit nnd 
fast die weisheit eines engels. Aber bittt das ein nelb anfrecht nnd Ittsst es tlicbt 
fallen?' Der landprediger denlct also an die religiose ilbcrllefening vom falle 
Lncifers, des schonsten und weisesten der engel, nnd meint, ebenso wie jenen seine 
schonheit nnd weisheit nicbt vor dem falle bewahrt habe, ebenso konnten dicse 
anch einera weibe nichts oUtzen, 

Wenn wir die besonderen umstjtnde berilcksichtlgen, unter denen der Vicar 
entslaaden ist, so ist es oicht unwahrschoinlich, dass dem ichriflileller selbst bei 
der eilfertigkeit der niederschrift der fehler entschlUpft ist. Vlelleicht aacb, 
dass derselbe sich der alien feierlichen formen supportctk and tctttk bediente and 
dau diese ichon dem ersten setzer anlass zur andemng gaben. Jedenhlls ist der 
fehler schon sehr alt nnd wird slch bis in die ersten auagaben verfolgen lassen. 




39^ 



Miscellcn 



Ein niter setierfehler scheinC mir vorzutiegen lu ende des XXXI. cap. 
(Tanchnilz-ed. s. ijS 2. 4!; 

I have for some years sought lot a woman, who a stranger to my foitane couli] 
think that t had merit aa a tnsn. After having tried in vain, even amongst the 
p$r( and the ngly, bow ^eal at last must be my rapture to have made an conqnetl 
over such sense and heavenly beauty. 

Das wort, welches ich hier beanslande, 1st pirt. Denn wie ugly Im gegensati 
zu beauty, so milsste fat Im gegensatz zu nmc stehen, was es aber seiner etymologie 
nnd bedenluiig nach nichl thut. Ich vemtuthe, dass es verdrackt ist fdr intri, das 
hier ^= dull 2U fassen iat. 

NoRTHElM, 8. Oktober l88g, R. Sprcnger. 



ZU MANN'S RECENSION MEINER dGESCHICHTE DES 
PHVSIOLOGUS^. 

Wenn herr Mann o. s. 114 sagt : i>Fast iibciall fusst der verfasser anf jeinen 
vorlaafern, nnr weniges hinzufiigend , aber an keiner stelle hnt er cin woit del 
dankes fUr dcrcn vcrdlenstliche vorarbeilen", so stimml das doch schon nlcht recht 
za dcm. was er am schlusse deraelben selte sagt. Wenn er ubrigens mit meineti 
theologischen anseinandersetiungen ?nr entstehungsgeschicbte elnverstanden lit. 
so muss er doch zugeben, dass ich hier auch einen neucn grund geiegt habe ; 
ilbcrdics war das die Erondlage und die hauptsache bei der ganien geschicbte. 
Wie ich den im iweiten Ibeile des satzes ausgesprochenen vorwurT verdient haben 
soil, ver^lehe ich nicht; ich babe ilberall, wo ich anch die uobedeulendsle be- 
merkung aus verdienstlicben oder unverdienstlichen vorarbeiten benulzle, dicf ge- 
wissenhafl bemerkt. In wiercrn ieb "fast ilberall nuf vorgitngem fu5san» soil, bleibl 
mir anch unktar; wie ich schon in meiner vorrede sagte. mosste ich natlirlicbei^ 
weise alles nur bekannte materia!, auch was etwa schon in einer specialabband- 
lung dargestcUt war, im znsanunenbange des ganzen von -neucm durcharbeilea 
uenn ich dabei Uber diese oder jene bearbeitung auch nichts weitercs fand, als wai 
der veKuser einer speciaiarbeit dariiber schon geftinden hatle, so isl das ja (Or 
den letzteren erfreulich, aber doch fdr mich keine schande. Stillscbweigend etvrai 
von andem entlehnt in haben, bin Ich mir dnrcbans nicht bewuast. Wenn ich 
sclbst sage, dass ich die elne oder die andere arbeit erst nacbtrilglich noch ver* 
gleichen konnte, so war damit doch wohl der gerechtigkeii genUge gethan; won 
mir denn das nocb einmal vorrupfenV In bezug auf des herrn recensenten aibeil 
Uber den Guillnume le clerc babe ich alshald, nachdem Ich deren bevorslebendsi 
erscheinen angekiindigt gelesen hatte, einem buchhiindler auftrag gegeben, sie nut 
gleich beim crscbeinen zu liefem; als sie erschien, konnte sic mir nichts mehr 
ntitiea ; ich hatte damals abgeschlossen, musste aus iinsseni umstiinden fertig scan. 

Zu I, 2: Ich habe an der citirten stelle der vorrede vielmehr gesagt, (es sei 
mir nicht moglich gewesen, noch viele [quellenjstellen weiter zu finden, die nicht 
da oder dort schon fur diesen zwcck citirt worden waren.- Weiter heUst e*: 
•aher dafiir habe ich zum ersten male fiir alle kapitel des Physiologus genan fas^• 
initellen gesncbt, his zu welchem grade jede einzelne thiergeschichte dei Fli;^ 
siologus wirklich schun aus ^Ilem antoren nachgewiesen werden kann, oder in- 



F. Lane hen, Zu Mann's 



•tJeschichte d. I'hysiologiiS" 



der uns erhiLlteneii griech. 
1 wohl etwas gsni aaderes, 



wiefem die dBTstellung des PhyBiologns !ulu5g ei 
slnfe dcrselben repriisentirt, die wir wenigstena 
and rcim. lilteratur sonst nicht kennen.i Das iar 
all was mich recenseni lagen l&ist. 

Wenn es ihm gleich darauf "nicht in den ainn will<i. dsss -vor Cbristns cine 
saromlung von thierheachreibnngen vorhanden gewcsen sei, die laflillig nur lolche 
cigenschaftfR boX, welche alle der env^thnten aasleguDg fahig waren-, so kann icb 
dsrauf nur aagen^ mir aucb nicbl:. Uehrigeiu glauhte ich die eatgegengeaetfte 
ansicbt deallich gentig ausgesprochen lu liaben, wenn ich s. 4J sage: i-Es isl dnrch- 
aus nichi der mindcate gnind voibanden, wesshalb tijcht von anlang an der Phy- 
siologus in del gestall sollte ectstandea sein, vne wir ibn ■ . . noch habeD>. d. h, 
ats ein der patiistischen litteratur angehoriges werk. Uad s. 46: "Masssgebend 
filr die auiwahl der lU behandelnden ihietc ans der gan»en fillle der natur- 
geschichte waren die theologischen gesichtspunktei. Wenn ich abcr daneben zu- 
gebe, die ejoielneo thierbeachreibnngen wetden wohl ans den vorhandenen alexan- 
drinischen tbierbUchero EiisammeDgesacbt word^D aein, so wird sich dagegen wohl 
nicht viel einwenden lassen. 

S. 115; >Einen griecbischen Physio logus hat er nicht zu gesichl bekommen-i ; 
soUte beiasen: eine von Cams angefUhrte raittelgriechiscbe scbrift TiEpi ;*«]■. tivcuv 
iS(iiTi]Ti);, die mir znr zei[ eben einfacb nicht zng^glicb war. — Ob eine prUfung 
alter kteiniacben handscbriflen noch besondere resulCatc abwerfen wird, darflber 
will ich mit dem herm recenaenten nicht streilen. Uaas tch, wenn es mir meine 
n^ttel nicht crlaublen, zu dlesm iwecke ver^chiedene bjbliotheken zu bereisen. 
danmi meine ganze arbeil lieber haltc wegwerfcn soUen, ginnbe ich trotzdem nicht. 
Den oden spasi Uber die bs. Hamilton hatte sicb rccensent sparen kSnnen, 

Fiir die bebauplung s, 116, meine citale seien frccht nngcnau', waren docb 
wobl belege wUnacbenawerth geweaen. 

Nacb s. 127 nehmc icb urn den ansichten anderer setten stellui^; ich glaabe 
docb wobl, dass icb daa in alien wesentlicben punkten getban babe. Andere 
meinen sagar. ich babe e; zum theil in iv scharfer wei.ic gethnii. 

SxRAssBUBt;. F. Laiichert, 



SCHLUSSAUSSERUNG DES RECENSENTEN. 
In der vontehenden enlgegnong berilhrt berr I^ncbert eine anzabi pnnkte 

ana meiner besprecbung seiner Cescbichte des Phyaiologua, in denen ich ihm nn- 
recbt getban haben aoll. 

Zn abscbnitC I bemerke ich: so wenig ich herm Laucbert die fnbigkeit at>- 
spreche, daas er auch ohne vorarbeilcn seine Gcschichte dea I'hysiologus, so wie 
sie ist, hBtte schreilien kiinnen, so sehr muss ich an der bebauptung festlialten., 
dass er durcb diesclben. da sie nun einmal nicht zu amgehen sind, weaentlich ge- 
fordert warden ist. Dasa berr Laucbert alles noch einmal seibstSndig dnrch- 
gcarbeitet nnd nacbgeprilfl hat, braucbt er uns dessbalb nicbt noch ausdriickllch 
zu veraichem, das erwartet man von einem geachichtsscbreiber als nolhwendige 
voraussetiong. Abcr eben weil herm LancherC durcb die arbeiten eines Pitia, Land, 
Cahier unbedingt die wege gewiesen worden sind, hiitte sicb ein wort des dankea 
gebiihrt; in denjenigen kapiCeln des bucbes jedoeb, die hier in betracht kommen, 
■werden Land tmd Cahier nicht nur nicht citirt, sondem wir erfahren iiberhaupt 



2g8 Miscellen 

In dem ganzen bucbe nicht, untcr wetchen titein deren trefTliche arbeiten erschiencD 
Bind I Und wie spieli herr Lauchert in dem liapiiei II, 3 dem armea I'itn 
Von gnosdcismns hat der selige Itardinal kdne spnr, jn er, Pitra, beweUt (t) 
aufs schiagendste, ndass cr selber in tier that das Neue testament nicht einmal 
ordentlich kenni.« — Zu Laoehert's pisans: »Wenn er Ubrigens mil roeinen theo- 
logischen anseinandersetinngen Kar entstehungsgncbichte einverstanden is! 
(nus3 er docb zugeben, dass ich hier anch einen gninii gelegt habS", habe 
ich lU betncrken, dsss ich das bereits in meincr besprechang lobcnd herror- 
gehaben habe. 

Abschnitt n. Wenn berr Laocbert in seinem vorwort schrdbl; uWaa bob 
funiiclut die untersucbung ilber das frUhere vorkommen der einEelnen Aier- 
geschichten im 3. kapitel des 1. theils lietrifft, so war es mir nicht moglich, noeh 
vIeIc stellen weiter lu finden, die nicht da oder dort schon fUr diesen iweck citin 
wSrcnn, so muss das den eindmck liervomtfen, als habe noch niemand insaninien- 
hingclK) cine solche unlenuchang antemommen; und wenn es weiter heiist: •aber 
daflir habe ich lura ersten mal filr alle kapilel dcs Physiologus genau festmstcUen 
gesacht, bis lu welchem gra<ie Jede cinielne thiergeschichte des i'hysLoli>giis wirk- 
lich schon ans altera anloren nacbgewiesen werden kann", so maasst sich hen 
I^uchert eine prioritiit an, gegen die ich einspruch erbeben mlisste. Cam 
untersucht lusflmmenhangend die tbiei^eschicbten auf ihren UTspmng, berr l*n- 
chert anch; Cams untersucht vielleicht alte kapitel bis auF eins, das seine unMP- 
lagen nicht anfweiaen; dano bleibt allerdings hcmi Lanchcrt der rnhm, filr alle 
kapitel des Pbysiologus zum ersten male eine deraitige unteisnchung angeiMllt 
lu haben< 

Abschnitt in. Wenn es herm Laucberl ebenfalls nicht in den sinn will, daM 
Tor Christns eine sanunlnnE von thierbeschreibnngen vorbanden geweaen sei, die 
zn^llig nnr solche eigenschaften hot , welche alle der erwfihnten anslegnng fiihig 
waren, sb bin ich ilber diese ansicht hochst erfreat. So dcutlich nnd kUr ist sie 
in seinem bncbe nicht lu lesen. 

Abschnitt iV. Ich mindere mich, dass herr Laachcrt diesen punkt i>erfili]t. 
Es hat im emst niemand von ihm verlangt, dass er fremde bibliotheken hiitte bc- 
reiien aollen, am lalcinische Bestiarien in sladiren, nocli, "cil er es nicht gefllM, 
dass er sein buch hdtte wegwerfen sollen. Aber \venn er in Munchen ist and 
die dortigen Bestiarien nicht ansieht, oder wenn er geradezn auf eincn hingeiHe>en 
wird und doch keine schritte thnt, so erscbeint mcin tadcl wobl gerechtfertigt. 
An der Hamilton-hs. hat ja hcrr Lnuchert inr gcnuge crfahrcn, dass die Bestiuien 
noch manches be^en, wovon er sich nichts tritnmen liess; wamm, io frage idi 
wieder, hat er sich nichi wenigstens nm die gekiimniert, Ubet die er nnter tiUM 
amst^nden aufschluss erhalten kanntef 

Abschnitt V, Die ungenauigkeit der citatc ist obcn schon an einigen bd- 
spielen lo tage getreten. S. VI der vorrede heisst es, Mustoxydes habe cinoi 
griechischcn Physiologns im anfange dieses jahrhunderts verotfenllichl. GetuuieriB 
findet sich darilber nirgenda im buche; u. a. m. t 

Abschnitt VI. Hcrr l.auchert hat beispielsweise nichl stellung genomm^ 
inr frage der unechtheit der iwischenschriften in Thilipp's Bestinire, und die tioe 
acbreibcrkritzelei zwischen perdrix und aqnila hat ihn zu einem falscben schlane 
veranlasst (». 129!, Es muss Qbrigens in demelhen heisscn' | El est avis aqnils | 
que didtnr regie \: ideo praeposiia. 



S. Schopf, Vorlesnngen Uber englische philologie 209 

Von dem, was icfa gegen Lanchert vorgebracht habe, habe ieh nichts mriick- 
zunehmen. Ueber den nachtrag zmn Physiologns, der gleich hintcr meiner re- 
cension steht, branche ich kein wort zn verlieren. Das bach ist sonst ein ver- 
dienstliches, and icfa wiinsche ifam alles gate. 

Meissen. Max Fried r. Mann. 



II. 

VORLESUNGEN (JBER ENGLISCHE PHILOLOGIE AN DEN 
UNIVERSITATEN DEUTSCHLANDS , OSTERREICHS UND DER 
SCHWEIZ, IM WINTERSEMESTER 1888/89 UND IM SOMMER- 

SEMESTER 1889. 

Basel, WS.: Cursorische lectttre von Dickens, Oliver Twist — prof* 
Soldan. Angelsflchsisch — privatdocent Socin« SS.: Sfaeridan: The rivals 

— prof. Soldan. AngelsHchsische texte — privatdocent Socin. 

Berlin, W S. : Geschichte der englischen laate — prof. Zupitza. Uebungen 
im englischen seminar — derselbe. Altenglische iibungen ; neaenglische Ubungen 

— derselbe. Altnordische grammatik mit vergleichang der angels&chsischen — 
prof. Hoffory. Mittelenglische grammatik and literatar nebst tlbangen — 
privatdocent Horstmann. Angels&chsische grammatik — derselbe. Eng- 
lische litteratur im 19. jahrhundert — lector Bash ford. Im seminar: Uebangen 
im miindlichen and schriftlichen gebrauche des Englischen — derselbe. Gram- 
matische and stilistische ubungen im Englbchen — derselbe. SS.: Geschichte 
der englischen flexionen — prof. Zapitza. Geschichte der neaenglischen litteratur 

— derselbe. Uebungen im englischen seminar — derselbe. Geschichte der 
altgermanischen, althochdeutschen, altnordischen and angelslichsischen litteratur — 
privatdocent R. Meyer. Ueber die dichtcr der seeschale (vortrag englisch) 

— lector Bash ford. Grammatische iibungen im Englischen — derselbe. Im 
seminar : Uebungen im miindlichen and schriitlichen gebrauche des Englischen — 
de rselbe. 

Bern, WS. : Lecture eines Shakespeare'schen dramas — privatdocent 
Kiinzler. Abriss der englischen litteraturgeschichte im 19. jahrhundert — der- 
selbe. EinfUhrung in die englische sprache — derselbe. SS. : iNeuenglische 
g rammatik fiir geiibtere, mit iibungen — privatdocentKiinzler. Lectilre und 
interpretation ausgewShlter englischer stUcke — derselbe. 

Bonn, WS. : Geschichte der englischen metrik — prof. Trautmann. Im 
seminar: Pope, besonders seine Dunciade — derselbe. Elemente der angel- 
sSchsischen und gothischen grammatik mit iibungen aas Beowulf — prof. Bir- 
linger. Erkl&rang von Cynewolfs Elene — privatdocent Morsbach. SS.: 
Altenglische grammatik — prof. Trautmann. Im seminar: Uebungen im lesen 
und sprechen des Neuenglischen — derselbe. EinfUhrung in das studium 
Shakespeare's nebst erklfirung seines Julius Caesar — privatdocentMorsbach. 
Mittelenglische iibungen — derselbe. 

Breslau, WS. : Geschichte der englischen litteratur bis 1250 — prof. 
K o 1 b i n g. Encyklopildie der englischen philologie — derselbe. Uebungen des 
englischen seminars : Lectiire ausgewShlter abschnitte aus Wiilker s Ae. iesebuch I 



joo Miscelldn 

und liesprechung fteier arbeiten — Jerselbe. Einfiilining in das Altenglische — 
privaldocent Siebs. Geschichie der volksihilmlichen schottischen lieder- 
dichtang — lector Lenliner. Einluhning in das sludium der neuengtisclien 
sprache Kr anfinger — derselbe. NeuengUsche iibungen fiir vorgcschriltcnere 

— iJetselbe. SS.; Gescbichte der englischen liltcralur von 1350 — 1550 — 
prof. Kolbing. Uebungen des englischen Eeminnrs: Lecture ausgewahlter 
abschnitte aus Willker's Ae. lesebuch II und besprecbung freier aibetten — der- 
selbe. 

Ciemowili, WS. : Einfilbning in dsi g^sprochene Englisch (fdr anfSngerj 

— lector Ronmnovsky, Lesuug und crklamng von Walter Scoffs The Lftdy 
of the Lake — derselbe. SS. : Lesung und erklamng von Shakespeare's King 
Lear — lector Romanovsky. 

ErlsDgcn. WS. : L'eber Chaucer's leben, werke, sprache und meCrik nebst 
erkllirung einiger der kleioeren gedichte — prof. Varnhitgen. In der roroanisch- 
englischen socielSt: Neuengiischei cuisus; anleilung 2U wissenschaftlichen arbeiten 
und vortritge — derselbe. SS.: Historische gramniatik der englischen sp^acbe 
I. Iheil — prof. Vainhagen. In der romaniscb - englischen societal: Nen- 
englischer cursusi anleilung zu wissenschafilichen arbeiten und vorttage — d«t- 
selbe. 

Freibnrg i. 8., WS. : Mitielengiische graromatik und Ubungen — prof. 
Schioer. Ueber die englische balladendichtung mil erklXrung von Percy's ReUqnes 
of .\ncicnt English Poetry — derselbe. Ini seminar fiir germanische philolagte, 
englische abtheilung: Shakes penre's sonetle . conversatorinm and teferale — der- 
selbe. SS.: Neuenglisehe grammatik — prof. Schroer. L'eber John Milton's 
leben und werkc mil erkliining ausgewKhlter stUcke seiner dichtungen — derselbe. 
Seminar: a) All- und mitlelenglische fibungen an der Wintcncy-version der Regnk 
S. Benedict! b) VortrSge und referate — derselbe, Alleemeinc phonetik flit 
philologen — derselbe. 

Gcnf, WS. und SS.: vacat. 

G lessen, WS.: HUlorische grammaiik der englischen sprache — prof. Birch- 
Hirschfeld. Im seminar: Uebungen ilber einen noch zu bestimmenden gegen- 
sland — derselbe. Englische lecture und inierpreintion — prof. Pichle 
Slilistische ithongeo — derselbe. SS.: Leben und iverke Chaucer's and < 
kliirung der Canterbnry Tales — prof. Bitch-Hirschfeld, Im seminu 
Englische lectUre und interpretation; slilistische tlbungen — prof. Pichler. 

Gotlingen, WS. : Geschichte der englischen liitetalur von Chancer bU 
Spenser (als fortselzung in ten Brink's Geschichle der englischen litteratur) — piof. 
Brandl. Historische grammalik der englischen sptache, laatlehre — derselbe. 
tm seminar: Vergleichende interpreiaiion der altenglischen , milielengliscben und 
fruhneuenglischen Bibelveraionen — derselbe. Erklarang ansgewablCer mittel- 
englischer sprachdenkmalernnchZupilza's Ae.Ubungsbuch — privaldocent Holl- 
hnasen. Grammalische und orthoepische iibungen im Neueuglischen nach SweetV 
Elementarbuch — derselbe. SS. : Chaucer's leben nnd dichlnngcn mil inter- 
pretBlionen — prof. Brandl. Historische grammalik der englischen spiKche, 
flexionslehre — derselbe. Im seminar: Litterarhistorische Ubungen Uber Milton 
und seine schnie — derselbe. Geschichle des englischen dramas neben und 
nach Shakespeare bii znr grossen revolntion — privaldocent liotthausi 
AngebSchsische Ubungen nach Kluge's Ags. lesebiiche — derselbe. Giammatische 



S. Schopf, Vorlesungen flber englische philologie lOtfl 

nnd sliiistische ttbuneen iro Engiischen ^ — lecior Miller. Kingslcj's Alton LocVe ' 
und Kleist's Michul Kohlhans — ileiselbe. 

Grai, WS.: vacat. SS. : Shakespeare's King Lear — privatdocent 
Pogalicher. GeschJchte des englischen dramas vor 5hake>^eBre — derselbc. 

Greifawald, WS. : Historische graminatik der englischen sprache. I. Iheili 
lautlehre — prof. Konralh. Uebungen im engliichen seminar — derselbe' 
SS.: Historische gmmmBtik der englischen sptache, forlseljung: flexiooslchre — 
prof. Konralh. Uebungen im englischen seminar — derselbc. Einfiihrung 
in das stadinm dei Englischen — lector Frani. Interpretation ansgewahller 
gedichle von Shelley und Keats und ilbungen im milndtlchen und schTiftlieben 
gebmuche des Englischen — derselbe. 

Halle, W S. ; Shakespeare's Kaufmann von Venedig — prof. Eljc. Eng- 
lischea seminar — deraelbe. Ueberseliung von HaufTs Lichtenslein in das Englische 

— lector Aue. Elemente der englischen sprache und lecture eines leichten eng- 
lischen schriflstellers , ftlr studierende allcr facultSlcn — derselbc, Practisehe 
iibungen im englischen seminar — derselbe. SS.: Millelengtische tibungen — 
prof. Wagner. Lebcn und werkc Chauceri und eikliirung ansgewahller slellen 
mit grammatischer end meliischer einleilung — derselbe. Angelsiichsische 
grammatib nebst iibungen (nach Klugc's Ags. lesebuch) — privaldocent Bremer. 
Englische iibungen — lecior Aue. Imerpretation von Shakespeare's Romeo and 
Juliet — derselbe. Uebertragung von HaufTs Lichtenslein in's Englische ifort- 
setzung) — derselbe. 

Heidelberg, WS.; Englischcr cursus : Altenglische iibungen (Kluge's Ags. 
lesebuch) — prof, Braune. Geschichte der englischen Jitieralur von Chancer bis 
Milton — prof. Ihne. Englische iibungen fiir studierende aller facullaten — 
derselbe. Im seminar: Engliscb-deulsche Ubungen; deutsch-englische iibungen 

— derselbe. SS,: Allenglische flbungen — prof. Biaane. Geschichte der 
englischen litteratur im 19. jahrhundert — prof. Ihne, Englische iibungen filr 
studierende aller facultaten '—derselbe. Im seminar: Englisch-deutache Ubungen; 
dentscb-engtische iibungen — derselbe. 

Innsbruck, W S. und SS. : vacat. 

Jena, W S. : Shakespeare's tragOdien — prof. Kluge, Neusprachliches semi- 
nar — derselbe. SS. ; Mitlelenglische grammalik — prof. Kluge, Nen- 
tpiachlicbes seminar; Angelstlchsisch — derselbc, Englische Qbungen — prof. 
Cappeller. 

Kiel, WS.: Ueber Shakespeare und seine leil — privatdocent Sarra- 
zin, Erklilrung von Shakespeare's Romeo and Juliet — derselbe. Neucngiische 
slilUbungen im seminar — derselbc, Geschichte der englischen litteratur bis zum 
1 3, jahrhundert — lector Heise, King Richard IV von Shakespeare, mil er- 
klamag — derselbe. Uebungen Im Englischen — derselbe. SS.: Geschichte 
der englischen sprache (lantverhaltnisse und Bexionen) — privatdocent Sarra- 
zin. Englische stilubungen im seminar — derselbc. Shakespeare's Hamlel, mit 
erklfirungen — lector Heise. Gescblchlc der englischen litlerainr bis zvxn I3.j«ht- 
hiindert — derselbe. Uebungen im englischen ^- derselbe. 

Konigslierg, WS.; Qiauccr's leben und werke — prof, Klssner. Im 
seminar; Spenser's Faery Qneene und iibungen — derselbe. Geschiclite det 
englischen litteratur bis auf Chaucer — privatdocent Kalitx a. Englische metrik 

— deraelbe, SS. : Uebungen des romanlich-englischen seminars — prof. 



I 



Miacellen 

KUsner. Einfiihrung in itts jludium der cDglUcben philologie — privaldoceni 
Kaluia. Nencnglische Uhungeo — derselbe. 

Leipzig, WS.r EncyklopHdic der englischen philo logic — prof.Wulker. 
Gescbicbtlicbe graminatik der engliichen sprache — derselbe. Neuengliscbe fs- 
scUschaf) (W. Scott's L>y of the Last Miaslrel.) — derselbe. Englische phooetik 

— pri v>l(t occDl Tecbmer. Irische grammatik — privatdocent Schirmer. 
Angcbacbsuche ilbungen filr anfiingei — derselbe. SS. : Angel siicbsiscbe liltera- 
lurgeachichlc nebst angelsSchsischen libungen - — prof. Wiilker. Ginleilang 
in das sludium Shakespeare's nehsl erklamne von dessen Comedy of a Midsammet 
Night's Dream — derselbe. Altirische grammatik — prof. Wiadisch. loter- 
pretalion einiger neuaageUachischer iprachdenkmiiler mit gtammatischer einleitung 

— privaidocentSchirmer. Ucberbiick ilber die irische litteratur — derEclbe- 
Geschichte der neueren engliichen lltlcratur (sejt der reformation , mit auiscblosi 
Sbakespeore'sJ — privatdocenl Flilget. Einfilhrang in die gcicblchte dec 
smerikanischen litleratur — derselbe. AUenglische libungcn — derselbe. 

Lemberg. WS. und SS.: Die lehre der engtischen spracbe — lector 
Kropiwoicki. 

Marburg, WS.: Uebungen des lomanisch-englischen seminars — prof. 
Slengel. L'ebnagen in modera-engliscber aussprache — prof, Vietot. Gc- 
schichle der nllcngliscben (angelsacbiisehcn) litteratur — derselbe. Leitung der 
iibungen des romanisch-engUschen seminars, gemeinschaftlich mit Slengel — der- 
selbe. Beowulf — privaldocent Kauffmann. L'ebungen des romaniseh- 
cnglischen seminars in genieinschaft mit Stengel und Vielor — lector 
Sommer. Uebungen im ilberaelien aus dem Deutschen ins EnglUohe — der- 
selbe. SS.T Uebungen des romaniscb-englischen seminars — prof. Vletor. 
Methodik des anierrichts im Engliseben — derselbe. Cbaucer's Canlerbaij t*Iet 

— derselbe, 

MUnchen, WS, : Elnleitung in das studium Shakespeare's: kritik nod er- 
klSrung der iragd die n Othello, Konig Lear, Macbeth — prof, Bernays. Geschichte 
der engliichen litterntur im ig. jahrhunderl — prof. Breymann. Angelsilchsiscli 
fiir anflinger — prof. Brenner, Interpretation der altenglischen dicbtung Beo- 
wulf — privaldocent Kbppel. Litterarbistorische iibungen: Alexander Pope 
und seine Mil ^ derselbe, SS- : Einlcilung in das stadium Shakeapeare'i : Die 
drei koni<^(tien: pSommemachtstraum*, 'Wie es ench gef^lC" und 'Was ihr woUta 

— prof. Bernays. Geschichle der engtischen biteratnr Im mittelalter von 
1066—1340 — prof, Breymann. Inlcrprelalion von Marlowe's Faust — der- 
selbe. Enlwickelung der eritthlenden englischeii |iro5a — privaldocent KoppeL 

Miinster, WS. -, Geschichte der franifisischen und engliscben litteratur des 
17. nnd iS, jahrhunderla — prof, Kdrting. Ausgcwiihlle capilel der geschicbte 
der engliscben synlBi — privaldocent Einenkel. Shakespeare's leben und 
werke — d erselbe. Neuengtitcbe con versa tionsUbungen — derselbe. Im seminar 
Lecliire nnd crkliiTung ausgewiibUer slUcke von Chaucer's Canterbury lalea — 
derselbe. SS.: Einlcilung In das siudium der englischen pbilologie — prof, 
iglische con versa lionsilbnngen — privaldoceni Eincniiel. 
Geschichte der engtischen litleratur im 19. jabrhundert — derselbe. In der 
igliichen abtheilung des romanlsch -engliscben seminars : Lectiire nnd erklSrung 
m Byron's Don Juan — derselbe. Einfiihrung in die engliscbe granunatik — 
^etor Hase. Im seminar: Ncueogliiche Ubungcn — dericllie. 



S. Schopf, Vorlesungen iiber englische philologie ^03 

Prag, \VS. : Englische grammatik — lector Holzamer. Im seminar. 
i) Stilbtische ttbungen, 2) Lecture and interpretation von Shakespeare's Julias Caesar 
3) Lecture und interpretation von Macaulay's Essay on Milton — derselbe. 
SS. : Im seminar: 1} Stilistische iibungen, 2) Lecture and interpretation von Shakes- 
peare's Merchant of Venice, 3) Lectiire und interpretation schwierigerer stiicke in 
Holzamer's lesebuch — lector Holzamer. Englische grammatik — der- 
selbe. 

Rostock, WS. : Mittelenglische iibungen — privatdocent Lindner. 
SS. : Shakespeare's Julias Caesar — privatdocent Lindner. 

Strassburg, WS. : Geschichte der englischen litteratar im iiberblick — 
p r o f. te n 6 r in k. Im seminar : Mittelenglische iibungen — derselbe. Einfiihrung 
in das Neuenglische — lector Levy. Englische prosalectUre — derselbe. 
im englischen seminar: Litterarhistorische und stilistische iibungen — derselbe. 
SS. : Grundzuge der englischen philologie — prof, ten Brink. Im seminar: 
Shakespeare's Hamlet — derselbe. Einfiihrung in den Beowulf — pri- 
vatdocent Joseph. Englische syntax — lector Levy. Im englischen se- 
minar: Stilistische iibungen — derselbe. Hales, longer English poems — der- 
selbe. 

Tubingen, WS. : Beowulf — prof. Fischer. Englische grammatik fur 
anOLnger und vorgerilcktere — lector Schaler. Macaulay, Essays on Byron 
and Milton — derselbe. Im seminar: Englisch i. and 2. cursos — derselbe. 
SS. : Englische grammatik a) fiir anBlnger, b) flir vorgerilcktere — lector 
Schaler. Shakespeare, Richard II. — derselbe. Im seminar fUr neuere sprachen 
I. and 2. cursus — derselbe. 

Wien, WS. : Historische grammatik der englischen sprache — prof. 
Schipper. Krklarung von Shakespeare's King Henry IV — derselbe. Im 
seminar: a) Angelsachsische und mittelenglische iibungen: Cynewulfs Elene, hrg. 
von Zupitza und Englische Alexiuslegenden I. hrsg. von Schipper, b) Leitang 
philologischer arbeiten — derselbe. Proseminar: i. cursus: Formenlehre nebst 
milndlichen und schriftlichen iibungen, a. cursus: Syntax; lectiire von Knights 
Life of Rossetti — lector Bagster. XJebersetzung von Korner's Zriny — der- 
selbe. SS.: Historische grammatik der englischen sprache, II. theil, flexionslehre 
— prof. Schipper. ErkUrung der kleineren gedichte Miltons — derselbe. 
Im seminar: Mittelenglische iibungen ilber die i. version der englischen Alexius- 
legenden, herausgegeben von J. Schipper; leitung philologischer arbeiten — der- 
selbe. Englisches proseminar: I. curs.: Syntax nach Gesenius lehrbuch der 
englischen sprache , theil II ; lecture von Macaulay's essay on Lord Clive ; H. curs: 
Lectiire von Dickens' Haunted man; iibersetzung ausgewahlter gedichte Goethe s; 
syntax (fortsetzung) nach Gesenius' lehrbuch II — lector Bagster. 

W ii r z b ur g , W S. : Altenglische iibungen — prof. Mall. SS.: Altenglische 
iibungen — prof. Mall. 

Zilrich, WS. : Romanisch-englisches seminar: Vortrage und interpretation — 
prof. Breitinger. Im seminar: ErklHrung einzelner partien des Beowulf — 
prof. Tobler — Lectiire ausgewahlter reden englischer staatsmanner — privat- 
docent Kinkel. Geschichte der englischen litteratur in den vereinigten staaten 
von Nordamerika — privatdocentVetter. Thackeray's lectures on Congreve 
and Addison, read and explained — derselbe. SS. : Altenglische grammatik und 



102 Miscillen 

Kiasner. Eiufilhrung in das siudium det englischen philologie — privitdoccn 
Kaluza. Nenenglische ahungen — derselbe. 

Leipzig, WS.: Encrklopadie dec engUschen philologie — prof. WUlkei 
Ceschichtlicbe gmmmstik der englischen sprache — dcrielbe. NeuenglUche g< 
scliwhafl (W. ScoU's Lay of the Lasi Minstrel.) — derselbe. Englische pbonetik 

— privaldocenl Tech me r. Irische grammatik — privatdocent Schirmer. 
Angelaiichsi&che iibungen file anfanger — derselbe. SS. : Angelsachsische liltcra- 
lurgeschichte nebsl angelsachsischen iibungen — prof. Wtilket. Einleitung 
in dtis studium Shukcipeare's nehst erkliliang von dessen Comedy of a Midsommer 
Night's Dream — derselbe. Altirische gtannnatik — prof. Windisch. Inter- 
prelslion einiger nen angels a chischet sprachdenkmalei mil gcBmmatiscber einleitnng 

— privatdocent Schirmer, Ueberblick iibet die irische litteralur — d«rsel 
tiescbichte der neueren englischen lillemtur (seit der reformalion , mil ttxschlais 
Shakespeare's) — privatdocent FlUgel. Einfiihning in die geschichte der 
amerikanischen littecatur — derselbe. Altenglische iibungen — derselbe. 

Lemberg, WS. uod SS. : Die lehre der englischen sprache — I«ct 
KrQpiwnicki. 

Msrburg, WS.: Uebnngen des romanisch- englischen seminirs — pr( 
Stengel. L'ebiingen in modern-englischer aussprache — prof. Victor. G 
schichte der altenglischen (angeUdchsiscbcn) li\te[alQr — derselbe. Leitung det 
iibungen des romanisch-engliselien seminars, gemeinschsftlich mil Stengel — di 
selbe. Beowulf — privatdocent Kauffmann. Uebuogen des romanisch- 
engliichen seminars in gemeinschaft mil Stengel und Victor — lect 
Sommer. Uebnngen im uherselzen aus dem Deutschen ins Englische — di 
selbe. SS. : Uefaungen des torn an isch- englischen seminars — prof. Viel 
Methodik des unlerrichts im Englischen — derselbe, Chaucer's Canlerbury tiles 

— derselbe, 

Miinchen, WS.: Einleitung in das studium Shnkespeare's ; krilik und er- 
klarung der Iragbdien Othello, Konig Le.ir, Macbeth — prof. Bcrnays. Geschiehte 
<ler englischen litteralur im 19. jahrhundcrl — pro f. Breymann. AngelsaeluUab 
fiii anfSnger — prof. Brenner. Interpretation der allenglischen dicbtang Beo- 
wulf — privatdocent Eoppel, Litlerarhlstorische iibungen^ Alexander Pope 
und «eine zeit — derselbe, SS. : Eialeitung in das sindiuin Shakespeare'*: Die 
drei komodien: •Sommemachlstraum •, -Wie es euch gefSllt' und "Was ihr woUt* 

— prof. Bernays, Geschichle der englischen lilteratur Im miltelalter vo* 
1066 — 1340 — prof. Breymann. Interpretation von Marlowe's Faust — der- 
selbe. Entwickelung der eriihlenden englischen prosa — privatdocent Kiippel 

MUnsier, WS. : Geschichte der franiiisischen nnd ci;glischen littecatuc dei 
17. and 18. jahrhundertE — prof. Kiirting. Ausgewihlte capilel der geschichte 
der englischen syntax — privaldo cent Einenkel. Shakespeare's leben DDd 
werke — derselbe. Neuetiglische conversadonsUbungen — derselbe. Im seminal: 
Lecture und erkJtIrung ausgewa.blter sliicke von Chaucer's Canterbury tales — 
derselbe. SS.: Eioleitang in das studium der englischen philologie — piof. 
Korting. Neuenglische conversalionsUbungen — privaldocenl EinenkcL 
Geschichte der englischen litteralur im 19. jahrbundert — derselbe. In der 
englischen abcheilang des romanisch- englischen seminars : Lecture nnd erUamnc 
von Byron's Don Juan — derselbe. EinfTihtung in ilie englische gnkmmatik - 
lector Hase. Im seminar: Neuenglische Ubungen — derselbe. 



S. Schopf, Vorlesungen Uber englische philologie ^03 

Prag, WS. : Englische grammatik — lector Holzamer. Im seminar. 
I) Stilistische ttbungen, 2) Lectttre and interpretation von Shakespeare's Julius Caesar 
3) Lecture und interpretation von Macaulay's Essay on Milton — derselbe. 
SS. : Im seminar: i) Stilistische Ubungen, 2) Lectiire und interpretation von Shakes- 
peare's Merchant of Venice, 3) Lectiire und interpretation schwierigerer stUcke in 
Holzamer's lesebuch — lector Holzamer. Englische grammatik — der- 
selbe. 

Rostock, WS. : Mittelenglische iibungen — privatdocent Lindner. 
SS. : Shakespeare's Julias Caesar — privatdocent Lindner. 

Strassburg, WS. : Geschichte der englischen litteratar im Uberblick — 
p r o f. te n B rin k. Im seminar : Mittelenglische iibungen — derselbe. Einfuhrung 
in das Neuenglische — lector Levy. Englische prosalectiire — derselbe. 
im englischen seminar : Litterarhistorische and stilistische ttbungen — derselbe. 
SS. : Grundztige der englischen philologie — prof, ten Brink. Im seminar: 
Shakespeare's Hamlet — derselbe. EinfUhrung in den Beowalf — pri- 
vatdocent Joseph. Englische syntax — lector Levy. Im englischen se- 
minar: Stilistische iibungen — derselbe. Hales, longer English poems — der- 
selbe. 

Tubingen, WS.: Beowulf — prof. Fischer. Englische grammatik fur 
anOLnger und vorgeriicktere — lector Schaler. Macaolay, Essays on Byron 
and Milton — derselbe. Im seminar: Englisch I. und 2. cursos — derselbe. 
SS. : Englische grammatik a) Hir anfUnger, b) fUr vorgeriicktere — lector 
Schaler. Shakespeare, Richard II. — derselbe. Im seminar fiir neuere sprachen 
I. und 2. cursus — derselbe. 

Wien, WS. : Historische grammatik der englischen sprache — prof. 
S chipper. Krkl^rung von Shakespeare's King Henry IV — derselbe. Im 
seminar: a] Angelsachsische und mittelenglische iibungen: Cynewulfs Elene, hrg. 
von Zupitza und Englische Alexiuslegenden I. hrsg. von Schipper, b) Leitung 
philologischer arbeiten — derselbe. Proseminar: i. cursus: Formenlehre nebst 
miindlichen und schriftlichen iibungen, a. cursus: Syntax; lectiire von Knight's 
Life of Rossetti — lector Bagster. XJebersetzung von Korner's Zriny — der- 
selbe. SS. : Historische grammatik der englischen sprache, II. theil, flexionslehre 
— prof. Schipper. ErklSrung der kleineren gedichte Miltons — derselbe. 
Im seminar: Mittelenglische iibungen Uber die x. version der englischen Alexius- 
legenden, herausgegeben von J. Schipper; leitung philologischer arbeiten — der- 
selbe. Englisches proseminar: I. curs.: Syntax nach Gesenius lehrbuch der 
englischen sprache, theilll; lectiire von Macaulay's essay on Lord Clive; II. curs: 
Lectiire von Dickens' Haunted man; Ubersetzung ausgew^hlter gedichte Goethe's; 
syntax (fortsetzung) nach Gesenius' lehrbuch II — lector Bagster. 

Wilrzburg, WS. : Altenglische iibungen — prof. Mall. SS. : Altenglische 
iibungen — prof. Mall. 

Zurich, WS. : Romanisch-englisches seminar: Vortrage und interpretation — 
prof. Breitinger. Im seminar: Erkltlrung einzelner partien des Beowulf — 
prof. Tobler — Lecture ausgewUhlter reden englischer staatsmanner — privat- 
docent Kinkel. Geschichte der englischen litteratur in den vereinigten staaten 
von Nordamerika — privatdocentVetter. Thackeray's lectures on Congreve 
and Addison, read and explained — derselbe. SS. : Altenglische grammatik und 





Ti . prol dr. Watdt kMtirer ii 
It bimI OTr d cB dvrdi vonrige. t e fe r i e bmI I dnir g ■ 
1. Vortrige. 

Znr aolaOBg in die lektare: 
*) (Mmiebrer dr. Pud : Der t 
b] Dr. Kiuen: Farmeiilehre de> 
Obdlebrer dr. Fen>ov - Retsri>eridit Sbcr B 
Scfanlrorstehet F. lugger i RFu^>cnebt iber VSaramA, q>eddl Kopenliagcii. 
Prof. dr. WeDdtt Ein besDch Ksf den ■« " ■ ■■—"'">*'"«■ iu^. 
ObeH«hrcT dr. Panl : Holberg't Iri>en ond verke mr onleitang der IdctirC), 
3. Referate. 
Dr. Custeiu: Dif wi»eiisclufilicbe slndinin der dcbctcd spncben as der 

muTcrdtit Cambridge •En^ische stodien*!. 
Oberlebrer dr. Femov : • Shakcipea^e and Siakspcre. Znr geneiii der 
Sukexpcare ' dramen. Von gnf Vtuthitm mn Eelutadt- Stattj^u^ 
CoOa'ccber Tertag tSS8*. 
In T(£elmiiRger fotge referirten die herren prof. dr. Rambean fiber •KomamKi, 
proL di. Wendt Sbcr •An^iai. dr. I.ange uber •Hionedsclie sTndien- trad dr. Cantenc 
iiber •Englische itodien*. 

3. Die iekture beschsfdgte sicfa ndl dem DankclieD. Celesen nurden im 
lommer Hottmp'i -Gjcnboerne'. iin ■■inler Holberg"' "Den polidske kandstSberi 
and tbieos 'Den foikef)ende«. Im aonuaer>eine£leT 1SS9 wird der verein Chancer. 
The CanWrbnry Tales leicn. 

4. Leserirkel. Der verein halt in idnem lc>eiirke! die hervorragcndileo 
zeibchriftED anf dem gebiet der franioslschen nnd englischen spnche and lileranir. 

Zom dritten sllgemBinen denschen neuphiloiogentag entsandle der verein 
herm prof. dr. Wendt mil dem anfbage, be! alien den neuspracb lichen nntoricfa) 
betreSeDden fragen dco verein ioi sinne riner bnocnenen reform in vertreten. 

Der voritand fiir dai n^hste semester nird bcslehcn aus dec herm 
dr. Schnell vorsitzender and biicherwari . dr. Nisscn («ie11vertr. vordtieodet], 
dr. Bontel [scbriflfulirer . prof. dr. Wendt {kassirer,<. J 



DER VEREIN FUR NEUERE PHILOLOGlE IN LEIPZIG. 
Der verein fQr neoere philologie in Leiprig wurde am 13.- November 1S8S 
gegrilndet. Die aniabi der mitglieder belief sich im vcreinsjahr tSSS— S? anf 37. 
Es warden $ sitmngen abgehallen. in welchen. an»er kleinen nuttheilungen, 
besprechungen n. s. w. folgendc herren vortrige hiclten : 
II. litiung, II. December 188S 

Prof. dr. ^Viilker Berichl iiber den dritten neaphilologentag m Dresden, 
in. siCiong. S. Jannar 1SS9. 

Prof. dr. Knaaer: Cber Lady BlennerhassetC's bnch^ Fraa von ScaEI, ihre 
freunde und ihre bedentong in polilik nnd licteratnr. band I DDd II. 
Berlin 18S7. tSSg. 
Qberi ehrer di. Wycbgram: Heimicb von Kleisl and seine froniosiEchen v 




J 



J. Sehipper, Nlcolans Delias 



f IV. sltnmg, IZ. Febniar 1S89. 

PrivHtdoient dr. Flilgel ; Sir Thomas Elyot, The Bolte named The Goiier- 
nour (1531). 
V. sitznng, iz. Marz 1SS9. 

PrivMdoient dr, Sehirmer: Swift's pqlitischc Ihatigkeit in Irlsnd. 
Im sommer 1889 fanden iwei iwanglose vereinigungen ohne vortrSge statt. 
Der vorstand des vereins besleht aas den herren: prof. dr. WuIIter, erster 
vorslHender, prof. dr. Knaaer, slellvertretendcr vo rsi Bender , dr. Londmnnn, 
enter schriftfithrer, dr. Fritzsche, stellvcrtrelender achriftfiihrer. 



Leipzig, Decembe 



iSSg. 



R. Wulkei 



7 NICOLAUS DELIUS. 

Nicolaus E)eliu3'], den man nicht mil nnrecht den begriinder der englischen 
philalogic in Deul&chluid nennen kann, insofem er wohl der erate universiltiH- 
lehrer war, der in regelmtissigrr wiederkehr vorlesungcn liber die wiehtigsien 
gebiete dieser wissfnschaft an einer deatschen univcrsittit hielt und durch seine 
kritische ausgabe der werke Sliakspere's wie durcb seine Utterarhistoriachen nnter- 
suchnngen liber dicseiben die philotogiscbe seite des studinou der engliscben 
litleraWrdenkmHler rait nacbdniek in den voiyiergmnd stcllte, ist am 18. Nov. 1888 
zn Bonn im alter von 7<i jahren aus item Icben gescbieden. Es war ein reiches 
gelehrtcnlebcn , voU emsiger, fmcbtbrin gender arbeit nnd von einer vielseitigkeit 
des schaffens und wissenschaftUcher interesEen. wie es in nnseren tagen der 
(pecialisirung gek-brter stndien nur noch seltcn angelroflen wird, welches mit 
seinem hinacheiden lum abschluss gelangt ist, ihm abcr fur alle leiten cinen 
ehrenplatz in Her geschicbte der neueren philolo^e gesichert hat. 

Docb nicht bloss von den bemfagenossen im cngcren sinnc wird der lod 
dieicB hervorragcnden mannes Cief beCrauert werden. Delina gchorte vielmehr 
in denjcnigen gclehrten. welche die «oh5oste aufgabe der wisaenschaftliehen 
fortchnng darin erblicken. die reanltale dersclben alien gebildeten stHnden der 
nation xa^nglich zu machen. 

In diesem sinne iinlemahm and bearbcitete er seine Shakspere-ausgabe, die 
seinen namen sowohl in Deutschland alien denen, welehe die wcrke de* grossen 
engliachcn dicbters im original m lesen im stnnde Bind, wie auch in England 
selbst nnd Uberall, wo die engliache spracbe gesprochen und veratanden wird, 
bekannt gemacht hat. Deon die deutsche Shakspere-aosgabe von Delius erfrcnt 
sich aneh in England in textkritiacher hinsicht ncben den editionen der hervor- 
ragcndaten einhelmiscben for^cher eines aolchcn ansehena. dasa der text deraelben 
von Fnmivall mit bewiUigung des herauagebers einer wcil vcrbrciteten , billigeo 
engliachen volkaausgabe. dem sog, Leopold Shahspere, zn gninde gelegt wurde. 
Abgesehen von dem schon hieraiis erkennbaren, hervorragenden philologischen 



') Dieser nekrolog wurde zum tbeil scbon in dem litterariachen iheil von 
l^user's rAllgemciner knnstchronik ■ (bd. XII, no. 47) wenige tage nach Delias' 
tode verQITentlicht Er erscheint jctit hier in erweiterter niid mehrTach abge- 
finderter form. !■ ScK- 




308 Miscellen 

werlhe tier Deliusschen Shakspere-auigabc, die luersl 1854 — 6( in siebea banden 
eiichifn, imd von der naa bereits die fiinfte (iteieotypirte) ansgabe ltS8l) in iwei 
binden vorlicgl, beniht die bedeutung derseiben — wodurch aiioh in mtet lioic 
ihre weitc verbreitung in Deulsehland bewirkt wuriic — in den lehrreichen, fiber 
die alten nuigaben und das qneUenverhaltniss der eimelnen stiiciie aiimtireDden, 
deutsob gescbriebenen cinleltungcn and den vortreRflicben, alle textkritischeii and 
inliBltlichcn schwicrigkeiten crkUienden deutacbcn sniuerkungm lu deoictbeli. 

Von nichl geringerem werlbc sind far alle, welcht sicb. nicht blois fllr die 
werke, sondern auch filr die person Shakapere's interessiren, die im onhangc ma dit 
dramcn mitgelheille Itnire , dnrcbaus nur an das that»achlicbe sicb haltende bio- 
grapbie dea dicbters, sowie die vollstandig und worCgetreu abgedmcktcn, aaf das 
Uben dcaselben beiliglichen docuraenle. Wee dicse atifroerltsam durehliest, 
den zerfallen die unsitinigen theorien sofort in nicbts, welcbe in Amerika, Englaad 
und in neuester leic leider ancb in Demschland theils ron harmloseii, irr 
leitelen, theQs abcr aucli — und es ber.icbt sicb dies anf cine amerikaiusche 
publication ncuesten datums — von scbr spccnlativen, Itlingendem litterarischcn 
gewinn nachjagenden dilellanten enonnen worden sind, um dem grossten drunatilcet 
aller leiten den lorbeer vom hanpte lu reissen ond ihn in einem blossen st 
mann Bacon's and zu einem leeren strobkopf- herabiuwilrdigen. 

Anf Shakspere beziebcn sicb aucfa die meisten anderen philologischeo and 
litterarhistorischen arbeiwn, die von Dclius. sei es in bcsondcren monographic. 
;ei es im Jabrbuch der deutschen Shakspere-gesellscbaft, dcren mitbegrtinder, Iu)(^ 
jahriger priisident and scbliesslicb ebrenprSsident er war, heraosgegcben wnrden. 

Doch damit ist das reicbe gebiet seiner wissenachafllichen thatigkeit keii 
wegs erscbopft. Delius ging vom sCndium dea Sanskrit aus; seine crsllingsschrift 
bandelt fiber die PrSkritmundart. Erst spiiter wandle er sich dem studium det 
Engliscben und der romanischen spracben zu, Auch auf diesem tetztgenannlen 
gebiete gehiirte er m den bervorragendsten gclehrten und veroffentlicbte fiber 
altfraoiosiacbe, proven^jaliache nnd italienische spcachdenkmiiler werthvolle arbeilen. 

Daber bat es ihm an ehrenvollcr anerkcnaung im kreise seiner facbgenos 
nicbt gefehlt. Officielle auszeicbnongen sind dem hervorragenden. in jeder liin- 
sicbt unabhiiDgig daslehcnden. nicbt sehr PreusseD-frenndlichen gelehrlen frctKeb 
in geKngcrer und saumseligerer weisc zu theil geworden, ab seiner bedentant 
gefaillirt hatte. 

Von scinen lahlreicben arbeilen seien erwahnl; 

Radices pracriticae. Bonn 1S311. — Die aosgabe des Macbeth. Bremei 
1841 — Die Tieck'iche Shakapere-kritik. Bonn 1S46, — Der mylbus von 
Shakspere. Bonn 1S51. — Shakspere-lexikon. Bonn 1852. — Ueber das 1 
liscbe Iheaterwesen lu Shiksperc'i zeit. Bonn iSjj, — J. ?ayne Collier's allt 
hand sob riftliche emendationen in Shakspere. Bonn 1853. — Die grosse kritische 
ausgabe der siimratlichen werke Shakapcre's, Elberfeld 1854^1861, 7 bdc; 
nachtragen 1865; jie aosgabe {stereotyp.! rSSi. 2 bde. — Pseudoshaispere'scbt 
dramen, 5 hefle. Elberfeld, 1854. — Zablreiche werthvolle abbandlungen in 
Jahrbuch der deutschen Sh akes pea re-ges ells ch aft , von denen jeder der 23 jahr- 
gSnge mindestens eine, manche mehrere arbeilen von Delius enlhallen. Dicsclbet 
sind ancb gesaounelc erschienen unter dem titel: Abhandlungen zu ShaJspere 
Elberfeld 1878. Nene folge 1888. 



k i 



J. Scbippcr, NicoUos Dtii 



3<>9 



Ans dem gebiete der romuiischen pliilologie: Anig&be von Wace's sltfnn- 
lotischer dichtung "SBint-Ni colas o, Boim 1850, — AoEgmbe provensalUchcr licder. 
du. 1853. — Eiae eingchende receDsion von Diez. Grammatili der romoaiachen 
spnchen in Eberts Jahrbncb. bd. I. 350^,. bd. IX, giff.. woff. — Der wrdinische 
dialect des 13. jahrhundertB, Bonn lS63. — Anteigcn der uusgube des Don 
Quijale von Hdrtienbnsch (Ebcrls Jahrbncb bd. X. 119IT.) and der schauspielc 
Ton Lope de Vega, ilbersetit von M, Ripp (ib, bd, XIII, 391 (T.,. — Dante's Divina 
eommeditt und Branetto I-atini's Tesoretlo, Jahrbueh der deiltsclien Dante-gcsell- 
schaft, bd. IV, 1— 13. 

Besondcre erwahnnng vcrdienen noch seine gedichte, die iwar seiner jugend- 
lelt angehoren, — sie erschienen in Bremen bei J. G. Hejae im jahre 1853 — 
aber bei eincr wcnn anch noch so Icunen charakteriitik seiner ebenso \ielseitig 
als bedenlend angelegten pcrsdnllchkeit nicht Qbergangen werden dUrfen. 

Da dieselben den meisten lesem diescr zeitschrift nnbekannt sein mogen, 
so wird man es mir hoflentlich dank wissen, wenn Ich bier einige proben sowobi 
bomoristischen wie auch emsteren inhaltei ans den gedjcbtcn von Delias mittheile. 

Das lUDiichst hier folgende dilKte noch wiihrend dec studentenzeil oder 
bald nachher entstandcn seim. £s af betitett^ 

Der gesang auf Noaneii\verth. 

Anf Nonncnwenh im Rheinc erbob sich fromraer sang, 
Der ans der klostcrkirche allabendlich erklang — 
Die slimmen gottgeweibter jangfrauen, hell und klar, 
Sie drangen fiber's wasser, wie laut sein rauschen war. 

Und drUhen auf dem feleen, dem schroffen Roiandseck, 
Da sass der reis'ge ritter, der Saracenen achreck, 
Da Unscbt' er dem gcsange, der aus dem klostcr scboll, 
Dass bei dem holden klange das arme herz ihm schwoll. 

Vor allem cine stlnune, die am dem chor sich bob, 

War's, die mit siissen banden das arme hen umwoh ; 

Er hatte diesem mnnde einst naher wobt gelauscht 

Und knss nm koss mit ihm wohl und schwur um schwnr getausc 

So tag ein stetes mahnen an einst genoss'ne Inst 
Mit diesem hellen tone ein in die dnnklc bmst. — 
Nie mehr 7,n blut'gen fehden stieg er vom (els herab, 
Dem fromnien saiige laiischend. iank er ins spate grab. 



Auf Nonnenu'crth im Rheine erhebl sich frober sang 
Von techendeD Btndenten bei bellem becberklang; 
Sie klingen und sie singen im alten kloslersaal, 
IJnd dnrch die offnen fcnster fdllt abendsonnenatrahl. 

Udd drilben anf den inlmmcm von Roland's atoliero ban. 
Ua ateht mit ibrem gaiter die schonste Brittenftan; 
Mjlord verwilnicbt daa singen, das ans dem klostcr lehalll 
L'nd in mylady's buien romantiscb widerhaHl. 



1 



jio Mi«ellcn 

Ins Kolandsccker wirthshnus tritt dann das engliachc psar; 
Mylord ging bnid lu betle, so achlairig wle er war, 
Mylady aber wiude deshaJb die leJt niclit Ung: 
Sic Ittuschl' am oflnco fenater dem locfcendco gesaag. 

Und lauter iiber's wasBcr scholl ber der sauB und braus, 

Und spater ward's und finstrer, docb lehnt sic lum Tensler hinaos; 

Von nie empfundncr sebnsucht ihr zartes herz entbrennl, 

Und leise, leise seufit sie: O, war' ich cin student! 

Das folgende fonngewandte , huraorisliscbe sonett isE charaltteriatljcli StK 
«eine abneigung gegcn Berlin, die so stark war nnd blieb, dass er seit selnem weg- 
gangc von dort sich nic wicder l^gere zeil daaclbst aaFgehalten hat and in der 
rcgel anf fcUriestem wcge von clnem bnhnhofe tarn anderen fuhr, wenn er ge- 
ndthigt war, aaf seinen reisen die stadt lu berilhren. 
Berlin bei nacht. 

O sage rair, wenn du's vcrmagst lU sageo: 

Wann iit die beste zeit, Berlin £u sehen? 

lafa wenn bei Eoa' rosigem erstehen 

Im morgenllchte seine knppeln ragcn',' 



I 



lat'a wenn die glnthen in senkrccbten lagen 
In leine breiten sCrassen niedergehen, 
Und hoch empor des steubes wirbel weben 
Um mittagszeit an hci&scn summertagen ? 

til's wenn des abends letzte sonnenslrablen 

Mit reaem, die oin horizonte brennen, 

Die dicber und die thilrme roth beraalen? — 

Die leit, Berlin lu sehn, will ich dir nennen: 
Nachti ist's. wenn mond nnd sleme fort sich stahlen, 
Und wenn sicb nichts, aucb gar nichts, liissi erkennen. 



Das nachste gedicht miige zeigen, wclche gesinnnng ihn seiner vateTntdt 
Bremen gegeniiber beseelte, der er auch, wie wir crfahren, seine bibliolbek vei- 
raacht hat. Es ist betitelt ; 

Bremsns ruhm. 
Wenn henl e!n geist hemiederstiege. Verwandelte gefilde griinen 

Ein »lter deuncber Chaucenheld, Ringaum so weit rocin aagc schant; 

Der EU der zeit der Hermannssiege Und jene siunpf- und haidewtlate, 

Gehaus't anf nnaerm Brem'schen feld. Die iintcr unserm tritl gcbebt, 

Der wOrde wohl, aufs neu' verschlagen Sie ward lu cinem schaugeriistc, 
An seinen alien Weseratrsud, Draaf stolz sicb eine stadl erhebt 



Verwnndert urn sich schau'n und fragen 
Wo bliebest du. mein vaterland? 



Wo wir der armutb stillen frieden. 

Zu fern der rbm'schen litndergier. 
kahlen dilnen, Bewahrten, fromm nnd abgeachieden, 

n wir gebautf Von wetchem leben rauscht es hi«r! 



^ k. 




Blieb unvergeascD, unverloreD 
Uns deine hinterlassenschaft. 
Dei gliickea and des lleisies gaben, 
Wohl hiuften wir «ic emsig hier, 
Jedocli iIbs bestc, was wir h»ben, 
O valer, euch verdnaken's wir. 

Koch weht ein haucli von enrem gebte. 
O viiter, iibcr euren gfund, 
EKe als gerechteate iind freiste 
(lemittneii pries dc5 Romera mnnd. 
Ja, stieg' ein Tacilus liemieder, 
Hier fand' er. wic in Jter leil, 
Nocb beut die alien aehiitie wieder: 
Die freiheit und gerecbtigkeit. 

Welches den scblasa dieser blnmenleie 
winters oder in endc dc^ berbstei, um 
ja anch aus dem leben geschieden ist. entitanden und 
acbieilignm ilesaelbea an das irdische dasein: 

I ende geht d«i jabr, nod zu erkalten 
i;beint die natnr, die jUngsC im glanz der milden 
1 lerbstionne nocb gtgtiint; am bimmel bilden. 
Die graaeD wolken finstere gestalten. 

I He nebel hllllen nocb in ihre fallen 
Den winter; bald brichi er in seiner wilden 
Nacktheit herv(.r nnd wird aaf den geMden 
Siogreich ala hemeber leinen einzng halteu. 

1<A lache dieter ieieh«n, die anf erden 
So drobend annahn nnd am hinunelsbt^en 
Unheil der welt verkiinden and besehwerden ; 

Der nebel lach' ich, welche mich amwogen: 

Mir ist — and will's aucb dnio»»eti winter werden — 

Siegreicb in'a hen der frilhling eingezogen. 

Jeber den Stuseren lebeosgong des dahingeschiedenen, der nnTermUilt blieb, 
■ndg tn bericbten. Geboren war cr am 19, September 1813 za Bremen nnd 
''snunte einer vomehmen dortigen kaafmannsfaouHe. Ei bewahrte leiner 
•ntkdt, wo er alljahrlich mehimais seine zatilTeiche nod angeiehene verwandt- 
ift benichte, stets die treaeste anliiinglichkeit. Nach beendignng *einei nni- 
ftltHtadien, dencn anf er den nniversittilen Bonn, Berlin and wieder Bonn obla^. 
QUrte er lich 1841 in Berlin, war dann 1844 — 45 ak mitredacteur der dam 
..-gcgrdndcten Weserieitnng in Bremen thitig, nnd siedelte von da 1846 
(ICdoccnt oMb Bonn iiber, wo er 185J zam aosKerordentlicben nnd, wenn ! 
HlfR, ent 1867 mm ordentlichen profestoT emannt wnrde. Bis 1880 hal 
■• ebeuo anregende nU fmchtbare lehrthiitigkeit entfaltet, die uc^ 



313 Miscellcn 

fast alle gebiete der romnnisclien tind engliaohtn pliilologie erslrecklc. Gtschicbw 
der engliscben litterator war jedenfalls seine bcdentendste vorlesnng. Dame war 
in spllteren jahrcn, nachdem cr infulgc seiner schwerhBrigkeil aeine profesiur 
niedergelegt batte Ibd wckhem anlnsse cr mm geheiinen regieroiiEsralh enuuun 
wcrdel nnd nar noch vor einem kleioen kreiae van £uh6reni als hoaorarprofeuoi 
in seiner wohnting voHeanngen hielt. sein liebling&stadinm, 

Mancbe unler deo jetzigen vertretem der eagtischen and rumanischen phi- 
lologie auf deutscben universitnten warcn seine scbUlei; mchrcre daruntcr, lo 
such der schreiber dieser leilen, erfrenlen lich seiner warmhertigen , trenea 
frenndscbaft, 

Wabrheit, geradheit, anfrichtigkeit, verbnaden mit heneaagUte, darin beiland 
der gmndziig seines wesens. Von grosster bcBcheidenbeit in der ncrlhichlitEiuig 
seiner eigenen leistungcn, slels lu wnrmer ancrkennung frcmden vcrdienstes beretl, 
war er docb ancb rait gegrtindetem tndel nicbt zurQckhnIlend , den er aber nic 
in vcrletiender form anssprach. Ueberbebung und pedanterie wnreo ibm gleich 
sebr znwider. Ein pbiltslcr ist er nie gewescn und ancb im hohcn alter Dicbt 
geworden. Gem unlerhicli er aich mil facbgenossen Uber wisseiwchafllicbe ftogen 
and wasste d'a^ gesprilch dana in gelstvoller and anregender weise ra lenken; 
docb war er als ein ecbter gentleman weit entfenit von der tactlosen art gewisser 
fanstiker der wiasenscbaft, welcbe nicbt nmbin kiinnen, jederzeit und allcnihalben, 
unbckiinunert um die nmgebung und die gcsetUchait , in der sie sicb beKnden, 
ihr lichl leucbtco m lasien. Im personlichen Tetkebre war er von einer liebeu- 
wiirdlgfccit, wie sie mir selten im leben begegnet ist. Scbon der beiterc glcich- 
mntb, womil er das Iclden seiner schwerhsrigkeit ertmg. obwobl es ibn, dcD 
fllr cine freundlichc geselligkeit so sebr beanlagten, docb oftmals hindcrtc, lich 
doran zu betbeiligen, musste flir ibn einnebmen. Nie sab man an ihm cine 
nnzufriedene miene, ivenn er der unterbaltnng in einem grossereu kreise nicbt 
folgen konnle, nad wie herzlicb blang sein scbliesslicb in ein von bebaglicluler, 
zufiiedensler stimmung zcugendes, Ibm unbewnsstes leises singen austonendes 
lachen, wenn ihm der lunichst sitiendc ein schen- oder wiliwort, welches ibm 
entgangen war, mittbeiltel 

In seineu lebensgewohnbeiten war er troU seines bedeatenden vennofrem, 
welcbes ibm jcden luxua geslattet bfitte, von griisster einfacbbeit. Als ieh in 
Bonn stndirte und nocb jabrzehnte spfitcr bewohnle er dieselben iwei, freilich recht 
geritumigen and hubsch eingerichleten limmer, die er achon als student inne ge- 
habt batte. Dort konnle man ibn zu beliebiger zeit anfsuchen and ein jeder seiner 
luhorer fund dort die bereitwilligste nuakunft und anweisung in alien fragen and 
zwcifeln, die ibm bel den erslen versncben wissenscbaftllcher production aofsteigcn 
mochlen. Doss cr die stndenten besondcrs an sicb berangczogen bittte, kann mas 
freilich nicbt bebauplen. Fitr einen derartigen innigeren vcrkehr mit ihnen w«rUm 
docb seine schwerborigkeil in binderlich. Um so berziicbcr nnd uacbdrilckllckcr 
nahm er sicb daftir aber derjenigcn an. von dcncu er nach Tollendnng ihnr 
stndien ein feraeres fortschreiten anf dem felde litterariscbcr tbiitigkeit ertiotka 
m kennen glaable. Wie innig und fcst er dicsc an sicb zu ketten whmW, Am 
m6gen die folgcnden zcilen beweisen, wclche mein college and nniversiti Uf reBBd 
prof. dr. B, ten Brink nach dem ablcben des verebrten mannes ans diesem tabM 
an mtch richtete, worte, die mir wie ans der seete gesprochen sind mid daiA 
deren Terdffentllcbnng ich mich kciner indiscretion scbuldig in machen ^utbe: 



ich am besten. 

gcrisseo: jcne 
er verchrungs- 
me tbeiln shine 
m gelnngeaen, 



F, Bischoff, Luilwig llcrrig 

• Was wir beide an ihm verloren baben", schreibl cr, "wiflsen Sie iint 

Filr mich hnt sein lod cine greise unit nk zu ersetzende lUcke 

treue und durchaos nneigenniitiige freundschaft, Tcrbundcn mit ( 

wUrdig^eit des alters and der eigenschaft eines lebrers. jene wai 

an memem ttrebcn and arbeitcn, jene anfrichtig;e frcnde an allc 

jene — nan. Sie kisnten ihn jn aclber ebenso gull Er war cin mann von der 

ait, die lelder immer seltener wLrdr gnindgelehrl, aelbatSndig, bescheiden, liebens- 

urtlrdig — jeder loU ein biedermann". 

Wis ich in ticfer wehmnlh auf die von sieinen angebiirigen mir Ubersandte 
todesanieige blkke, sieigen seine bis in sein hohes alter classisch schonen ge- 
sichtsnlge, seine slattliche, ebenmassig gebaate gestatt in meiner erinncning auf, 
nnd ich aebe itin vor mir, wie er rUstigen schrittcs nocb vor weojgco jahren 
bier in Wien, wo cr oft und gem weilte nnd manche freunde halte, mit mir die 
ans frUberer leit ihm licb nnd werth gebliebenen atStten, die Hohi 
Kablenberg, Vos!an u. s. w., besnchte. 

Nach Iniriem krankenlager ist er nnn sanfl in Bunn entschlsfen. 
licbei erde wnrde acine irdische hilUe znr rnhc bestattet. 

Mit alien dencn, die in Bonn und Bremen trauemd an seiner bahre standen, 
beklagen seinen tod zahlreiche achQler and fachgenossen , die dnrch 
schrift von ihm reiche belehrung cmpfingen nnd ihm dafUr uitlebenl i 
wkrmes andenken bewahren werden. 

Doch aaeh mil ihrem dereinstigen hinscbeiden wird die erinnernng an Delius 
nicht erloschen. 

Er lelbst hat seinen namen mil den weiken di 



Gtadinm er c 
Uberiiefert. 

Wien, i 



besic 



theil J 



1 lebcns gewidmet hat, der 



t LUDWia HERRIG. 

Nachdem im Herrig'schen •Archiw, band 83, heft t, eine ausfuhrliche lebens- 
beschreibung des verblichenen an! der feder Seines bewithrten frenndes 
arbcilers Imm. Schmidt eraebienen ist, kSnnen wir una in dieaen bliittern auf einen 
knnen iibeiblick seiner ansseren schiektale und des inneren entwickehingsgangei 
bescbriinken. der diese1b«n tbeils lur varauasotinng hatle, theils selbst mit bedingte. 
Am ts. Mai 1816 wurde Friedrich Christian I.ndwig Herrig in 
BrHunachvreig geboren, und bis za selnem inde ist er ein treoer Braanachweiger 
gebliebcn, Alljshrlich kehrte er in spSteteo jahren in die heiroathstadt lurttck, 
aus der er aich auch di« Irene lebensge^lirtin geholt balte, die ihn jetzt als witwe 
beweint; dort hat er seine illteste tochter verheirathet und (iort besass er bis za 
sein«m lebeusende ein haus mil garten. in dero er einen tbeil der sommermonate 
tniiibringen pflegle. Sein vater, Christian Gottfried Herrig, war beriogiicher 
kammermusieus und inhaher der hofmnsikalienhandlung. 

Michaelis 1S34 bestand Herrig an dem obergymnaaiuni seiner vatersladt di< 
damala ent neuerdings eingeftlhite abgangsprilfang, Ein gewobnlicher abi 

1 hentigen stnne dea wortea aber war er nicht. Seine umfsssende lembegierdi 
Irieb ihn, im letztcn halbjabr vor der entscheidenden priifung an dem Collegium 



imaa>>^^H 

indeB, .^^^^^ 
rt nnd I 

i 




3U 



Misi 



Carolinum in Rraunschweig , ausser den iiblichen fachem, ivie sie je<ler abinuienl 
mm exaraen braucht, bei deni director der humanisdsclien ahtheiluog, hofralh 
dr. Petri, vorlesungen Uber Aeschylos, Thiikydides, Juvenal, giiechische litter 
gBschichte, HebrSisch und Arabiach lu hiiren. Nebenbei beschaftigte er sich mil 
Franzdsiscb , Englisch, Itolienisch and Spaniscb, und betrieb nnter leituufi da 
professors Griepenkerl Sslhetili, psychologie nnd beredCsaiokeit. Auf der un 
sil£t beschiiftigte er sich neben cissshcher pbilologie hauptsSchlich mil theologie. 
Er studirte lunfichsi von michaeliB 1834—1835 in Gottingen, brachle hier&uf dm 
semester in Halle zu, and kehrte ostem 1S37 nacb Gottingen znrllck. om dort du 
aechsle semester zaznbringen. Wenn auch in diesera semester von stiidiren wenig 
die rede gewesen sein mocbte , <lenn ilie ausweisimg der Golliiiger sieben hatte 
auch Herrig wie die Uberwiegcnde niehnahl stiner commililonen stark in 
leidenschaft gezogen. meldete er sich doch zum theologischea examen nnd be- 
sland es am 1. September 1837 in Wolfenbiittel. Die redneriscbe begabnng, die 
ihn sein games leben hindurch in so hervorragender weiae auazeichnete , 
schoQ ia scinem damaligen leugniss rilbmend hervorgehoben. Sie von der k 
herab zn bewiihrea hatte er mehrfach gelegenheli, namentlich in der brttderldiebe 
seiner vaterstadt. Indessen Eoltte er ciicht ein prediger werdea. Schon im winter- 
halbjahr 1837 — 38 fand er ala hiilfalehrer bescbliftigong an dem CBlharineum, den 
oberg>inna5ium seiner vaterstadt, das er selbst als schiiler beaucht hatte, nnd an 
I. (Iklober 1S38 wurde er nn derselben anstalt fcst otlEeslellt mit einem anfangi- 
gehalt von 200 thalem. Durch seine dissertatioD >De Pelagii doctrina", in 
er die forte ntwickelung der pelagianiachen aoaichten in der neneren philosoplut 
von Kent bis Hegel verfolgte. erwarb er sich an der Tlibinger universitilt d*> 
doctoidiplom. 

Hiermit batten seine beatrebnngen auf theolo^schem gebiete ihren abschlmt 
erreicht. Er wandte sich aosachliesallch der lehrthatigkeil zu, und in dieset e 
gebiete. das er bis dahin nur nebenbei beriicksichtigt hatte, Angeregt von 
fessor Vulleju5, der seine hervorraEende begabung fiir die atieignatig der neoeica 
sprachen kennen geiemt batte, ats Herrig noch als abitnrient bei ihm Englbd 
trieb, beauCzte er eluen ISngeren urlaub, um in England selbst sich mit der spr 
Buch jene eingehende kenntnisa von land und lenten aniueignen, die spiteriuD 
seinen unlerricht so anriehend und fruchtbat machen 5ollte. 

Seine im jahre 1S41 erfulgte verheirathung mil Johanna Zwilgmefcr, 
der tochter eines fabrikanten in Braunschweig, veranlasste Herrig, oof eine vei- 
bessemug seiner ausseren lage bedacht zu aehmen; dean schon damals w«r ei 
sein unerscbiitterlicher gmndsatz, dass ein mann sich beCrelTs der beschniTung der 
Susaeten lebensbedingungen filr sich and seine familie not auf sich selbst v 
lassen durfe, Er tnig daher kein bedenken. sein geliebtea Uraunschweig zu r 
lassen und nach Elberfeld iiberinsiedeln , als sicb ihm an der dortigen re«l- I 
gewerbeschule eine mit Soo thalem dotirte oberlehrera telle bot. Wie allgetodl 
die liebe und achtung war. die sich Herrig wahrend seiner kurien lehrthiUi^eeit 
in Braunschweig eruorbcn hatte, beweiat der Qmstand, daji^ Ihm beim si^ieida 
Ton seinen bisherigen collegen ein silberner ehrcnbecher gcwidmct wnrde (filt 
ente in der atatllichen reihe von geachenken abnlicher art, die In apatereo jal 
sein zinimer und seine tafel achmilckten), uiihrend die zdglinge des braunschwaifh 
schen Catharineums ihren jugendlichen lehrer durch einen fackelzng ebrten. 

L'm den ansseren bedingungcn 7ur Ubemahme der unter preussischer (Aot- 



¥. Bischoff, Ludwig Iferrig 1 1 c 

verwattang stelieDden nberlehrerstelle in Elberfeld xu geniigen. unlenog sich 
Hen-ig am i6, Augnat 1S42 dem examen pro facultnie docendi in Banii. und cr- 
warb dabel die x'olle fncullaa in der religion, im Deutschea. Franzosischen und 
EngliiChen ; die facultas bis lertia im I^teinischen, sowie in der gesdiichle nod 
geographic. Neun jihre lang wirltle Herrig in KlbcrreM, und der eifer, rail dem 
Ecine ebemnligeu schiiler bus Elberfeld sich im vorigen jahre an seinem sojiibrigen 
lehcerj ubililain betheiligten , beweiel, dass aein wirken ein gesegnetes war. An 
wiBsenschaftlichen arbeitcn lieferte er 1845 eineo im schnlprogramni erschicneneu 
• Esany on Merlin. tlieMngicinn". der in Herrig's "Arohiv, bd. I, 5.354118461, 
besprochen wird, Im biindc mil lleinrich Viehoff, den Herrig 1841 in DBs- 
seldorf kennen gelemt hatte, begriindele er 1846 das "Arohiv fill das stnditim 
der neucrcn spracheo", von dem bLs heute in nnunterbroohener aufeinander- 
folge 82 biiadc erscliienco aind. Der iwbc1< der nenbegriindelen zeilschrift war, 
neben der forderung der wissenschafi auih dem unterricht dienitbar nnd niltzlich 
zu sein, die uciten Itreiae der in den neueren sprachen unlerrichtendcn lebrer 
mil alien neaereo craeheinnngen anf dieaem gebiete beksnnt in raachen und ihnen 
zugleicb gelegenheit zu geben. ihre eigenen arbeitcn nnd untersncbungen zur 
kenntnias der fachgenossen m bringen. Zunachsl erschicn dns -Archiv" aU viertel- 
jahrsichrift van 1S46— 48 im verlag von Julius BSdeker lEIberfeld nnd Iset- 
lohn). 1849 ging es in den verlag von George Westcrmann in Braunschweig 
liber, in dem es atich nach dem 1S79 eKolgten tode des begrilnders der berUhm- 
ten firma gcblieben isl. Von nun an erschicncn jShrlich S beftc und Herrig iiber- 
nabm, nacb dem rxtcktriit VichoiTs von den redactionsgeaDhifften, die alieinige 
leituog des blattes. 

1>ie arbeilslasi, die ihm daraus erwucbE, verbunden mit seiner aonstigen viel- 
seitigen thiitigkeil {1839 war er der toge in Bran nach weig beigetretcn and ibr hat 
er bis la seinem lode einen schr belriichtlichen iheil seiner zeit gewidmet;, 
macbt es erkliirUch. dass er dem ■Archiv nur noch von leit ta tail kurze be- 
sprechungen einzelner engiischer dichter, wie Shelley, Beu Jonson, Beaamont und 
Fletcher, widnien knnnle, F.nt im iz.. 13. und 14. hande des tArchiv" erschicn 
von ihm eine reihe eingehender abhandlnngen Uber die in Deutschland Jamais 
sehr wenig bekannle litleratur von Nordamerika, sowie Uber die eigenartige 
cntwickeluDg des amerikaniscben Engliach nnd der hbberen bildungsanatalten det 
Inndes, Fiir die crsten binde des "Archiv" hstte Herrig eine reihc von ab- 
handlnngen liber die enlwickelung des englisehen dramoj geticferr. wobei nament- 
lieh Sbakspcarc s vorgilnger Marloive und Greene ciiigclienilere beriickaichtigung 
finden. 

In noch wcilcre krcise als durch das p-Archivi^ drang Herrig's wirken dutch 
die herauagnlic einer gnnien reihe von unlerrichtsbiichcrn. die seinen namen in 
ganz Dentschland bekannt gemachC haben, und deren ausserordentlicb raacbe nnd 
vielscilige verbreitung beweiat, wie gross das bediirfnias damach war und wie ge- 
schickt er cs verstand, dem vorhandenen bedlirfniss abzuhelfen. Von den 'Auf- 
gaben :um ilberselzen aus dem Denlschen ins Englisehen erschien 
iSSo die iwolfle aufiage. Von der 1S50 be! George Westcrmann verlegten samm- 
lung nTbe British Clasaical Authors, Select Specimens of the Na- 
tional Literature of England, from G. Chancer to the Present Time, 
Poetry and Proseo brachte das jahr iSSg die 64. aufiage. Eiaet stattlichen 
reihe von anflagen erfrenten sieb auch die im verein tdt Burgny iS;6 heranx- 



3i6 Miscellen 

gegebene sammlung 'I, a France litt£riire>, sowie die Rir die mittlEren klisicn 
be&tiiiuntea (1S63) •Premieres lecture* frantaisex* and 'First Eneliib 
Reading-Book". 

Znr selben zeit besorgtc Herrig (1857) eine neue bearbeitung der Wagner- 
scben gratnmatik and gab mit anderen lusommen eIne reibe englischer schrift- 
5tel]er mit erklartnden anmerkungen herans, wozu cr den "Macbeth* nad dea 
»Mercbant ofVcnice'< lieferte. Noch am abend seines lebens{iSS6) iiberaabm 
er die leilung der im verlage des freiliemi von Tanchniti erscheinenden 
Series for School, College and Home, und edirte liierfUr mit anerkeonnng 
Tliomas Carlyle, The Reign of Terror. Dem praktischen bediirfnios der 
nacb England reisenden kam die von ihm unler dem pseudonym H. Hamil 
verotfeottichte •Reise noch Londona entgegen, von der aucli genaue freande des 
verstorbenen erst kurz vor eeinem tode erfuhren, dass sie ibn mm verfasser faane. 
Nur der vollstilndigkrit wegen seien seine schon friih erschiencne Ubersetning 
Shelley'ichcr gedichte , sowie des Pickwick abroad von Reynold*, sdi 
Cabier de Liltdratare franGaise. seine Extracts from the GcTmai 
Lileratare collected and translaled by Dr. Herrig hier erwabnt. 

Der ruf, den sicli Herrig durch die herausgabe dei Archivs nnd dnrch uan 
lehrbilcher erworbeti hstte. veranlassle die preussische schalverwallung, ihn ii 
jahre 1851 nacb Berlin lu bemfen. Er hatte die iiir ihn bestimmte stellang m 
der von dem direktor von Kloeden geleiteten Friedrich-Werderscben gewerbe- 
schule kaum angetrelen , als er inm ordenllichen lehrer an der Dorothetn- 
sladlischen realschule gew^lt wurde (z. September 1E51). Nebenb«i gab er aneb 
an anderen stadiUclien anslalten unterricht und wirkte als hilfslebrer an der 
ktiniglichen kadettenanstalt. Itn Juni tSjl erhielt er den profESSDrdlsl. 1854 
ging er an die iwiUingsanstall des FriedrichE-gymnasinms und der Friedricha- 
reaUchnle Qber, nnd fithrte an der tetiteren von 1S63— 7S das ordinariat dei 
prima. Gleich als babe er an dieser vielseitigen thilligkeit noch nichl genng 
I1853 war er anch an der kadetteoanstalt definitiv angeatellt nnd 1854 an dcr- 
selben mm professor befordert worden), griindete er 1S59 das Victoria-Institat n 
Falkenbcrg in der Mark, das nnter anderer leitung noch heute besteht. 

In den sechiiger jahren begann er auch seine tbiitigkeil an der kriegs- 
okademie, die er bis lu seinem tode ohne unterbrechung fortgesetil hal, 

Schon am 3i. April 1853 war Herrig zum aasserordentlichen roitgliod der 
wlssenschaftlichen prUfungscommission der provini Brandenbui^ file das fach der 
neiieren sprachen emacnt worden, worauf bald nacbher seine anstelhmg all n^- 
glied der obermilit^rexaniinationscoTnmisEion folgte. Wilhreni 
bis za sdneni tode ansgefilllt hat, musste er die erstere asfgeben, als er 1S78 alt 
stndiend Erector der haaptkadeCtenanstalt nach Lichlerfelde iibersiedelle. 

Anf I^lerrigs anregnng nnd rastlose bemilbung gebt auch die begrilndnag dct 
Berliner seminars fUr lehrer der neueren sprachen lurilck, dem er von i860 — 78 
als leiter der Ubnngen vorgestanden bat. 

Schon 1857 hatte Het rig die Berliner gesellschaft fiir 
der neueren sprachen begrilndet, in der er bis ;u seinem tode den Tortiu 
fiihne. Von ihr ans bewirkte er 1873 die erofFnnng der akademi« 1 
moderne philologie. in der jiingeren smdenten die oriemiiung aof t 
ihnen noch nobekannten gebieteo der weiter znrUck liege n den stadien der ncvs 
sprachen erleichtert wnrde. Anch hier wirkte Herrig penSnlich dnrch votMb* 



fiber eiwyklopadie der modemen phiiologie und dureh etklarung von Choucer 
und Spenser. 

Es ist Eut ungltublich, welches miss von arbeit der raitlot thiitige muia 
zu bewsldgen im stands wax. Dass er nebeabei der loge, in der er bis lUr 
wiirde des grossin»s[er» von Royal York eroporslieg, einen sehr bctrachilichen 
teil seiner zeit widmete, ist bereits erwiihnC worden. Geradezn wunderbu aber 
is( ea, dass er es laaglich machte, sich Buch nocb um die angelegenheitea aller 
derer zu kilmmera, und itire zahl war nicht gering, welclie mit gctuchen um aa- 
slellong odcr beschiiftigUDg zu ihiu knmen. Als Iciter des semioBT^ fiir lehrer der 
neueren spracheu und als mitglied der wissenschaftlichen prllfungscommissioli 
wurde er mit den kandidaten der neneren sprachen bekanut; seine hervorragende 
stellimg als mittclpunkt gewissermassen alter anf das studium und die verwcitbung 
der neueren sprachen beitlgUcben bcslrebungen veraidasste die direkloren aller 
tnagUcben arten von unterrichtsanstalten in ganz Deutschland sich behufs der 
nachweisDDg geeigneter lebrkriifle an ihn la wen den, Auch im [fruizcisischen 
und cngliicbcn) auslamle besass Herrig vielscitige beziehungen, die er zur unter- 
brii^ng von kandidalen, die Itingeren aufenchalt daselbst lu nebmen wilniehten, 
gem verwendele. So kam es, dass er gleichsam als die gUlige gabenfee an- 
gesehen warde, an die man Hch nor zu wenden brauchte, um alle wilnsche in 
bemg anf possende verwendnng im jewciligea fache erfiillt zu aehen. MiCunlcr 
veranlaiste ihn wohl auch die mild* seines herzens, mehr zu versprechen, ala er 
nacbher halten kormtc, oder die verschaflTte slellnng erwies aich all nichl no vor- 
zilglich, wie er sle dem anstellung sucheuden kandidaten gescbildert halte^ ein 
Ibeil der scbuld mag auch die moralisehe nnzuliinglicbkeit der menscblicheo 
nitur (reffen, die des dankes raseb vergisst und, auch wenn sie lufrieden scbeint, 
doch nie genug bat, — Herrig hat vlelfflch gelcgenhcit gchabt, die wahrheit des 
wones zu empfinden, das sein alter freuiid und gttreuer anbiinger, professor 
Pariselle, von ibm gesprochen bat: "11 a fail beaucoop de bien el bien des ingiaU'. 

Von seioen ansseren scbicksalen ist nur noch wcnig su bericbten. Am 
I. April iSSj legte Herrig seine stellung oU eraler studiendirektor an der haupt- 
kadettenuutalt nieder und kebrte mil seiner familie nacb Berlin lurilck, wo ei 
von nnn an im westviurtel, nahe dem zoologischen garten, in verhllltnissmjissiger 
luriickgezogenheit und ruhe leble. Denn roit rUcksiohl auf scio alter und das 
bestnndige drdngen seiner angehurigen und des bausarzles auf schonung der noch 
vorhandenen krilfte batte der siebenzigjiibrige sich nor noch die leitung des 
Arcbivs, die vorrrage an der kriegsaksdemie , die pnifungen in dem bckannten 
gebiiude in der Lindenstrasse and am Dresdener kadettencorps, den vorsitz in der 
gcsellschaft fiir das stadium der neueren sprachen, die oberleitung und dnrch- 
fiihrnng der Tauchnitzschen students' series, Und die stellung als grossmeister in 
Royal Vork vorbebolten, Wer knnnte es dem unermiidlichen anmerken, das( 
seine geiundheit aaf sehr schuachen fiissen stand? Scbon vor cwei jahren batte 
er eine griindllche kur gegea verfettung des heriens und das damtt verbundene 
asthma durchmnchen niiissen. Hieranf waren die beiingstigendcn beklemmungen 
seltener geworden, halten aber nie gnnz nnchgclisien. Das fesl seines jojiilirigen 
lebrerjnbilanms am 13. Oklober l3S8 und das am 10. November darauf folgende 
grosse festmahl seiner ebemaligen schiller hatte er anscheinend in voller gesunil- 
beit und friscbe mitgemacbl. Aber schon im December tralcn die athcmbescliwerden 
wieder bilufigcr auf, im Januar raubten sie Ihm auch die nachtrube. und un 



H wanderle, erfiillle sicli das schicksnl, das ihn schon so iKnge bedroht hitte. D 

I thilr seines hauses hat er nocti erreicbt ; seiae wuhnung nichi icehr, Der poRit 

I dem er nach hatte klingeln konnen, fand ibn letilos suf der schwelle liegend. 

H Ein sofort herbeigenifener ar^l konnte nur noch den lod am her^schlng kon- 

I statiren. So war sein ende so leicht nnd schmerzlos wie EeiD leben vail giiK 

I und milder freiindUcbkeit gewesen war. Wer das gliick hat, ihni nilher getretfi 

K zn sHn. wird ihin sein leben lang ein lietievnlles und dankbares andenken be 

B wabren. 
B Bbrlw, Mai 1889, Friiz Bisehoff. 



3'8 



EIN SOMMERAUFENTHALT IN ENGLAND. 



i 



Als icb voriges jahr nacb England ging, gtiickte es mir, an einem orte nni! 
in einer familie nnierkunft zu linden, welche rtn-ch jeder hinsichi meinen wtlnsebcD 
entsprscben. Icb glanbe, denjenigen facbgenossen , welcbe sich filr deo berar- 
stebenden summer zn einem ansflng nach dem insellande riistcn, einen dienjt n 
erweisen, indem icb sle auf diesc gelegenbeit, eicen sommeraufenlbalt in gilitsl>- 
ger weise ausiunuiien, aufmerksam mache. Gleichzeitig erlaube icb mir die ar- 
regung. dass andere meineni beispieie folgen miichten : so lange wir noch keisea 
(achgendssischen vertreler an den Londoner and Pariser gcsandtschaften habcB, 
milssen wir von den facbzeilscbriften gebrauch macben, um onter den betbeiligtea 
einig« kenntniss von den bcdingnngen einer reise oder eines aufenthnlts im bb- 
lande lu verbreiten. 

Der ort, in dem icb einige iiberaus lehrreiche wochen labrachte, ist Se«- 
ford, Sussex. Derselbe liegt in etwa 1/3 stun de entfernung Qstlicfa von Ken- 
baven. dem englischen bafcn der Itlirifeslcn route iwischen London und Paiii 
(in Frankreicb liber Dieppe). Die South-Downs senden bier ein paar sta3 
in das meer abstUraende hiibenilige nach suden aus, iwiscben denen auf der cinen 
seite Newhaven, aof der andem Seafard liegt. Die einwofineizalil des nralm 
stKdtchens erreicbt noch nicbl 2000, dasselbe ist aber ah ein einfacber seebade- 
ort in raschem aufblilhen begriffen. In I'/a — i stand en erreicbt der wanderei 
die b6he der Soulb-Downs und geniesst von dort einen pracbtigen blick atrf 
die weite, bis an den fuss der North-Downs sicb erstreckende ebene. 

Icb wohntc bei herm R. R. Davis, cinem friiheren verlagsbnchhandler. det 
sicb mit seiner gattin (kinder bat das ebepaar nicbt) aus London bierher inrdck' 
gejogen hat und ein geiauroigea, sebr schon gcJegenes haus bewohnt, dai etna 
weiten ansbUck nach den weisssirablenden kllppen wie nacb dem hohen meere 
hinaus gewithrt. Die hKuslichkeit tragi durcbaus den stempel feiner lebenagewotni- 
beilen, wie denn ancb herr Davis and Iran mit den besten famillen am ort imd 
in d<^r nmgebung verkchren. Beide sind ausserordentlich sympatbiscbe persiialicb' 
keiten und beliandein den gast mit grosstcr luvorkommenheit. 

Herr Davis, der diirch keine pflicbten irgend welcber art gebiiaden i«. 
Melt sicb mir den gaozen tag zur verfUgung. Icb war behufs stndium der txf- 
liscben realien bingekommen, und so genots icb denn, nntersttitit dnrch die seht 
nmlangUche bibliotbck des hansherm, eine so vielseitige einfUhrung in diei^ ge> 



Intenntinnalei 



3'9 



biet, aU ich es nur hatte wHnsclieii konnen. Wer um der sprache willen hinilber- 
geht, wird nicht minder trefTlichc and ansgedehole anleitiiiig erhalten, 

Der ppnsionsprels beirSgt bei Ihtigerem oiifenthnLte 3 £ per woche (also 
wenig mehr sU der iihliche Londoner boarding-hoQse-preis. vgl. Engl. stud. 
XI, s. 396', bei kiirzcrem venveilen 3 jf, was mir, in anbetiacht, disa in dieser 
summe ein den ganzen tag umfassendcr unterricbl in spracbe bezw, verhSltnisien 
des landes einbcgriden ist, nichl lU hocb erscbicn. Dabei ist noch in rilcksiehl 
£u lieben, dass im Ubrigen jede %-eran!iissang lom getdausgcben abgeichnittcn iit. 

Die genane adresse von berm Davis tst: R. R. Uavis Esq., Gangej 
House, Seaford, Sussex. 



Reichenbach i. Scbles.. Jaii 



H. KHnghardt. 



INTERNATIONALES. 

Abilurientenarbelten. 



Ich n 



iem aamen Ilelnrich V. 
n leicbtsinaigen streicbe 
em anfallc (Dausbnicbe«] 
L beleidigt batte, wurde 



lucble hier tine anrcgnng geben Jiim nustausch von icbulnachricbten 
tiber die grenien des engeren vaterlandeii hinweg. Die auf reform des sprach- 
unterricbts aosgebcndc bewegung trifgl ganz zweifellos eiueo iDtemadonalen cha- 
rakter. Uieselbe wird abcr um ao scbncllcr lU fnichlbarea etgebnissen fUhren, je 
reichlicher wii uns gegenseidg sowobl uber die beitebenden verbaltnisse als such 
Uber die anf£ngc lur umgesCaltung derselbcn gegenseirig nnterricblen. 

In diesem sinne theile ich nachstehend den lext des englischen prilfungs- 
lemporalcs mil, welches am ende des hErbsttermins ^December) 1SS9 in iiblicber 
weise von Stockholm aus an simmtlichc hoberen schulen Schwcdens, welcbe ab- 
gajogspriifungen abinhalten batten, versandl wiirde. Derselbe lautele in deutscher 
llbenettung wie folgt: 

•Prim Heinrich von England, der nachmals unl 
den thron bestieg, batte einen dinner, der trolz seiner i 
hoch in seiner guoat stand. Als derselbe eines tagcs ii 
VDO libermntb und ungeiogcnheit eine angesehene per 

er vor gericht geftibrt, nnd. da er der ankla^e schnldig beFunden ward, ohne 
weitere umstiinde ins gefangnibs geworfcn. Als prin;; Heinrich dies erfahr, wurde 
er hochlichst eniimt dariiber, dass man ao wenig rilcksicbt auf ihn genoromeo 
habe, in dessen dienst der mann angeslellt war. Er eilte augenblicklich nacb dem 
gericbtabofe and rief ergrimmten tones aus. "Icb hefehle, dass mein diener sofort 
in frcibdl vcrsetzt uerde!- Der vorsilzende des gcrichtshofs, Sir William Gascogne, 
erhob sich ganz ruhig und erkliine ntir: "Edler prim, ich bege alle achtung vor 
eurem befehle, aber icb gebPrche dem gesel;. Euer diener ist geaetzlich ver- 
urtheilt, und wcnn Ibr wilnscht, dass derselbe frcigeUsacn wcrde, so mUsst Ihi 
Ench mit einem beitigiichen gesuche an den k6nig wenden ; denn dem konige 
allein spricbt das gesetz das recht zu, goade zu Uben." 

Ich fUge hiniu, dass nach der prflfiingsordnung vom 11. April i86i bexw. 
I. November 1878 nnd dem ministeriderlass vom 13. Marz 1S7J filr ansfUhrung 
der arbeit dem abiturienten drei stunden sowie der gebraucb von worterbuch und 
granmiatik inr verfUgang steben. Der voraufgehende unterricht umfasat in den 
beiden tertien je 7, in den folgenden klassen je 3 wiicbentliche stunden. Das 
jahr enthllt 34'/i scbulwochen. 

Den nicht wenigen lesem der Engl. stud, in Schweden 
lande gestatte icb mir znr verglcichang den text des englischen ex temporal es 
unserer diesjihrigen (oitern) abirarientenprUfung mitzulheilen. wie er — im gegen- 
Eatz lu Schweden — nicht von einer centralbehdrde, sondem vom faclilehier uD' 
serer anstalt unier conlfolle des directors teslgeslellt worde: 

oNiemals gab es weniger nationales gefiibl unter den hiiheren klassen als 
wtthrend der regiemng Karl's II. Diescr fUrst hielt es fUr bcsser, der vasal) eines 




320 



nales: Abicurienlenarbeil 



»bsolulen konigs, als dcr konig Kinea freien volkca zu aeln, Algernon Sidne)' 
anderergeita wiire gem bereil gewescn, Frankreicb in all scinen dugctiigen pUoeti 
t\x nnterstiitieD und EngUnd in die Inge einer provinz verselzt {rtdattd to] lu 
aehen, !□ det halTanng, dass ein firemdei despot ihm belfen wQrde, seine geUebte 
repablik zn grtlnden. Der kSnig nahm das geld Frinkreicha, um du unteraehmen 
aoEiQfiihren, welches er gegen die freibeit seioer nntertbanen Im sinne b&Re \tt 
m*ditatc), mit ebenso geringeni bedenken {scrufU\ als Frieilricb von Freoisen oder 
Alexander von Russland in kriegszeiTcn nnserc subsidien annabmen. Die fiihrer 
der apposition hietten sich dnrch die geschenke Ludwig's fUr nicht mehr be- 
schirapft [disgraiid], als fin mann unserer leii sich flir bescMmpfl liitii darofa die 
freigebigkeit mKcbtiger nnd reicber mi^lieder seiner partei, welcbe seine vtahl- 
recbnung hezattlen. Das geld, u'elcbes Karl 11. von Frankreicb empfing, war vei- 
wendet wordeti, nm mitglieder des parlamcnls 2U bestechen. Die feinde de& bofo 
konnten es fUr recht hallen, bealechung mil beslecbnng zQ begegnen [la mratimltt 
a III.]. So nabmen sie das gcid Franfcreichs , die armeti unler ihnen lUr ihren 
eigeaen gebrancb, die reicben ^rnhrscheiDlicb filr die allgemcinen cwecbe der 
partei, ohne irgcnd welches bedenken.° 

'Wenn wir ihr verhalten aicht mit derojenigen englischer staat<imSnncr anterer 
eigenen zelt vergleichcn, aondem mit dera von peraoaeo in jenen fremden lin- 
den), welcbe jetii sitnirt sind, wie England damals war, so werden wir walir- 
Echeinlich einigen gmnd linden, etwas von der strenge dea tadels abiimehen \Jt 
abate /ram) , mit dem ea die mode gewesen ist jcne maassnabmen zn beitcafea 
Dennoch ist die thatsache binlUnglicb ansidssig [affcnsivi], Es gibi (c= >^nltliTt>. 
befriedignng, zn finden, doss Lord Russell frei (da]stehl vod jedem verdachte pei^ 
sonlichcr theilnahme an dcr beate. Ein leilallcr, das so iiberaus arm isi an ail 
den sittlichen eigenschaften , welcbe oflentlicbe charaktere acbtenswerth ma 
kann schlechl das lob missen, welches es von einem manne gewinnl, der ilch 
allerdings nicht durcb lalente oder kenntnisse ansieichnete, der aber in Jeder br- 
ziehnng des lebens acbten^nertb war, fromm and gtandbBft'. ') 

Was die scfavricrigkeit des bier abgedrucklen teites belrifft, so dfirfte er i 
mittelmaass der anforderungen ■□ preussischen realgymnasicn entsprecheo.'} 
auslllnder bemerke ich, dnss dem preussischen realabitarientcn tvtti stonden (i. 
schliesslich der auf dictal des lexles verwandlen lelt < mr ausfuhrung der englischen 
arbeit verTugbar slehen, sowie (enier, dnss benutiang von gramraatik oder wQrMr- 
bnch nicht erlaabt ist, dagegen cinzelne worte vom lebrer gegeben werden dtti- 
[en (vgl. oben;, Der voraufgehende Dnterricbt umfasst in den beiden tenien je ^, 
in den folgenden klassen je 3 wochentliche stunden. Das jahr ziihlt 43 schol- 

Eine vergleicbung der beiden schwediscben and deutscben eiamenlext* 
iQitellen, gebricht es mir bier an raum. Nur auf das eine will ich hinwelsen. 
eine behdrde, welcbe prlidingen verschiedensier art texle voriegen will, diecellMBi 
erheblicb leichtCT nnd kiirzer wfibien muss als der (acblehrer, der die wahl fBr 
seine eigenen acbUler Iriflt. Ob dazu bci uns das Ubersetzungsdrillen unTcnneAt 
in weite ansdehnnng angenommen hat (und daher die pflege der lectUre vor jcner 
aufgaiie ungebilhrlieb znrilckgetreten ist), kann nicht so im hiDdnmdrehen ftat- 
gcaielit werden. 

Rejchenbach i. ScMes., Mfiri iSgo. H. Klinghardt. 



') Den auslander erinnerc icb, dass er im obigcn DBtildicb kein mustergUtigei, 
sondem sog, ■Kibersetznngsdentsch-' vor sich bat, Solche beeintriichtigang d«r 
■nuttersprache fordert der UbersetzungsuDterricht einmal zwiagend. Aber im 
liegenden ist m. e. die ilbliche grenze der verunataltong nichl iiberschritton. 

'! Der abiturient, welchem die obige arbeit vorgelegt wurde nnd welchar im 
allgemeinen unter die guten schiiier zKhlte, liefene eine nahezu anstossfreie iiber- 
seuimg. 



I. 
DIE ROMANZE VON ATHELSTON, 

III. Kpilegoxnena.i) 



V.-s.-'V.'v. X -N.^^ ■** - 



Die handschrift in der bibliothek des Gonville and Caius College 
in Cambridge nr. 175, die den text der romanze von Athelston, so- 
viel man bisher weiss, allein erhalten hat, besteht aus 78 blattem oder 
156 seiten. Jede seite ist in zwei spalten beschrieben. Die zahl der 
zeilen in einer spalte wechselt. Der ganze inhalt scheint von einer 
imd derselben hand in der zweiten halfte des 14. jahrhimderts ge- 
schrieben. Sie umfasst die folgenden stticke (vgl. »A Catalogue of the 
Manuscripts in the Library of Gonville and Caius College, Cambridge*. 
By the Rev. J. J. Smith. Cambridge 1849, s. 89 f.): 

I. (s. I* flf.) Hie incipit uita Ricardi regis prima (gedruckt bei 
Henry Weber, »Metrical Romances*, Edinburgh 18 10, II, i — 278). 

II. (s. 89^ ff.) Hie incipit de milite Ysutnbras (diese aufzeichntmg 
der romanze, der leider ein blatt [= v. 35 — 180 des textes in Halli- 
wells »Thomton Romances*] verloren gegangen ist, werde ich in meiner 
ausgabe C nennen). 

III. (s. 107^ flf.) Incipit vita sanete Katerine virginis (gedruckt bei 
C. Horstmann, »Altenglische l^endena [neue folge], Heilbronn 1881, 
s. 242 ff.]. 

IV. (s. 1 18^ flf.) Incipiunt hie matutinas (sol) de eruee in angUeis 
uerbis transposit (mit einem strich am letzten /: verschieden von den 
Matutine de passione domini nostri Ihesu Cristi bei Morris, ^Legends 
of the Holy Rood«, London 187 1, s. 222 flf.). 

V. (s. 120* ff.) Unsere romanze: s. Engl. st. XIII, 331 flf. Selt- 
samer weise wird sie in dem kataloge von Smith als ^King Athelston^ s 
(nun death* bezeichnet. 



») Vgl. Engl. stud. XIII, p. 331 ff. 

£. Kblbing, Englische studien. XIV. 3. 7.\ 



33a J- Zapitia 

VI. {s. I3i'*ff.) Hk incipit Btffs de Hamptoun (Kolbing, »The 
Romance of Sir Beues of Hamtomw, London 1885/6, bcieichnet die- 
sen text durch E). 

Vn. (5. 156' f.) Hie incipit di spirilu Gwydonis, For as mochyl 
as seynt Aiistyn saip to Petyr in ^e book of byUut fiat it is a myracle 
u. s. w. Schluss des unvollstandigen stUckes And in pe endynge of here 
tvurdys sche sayde a! soo with outen doute pat spyryt was in Pat ylke 
[vermuthlich haben wir es hier mit einer prosafibersetzung der lateini- 
schen schrift riD( spiritu Gtiidonist zu thun , Uber welche ebenso wie 
iiber eine libersetzung derselben in englische verse Thouias Wright 
bandelt in »St. Patrick's Purgatory«, London 1844, s. 45 ff.;. 

Da die litterarhistoriker bisher unsere romanze so gut wie ignorirt 
haben, wird eine genaue angabe ihres iohalts urn so weniger Qber- 
fliissig sein, als zu wtinschen ist, dass freunde der sagenvergleichimg 
davon kenatniss nehmen und ahnliche erzahlungen nachweisen mochten, 

Der dreieinige gott lassc uds so leben, dass wir in den hlmmel kommen 
[v. 1—6)1 Hart, ihr lierren, whs falscbheil Tiir ein ende nimnit [v. J — 9:. Von 
vier eidbrildem in England will ich euch erinhlen (v. lo — 11). 

Sie wnren alle vier boten und trafen sich einst bei einem Vtcai unter ein«r 
linde: nm dicser begefinuog willen schloasen sie eidbrilderechaft (v. 13 — a*). Der 
eine von ihnen, Atbelston, war der sohn det obcima des konigs und wurde, &I1 
der konig ohne leibescrben starb, sein nachfolger (v. 35 — 36). Er lieis nun seine 
drci eidbrUder kommen (v. 37 — 39): den einen, Wymonnd (t. 79), niaclile er ram 
grafen von Dover (v. 40 — 4a}; den zweilen, Egelon, mm gmfen von Stone und 
venniihlte ilira seine achweater Edyff (v, 43 — 48); dem dritlen, Alryk, verlieh er 
das enbisKim Canterbury [v. 49 — 57). So beforderte er seine eidbrUder, und er 
Kelbst war ein guler nnd mlcbdger k6nig (v. 5S — 60), 

Egelon, der graf von Stone, und seine fraii tiatten iwei knaben, eincn van 
15 und einen von 13 jahren (v. 61 — 72), denen der kbnig ebenso aelir lugethan 
war wie ihren eltera (v. 73 — 78), ao dass graf Wjmound iieidiBcli wurde {v. 79 — 81 
nnd auf anbeil sann [v. 82 — 87}. Er begab sicli ram kdoig nach London (v. 88— 9a], 
der, nachdem er ibn witlkommen gebeiasen (v. 93), ihn sogleich fragte, ob er 
Uber Canterbury nnd Stone gekommen ware, und wie cs dem eribisctiot und dem 
grafen. sowie dessen sohnen und fran ginge (v. 94 — 108). Der kiinig freute rich 
liber seine gunstige ansknnft (v. 109 — 120). Nun bat ihn aber Wymonnd um eine 
geheime unterredung in der absicbt, den grafen Egelon va verlenmden (v. lai — 132'- 
'Herr konig', %a redcte er Athelston an, 'du haat in deinem lande einen verrSther. 
der dich vergiflen ivill* (v. 133— 144). "Nenne ihn', hefahl der konig (v. 145 — 147'. 
'Nor', war dea grafen aniwort, 'wenn du dariiber zu schweigen gelobst, wer der an- 
gebersei' {v. 145-153). Nachdem Athelston sein verlangen crfilllt (v. 154 — 156), sagte 
der graf: 'dein eidbruder Egelon will dich vergiften, um selbst kbnig za werden 
(v, 157 — t6S). Der konig drohte, den vermeintlichen verrSther uod die leinigen nm- 
lubringen (v. 169 — 174), Wymound aber atellte sich, aU ob ihm Egelon's lod leid 
than wilrde (v. 175 — 177). Er kehrte sofort nach Dover inriick (v, 17S — 180). 



von AtheUtoc 



323 



Atbcliton Echicltte nun eiaen boten nsch Stone, der graf Bud die griifin 
lolltcD mil ihren sobnen nach London kommen, daitiit dies: zu rittera geschl&gen 
wiirden (v. 181—216). Egelon'hegte die befilrchtung, dass seine frau nicht reise- 
fabig wUre (v, 317 — atz], allcin diese selbst erklaite, bei der feierlichkeit zngegen 
sein zn milssen (v. 323 — 334!. So macblen sie sicb denn alle auf den weg and 
knaien nacb Weilminster (v. 135 — 740), Egclon und seine sohne wurden lest- 
genommen and gefesselt (v. ^41 — 143], iind, lU die grafin deshalb ihrem bnider 
vorwOrfe machte (v. 244^249;, lies; diesor sie ebenfalls eiokerkera (v. 150—1521. 
Nun bat die dnich einen knappen herbeigerarene koaigin, dius schwager und schwa- 
gerin bis mm nhchsten tage gegen biirgschofi ant freiem fusse belassen and ihre 
sache im parlamenl untcrsucht werden mochte iT. 253 — 366). Allein der banig 
scblug ihr ibre bitte ab \v. 267 — 272). Da brach sie in ibrSnen aaa nnd llebte 
ibn nochmals kniefiiirig an (t. 273 — 278;. Jem stiess sie der kiimg im zom mit 
dem fuss gegen den leib, dass sie obnmiichtig zusammenbracb (v. 279 — 2S4'. Sie 
wurde aaf ibr limmer getragen und bier bald daraof von einein knaben entbundeii. 
den aein eigener vater gctodtct halle ;v. aSj — jgj . Solches unheil kann ein ver- 
ritlher anstiflen ! Jv. 294—3961, 

Aber die konigin ruble nicht, sondem scbickte zn dem eribischof von Canler- 
bucy einen boten Iv. 397 — 30S}, dem sie reichen lobo in aussichl stellte [v. 309 — 
314), und der mdglicbste eile versprach (v. 315 — 333;. Schon am abend war er 
ara ziele (v. 333 — 356) und entledigle sich seiner botschalt (v, 357 — 365J : dem en- 
biachof raooen thriiDen Ubers gesichC (v. 366 — 36S], imd er traf sogleicb anord- 
nungen wegen leiner reise (v. 369 — 380;. Am nachsten morgen war er scbon in 
London, wo dat pferd des boten auf Londonbrldge todt hinfiel (v, 381— 386. 
Seinen klagen (v. 387 — 392) that der enbischof einbalt, indem er ibm ein ansebn- 
liches gescbenk fur den fall verspracb , das9 es ibm gelange, Egelon zu retten 
'^'•393 — 404i' Als sie in Wesbninster ankamen , befand sich der konig in der 
kirche (v. 405 — 416. wo er gott aoflehle, falls die angeklagten unscbiildig woren, 
es in olTcnbaren (v. 417 — 438). Nach beendignng seines gebetes bemerkte er den 
eribischof nnd begriissle ihti (v. 429^440]. Dieser besehwot ihn, die eingekerker- 
len bis rum niichsten tage gegen bilrgscbafl frei zn geben und die anklage im 
porlament untersuchen zu lassen (v. 441 — 449J : er »-iirde es sonst bereuen {v. 450 — 
452;, AUcin der kflnig geriet in den heftig^len lom (v. 453 — 4551, schwor, dass 
e gehHngi werden soUten (v. 456 — 458), und verbannte rien eribischof (v. 459 — 



464!. Dafiir 



: ihn aes 
, Egelor 



id belegie Englan 
gewalt zu befreiei 



interdicl 



[v. 465 — 485,: auch drobte 
sirafeu (v. 486 — 494)- 

Da er wegreiteo wollle, begegni 
herren (v. 495 — 500;. Diese baten ibn 1 
indem er ibneu von dem benehmen des konigs und 
roittheilHQg macbte (v. 501—518). Sie forderten den 



Fleetstreet einige vomebnie 

:gen, den er aber verweigerte. 

nem eigeneit einschreitea 

ibischof auf, umzukehren: 



e wollten den konig schon gefUgig machen iv, 519 — 530). Da erschienen aber 
bereiis iwei ritter, voni kdnige mit der meldang gesandt, dasa er nachgabe 
W- S31 — 543). Athelston kam dem enbiscbof entgcgen, erbat sicb seinen segen 
and erhiell ihn: eicommunication nnd interdict wurden znrilckgenommen (v. 543 — 
554). Die cingekerkerten wurden dem erzbiscbof iiberantwortet (v. 555 — 566). 
Dieiei Mess ein groiscs feuer anziinden und Egelon berbeifiihren, der es, nacbdem 
Alrjk es neunnul geweiht. lu ftllgemeiner freude unverletit durchschritt (v. 567 — 



3J4 J. Zupiua 

596:. Auch Egelun'd sohne bestanden dariii die feuerprobe gliicklich (v, 597 — 6i6j 
AU sber scbliesslich iU« grSfin tn die reihe kam, iiberlielen sie mitlen im feiier 
geburtsHchcD . dacli Bacb sie tnig Icein hrandmal davon (v. 617 — 644I. Sie wnrde 
vou franen nmgebea nnd gebar den beiligen Edmund [v. 64 J — 6501, der Bofoit 
gemufl wnrde und vom kiJnig sogleich die eine halfte von gan2 England und die 
Bnivarucbaft nnf die andere nucb Athelston's tode erhietl (v. 6ji — 66zt. 

Der erzbiscbof verlflngte nnn za erfahren, wer die (alsche bescbuldigMng er- 
hoben hiilte (v. 663—66;). allcin Alhetston verweigerle die suskiuift udIef biowds 
eaf sein eidUches vcrsprcchcn iv. 666 — 674]. Doch Alryk erklarte, dass er ihn 
von diesem entbinden konnte .v. 67J — 6S0.1; wgtlle cr den nameti des schurken 
verachweigen, so mdaste er sieh selbsl dem gottesurtbeil unlcraeheQ (v. 681 — 686). 
So nannle denn der konig Wymonnd (v. 687—698). Sofon wurtle nach Dover 
ein bote abgeichickt , der sageii soilte, dass Egelon und seine sbhne gebMngt 
worden miiren nnd die grafin fur immer im kerker bleiben wUrde (v. 699^710]. 
Der bote richtete scinen anfCiag auE, indem er hiniufitgte, dass Wymonnd die er- 
ledigle grafschaft bekommen soilte (v. 711 — 712). Der verrSiher freute sicb seines, 
wie er glanbte , wohtgelutigenen planes and bescheokle den boten mit geld 
(v. 723—728!, Aur seine bitte gab er ihm nuch noch ein pferd ;¥. 719 — 744). 
In Gravesend wartete der bote onf den grafen und bracfate ihn dann lu Athel- 
ston (v. 745 — 7SB]. Wymound 'n'oUte den kiinig kiissen, allein dieser liess das 
nichl lu und warf ihm seine verleumdnng vor (v. 759 — 764]. Da nber der graf 
hartnackig laugnele, leg<e ihm der konig die fenerprobe aaf [v. 765 — 776). Aber- 
mals wnrde ein grosses feuer entiiindel und vom crrbischof neunmal geweihc 
"- 777 — 785). Mitten in demselben fiel dann aber 'Wymonnd nieder {v, 786 — 
7S8). Die s6hnc Egeton's entrissen ihn den flammen, und er bekannte nun, dasa 
cr aus neid gelogcn |V. 789 — 800,. Er witrde auf den riehtplati gcschleifl und 
gehangt [v, 801— S09!. Miige jedcr verriither so endenl ;v. 810— 8ia,>. 

Weder die beglaubigte geschichte noch die sage, soweit sie in die 
werke der alien chronisten und annalisten eingang gefunden hat, er- 
zahlt vom kOnig Athelstan etwas ahnliches wie unsere romanze. Nur 
in einigen nebensach lichen zligen lassen sich gewisse iibereinstimmungcn 
nachweisen. Wenn in der romanze Wymound llignerisch behauptet, 
dass Egelon den konig vergiften wolle, urn selbst auf den thron zu 
gelangen, so erinneit das einigermassen an die nachrlchl, dass beim 
regie rungsantritt Athdstan's 'ein gtwisser Alfred den plan geschmiedet' 
haben soil, 'jenen zu ergreifen, zu blenden und \om throne zu stossen' 
(Lappcnberg, I, 368; vgl. Freeman, "Old English History^, 150), und 
noch etwas mehr an die von Freeman fa. a. o., 161 f.) mit gutem recbt 
fiir unhistorisch erklarte ilberlieferung . dass Athelstan's mundschenk 
dessen bruder Eadwine bei seinem herm I'erleumdete, a!s trachtetc er 
ihm nach dem leben (Lappenberg. I, 379; Freeman, 160). Wenn 
feraer Wymound's schuld diurch die feaerprobe erwiesen wird. so kliogt 
das enlfemt an die nachricht an, dass der schon erwahnle Alfred so- 
fort, nachdem er in der Peterskirche zu Rom in gegenwart des papstes 



Die romanze von Athelston 



325 



den ihm auferlegten reinigungseid geleistet, bewusstlos zusammenbrach 
und kurze zeit darauf starb. Wie endlich Wymoimd's liige zu seinem 
eigenen untergange fiihrte, so soil Athelstan den verleumderischen 
mundschenken schliesslich haben hinrichten lassen, als dieser durch 
sein beim stolpem unbedacht ausgestossenes wort: ^So hilft ein bruder 
dem andem' (vgl. audi J. Grimm in Haupt's Zs. 3, 153. 156 f.) den 
kdnig an Eadwine's tod erinnerte. Wir haben es hier wohl nur mit 
zufalliger tibereinstimmung in allbdiebten motiven zu thim. 

Wie schon in der anmerkung zu v. 47 erwahnt wurde, hatte kdnig 
Athelstan in der that eine sdiwester Eadgifu, der die Edyff oder Edyve 
der romanze entspridit. Aber, wahrend diese sdiwester nadi der ro- 
manze einen einfadien grafen heirathete, war sie in der geschichte die 
gemahlin Karl's des einfaltigen. Der historische Athelstan war der 
sohn seines vorgangers, nadi unserem gedidit aber Athelston dessen 
vetter (v. 27 ff. 34). Das erzbisthum Canterbury wurde bald nach Athel- 
stan' s regierungsantritt erledigt: der neuemannte wlirdentrager hiess 
aber Wulfhelm, nidit Alfric (v. 51). Von einer gemahlin Athelstan's 
weiss die geschichte nichts (Freeman, a. a. o., 150). Sein nachfolger 
war sein bruder Eadmimd: die romanze lasst ihn einen neffen Ede- 
mound zu seinem erben emennen (v. 656 ff.), der (v. 649) als saynt 
Edemound bezeichnet wird, jedenfalls unter verwechslung mit dem 
870 von den Danen gemarterten kdnige der Ostangeln (ein zweiter 
heiliger Edmund war im 13. jahrhundert erzbischof von Canterbtu^: 
Freeman, a. a. o., no). 

Offenbar erhielt sich die erinnerung an Athelstan lange im be- 
wusstsein des englischen volkes. Wie in ihm nun die sage den kdnig 
sah, unter dem Guy von Warwick lebte (vgl. A. Tanner, »Die sage 
von Guy von Warwicka, Heilbronn 1877 [Heidelberger dissertation], 
s. 12. 16. 20 ff.), so ist an ihn auch eine erzahlung von einem un- 
getreuen freunde angekntipft worden, die freilich, so viel ich weiss, 
bisher nicht anderweitig nachgewiesen worden ist. 

Das englische gedidit beruft sich selbst auf eine schrifdicbe quelle 
v. 21, wo es heisst In book iwreten we Jynde (vgl. anm. zu v. 19), 
und zwar war diese nach dem zeugnisse des viermal vorkommenden 
verses In romaunce a^ we rede (s. anm. zu v. 383) ohne zweifel 
eine franzdsische. Ihr gebUhrte jedenfalls das verdienst, einen echt 
menschlichen stoff gewahlt zu haben, der jemandem, der sich vorher 
durch die endlosen kampfe eines romans, wie z. b. der von Guy 
von Warwick, durchgequalt hat, eine wahre herzenserquickung ist. Ob 
der lebhafte stil unseres gedichtes auf franzdsischem vorbilde beruht 



Oder dem englischem bearbeiter allein za verdanken ist, Usst sich na- 
tUrlich nicht entscheiden. 

Von dem schmuck der allitteration macht unsere romanze reich- 
lichen gebrauch. Ausser den fallen, wo derselbe consonant im anlaut 
metrisch betonter silben steht, fUhre ich auch einige solche an, wo 
eine an sich hebungsfkhige silbe im verse eine senkung bildet. Die 
practischste anordnung scheint mir die alphabetische : das eiste allit- 
terirende wort ist mir hierflir maassgebend: y behandle ich als (, p 
als (A, k und qn unter c. 

Here nose iarst on ^loode 641. But giff it be on iere 710. To 
^egge ne to iorwe 494. Vs iysschop iad sadele hys palfray 369. 
And prayde |>e i^ysschop off ^enysoun 550. And sayden iysschop 
aiyde 533. 1*6 ^ysschop [lenne noujt ne i*od 405. lilessyd moot 
|>ou /'ce 560. Bly^e schal I neuere te 378. f*e *ly(>ere Jiou may 
^e 213. Be masse-^ook and telle 150 (vgl. unter bothe). Come 
y*orewe hem out off here iande 305, 5othe in *ak and eke in wombe 
G37. I swere i^ofie be i^ook and *elle 681. And sworen iojie be 
*ook and *elle 791 (vgl. imter book). 5othe to ^oure and to halle 77. 
We scholen drawe doun (^o{>e halle and ^oures 525. f*at i^reunyd 
Aojie fayr and ly5t 632. Sadelyd and ^delyd at jie /'este 744. As 
/■ryst as Aosme on towj 290. As 1^1751 as ilosme on ^ete 72. My 
i^rojiir and sustyr j>at I may *orwe 362. For jiff I)at 1 may my hTO^er 
/•OTwe 399, My i^rojiir jit schal I iorwe 488. fy irojiir jit schole 
we iorwe 521. And *ut he graunte vs oure *one 522. 

And iepe \>\& founseyl bale 674. To Neuere hjTn out off fare 
380 |vgl. couere). Sere ^-ng he sayde fiou madyst me -fnyjt 157. 
Sere ^ng I am before ()e rome 259. i'e ^ngys cosyn dere 27. ^anne 
swoor |ie :^ng be iTos and roode 169. Pouj he be ityng and were ()e 
f9rown 528. He asoylyd |»e -tyng jJat weryd |te foroun 553. Pe 
-tyng wole for Jie mntas sake 208. 211. Whetme |>at he to |ie iyrke 
["om 417. On here linees {»ey -fneleden adoun 501. Vpon hys feces 
he /-nelyd adoun 549. I'edyr fom Jie -iyng ful soone anon 547. Come 
|iou ou5t be Caunlyrbery 97. I*at was fome from pe jnvene so fleer 
361. ter fomen twoo feyjtys from {le itj-ng 532. And with |ie countesse 
so flere 117. Ful lowde f>e fountasse gan to ay 244. God may 
fouere hem off here fare 331 (vgl. keuere). Qyst for^elde my lord 
^e X'jTig 232. To forowne hym with gold so flere 36. I'anne he 
sayde joure fursyd ^ng 510. 

On London e-brj'gge rfed rfoun fellt 385. We scholen hym settc 



Die romanze von Athelston ^27 

in a rt^eep //iinioun 529. Wher I {)e mete J)y de^ is //yjt 463. Off 
{)at ^ynt was he </ed 292. Doo noujt J)yn owne blood to dede 442. 
But swych //ome for to //ye 812. Pe ryjt //oom schal I deme 683. 
I^is rt^oom hem thai noujt drtde 575. Sorrere {)e ^oome |)ay may 
(hede 565. We scholen //rawe tfo\m bo[)e halle and boures 525. 

Myn hors be ^tte and corn-/ed 735. And dotm he /el J>e^ 
amydde 787. I^at /el al /or a knyst 584. fat durste /elle hys/alse 
body 808. And /eteryd /aste verrayment 242. tey /etten /oTp sere 
Egelan 579. fey /etten /or{) fe lady mylde 621. Be/ore t>e^nr so 
bryjt 581. Be/ore {)e fyr when {)at sche come 624. Sche was brou^t 
be/ore f)e /eer 631. He and hys wyff /orf) gunne fey y^e 236. fey 
wente bo{)e /brf) in/ere 129. Is /)urty myle to ^mde 752. 

False lesyngys he gan be^nne 132. fus avaunsyd he hys brofer 
t)orw5 ^ddys ^ras 58. f orwj {)e my^t oflf ^oddys ^as 64. And 
j>ankyd ^od oflf his ^race 614. And ^x)d haue ^auntyd pt to leue 
403. G^od ^aunte vs alle weel to spede 578. My wyflf ^|) ryjt ^et 
with chylde 218 (vgl. gret). To 6^rauysende he come^ood spede 751. 
Sche was ful ^et i|X)n with chylde 622 (vgl. gof). fat euere on 
^ounde dede ^nge 743. 

Be hys ^and he ^em vp took 607. Lord as fou ^arewyd ^elle 
422. And t)ankyd god fat ^arewede >^elle 595. fe bysschop ^as 
hym be f e ^and tan 768. He was /iyjt Athelston 26. He was ^oten 
Athelstane 185. And my sustyr ^ende in ^alle 558. Wi{) careful 
//erte on ^em gan look 606. And ^ongyd /lym ful Ay^e 806. 

As it was |)e /andys /awe 646. Be /eflf vndyr a /ynde 18. No 
/engere pere fen wolde he /ende 178. I schal nou^t /eue on fy /ond 
492. fat euere jit /euyd on /yue 695. fey schole /ygge /owe and 
holewe 527. Zystnes /ordyngys fat ben hende 7. Also /onge as 
fou may /eue 316. Also /onge as I may /eue 658. fat sawj |)e 
/ordes oflf pe /and 589. 613. 643. fe kyng hem /ouede as hys /yflf 74. 
He /ouyd hym to mekyl and me to /yte 799. 

fanne sayde pe kyng what /way jiis wene 573 And »iake »ianye 
;//en ful euele at ayse 295. fou hast /wakyd pte a wan 137. As 
wan oflf wekyl wyjt 413 (vgl. mekyl und myjtys). He bad hys men 
waken hem jare 88. f e eerl hys men bad wake hem jare 235. Bydde 
my wen wake hem jare 371. He louyd hym to wekyl and we to 
lyte 799. fat wekyl was oflf wyjt 593. fanne f e wessanger wade 
his won 729. fe wessanger |)e noble wan 199. fe wessanger fat 
noble wan 339. Lord pat is oflf wyjtys wost i. Sparyd he noujt 
for wyre ne wos 344. 



3z8 J. Ztipinn 

I*erfore he '/eyjj'd hym «ere 30. He wykkyd hem wijj nay 503. 

Madame it is nerhande /assyd /rime 327. And sche hadde paa- 
syd {lat hydotis /as 640. In t>e /layne /arlement z66. 448. 

^ed as rose off here colour 71, Agayn 1 rede (lou rj'de 539. 
Ve way he rydes ful ryjt 198. In.romaunce as we /-ede 383. 569. 
613. 779. 

I*enne jayde (>e bysschop also joone 561. I'ey sayden iere haue 
good day 497. {"an sc/iewe here scAatae to me 566. To see hem 
knyjlys my sones ire 129, Ne jee neyjier /unne ne mone 712. And 
t)erto his leel he xette 196. Now was he kyng jemely to ^e 37. Sere 
panne he layde wi{)outen les 109. Seis kyng he ^ayde ^iff it be i>i 
wille 121. 5ere kyng he layde woo were me 133. 5ere kyng he layde 
|ioii raadyst me knyjt 157. 5ere he rayde haue good day 747. 5ere 
he layde also ywy|>e 105, And ^e[ijiyn bo|)e inrarae f)ey rod 754 
(vgl. sit)|jen). !*at sy^le fiat sche may jee 216. And ji|>J»en it fe] 
at jryst 638 (vgl, se|i[ien). Ful sore I gan me ^-ynke 323. t'anne is 
[ly ioule in jorwe 485. 5^11e sche stood ()e fyr amydde 634. From 
SAsne into ^/eppyngeboume 342. Wi|) a cros jftKjd in a strete 17. 
With sporys faste he s/iQok [)e J/ede 750. He xwoor ojiis be junne 
and mone 456. 

("at pe {le ftde schal /elle 153. !*at me gan telle {)at ftile 671. 
I schal |)e feUe a sw)xhe /^'dande 124. And ^-dyngj's tolde here 
soone 225. 255. t*er/oo |)ou /ake good hede 207. Lord off /our and 
toun 43. In /rewfie /rewely dede hem bynde 24. The false man 
his ftx)w[)e be/aujte 155. Trustly trowe |iou |)en'pon 679. 

And [>us hys T^-ay 7i:'endes he 345 (vgl. wente). In herte he ivas 
ful H'oo Si. 152. Pe kyngys herte |)an rcas ful 7^00 117. And gaff 
hym t)-l hys ri'eddyd njR' 46. Ofi' foure Jt'eddyd bre|)er>Ti I wole 
jow tel 10. Heel I icot pat pou me gaff 468. Ryjt Tcelcome was 
Jie messanger 360. I rcende he icere pe treweste man 694. Whetmc 
he hadde dynyd he r^ente his way 333 (vgl, way). At ff'estemynstyr 
Jcas i>e kyngys wone 238. To Jf-'estemyostjT r(«ne 755. But If'y- 
mound cure weddyd broker 691. Now wip pe messanger n'ns no 
badde 711. He it-olde ftith rcrong hem slon 518. Wip hys foot he 
Tcolde noujt rnonde 282. To chaumbyr pat [lou voidest 7('enden 
tjUe isi. He wole doo more for hym I Ji'ene 306. For by hym 
pat al pis jcori i.-an 136. And off al my 7('orldly wan 512. And 
al here Jcorldly 7('ede 602. ("anne pe kyng 7('ax 7(T0p as i.ynde 453. 
l*orw^ wurd oure werk may sprynge 87. t'at 7('urpy lord in hys Tcane 
104. But :i;iff it ji'urpy were 443. 



Die romanze von Athelston 



329 



In der handschrift sind nur die verse, nicht auch die strophen 
abgesetzt, und dies ist wohl mit schuld daran, dass das strophische 
gefiige unserer romanze etwas auseinandergefallen ist. Ich habe die 
versgruppen, welche sich auf grund der reime ergeben, fortlaufend ge- 
zahlt von I bis LXXV: doch habe ich hier gleich zwei anderungen 
in den text aufgenommen. Nach der uberlieferung mtissten namlich 
V. I — 24 und dann wieder v. 765 — 788 in je eine neunzeilige urtd je 
eine flinfzehnzeilige strophe zerlegt werden. In dem ersten falle lag 
aber die besserung ganz auf der hand: v. 12 musste fUr kynde^ das 
die handschrift mit 15 kynde, 18 lynde, 21 fynde, 24 bynde reimen 
lasst, das sinnverwandte kynne im reime auf 3 synne, 6 wynne^ 9 perin 
geschrieben werden. 'j In ahnlicher weise schien mir aber auch der 
fehler in der zweiten der oben angeftihrten versreihen dadurch ge- 
bessert werden zu konnen, dass v. 776 fiir das eine flickwort in dede, 
das in der handschrift mit 779 rede, 782 glede, 785 spede, 788 Ude 
gebunden ist, ein anderes flickwort wip alle gesetzt wurde, um mit 
767 alle, 770 halle, 773 befalle zu reimen. 

Nach vomahme dieser zwei anderungen zahlen wir unter den liber- 
lieferten 75 versgruppen 59 zwolfzeilige schweifreimstrophen. Von den 
tibrigen 16 versgruppen enthalten zweije 9 verse (LIX und LX), zwei 
andere je 8 (XXV und XXXXI), elf je 6 (XVn. XX. XXI, XXH. 
XXXn. XXXin. XXXXV. LV. LVH. LVin. LXIX), endlich eine 
nur 4 verse (XXXXII). Nach meiner Uberzeugung haben wir es in 
alien diesen fallen mit fehlem der Uberlieferung zu thun: wegen des 
naheren verweise ich auf die anmerkungen. 

Bei weitem der grosste theil der vollstslndig erhaltenen schweif- 
reimstrophen zeigt die reime aabccbddbeeb, Zwei strophen sind gereimt 
aabaabccbddb (XXXV und L), zwei andere aabccbddbaab (LXV und 
LXX), eine aabccbccbddb (XXXIX), eine aabccbccbccb (XXXXVI), end- 
lich noch eine aabccbddbddb (LI). Zweifelhaft kann sein, ob der dichter 
das zuletzt angeftihrte reimschema auch str. VIII beabsichtigt hat, oder 
ob come : sone mit geschlossenen d und anon : igon mit offenem b als 
zwei verschiedene reime zu betrachten sind. Aber str. LXVn mtissen 
wir wohl aabccbddbbbb ^psetzen. Fraglich dagegen ist mir wieder, ob 
fUr die reimstellung in str. XXIV und LVI das schema aabccbbbbddb, 
fUr die in str. LXVIQ und LXXV das schema aabccbbbbddb beab- 
sichtigt war. 

Enjambement findet nur von XXTV zu XXV statt. 



») Vgl. Wilda, s 64 der unten s. 330 angefUhrten schrift. 



330 J- Zupitia 

Was die reime betrifft, so sind sie in bezug auf vocale fast gam 
rein. Wenn man von der quantitat und den feineren schattirungen 
der qualitat absieht. so ist nur 375 f. ende : Jynde anzuruhren. Weit 
grt>Hsere freiheiten koramen bei den consonanten vor, Besonders hilufig 
ist III mit n gebunden; vgl, 43 f, und 61 f. Stane : lutme, 184 f. 
name .' Aththtatsc, 327 f. prime : dyne, 359 mne : 362 kynne : 365 
hym : 368 chyit, 259 f. eonte : soite, 417 f. cem : anon, 614 f. ceme .' 
bone, 708 f. und 720 f. done : come, 561 f. ioone ; dome, 713 come : 
716 wonde (?) : 719 eerldome : •321 mone, 725 eerldome : 728 hedyr- 
come : 731 bone : 734 come. Femer sind zu nennen 3^3 f. 435 f. 
465 f. erchebysschop : god, 135 iy^ : 13S pry^ (besser pryiie) \ 141 on 
lyue : 144 fyue, 52 f. vocant : hand, 743 gnnge : 746 sprange : 749 
Aande : i^zfande, 489 f. lond : strong, 636 f. Uronge : wombe, 282 f. 
wonde : ivombe, 521 bonve -. 524 sonve : 527 holewe : 530 foleive. Mit 
716 wonde im reim auf -inne, -one (s. oben) vgl, 255 soone : 258 
noone ; 261 hone : 264 siroitge und 335 eras : 338 kors : 341 los : 
344 mos. Die unreinheit des reimes S' Alryke : 54 wyke : 57 /y(/ie : 
60 rycAe ist erst durch einen schreiber herbeigefiihrt. 

Den dialect unserer romanze hat eingehend schon Oskar Wilda 
untersucht in seiner am 23. december 1887 vertheidigten Breslauer 
dissertation nUeber die iirtliche verbreitung der zwSlfzeiligen schweif- 
reimstrophe in England* s. 61 — 64. Da ich aber nicht annehmen 
kann, dass diese abhandlung sich in den handen aller leser der Engl, 
studien befindet, und da ausserdem einzelnes in Wilda's darlcgimg zu 
erganzen und zu berichtigen ist, darf ich micJi mit einem hinweis 
(larauf nicht begntigen. Gelegenclich erwahne ich durch den reim ge- 
sicherle spracherscheinungen, wenn sie auch nur fiir den dichter charak- 
teristisch, dagegen f(jr die bestimmung des dialectes (z. th. vielleicht 
nur vorlaufig) ohne bedeutung sind. 

I , kuries ae. a schwankt vor resonanten auch in unserer romanie. 
Als a erscheint es. wie im Ne., in manne 670 : Anne und /land 53 : 
vacant; zu vgl. sind auch die freilich nicht streng beweisenden reime 
/ande 125 : tydande (umbildung des altn. ttdindi) und stande : hande : 
letiandc (partic.) 43 1 B*. o finden wir zunachst in iibeTeinstimmuiig mit 
dem Ne. in strange 264 : soone [ae. sona, ne. soon] : noone (ae. n&n, 
ne. noon] ; bone (altn- bAn, ne. boon) und, wenn meine conjectur richtig 
ist, ausserdem auch in wonde (hs. itwne, ae. wandian] 716 : come (ae. 
dm] : eerldome : mone (ae. niSna, ne. moon): man vgl. auch die aller- 
dings nicht streng beweisenden reime 636 f. stronge : wonibe und 282 f. 
wonde : wombe. 



Die romanze von Athelston 



331 



2. ae. d erscheint aj als a in watt (= ae. w&t ftir w&st odcr 
wite] 108 : late (ae. late) : state (afrz. stat) : gate (altn. gata)\ in ^<?/<f 
(ae. hdl) 674 : 3a/^ (ae. bealu) : 5<?/f (ae. scetj : tale (ae. to/^); in 
badde (ne. [a] bode: im ae. nicht zu bel^en; denn das von Wilda 
s. 61 angefiihrte ae. b&d ist ein anderes wort) 711 : radde (ae. radde). 
Die zwei weiteren falle bei Wilda a. a. o. sind zu streichen. Denn, 
wenn audi die handschrift nan (ae. n^n, ne. none) 580 im reime auf 
Egelan bietet, so konnen wir nicht wissen, ob nicht vielleicht der 
dichter Egelon : non geschrieben hat, allzumal die hs. v. 44 die 
schreibung Egelond zeigt. V. 699 aber ist bade im reime auf made 
(ae. macode) eine falsche lesart statt des von der handschrift gebote- 
nen hade (ae. hafde). Wahrscheinlich aber ist wan 512 richtig (vgl. 
unten 8 b). 

b) als in Athelstone (ae. y&telstdn) 239 \ wone (ae. \ge\wuna^ 
das freilich eine andere bedeutung hat) und Athelstone 758 und gon 
(ae. gdti) 763 : wone : /hon, Der erste beleg ist allerdings nicht un- 
bedingt sicher (vgl. zu v. 104), und vielleicht hat ihn deshalb Wilda 
nicht angefiihrt, der dafiir zwei andere hat, welche freilich zu streichen 
sind; denn none v. 451 imd v. 457, das einmal mit bone (altn. b^, 
ne. boon), das andere mal mit mone (ae. mSna, ne. moon) gebimden 
ist, entspricht dem ae. nSn, ne. noon imd nicht, wie Wilda infolge 
eines fliichtigkeitsfehlers angenommen zu haben scheint, dem ae. ndn, 
ne. none. Nicht sicher ist 418 anon (ae. on dn) : com (ae. cbm)^ da 
auch onan : cam ein gleich ertrSglicher reim ware, obwohl freilich das 
prat, com^ fUr den dichter v. 91 durch den reim mit sone (ae. sunu^ 
ne. son), v. 624 durch den mit bone (altn. bdn, ne. boon) und 734 
durch den mit eerldome, come sb., bone gesichert ist. Wohl nicht vom 
dichter herrtihrt non v. 515 (vgl. unten 8 b). 

Ein irrlhum ist es, wenn Wilda a. a. o. in dem vokal von rayse 
(ne. raise] 294 (: ayse [ne. ease"^ schottischen einfluss sieht: r^^^^ ist 
die fortsetzung nicht von ae. rdsian, dessen bedeutung eine ganz an- 
dere ist, sondem von altn. reisa, 

3. Wenn Wilda s. 63 sagt, dass ae. ce stets a wurde, so dachte 
er dabei z. th. nur an die schliessliche schreibung der laute, nicht an 
ihre entwickelung ; denn ae. ag gab nicht sogleich in der weise ay, 
dass a zu a und g zu y wurde, sondem der erste theil des diph- 
thonges blieb zunachst noch ein ^-laut. Wenn er sodann weiter erklSrt, 
dass bore 3 7 7 (: ^are : s^are : care) in bare zu andem sei, so hat er einen 
lesefehler Wrights richtig verbessert; allein das wort gehort nicht an 
die stelle, wo er es bespricht, da man me. ne. bare nicht auf die st. 



332 J, Ziipilia 

ae. form bar, sondem auf die schwache ^(7/-(( zuriickfuhren muss (An- 
zeiger fUr deutsches alterthum 6,48). Die beweisenden tcime sind, 
wenn wir von der fortsetzung von ae. ag absehen, die allerwarts gleich 
verlauft, qlade 723 : madt partic, (ae. macod] uod L?/ii</(/( geschrieben) 
797 : hade (ae. h^fdt) : madt (ae, tnacode\ : hadde (ae. ha/ile] ; haiU 
(ae. /la-fde) 699 : wmA [ae. maeadc) und 791 und [haddt geschrieben) 
800 [s. den zweiten beleg flir glade)\ sale [ae. sal) 668 : bale [ae. 
bealu): tale (ae. /a/w) : kaU (ae. //iJ/, ne. whole) \ was 59 : ^ar (ne. 
grace), 289 (geschrieben icnw) : sfiase (ne. space], 639 (ftir pi.) : /nj 
(ne. pace); 651 :/te [ne. /■/(/«.'. 

4. ae. tf wird a) in der regel zu e: belege sind tiberflUssig ausser 
bei solchen wortem, die fUr unsere romanze auch noch in anderer 
form gesichert sind oder doch wenigstens angenommeo werden konnen. 
So sei denn zuniichst erwahnt ireilde partic. [ae. geraded) 366 i bltdde 
'ae. ('l?Jde; nicht bUde, wie Wright und daher auch Wilda'. Femer 
ist wen conj- (ae. wtere) 443 gesichert durch den reim mit enquere 
(ne. entire) : unsicher aber wird der reim were (ae. wieren] : bere 
13 f.. wenn meine venouthung, dass bere da nicht ae. beran, sondern 
bieron sei, richtig ist; denn, obwohl der gleiche reim 285 f. Uber- 
liefert ist, wtirde fiir beide stellen sowohl ware : bare als auch were : 
bere passen. Ueberliefert ist femer fiere (ae. pir] 617 ; were (ae. 
wceron) 620; vgl. darliber unten unter b. Einen zweiten beleg flir 
t/iere := ae. [lar fUhrt Wilda aus v. 38 an; aber in der handsdirift 
steht hier im reime auf see nicht tliere, wie bei Wright gedruckt 
ist, sondem pree. 

b) zu a in raJde prat. (ae. radde^ ne. read) 712 : badde (ne. 
\a\bode\; femer in pare (ae. par) 187 -.fare [n^./aran). Ueberliefert 
ist auch pare 22 : mare (ae, mSre): aber hier wiirde nichts hlndem, 
pore : mere zu schreiben. Endlich glaubte Wilda s. 64 v, 617. 620 
pare : ware lesen zu mlissen statt des von der handschrift gebotenen 
reiraes pere : were (vgl. unter a), indem er annahm, dass diese beiden 
worler mil pase 611 und grase 614 gebunden seien : allein mit einer 
solchen assonanz hatte sich der dichter gewiss nicht begnUgt. Wir 
haben es hier ohne zweifel mit einer tiefer liegenden vetderbniss lU 
thun; vgl. anm. zu 6zo. Natiirlich liegt audi noch die moglichkeit 
vor, dass es ursprtinglich hiess pvrc : twre. 

c) zu c nach der Uberliefening in dem sb. nwn, das auf das ae. 
verbum irui-iian (ne. mean und moan) zurlickgeht, 729 : on (ae. An, 
De. one) ; aber hier konnte die ursprUngliche lesart sehr wohl mem : an 
gewesen sein. 



] 



Die romanze von Atholston ^XX 

5. ae. e vor ng ist zu i geworden in lyn^^ (ae. lengan) 535 : 
ryng (ae. hring], Ich weiss nicht, woran Wilda gedacht hat, als er 
s. 64 diesen reim mit einem fragezeichen hinter lyng bei besprechung 
der fortsetzung des ae. y und y angefiihrt hat. Vgl. auch hy^t (ae. 
heht] 311: wy;^t : ryjf : nyjt, 

6. ae. ^a erscheint a) nach der (iberlieferung als in to/de partic. 
(ae. getiald) 193 : wolde^ aber Wilda bemerkt s. 63 mit recht, dass 
auch talde : walde einen vollkommenen reim gabe. Noch weniger niitzt 
67 f. old: told prat., woneben nicht bloss aid : t aid, sondem auch 
eld : teld dankbar ist. 

b) vor ht, vor dem ja schon im Ae. schwanken herrscht, immer 
als y\ vgl. ny;^t (ae. niaht u. s. w.) 320 : hy;^t (ae. hthi) : wy^t (ae. 
wihf) . ryj/ (ae. rcohU riht]\ my;^t (ae. miaht u. s. w.) 413 : ly;^t (ae. 
Ithte) : knyjt (ae. cneoht, cniht] : ry^t\ 590 : bry^t (ae. beorht] : kny^t 
•' W^J 593 • ^W^' ^ manchen me. denkmalem kommen noch die formen 
fia{u)jf, ma[u\^t vor. 

c) zu e in smerte 789 (ae. *5mearte\ vgl. Wulfst. 295,10 smear- 
testum) : stertc\ doch ware smarte : starte nicht undenkbar. 

d) sonst zu a : vgl. bale (ae. 3^<j/») 665 : sale (ae. 5^/) : tale (ae. 
/dr/»): ^dt/^ (ae. ^dl, ne. whole) ; jar^ (ae. giaru) S8. 235: /dtr^ (ae. 

faran) u. 371 : j/<jr^ (ae. spartan] : bare (ae. bara) : care (ae. cedru)\ 
falle (ae. fiallan) 275 : a/^^ ; schalle (ae. 5^^<</) : ^//^. 

7. ae. ^rf giebt ^z: vgl. ausser den belegen flir care imd schalle 
unter 6d noch frtrr^ 331 : fare, Statt ^^^ .* 5/^ 459 f. 468 f. ware 
auch ^ef : stef denkbar. 

8. ^a wird a) gewi^hnlich e: nere (ae. n^ar) 30: dere (ae. dedre 
oder ///^r^) : pere (ne. /^^r) ; ^/^r^ (ne. clear) ; //<f</^ (ae. d^adj 171: 
5/^rt^^ (ae. j/^//^) : rede (ae. r^<i) : dede (ae. i/^<?tf) und 673. 796 : red 
(ae. n?/j; //^//f (d^ait) 442: r^//? (ae. r^//j. 

b) nach der liberlieferung in der fortsetzung des ae. slian ; vgl. 
sloo inf. 84 : twoo (ae. toi) : goo (ae. ^4/i) : taoo (ae. 7e/4) und 246 : 
tjooo : foo (ne. \ge\fS\ : woo und 738 : woo\ ebenso slon inf. 518: 
tan (ne. /<zV//, taken) : a/<7« (altn. z'rfw) : nan (ae. «^//, ne. ««w^). Keiner 
dieser belege erweist, dass der dichter sloo(n) gesprochen hat; man 
erhalt ebenso gute reime, wenn man tiberall a ansetzt, und dieses 
ist, da ton statt tan sehr selten ist Kolbing s Sir Tristr. LXXUI), das 
rathlichere. 

c) y in y^e (ae. ^age) 803 : hy;^e (ae. heage) : lye (ae. lyge) : dye 
(altn. deyja). 

9. ed erscheint als e in jere pi. (ae. gedr) 126 : here (ae. hteran) : 



L 



334 J' ^"P'"" 

in fere [zu ae. ge/lrc] : dere (ae, dlore, dUn), 404: messangere .' here 

(ae. Air) : ckcre. 

10. ae. eo etscheint als t in wtrk 50. loi. 113. 415: c/eri (a.e. 
cleric). Urspriingliches ae, eoA( zeigt sich natiirlich ab>'j/. Die reime 
Uuf [ae. Uofian) 316: moregeue (ae. morgtngiifu) und 403. 658 : gaie 
(ae. giifan) haben keine beweiskraCt, da der betonte \'okal auch / 
sein konote. 

11. ae. to (auch hier ist von (ohl abzusehen) erscheint a) ge- 
wohnlich als e. Der infinitiv be (ae. hh)t\ reiml 213. 268 und bee 
geschrieben 560 mil me [ae. nt&]. 541 mit charyte; der conj. be (ae. 
Wo) 233 mit we, der imp. ^« {ae. b?o) 726 mit plenle. Das %h. fee 
[ae. feo/i, gen. flos) reimt3i8 mit fte (ae. ^^1 /"rw \a.t.frlo) 557 mit 
OTi", «( inf. [ae. s?on) 216. 563 mil «i^, thee inf. (ae. ^^w;) 666 mit 
Pie und /A« geschrieben 675 mit dignyte und 687 mit pe (ae. y5/). 
Wir (inden ferner felle (ae. /?^/j 277: telie und 419: //ir//; : ^elle (ae. 
giillan) : dwelh (ae. dwellan); frende (ae. frhnil] 253: wende (ae. 
wtndati] ; j«(/* [ae. gehde, nicht ^crfir, wie Wilda angiebt s. 64 : zu 
Guy [univers.] 60) 599. 605 ; rwrfe (ae. w<«(f) ; drede (zu ae. ondra- 
dan) und 733: i/r^/ir [ae. stlda). dere zt, nere (ae. w/i/r) : pere : ^/^m", 
66 : here \hteran) : /^re : brere (ne. briar] ,111: ^cr^ .' elere : ehere geht 
auch jcdenfalls auf unumgelautetes dcore, nicht auf diere, i^re zuriick, 

b) als c nur in joi/f [als ncbenfomi zu dem vorhin belegten ^ede) 
647 ; bloede : rode : feode. 

12. Fortsetzungen der westsachsischen diphthonge U U, U, ie 
[spater y, y) sind nicht anzutreften, sondem in den wbrtem, die in 
betracht kommen, ist, soweit beweiskriiftige reime vorhanden sind, 
Uberall ein ^-laut die grundlage. 

a) ae. glerd, gyrd {ne. yard) ist jerde 274 im reime ami herde (ac- 
hierde, hyrde). Hierher gehdrt mdgUcherweise sterte prat. (ne. started) 
1 go ; smerte (ae. * smearte) ; denn die me. formen des ne. start [sterten, 
stir/en, starleti) erklSren sich wohl besser aus einem wests. 'sHerlan, 
als aus 'siyrtan (vgl. aber 6 c). 

b) ae. giillan erschemt als jf//c 425 : felle [ae. ftt>l) : helle .' 
dwtlle (ae. dwellan); ae. geseilnded als shent 449 ; lent (wohl ae. lande). 
Hierzu stimmt der tiberlieferte vocal in dem mit leue {ae. leofiem) 
reimenden wortem moregeue und geue: doch s, 10. 

c) Bei besprechung der fortsetzungen von ae. U sehen wir ab von 
dere (vgl. oben 1 1 a) und von iiede, das auch auf unumgelautetes ntad 
zurlickgehen kann. So ist denn vor allem zu nennen here [ae. hteran) 
63: dere ; pere : brere, 123: jere (ae. geHr) : infere [zu ae. geflre) : 



Die romanic von AlheUlon ije 

297; messangere und im priit. herd/ 273 : jrrrfc (ae. gltrd]. 
Sodairn gehart wohl auch hierher sene (ae. gaUne) 427 [: f/^^c [ae. 
f/iE««]), das auch in nichi-wests. texten umlaut zeigt [vgl. Sweet, Oldest 
Texts 608 a). 

13. ae. y als umlaut voo » erscheint im reime stets als ('. Die 
belege sind, wenn wir von kyng und pynkt absehen, die in alien (Ua- 
lecten mil i anzutreffen sind, syime 3 : kynne u : wynnt verb. : perin: 
kynde 15: lynde : fynde : bynde\ Ayn 311: uyn verb; kynne 36a: 
inne : hym : chyn; synne 11^ ■■ gymte (das Wilda s. 64 mit unrecht als 
altn. ursprungs bezeichnet: vgl. lu Guy [univers.] 576; dass das g in 
dem me. worte ausgesprochen wurde, wie im ne. gin, beweist, wie 
wir nun durcb Napiers wiUkommene entdeckung [Academy 1890 I 
188] wissen, Orro's zeichen). Ohne beiveiskraft ist natUrlich der reim 
Catmtyrbery : mery 97 f. 300 f. Der vocal in hedyr-come 728 aber 
(; eerldome : bone : come) zeigt einfluss des verbums fome (ae. cuman) 
auf das sb. ae. cyme. Wegen sterte s. 123., wegen des von Wilda 
\erkannten lyng 5. 

14. _>' als umlaut von ii erscheint a] als / in hyde (ae. hydan] 
536 : abyde : ryde : wyde. Zweifelhaft ist lyte 799 : wyte, da man 
nicht sicher ist, dass lylc auf ae. lyiel und nicht auf altn. liliU zurllck- 
geht, Oder dass kein einfluss von mikel im spiele ist, 

b] als ee in Jeer (ae. fyr) 63 1 : prayer. 

15. Das auslautende e mehrsiibiger wcirter ist schon sehr oft ver- 
stummt. Ich begniige mich mil der anfiihrung von ein paar beispielen 
stiit^ [afrz. staf] 102 und wa/p (ae. itidt fur w&si) 108 reimcn mit late 
(ae. late) 99 und gate (altn, gala) 105; slayn^ partic. (ae. ilageti) 
16a mit hyne [altn. leyna) 159: trayiie (afrz. trailer) 165; fayne (afrz. 

peine) 168: fiou sthatl^ [ae. seeal Kit seealt) 181 rait falle [at. feallan) : 
alle plur. 278. 284 ; fellf (ae. f^ol) 419 mit /telle 422 : ^elle inf. 425 : 
dwellt 428; sprang^ prSt. 746 mit gauge inf. 743 : Aande 749 -.fande 
inf. 752. 

16. Aus dem gebiet des consonantismus ist erw^bnensweith, dass 
fUr das ne. diUh eine form mit k gesicbert ist durch den reim dyic 
480: heretyke. 

17. Was die verbalflexion anUi^, so ist vorzugsweise auf den 
reim fie gos (ae. gaS) 412: aros (ae. SrSs) hinzuweisen. Im plural 
des pras. ind. sbd im reim zu belegen we fynde 2 1 : iynde : lynde ; 
we rede 383; stede : nede, 569: gUde, 623: drede , TTg: glede. Da- 
g^en (j« spare 374 (: $are '. bare : care) ist wohl conjuncliv. Im st. 
prat. ind. ist die zweite pers. sing, gleich der ersten und dritlen : ^ou 



336 J. Zapitta 

^q^ 46S (; Staff); dazu stiiumt das verhalten der prateritoprasentia 
pau wale 108 [: /ale '. sfate : gate), pau ukalU 281 [. falle : a!U] MaA 
Pou may 748 (: <Ay) ; freilich kdnnteo wate (vgl. Wilda s. 63} und 
may auch conjunct! vfomien sein, und das gleiche gill von dem schw. 
prat, pou made 794 (: hade : gladdt : hadde). Der plural des prSt. 
lasst sich im reim nur ohne n belegen ; jftfv rod (ae. ridon) 754 
(: abood, ae. ^bAd) ebenso rait dera ablaut des singulars, wie das prS- 
ledtoprasens pay may 370 (: pal/ray]; femer pay iyjt 756 (: ryj/); 
nichts beweisen were : here 13 f. 285, sei es fur die endung, sei es 
flir den \ocal [vgl. oben 4a). Der conj. pritt. des verb, subst. ist 
7v(re 443 (: enqutre). Vom partic, prSs. ist nur eine form durch den 
reim gesichert: leuande 437 (: stande inf.] Das part. perf. pass, hat 
sein n meist erhalten; vgl. born 482 : porn; done 147 : soone und 708. 
730: come mi.; igon 95: anon, gan 768: tan (vgl. unlen), goti 764: 
wont : Athehtone : Ihon\ slayne i6i : layne : Irayne : payne; tan (ne. 
ta'ett, taken) 495: ylkan, 509: wan : non [vgl. auch 769: gan part.). 
Ein versehen ist es, wenn Wilda s. 62 unter den participien anch 
sene 427 (: eiene) anflihrt; denn, selbst wenn es participiale function 
hiitie, wUrde es nicht an diese stelle gehbren, da das wort auf ae. 
geshiie zuriickgcht, also auf eine form, deren n nichi im auslaut stand. 
Dazu kommt aber noch, dass sene in dem satze // moot on Htm be 
sene noch die alte adjectivische bedeutung »sidilbar( hat. Weggeworfen 
ist das n m eome 259: sene [ae, swiu, ne. son). Ohne beweiskraft 
sind natdriich einerseits j/i7W'r; : rfrrta^c 705 f. tit I., andererseits icr« .■ 
forlorn 387 f. Dagegen scheint mir der reim gan : tan (s. oben) far 
gan beweiskraftig, da, soviel ich wetss ta als participium nicht vor- 
kommt. Die vorsilbe (- beim partic. ist nach Wilda s. 62, wo sie in 
unserer roraanze vorkommt, "wohl nur dem schreiber zur last zu legen.i 
Ich gebe zu, dass im Athelston durch weglassung des /- gelegentiich 
ein vers gewinnt, in anderen wenigstens nicht verliert; allein, wollten 
wir es iiberail weglassen, so wiirden wir mehrere verse einer senkung 
berauben. Vgl. 289 A kndue-ckyld ib6m per wAs; 366 Or hi pe 
Uttr? kaddf hdlff i-ridde\ 612 Scbe wds ful grit igdn with ehyldt; 
G51 And whdnn^ pis cHyld ib6r[e)n nuts. Der infinitiv mit n erscbeiot 
in der romanze durch den reim nur zweimal gesichert; vgl. s/pn 518: 
tan partic: wan sb, : non (ne. none) und gon 775 : Athelston. Ohne 
« zeigl er sich im reime ausserordentlich haufig : offenbar ist bei Wilda 
s. 62 aus versehen ein "u. s, w. » weggelassen. Ich begnuge micli 
hier damil, diejenigen belege zu geben, die in der romanic von dem 
ersten bei Wilda angefOhrten vorkommen. Vgl. wyikc 4: lyrke\ wynne 



Die romanze von Athelston 



337 



6: synnt : in : kynne\ ende 8: hende\ mete i6: strete\ bynde 24: 
kynde : lyndc\ schone 35: sone\ se ^t i pree; couere 41 : Douere\ rede 
56: stede\ here 63: dere : per e : brer e\ calle 76: halle. 

18. Was die deklination anlangt, so ist nur die negative that- 
sache erwahnenswerth, dass im reime keine schwache pluralbildung vor- 
kommt. 

Wilda hat s. 63 die vorher zusammengestellten spracheigenthtim- 
lichkeiten der romanze, soweit sie im reime gesichert scheinen konnen, 
mit recht fiir ndrdlich imd nordmittellandisch erklart. Aber, nachdem 
er dann noch einiges, was, wie er selbst sagt, »von geringerer bedeutunga 
ist, hinzugeftigt und namentiich auf tan 495. 509. 768, nay 503, so 
moot I thee 666. 675. 687 als »n6rdliche wortect hingewiesen, schliesst 
er s. 64: J) Der dialect des gedichtes ist nach diesen erscheinungen 
als ein rein nordlicher zu bezeichnen.« Ich kann mir seine folgerung 
nicht aneignen. Die formel So moot I thee und das wort nay muss 
man ganz aus dem spiele lassen, da man sie in alien dialecten findet. 
Das participium tan aber kommt wenigstens auch in mittellandischer 
gegend vor; so erscheint es haufig (einige belege in meiner ausgabe 
X f.) im Guy (univers.), der nicht nordlich sein kann, da er ein paar 
mal im reime die 3. pers. sg. pras. ind. mit th hat und sehr viele 
participien auf yng. Da wir im Athelston keine specifisch nordlichen 
worter antreffen, andererseits aber es mir wenigstens wahrscheinlich 
vorkommt, dass der dichter ofter /*- vor dem partic. perf. pass, ge- 
braucht hat, so scheint es mir rathlicher, unsere romanze fiir ein nord- 
mittellandisches denkmal zu halten. 

Was die zeit ihrer entstehung anlangt, so haben wir nur in dem 
alter der handschrift einen terminus ad quern, Wright in den Reliquiae 
Antiquae II 103 hat dieses, mein' ich, ein klein wenig tiberschatzt. 
wenn er sagt, dass die hs. appears to have been written about the 
middle of the fourteenth century. Richtiger scheint es mir, mit Kolbing 
Sir Beues V, sie in die zweite hiilfte des vierzehnten jahrhunderts zu 
setzen. Wie dem auch sein mag, so ist es jedenfalls unrichtig, wenn in 
Hazlitt*s ausgabe von Warton 11 31 der Athelston um's jahr 1430 ge- 
setzt wird. Vor dem ende des 14. jahrhunderts war er gewiss schon 
vorhanden. Andererseits wird man ihn aber nicht sehr weit zuriick- 
datiren konnen, da der vocabelschatz, etwa von feiie 808 abgesehen, 
kein alterthiimliches geprage zeigt. Ich meine, wir werden uns nicht 
um viele jahrzehnte irren, wenn wir. die romanze um 1350 entstan- 
den denken. 

E Kolbing, Englische studien. XIV. 3. 11. 




hier noch ein register zu den erlautemden 



••^ 



11 «frf . 



giHid {btttir. grtf) 

U. llgl. 301. 

STT; «-■ . (Md [iwn) s8o. 
ne tiya abigge aSi; abed: 

W- 

I itnysOHH joa. 

ajiyr sent iBl. 
.^1/ / was iom n. M. 387. 



gh4 ftbsolal lo;. 

0^4/ conditional 403. 

imrede wit pou nnd j( 450. 

into noifov 412. 

ftrtUtel] nnbestinnnteT. fehlt beim prS- 

dlcatsvomen 186, 
ox] « /"W't Of pat he may und ahnliche 

tUckvecie 334; as il -aiere Svie' 481. 
estnt) tomBun a. 365. 
as^lt in pragnanter bedenHmg 677. 
asyndeton 108. 
aliynl 'Oberfiihrt' 696. 
BUgen] aosdriiclte Tiir 'vor jemandes angeo' 

458- 

baddc sb. 711. 

bak\ b. ^vyrke 665: hrynge in i. 476; 

bryngi out of b. 3. 
bart vom pferde 377. 
bant rayu 294. 
bi] hi geddys gras 58; ** 'uber' vor pet- 

sooen 103. 
htgeti [vf]"" 65. 

itggi dem *(BTue entgegengesebt 494- 
higynne umliar 16; gati t. 131 f 
£(/// SH^ Je0i( nnd itmgekehrt 130. 
tm \grtt) viilh ckyldt 1 18. 
ltHdi\ hryngi out of b. 3. 
btjiysntm im reim anf \a)deim 502. 
hin\ h. Ike erowHt 518: A. rt« iraoM* 

«/ ^b™ 270; alias pat / teas borm 

a. Khn. 387. 
Aw] im b. 710. 
irt-j/f on hhodt 641. 
besteigen eines pferdes] aosdriicke da- 

filr 381. 



btslridc 381. 
hnereye 151. 
biicho&insignien 459 f 

hyssckep ryke 349. 
Wa»K] brynge in i. 476. 

bod. -rod 357. 

^01^ nmschreibend 520. 

JirWI bryMg out of b. 3. 

botie] grtumle mt my b. n. ahnl. 261. 

book and bille nnd nmgckehrt I Jo. 

bcriiie {out off] 264; dcm biggt entgegen- 

gesetit 494. 
hopi bei melir als iw«i gliedem 172. 
bour'\ b. and kalll u. antg. 77; b. im 

gegenialie in sail 77. 
*f/ie] *. dauH 478; *. freseun 523. 
irer<] ifyj' "■f blasme on brtrt 72. 
Ay.^;] /w»c ;< *. s+4- 
^•yj'l *■ "^ blosmt on breri [bmo^ •jS\ 

b. in toure 558 ; modyr b. von Maria 

596; fayr .and 6. 107; merye and b. 

63s. 
bryngi\ b. in {into] 476; b. on [of] lyut 

141; b. («fi]on 489: b. tocan 647; to 

^<-Jf (dethe'\ 441; A, Tvr/if fAyiA 3i8. 
broktne ctos off stun 546. 
iro^^ als plural 58; b. cs 71'iddyd b. 10; 

'schwBger' 261. 
*ro«4 Tiitf/ bei ablehnang 

gebotenen gesehenkeK 315. 
bm dfd 796. 



I 



u abgcschwacliCer bedentong 



i 



^flr(] ifyn^ «i( o^c. 3, in [into, to) c. 

476. 
Caantyrbery ; mtry 98. 
kifi\ nime [takt) k. to 107 ; *. halt [holt] 674. 
Certayniy as 1 joiu teUi 276. 
kiuere 41. 

ebautnbur and halle und umgekehrt 77. 
c^^ri' mit adj. ilo, 
(A« ,• lit 109. 
£*«« 'sich begeben', 'gehen' 1 




Die romanze von Athelston 



339 



cfyid] wiM cfylde 218. 

kynde] as it tvas here [his] k. 15. 

kyng] k, with crown u. ahnl. 528; k, off 

lande 272. 
kyrke : wyrke 4 f. 
clerk ' werk 50. 
clere von frauen 117. 
knelen on knees 277. 
knieen] ansdriicke fUr k. 277. 
kny^t als plural 195. 
come] pou schalt come whan 'ptm may 

u. S. 748. 
comoun assent (asent, seutj 265. 
conjimctionen nachg^tellt 78. 
corowne s. crowne, 
coufisayl 'geheimniss' 78; to c, go 78; 

porow^ €, 672. 
fouere 41. 

crafft ne gynne 771. 
crystendom 475. 
cr^j des bischofs 440; pe hrokem e, off 

stone 546; bt c. and roode 169. 
crowne with gold 36; hyng with crowne 

528; here (were) the c. 528; de {/of) 

hym pat weres pe c, off pom u. S. 270. 
cuntre 20. 

day] haue good d. 497; that [this) day 

flickwort 551. 
dativns ethicus 32. 
ded] but d. 796; d, se 134: swotonyd as 

pey were d. u. a. 604. 
deme] doom d. 683. 
</^^ sb. III. 

der[e]lyng] welcome^ my d, 93. 
dep] brynge [dy^te^ drawe^ dryue, put) 

to d, 442; d, dy^te 463. 
deuocyoun] wip gret {god) d. 48. 
dyke statt eines grabes 480. 
dy;^te dep 463; d, to d, 442. 
dyne zur /rrw^ 328. 
dolour] brynge put off d, 3. 
don 'lassen' 84, mnschreibend 24; don 

to dede [dep) 442; do as I pe kre 

[hyddcy teche) u. ahnl. 707. 

doom deme 683. 

doun] breke d, 478; </. : benysoun 502. 



drawe] d. to dede 442 ; d. and hange nnd 

mngekehrt 271. 
dryue to dede 442. 
dwel] gon d. 11. 
dwellyng] wipouten d. 96. 

Edyff, Edyve 47. 

eerldom] an e, of land 309. 

^^flZq pere e. 33. 

Egelan^ '^and, -'lane, ^landt 44. 

ry^] zeri^ eyen see 4$8. 

JS/ot^j richtstStte in Smithfield 805. 

m</if 'theil\ 'etwas' 221 ; at ylke fyue 

mylys ende 375. 
ende dor falschheit 9. 
enten{\ take [mme) e, to S07. 
emye at^ for, on, tOy wip 79. 
erly and late 99. 

essen] nicht e. und trinken bis . . . 170 f. 
ethischer dativ 33. 
evenyng],pin e, n. dgl. 33. 

fadyr and sone and hofy gost 2. 

fair] /. and bryjt 107; /. and weel mid 

omgekehrt 31 ; 0. /. thymg 192. 
fane for (— to) 584. 
fals lesynge 83;/. tray tour 139. 
falschheit nimmt ein sehlimmes ende 9. 
fande (fonde)] to f fbrmelhaft 752. 
fare] /. (fere) as wood u. khnL 250; how 

faryth . . . ? loo; fare : ^are nnd um- 

gekehrt 88 f. 
faste] as f as pat he may n. ilhnL 334. 
feere] hool and f. 653. 
feOe 'begraben' 808. 
fere s. fare, 
fynde] a wodere man my^te no man /. 

n. abnl. 454- 
fyue als beliebtes reimwoit 698; woutt^ 

dysf 144- 
finch anf ^e zeit, wo jemand geboran 387. 
foot and hand 588. 
for 'soweit es liegt an* 666; /. noping 

spare 374; /. nou^t pat my^te befaUe 

n. &hnl. 773. 
forcurse 425. 
for^elde 318 f. 
fount'Ston] hcue off pe /. 678. 



340 



J. Zupitza 



gan hegynne 131 f. 

gare 251 f. 

^are : fare u. umgek. 88 f. 

gatCy ne. gait 105. 

j<rw^] nime [take) j. 207. 

S^f^] S' {up)on *zeiigen mif 65, 'steigen 

auf 381 ; g, wip chyldt 218. 
gynne auxiliar 16. 
gynne\ crafft ne gynne 771. 
glad] g. €here 120 ; nofyng g. 797. 
glcde] red as ony g, 572. 
gleichen] seinesgl. u. s. w. 33. 
god] panke [loue) g. 590; g. on rode 644; 

g. and seynt Ihon 761 ; goddys grace 

m 

{sonde) u. dgl. 58. 
gold 'goldene krone*, 'goldener ring' 36 ; 

g. red 312; /or al pe g. pat mere was 

wrou^t u. ahnl. 149. 
gon dwel 1 1. 
gon igret) with chylde 228; g. to caun- 

sayl 78. 
^ongc [yongc) thynge 192. 
good] g. day [nyght) 497; g, at neede 

n. ahnl. 389. 
gost] fadyr and sone and holy g: 2. 
grace lene [gyffe^ sende) 4; goddys g. n. 

iihnl. 58. 
graunte me my bone u. ahnl. 261. 
gret] g. wip chylde 218; of g, renoun 

45 ; wij5 g, deuocyoun 48. 
ground] (vf)on [the) g, formelhaft 390. 

h durchstrichen 376. 

hale s. hool. 

halfte sofort, alles nach dem tode 660. 

halle] h. and hour [chaumbur) u. umgek. 

77; hcnde in h. 558. 
hand] erheben der h. oder hande 154. 
hand [hond)] h, : land [lond) u. umgek. 

310; foot and h. 588; of h. nach 
• adject. 487; 7vith h. pleonastisch 514; 

scse into Pyn h. u. iihnl. 310. 
hange and drawe und umgek. 271. 
harewe hclle 422. 
hauc *da hast du' 364; h. good day 497; 

h. out off 1^\\ h, for 809; A. *ken- 

nen' 699. 
hcde] take A. to [by^ of til) 207. 



helle] harewe h. 422 ; deuyl[fende) ofh, 1 56. 
hende von zuhorem 7; h. in halle 558; 

h. subst. 224. 
here] as je schal h. u. ahnl. 63. 
heretyke wie ein hund zu behandeln 480. 
hete] I ^ow hete 337. 
heue off pe founts ton 678. 
heuene wynne 6. 

hide] is noujt to h. u. ahnl. 118 f. 
hyjt 311. 
hole s. hool. 

holy] fadyr and sone and h. gost 2. 
hond s. liand. 

« 

hool [holCf hale)] h. and sound [feere, 

quarte) 653; kcpe h, 674. 
hors take 200. 

hovis and beheld u. ahnl. 609. 
ho-M faryth , . .? 100. 

iblessyd most pou bee u. ahnl. 560. 
Ihon] god and seynt I. 761. 
ylkon] off hem y. 25. 
ylyche] hys y. u. ahnl. 33. 
inBnitiv ohne to 210. 305. 449. 
ioyful chere 120. 
yolye [=. jolly) thynge 192. 
// weggelassen 551. 

k s. c. 

layne] is nou^t to I. u. ahnl. 118 f. 

land [lond)] I. : hand [hond) und um- 
gek. 310; an eerldom of I. 309; kyng 
off I, 272; pe lordes off pe I. 589; 
landys lawe u. ahnl. 646. 

late^ erly and /. 99. 

lawe] landys I. u. ahnl. 646. 

lede 'tragen' 392. 

leef liif 74. 

leff (ne. leaf) vndyr a lynde u. ahnl. 1 8. 

lende *bleiben' 178. 

lene 452; /. grate 4; /. und hue 427. 

lepe on hors u. ahnl. 381. 

lere] do as I pe I. u. ahnl. 707. 

les : ches 109; wipouten /. 109. 

lesynge (lesyngys) make 83. 

lette 'zogem', *sich aufhalten' 197. 

lettyng] [late) per be no /. 215. 



Die romanze von Athelston 



341 



lcityr\ a I. make = write 187; httrys von 

einem briefe 187. 
hue take 179. 
letie with chylde 218. 
hue und lenc 427. 
lcue\ I. on lyue 695 ; also longe as I ipou) 

may ieue 316. 
lyche [lyke) in aosdriicken fiir *seines- 

gteichen' u. s. w. 33. 
lyt Svohnen', 4eben', 'sich aufhalten' 

349; ^begraben liegen' 480. 
• lye on 'verleumden' u. dgL 83. 

b'f kiyff. Hi/)] /. • «3# 73; i^^f I' 74; 

hue as /. 74; brynge on [of] lyue 14 1 ; 

Icue on lyue 695. 
ly^i adv. 407. 
lyghte 'aufsteigen' 381. 
iylye] whyt so [as) L^flour 70. 
lynde in formeln 18.. 
lystnes off . , . , ho7o 8. 
iytyll chere 120. 
lond s. land, 
long and wyde 542. 
lordes als anrede der zohorer 1\ U off 

pe land 589. 
lordyngys als anrede der zuhorer 7. 
los 341, 
louc as lyff 74. 
hue (loben) god 590. 

make {mache) 33. 

Make] m, 'machen wir' 723; m. blyfe 

[glad, yolye^ merry] mit und ohne re- 

flexiv 723 ; w. lettrys 187 ; m, (j) man 

137; '"• w<?" 729; gold fat Crist hap 

maked u. ahnl. 149. 
may Unyght) in flickversen 334; whan 

pou vt. XL, ahnl. 748. 
masscbook and belle 150. 
mcry : Cauntyrbery u. ahnl. 98; m. and 

bry^t 635 ; make m, 723. 
met (ne. w^-tV) von kleidem und waffen 583. 
michel] m. of mi^t wnA of m, mtj/u. ahnl. 

I ; muche chere 120; mykyl nede 397, 
myght s. wjy. 
w^j/ s. michel. 
mylde chere 1 20;* »i. voys [stevyn, ivor- 

dys) 507. 



myle] at . . ^ myle [mylys] ende 375. 

myre ne mos 344. 

modyr bry;^t von Maria 596. 

m(m\ make m. 729. 

mond] schwur bei sonne und m. 456. 

moot in formeln 135. 

more {most) of my^t und of more {most\ 

my^t XL ahnl. i. 
mournyng] hrynge out of m. 3. 
moup] be {off, wip) moupe pleonastisch 

458. 
muche s. micheh 

nan s. non. 

naughtiy) 314. 

nede : stede und umgekehrt 396 f. ; mykyl 

n. 397; good {better, best; doujty, hardy, 

seker) at nede n. ahnl. 389. 
negation steht im nebensatz pleonastisch 

765 f.; fehlt im ersten gliede 170 f. 
neyje nere u. ahnl. 30. 
nykke {wip) nay 503. 
nsme kepe {entent, jeme) to 207. 
fion *nicht' 353; a . . , non {nan) 580; 

non opir 464. 
noone (ne. noon) formelhaft gebraucht 228, 
noping {-pyng)] for n. spare 374; w. 

gladde 797. 

of und on vertauscht 141 ; of {off) tem- 
poral 126. 

offtensype 76. 

on] cunne on 10 1 ; gete [begetCy 7vinne) 
on 65; lesynge {lye, seye) on 83; mit 
of vertauscht 141. 

on (ne. one)] a[n) , , , on 577. 

opir] non opir 464. 

oujt {ought) *etwa', 'vielleicht', 'irgend' 
97; 'tuchtig' 314. 

payne] be hym pat suffryd p, 168. 

parlement : {a)sent 266. 

parteinahme des erz&hlers 180. 

pas] (fl, an) even {fast, good^ gret, p^^y^j 

smarte, softe, stuithe , wikkide) p. u. 

dgl. 201. 
passe pat pas 640. 
pcre] hys p. u. ahnl. 33. 



J. Zupitza 



p<<emiC 1« p. statt a. in oinem reUtiT- 



?4«pa b oit i gm ) aMdrttoke dal^ 381. 

S^lMr) m {tk€, that, thys) /. fan rdme 
«<tet Mohdniek 174. 

f^trym ftarltwunt 266, 

fkmtf im appotitioiisverhiltiiin 727. 

pleosasmiis 169. 458. 514. 765 t 

t^^S'^giP)^] nym p. 571. . 

pctpottdon am ende des satzes wleder- 
holt Oder dnrch euie sfainTerwaadte 
au^jenommen r22 ; vor passiTem par- 
tic. 182. 

pmf»mn\ p, free 424 ; breke p, 523. 

pmi to dethe 442, 

qvtUe] bemfung anf die qa. 19. 

tmysi] baret r. 294. 

9mH s. rawe. 

iW (*roth')] r. as rose 71 ; r. or ony gledt 

$72; r. gold 312; wkyt amd r. 291. 
rti (redi *rath')] forw^ fy (u. s. w.) r. 

672; Py beste r. 177; non othir (better) 

r. 795- 
nde (verb.)] r. and wisse u. nmgek. 661 ; 

bei / r. construction zwdfelhaft 210; 

in romaunce as we rede 383. 
f«lativ fehlt im nominativ 17. 
Ctlativsatz statt eines bedingenden 9 ; mit 

prftdicat in 3. pers. statt der zweiten 

420; zor verstarkong eines snperlativs 

69s. 

•WMWi] of (grei) r, 45. 

mIi beiwort von bysschop 349. 

^:(a)bodzsi' 

:e\ in r, as we rede 383. 

\fodi{[ be cros and r, 169; god on 

544. 

'id as r. 71. 

wr)] on (a) r. 571. 

snmd 653. 
Ubmeln 876. 
itMatse ID banr 77. 
Mb Ami gimd n. ilhnL 609. 
i»n* 566; sch. a myrack 617. 

nAVKBH* 616. 



se (see)] ded s. 134; s, wip (bi) eyen [sijt] 

458; s. a sijt 216; semeiy to s. 37. 
season into thyn hande 310. 
seye on 83. 

semefy {in, of, to) sight (to sei 37. 
sende] was afftyr sent 182. 
sent ^ asmt 265. 
jcf^ into Pyn Jumd (in al his land) a. 

dgl. 31a 
synn€\ bryng <mt off s. 3. 
syt] pat syt in trynyte n. Shnl. 4^0. 
sype nnd sy^ 76. 
#Ar/^ a wynhi 332. 
xmf/^ mit sporen 750. 
so absolnt 117. 

sone"] fadyr and s. and hofy gott 2. 
Sonne] schwnr bei 8. and mond 456. 
sory] a s, thynge 192. 
sorwe] brynge in s, 476 ; brynge out off s, 3. 
sound] hool (safe) and s, 653. 
spare for 344. 

spede] (a) good (better, grette) sp. 201. 
sprynge on (to) hors 381. 
Slant (Stons) 43. 

start (stirt) vom pferdbesteigen 381. 
state 102. 
stede] in (on) pat st. a. IhnL im reime 

ohne nachdmck 174. 
stede (ne. steed) : nede u. nmgek. 396 f. 
stellnng des onbestimmten artikels bei 

swyche 124; einer prfipos. beim pas* 

siven partic. 182 ; nntergeordneter con- 

jnnctionen 78. 
stiuyn] mylde st. 507. 
ston] pe brokem cros off ston 546. 
stood and lowj u. fihnl. 609. 
st^unde als flickwort 551. 
strike mit sporen 750. 
stride vom pferdbesteigen 381. 
snperlativ dnrch einen relativsatz ver- 

st&rkt 695. 
sustyr 'schwigerin' 262. 
swete] sw. chere 120; nv. Pyng (wijt) 192. 
swownyd as pey were did 604. 

take ^geben' 303 ; /. hedi [kepe, [en] tente, 
jeme) to n. jihnl. 207 ; /. i,a] hors 200. 
381. 406. 



Die romanse Ton Athelston 



343 



talt idle 153. 

telle in flickformeln 276; tale t. 153. 

tente b* entente 207. 

panke god 590. 

thar nnpenonlich 575. 

pat elliptisch 374. 

Pynke st pynkep 326. 

Pyng von menschen 192. 

Pyrst ae. nicht belegt 490. 

p<fm'\ cprowne off pom 270. 

porw^] p. (goddys) gras [sonde) u. ilhnL 

58; /. j5y r^</ [counsail) 672. 
/^i^ formelhaft 551. 
/(?... tylle 122. 

/£?Mr oik/ /^fif nnd mngekehrt 42. . 
tounu [tume] 343. 441 ; /. fe hrydyl 544. 
traepu vb. 165. 
traytour] fals t, 139. 
trewpe] in t. trewely n. fthnl. 24. 
trynyte] pat syt in t. u. fihnl. 420. 
trinken] nicht essen nnd tr. bis . . . 170 f. 
trustly trowe n. Hhnl. 24, 
tunge pleonastisch 458. 
tume s. toume, 

iibergang aus directer rede in indirecte 

nnd nmgekehrt 97. 
vnblyve 689. 
vndem 351. 
vndyr god 393 f. 
vndyrstande] I do pe to v, 269. 

verb fehlt bei personenschilderung 70. 
vermengung zweier constmctionen 318 f. 
verrayment 242. 
verstarkung eines snpeAativs dnrch einen 

relativsatz 695. 
voys] tnylde v. 507. 
vorausdeutnng 127. 

wan [wane] 104. 512. 
was plural 620. 
wate] ^iff pat pou wate 108. 
wax wrop as wynde 453. 
wedbroper 10. 

weddyd\ w. broper lo; w. wyff 46. 
wede\ fare [fere] as he woide wede u. 
fihnl. 250. 



weel and fayr n. nmgekehrt 31 ; w. pou 

{pee) be 726. 
weinen] ansdriicke daf&r 275. 
welcome^ my derelyng 93 ; w, noch nicht 

'der willkommen* 535. 
weneU (winde) on {to) hors n. fihnL 381. 
wene sb. 680. 
wene vb.] (at) I w. \m mnnde des er- 

zilhlers 184. 
werk : clerk 50; w, \m gegensatze zu 

wurd 87. 
were pe crowne $28; w. pe crowne off 

pom 270. 
Westemynstyr wone 755. 

wiam pou may xl HhnL 748. 

while als Oiokwort 551. 

whyt] wh. so (as) lylye-Jlour 70 ; wh. and 

red 291. 
wyhe 54. 
wyde] long and w. 542. 

wijt sb.] pat (my, thy) swete w, 192. 
wy^t adj. 314. 

Wymound 79. 

wynhe] slepe a w, 332. 

Tvynde] wrop as w, 453; bild der schnel- 

ligkeit 453- 
winde s. wendi, 
wyntU] 'gelangen' 200; w, on 6^; heuene 

w. 6; pat pis toorlde wan u. SLhnL 136. 
wynfyr 'jahr* 67. 
tayrhe] w. : kyrke 4 f . ; w, bale 665 ; ^<?/(/ 

pat euere was wroujt. i^g. 
wysse and rede nnd nmgekehrt 661. 
wip] w. chylde 218; w, goddys grace n. 

fihnl. 58. 
wipouten one dwellyng 96; w, les 109. 
wyttyrlye 80. 

wolden fUr 7&//<f», whilen gesetzt 11. 
woo] he Oder A^ /f w. 81; brynge out 

off w, 3. 
wood] fare (fere) cu w, vl. iUinL 250. 
wordys] mylde w, 507. 
worl (worlde)] pat pis w. wan n. iihnl. 512. 
worldly wan 512. 
worthe on a stede 381. 



344 ^- Fischer 

■wBundys fyui 144. -jiura im gegensati ni werk 87. 

Tvrap as ayndi 453. 

wreu^l s. ayrkt. y s, i' oder j nntcr ^. 

Berlin, April 1890. Julius Zupitza 



ZUR FRAGE NACH DER AUTORSCHAFT VON 
»SIR CLYOMON AND SIR CLAMIDES... 



Dass Peele der verfasser dieses drama's sei, ist in letzteier 
mehrfad) aogezweifelt worden. L. Kellner sammelt in einem au&iatg 
(E. St. XIII p. 187 ff.) die stimmen flir ucd gegen Peele's autorschaft 
um dann in langerer ausflihmng den beweis lu erbringen. dass dii 
drama von einem anderen als Peele geschrieben sein miisse. Aeusser 
wic iimere merkmale bestiitigen ihra dies. Im folgenden soil eine noch 
malige prtifung dieser fr^e voi^enommen warden. 

A. Aeussere merkmale. 

Sie warden genommen von der sprache, metrik und alliteratioa 
1. Die sprache. 

Der verf. kann sich bei dieser untersuchung nur auf einen druc 
. stiitten, denn das sttick ist bios in einer quarto tiberliefert , die ni 
dazn erst 1599, also nach Peele>.tod erschienen. Kellner leugnc 
nicht die gefahrlichkeit einer in bezug auf material so wenig untee* 
sttltzten untersuchung. Trotzdem geht er rasch in medias res, oha 
auch nur ein wort tiber die qualitiit der (iberlieferuiig zu verlieren. 

Schon eine oberflachliche prlifung zeigt den traurigen zustand da 
textes. Ganze zeilen werden (ibersprungen (519, ai 530, b; 531, 1 
53^1 ^i 534; t))i innerhalb der zeilen werden worter iibersprungi 
(499, a; 511, b; 518, b; s,2i, a; 532, a); das obere reimwort wirj 
in der unteren zeile statt des richtigen wortes wiederholt (505. 
506, a; 525, a); worte werden sinnlos umgestellt (510, a; 531 
oder entstellt (491, a}; banale einschiebsel erscJieinen, die sowol metxua 
wie sinn storen (521, a; 514, a; 529, b; 530, b) ; personen-ai^abd 
werden falsch gemacht [500, b; %oi, a; 525, a; 526, a; 529. 
S3°> ^i S31' b; 533, a). Diesen grbsseren texCverderbnissen steheD 
wie zu erwarten, eine erkleckliche anzahl von kleineren, von wortvet 
wecbselungen zur seite. .\uf mechanischer verlesung beruhen wofc 



Zur frage nach der autorschaft von »Sir Clyomon and Sir Clamides« ^^c 

woffian statt wanion 493, b; hath statt hast 510, a; true statt /wry? 
511, b; them statt M^«^^ 512, b; his statt ^^r 503, b; a loue statt 
alone 520, a; ^w^ statt me 529, a; ^ra^^ statt sack 516, b. Falsche 
umdeutung eiAes wortes verschuldet vielleicht falle wie: vanquishing 
statt vanishing 491, a; languishes statt languages 494, a; //^«/ statt 
//^ 497, a; them print statt emprint 498, b; 5^^ statt ^^ 498, b; 
animate statt <j/»a/^ 505, b; prepare ^X^XX. repair 506, b; 520, b; who 
statt ho 518, a; as statt a 520, b; discharge statt /sfe charge 525, b; 
2£///^w statt z£/^^ 530, b. Hierher gehoren auch die falle, wo ein 
plural-s [orders 496, a; 525, b; lords 498, b; others ^^^^ b; natures 

505, a; enemies 521, b; y^j'^^ 533, b; strifes 525, b) oder ein geni- 
tiv-s (virgins 492, b; Julianas staXt Juliana 503, a; finders 511, b) oder 
ein flexions-s [dares statt ^ar^ 522, b) sinnstorend antritt. Zu ganz 
sinnlosen resultaten fiihrt die fluchtigkeit bei shiftmai statt shipmaster 
504, b; Tyro statt tire of 507, b; matris statt martyr 514, b; C^^/ 
statt G?r. (== »CV?nj«) 7%<z/ 519, a; controms statt countors 518, a; 
summous statt somnus 522, b. Schliesslich wimmelt es von fehlem, 
die sich aus verwechselung oder verlust von buchstaben im worte er- 
geben. Flir ersteres u. z. fiir verwechselung von vocalen folgende be- 
lege: Wdiltering statt tatltering 491, a; fbltring st2Xt fkltring 517, b; 
^e statt Iry 507, a; me statt my 517, b; they statt thee 516, a; sely 
statt n/j' 507, b; 522, h ; c2Lme statt come 514, b; 520, a; cango statt 
conge 524, a; flir verwechselung von consonanten: need statt meed 

506, b; presents st&tt pretends 531, a; done statt gone 531, b; court- 
no Id statt courtnoll 516, a. Flir ausfall von buchstaben: z//Vj^^ statt 
voiage 514, b; ^^^5 statt hodges 516, a; bought statt brought 515, a. 

Ein text von kaum iiber 2000 versen, der so viele verstUmm- 
lungen und verderbtheiten aufweist, vor allem eine solche masse von 
druckfehlem, erheischt die grosste vorsicht; schreiber und setzer, die 
sich ebenso fllichtig wie geistlos bei ihrer arbeit erwiesen haben, 
mlissen mit starkstem misstrauen behandelt werden. Kellner hingegen 
greift vier druckfehler auf [tualtering flir weltering , foltring iMxfaltringy 
viage flir voiage ^ be flir by) und spricht auf grund derselben Peele die 
autorschaft unseres drama's ab, • da diese » formen a sich in den tibrigen 
werken Peelers nicht fanden. Viage und be seien zudem noch lalte 
formena. Leider datirt Kellner das drama nicht nach diesen J»alten 
formen «. 

Mit diesen druckfehlem verquickt Kellner ein paar scheinbar auf- 
fallende lautformen im reime. Dass aber reimworter eine besondere 
betrachtung herausfordem, scheint er nicht zugeben zu woUen, denn 



4^6 R* Fischer 

er verliert wiederum audi nicht ein wort tiber die qualitat der reime 
in unserem drama. 

Sie sind schlecht, was bei dem jugendlichen dichter gewiss nicht 
aufzufallen braucht Vielfache versiindigungen gegen die quantit^t (wie 
a: A 5 .Me; ^ : ^ i fall; ? : ^ 2 Me; » ; ^ 6 Me) oder gegen die 
qualitat (/ : ^ i M) oder gegen beides (// : e 6 Me) waren noch hin- 
zunehmen. Aber daneben erscheinen Veimbindungen von verschie- 
denen lauten. 

So / : ^ here : swear 496, b. 

„ ; bear 503, a; 515, a; 523, a; 526, a. 

„ : clear 508 b. 
decreed : head 501. b; 530, b. 
speed : hecuL 506, b. 
bleed : dead 518, a. 
decreed : steed (stead) 522, a. 
shield : beheld 520, b. 
hear : there 494, a; 505, b. 

^ : ii perform : return 492, b. 
inform : return 528, b. 

So ^ : ^ £0 : do 501, a. 
go : two 515, b. 
disclose : lose 515, a. 
blows : lose 524, a. 

So e : a^ shall : withal 519, a. 

So i : 0^ you : now 511, b. 

So tie here : share 525, a. 

So e :. ei gave : deprave (= deprive) 499, b; 530, b. 

So t : ei achw'd (= achieved) : deprived 497, a. 
,, ,, : arrived 497, b. 

Von diesen reimbindungen nimmt Kellner keine notiz, citirt da- 
gegen die ganz gewChnliche bindung von ? : / in togither : hither (frei- 
lich unvollst^dig, denn zu seinen 3 fallen sind weitere 3 namlich: 
519, b; 525, b; 530, a nachzutragen) . Warum er dies citirt, ist 
schwer abzusehen, denn er selbst sagt: »dieser wechsel ist auch sonst 
vielfach belegt. « Thatsachlich lasst diese erscheinung auf eine sprach- 
iche isolirung des sttickes in keiner weise schliessen. Vgl. ausser den 
von Kellner citirten 2 Men aus Shakespeare noch Marlowe : git statt get 
(yerb.) »Hero and Leander« (Dyce 293, b) und whether statt whither 



Zur frage nach der antonch&ft von »Str Clyomon and Sir Clamides« 3^^ 

Ovids Elegies (Dyce 336, b). Interessant ist eigentlich nur die graphische 
ausgleichuiig^ {til's auge, indem statt together togither oder statt hither 
htther gesetzt wird, 

Diese sucht, ftir das auge glatte reime herzustellen, l^sst sich.an 
mehreren beispielen aufweisen. Leichtere fsQle sind es, wenn flir waste 
wast (: hasf\ 493, b oder ftir haste hast {'. pasfj 495, a oder flir stead 
steed (: decreed) 522, a eintxitt. Schwerere falle sind: 

1. ochH/d : deprived 497, a und achitfd : arrived 497, b (fehlt bei 
Kellner). Dass hier nur graphische ausgleichung vorli^, zeigt ein 
blick in Ellis, O. E. £. P.; auch mag aus Q. Q. selbst der reim 
here : inquire 516, a erwShnt werden. 

2. denay : away 499, b und denay : sway 519, b, wozu Kellner in 
wenigstens sehr unklarer weise bemerkt: »ay statt j^ durch den reim 
gesichertc, als ob ne. deny und an/ay in der zeit Peele's nicht ohne 
weiteres hatten mit einander reimen kdnnen (EUis' 0. E. £. P. I 
122 ff.). Die richtige schreibung ist auch die gewdhnliche. 

3. gave : deprave (==« deprive) 499, b (fehlt bei Kellner). 

n n n 530> b« 

waves : depraves (= deprives) 5 1 1 , a. 

[crave : deprave 520, b (bei Kellner p. 192) ist ein versehen, wohl 

hervorgerufen durch die fussnoten von I>yce. 

4) bound (= boon) : found 529, b. — 

Die reime in imserem stiicke sind also schlecht; einige werden 
zugleich fUr*s auge graphisch ausgeglichen. Deswegen das jugendsttick 
Peele absprechen zu woUen, ware an imd ftir sich mehr als gewagt. 
Ein solcher versuch wird besonders hinfkllig, wenn man die sonstigen 
reime Peelers mit denen unseres sttickes vergleicht z. b. » Paris cc 

part : desert 357, a; 363, b; art : desert 369, b 
oder aus der iTale of Troyt : 

be/alt : fatal 551, a; all : general 554, a. — 
Schlagende analogien bietet » Paris a: 

deny : attorney 365, a (neben denies : prize 367, b) 
oder das »Gratulatory» : 

alive : achive 563, a 
Ein anderer charakteristischer augenreim ist: 

beieek (= belike) : seek in » Paris cr 360, b 

„ „ ; Greek in »Tale of Troy« 555, b. 

Die schlechten reime unseres drama*s zeugen also wegen ihrer 
parallelen in den sicheren werken Peele's geradezu ftir dessen autorschaft. 




:chli^l 



rdings das stuck nichl auf grund der schlei 
. sondera er hat sich nur von einigen augenreiiuen 
VviULhrm hsseu, daraus lautliche differenzen jum »echten« Peele zu 
■J****"""**- Uiese beschranken sich auf die oben aiigeflihrtcn vier 

Ala iwciten punkt sprachlicher differenzen zwischen unserem drama 
VUidPcele nehi